Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


 

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 15 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Erfahrung James
 
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Suhr I 93
Erfahrung/James: "doppelläufiges Wort": wie "Leben" und "Geschichte". - - -
Diaz-Bone I 55
Erfahrung/Empfindung/JamesVsHume, JamesVsMill: "Assoziationismus": sieht in gedanklichen Vorstellungen und Erfahrungen nur Widerspiegelungen wahrnehmbarer Eindrücke, die durch Einwirkung auf den Organismus Vorstellungen erzeugen. James: Dieser "Determinismus" erklärt wohl die Empfindungen von Einzelheiten, aber nicht die Erfahrungen von Willensäußerungen, Gefühlslagen, Rationalität, Erinnerungen.
I 59
Reine Erfahrung/James: Erfahrung ist die Wirklichkeit! (>Berkeley: Sein ist Wahrgenommenwerden, Sein der Dinge ist ihr Erkanntsein.) JamesVsBerkeley: esse est percipere.

Dew I
Martin Suhr
John Dewey zur Einführung Hamburg 2016

James I
R. Diaz-Bone/K. Schubert
William James zur Einführung Hamburg 1996
Funktionalismus Searle
 
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John R. Searle
Dennett I 557
Funktion/Searle: (laut Dennett): nur Produkte, die von einem echten menschlichen Bewusstsein hergestellt wurden, haben eine Funktion ((s) > objet ambigu, Paul Valery). DennettVsSearle: also dienen die Tragflächen des Flugzeugs, aber nicht die Flügel des Adlers zum Fliegen.
---
I 19
SearleVsFunktionalismus (SearleVsPutnam): Beziehungen zwischen Geistzuständen nicht ausschließlich kausal! sonst hätten Steine mit den richtigen Kausalbeziehungen die gleichen Geistzustände wie wir.
I 59 ff
VsFunktionalismus: eliminiert Qualia - Imitation einer funktionalen Organisation führt nicht zu Schmerzempfindung.
I 233f
Maschine durch Effekte definiert, kann nicht aus Käse nachgebaut werden - Computer: syntaktisch definiert, kann aus Beliebigem nachgebaut werden (Katzen, Mäusen, Käse) - Syntax immer beobachterrelativ! Nicht intrinsich - aber Herz intrinsisch Pumpe - auch Wasser als intelligent beschreibbar (geringster Widerstand).
I 266f
Intentionale Phänomene :Regelfolgen: echt kausale Phänomene - Funktionale Erklärungen: nur nackte physische Fakten, Kausalität hier nur durch interessengeleitete Beschreibung - Regeln sind keine Ursachen für Handlungen.
I 266
Funktion/Searle: keine separate Ebene.
I 269
Muster: spielt in funktionaler Hinsicht eine kausale Rolle, verbürgt aber keine unbewusste Repräsentation (Intentionalität).
III 24
SearleVsMillikan: Funktion immer beobachterrelativ (Nur "Ablauf" immanent) - Millikan: Funktion evolutionär entstanden.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Funktionen Searle
 
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John R. Searle
I 266
Funktion/Searle: keine separate Ebene! - Bsp Herz hat keine Funktion, die zu seinen Kausalbeziehungen hinzukäme. - Gehirn: durch Beseitigung der Ebene des tief Unbewussten, löst sich die "physische Verursachung" in nichts auf.
I 267
Die normative Komponente liegt im Auge des Betrachters - die Verbindung von geistigen Gehalten braucht selbst keinen geistigen Gehalt zu haben - (Bsp Täuschungen).
III 24
Funktion/Searle: steht immer vor dem Objekt: wir erfahren einen Tisch nicht einfach als Objekt. - ((s) >objet ambigu, Valery.) - Aber Natur weiß nichts von Funktionen.
III 25
Es ist wohl der Natur immanent, dass das Herz Blut pumpt, aber immanent ist der Ablauf, die Funktion bloß zugeschrieben. - Die Funktion besteht nur in einem System früherer Wertzuweisungen. - Dabei werden keine anderen als kausale Tatsachen entdeckt.
III 26
Larry Wright: wenn Z die Funktion von X ist, dann 1. gibt es X, weil es Z tut, 2. ist Z eine Folge davon, daß es X gibt. - SearleVs: das würde die Beobachterrelativität der Funktion beseitigen.
III 27
Funktion/SearleVsMillikan: Funktion immer beobachterrelativ (Nur "Ablauf" immanent) - Millikan: Funktion evolutionär entstanden - SearleVs: so kann man alles einführen und als relevant bezeichnen -erklärt nicht die normative Komponente von Funktionen. - Altes Dilemma: entweder nur rohe kausale Relationen - oder wirkliche "funktionale" Funktionen.
III 50
Tiere können Gegenständen Funktionen zuweisen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Grice Millikan
 
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I 52
Sprache/Millikan: in diesem Kapitel: welche Relationen gibt es zwischen 1. der stabilisierenden Funktion eines Sprachmusters
2. ihren buchstäblichen Gebrauch
3. den Sprecherintentionen.
Stabilisierungsfunktion/Millikan: nächstes Kapitel These: ein Aspekt der Wortbedeutung, der syntaktischen Form ist die fokussierte Stabilisierungsfunktion.
buchstäblicher Gebrauch/Millikan: korrespondiert keiner Stabilisierungsfunktion (s.u.).
Gricesche Intention/MillikanVsGrice/Millikan: These: die Griceschen Intentionen sind überhaupt nicht das, was Sprachgebrauch und Verstehen antreibt.
Stabilisierungsfunktion/Sprache/Millikan: wenn Sprachmuster wie Wörter oder syntaktische Formen Stabilisierungsfunktion haben, so sind diese direkte Eigenfunktionen von reproduktiv festgelegten Familien (rfF) 1. Stufe, von denen diese Muster auch Elemente sind.
Funktionen: von Wörtern usw. sind historisch erworben indem sie sowohl Äußerungen als auch Reaktionen beim Hörer hervorriefen.
Intention/Sprecherintention/Pointe: diese Funktionen hängen aber nicht von den Sprecherintentionen ab!
Direkte Eigenfunktion: hat ein Wort-Token nämlich sogar dann, wenn es von einem Papagei hervorgebracht wird. Denn das Token ist Element einer rfF dadurch, dass es eine direkte Eigenfunktion hat.
Intention/Zweck: liefert eine abgeleitete Eigenfunktion.
Abgeleitete Eigenfunktion: liegt aber über und jenseits der direkten oder stabilisierenden Funktion. Dabei kann sie dieselbe Funktion sein, wie die direkte, muss es aber nicht. Jedenfalls ist sie nicht die eigene Funktion des Sprachmusters, nicht seine Eigenfunktion.
Stabilisierungsfunktion/Sprache/Millikan: obwohl aber die Stabilisierungsfunktion unabhängig von Zweck und Sprecherintention ist, ist sie nicht unabhängig von Zwecken, die Sprecher überhaupt ganz allgemein haben können.
I 53
Hier wird es wieder eine „kritische Masse“ von Fällen des Gebrauchs geben. - - -
I 63
Imperativ/Millikan: nun ist es sicher so, dass ein Hörer, wenn er gefragt wird, ob der Sprecher intendiert habe, dass er dem Befehl gehorcht, sicher sofort „ja“ antworten wird.
I 64
Aber das heißt nicht, dass er diese Überzeugung beim Gehorchen gebraucht hat. Gricesche Intentionen/MillikanVsGrice/Millikan: sind also überflüssig. Und sie helfen auch nicht, nichtnatürliche Bedeutung von weniger interessanten Dingen zu unterscheiden.
Wir brauchen jedenfalls keine Griceschen Intentionen zu beachten, die nur potentiellen und nicht aktualen Modifikationen des Nervensystems unterliegen.
I 65
VsMillikan: man könnte einwenden, dass man Gründe für eine Handlung haben könnte, ohne dass diese Gründe in der Anatomie aktiviert sind. Millikan: wenn ich aufhöre, etwas zu glauben, werde ich entsprechende Handlungen unterlassen.
Gricesche Intentionen/Millikan: die einzige interessante Frage ist, ob sie aktual innen verwirklicht sind, während man spricht.
Bsp Millikan: der Sergeant sagt: „Wenn ich das nächste Mal „Halt“ sage, halte nicht an!“
Ein ähnliches Bsp gibt es von Bennett.
Problem: das Training war so effektiv, dass der Soldat es nicht schafft, nicht anzuhalten.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Kennzeichnungen Tugendhat
 
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I 348
Kennzeichnungen/Frege (auch Husserl): Kennzeichnungen sind fundamentaler als Namen - zum Herausfinden der Referenz von Namen. - MillVsFrege: Namen fundamentaler - VsMill: mysteriös: "dem Gegenstand selbst beigelegt". - Lösung/Mill: nicht dem Gegenstand, sondern der Vorstellung vom Gegenstand.
I 378
Frege: Namen sind Abkürzungen für Kennzeichnungen - > verkürzte Kennzeichnung.
I 396
Kennzeichnung/Eigenschaften/Identifikation/Tugendhat: zweifelhaft, ob Kennzeichnungen einen Gegenstand wirklich herausgreifen können. - "Originale" Eigenschaften: Bsp "der höchste Berg", "der zweithöchste Berg" usw. - Problem: es kann auch zwei genau gleich hohe Berge geben, an einer Stelle können sich mehrere oder gar kein so-und-so befinden. Tugendhat: es muss noch etwas hinzukommen, Ostension, Name oder Ortsangabe - Bsp jemand der vor der höchsten Berg geführt wird, braucht nicht zu wissen, dass es der höchste ist. - ((s) "dieser Berg" ist keine Eigenschaft.)

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Kräfte Cartwright
 
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I 59
Komposition/Ursachen/Kräfte/Physik/Cartwright: Bsp Mix aus Elektromagnetik und Gravitation. - Vektoraddition: ist eine Rechnung! - Es ist nicht die Natur, die die Kräfte "addiert" - Denn die "Komponenten-Kräfte" sind gar nicht da! - MillVs: die Teilkräfte existieren. - CartwrightVsMill: Teilkräfte existieren nicht - auch keine "Teilbewegung Richtung Norden und eine Richtung Osten" wobei der Körper sich nach Nordosten bewegt.
I 61
Lösung/Cartwright: Aufgabe der "Tatsachen-Sicht". Dann werden in der Vektoraddition Kausalkräfte addiert, keine physikalischen Kräfte. - Dann nicht "Verhalten" der Körper, sondern die "Fähigkeit" zum Verhalten - Problem: so leicht lassen sich die "Tatsachen" nicht aufgeben.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Namen Kripke
 
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I 36
Namen haben keinen Sinn, Kennzeichnungen haben Sinn
I 39
Namen: verschiedener Sinn, dieselbe Bedeutung. Bsp Alexander war Lehrer und Schüler... - Tatsachen sind nicht Bestandteil des Sinnes des Namens.
I 59
Namen sind starre Bezeichnungsausdrücke. (Kennzeichnungen nicht). ((s) Starr: in jeder möglichen Welt diselbe Bedeutung).
I 81
KripkeVsMill: gewöhnliche Eigennamen von Leuten sind nicht Zeichen, die keinen Sinn haben. Wir könnten sonst keinen Satz, in dem Sokrates vorkommt, verstehen, wenn wir nicht wissen, dass Sokrates bedeutet das Individuum, dass Sokrates genannt wird .
Beschreibung kürzt den Namen nicht ab - Bsp Selbst wenn Gödels Leistung in Wirklichkeit vom ermordeten Schmidt vollbracht wurde, referieren wir mit Gödel auf Gödel, nicht auf Schmidt.
I 103
Russell: Logische Eigennamen: dies: Identität ohne empirische Untersuchung, daher sind logische Eigennamen die einzigen richtigen Namen.
I 135
Namen für natürliche Arten: Bsp Gold: könnte sich als blau herausstellen, wäre aber immer noch Gold (es behielte die Existenz).
I 146
Begriffe für natürliche Arten: viel näher mit Eigennamen verwandt, als gewöhnlich angenommen wird.
I 146
Kripke allgemeine Namen wie "Katze" drücken keine Eigenschaft aus. - - -
EMD II 362
Namen/Bezeichnen/KripkeVsWallace: nicht alles muss einen Namen haben - nicht jeder Term denotiert - (> Frege jeder Satz ist bezeichnend: ((s) alle Sätze mit Einhorn sind falsch oder ohne Wahrheitswert).
Prior I 170
Namen/Kripke: sind strukturlos - einfache Sätze sind falsch, wenn x nicht existiert.
Stalnaker I 172f
Namen/Kripke: Referent ist der bezeichnete Gegenstand, direkt, ohne Vermittlung von Sinn - Frege/Dummett/Searle: Sinn ist Vermittler zwischen Namen und bezeichnetem Gegenstand - sonst Herausgreifen nicht erklärbar - Sprachlernen nicht erklärbar.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Namen Searle
 
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John R. Searle
II 288
Namen/Searle: setzen irgendeine andere Repräsentation voraus - haben keinen expliziten intentionalen Gehalt
II 291 ff
Namen: SearleVsKripke: VsKausaltheorie: übertreibt Analogie zw Bezugnahme und Wahrnehmung - übergewichtet die parasitären Fälle - setzt allwissenden Beobachter voraus - Meteorologie tauft zukünftige Ereignisse
II 291 ff
Namen: Mill: keine Konnotation, nur Denotation - Frege: Bedeutung eines Namen wird durch Kennzeichnung erfasst
II 292
Namen/SearleVsKripke: Kausalkette kann nur intentional erfasst werden: durch Sprecherabsicht - Kausalkette nicht rein, selbst deskriptivistisch - Die Taufe selbst kann nicht kausal sein, sonst wird erfolgreiche Referenz durch erfolgreiche Referenz erklärt (zirkulär).
II 311
Namen/Bedeutung/Referenz/Searle: Bsp Gödel/Schmidt: intentionaler Gehalt legt Referenz fest:"Entdecker, egal wie der heißt". Wir sprechen von der Person, die von ihren Zeitgenossen anerkannt wurde - Bsp vertauschte Flecken: Identifikation: "der Fleck, der das Erlebnis verursacht". - Variante: Vergessen: "der, den ich früher als A zu identifizieren in der Lage war". - - -
Erklärung/(s):
Bsp Gödel/Schmidt/Kripke: (Kripke I 99f) Angenommen, Gödel war gar nicht der Urheber des Unvollständigkeitssatzes, sondern Schmidt, dessen Leiche in Wien aufgefunden wurde. Gödel gelangte damals in den Besitz der Papiere. Frage: referieren wir mit "Der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes" dann auf Gödel oder auf Schmidt?
- - -
Wolf II 168
Namen/Searle: Bedeutung bleibt offen, die Hälfte der Beschreibungen könnte zutreffen - wir können nicht im Voraus bestimmen, welche Merkmale auf Aristoteles zutreffen - (Strawson dito) - Zink: dann würden wir aber sagen, dass wir den Namen gar nicht kennen - Lösung/Zink: Lokalisierung. - - -
Searle V 145
Namen/SearleVsMill: es ist falsch, dass Eigennamen »bedeutungslose Zeichen« seien, dass sie »denotativ« aber nicht »konnotativ« seien.
V 145
Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben - sonst näherte man sich der traditionellen Substanz. Identifikation/SearleVsTractatus: Gegenstände können nicht unabhängig von Tatsachen identifiziert werden
V 245
Namen/SearleVsRussell: wenn sie keine Beschreibung (Kennzeichnung) enthalten sollen, müssen wir leider Substanzen annehmen! - Aus der vermeintlichen Unterscheidung zwischen Namen und Kennzeichnungen wird die metaphysische Unterscheidung zwischen Gegenständen und Eigenschaften abgeleitet. - Tractatus: der Name bedeutet den Gegenstand, der Gegenstand ist seine Bedeutung - SearleVsWittgenstein.
V 247
Namen//Mill: haben keinen Sinn - FregeVsMill: Bsp dann wäre Mt. Everest = Gaurisankar nicht informativer als Everest = Everest. - FregeVs, SearleVs - Searle: Namen beschreiben nicht Eigenschaften von Gegenständen - Identität Everest = Tschomolungma lieferte sonst keine Information. V 256 Namen/SearleVsFrege: nicht völlig eindeutig - Bsp Morgenstern/Abendstern eigentlich auf der Grenze zu Kennzeichnung. - SearleVsKripke: Namen nicht starr, sonst wie logische Äquivalente - Searle: Namen gibt es, weil es notwendig ist, die hinweisende von der prädikativen Funktion zu trennen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Prädikate Millikan
 
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I 109
Subjekt/Prädikat/Abbildung/Millikan: These es gibt keinen Unterschied zwischen der Weise, in der logische Subjekte von Sätzen
I 110
die Welt abbilden und der Weise, wie dies logische Prädikate tun. 1. Weil man Prädikate ersetzen kann durch andere Prädikate Bsp „...schwimmt“ durch „...fliegt“ sind sie noch lange nicht als Gegenstände anzusehen.
(BrandomVsMillikan/(s): Unterscheidung von Rahmen und Einsetzungs-“Lücke“).
2. Frage: müssen Prädikate Universalien entsprechen, wenn wir sie behandeln wie Substanzen? Jedenfalls müssen wir sie nicht als Einzeldinge ansehen, sondern wie die Tradition als Gedankenobjekte oder als Möglichkeiten.
Universale/Millikan: Universalien als Gedankenobjekte; sind sie in der Natur?
Prädikate/Millikan: jedes einfache Prädikat muss eine historisch in der Natur verwurzelte Variabilität widerspiegeln ((s) >disjunkt, disjunktiv).
Komplexe Prädikate/Millikan: auch sie sollen Variablen der Natur widerspiegeln, aber das müssen keine Etwasse (Dinge) sein.
Eigenschaft/Art/Millikan: haben nur einen Siedlungsraum: das ist die Natur selbst.
I 111
3. Relation/Eigenschaft/Millikan: als Varianten innerhalb von Tatsachen erhalten sie aus kausalen und erklärungsmäßigen Verbindungen Intentionalität! Dann müssen sie in der gleichen Weise in der Natur sein, wie es ihre Identität oder Selbigkeit auch ist.
I 227
Negation/Prädikat/Logisches Subjekt/Millikan: der gemeinsamen Grundlage beim Gegenteil entspricht das logische Subjekt. Bsp Bill kann nicht gleichzeitig groß und klein sein. Negation: operiert auf dem logischen Prädikat. Sie verändert nicht den Sinn (die Abbildungsregeln). Und zwar operiert sie auf dem Teil des logischen Prädikats, der das grammatische Prädikat des Satzes ist.
Bsp „schmerzlich enttäuscht, kam Johnny niemals zurück“.
eingebetteter Satz: „Johny war schmerzlich enttäuscht“: ist im grammatischen Subjekt eingebettet,
Wahrmacher: Problem: Bsp einige tagaktive Fledermäuse sind keine Pflanzenfresser“ wird nicht dadurch wahr gemacht, dass alle Fledermäuse nachtaktiv sind.
Negativer Satz: seine Funktion ist es, positive Information zu geben. Ein nützlicher negativer Satz wird den Bereich der Möglichkeiten beschränken.
I 228
Externe Negation: „es ist nicht der Fall, dass…“ mag auch mehr als das grammatische Prädikat beeinflussen.
I 272
Subjekt/Prädikat/Strawson/Millikan: (S. u. P in Logic and Grammar“) Millikan: ich habe hier „Allgemeinbegriff“ (general concept“) ersetzt durch „“Eigenschaften“): grundsätzliche Asymmetrie: Einzelding: Raum-zeitlich, exemplifizieren Eigenschaften, die aus einem bestimmten Bereich kommen.
Dann wissen wir für jede Eigenschaft, dass sie in Konkurrenz zu anderen steht.
Asymmetrie: für Einzeldinge gilt keine solche Konkurrenz. Kein Individuum konkurriert mit anderen um Eigenschaften innerhalb eines Bereichs.
Keine Dinge sind so aufeinander bezogen, dass für jede Eigenschaft, die das eine exemplifiziert, daraus folgen würde, dass das andere sie nicht exemplifiziert (auch nicht gleichzeitig).
MillikanVsStrawson: was ist aber „logische Konkurrenz“ unter Eigenschaften? Unter begriffen ist sie traditionell anerkannt, aber das können wir nicht auf Eigenschaften und Relationen übertragen.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Präferenz-Utilitarismus Singer
 
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I 13
Def Präferenzutilitarismus/P. Singer/SingerVsBentham/ SingerVsMill/SingerVsSidgwick: bei meinem Utilitarismus geht es nicht um die Vermehrung von Glück und Verminderung von Leiden, sondern darum, die Präferenzen der Beteiligten zu fördern. Allgemeinheit/Ethik/P. Singer: der Präferenzutilitarismus kann nicht aus den universellen Aspekten der Ethik geschlossen werden.
Präferenz: die Präferenzen des Individuums müssen gegen die Präferenzen der anderen und der Gemeinschaft abgewogen werden.
I 14
Woher bekommen wir eine Theorie, die das regelt? Wir nähern uns einfachen, vor-ethischen Entscheidungen. Auf Intuitionen können wir uns aber nicht verlassen, denn die können evolutionär ererbt und daher unzuverlässig sein in Bezug darauf, was richtig ist. Präferenzen: können für verschiedene Individuen auf ganz verschiedenen Ebenen liegen. Jemand, der gerne ein Dichter wäre, verzichtet dafür vielleicht auf andere Formen von Glück. Das kann hier nicht weiter verfolgt werden.


Sing I
Peter Singer
Practical Ethics (Third Edition) Cambridge 2011

Sing II
P. Singer
The Most Good You Can Do: How Effective Altruism is Changing Ideas About Living Ethically. New Haven 2015
Referenz Stalnaker
 
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I 177
Proposition/Satz/Wahrheit/Wissen/Identifikation/Evans: (1982, 31) Bsp "Julius" sei der (starre) Name des Erfinders des Reißverschlusses (wer auch immer es war) - dann drückt "Julius wurde in Minsk geboren" eine bestimmte Proposition über ein bestimmtes Individuum aus, aber wir wissen nicht, wer das Individuum ist - d.h. wir wissen nicht, welche Proposition durch den Satz ausgedrückt ist.
I 180f
Referenz/Stalnaker: wir haben zwei Bilder über Sprache bzw. Denken über einen Gegenstand: a) direkt kraft einer Kausalrelation (>Kripke)
b) indirekt durch unser Erfassen (>Frege) und Ausdrücken rein qualitativer Begriffe, die von bestimmten Dingen (Einzeldingen, ED) instantiiert werden. - Führt das für Kripke zum Essentialismus?
SearleVsMill: "direkte Referenz" (ohne zwischengeschalteten Sinn) führt in eine metaphysische Falle: Trennung von Objekt und Eigenschaften.
Lösung/Stalnaker: richtig verstanden geht es um die modalen Eigenschaften eines Dings. - ((s) "...hätte anders sein können".)

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Sehen Millikan
 
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I 244
Sehen-als/Sehen/Millikan: scheint ein vorläufiger Akt von Identifikation zu sein. Pointe/Millikan/(s): einen dreidimensionalen Gegenstand zu sehen, heißt einen Gegenstand mit einer Rückseite zu sehen.
Bild/Wittgenstein/Millikan: einen gemalten Gegenstand sehen ist nur vorgebliches Sehen-als.
I 301
Sehen/Wissen/Auge/Millikan: die Linse des Auges stellt sich automatisch auf Schärfe ein. Dabei geht es darum, dass das Objekt, das Strahlen verstreut, im Auge wieder zu einem Objekt gebündelt (zusammengesetzt) wird. Dazu muss der Organismus aber zunächst wissen, wann die Augen auf ein Objekt fokussiert sind, d.h. er muss wissen, welchem Objekt die Welt ähnlich sehen soll, (s)VsMillikan: dann könnten nur Erwachsene sehen.
Allgemein/Millikan: es muss dann Merkmale geben, die typische klare Bilder von Objekten auszeichnen.
Lernen/Psychologie/Lernpsychologie/Millikan: hat in letzter Zeit ergeben, dass die feste Verdrahtung solchen Wissens zu den Bedingungen des Lernens gehört.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Semantik Brandom
 
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I 297
Brandom These: wir müssen die Semantik anhand der Pragmatik verstehen.
II 145
Semantische Theorie/BrandomVsDretske/VsMillikan/VsFodor: Problem: kann nicht erklären, wie sich echte Repräsentationen (Überzeugungen) von einfachen Indikatorzuständen (>VURDs) unterscheiden. (VURDs = Verlässlich unterscheidende Reaktionsdispositionen, z.B. bei Thermometern).
II 146
Verlässlichkeitstheorie/Brandom: kann nicht auf die Semantik angewendet werden ((s) sonst zirkulär). - Die Erkenntnistheorie ist das geeignete Arbeitsgebiet der Verlässlichkeitstheorie.
Newen/Schrenk I 161
Brandom/Newen/Schrenk: Brandom kehrt die herkömmliche Semantik um. - Die Korrektheit von Bsp "Wenn A östlich von B liegt, liegt B westlich von A" durch die Bedeutung von "westlich" und "östlich" zu begründen.
I 162
"Westlich" und "östlich" erhalten ihre Bedeutung gerade dadurch, dass sie in solchen Inferenzen vorkommen. - Grundbegriffe/Brandom: nicht Wahrheit und Referenz (Tarskis Wahrheits-Begriff ist zu schwach). - Korrektheit/Brandom: aus sozialer Praxis - Bedeutung: erwächst aus den inferentiellen Rollen.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
Vorstellung Mill
 
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Wolf I 11
Vorstellungen/Mill/VsMill: Ideen und Vorstellungen können Namen nicht erklären, weil sie nicht intersubjektiv zugänglich sind. Es gibt immer neue Ideen, aber nicht immer neue Namen.

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Zahlen Mill
 
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Thiel I 15
Zahlen/John Stuart Mill: mathematische Gegenstände insbesondere die Zahlen sind der konkreten Erfahrung entnommene Abstrakta, also allgemeinste Eigenschaften oder Beschaffenheiten der Wirklichkeit. Durch Verallgemeinerung der Beobachtung kommen wir zu Definitionen math. Gegenstände Sie drücken Tatsachen über Gesamtheiten physikalischen Gegenstände aus. (Mill: "Aggregate") . Jeder darauf gestützte Satz sagt aus, dass eine bestimmte Gesamtheit durch Zusammenfügen bestimmter anderer Gesamtheiten, oder durch Wegnahme hätte gebildet werden können.
Jedes Zahlzeichen "2", "3", usw. bezeichnet für Mill ein physisches Phänomen, eine Eigenschaft, die der Gesamtheit von Dingen zukommt, die wir mit dem Zahlzeichen benennen.
I 16
FregeVsMill: drastische Gegenbeispiele: Zweifelhaftigkeit im Fall von 0 und 1 , aber auch für sehr große Zahlen. Wer sollte je die Tatsache für Definition der Zahl 777 865 beobachtet haben? Mill hätte sich verteidigen können. Dass seine Position eher zur Begründung unserer Zahl und Gestaltauffassung als zur Begründung der Arithmetik tauglich scheint.

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 29 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsMill Mill Vs Darwin, Ch.
 
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Dennett I 697
Ethik/Dennett: Frage: welche Konsequenzen ergeben sich aus der Tatsache, daß wir unter Zeitdruck handeln? (>Darwin: Handeln unter Zeitdruck). >MillVsDarwin Dennett I 695 Darwin: es ist das beste für den Menschen, seinen dauernden Impulsen zu folgen. Physik/Dennett: gilt, wie Mathematik, im ganzen Universum (>Minsky). BarrowVs.
Darwins Anhänger VsMill: die Vertreter der Nützlichkeitstheorie (Mill) sollten bedenken, daß wir vor eine Entscheidung meistens keine Zeit haben, die Auswirkungen auf die Allgemeinheit zu berücksichtigen.
I 698
MillVsDarwin: Niemand behauptet, die Kunst der Navigation gründe sich nicht auf Astronomie, weil die Seeleute keine Zeit haben, den Almanach zu berechnen. Als vernunftbegabte Wesen fahren sie mit dem fertig berechneten Werk zur See. So führen vernunftbegabte Menschen ihr Leben mit fertigen Meinungen über Richtig und Falsch und die schwierigeren Fragen von Klug und Dumm. DF.(Internalisierung). DennettVsMill: das übertünchte, daß sein System höchst unpraktikabel war. In der Praxis übersehen wir viele Gründe, und zwar auch solche, die wir nicht übersehen sollten.

Mill II
J. St. Mill
Utilitarianism: 1st (First) Edition Oxford 1998

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsMill Searle Vs Frege, G.
 
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John R. Searle
II 285
Indexwörter/ich/SearleVsFrege: das wenige, was Frege über Indexikalität sagt, ist falsch und mit seiner Theorie unverträglich. Über »ich« sagt er, dieses fordert einen öffentlichen und einem privaten Sinn. »Gestern« und »heute«: wenn wir heute dieselbe Proposition ausdrücken wollen, dann müssen wir das Wort »gestern« verwenden. Er akzeptiert also anscheinend eine de re Theorie indexikalischer Propositionen.
II 286
Frege bemerkt nicht die Selbstbezüglichkeit dieser Ausdrücke. ( Anders als Morgenstern/Abendstern). Der Gedanke, dass Ausdrücke einen Sinn haben, der sich nicht mitteilen lässt, ist zutiefst anti Fregesch!
Sinn ist öffentlich zugänglich. Dafür wurde der Begriff eingeführt.
- - -
II 301
Die deskriptivistische Theorie war gegen die drei traditionellen Auffassungen gerichtet: VsMill, VsFrege, Vstraditionelle Logik. 1. Mill: Namen gar keine Konnotation, sondern nur Denotation.
2. Frege: Bedeutung eines Namens wird durch einzelne, mit ihm verbundene Kennzeichnung erfasst.
3. Logiklehrbücher: die Bedeutung des Namens »N« ist einfach »heißt N«.(Regress).
Searle: Nr 1 verweigert die Antwort, Nr. 3 bringt unendlichen Regress.
II 303
Namen/Frege/Searle: seine Theorie ist die verheißungsvollste, ich habe sie weiterentwickelt. Bei einem Eigennamen muss es immer irgend einen intentionalen Gehalt geben. SearleVsFrege. Schwachpunkt: der semantischer Gehalt muss immer in Worte gefasst sein.
- - -
II 228
Identität/Tatsache/Aussage/Searle: die Identität der Tatsache hängt davon ab, dass die spezifischen Eigenschaften der Tatsache dieselben sind, wie die, die von der korrespondierenden Aussage genannt werden.
III 229
Tatsachen/Searle: sind nicht dasselbe wie wahre Aussagen. (SearleVsFrege). 1. Tatsachen haben eine kausale Funktion, wahre Aussagen nicht.
2. die Relation einer Tatsache zur Aussage ist ein mehrdeutig, dieselbe Tatsache kann durch verschiedene Aussagen formuliert werden.
Zitattilgung/Searle: die Analyse einer Tatsache, wie der, dass Bsp dieses Objekt rot ist, erfordert mehr als Zitattilgung.
- - -
V 116
SearleVsFrege: falsch: dass die Wendung „dass“ etwas einleitet, das als „Name eines Satzes“ zu gelten habe (praktisch alle Nebensätze). (Auch SearleVsTarski).
V 117
Regress/Anführungszeichen/Searle: wenn „Sokrates“ der Name von Sokrates ist, dann kann ich nur darüber reden, d. h. den erwähnten, wenn ich ihn wiederum in Anführungszeichen setze: „“Sokrates““. Hierüber kann ich wiederum nur in Anführungszeichen reden: „““Sokrates“““. – „xxx“ ist nicht Name eines Wortes! Es ist kein Verweis! Das Wort verweist weder auf etwas anderes noch auf sich selbst.
Bsp ein Ornithologe: "der Laut, den der kalifornische Eichelhäher aus stößt ist....“. Was den Satz vervollständigte, wäre ein Laut, nicht der Eigenname des Lautes!
- - -
V 144
SearleVsFrege: versäumte die Unterscheidung zwischen dem Sinn eines hinweisenden Ausdrucks und der durch seine Äußerung vermittelten Proposition! - - -
V 152
Prädikat/SearleVsFrege: er versuchte zwei philosophische Standpunkte zu vereinigen, die grundsätzlich unvereinbar sind. Er möchte a) die Unterscheidung zwischen Sinn und Bedeutung auf Prädikate ausdehnen (dass Prädikate eine Bedeutung, einen Gegenstand haben) und gleichzeitig
b) den funktionellen Unterschied zwischen hinweisenden und prädikativen Ausdrücken erklären.
Warum vertritt Frege den Standpunkt a) - d.h. Warum sagt er, Prädikate hätten eine Bedeutung? Grund: seine Theorie der Arithmetik: die Notwendigkeit der Quantifikation von Eigenschaften. (>Logik 2. Stufe).
- - -
V 155
Begriff/Frege: mittels Gebrauch eines grammatischen Prädikats eine Eigenschaft zuschreiben. SearleVsFrege: Widerspruch: einmal Begriff = Eigenschaft (a) einmal Funktion der Zuschreibung einer Eigenschaft (b).
Eigenschaften/SearleVsFrege: Eigenschaften sind nicht wesentlich prädikativ: man kann genausogut durch singuläre Nominalausdrücke auf sie hinweisen.
V 156
Lösung/Searle: wenn man nicht mehr darauf besteht, Prädikatausdrücke müssten hinweisend sein, löst sich alles auf. Prädikatausdrücke bedeuten nicht Eigenschaften! Sie schreiben eine Eigenschaft zu! - - -
V 172
Zusammenfassung: 1. Frege: hat recht: es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen der Funktion eines hinweisenden Ausdrucks und eines Prädikatausdrucks.
V 173
2. VsFrege: seine Darstellung ist widersprüchlich, wenn er versucht zu zeigen, dass ein Prädikatausdruck auch hinweisend ist. 3. Durch die Aufgabe dieser Behauptung ist Freges Darstellung der Arithmetik (hier braucht er Quantifikation von Eigenschaften) nicht in Frage gestellt. Die Aufgabe der Behauptung ist nicht ein Abstreiten von Universalien.
4. Es gibt zumindest eine Interpretation, der gemäß Universalien existieren.
5. Es gibt keine Klasse von irreduziblen Existenzvoraussetzungen.
- - -
V 256
Namen/Deskriptive Stützen/Searle: Bsp Everest = Tschomolungma: die deskriptiven Stützen beider Namen betreffen denselben Gegenstand. Namen/SearleVsFrege: Fehler: dass Eigennamen genauso fest und eindeutig wie bestimmte Kennzeichnungen seien.
Schuld ist sein berühmtes Bsp Morgenstern/Abendstern.
Sie sind keine Paradigmen für Eigennamen, sie liegen vielmehr auf der Grenze zwischen bestimmten Kennzeichnungen und Namen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsMill Millikan Vs Grice, P.H.
 
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I 3
Sprachmuster/language device/Terminologie/Millikan: damit meine ich Wörter, syntaktische Formen, Betonung, Akzente Zeichensetzung usw.
These: solche Muster sind überliefert nur, weil stabile offene und verdeckte Reaktionen eines Kooperationspartners ebenso überliefert sind (sich durchgesetzt haben).
Standardisierung/Millikan: das (Sprach-) Muster übt seine Eigenfunktion nur mit einem Kooperationspartner aus, aber mit einem beliebigen. Daher muss es standardisiert sein.
Stabilisierung/Millikan/(s): (zeitlich) bei wiederkehrenden Tokens muss eine Ähnlichkeit zu früheren gegeben sein.
Stabilisierung/Standardisierung/Millikan: sind zwei Seiten einer Medaille.
Sprachmuster/Millikan: können oft auf eine parasitäre Weise (zweckentfremdet) gebraucht werden.
I 4
Bsp Metapher, Sarkasmus, Lüge, Ironie. Standard: selbst wenn sie nicht abweichend gebraucht werden, können die Muster doch im Gebrauch fehlschlagen.
Standardisierung/Stabilisierung: sind daher keine „Durchschnittsfunktion sondern haben mit einer „kritischen Masse“ von Fällen zu tun, sie bilden ein „Gravitationszentrum.
Lösung: wird nicht gefunden, indem man einen „Durchschnitt“ von Idiolekten bildet.
I 5
Eigenfunktion/Sprache/Bedeutung/MillikanVsGrice: wir nehmen also nicht Sprecherbedeutung als Grundbegriff. Bedeutungshaftigkeit/Millikan: erklären wir nicht mit typischem Gebrauch.
Glauben/Wünsche/Intention/Millikan: These: können ohne Referenz auf Sprache erklärt werden.
- - -
I 51
Zitat aus Stevensons „Kidnapped“.
I 52
Literatur/Millikan: es gibt mehr ((s) feine) Unterschiede innerhalb der Literatur, als viele Philosophen erschlossen haben. Sprache/Millikan: in diesem Kapitel: welche Relationen gibt es zwischen
1. der stabilisierenden Funktion eines Sprachmusters
2. ihren buchstäblichen Gebrauch
3. den Sprecherintentionen.
Stabilisierungsfunktion/Millikan: nächstes Kapitel These: ein Aspekt der Wortbedeutung, der syntaktischen Form ist die fokussierte Stabilisierungsfunktion.
buchstäblicher Gebrauch/Millikan: korrespondiert keiner Stabilisierungsfunktion (s.u.).
Gricesche Intention/MillikanVsGrice/Millikan: These: die Griceschen Intentionen sind überhaupt nicht das, was Sprachgebrauch und Verstehen antreibt.
- - -
I 61
Verstehen/MillikanVsGrice/Millikan: These: ist eine direkte Wahrnehmung dessen, worüber („über“ aboutness) eine Rede ist, keine Schlussfolgerung aus den gehörten Sätzen! Und schon gar keine Schlussfolgerung über Sprecherintentionen.
I 62
Überzeugung/Millikan: 1. entsteht zum Teil aus der inneren Beschaffenheit des Subjekts (Nerven, Verschaltung usw.) Aber nicht zwei Leute mit denselben Verschaltungen müssen dieselben Überzeugungen haben.
I 63
2. nicht die ganze innere Hardware ist im Einsatz, wenn man etwas glaubt. Überzeugung/Haben/Gebrauch/Millikan: ich kann eine Überzeugung haben, während ich sie gar nicht gebrauche, Bsp dass Kolumbus Amerika entdeckt hat, brauche ich fast nie, vor allem nicht, wenn ich mir die Zähne putze.
Entdeckung/Überzeugung/Millikan: Bsp ein Mathematiker, der wach liegt und nach einem Beweis sucht und ihn endlich findet: man kann nicht von ihm sagen, dass er ihn vorher schon geglaubt hat!
Imperativ/Millikan: nun ist es sicher so, dass ein Hörer, wenn er gefragt wird, ob der Sprecher intendiert habe, dass er dem Befehl gehorcht, sicher sofort „ja“ antworten wird.
I 64
Aber das heißt nicht, dass er diese Überzeugung beim Gehorchen gebraucht hat. Gricesche Intentionen/MillikanVsGrice/Millikan: sind also überflüssig. Und sie helfen auch nicht, nichtnatürliche Bedeutung von weniger interessanten Dingen zu unterscheiden.
Wir brauchen jedenfalls keine Griceschen Intentionen zu beachten, die nur potentiellen und nicht aktualen Modifikationen des Nervensystems unterliegen.
I 65
VsMillikan: man könnte einwenden, dass man Gründe für eine Handlung haben könnte, ohne dass diese Gründe in der Anatomie aktiviert sind. Millikan: wenn ich aufhöre, etwas zu glauben, werde ich entsprechende Handlungen unterlassen.
Gricesche Intentionen/Millikan: die einzige interessante Frage ist, ob sie aktual innen verwirklicht sind, während man spricht.
Bsp Millikan: der Sergeant sagt: „Wenn ich das nächste Mal „Halt“ sage, halte nicht an!“
Ein ähnliches Bsp gibt es von Bennett.
Problem: das Training war so effektiv, dass der Soldat es nicht schafft, nicht anzuhalten.,
I 66
Bennett: dabei wird in nicht-gricescher Manier geschlossen. Rationalität/Bennett/Millikan: es scheint, als sollte man als rationaler Mensch keine “Abkürzungen“ wählen. D.h. er muss nicht nur positive Belege berücksichtigen, sondern auch negative.
((s) Dabei geht es darum, dass rational Gelerntes etwas rational Gebotenes überdeckt. Aber beide Male geht es um Sprecherintentionen, einmal vergangene, einmal gegenwärtige).
allgemein/formal: Bsp Angenommen, John glaubt
„gewöhnlich: wenn A dann B“ und außerdem:
„nicht-(gewöhnlich: wenn A-und-nicht-C, dann B)“
rational: würde dann folgen dass John glauben müsste
a) „gewöhnlich: wenn A dann C“ und
b) wenn A-und-C, dann B. Dann gibt es folgende möglichen Fälle.
1. der einzige Beleg für C kommt daraus, dass John weiß, dass gewöhnlich, wenn A dann C. Dann sollte er einfach von A zu B übergehen.
2. John hat unabhängige Möglichkeiten, C aufgrund von Belegen zu glauben. Und er stößt auf A, während er schon Belege für Nicht-C hat.
I 67
Dann sollte er rationalerweise auch glauben, dass Nicht-C und nicht von A auf B schließen. 3. John hat unabhängige Belege nach denen er C wissen könnte, aber diesmal weiß er vorher nicht, ob C.
Frage: muss er dann, um rational zu sein, vorher nachprüfen, ob C?
Millikan: nehmen wir an, dass er es muss.
Problem: wenn das nun wieder einzig davon abhängt, dass er glaubt:
„gewöhnlich, wenn D, dann C“ usw.
Rationalität/Millikan: Problem: je mehr Wissen man dann erwirbt, desto mehr muss er sich anstrengen, um überhaupt rational zu sein. Wäre es nicht besser, wenn er das ganze Nachprüfen unterließe?

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsMill James Vs Hume, D.
 
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I 55
JamesVsHume, JamesVsMill : "Assoziationismus": sieht in gedanklichen Vorstellungen und Erfahrungen nur Widerspiegelungen wahrnehmbarer Eindrücke, die durch Einwirkung auf den Organismus Vorstellungen erzeugen. James: Dieser "Determinismus" erklärt wohl die Empfindungen von Einzelheiten, aber nicht die Erfahrungen von Willensäußerungen, Gefühlslagen, Rationalität, Erinnerungen.
I 57
VsRationalismus, VsEmpirismus der von Hume vertreten wird.). JamesVsHume: um radikal zu sein, darf der Empirismus weder Elemente hineinnehmen, die nicht direkt erfahrbar sind, noch Elemente ausschließen, die direkt erfahren werden.
VsMill Frege Vs Kant, I.
 
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III 30
HankelVsKant: die Annahme von unendlich vielen unbeweisbaren Urwahrheiten ist unangemessen und paradox. (Frege pro Hankel) Axiome/FregeVsKant: sollten unmittelbar einleuchtend sein. Bsp ist es etwa einleuchtend, daß
135 664 + 37 863 = 173 527?
Und eben das führt Kant für ihre synthetische Natur an!
III 30
Frege: es spricht aber vielmehr gegen ihre Unbeweisbarkeit. Wie sollen sie anders eingesehen werden, als durch einen Beweis, da sie unmittelbar nicht einleuchten.
III 41
Zahlen/FregeVsKant: Kant will die Anschauung von Fingern und Punkten zu Hilfe nehmen, aber das geht ja hier gerade nicht! man sollte nicht zwischen kleinen und großen Zahlen unterscheiden müssen! FregeVsKant: "reine Anschauung" hilft nicht! Was wird alles Anschauung genannt. Anzahlen, Länge, Flächeninhalte, Volumina, Winkel, Krümmungen, Massen, Geschwindigkeiten
III 42
Kräfte, Lichtstärken, Stromstärken, usw. Dagegen kann ich nicht einmal die Anschauung der Zahl 100 000 zugeben.
Der Sinn des Wortes Zahl in der Logik ist demnach ein weiterer als der in der transzendentalen Ästhetik.
Zahlen/Frege: man sollte die Verwandtschaft mit der Geometrie nicht überschätzen!
III 43
Ein geometrischer Punkt ist für sich betrachtet von einem anderen gar nicht zu unterscheiden, einzelne Zahlen dagegen wohl! Jede Zahl hat ihre Eigentümlichkeit.
III 120
FregeVsKant: dieser hat die analytischen Urteile unterschätzt:
III 121
Er denkt das Urteil allgemein bejahend. Problem. wenn es sich aber um einen einzelnen Gegenstand handelt, um ein Existenzialurteil?
Zahlen/FregeVsKant: dieser meint, ohne Sinnlichkeit wäre uns kein Gegenstand gegeben, die Zahlen sind es aber doch, als abstrakte aber ganz bestimmte Gegenstände. Zahlen sind keine Begriffe!
IV 61
Verneinung/FregeVsKant: dieser spricht von bejahenden und verneinenden Urteilen. Dann müßte man auch bejahende und verneinende Gedanken unterscheiden. Das ist in der Logik ganz unnötig.
I 119
FregeVsKant: dieser hat die analytischen Urteile unterschätzt:
I 120
Er denkt das Urteil allgemein bejahend. Problem. wenn es sich aber um einen einzelnen Gegenstand handelt, um ein Existentialurteil? Kant: scheint an beigeordnete Merkmale zu denken. Aber z.B. im Falle der stetigen Funktion einer wirklich fruchtbare Definition gibt es sicher eine innigere Verbindung.
I 121
Die Folgerungen der Mathematik bereichern unsere Kenntnisse, deswegen sollten sie nach Kant synthetisch genannt werden, sie sind aber durchaus auch analytisch! Sie sind in den Definitionen enthalten, wie die Pflanze im Samenkorn, nicht wie der Balken im Hause. Zahlen/FregeVsKant: dieser meint, ohne Sinnlichkeit wäre uns kein Gegenstand gegeben, die Zahlen sind es aber doch, als abstrakte aber ganz bestimmte Gegenstände.
Zahlen sind keine Begriffe.
- - -
Stepanians I 34
Mathematik/Wahrheit/FregeVsKant: falsch, geometrische Erkenntnis (durch reine Anschauung) auf alle Mathematik zu verallgemeinern.
Step I 34
reine Anschauung/Kant/Frege/Stepanians: (wie Kant): geometrische Erkenntnis stützt sich auf reine Anschauung und ist schon "in uns", synthetisch a priori. FregeVsMill: geometrische Erkenntnis ist keine Sinneswahrnehmung, weil Punkt, Linie usw. nicht eigentlich durch die Sinne wahrgenommen werden.
Mathematik/Wahrheit/FregeVsKant: falsch, geometrische Erkenntnis (durch reine Anschauung) auf alle Mathematik zu verallgemeinern.
I 35
Zahlen/KantVsFrege: sind uns nicht durch Anschauung gegeben.
I 36
Zahlen/Arithmetik/FregeVsKant: für alle arithmetischen Begriffe lassen sich rein logische Definitionen geben. ((s) Daher ist sie eine sicherere Erkenntnis als die geometrische). Def Logizismus/Frege/Stepanians: das ist die Auffassung, die "Logizismus" genannt wurde. D.h. die Arithmetik ist ein Teil der Logik.
Arithmetik/FregeVsKant: ist nicht synthetisch, sondern analytisch.
- - -
Newen I 21
Entdeckungszusammenhang/Begründungszusammenhang/Newen: die Unterscheidung hat in Freges Grundlagen der Arithmetik ihre Wurzeln. Def analytisch/Frege: ist die Begründung eines Satzes, wenn bei dem Beweis nur allgemeine logische Gesetze und Definitionen benötigt werden.
I 22
Frege/FregeVsKant: alle Zahlformeln sind analytisch. - - -
Tugendhat II 12
"Nicht"/Tugendhat: Fehler: das Wort "nicht" als Spiegelung der "Position" zu betrachten. (Kant: nennt "Sein" "Position"). FregeVsKant: hat gezeigt, dass die Negation sich immer auf den sogenannten propositionalen Gehalt bezieht und nicht auf derselben Ebene mit dem Behauptungsmoment (Position) steht.
Die traditionelle Gegenüberstellung von verneinenden und bejahenden Urteilen (Kant) ist deswegen nicht zu halten!

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Step I
Markus Stepanians
Gottlob Frege zur Einführung Hamburg 2001

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsMill Searle Vs Kripke, Saul A.
 
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John R. Searle
Wolf II 30
Namen/Verstehen/Searle: zum Verstehen gehört das Wissen einer oder mehrerer Kennzeichnungen. Extremfall: einfach den Gegenstand erkennen. Intentionale Beziehung. SearleVsKripke: überspringt die Intentionalität.
Searle: Verwendung von Namen ist "mentale Referenz" in einem Netzwerk anderer intentionaler Zustände und vor einem Hintergrund von Praxis und präintentionaler Annahmen.
- - -
Searle II 292
SearleVsKripke: die Darstellung der Taufe ist völlig deskriptivistisch. Sie gibt uns entweder einen intentionalen Gehalt in sprachlicher Form ( Kennzeichnung) oder liefert uns den intentionalen Gehalt einer Wahrnehmung ostensiv.
II 293
Übrigens verwendet Kripkes Theorie keine kausale Verknüpfung zwischen der bezugnehmenden Verwendung von Namen und den benannten Gegenständen. Die Kausalketten sind nicht rein, jeder Sprecher muss darüber hinaus ein intentionalistisches Element haben und die Absicht, über den Gegenstand zu sprechen. SearleVsKripke: Taufe sollte wohl keine Verursachung sein, sonst würden wir eine erfolgreiche Bezugnahme mit einer Kette erfolgreicher Bezugnahmen erklären. Das wäre zirkulär.
II 294
Namen/Donnellan:(ähnlich Kripke) postuliert eine "historisch richtige Erklärung", und zweitens "wer das ist, von dem" der Sprecher etwas prädizieren wollte. Das verlangt einen allwissenden Beobachter. Bsp "Sokrates hatte eine Stupsnase".
Nach Donnellan verdankt sich das offenkundig überhaupt keiner Tatsache, die von uns handelt, mit Ausnahme der Kausalkette. Aber wonach hält der allwissende Beobachter Ausschau?
Searle: sicher nach intentionaler Verursachung und Gehalt. Es gibt immer Gegenbeispiele von Namen, die so überhaupt nicht funktionieren.
II 295
Namen/Rorty: Kausaltheorie braucht bloß "gewöhnliche physische Verursachung". Namen/Gareth Evans: Bsp Madagaskar bezog sich ursprünglich auf einem Teil Kontinentalafrikas. Die Kausalkette ist also eine abweichende. Warum bezieht sich der Name dann heute auf die Insel?
II 296
Namen/Beschreibung/SearleVsKripke: Bsp Concise Biographical Dictionary: "Ramses VIII. ist ein Pharao aus einer Reihe von Pharaonen in der Antike, über den nichts bekannt ist." In Wirklichkeit zeigt das Beispiel, dass eine Menge über ihn bekannt ist. Ja, er gibt fast einen Idealfall für die naivste Fassung der Beschreibungstheorie ab.
II 346
Eine perfekte identifizierende Beschreibung. Sie ist parasitär gegenüber anderen Sprechern, aber sie reicht aus. SearleVsKausaltheorie/VsKripke: sie übertreibt die Analogie zwischen Bezugnahme und Wahrnehmung.
Wahrnehmung: ist an jedem einzelnen Punkt an die Welt genagelt. Durch die kausale Selbstbezüglichkeit des intentionalen Gehalts.
II 297
Doch bei Namen besteht diese Art der Verursachung (auch der intentionalen Verursachung) nicht. Die Bedingungen für eine erfolgreiche Verwendung eines Namens können erfüllt sein, auch ohne kausale Verbindung.
II 298
Bsp Stamm mit dem Tabu des Redens über Tote, und Taufe von Neugeborenen, an denen alle teilnehmen müssen. Erfüllt die deskriptivistische Theorie.
II 346
Das Lehren der Namen legt einen intentionalen Gehalt fest, aber keine Definition.
II 300
Bsp Meteorologen können Stürme vorhersagen. Sie vergeben auch Namen. Aber die zukünftigen Ereignisse können die Namensverwendungen nicht verursachen. - - -
Searle IV 179
KripkeVsDonnellan: (ähnlich Searle): Unterscheidung Sprecherbezug/semantischer Bezug: falls der Sprecher irrt, kann der semantische Bezug auf etwas anderes als das gehen, worüber er spricht.
IV 179/180
Searle: allerdings ist das nicht ganz richtig: Bsp "König"/Usurpator: der Sprecher muss noch nicht einmal der Ansicht sein, der Gegenstand erfülle die Kennzeichnung. Kripke: in einem gegebenen Idiolekt ist der semantische Bezug (ohne indexikalische Anteile) durch eine allgemeine Absicht des Sprechers bestimmt.
Der Sprecherbezug ist durch eine spezifische Absicht bestimmt.
SearleVsKripke: genau hier bleibt der Ansatz stecken: in dem Sinn, indem ich allgemeine und auch spezifische Absichten habe, habe ich gar keine allgemeinen Absichten gegenüber Kennzeichnungen. Wenn ich welche brauchte, müsste ich unendlich viele davon haben.
Bsp (ohne Index): "Der Mann, der am 17.6.53 um 10 Uhr auf dem Empire State Building ein Schinkenbrot isst". Nach Kripke ist das in meinem Idiolekt durch meine allgemeine Absicht bestimmt.
IV 181
Searle: Ich weiß, was der Ausdruck bedeutet, weil ich weiß, was der Fall sein müsste, wenn es richtig wäre, ihn anzuwenden. SearleVsKripke: darüber hinaus sind keine allgemeinen Absichten notwendig.
Es gibt auch unendlich viele Fälle, in denen ich keine allgemeine Absicht habe.
- - -
Stalnaker I 173
SearleVsKripke: (1969, 93) es ist falsch anzunehmen, dass es eine Klasse von logischen Eigennamen geben könnten, d.h. Namen, die einzig darin bestehen, ein bestimmtes Objekt als Referent zu haben. Es ist grundsätzlich falsch anzunehmen, dass es Zeichen gibt, die einfach nur Denotation, ohne Konnotation haben.
I 174
SearleVsKripke/Stalnaker: (1969,80) (wie Frege): beschreibt ein Axiom der Identifikation: „eine Verallgemeinerung von Freges Diktum, dass jeder referierende Ausdruck einen Sinn haben muss“.
I 175
Und das sei auch ein Versuch zu sagen, was die Fähigkeiten des Sprechers sind. Mill/Kripke/Stalnaker: scheinen das nicht zu beantworten.
Kompetenz/Fähigkeit/FregeVsMill/Stalnaker: Mill erklärt nicht die Fähigkeit des Sprechers, seinen Gegenstand herauszugreifen.
Stalnaker: das kann aber erst ernsthaft geprüft werden, wenn die beiden Fragen getrennt werden (s.o.).

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsMill Verschiedene Vs Kripke, Saul A. Wolf II 232
Identität/Schmidentität/VsKripke: einige haben behauptet, dass Identität nicht die Relation sein kann, die zwischen jedem Ding und ihm selbst und nur da besteht, weil das nicht die Nicht Trivialität von Identitätsaussagen erklären könnte. Kripke: "Test": wenn eine hypothetische Sprache diese Relation enthält und dieselben Probleme erzeugt werden, ist das keine Widerlegung dessen, dass "identisch mit" im Englischen für dieselbe Relation steht.
- - -
Stalnaker I 175
VsKausaltheorie/Namen/VsKripke/Stalnaker: wurde für ihre Vagheit kritisiert. Man müsste noch die Art der kausalen Verbindung spezifizieren, Kripke: These: er habe keine reduktionistische Analyse der Referenz geliefert, sondern nur ein alternatives Bild.
I 176
Kripke/Stalnaker: artikuliert eigentlich nur die naive Antwort, ohne die Details. VsMillsche Semantik/: ich werde ein Argument für die Unmöglichkeit einer Semantik, die den Referenten ohne zwischengeschalteten Sinn herausgreift untersuchen, das die beiden Fragen trennt und untersuchen, wo es Schwächen hat.
VsMill/VsKripke/Stalnaker: ein Argument VsMill behauptet, dass nicht jede wohldefinierte Sprache die Sprache einer Gemeinschaft sein kann. Z.B. so:
Sprache/VsMill/VsKripke: wenn die Semantik korrekt ist, müssen die Sprecher wissen, was sie sagen. Es mag sein, dass sie in Einzelfällen Wörter gebrauchen, die sie selbst nicht verstehen, aber
1.
a) wenn man gar nicht weiß, was man sagt, kann man auch nicht meinen was man sagt und b) wenn man das was Leute in einer Gemeinschaft sagen korrekt darstellt, muss man sagen, dass die Leute im allgemeinen meinen was sie sagen.
I 177
2. es könnte sein, dass wir einen semantischen Wert feststellen können ohne zu wissen was der Wert ist, sogar, dass niemand weiß, was der Wert ist.





K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsMill Prior Vs Metasprache
 
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I 100
Metasprache/Prior: muss enthalten: a) ein systematische Methode des Benennens von Sätzen
b) eine Übersetzung jedes Satzes der gegebenen Sprache.
Einfachste Methode für b): die Objektsprache sollte ein Teil der Metasprache sein (?), dann sind ihre Sätze ihre eigenen Übersetzung!
W Definition/Tarski/Prior: allgemeine Form:
x ist wahr dann und nur dann, wenn p
"x": repräsentiert den Namen in der Metasprache.
"p : repräsentiert die Übersetzung.
Wahrheitsdefinition/PriorVsTarski/PriorVsMetasprache: in unserem eigenen System kommen wir ohne Metasprache aus.
Das gibt uns gewisse Möglichkeiten der Selbstbezüglichkeit, die bei Tarski nicht vorgesehen sind.
Bei Tarski kann kein Satz etwas über seine eigene Wahrheit aussagen auch nicht über andere Sätze der Objektsprache.
Prior: bei uns ist es unter günstigen Umständen möglich, dass Leute über die Wahrheit oder Falschheit ihres Redens, Denkens, Fürchtens usw. nachzudenken, zu reden oder zu fürchten.
Das zählt dann ebenso zu den Dingen, die er denkt, fürchtet usw.
((s) absurd: jemand müsste etwas fürchten, aber nicht, dass der entsprechende Satz wahr ist, weil das nicht zur Objektsprache gehört.)
Prior: aber das ist ein Unterschied zu Tarski, kein Konflikt mit seiner Theorie.
Denn wir benutzen nicht "wahr" und "falsch" in seinem Sinn.
Wir haben eine solche Sprache bloß grob skizziert und nichts gesagt über die Mittel, die sie haben mag, um auf ihre eigenen Sätze zu referieren.
I 144
Glauben/Relation/Theorie/Prior: die zweite Theorie die wir betrachten, sagt, dass eine Relation nur dann zustande kommt, wenn der Glaubende unfehlbar weiß, dass das Objekt existiert: Russell: Wissen durch Bekanntschaft.
Namen/Russell: stützt sich hauptsächlich auf Mill.
Namen/Mill: a) singuläre
b) allgemeine
jeweils . "konnotative", . nicht konnotative. (Sonderzeichen)..
allgemeine Namen: Substantive und Adjektive alle konnotativ.
PriorVsMill: besser "anwenden auf" als "denote", denotieren.
Bedeutung/Namen/Mill: die Gegenstände tragen überhaupt nichts zur Bedeutung bei! Wir können einen Namen prinzipiell verstehen, ohne den Gegenstand zu kennen. (Allerdings mit Abstrichen bei Bsp "rot").
Aber auch hier wird die Bedeutung nicht geändert, wenn das Wort auf verschiedene Dinge angewendet wird!
I 145
So behält ein Substantiv oder Adjektiv seine Bedeutung auch, wenn es auf Nichtexistierendes angewendet wird. Verstehen/Mill: um ein Wort zu verstehen müssen wir wissen, welche Attribute ein Ding haben muss, damit ein Wort darauf angewendet werden kann.
Konnotation/Mill: sind die Attribute, die die Bedeutung des Substantivs oder Adjektivs fixieren, in dem sie festlegen, ob das Substantiv oder Adjektiv auf ein Ding angewendet werden können.
sing Term/Mill: kann konnotativ sein, muss aber nicht.
Eigennamen/Mill: bedeutungsloses Zeichen. Information mögen wir vorher haben, und der Name mag sie in Erinnerung rufen, aber er selbst trägt sie nicht.
Prior: seine platonistischen "Attribute" sind nicht wesentlich für seine Theorie.
Information/Konnotation/Mill: konnotative Ausdrücke bringen Information mit sich . >Peirce, Verben!
Substantiv/Prädikat/Verb/Peirce: Substantive und Adjektive könnten aus der Sprache verbannt werden. Es gibt nichts, was nicht besser und weniger mißverständlich durch Verben erledigt werden könnte.
Benennen/Peirce: Substantive, Verben und Adjektive haben gemein, dass sie nicht benennen, sondern nur angewendet werden auf Objekte.
Das Wort "Stuhl" wird auf x angewendet wenn x ein Stuhl ist, und entsprechend für weiß, wenn x weiß ist, oder das Verb "raucht" ,wenn x raucht.
Substantiv und Adjektiv: sind immer impliziter Teil von Verben!
Bsp "jeder Mann rennt":
I 146
hier ist "Mann" nicht explizit Teil von "ist ein Mann" aber das Verb "Mann sein", "ist ein Mann" ist implizit. Grund: "Was immer ein Mann ist, rennt". Bsp Adjektiv: "X ist ein schlechter Mensch": "schlecht" nicht explizit Teil des Verbs "ist schlecht" aber implizit: "X ist schlecht und ist ein Mensch".
konnotative Namen: man könnte sagen, sie sind überhaupt keine Namen sondern "prädikativ".
Konnotation/Mill: Bsp "Der Chimborazo ist weiß": Subjekt: nicht konnotativ, Prädikat: konnotativ. Das individuelle Ding, das vom Subjekt bezeichnet wird, hat die Attribute, die vom Prädikat konnotiert werden".
Bsp "Alle Menschen sind sterblich": beides konnotativ: was immer die Attribute hat, die vom Subjekt konnotiert werden, hat auch die, die von Prädikat konnotiert werden.
Pointe: in beiden Fällen verlegt die Analyse den konnotativen Ausdruck in die Prädikatposition. (>Verb).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsMill Dennett Vs Mill, J. St.
 
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Dennett I 695
Ethik/Dennett: Frage: welche Konsequenzen ergeben sich aus der Tatsache, daß wir unter Zeitdruck handeln? (>Darwin: Handeln unter Zeitdruck). >MillVsDarwin Dennett I 697 Darwin: es ist das beste für den Menschen, seinen dauernden Impulsen zu folgen.
Physik/Dennett: gilt, wie Mathematik, im ganzen Universum (>Minsky). BarrowVs.
Darwins Anhänger VsMill: die Vertreter der Nützlichkeitstheorie (Mill) sollten bedenken, daß wir vor eine Entscheidung meistens keine Zeit haben, die Auswirkungen auf die Allgemeinheit zu berücksichtigen.
Dennett I 698
MillVsDarwin: Niemand behauptet, die Kunst der Navigation gründe sich nicht auf Astronomie, weil die Seeleute keine Zeit haben, den Almanach zu berechnen. Als vernunftbegabte Wesen fahren sie mit dem fertig berechneten Werk zur See. So führen vernunftbegabte Menschen ihr Leben mit fertigen Meinungen über Richtig und Falsch und die schwierigeren Fragen von Klug und Dumm. DF.(Internalisierung). DennettVsMill: das übertünchte, daß sein System höchst unpraktikabel war. In der Praxis übersehen wir viele Gründe, und zwar auch solche, die wir nicht übersehen sollten.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsMill Dummett Vs Mill, J. St.
 
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Stalnaker I 179
Bloße Kenntnis/bloßes Wissen//Referenz/DummettVsKripke/DummettVsMill/Stalnaker: Dummett konstatiert die Unmöglichkeit einer „bloßen Kenntnis der Referenz“ (bare knowledge of reference). Def Bloße Referenz/bloße Kenntnis/Dummett: (1991, 127) bloße Referenz des Namens a wäre das Wissen von einem Objekt, dass a auf es referiert, wobei das eine vollständige Charakterisierung des bestimmten Wissens wäre.
Stalnaker: das könnte man mit dem Kennen einer bestimmten Proposition identifizieren – einer Proposition die wahr ist gdw. wenn ein bestimmtes Individuum der Referent des Namens a ist.
Dummett/Stalnaker: sein Argument für die Unmöglichkeit der bloßen Referenz entspricht Searles Prinzip der Identifikation.
Prinzip der Identifikation/Searle/Stalnaker: wir haben kein Wissen von einem Ding, dass es eine bestimmte Eigenschaft F hat, wenn wir nicht die Fähigkeit haben, das Objekt zu beschreiben oder zu identifizieren.
Propositionales Wissen/Searle/Dummett/Stalnaker: stärker: für jede wahre Wissen-was-Zuschreibung: es muss ein wahres propositionales Wissen geben, dessen Inhalt eine nicht-singuläre Proposition ist, die die Methode der Identifikation explizit macht und die Wissen-was-Zuschreibung enthält: eine Zuschreibung propositionalen Wissens, auf dem die Wissen-was-Zuschreibung ruht. ((s) Der Gegenstand muss beschrieben werden durch eine zweite Angabe als nur die Zuschreibung durch den fraglichen Namen. Ein zweites Merkmal außer der fraglichen Bezeichnung. Daher braucht man nicht-singuläre Proposition).

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsMill Frege Vs Mill, J. St.
 
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III 33
Zahlen/Mill: will zunächst wie Leibniz, alles auf Definitionen gründen. Zahlen/FregeVsMill: er verdirbt alles, weil er jede Wissenschaft als empirisch ansieht. Das ist im Fall der Zahlen nicht möglich.
Was ist in aller Welt soll man sich unter der physikalischen Tatsache vorstellen, die der Zahl 777 864 entspricht?
Schade, daß Mill nicht die physikalischen Tatsachen zeigen kann, die der 0 und der 1 entsprechen würden.
III 34
Rechnen/Mill: folgt nicht aus den Definitionen, sondern aus der beobachteten Tatsache. FregeVsMill: wo hätte sich Leibniz bei der obigen Definition auf eine Tatsache berufen können?
Mill übersieht wie Leibniz die Lücke, die durch das Weglassen der Klammern entsteht.
Gesetze: in ihnen geht Bsp die Eigentümlichkeit der Zahl 1000 000 = 999 999 + 1 verloren.
Gleichung/Addition/Rechnen/Zahlen/Mill: behauptet: die Gleichung 1 = 1 könne falsch sein, weil ein Pfundstück nicht immer genau das Gewicht eines anderen habe.
III 37
Rechnen/Zahlen/Addition/FregeVsMill: das will der Satz 1 = 1 aber gar nicht behaupten! Mill versteht das Zeichen "+" so, daß dadurch die Beziehung der Teile eines physikalischen Gegenstands oder eines Haufens zu dem Ganzen ausgedrückt werden sollte, aber das ist nicht der Sinn des Pluszeichens. Mill verwechselt immer Anwendungen mit dem rein arithmetischen Satz selber. Die Addition entspricht nicht einem physikalischen Verhältnis.
III 52
Zahl/Mill: "der Name einer Zahl bezeichnet eine Eigenschaft, die dem Aggregat von Dingen angehört, die wir mit dem Namen benennen". Diese Eigenschaft ist die charakteristische Weise, in der das Aggregat zusammengesetzt und teilbar ist." FregeVsMill: es gibt mehr als eine "charakteristische Weise". (>Intension).
III 55
FregeVsMill: es gibt keinen physikalischen Unterschied zwischen "einem Paar Stiefeln" und "zwei Stiefeln".
Kripke I 36
FregeVsMill/RussellVsMill: Irrtum: in Wirklichkeit sei ein Eigenname, der richtig verwendet wird, nur eine abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnung.
Read III 158
Namen: gäbe es kein Kriterium für das Wiedererkennen, könnten Namen gar nicht für ein Objekt stehen. (FregeVsMill): das ist falsch an Mills konnotationsloser Erklärung von Namen. (Russell gab offen zu, dass es eine Schwierigkeit gibt, echte Namen zu identifizieren).
Stepanians I 34
reine Anschauung/Kant/Frege/Stepanians: (wie Kant): geometrische Erkenntnis stützt sich auf reine Anschauung und ist schon "in uns", synthetisch a priori. FregeVsMill: geometrische Erkenntnis ist keine Sinneswahrnehmung, weil Punkt, Linie usw. nicht eigentlich durch die Sinne wahrgenommen werden.

Thiel I 16
FregeVsMill: drastische Gegenbeispiele: Zweifelhaftigkeit im Fall von 0 und 1 , aber auch für sehr große Zahlen. Wer sollte je die Tatsache für Definition der Zahl 777 865 beobachtet haben? Mill hätte sich verteidigen können. Dass seine Position eher zur Begründung unserer Zahl und Gestaltauffassung als zur Begründung der Arithmetik tauglich scheint.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995

Step I
Markus Stepanians
Gottlob Frege zur Einführung Hamburg 2001

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
VsMill Husserl Vs Mill, J. St.
 
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I 22
Mill: Logik als Kunstlehre vom Denken ist eine empirische Gesetzmäßigkeit des Denkens, Ablauf eines Denkprozesses. Damit identisch mit den Gesetzen der Psychologie. I 21 HusserlVsMill: die Betrachtung der Denkorgänge führt bestenfalls zu Beobachtungen, wie das Denken unter spezifischen Bedingungen vor sich geht. Auch das Schema wahr/falsch ist über die bloße Beobachtung von den Vorgängen nicht zu gewinnen.
E. Husserl
I Peter Prechtl Husserl zur Einführung, Hamburg 1991 (Junius)
II "Husserl" aus Hauptwerke der Philosophie des 20. Jahrhunderts, Stuttgart 1992
VsMill James Vs Mill, J. St.
 
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I 55
JamesVsHume, JamesVsMill : "Assoziationismus": sieht in gedanklichen Vorstellungen und Erfahrungen nur Widerspiegelungen wahrnehmbarer Eindrücke, die durch Einwirkung auf den Organismus Vorstellungen erzeugen. James: Dieser "Determinismus" erklärt wohl die Empfindungen von Einzelheiten, aber nicht die Erfahrungen von Willensäußerungen, Gefühlslagen, Rationalität, Erinnerungen.
VsMill Kripke Vs Mill, J. St.
 
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Kripke I 36
FregeVsMill/RussellVsMill: Irrtum: in Wirklichkeit sei ein Eigenname, der richtig verwendet wird, nur eine abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnung.
I 81
KripkeVsMill: gewöhnliche Eigennamen von Leuten sind nicht Zeichen, die keinen Sinn haben. Wir könnten sonst keinen Satz, in dem "Sokrates" vorkommt, verstehen, wenn wir nicht wissen, dass "Sokrates" bedeutet "das Individuum, dass "Sokrates" genannt wird".
I 145
Mill: "singuläre Namen": konnotativ: Kennzeichen. Nicht-konnotativ: Eigennamen.
I 145
Aber Mill: alle Namen für allgemeine Arten konnotativ. Bsp "menschliches Wesen" ist definiert als Konjunktion bestimmter Eigenschaften, die notwendige und hinreichende Bedingungen für das Menschsein angeben: Rationalität, Tierheit und bestimmte physische Eigenschaften. RussellVsMill: falsch bei allgemeinen Namen, richtig bei singulären Namen.
KripkeVsRussell: Mill: richtig bei singulären Namen, falsch bei allgemeinen Namen. Vielleicht drücken einige allgemeine Namen" ("törich", "fett", "gelb") Eigenschaften aus. Allgemeine Namen wie "Kuh" und " Tiger " tun das nicht, es sei denn, eine Kuh zu sein, zählte triviale Weise als Eigenschaft. (>Eigenschaften).
Kripke: allg. Namen wie "Katze" drücken keine Eigenschaft aus.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsMill Putnam Vs Mill, J. St.
 
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I 215
Erkenntnis/Metaphysik/Realismus/Putnam: würde ich es wagen, ein Metaphysiker zu sein, würde ich wohl ein System schaffen, in dem es nichts als Verpflichtungen gibt. Metaphysisch grundlegend wäre, was wir tun, sagen, denken sollten. Dann würden alle "Tatsachen" zu "Werten". (>extremer Pragmatismus).
Ich wäre dann verpflichtet zu denken, dass das ein Stuhl steht, wenn die epistemischen Bedingungen gut genug sind.
VsMill: der Stuhl wäre keine "dauernde Möglichkeit von Empfindungen" sondern eine "dauernde Möglichkeit von Verpflichtungen". (Das wären auch die "Sinnesdaten").
So wagemutig bin ich aber nicht!
Beschreibung/Putnam: die umgekehrte Tendenz wäre, alles auf Beschreibung zu reduzieren oder es zu beseitigen, das ist abwegig.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsMill Russell Vs Mill, J. St.
 
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Bertrand Russell
Kripke I 36
FregeVsMill/RussellVsMill: Irrtum: in Wirklichkeit sei ein Eigenname, der richtig verwendet wird, nur eine abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnung.
I 145
Mill: "singuläre Namen": konnotativ: Kennzeichen. Nicht-konnotativ: Eigennamen.
I 145
Aber Mill: alle Namen für allgemeine Arten konnotativ. Bsp "menschliches Wesen" ist definiert als Konjunktion bestimmter Eigenschaften, die notwendige und hinreichende Bedingungen für das Mensch sein angeben: Rationalität, Tierheit und bestimmte physische Eigenschaften. RussellVsMill: falsch bei allgemeinen Namen, richtig bei singulären Namen.
KripkeVsRussell: Mill: richtig bei singulären Namen, falsch bei allgemeinen Namen. Vielleicht drücken einige allgemeine Namen" ("törich", "fett", "gelb") Eigenschaften aus. Allgemeine Namen wie "Kuh" und " Tiger " tun das nicht, es sei denn, eine Kuh zu sein, zählte triviale Weise als Eigenschaft. (>Eigenschaften).
Kripke: allg. Namen wie "Katze" drücken keine Eigenschaft aus.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
VsMill Searle Vs Mill, J. St.
 
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John R. Searle
V 144
SearleVsMill: es ist falsch, dass Eigennamen "bedeutungslose Zeichen" seien, dass sie "denotativ" aber nicht "konnotativ" seien.
V 247
Namen/SearleVsMill: (Mill: Eigennamen haben keinen Sinn). Bsp Everest = Tschomolungma kann verwendet werden, um geographische, nicht bloß lexikografische Behauptungen zu machen.
Hätten Eigennamen jedoch keinen Sinn, könnte damit keine Information vermittelt werden! Dann gäbe es nicht mehr Information als in den Satz Everest = Everest. (Das ist Freges Argument gegen Mill).
- - -
Stalnaker I 181
SearleVsMill/Stalnaker: (1969, 163ff) Mills Theorie ((s) "direkte Referenz", ohne zwischengeschalteten Sinn) führt uns in eine "metaphysische Falle": seine Auffassung von Eigennamen setzt eine metaphysische Unterscheidung von Objekt und seinen Eigenschaften voraus. Metaphysik/Searle: ihre Ursünde: der Versuch, wirkliche oder angebliche Merkmale einer Sprache auf die Welt zu übertragen. ((s) > auch Kant wie Searle).
Searle: man darf keine ontologische Konklusionen aus linguistischen Thesen ableiten.
StalnakerVsSearle: das macht Searle nun aber selbst, indem er Mills angeblich implizite Voraussetzung gegen ihn verwendet.
Stalnaker: es kann kein gutes Argument gegen einen semantischen Zugang sein, dass jemand illegitime metaphysische Schlussfolgerungen daraus gezogen hat. ((s) Kein Argument gegen eine Theorie, dass jemand sie missbraucht hat).

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsMill Strawson Vs Mill, J. St.
 
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IV 170
Def Ursache/Mill: "Inbegriff aller Bedingungen, positiver und negativer zusammengenommen, die Gesamtheit der Eventualitäten jeder Art, bei deren Verwirklichung das Consequens unvermeidlich erfolgt". StrawsonVsMill: wir haben keine Aussicht und auch gar kein Interesse, all das zu erforschen.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsMill Tugendhat Vs Mill, J. St.
 
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I 349
Mill: sieht die Namen als elementar an. Unterscheidet generell und individuelle Namen. Individuelle Namen: "denotativ".
Nur Kennzeichnungen sind außerdem konnotativ. Sie beziehen sich auf den Gegenstand mittels des Attribut.
Eigennamen: nicht konnotativ, sie werden "dem Gegenstand selbst beigelegt".
TugendhatVsMill: Problem: es müsste zugehen wie im Märchen von Alibaba, wo das Haus mit einem Kreidezeichen markiert wird um es wiedererkennen zu können. Diesen Einwand sieht Mill selbst.
Seine Lösung: wir markieren nicht den Gegenstand, sondern unsere Vorstellung des Gegenstandes.
I 350
Vorstellung/Tradition/Tugendhat: uneinlösbare Metapher der traditionellen Philosophie. Auch für die neuzeitliche Tradition. Problem: dass die Vorstellung so etwas wie ein inneres Bild sein soll, schafft mehr Probleme, als sie löst.
Es ist aber kein Zufall, dass die Philosophie auf diesem Begriff kam, man hat zunächst gar keine Alternative, als sich an etwas Sinnlichem zu orientieren, wenn man sich nicht eine Sprache orientieren wollte.
I 352
Mill/Tugendhat: wir können seine Theorie aber so umformulieren dass es nicht um Vorstellung, sondern um "stehen für" geht: und zwar für einen vorgestellten Gegenstand. Seine Theorie impliziert aber, dass unser Bezug zu den Gegenständen kein sprachlicher ist. Gegenstand/Frege: Gegenstand: ist nicht etwa etwas Vorstellbares als schlichte Gegebenheit, sondern etwas, zu dem ist wesensmäßig gehört, sich in mannigfachen Gegebenheitsweisen zu zeigen.
I 353
Vorstellung/Zeichen/Tugendhat: müssen Zeichen nicht wenigstens vorstellbar sein? Tugendhat: ja: Zeichentypen sind vorstellbar, und zwar in einem nichtmetaphorischen Sinn.
I 354
TugendhatVsTradition/TugendhatVsMill: 1.Die Metapher von einer nicht sinnlichen, irgendwie intellektuellen Vorstellung gibt keinen Sinn.
2. Zu starke Tendenz, den Gegenstand als ein Gegenüber zu denken.
I 355
Allerdings ist zwischen der Tradition und der analytischen Philosophie nicht kontrovers, dass singuläre Termini "für Gegenstände stehen". (>Stellvertreter).
I 356
3. Vorstellungen werden von der Tradition nicht als intersubjektiv verstanden. (Humpty-Dumpty-Theorie).

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsMill Mackie Vs Mill, J. St.
 
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Stegmüller IV 209
VsUtilitarismus/Mill: (selbst U.) gesteht zu, dass utilitaristische Theorien oft an der Vagheit und Verschiedenheit der Auffassungen von Gerechtigkeit scheitern. Mill: dennoch stehen dem Nützlichkeitsprinzip dieselben Sanktionen zur Verfügung wie allen anderen moralischen Normen.
MackieVsMill: das ist empirisch falsch: Verletzungen des Allgemeinwohls erregen unser Empfinden weit stärker als Verletzungen spezieller Regeln der Gerechtigkeit.

Regel Utilitarismus: indirekter als der U.: zwei Stufen: (Austin):
IV 210
1. Maßstab unserer Regeln soll die Nützlichkeit sein 2. Maßstab unserer Handlungen seien die Regeln.
Stellt die Regeln weit stärker in den Vordergrund und greift auf Nützlichkeit nur zur Rechtfertigung der Regeln zurück.
Diese Regeln brauchen nicht explizit zu sein.
VsRegel Utilitarismus: alle Probleme des Utilitarismus kehren auf einer höheren Abstraktionsstufe wieder.
IV 211
Nützlichkeitsprinzip/Mill: Übergang vom individualistischen zum universalistischen Hedonismus. Wenn Glück für jeden Einzelnen ein Gut ist, dann ist das allgemeine Glück ein Gut für die Gesamtheit aller Menschen. Nützlichkeitsprinzip/MackieVsMill: der angebliche Beweis schmuggelt unzulässige Prämissen ein.
Die Gesamtheit der Menschen wird fälschlich als psychisches Subjekt behandelt Die Menschheit steht niemals vor einer Wahl. (IV 225)
IV 212
Fehlschluss: von "jeder" auf "alle". Außerdem wird hier beim Übergang vom Individuum zur Gesellschaft anstelle des Subjektivismus ein "Wertobjektivismus" eingeschmuggelt.
- - -
IV 263
Moral/Ethik/Mill: These: glaubte an allmähliche Veränderung der menschlichen Natur in Richtung auf eine "allgemeine Menschenliebe". J. F. StephenVsMill: das ist "transzendentaler Utilitarismus": ein von "unparteiischer Nächstenliebe" beseelte Person könnte sich stalinistisch verhalten. Alles kann zur Rechtfertigung jeglicher Gewaltanwendung herangezogen werden.
Mackie dito.
IV 264
Moral/Ethik/Mackie: muss sich an anthropologischen Rahmenbedingungen ausrichten: unterschiedliche Ideale bedürfen allgemeiner (gemeinsamer) Prinzipien.
IV 265
Die Zurückweisung objektiver Werte schließt die Ablehnung in sich bestehender Rechte ein. Folge: spezielle Rechte lassen sich nicht a priori aus allgemeinen Gründen herleiten.
IV 269
MackieVsMill: sein utilitaristisches Begründungskonzept steht auf wackligen Füßen: das "Prinzip des Nichteingreifens" ließe sich besser anders begründen:
IV 270
durch die Auffassung vom Guten für den Menschen. Gut/MackieVsMill: 1. nicht alle können ihr eigenes Wohl immer richtig einschätzen.
2. Mills Prinzip ist zu schwach. Bsp Gedankenfreiheit, Redefreiheit. Beide lassen sich durch Mills Prinzip allein nicht begründen!
Mackie: statt dessen brauche wir ein "Prinzip des legitimen Eingreifens".

Macki I
J. L. Mackie
Ethics: Inventing Right and Wrong 1977
VsMill Cartwright Vs Mill, J. St.
 
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I 38
Objektive Wahrscheinlichkeit/VsCartwright: man könnte einwenden, die Partitionierung über irrelevante Faktoren würde keinen Schaden anrichten, wenn erst einmal alle Faktoren fixiert sind. „wahre Wschk“/Cartwright: = objektive Wschk?
relative Häufigkeit/relHäuf/Cartwright: ist nicht dasselbe wie objektive Wschk.
Simpsons Paradox/Lösung/VsCartwright: sicher können wir immer einen dritten Faktor finden, aber normalerweise haben wir es nicht mit endlichen Häufigkeiten zu tun, sondern mit objektiven Wschk.
objektive Wschk/VsCarwright: wenn man sie nicht aus endlichen Daten abliest, stellen sich keine scheinbaren Korrelationen ein.
I 60
Vektoraddition/Cartwright: nach dieser Auffassung werden zwei Kräfte ( Gravitations-Kraft, bzw. der elektromagnetische) produziert, aber keine von ihnen existiert. Komposition von Kräften/Ursachen/MillVsCartwright: dieser würde leugnen, daß die beiden nicht existieren: Nach ihm existieren beide als Teil der resultierenden Wirkung. Bsp zwei Kräfte in verschiedene Richtungen. „Teilkräfte“.
CartwrightVsMill: es gibt keine „Teilkräfte“. Ereignisse mögen zeitliche Teile haben, aber es gibt keine Teile der Art, wie Mill sie beschreibt, Bsp eine Richtung Norden, eine Richtung Osten, wobei der Körper sich dann eben nicht nach Norden und auch nicht nach Osten sondern nach Nordosten bewegt.
I 59
CartwrightVsMill: Problem: dann ist es entscheidend, daß die Gesetze dieselbe Form haben, egal ob sie innerhalb oder außerhalb der Komposition sind. Und das ist nicht möglich! Es ist nicht möglich, wenn die Gesetze das aktuale Verhalten konkreter Körper beschreiben sollen.
I 70
Def Super-Gesetz/Erklärung/Gesetz/Umstände/Terminologie/Mill/Cartwright: im Fall von Bsp Coulombs Gesetz und dem Gravitationsgesetz, können wir einfach ein immer komplexeres Antezedens davorsetzen, um die Situation zu erfassen und damit zu erklären, was passiert. Mill: das geht für Mechanik, aber nicht für die Chemie. Das erklärt, warum die Chemie keine deduktive bzw. demonstrative Wissenschaft ist. Das legt den covering-law-Ansatz zugrunde.
CartwrightVsSupergesetz/CartwrightVsMill: 1. Supergesetze sind nicht immer verfügbar, wenn wir nicht alles genau beschreiben, verlieren wir unser Verständnis dessen, was passiert. Und wir erklären, ohne Supergesetze zu kennen. Wir brauchen eine philosophische Erklärung warum diese Erklärungen gut sind.
2. Supergesetze sind vielleicht oft gar keine gute Erklärung. Das ist ein alter Einwand Vs covering laws. Bsp warum wackelt die Wachtel in meinem Garten mit dem Kopf? Weil das alle tun.
I 71
Genauso Bsp „Alle Karbonatome haben fünf Energielevels“ erklärt gar nichts. 3. Sicher sind covering laws für komplexe Fälle erklärend. Insbesondere, wenn das Antezedens des Gesetzes nicht genau die Komponenten der Einzelsituation erfaßt, sondern eine mehr abstrakte Beschreibung liefert.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsMill Wolf Vs Mill, J. St.
 
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Wolf II 11
WolfVsMill: 1. unbefriedigend: der Name bezeichnet den Gegenstand zu jedem Zeitpunkt, die Vorstellung ist aber zu einem bestimmten Zeitpunkt und in einer bestimmten Perspektive gegeben. Andere Autoren haben deswegen von einer "nicht-anschaulichen Vorstellung" gesprochen. Das ist unklar.
VsMill: Vorstellungen können Namen nicht erklären, da sie nicht intersubjektiv zugänglich sind. Immer neue Vorstellungen, aber nicht immer neue Namen.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsMill Burks Vs Mill, J. St.
 
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Wolf II 139
Kennzeichnung/Bedeutung/Burks: die meisten Menschen haben kein vollständiges Wissen und wenden die Zeichen dennoch richtig an. Namen/Bedeutung/Burks: da Namen im Allgemeinen mehrere Bedeutungen (Gegenstände) haben, gibt es kein wesentliches Prädikat.
Einige Prädikate mögen kausal wichtiger sein als andere.
Jedenfalls besteht eine eventuell wesentliche Eigenschaft nicht in einer Konjunktion von Eigenschaften!
Jedes Gegebene Bezeichnete besitzt mehr Eigenschaften als diejenigen, auf die mit seinem Eigennamen (bzw. Kennzeichnung) Bezug genommen wird.
II 140
Kennzeichnung/Bedeutung/Burks: Bsp "Dieser braune Tisch war gestern rot" ist kein Widerspruch: die Beschreibung ist sowieso nicht vollständig. Namen/Bedeutung/Mill: die Eigenschaft, auf deren Grundlage ein Name zugeordnet wird, ist nicht Bestandteil der Bedeutung. sonst würden wir den Namen abschaffen, wenn das Ding die Eigenschaft verliert.
Namen/token/BurksVsMill: verschiedene Vorkommnisse desselben Namenstyps haben häufig verschiedene Bedeutung, aber bezeichnen stets dasselbe.
II 141
Name/Existenz/Bedeutung/Burks: eine Beschreibung könnte eine Bedeutung haben und dennoch nichts bezeichnen.
II 142
Natürlich könnte man festsetzen, dass ein Ausdruck nur dann ein Name ist, wenn er wirklich ein Bezeichnetes hat, aber dann hängt die Frage von empirischen Tatsachen ab und nicht von rein sprachlichen Überlegungen. Burks: "Name" sollte eine rein grammatische Kategorie sein.
Abkürzung/Burks: eigenartig: für "dieser Zeitpunkt" gibt es eine Abkürzung: "jetzt",
nicht aber für "dieser Hut".

Burks I
A. W. Burks
Chance, Cause, Reason 1977

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsMill Brandom Vs Millikan, R.
 
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Millikan I 109
Subjekt/Prädikat/Abbildung/Millikan: These: es gibt keinen Unterschied zwischen der Weise, in der logische Subjekte von Sätzen
I 110
die Welt abbilden und der Weise, wie dies logische Prädikate tun. 1. weil man Prädikate ersetzen kann durch andere Prädikate Bsp „...schwimmt“ durch „...fliegt“ sind sie noch lange nicht als Gegenstände anzusehen.
(BrandomVsMillikan/(s): Unterscheidung von Rahmen und Einsetzungs-“Lücke“).
2. Frage: müssen Prädikate Universalien entsprechen, wenn wir sie behandeln wie Substanzen? Jedenfalls müssen wir sie nicht als Einzeldinge ansehen, sondern wie die Tradition als Gedankenobjekte oder als Möglichkeiten.
Universale/Millikan: Universalien als Gedankenobjekte; sind sie in der Natur?
Prädikate/Millikan: jedes einfache Prädikat muss eine historisch in der Natur verwurzelte Variabilität widerspiegeln ((s) >disjunkt, disjunktiv).
komplexe Prädikate/Millikan: auch sie sollen Variablen der Natur widerspiegeln, aber das müssen keine Etwasse (Dinge) sein.
Eigenschaft/Art/Millikan: haben nur einen Siedlungsraum: das ist die Natur selbst.
I 111
3. Relation/Eigenschaft/Millikan: als Varianten innerhalb von Tatsachen erhalten sie aus kausalen und erklärungsmäßigen Verbindungen Intentionalität! Dann müssen sie in der gleichen Weise in der Natur sein, wie es ihre Identität oder Selbigkeit auch ist! (s.u. Teil IV).

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsMill Searle Vs Millikan, R.
 
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John R. Searle
III 27
Funktion/Ruth Millikan (SearleVs): neuer Begriff der "eigentlichen Funktion" der auf "Reproduktion" und Verursachung basiert. Rekursive Definition: Damit ein Gegenstand A eine Funktion F als seine "eigentliche Funktion" hat, ist es notwendig (und dazu hinreichend) dass eine der beiden folgenden Bedingungen erfüllt ist:
1. A ist als eine "Reproduktion" (Kopie oder Kopie einer Kopie) eines früheren Gegenstandes entstanden, die zum Teil aufgrund des Besitzes der reproduzierten Eigenschaften, tatsächlich F in der Vergangenheit verrichtet hat, und A existiert (kausal historisch) aufgrund dieser Richtung.
2. A ist entstanden als das Produkt irgend eines früheren Mittels, dass unter gegebenen Umständen dieser Richtung von F als eigentliche Funktion hatte und dass unter diesen Umständen normalerweise die Ursache dafür ist, dass F verrichtet wird mittels der Produktion eines Gegenstands wie A.(abgeleitete "eigentliche Funktionen").
Funktion/SearleVsMillikan: so kann man jeden beliebigen neuen technischen Ausdruck einführen. Derartige Definitionen berücksichtigen aber nicht bestimmte wesentliche Eigenschaften des gewöhnlichen Begriffs der Funktion.
1. Bei Millikan wird die Definition der Funktion abhängig von einer bestimmten kausalen historischen Theorie.
II 28
Selbst wenn sich alle bisherigen, auch darwinistischen als falsch herausstellen sollten, würde mein Herz weiterhin Blut pumpen. 2. Weiterhin gibt es auch krasse Gegenbeispiele: Bsp nach Wright und Millikan müssten wir sagen, dass es die Funktion von Erkältungen ist, Erkältungskeime zu verbreiten.
SearleVs: aber Erkältungen haben überhaupt keine Funktionen!
3. Die normative Komponente von Funktionen bleibt unerklärt. (Obgleich Millikans Theorie berücksichtigt, dass einige Funktionen in der Wirklichkeit möglicherweise nicht ausgeübt werden.) normativ: Millikan erklärt nicht, warum wir von besser und schlechter funktionierenden Herzen, von Herzversagen usw. reden.
Altes Dilemma: entweder wir reden über rohe, blinde, kausale Relationen, oder wir glauben, dass es an Funktionen wirklich etwas Funktionales gibt, wobei Millikan die beobachterrelativen Eigenschaften auslässt.
III 29
Beobachterrelativ/Searle: Funktionen, die Tatsache, dass es Polizisten und Professoren gibt. (Intensional). Immanent: die Tatsache, dass es überhaupt Menschen gibt. Blinde, kausale Relationen.
Funktion: a) Verwendungsfunktion: Schraubenzieher, Antriebswelle.
b) Nicht Verwendungsfunktionen: unabhängig von praktischen Intentionen der Menschen: die Funktion des Herzens, Blut zu pumpen.
III 33
Verwendungsfunktionen: innerhalb: besondere Klasse: Stellvertreterfunktion, etwas repräsentieren, für etwas anderes stehen: Bsp Baseball-Symbole.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsMill Verschiedene Vs Millikan, R. Millikan I 90
Satz/Überzeugung/Sprache/Denken/Millikan: es scheint klar, dass wenn wir keine Überzeugungen hätten, wir aufhören würden, zu sprechen bzw. Sätze mit Bedeutung zu äußern. Aber warum ist das klar? Wir brauchen eine andere Erklärung (s.u.).
Satz/Intentionalität/Millikan: These: ein Satz (und jedes andere typisch intentionale Muster) ist intentional wegen Eigenfunktionen und Normalen Relationen, die dieses Muster zu einem Produzenten und einem Interpreten hat. Diese beiden sind kooperierende Einheiten in diesem Prozess.
Pointe: dann sind Sätze doch grundlegend intentional und haben keine abgeleitete Intentionalität. (MillikanVsTradition, MillikanVsSearle).
((s) Intentionalität/Millikan/(s): muss sich dann nicht mehr auf das Mentale berufen. )
VsMillikan: man könnte einwenden, dass Intentionalität doch mit dem Mentalen verbunden sein muss, weil die Analyse der Intentionalität von Gedanken oder innerer Repräsentationen wenigstens im Einklang mit Prinzipien geschehen müsste, nach denen Bewusstsein und das Mentale selbst analysiert werden muss.
Relation/VsMillikan: die von Millikan angebotenen Relationen seien bloß externe. Bestenfalls korrelieren sie Veränderungen des Bewusstseins mit Veränderungen in der externen Welt. Sie liegen selbst außerhalb des Geistes und außerhalb des Bewusstseins.
Bewusstsein/Tradition: sei aber ein Bewusstsein der Welt, nicht bloß Bewusstsein der Veränderungen seiner selbst.
I 91
Tradition: wir erfahren unser Bewusstsein direkt. MillikanVsTradition: was soll das für eine Erfahrung der Intentionalität sein? Was für eine Kraft soll dieses Argument haben?
Die Kraft müsste epistemisch und rational sein.
Unkorrigierbarkeit/MillikanVsTradition: die Erfahrung des Bewusstseins (Erfahrung der Intentionalität) müsste etwas Unfehlbares haben. Wir müssten dann auch ein unmittelbares Verstehen haben. Es müsste auch die Existenz von Intentionalität und Bewusstsein annehmen, denn sonst könnte die Erfahrung ja nicht „in“ ihr sein.
Bewusstsein/Tradition: nimmt an, dass das Bewusstsein durchsichtig (transparent) sei. Und daher könne sie nicht allein aus externen Relationen zur äußeren Welt bestehen, und seien diese naturnotwendig.
MillikanVsVs: Angenommen, wir lehnen dieses epistemisch rationalistische Bild ab, d.h. wir leugnen, dass es „epistemisch Gegebenes“ gibt. Dann könnten wir zugeben, dass sich Leute manchmal ihrer Gedanken bewusst sind. Aber wir könnten aufrechterhalten, dass dieses Bewusstsein (awareness) teilweise eine externe Relation ist. Die „Innenseite“ dieses Gefühls (Bewusstsein, awareness)
I 92
gibt keine Garantie dafür, dass es die Innenseite einer echten Bewusstseinsrelation (awareness Relation) ist. Bewusstsein/Millikan: selbst Bewusstsein von Bewusstsein ist kein unmittelbares Objekt. Es gibt nichts durchsichtiges am Bewusstsein.
Pointe/Millikan: das ist beunruhigend, weil daraus folgt (negative These), dass es möglich ist, dass wir nicht wissen, was wir denken! ((s) DavidsonVsHume: dito). D.h. aus dem Akte des Bewusstseins selbst heraus ist nichts garantiert.
Rationalismus/rationalistisch/Intentionalität/Bewusstsein/MillikanVsRationalismus/Millikan: die traditionelle rationalistische Sicht des Bewusstseins und der Intentionalität führt ein eine Sackgasse nach der anderen.




VsMill Kripke Vs Russell, B.
 
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I 36
FregeVsMill/RussellVsMill: Irrtum: in Wirklichkeit sei ein Eigenname, der richtig verwendet wird, nur eine abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnung.
I 87
Kennzeichnung: Kneale und z. T. auch Russell sagen, dass es keine unbedeutende Mitteilung sei, dass Sokrates der größte Philosoph im antiken Griechenland war, jedoch sehr wohl eine unbedeutende Mitteilung, dass Sokrates von uns "Sokrates" genannt wurde. KripkeVs: sie ist keineswegs eine unbedeutende: wenn das irgendeine Art von Tatsache ist, kann es falsch sein! In der Tat ist es eine falsche Mitteilung, dass Jesajah "Jesaja" genannt wurde. Der Prophet hätte diesen Namen überhaupt nicht erkannt! Und natürlich haben die Griechen ihr Land nicht "Griechenland" oder so ähnlich genannt. Es ist allerdings unbedeutend, dass Sokrates von uns so genannt wird. Ich glaube nicht, dass es analytisch oder notwendig ist.
Tatsächlich sind Sätze wie "Sokrates wird "Sokrates" genannt" sehr interessant, und man kann stundenlang über ihre Analyse reden.
I 145
Mill: "singuläre Namen": konnotativ: Kennzeichen. Nicht-konnotativ: Eigennamen.
I 145
Aber Mill: alle Namen für allgemeine Arten konnotativ. Bsp "menschliches Wesen" ist definiert als Konjunktion bestimmter Eigenschaften, die notwendige und hinreichende Bedingungen für das Mensch sein angeben: Rationalität, Tierheit und bestimmte physische Eigenschaften. RussellVsMill: falsch bei allgemeinen Namen, richtig bei singulären Namen.
KripkeVsRussell: Mill: richtig bei singulären Namen, falsch bei allgemeinen Namen. Vielleicht drücken einige allgemeine Namen" ("töricht", "fett", "gelb") Eigenschaften aus. Allgemeine Namen wie "Kuh" und "Tiger" tun das nicht, es sei denn, eine Kuh zu sein, zählte triviale Weise als Eigenschaft. (>Eigenschaften).
Kripke: allg. Namen wie "Katze" drücken keine Eigenschaft aus.
- - -
Wolf II 209
KripkeVsRussell: unechte Kennzeichnungen lassen sich nicht stets als elliptisch betrachten.
II 216
Bereich/KripkeVsRussell: das funktioniert nicht: keine zweigliedrige Unterscheidung kann diese Aufgabe übernehmen, weil es eine dreigliedrige erfordert.. Bsp (2) Die Zahl der Planeten hätte notwendigerweise gerade sein können.
(Sie hätte z.B. acht sein können, und das wäre notwendigerweise gerade gewesen).
II 217
Kripke: wenn (2) als wahr interpretiert wird, ist es weder de re noch de dicto! D.h. die Kennzeichnung hat (nach Russell) weder den kleinsten, noch den größten Bereich.
(M= möglich, N= notwendig)
(2a) MN(Ex)(Es gibt genau x Planeten und x ist gerade). (Kleinster Bereich, de dicto)
(2b) (Ex)(Es gibt genau x Planeten und MN(x ist gerade)). (Größter Bereich, de re)
(2c) M(Ex)(es gibt genau x Planeten und N(x ist gerade)). (Mittlerer Bereich).
Mittlere Bereiche sind möglich, wenn Operatoren wiederholt werden.
(2c) macht (2) wahr.
(2a) sagt, vermutlich fälschlich, dass es hätte notwendig sein können, dass es eine gerade Zahl von Planeten gibt.
(2b) sagt fälschlicherweise über die wirkliche Zahl, dass sie notwendigerweise hätte gerade sein können.
Bsp In der Zeitung stand: "FBI Chef Hoover erhob den Vorwurf, dass die Barrigans planten, einen hohen amerikanischen Beamten zu kidnappen". (Das war Kissinger).
a) es gibt einen hohen Beamten, so dass Hoover glaubt...(größter Bereich, de re)
b) Hoover glaubt, dass die Barrigans planten...(kleinster Bereich, de dicto)
c) Hoover glaubt, dass es einen hohen Beamten gab (mittlerer Bereich).
Je mehr intensionale (oder andere) Konstruktionen wiederholt werden, desto mehr mögliche Bereiche gibt es.
II 218
Kartunnen hat gezeigt, dass keine n gliedrige Unterscheidung für jedes bestimmte n ausreicht.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsMill Stalnaker Vs Searle, J.R.
 
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I 178
Identifikation/Referenz/Searle: (1969,87): letztlich durch Beschreibung. (Kennzeichnung). Stalnaker: und diese muss dann durch die Fähigkeit des Sprechers zu einem bestimmten Verhalten erklärt werden. Sonst brauchen man eine magische Intentionalität.
StalnakerVsSearle: selbst wenn er recht hätte, würde ihm das noch nicht die zusätzliche Prämisse liefern, die er braucht, um die Unmöglichkeit einer Millschen Semantik zu zeigen.
Denn er sagt nicht, dass wir keine Intentionen über bestimmte Individuen haben können. Er sagt nur, dass wir eine notwendige Bedingung dafür brauchen.
Lösung: er braucht noch eine Beschränkung für den Inhalt der Einstellungen, die wir haben können
StalnakerVsSearle: er bietet statt dessen nur eine Beschränkung der Bedingungen an, unter denen wir Einstellungen mit einem bestimmten Inhalt haben können.
Mill/Stalnaker: solange es möglich ist, solche Intentionen ((s) "direkte Referenz") zu haben, ist es möglich, eine entsprechende Sprache zu sprechen und zu verstehen.
- - -
I 181
SearleVsMill/Stalnaker: (1969, 163ff) Mills Theorie ((s) "direkte Referenz", ohne zwischengeschalteten Sinn) führt uns in eine "metaphysische Falle": seine Auffassung von Eigennamen setzt eine metaphysische Unterscheidung von Objekt und seinen Eigenschaften voraus. Metaphysik/Searle: ihre Ursünde: der Versuch, wirkliche oder angebliche Merkmale einer Sprache auf die Welt zu übertragen. ((s) > auch Kant wie Searle).
Searle: man darf keine ontologische Konklusionen aus linguistischen Thesen ableiten.
StalnakerVsSearle: das macht Searle nun aber selbst, indem er Mills angeblich implizite Voraussetzung gegen ihn verwendet.
Stalnaker: es kann kein gutes Argument gegen einen semantischen Zugang sein, dass jemand illegitime metaphysische Schlussfolgerungen daraus gezogen hat. ((s) Kein Argument gegen eine Theorie, dass jemand sie missbraucht hat).

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsMill Millikan Vs Wittgenstein, L.
 
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I 221
nicht/“nicht“/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: These: „nicht“ ist ein Operator, der auf dem Rest des Satzes operiert, indem er den Sinn des gesamten Satzes ändert. (s)VsWittgenstein/(s)VsMillikan: Problem: a) „nicht“ gehört nicht zum Satz, dann kann es auf den ganzen Satz „Die Sonne scheint“ angewendet werden“
Wittgenstein: „nicht“ ändert den Sinn des Satzes, zu dem es gehört.
b) es gehört zum Satz, dann müsste es zweimal angewendet werden, das zweite Mal auf sich selbst. Es ändert nur den Sinn, wenn es nicht zum Satz gehört.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: dann steht der Satz für etwas, das nicht existiert.
Problem/Millikan: das führt zu einer Reifikation von Möglichkeiten.
negativer Satz/Verneinung/Negation/Existenz/Millikan: negative Sätze können nicht nicht-existente Tatsachen als real value haben.
Begründung: negative Tatsachen haben keine Kausalkräfte, die in einer Normalen Erklärung eine Rolle spielen könnten.
negativer Satz/Millikan: wir könnten annehmen, dass negative Sätze keine Repräsentationen sind. Bsp „nicht-p“ soll heißen „die Tatsache dass-p existiert nicht“ So hat Wittgenstein es auch
ungefähr aufgefasst.
Pointe: wir hatten oben gesagt, dass Existenzsätze keine Repräsentationen sind.
Abbildtheorie/Bildtheorie/Tractatus/Wittgenstein/Millikan: aber erfasste Sätze der Form „x
existiert nicht“ so auf, dass sie eine nichtexistente Tatsache abbilden. Dann geht die Variable
„x“ in „x existiert nicht“ nicht über Namen von Einzeldingen (Gegenständen, elementaren Objekten) sondern über Repräsentationen möglicher Zustände (möglicher Tatsachen).
Sinn/Nichtexistenz/Negation/Wittgenstein/Millikan: so war es ihm möglich aufrechtzuerhalten, dass Sätze der Form „x existiert nicht“ einen Sinn haben ((s) >Meinong).
Millikan: in unserer Terminologie heißt dass, dass sie Repräsentationen sind (MillikanVs).
I 222
Und gleichzeitig konnte er behaupten, dass die grundlegendsten Elemente aller Propositionen realen Gegenständen entsprechen. Pointe: das machte es möglich, dass er sagen konnte „x existiert nicht“ immer äquivalent ist zu einem Satz der Form „nicht-p“.
Millikan: könnten wir nicht wenigstens eine Hälfte dieser Äquivalenz aufrechterhalten? Die von „nicht-p“ nach „dass-p existiert nicht“?
MillikanVsWittgenstein:; nein, noch nicht einmal dies können wir.
Wenn Wittgenstein recht hätte und „nicht-p“ sagt „dass-p existiert nicht“, dann hieße das für meine Position, dass negative Sätze keine Weltzustände abbilden und keine Repräsentationen sind.
Millikan: statt dessen würden sie sprachliche Tatsachen abbilden, „nicht-p“ wäre dann ein Icon, aber es repräsentiert nicht, wobei ein Weltzustand den Satztyp „p“ als Variante hätte.
Protoreferent/Millikan. „p“ wäre nicht ein repräsentierter Referent von „nicht-p“ sondern ein Protoreferent.
Frage: wäre „nicht-p“ ein Icon von dem das „p ist falsch“?
Vs: dann wäre „nicht“ kein Operator mehr!
Nicht/Negation/Operator/Wittgenstein/Millikan: d.h. die Abbildungsregel für „nicht-p“ ist eine Funktion der Abbildungsregel für „p“.
1. Wenn „nicht“ kein Operator wäre, könnte es vorkommen, dass jemand nicht den Sinn von „p“ versteht, aber dennoch den Sinn von „nicht-p“. Absurd.
2. wenn „nicht-p“ sagt,“ dass-p existiert nicht“ müsste „nicht-p“ auch wahr sein müssen, wenn irgendeine Variante in „p“ nicht völlig bestimmt ist, also keinen angepassten Sinn hat. Bsp „Pegasus war kein geflügeltes Pferd“ Bsp „Der gegenwärtige König von Frankreich ist nicht kahl“ wären wahre Sätze!
3. sicher ist es so, dass „“p“ ist falsch“ wenigstens abbildet (icons) dass „p“ keinen real value hat. Entsprechend: „x existiert nicht“ bildet dann die Tatsache ab, dass „x“ keine Referenten hat.
Pointe. wenn nun „nicht-p“ sagt, „dass-p“ existiert nicht“ bildet es immer noch eine negative Tatsache ab.
negative Tatsache/Millikan: wir müssten zeigen können, dass eine negative Tatsche immer noch etwas anderes ist, als die Nichtexistenz einer positiven Tatsache. Und das können wir nicht. Wir haben uns bloß im Kreis bewegt.
nicht-existente Tatsache/Millikan: kann kein Gegenstand eines Icons sein und kein Gegenstand einer Repräsentation.
negative Tatsache/Millikan: müsste also etwas anderes sein als eine nicht-existente Tatsache.
Pointe: aber wenn wir das zeigen können, brauchen wir gar nicht mehr anzunehmen, dass „nicht-p“ sagt “dass-p existiert nicht“.
negativer Satz/Abbildung/Tatsache/Negation/Millikan: was ich dann behaupten muss ist, dass negative Sätze reale bzw. existierende Weltzustände (Tatsachen) abbilden.
Es ist wohlbekannt, wie man so etwas anstellt:
Negation/Verneinung/Lösung: man sagt einfach, dass die Negation nur auf das logische Prädikat des Satzes angewendet wird ((s) innere Negation). Dabei wird der Sinn des Prädikats geändert, so dass das Prädikat auf das Gegenteil zutrifft (abbildet) als es normalerweise tut.
I 223
Das kann dann auch auf komplexere Sätze mit externer Negation ausgedehnt werden: Bsp „Kein A ist “ wird zu „Jedes A ist nicht-“.
MilllikanVs: die Schwierigkeiten mit diesem Ansatz sind ebenfalls wohlbekannt:
1. Problem: wie soll man die Funktion von „nicht“ interpretieren in ganz einfachen Sätzen der Form „x ist nicht“ Bsp „Pegasus ist nicht (Pause)“ Hier kann „nicht“ als über Prädikate operierend interpretiert werden! Sätze der Form „x ist nicht“ sind natürlich äquivalent zu Sätzen der Form „x existiert nicht.“.
Problem: wir haben aber gesagt, dass „existiert“ keine Repräsentation ist. Also kann „nicht“ nicht interpretiert werden als immer auf einem Prädikat eines repräsentierenden Satzes operierend.
Bsp „Cicero ist nicht Brutus“ kann nicht auf einem logischen Prädikat des Satzes operieren, denn einfache Identitätssätze haben kein logisches Prädikat. Also muss „nicht“ noch andere Funktionen haben.
Problem: in welchen Relationen stehen dann diese verschiedenen Funktionen zueinander? Denn wir sollten davon ausgehen, dass „nicht“ nicht verschiedene Bedeutungen in verschiedenen Kontexten hat.
sinnlos/sinnlose Sätze/Negation/Abbildung/Millikan: hier gibt es dasselbe Problem:
Bsp „Gold ist nicht quadratisch“. Der Satz ist nicht deshalb wahr, weil Gold eine andere Form hätte als quadratisch zu sein.
Problem: die korrespondierenden affirmativen Sätze haben auch keinen Sinn!
Dennoch scheint Bsp „Gold ist nicht quadratisch“ irgendetwas wahres zu sagen.
Problem: wiederum: wenn „nicht“ eine andere Funktion hat als in repräsentierenden Sätzen, müssen wir diese Funktion immer noch erklären.
2. Problem: (wichtiger): die Abbildungsregeln zwischen einfachen Sätzen der Form „x ist nicht “ und seinem real value.
real value/Negation/Millikan: ist der real value eines negativen Satzes der Weltzustand? Bsp Die Tatsache von Johns nicht-groß-sein? Oder eine präzise Tatsache wie Johns genau-180-groß-sein?
I 224
Millikan: das letztere ist korrekt. Repräsentation/Negation/Millikan: These: negative Repräsentationen haben unbestimmten Sinn. ((s) Aber Millikan gibt zu, dass Negationen Repräsentationen sind, anders als Identitätssätze und Existenzsätze).
Millikan: wie bei unbestimmten Kennzeichnungen sind die real values bestimmt, wenn sie in wahren Sätzen vorkommen, aber sie müssen nicht vom Hörer identifiziert werden können, um ihre Eigenfunktion zu erfüllen.
Gegenteil/negativer Satz/Repräsentation/Millikan: These: negative Sätze, deren Gegenteile normale repräsentierende Sätze sind, müssen selbst positive Tatsachen abbilden.
I 229
“nicht“/Negation/negativer Satz/Repräsentation/SaD/Millikan: These: der Satz vom ausgeschlossenen dritten trifft auf einfache repräsentierende negative Sätze nicht zu. Bsp neben der Möglichkeit, dass ein Prädikat und der, dass sein Gegenteil zutrifft, gibt es die Möglichkeit, dass das Subjekt des Satzes nicht existiert. Und das ist gerade die Möglichkeit, dass der Satz keinen bestimmten Fregeschen Sinn hat. „p oder nicht-p“: hat nur Sinn, wenn „p“ Sinn hat.
Negation: ihre Funktion ist niemals (im Kontext repräsentationaler Sätze) zu sagen, dass der Satz keinen Sinn hätte.
Sinn/Millikan: ob ein Satz Sinn hat, kann man nicht a priori wissen.
Negation/Repräsentation/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein: sein Irrtum (im Tractatus) war es zu glauben, dass wenn jedermann sieht, dass „x“ in „x existiert nicht“ einen Sinn hat, dass dann der negative Satz eine negative Repräsentation sei.
Rationalismus/Millikan. die rationalistische Überzeugung, dass man den Unterschied von Sinn und Nicht-Sinn a priori wissen könnte.
- - -
I 303
Empfindungssprache/Empfindung/Privatsprache/Wittgenstein/MillikanVsWittgenstein/Millikan: das Problem ist nicht ganz das, was Wittgenstein gemeint hat. Es ist nicht unmöglich, eine Privatsprache zu entwickeln, sondern man kann keine Sprachen entwickeln, die nur von dem sprechen, was nur einmal und von einem einzigen Gesichtspunkt aus gesehen werden kann.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Logik empirisch VsMill Pro Quine2 XI 64
Quine: Pro empirische Logik - aber QuineVsMill: arithmetische Wahrheit nicht aufgrund räumlicher Anordnung.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Selbstidentität Kripke, S.A.
 
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Newen/Schrenk I 87
Selbstidentität/Identität/Kripke/Newen/Schrenk: Kripke: These Selbstidentität ist notwendig - Bsp Cicero ist identisch mit Tullius - (s) nicht, daß Cicero mit Vornamen Tullius hieß).
Newen/Schrenk I 101
Namen/Mill/Newen/Schrenk: Mill These: die Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt. VsMill: Problem: leere Namen und informative Identitätssätze.
Bsp "Cicero ist identisch mit Tullius": wenn die Bedeutung das Objekt ist, haben wir hier nur die Selbstidentität, die auch noch notwendig ist.
Ethik Mill, J. St.
 
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Stegmüller IV 263
Moral/Ethik/Mill: These glaubte an allmähliche Veränderung der menschlichen Natur in Richtung auf eine "allgemeine Menschenliebe". J. F. StephenVsMill: das ist "transzendentaler Utilitarismus": ein von "unparteiischer Nächstenliebe" beseelte Person könnte sich stalinistisch verhalten. Alles kann zur Rechtfertigung jeglicher Gewaltanwendung herangezogen werden. - Mackie dito.
Namen Mill, J. St.
 
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Newen/Schrenk I 101
Namen/Mill/Newen/Schrenk: Mill These: die Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt. VsMill: Problem: leere Namen und informative Identitätssätze.
Bsp "Cicero ist identisch mit Tullius": wenn die Bedeutung das Objekt ist, haben wir hier nur die Selbstidentität, die auch noch notwendig ist.