Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Absolutheit Berkeley
 
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I 224f
Absolut/Zeit/Raum/Wissenschaft/BerkeleyVsNewton: es gibt keine absolute Zeit, keinen absoluten Raum, keine absolute Bewegung, keine absolute Kraft.
I 225
Eine Kraft kann nicht Ursache einer anderen Kraft sein, Ursache ist immer nur Gott.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
Absolutheit Field
 
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III 48
Absolute Ruhe/Newton/Field: hielt dieser für möglich und nötig, um absolute Beschleunigung zu definieren (Eimerexperiment). - absolute Beschleunigung/Newton: gebraucht zur Erklärung der Gesetze der Mechanik - Beschleunigung kann nur durch absolute Geschwindigkeit erklärt werden. - Dazu brauchen wir einen absoluten Ruhepunkt. - FieldVs: das geht nicht, weil die Theorie selbst kein Bezugssystem herausgreifen kann.
III 49
MachVsNewton: Theoriewechsel, braucht keinen Ruhepunkt. - FieldVsMach/FieldVsTheoriewechsel: besser: Beschleunigung ohne numerische Geschwindigkeit und Ruhepunkt definieren. - Faber: FieldVsTensoren: diese sind willkürlich. - Lösung/Field: Gleichzeitigkeit. - Pointe: Selbigkeit des Orts über die Zeit ist absolute Ruhe! - Vs: das geht nicht innerhalb der Newtonschen Theorie! - Lösung: Raumbegriff ohne Struktur (intrinsisch). - Lösung: > affine Geometrie - (diese dann auch für Newton). - - -
Horwich I 419
Relativismus/absolut/Field: Aussagen über Rechtfertigung relativ zu einem System sind absolut wahr oder falsch.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Absolutheit Fraassen
 
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I 46
LeibnizVsNewton: Vsabsoluter Raum - Fraassen: dann gibt es auch keine absolute Bewegung.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Axiome Einstein
 
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Genz II 320
Axiome/Einstein: werden bestenfalls durch die Erfahrung nahegelegt. Aber nicht durch Induktion. EinsteinVsNewton: also Vs „hypotheses non fingo“.

Farben Carnap
 
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VI 126
Farben/Carnap: ergeben sich als Abstraktionsklassen von Gleichfarbigkeit. -
VI 102
Abstraktionsklasse/Carnap: Klasse der mit einem beliebigen Element verwandten Elemente.
VI 152
Ähnlichkeitskreise/Carnap: man nimmt zunächst alle Klassen von sich selbst teilähnlichen Elementarerlebnissen - (wegen Reflexivität). - Dann die Zweier-, Dreier- usw. Klassen von teilähnlichen lementarerlebnissen - Dann streicht man aus dieser Liste alle die Klassen, die in einer anderen als Teilklasse enthalten sind.
VI 181
GoetheVsPositivismus/GoetheVsEmpirismus/GoetheVsNewton/GoetheVsCarnap: (Farbenlehre): man soll im Gebiet der Sinneswahrnehmungen selbst bleiben und die zwischen ihnen bestehenden Gesetzmäßigkeiten im Gebiet der Wahrnehmungen selbst feststellen. - CarnapVsGoethe: die physikalischen Gesetze gelten dort nicht, wohl aber andere, verwickeltere.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
Raum Newton
 
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Genz II 114
Leerer Raum/Newton/Genz: These: dieser setzt der Beschleunigung Widerstand entgegen. MachVsLeerer Raum/MachVsNewton: nicht feststellbar.
> Substantivalismus.

Genz II 338
Raum/Newton/Genz: die Newtonschen Gesetze kennen statt eines Raums nur eine Äquivalenzklasse von Räumen, die sich nach Richtung und konstanter Geschwindigkeit unterscheiden.
Terminologien Leibniz
 
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Holz I 12f
Monadologie/Monaden/Leibniz: Niemand wird die Monadologie heute noch einfach als Erklärungsschema nehmen, wohl aber als eine Modellantwort auf mögliche Probleme, die sich bei der Frage nach der Einheit der Mannigfaltigkeit und dem Gesamtzusammenhang ergeben.
Holz I 24
Prästabilierte Harmonie/Leibniz: diese in jeder Substanz der Welt von vornherein geregelte gegenseitige Beziehung, die das hervorbringt, was wir ihren Verkehr nennen und einzig und allein die Verbindung von Seele und Körper ausmacht. "Die Hypothese ist sehr wohl möglich." (LeibnizVsNewton: Newton: "hypotheses non fingo").
"Sie ist eine wunderbare Idee von der Harmonie des Universums und der Vollkommenheit der Werke Gottes".
Holz I 48
ratiocinatio/Leibniz: Aufbau einer Theorie aus Argumentationsketten über einen Gegenstand. Gewinnung von wahren Sätzen.
Holz I 49
Monade/Leibniz/Holz: Titel für die Einheit des substantialen und des strukturalen Aspekts des Seins, als Substanz und Strukturbegriff in einem. Der Grund der Einheit ist die Formbestimmtheit ihrer allseitigen Verknüpfung, nicht die Linearität einer Folge oder Reihe. Insofern liegt der Existenzgrund der Welt (als der Totalität der Verknüpfungen) nicht in der Welt, sondern bedingt sie als Welt.
Holz I 109
Fensterlosigkeit/Monade/Leibniz: besagt, dass in metaphysischer Strenge Veränderungen einer Substanz sich nur als Folge von internen Prozessen ergeben,
I 110
weil sie allein die Äußerungen der ursprünglichen Kraft als vis activa und ihrer Selbstbeschränkung als vis passiva sind. (Keine Verbindung zu Maturana). Es gibt kein Mittel, zu erklären, wie eine Monade von irgendeinem anderen Geschöpfe verändert werden könnte, da man in sie nichts übertragen noch sich irgend eine innere Bewegung in ihr vorstellen kann, wie das bei zusammengesetzten Dingen geschehen kann, wo es Veränderungen zwischen Teilen gibt.
"Die Monaden haben keine Fenster, durch die irgendetwas in sie hinein oder aus ihnen heraustreten könnte." (KS 441).
I 113
Immanenz/Leibniz: der Substanz in der Welt - Inhärenz: der Welt in der einzelnen Substanz.
Holz I 116
Monade/Leibniz: Ausdruck dafür, dass Substanz nur als Struktur Substanz ist. (Bestimmt durch das Ganze des Universums). Seele/Leibniz: wie die Seele die strukturelle Einheit ihres Leibes bildet und dieser zerfällt, wenn die Seele entweicht, so ist die Monade die einheitsstiftende Struktur des materiellen Körpers.
I 117
Monaden/Leibniz: sie müssen wirkliche Einheiten sein "beseelte Körper" (nicht nur mathematische Punkte). Lösung: ihre Natur muss in der Kraft bestehen.
wie die Seele aber nicht verwendet werden darf. um über Einzelheiten des tierischen Organismus Auskunft zu erteilen,
I 118
müssen wir die Monaden entsprechend als ursprüngliche Kräfte annehmen.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

Lei I
H. H. Holz
Leibniz Frankfurt 1992
Zahlen Frege
 
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II 18 f
Zahlen/Frege: Bsp 16 = 4² , 4 x 4 = 4² Hier sieht man, daß die Gleichheit der Bedeutung nicht die Gleichheit des Gedankens zur Folge hat.
I 66 ff
Die Zahlangabe enthält die Aussage von einem Begriff.
II 66 ff
Eigenschaften werden von einem Begriff ausgesagt werden. - Ein Begriff kann unter einen höheren fallen. Bsp Es gibt mindestens eine Quadratwurzel aus 4. Hier wird nicht etwa von einer bestimmten Zahl 2 etwas ausgesagt, auch nicht von -2, sondern von einem Begriff, nämlich Quadratwurzel aus 4.
II 81 f
Es gibt keine veränderlichen Zahlen. - Variablen: bezeichnen wir nicht mit x, y, z veränderliche Zahlen? Man gebraucht diese Redeweise, aber diese Buchstaben sind nicht Eigennamen veränderlicher Zahlen, wie "2" und "3" Eigennamen konstanter Zahlen sind. - Wir können nicht angeben, welche Eigenschaften "x" habe im Unterschied zu y. Variable: nicht Eigenname einer unbestimmten oder veränderlichen Zahl. - x hat keine Eigenschaften (nur im Zusammenhang). - Unbestimmt ist kein Adjektiv sondern Adverb zum Prozess der Rechnung. - Allgemeinheit/Frege: nicht Bedeutung sondern Andeutung. - Eigennamen: π, i, e, sind keine Veränderlichen! - Allgemeinheit: Hier muß die Zahl beide Rollen spielen: als Gegenstand wird sie Variable, als Eigenschaft wird sie Wert genannt. - Funktion: Allgemeinheit,Gesetz. - Jeder Zahl des x-Bereichs ist eine Zahl aus dem y-Bereich zugeordnet. - eine Funktion ist keine Veränderliche! (Eine elliptische Funktion keine elliptische Veränderliche). - Die Funktion ist ungesättigt.
II 77
Zahl/ Gegenstand/Rechnen/Addition/Frege: nur von der Bedeutung der Wörter "die Zahl 4" (Frege: = Gegenstand) kann man sagen, sie sei das Resultat der Verknüpfung von 3 und 1. - Nicht vom Begriff. - Rechenergebnis: Gegenstand, Ergebnis der Rechnung: nicht Begriff.
II 85
Zahl/Frege: Bsp "eine Variable nimmt einen Wert an" - hier muß die Zahl beide Rollen spielen: als Gegenstand wird sie Variable, als Eigenschaft wird sie Wert genannt.
I 38
Zahlen/Frege: aus physikalischen Beobachtungen kann man keine Rückschlüsse auf Zahlen machen.
I 47
Anzahl/Frege: Begriff - Zahl: Gegenstand. - I 48 - Zahlen/Newton: das Verhältnis einer jeden Größe zu einer anderen. - FregeVsNewton: dabei wird der Begriff der Größe und des Verhältnisses vorausgesetzt. - I 49 Zahlen/Frege: Problem: Zahlen als Mengen: hier wird der Begriff der Menge vorausgesetzt - I 60 - Anzahl/Frege: ist keine Vielheit. - Das würde 0 und 1 ausschließen.
I 62
Zahl/Eins/Einheit/Eigenschaft/Frege: "Eins" kann keine Eigenschaft sein. - Sonst gäbe es kein Ding, das diese Eigenschaft nicht hat.
I 82
Nicht die Gegenstände sondern die Begriffe sind die Träger der Zahl. - Sonst könnten demselben Beispiel verschiedene Zahlen zukommen. - So geht die Abstraktion mit einem Urteil einher.
I 90
Eine Zahl ist nicht Eigenschaft eines Begriffs. - Zahl: abstrakter Gegenstand - nicht Eigenschaft - > s.u. Zahlengleichheit/Gleichheit: Begriff (kein Gegenstand). - I 100/101 Def Anzahl/Frege: die Anzahl, die dem Begriff F zukommt, ist der Umfang des Begriffs gleichzahlig dem Begriff F .
I 100
Umfang/Begriffsumfang/Frege: wenn Gerade a der Geraden b parallel ist, so ist der Umfang des Begriffs Gerade parallel der Gerade a gleich dem Umfang des Begriffs Gerade parallel der Gerade b und umgekehrt. - Umfangsgleichheit.
I 110
Zahl/Frege/(s): aus der Unterscheidung Begriffsumfang (Anzahl)/Gegenstand (Zahl). - Wenn der Gegenstand die Null ist, ist die Anzahl die dem Begriff zukommt, die Eins. - ((s) So kommt man von 0 nach 1.) - I 121 Zahlen/Frege: sind keine Begriffe. - Sie sind (abstrakte) Gegenstände. - (s.o.) Anzahlen sind Begriffe.
I 128
Begriff: Bsp Quadratwurzel aus -1 - Dieser kann aber nicht mit bestimmtem Artikel benutzt werden.
I 135
Zahl/Frege: weder Haufen von Dingen, noch Eigenschaft eines solchen.
I 130
Zahlensystem/Erweiterung/Frege: bei der Erweiterung kann die Bedeutung nicht beliebig festgesetzt werden. - Bsp die Bedeutung der Quadratwurzel steht nicht schon vor den Festsetzungen unveränderlich fest, sondern sie wird durch diese bestimmt. - ((s) Frege: will auf Bedeutung als Gebrauch hinaus). - Die neuen Zahlen werden uns als Umfänge von Begriffen gegeben.
I 136
Jede Zahlenangabe ist eine Gleichung. - - -
Berka I 83
Zahl/Frege: muß definiert werden, um Lückenlosigkeit der Beweisführung überhaupt darstellen zu können -(Reihenfolge).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 15 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsNewton Verschiedene Vs Carnap, R. Skirbekk I 16
Bewährung: Korrespondenz zwischen Satz und der Wirklichkeit, NeurathVsCarnap: Kohärenz statt Korrespondenz.
Carnap VI 177
Zuschreibung/Qualität/Sinnesqualität/Carnap: es gibt keine scharfe Grenze zwischen zuschreibbaren und nichtzuschreibbaren Sinnesqualitäten. Organempfindungen lassen sich kaum oder gar nicht bestimmten Weltlinien (also Sehdingen) zuschreiben. Bsp "melancholischer Wald": Diese Zuschreibung ist berechtigt!
VI 178
Weil er eine Empfindung mit entsprechender Qualität erregt. Wie der Zucker die der Süße. (extern) VsCarnap: "pathetischer Fehlschluß".
VI 181
GoetheVsPositivismus/GoetheVsEmpirismus/GoetheVsNewton/GoetheVsCarnap: (Farbenlehre): man soll im Gebiet der Sinneswahrnehmungen selbst bleiben und die zwischen ihnen bestehenden Gesetzmäßigkeiten im Gebiet der Wahrnehmungen selbst feststellen. CarnapVsGoethe: wir müßten also die Gesetze dort (n der Wahrnehmung) auffinden. Aber physikalische Gesetze gelten dort freilich nicht, wohl aber gewisse andere, wenn die Konstitution der physikalischen Welt überhaupt möglich sein soll.
Aber diese Gesetze sind von viel verwickelterer Gestalt.
VI 71
Kennzeichen/Merkmal/Definition/Konstitution/Carnap: Problem: Bsp Fremdpsychisches: das Verhalten ist ja nicht dasselbe wie das Fremdpsychische selbst! Realismus: das zornige Verhalten ist nicht selbst der Zorn.
Lösung/Carnap: man kann aber alle wissenschaftlichen (nicht metaphysischen) Aussagen über F unter Beibehaltung des logischen Wertes (Wahrheitswertes) umformen in Aussagen über K. Dann sind F und K logisch identisch.
(s) Aber eben nicht umgekehrt: der Begriff des Verhaltens ist nicht der Begriff des Zorns.
VI 72
Eine Bedeutung für K, die nicht mit F übereinstimmte, könnte wissenschaftlich gar nicht angegeben werden! (viele Autoren VsCarnap). Carnap: das hängt zusammen mit der Leibnizschen Identität.
VI 78/79
Fremdpsychisches/Carnap: jeder psychische Vorgang, wenn er als fremdpsychischer auftritt, ist prinzipiell erkennbar (am Verhalten) oder erfragbar). Also kann jede Aussage umgeformt werden in eine Aussage über die entsprechenden Merkmale. Daraus folgt, daß alle psychischen Gegenstände auf physische Gegenstände (Ausdrucksbewegungen, Verhalten) zurückführbar sind.
(BergsonVsCarnap).




VsNewton Verschiedene Vs Kant, I. Kanitscheider I 434
KantVsNewton: Unendliches unvorstellbar! NewtonVsKant: nicht vorstellbar, aber begrifflich erfaßbar!
Kanitscheider I 441
EllisVsKant: (Antinomien): die Ausdrücke "früher" und "später" kann man durchaus auf Zustände vor einem festen Zeitpunkt t0 beziehen, ohne anzunehmen, daß es alle diese Zustände wirklich gegeben hat. Genauso, wie man von einer Temperatur von 0 K sprechen kann, auch wenn man weiß, daß diese Temperatur nicht zu erreichen ist.
Kant I 28
VsKant/Kausalität: daran hält er sich selbst freilich nicht! Bei seiner Vernunftkritik geht es dem um mehr als möglicher Erfahrung (nämlich um Metaphysik durch Freiheit und so um den absoluten Wert unseres Daseins). Hier zeigt sich Kants Begriff der Kausalität als völlig unbetroffen von Hume. - »Intelligible Ursache«.
I 47
Verstand: hat seine eigene Kausalität: »Spontaneität der Begriffe«. (VsKant: von Hume unberührt). Antinomie der Freiheit: VsKant: ein Bluff: wir können es nicht mit Objekten machen, »es wird nur mit Begriffen und Grundsätzen, die wir a priori annehmen, tunlich sein.« - I 49 - Freiheitsantinomie: Lösung: dritte kosmologische Antinomie: Thema: die dritte Beschaffenheit der Welt als ganzer: Ereigniszusammenhang. - VsKant: Zumutung: das »handelnde Subjekt«, also ich, soll mich als ein "Beispiel" für Dinge nehmen! Unterliegt an sich nicht der Zeitbedingung. Spontaner Anfang von Ereignissen.
I 53
Freiheit/Kant: Die Freiheit des anderen wäre ungewiß. VsKant: Eine Freiheit, die sowohl meine wie die des anderen sein könnte, kann auf diese Weise nicht gedacht werden. - VsKant: er unterschlägt das Problem der Identifizierung mit dem anderen. (> Intersubjektivität, Subjekt/Objekt). I 52 Für Kant war das kein Problem: für ihn lag die Rettung nicht in der Erscheinungswelt. Begriff: Prädikate müssen lediglich widerspruchsfrei sein. I 66 SchulteVsKant: das gilt nur für Gegenstände, für die das immer entscheidbar ist, nicht für chaotische Mannigfaltigkeit. - I 67 Prädikate/Kant: Kant läßt die negativen Prädikate einfach weg. I 68
I 69
MarxVsKant: Dissertation von 1841: Kants Hinweis auf die Wertlosigkeit eingebildeter Taler: der Wert des Geldes selbst besteht ja nur aus Einbildung! Im Gegenteil, Kants Beispiel hätte den ontologischen Beweis bekräftigen können! Wirkliche Taler haben dieselbe Existenz, die eingebildeter Götter haben!«
I 104
Erst durch diese Idee stimmt die Vernunft a priori überhaupt mit der Natur überein. Diese Voraussetzung ist die "Zweckmäßigkeit der Natur" für unser Erkenntnisvermögen. > Lediglich logischer Zusammenhang. - VsKant: eigentlich Rückfall in "Übereinstimmungsdenken". Die ZEIT 11/02 (Ludger Heidbrink: Rawls
RawlsVsKant: religiös geprägter Manichäismus. Weil das "gute Ich" , das in der intelligiblen Welt des Verstandes lebt, vom "bösen ich" der natürlichen sinnenwelt bedroht wird, muß das moralische handeln in dem Glauben verankert werden, es sei der Wille Gottes, das "höchste Gut" des Daseins in Übereinstimmung mit dem idealen Reich der Zwecke zu verwirklichen.
Moral/HegelVsKant: in einem wohlgeordneten Staat mit funktionierendem Rechtssystem muß der Einzelne nicht zur Moralität verpflichtet werden, sondern handelt in freiwilliger Übereinstimmung mit der sittlichen Verfassung der bürgerlichen Gesellschaft.
- - -
Menne I 28
Kant: transzendentale Begründung der Logik. Sie muss apriori gelten. Kant: analytisches Urteil: so eng gefasst, dass bereits der größte Teil der Mathematik und Logik in den Bereich des synthetischen Urteils fällt. MenneVsKant: wollte er die Logik aus den zwölf Kategorien begründen, so läge hier ein Zirkelschluss vor. - - -
Vaihinger I 333
Ding an sich/F.A. LangeVsKant/Vaihinger wenn das Ding an sich fiktiv ist, dann auch seine Unterscheidung von den Erscheinungen. ((s)Vs: die Unterscheidung ist nur gedanklich, nicht empirisch). - - -
Vollmer I XIV
Weltbild/Konrad LorenzVsKant: in keinem Organismus begegnen wir einem Weltbild, das im Widerspruch stünde zu dem, was wir Menschen von der Außenwelt glauben. Grenze/Lorenz: der Vergleich der Weltbilder verschiedener Arten hilft uns, die Begrenzungen unseres eigenen Weltbildapparates zu erwarten und anzuerkennen.





Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Me I
A. Menne
Folgerichtig Denken Darmstadt 1997

V I
H. Vaihinger
Die Philosophie des Als Ob Leipzig 1924
VsNewton Flusser Vs Mach, E.
 
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III 48
Newtonsche Raum-Zeit/Field: hier zeigt sich das Fehlen einer vollen Euklidischen Struktur auf zwei Weisen: 1. man kann räumlichen Abstand nicht objektiv mit zeitlichem Abstand vergleichen. Und zwar, obwohl man willkürlich einen solchen Vergleich definieren könnte: Bsp indem man sagt, daß die räumliche Distanz zweier Punkte gleich einer zeitlichen Distanz sein sollte, wenn die zeitliche Distanz dieselbe ist, wie für eine bestimmte gleichförmige Bewegung im Bureau of Standards. ((s) DF Drittes: Geschwindigkeit, um zeitlichen und räumlichen Abstand in Beziehung zu setzen).
2. (um das zu erklären müssen wir auf das Thema absoluter Ruhepunkt (absolute Ruhe) kommen: dieser macht im Newtonschen System nur Sinn in Bezug auf ein willkürlich gewähltes Koordinaten-System.
absolute Ruhe/Ruhepunkt/Newton/Field: dieser selbst hielt sie in seinem System für möglich. Und auch für nötig, um absolute Beschleunigung zu definieren. Und zwar in seinem berühmten Eimer-Experiment.
absolute Beschleunigung/Newton: These wird gebraucht, um die Gesetze der Mechanik zu erklären. Die absolute Beschleunigung wiederum kann nur durch absolute Geschwindigkeit erklärt werden, und wenn das Sinn machen soll, brauchen wir einen absoluten Ruhepunkt. (absolute Geschwindigkeit = 0). (DF).
FieldVsNewton: das geht gar nicht, weil die Theorie selbst kein Bezugssystem (rest frame) für die Feststellung der absoluten Geschwindigkeit herausgreifen kann.
MachVsNewton/Lösung: ein Wechsel der physikalischen Theorie: zu einer, die absolute Beschleunigung gar nicht gebraucht.
III 49
FieldVsMach: besser ist es, wir vermeiden einen Wechsel der Theorie. D.h. wir behandeln absolute Beschleunigung ohne anzunehmen, daß sie durch numerische Geschwindigkeit definiert wird. absolute Beschleunigung/FieldVsNewton: können wir dann ohne absoluten Ruhepunkt haben.
PlatonismusVsNewton/absolute Beschleunigung/Earman/Friedman/Field: auch eine platonistische Konstruktion mit 4-dimensionalen Tensoren ist bekannt und heute unter Wissenschaftsphilosophen beliebt.
FieldVsTensoren: diese sind wiederum willkürlich. (s.u.).

Fl I
V. Flusser
Kommunikologie Mannheim 1996
VsNewton Berkeley Vs Newton, I.
 
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John Gribbin Schrödingers Kätzchen Frankfurt/M 1998
III 318
Eimerexperiment/Newton/Gribbin: Newton: das Wasser „weiß“ ob es sich relativ zum Raum bewegt – denn: a) beide in Ruhe: flach, b) Eimer gegen Wasser beschleunigt: flach – c) beide drehen sich: konkav – d) Eimer stoppt (wieder Wasser gegen Eimer bewegt) konkav – BerkeleyVsNewton: nicht der absolute Raum, sondern die entfernten Sterne sind entscheidend - >Machsches Prinzip.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
VsNewton Leibniz Vs Newton, I.
 
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I 24
Prästabilierte Harmonie/Leibniz: diese in jeder Substanz der Welt von vornherein geregelte gegenseitige Beziehung, die das hervorbringt, was wir ihren Verkehr nennen und einzig und allein die Verbindung von Seele und Körper ausmacht. "Die Hypothese ist sehr wohl möglich." (LeibnizVsNewton: Newton: "hypotheses non fingo").
"Sie ist eine wunderbare Idee von der Harmonie des Universums und der Vollkommenheit der Werke Gottes".

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsNewton Verschiedene Vs Newton, I. Feynman I 669
Bei Schallwellen sollten wir erwarten, daß in einem Gebiet mit Kompression die Temperatur angehoben wird. Newton nahm an, daß die Änderungen zu plötzlich sind. Das ist falsch
LaplaceVsNewton: die Änderungen von Druck und Temperatur sind adiabatisch. Das ist aber so lange vernachlässigbar, wie die Wellenlänge lang ist vergleichen mit der mittleren freien Weglänge. (Größenordnung: Beim hörbaren Schall sind die Wellenlängen um den Faktor 1 Million länger).
Es gibt eine kleine Absorption der Schallenergie durch den Wärmefluß.
Die tatsächliche Druckänderung mit der Dichte in einer Schallwelle ist diejenige, die keinen Wärmefluß erlaubt. Dies entspricht der adiabatischen Änderung.
- - -
John Gribbin Schrödingers Kätzchen Frankfurt/M 1998
III 85
FresnelVsNewton: lassen wir paralleles Licht auf eine dunkle Scheibe fallen, während die Umgebung völlig lichtdurchlässig ist, dann wirft die Scheibe einen Schatten, in dessen Mitte ein heller Fleck zu sehen sein wird. Das Experiment gab Fresnel recht. ("Oissons Fleck") 1819.





Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001
VsNewton Einstein Vs Newton, I.
 
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Feynman I 217
EinsteinVsNewton: Masse nimmt mit zunehmender Geschwindigkeit.
I 228
Lorentz Transformation/EinsteinVsNewton: modifizierte Masse: Impuls: immer noch mv. Immer noch gilt Aktion gleich Reaktion, Impulserhaltung. Aber die Größe die erhalten bleibt, ist nicht mehr das alte mv mit konstanter Masse. - - -
Kanitscheider I 167
Feldgleichungen/Einstein/Kanitscheider: beschreiben den gegenseitigen Einfluss von Materie und Raumzeit. EinsteinVsNewton: Raumzeit und Materie sind kausale Partner – Raumzeit: hat selbst physikalische Eigenschaften.

Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
VsNewton Feynman Vs Newton, I.
 
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I 211
nichtkonservative Kräfte/FeynmanVsNewton: gibt es nicht, Newton: dachte, die Reibung sei nichtkonservativ – Lösung: unsichtbare Verschiebungen in Haufen oder Wärme usw. – Lösung: Aufteilung in Kinetische und Pottentielle Energie.

Fey
R. Feynman
Vom Wesen physikalischer Gesetze München 1993

Fey I
R. Feynman
Vorlesungen über Physik I München 2001
VsNewton Laplace Vs Newton, I.
 
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Kanitscheider I 119
Gleichgewichtsproblematik/Newton: von Feynman wiederbelebt: Problem bei statischem Universum mit endlicher Materiedichte: wenn die Materie gleichverteilt ist, wie kann sich ein Körper in der Mitte ohne Bewegung halten, wenn die geringste Störung alle möglichen Bewegungen auslöst. Wenn man keine göttliche Hilfe in Anspruch nehmen will, scheint nur die Konsequenz zu bleiben, unendlich viel Materie anzunehmen, die alle Störungen ausgleicht.
Newton: das ist ein Fehlschluss: nicht alle unendlichen Größen sind gleich!
(Newton selbst war allerdings der Meinung, seine Lehre sei mit einer theistischen Haltung vereinbar).
Störungen/LaplaceVsNewton: das Planetensystem ist langfristig stabil, die Störungen bestimmter Planeten wird nicht beliebig stark, sondern gleicht sich langfristig aus.
Newton hatte dauernde korrigierende Eingriffe angenommen.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
VsNewton Aristoteles Vs Platon
 
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Bubner I 23
AristotelesVsPlaton: Unterscheidung Theorie/Praxis: Vs Verknüpfung der Ideenlehre mit der Ethik. Die Erhebung des Guten zu einer Idee muss ebenso verworfen werden, wie die Führerrolle des höchsten Wissens in Gestalt des Philosophenkönigs.
Aristoteles: Das praktische Gute, das allen Menschen zugänglich ist, unterscheidet sich von den ewigen Gegenständen.
Ontologie: deswegen kann man in ihr mit dem Guten als Prinzip nichts anfangen.
I 119
Wissen/Menon/Platon: Aporie: entweder kann man gar nichts lernen, oder nur das. was man schon weiß. Platon antwortet darauf mit dem Mythos von der Anamnesis. (Erinnerung aus früherem Leben der Seele).
Wissen/AristotelesVsPlaton (Menon): kein Wissen entsteht aus nichts.
Bei Syllogismus und Epagogé (heute umstritten, ob als Induktion aufzufassen) gibt es Vorwissen.
I 120
Allgemeinheit/Wissen/AristotelesVsPlaton: VsAnamnesis: auch Wissen über das Allgemeine stammt aus sinnlicher Erfahrung und eben Epagoge.
I 164
Metaphysik/Aristoteles/Bubner: zwei Hauptkomplexe: 1. allgemeine Seinslehre, modern: Ontologie,
2. Lehre vom höchsten Seienden, von Aristoteles selber als Theologie bezeichnet.
Problematisch ist der Zusammenhang beider.
AristotelesVsPlaton: nicht Ideen als Welterklärung sondern geschichtliche Entwicklung.
I 165
Gut/Gutes/AristotelesVsPlaton: VsIdee des Guten als Höchstes: man müsse auch Freunden gegenüber die Wahrheit wie etwas "Heiliges" höher schätzen. Mit der Idealisierung des Guten sei kein praktischer Nutzen zu erreichen.
Nikomachische Ethik: Anfangssatz: Das Gute ist nur im Horizont von Tätigkeiten aller Art präsent.
"Gut" heißt die Qualifikation von Handlungszielen, das Worumwillen.
I 184
Subjekt/Objekt/Hegel/Bubner: unter dem Titel des Erkennens bestimmt Hegel das S/O Verhältnis nach zwei Seiten: Theorie und Praxis. (Nach dem Vorbild AristotelesVsPlatons Trennung des Empirischen und Ideellen). Auch HegelVsKant: "radikale Trennung der Vernunft von der Erfahrung". - - -
Kanitscheider II 35
Zeit/Zenon: (490 430) (Schüler des Parmenides) die Annahme der Realität eines zeitlichen Ablaufs führt zu Paradoxien. Zeit/Eleaten: das Seiende ist die in sich ruhende Kugel des Alls.
Zeit/Raum/Aristoteles: relationale Ontologie von Raum und Zeit. (Am häufigsten vertretener Standpunkt).
"Nicht die Bewegung selbst ist also die Zeit, sondern das Zahlmoment an der Bewegung. Der Unterschied von Mehr und Weniger erhält seine Bestimmung durch die Zahl quantitativer Unterschied in der Bewegung" (Zeitangabe)." Folglich ist die Zeit vom Typus der Zahl".
II 36
Zeit/Platon: Ursprung in der kosmischen Bewegung. (Gleichsetzung mit Bewegung). Zeit/AristotelesVsPlaton: es gibt viele verschiedene Bewegungen am Himmel, aber nur eine Zeit. Dennoch Abhängigkeit von Zeit und Bewegung.
Zuerst muss die Metrisierbarkeit der Größe geklärt sein.
Welt/Platon: Himmel gehört zum Bereich der erzeugten Dinge. Also Ursache, also muss die Welt einen Anfang in der Zeit haben.
AristotelesVsPlaton: da es keine absoluten Entstehungs- und Vernichtungsvorgänge gibt (nach dem Kausalprinzip) kann es auch keinen absoluten Nullpunkt der Entstehung der Welt gegeben haben. > Lukrez:
Genetisches Prinzip/Lukrez: "Kein Ding ist aus Nichts entstanden, nicht einmal mit göttlicher Hilfe".
Raum/Zeit/LeibnizVsNewton: (Vs "absoluten Raum" und "absolute Zeit" : statt dessen relationale Statur von Raum als ordo coexistendi rerum und Zeit als ordo succedendi rerum.
II 37
der Raum enthüllt sich als Lagerungsmöglichkeit der Dinge, wenn man die Objekte nicht einzeln, sondern in der Gesamtheit ins Auge fasst.
Thiel I 23 ff
Aristoteles, Kant und Platon nehmen einen Gegenstand, einen Bereich der Mathematik an. Wichtiger erscheint ihnen die Frage, wie sich der Mensch dazu verhält. Unterscheidung Erfinden/Endecken. Platon:Euthydemos: Geometer, RechenKÜ und Astronomen sind wie Jäger, sie erforschen, was schon da ist.
I 24
AristotelesVsPlaton: dieser habe sich dem Kratylos und dem Heraklit insofern angeschlossen, als es auch nach ihm keine Wissenschaft vom Sinnlichen geben könne, da alles im Fluß sei. So sei von Gegenständen nicht mal eine Definition möglich. Platon: von den mathematischen Ggst. gibt es stets viele der gleichen Art, während die Idee jeweils immer nur eine ist.
Thiel: man wird an das viermalige Auftreten des gleichschenkligen Dreiecks im Quadrat denken dürfen.
I 25
AristotelesVsPlaton: leugnet eine von den Körperdingen unabhängige Existenz der math. Ggst. Sie existieren an oder in Gegenständen und sind durch Abstraktion isolierbar. Math. Ggst.. nicht selbst konkrete, wirkliche Ggst. Sie haben aber auch kein "abgetrenntes Sein". Jede Zahl immer nur Zahl von etwas.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
VsNewton Berkeley Vs Verschiedene
 
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Ber I 224
absolut/Zeit/Raum/Wissenschaft/BerkeleyVsNewton: es gibt keine absolute Zeit, keinen absoluten Raum, keine absolute Bewegung, keine absolute Kraft.
I 225
Theologische Wurzel: eine Vorstellung ist nicht Ursache einer anderen Vorstellung eine Kraft nicht Ursache einer anderen Kraft. Ursache aller natürlichen Dinge ist nur Gott. Realität/Zeit/BerkeleyVsNewton: Gott gibt uns eine Abfolge von Vorstellungen. Daher gibt es keine absolute Zeit. Die Zeit ist die Reihe dieser Vorstellungen.
Eimerexperiment/BerkeleyVsNewton: versucht zu zeigen, daß es keine absoluten Raum gibt, aber seine Widerlegung ist fehlerhaft. Dennoch gibt es keinen absoluten Raum.
Wissenschaft/VsBerkeley: wie ist überhaupt eine Naturwissenschaft möglich, wenn alle Wahrnehmungen nicht durcheinander, sondern unmittelbar durch Gott verursacht werden?
Lösung/Berkeley: so wie er an der Realität der Dinge festhält, hält er auch an der Regelmäßigkeit de Naturerscheinungen fest, die aber als Folge der Güte und Weisheit des Schöpfers von ihm auch durchbrochen werden könnte.

Ber I 212
BerkeleyVsScholastik: ihr "pro und kontra" (Sic et Non) hatte sich modisch eingebürgert. Spiegele nur Ungewißheit wider. Seit Descartes: Versuche, dem Meinungsstreit dadurch zu entgehen, daß man sich auf unbezweifelbare Erkenntnis zurückzieht, um einen Neuaufbau zu beginnen.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
VsNewton Duhem Vs Verschiedene
 
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I XXIII
DuhemVsLord Kelvin: (bei dem mechanische Modelle eine grundlegende Rolle spielen) Kelvin. Z: habe ich ein Modell, verstehe ich, habe ich keins, verstehe ich nicht. - Heute eher mengentheoretische Modelle, die Duhem sicher nicht angefochten hätte.
I 254
DuhemVsMaxwell: Helmholtz hat eine elektrodynamische Theorie aufgestellt, die sich vollständig logisch aus den am besten gestützten Prinzipien der Elektrizitätslehre ergibt, in der die bei der Formulierung der Gleichungen keine Fehlschlüsse vorkommen, wie sie in den Werken Maxwells so häufig sind.! I 115 Newton These in der gesunden Physik wird jeder Lehrsatz aus den Erscheinungen abgeleitet und durch die Induktion verallgemeinert (DuhemVs)
I 255
DuhemVsNewton: bei näherem Hinsehen ist die Methode nicht so streng und einfach, wie Newton behauptet.
I 257
Frage: ist dieses Prinzip der allgemeinen Gravitation dann eher eine einfache Generalisation der zwei Ausdrücke, die Kepler geliefert hat und die Newton auf die Satelliten ausgedehnt hat? Kann die Induktion es aus diesen Prinzipien ableiten? DuhemVsNewton: keineswegs! In der Tat ist es nicht nur allgemeiner als die beiden Ausdrücke, es ist nicht nur verschieden, es steht im Widerspruch zu ihnen. Wenn die Theorie von Newton richtig ist, sind die Keplerschen Gesetze notwendig falsch!
I 261
DuhemVsAmpère: die Mathematische Theorie der Elektrodynamik ist nicht einzig aus der Erfahrung abgeleitet: die rohen Tatsachen des Experiments wären wie sie von Natur aus sind, nicht der mathematischen Behandlung zugänglich gewesen. Sie müssen umgebildet und in symbolische Form gebracht werden. (Das hat Ampere in wirklichkeit auch getan)
I 263
DuhemVsInduktion:Die Notwendigkeit für den Physiker, die experimentellen Daten symbolisch auszudrücken, bevor er sie in seine Überlegungen einführt, macht den rein induktiven Weg unbrauchbar!
I 357
DuhemVsEuler: Euler begeht einen Zirkelschluß: Definition: Eine Kraft ist die Gewalt, welche eine Körper von der Ruhe zur Bewegung bringt.. (alletagssprachliche Verwendung).I 355 wir würden statt dessen sagen: Ein Körper, der keiner Kraft unterworfen ist, bleibt unbeweglich. Ein Körper, der einer konstanten Kraft unterworfen ist, bewegt sich mit konstanter Geschwindigkeit. Wenn man die Kraft, mit der ein Körper bewegt wird, vergrößert, vergrößert man die Geschwindigkeit dieses Körpers.

Duh I
P. Duhem
Ziel und Struktur der physikalischen Theorien Hamburg 1998
VsNewton Frege Vs Verschiedene
 
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Brandom II 83
FregeVsBoole: keine materialen Gehalte, daher unfähig, der wissenschaftlichen Begriffsbildung zu folgen. Boole: "Umfangsgleichheit".
Frege I 32
Addition/Hankel: will definieren: "wenn a und b beliebige Glieder der Grundreihe sind, so versteht man unter der Summe a + b dasjenige Glied der Grundreihe, für das die Formel a + (b + e) = a + b + e
gilt". (Hierbei soll e die positive Einheit bedeuten).
Addition/Summe/FregeVsHankel: 1. so wird die Summe durch sich selbst erklärt. Wenn man noch nicht weiß, was a + b ist, versteht man a + (b + e) auch nicht.
2. wenn man vielleicht einwendet, nicht die Summe, sondern die Addition sollte erklärt werden, dann könnte man immer noch einwenden, daß a + b ein leeres Zeichen wäre, wenn es kein Glied der Grundreihe oder deren mehrere von der verlangten Art gäbe.
Frege I 48
Zahlen/FregeVsNewton: dieser will Zahlen als das Verhältnis einer jeden Größe zu einer anderen derselben Art verstehen. Frege: man kann zugeben, daß hiermit die Zahl in einem weiteren Sinne, wozu auch die Brüche und die Irrationalzahlen gehören, zutreffend beschrieben sei. Doch dabei werden die Begriffe der Größe und des Größenverhältnisses vorausgesetzt!
I 49
Es würde auch nicht gehen, wenn man Zahlen als Mengen verstehen wollte, denn dann würde der Begriff der Menge und der Mengenverhältnisse vorausgesetzt wird.
I 58
Zahl/Schlömilch: "Vorstellung der Stelle eines Objekts in einer Reihe". FregeVsSchlömilch: dann müßte immer dieselbe Vorstellung einer Stelle erscheinen, wenn dieselbe Zahl auftritt, und das ist offenbar falsch. Das könnte man vermeiden, wenn er unter Vorstellung eine objektive Idee verstehen wollte, aber welcher Unterschied wäre dann zwischen der Vorstellung und der Stelle selbst?
I 60
Frege: dann wäre die Arithmetik Psychologie. Wäre die Zwei ein Vorstellung, dann wäre sie zunächst nur die meine. Wir hätten dann vielleicht viele Millionen Zweien.
I 64
Einheit/Baumann: Abgegrenztheit. FregeVsBaumann: Bsp wenn man sagt, die Erde habe Einen Mond, so will man ihn nicht für einen Abgegrenzten erklären, sondern man sagt das im Gegensatz dazu, das der Venus oder dem Jupiter zukommt.
I 65
In Bezug auf Abgegrenztheit und Ungeteiltheit, können sich die Jupitermonde mit unserem messen und sind in diesem Sinne ebenso einheitlich wie unser Mond. Einheit/Zahl/Köpp: Einheit sollte nicht nur ungeteilt, sondern unteilbar sein!
FregeVsKöpp: das soll wohl ein von der Willkür unabhängiges Merkmal sein. Dann bliebe aber nichts übrig, was gezählt und als Einheit gedacht werden könnte! VsVs: dann könnte man vielleicht nicht die Unteilbarkeit selbst, sondern das als unteilbar gedacht werden als Merkmal aufstellen. FregeVs: 1. es wird nichts gewonnen, wenn man sich die Sachen anders denkt, als sie sind! III 66
2. Wenn man dann aus der Unteilbarkeit nichts schließen will, was nützt sie dann?
3. Man braucht die Zerlegbarkeit sogar oft: Bsp bei der Aufgabe: ein Tag hat 24 Stunden, wieviel Stunden haben drei Tage?
I 69
Einheit/Verschiedenheit/Zahl/FregeVsJevons: die Betonung der Verschiedenheit bringt aber auch nur Schwierigkeiten. Bsp Wenn alle Einheiten verschieden wären, könnte man nicht einfach addieren:
1 + 1 + 1 + 1... sondern müßte immer schreiben:
1" + 1"" + 1 """ + 1 """" usw. oder sogar a + b + c + d.....(obwohl immer Einheiten gemeint sind). Dann haben wir keine eins mehr!
III 78ff: ++ Zahl weder Beschreibung noch Darstellung , Abstraktion keine Definition - Gleichheit darf nicht immer für jeden einzelnen Fall definiert werden müssen. Unendlich/Cantor: es sollten nur die endlichen Anzahlen als wirklich gelten. Sie sind ebensowenig sinnlich wahrnehmbar wie negative, Brüche, irrationale und komplexe Zahlen. FregeVsCantor: wir brauchen gar keine sinnlichen Wahrnehmungen als Beweisgründe für unsere Lehrsätze. Es genügt, wenn sie logisch widerspruchsfrei sind. III 117 - III 127 ++ VsHankel: Zeichen (2-3) nicht leer, sondern bestimmter Inhalt! Zeichen niemals eine Lösung! - Nullklasse/FregeVsSchröder: (> leere Menge) falsche Definition der Nullklasse: eine Klasse die in allen Klassen als Element enthalten ist, kann es nicht geben, also kann man sie auch nicht durch Definition erschaffen. (Der Begriff ist widersprüchlich). IV 14 - VsSchröder: man kann nicht von "Klassen" sprechen, ohne schon einen Begriff vorgegeben zu haben. - die Null darf nicht als Element in einer anderen Klasse enthalten sein (Patzig, Einleitung), sondern nur "als Klasse untergeordnet". (+ IV 100/101).
II 93
Euklid/FregeVsEuklid: macht mehrfach von stillschweigenden Voraussetzungen Gebrauch, die er weder unter seinen Grundsätzen noch unter den Voraussetzungen des besonderen Satzes aufführt. Bsp setzt der 19. Satz des ersten Buches der Elemente (in jedem Dreieck liegt dem größeren Winkel die größere Seite gegenüber) stillschweigend die folgenden Sätze voraus: 1. Wenn eine Strecke nicht größer als eine andere ist, so ist die gleich dieser oder kleiner als diese.
2. Wenn ein Winkel gleich einem anderen ist, so ist er nicht größer als dieser
3. Wenn ein Winkel kleiner als ein anderer ist, so ist er nicht größer als dieser.

Waismann II 12
FregeVsPostulate: warum fordert man nicht auch, dass durch drei beliebige Punkte eine Gerade gezogen werde? Weil diese Forderung einen Widerspruch enthält. Ei, so beweise man erst, dass jene anderen Forderungen keine Widerspruch enthalten! Russell: Postulate bieten die Vorteile des Diebstahls gegenüber ehrlicher Arbeit.
Existieren gleich Lösbarkeit von Gleichungen: dass 2 existiert, heißt, dass x² 2 = 0 lösbar ist. (Sonderzeichen Wurzel).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Wa I
F. Waismann
Einführung in das mathematische Denken Darmstadt 1996

Wa II
F. Waismann
Logik, Sprache, Philosophie Stuttgart 1976
VsNewton Leibniz Vs Verschiedene
 
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Frege III 54
Zahl/LeibnizVsScholastik: Zahlen sehr wohl auf unkörperliche Dinge anwendbar. Zahl sei gewissermaßen eine "unkörperliche Figur".
Was keine Teile hat, hat kein Maß, nichts kann gewogen werden, was nicht Kraft und Vermögen hat. Aber es gibt nichts, was die Zahl nicht zuläßt!
Hacking I ~ 84
Gravitation/LeibnizVsNewton: lehnte den Newtonschen Gravitationsbegriff völlig ab. Obskur. - - -
I 27
principium individuationis/Negation/Leibniz: der logische Aspekt als Negation, verbunden mit dem ontologischen Aspekt als Grund des individuellen Einzelseins (princ.indiv.) führt auf die Welt als Summe diskreter Einzeldinge, deren Einheit kein Kontinuum ist. Dann bezeichnet der Name "Welt" nur den von uns gedachten Zusammenhang!
Das ist eine nominalistische Deutung, die der Renaissance Philosophe Marius Nizolius (von Leibniz herausgegeben) vertritt.
LeibnizVsNizolius: "Nizolius versucht uns davon zu überzeugen, dass das Allgemeine nichts anderes ist als das Einzelne zusammenfassend und dass, wenn ich sage: jeder Mensch ist ein Lebewesen, der Sinn sei: alle Menschen sind ..Das ist zwar richtig, doch folgt hieraus nicht:
dass die Allgemeinbegriffe, das Allgemeine nur ein zusammengesammeltes Ganzes (totum collectivum) ist.
Leibniz: es gibt nämlich noch eine andere Art des unterschiedenen Ganzen: (totum discretum): das Eingeteilte (distributivum).
I 28
Wenn beides dasselbe wäre, würde man (fälschlich) sagen: Das Menschengeschlecht ist ein Lebewesen". ((s) >Distribution).

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsNewton Kanitscheider Vs Verschiedene
 
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Kanitscheider I 433
Unendlichkeit/materielle Existenz/Physik: einige Modelle verlangen physikalische Unendlichkeit: die hyperbolische Welt der Allgemeine Relativitätstheorie (AR), die Steady Astate theory (SST). Unendlichkeit/Mathematik/Physik:
Gauß: skeptisch gegenüber aktual unendlichen Größen.
LukrezVsArchimedes: Unendlichkeit bloße Möglichkeit eines Objektes, neue Raumzeitpunkte zu durchlaufen? (Bis heute Diskussion).
Bolzano: die objektive Existenz unendlicher Mengen kann nicht an der Unmöglichkeit scheitern, sich jedes einzelne Objekt vorzustellen.
I 434
NewtonVsDescartes: nicht "unbestimmter" sondern aktual unendlicher Raum! KantVsNewton: Unendliches unvorstellbar!
NewtonVsKant: nicht vorstellbar, aber begrifflich erfassbar!
Riemann: Unterscheidung unendlich/unbegrenzt (neu!). Lösung für das Problem des "Jenseits des Raums". Dreierkugel (S³) begrifflich analytisch problemlos handhabbar.
I 435
Mengen/unendlich: hier ist der Satz: "Das Ganze ist größer als die Teile" nicht mehr anwendbar. (Aber extensionale Bestimmung auch nicht nötig, intensionale reicht). Raum: Frage: kann ein offener unendlicher Raum mehr als Aleph0 Objekte endlicher Größe enthalten?
Lösung: "dichteste Packung" räumlich konvexer Zellen: diese Menge kann nicht größer als abzählbar sein. Damit kein a priori-Hindernis dafür, dass die Zahl der Galaxien in einem unbegrenzten Riemann Raum von nichtendlichem Volumen die kleinste transfinite Kardinalzahl ist.
- - -
II 102
Messung/Bewusstsein/Beobachter/Quantenmechanik/QM: psychologistische Interpretation: Fritz London und Edmund Bauer, 1939. >New Age-Bewegung.
II 103
These: der Beobachter konstituiert durch sein Bewusstsein die neue physikalische Objektivität, nämlich die Drehung des Vektors im Hilbertraum. 1. KanitscheiderVsBauer: Problem: dann ist überhaupt kein definitiver Einzelzustand der Materie ohne den Eingriff einer Psyche vorhanden.
2. KanitscheiderVsBauer: einerseits wird das Bewusstsein in die quantenmechanischen Gesetze einbezogen andererseits soll es im Innern des Beobachters wieder Sondereigenschaften besitzen, nämlich jene, die das kombinierte System von Objekt, Apparat und Beobachter ohne äußeren Anstoß aus dem hybriden Überlagerungszustand in den Einzelzustand überführt, in dem die Teilelemente entkoppelt sind.
3. KanitscheiderVsBauer: merkwürdig, dass die Schrödinger-Gleichung, das grundlegendste Gesetz der QM damit nicht auf das Bewusstsein anwendbar sein soll.
4. KanitscheiderVsBauer: außerdem Zweifel, ob das Bewusstsein wirklich im Überlagerungszustand von verschiedenen völlig gleichwertigen Seelenlagen sein kann.
(Bauer hatte seine These von Erich Bechers interaktionalistischen Leib Seele Dualismus übernommen II 104).
- - -
I 423
Raumkrümmung/Empirische Messung/Schwarzschild/Kanitscheider: Schwarzschild. Verzerrung des Dreiecks, das durch die Erdbahnparallaxe gebildet wird. Obwohl die Krümmungsfaktoren nicht bekannt sind, kann man schließen, dass wenn der Raum hyperbolisch ist, (K < 0), die Parallaxe der sehr fernen Sterne positiv sein muss.
I 424
Beobachtet man nun Sterne mit verschwindender Parallaxe, dann liefert die Messgenauigkeit eine obere Grenze für den Wert negativer Krümmung. Wenn der Raum sphärisch ist, - die Parallaxe negativ sein
Schwarzschild: beim hyperbolischen Fall müsste der Krümmungsradius mindestens 64 Lichtjahre,
im elliptischen mindestens 1600 Lichtjahre betragen.
KanitscheiderVsSchwarzschild: solche theorieunabhängigen Versuche gelten heute mit Recht als aussichtslos.
- - -
I 296
Zeitreisen/Kanitscheider: VsZeitmaschine/VsWells: H.G.Wells macht den Fehler, dass er den Reisenden auf dem gleichen irdischen Raumpunkt die Weltlinie der Erde auf- und absteigen lässt. Genau dies führt zur begrifflichen Unmöglichkeit von Vorwärts und Rückwärtsbewegung in der Zeit. Zeitreisen/AR/Kanitscheider: das ändert sich, wenn Materie ins Spiel kommt.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Theorie Newton, I.
 
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Duhem I 254
Newton These: In der gesunden Physik wird jeder Lehrsatz aus den Erscheinungen abgeleitet und durch die Induktion verallgemeinert (DuhemVsNewton).

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
absolut Newton, I.
 
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Field III 48
Absolute Beschleunigung/Newton: These: Absolute Beschleunigung wird gebraucht, um die Gesetze der Mechanik zu erklären. Die absolute Beschleunigung wiederum kann nur durch absolute Geschwindigkeit erklärt werden, und wenn das Sinn machen soll, brauchen wir einen absoluten Ruhepunkt. (> Absolute Geschwindigkeit = 0). FieldVsNewton: das geht gar nicht, weil die Theorie selbst kein Bezugssystem (rest frame) für die Feststellung der absoluten Geschwindigkeit herausgreifen kann.

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980