Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 41 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Allgemeinheit Aristoteles
 
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Bubner I 120
Epagogé/Aristoteles/Bubner: entsteht aus der rhetorischen Übung des Beibringens von Beispielen. Hinführung. Nicht strenge Induktion im heutigen Sinn des Verhältnisses von Allaussagen und Einzelfällen. Bei Aristoteles: kein vergleichbares Subsumtionsverhältnis.
Vorwissen/Aristoteles: woher stammt es? Das konkrete Einzelne ist uns aus der Sinneserfahrung immer schon vertraut. Aber das Allgemeine?
Allgemeinheit/Wissen/AristotelesVsPlaton: VsAnamnesis: auch Wissen über das Allgemeine stammt aus sinnlicher Erfahrung und eben Epagogé.
Wissenschaft/Aristoteles: Prinzipien als Basis können nicht Gegenstand der Wissenschaft sein. Sie entstammen der Induktion und sind aber intuitiv zu erfassen.

Dialektik Hegel
 
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Bubner I 75
Dialektik/Platon/Hegel/Bubner: wahre Dialektik ist nicht Streitsucht verschiedener wechselnder Gesichtspunkte, sondern eine notwendige Bewegung im Innern des Erfassens der Wirklichkeit. Ironie/Sokrates/Hegel/Bubner: die sokratische Methode bringe jeden selber zum Nachdenken und erzeuge so eine Distanz zur je gegebenen Unmittelbarkeit, die nicht auf willkürlichem Eingriff beruhe..
Mit ihr gelingt die Zurücknahme des subjektiven Stellungbeziehens. den Dingen selber wird Platz geschafft. Der Dogmatismus einseitiger Aspekte zerstört sich selbst. So lässt die Dialektik alles gelten, und die innere Zerstörung sich daran entwickeln.
I 76
Ironie/Friedrich Schlegel: ist so die höchste Weise des Verhaltens des Geistes. Bubner: Dialektik als" Ironie der Welt" ist dann das Gegenstück zur Selbstherrlichkeit des modernen Ich mit seiner alles zersetzenden Reflexion.
I 77
HegelVsPlaton: blieb auf halbem Wege stehen. Er bewegte sich unentschieden zwischen der subjektiven und der objektiven Dialektik, d.h. der geschmeidigen Reflexion, derer wir alle fähig sind, und der Zwangsläufigkeit im Darlegen eines Zusammenhangs der Unverträglichkeit. Das ist eine Übersetzungsaufgabe (der subjektiven in die objektive Dialektik) die durch die sokratische Ironie geleistet werden kann.
"Allgemeine Ironie der Welt".

Dialektik Platon
 
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Bubner I 34
Dialektik/Platon/Bubner: mehr als Methode, der Dialektiker verfährt mit methodischer Korrektheit, weil er sein hiesiges Lebend wachend, nicht träumend führt.
I 37
DialektikVsRhetorik/Platon/Bubner: die Kenntnis der Methode macht den Philosophen zu einem freien Menschen, während der wirkungsorientierte Redner in den Trug der Worte verstrickt ist. (VsSophisten).
I 38
Sophismus/AristotelesVsPlaton: bedient sich derselben Gründe, um auf Unvollständigkeit der Dialektik zu plädieren, gerade, weil sie es mit der intersubjektiven Redepraxis zu tun hat. Def "Topoi"/Aristoteles: vorwissenschaftliche Gemeinplätze. Die Topik macht das Einleuchtende und Erfolgversprechende am Reden namhaft.
Dialektik/Kant: der negative Ruch haftet der Dialektik bis zu Kant an. Allerdings ist der anhaftende Schein bei Kant als notwendig erkannt.
I 39
Dialektik/HegelVsKant: seine Scheu vor den Widersprüchen offenbare die Begrenztheit seines Verständnisses von Wissenschaft. Die Dialektik müsse eben zu Ende gedacht werden. Kant sei bei dem negativen Resultat stehengeblieben. HegelVsAristoteles: "spekulativer Geist der Sprache": die Einsicht in die sprachlich logische Verwurzelung der Spekulation soll ihr wieder den Rang strenger Methode sichern, den ihr gerade Aristoteles wegen ihrer Bindung an das Sprachliche aberkannt hatte.
I 111
Dialektik/Platon/Bubner: a) Wissenstheorie: die Ungeschiedenheit von wahrem Wissen und Reflexion führt zu einem ganzen Ensemble von Regeln und Strukturen. b) Dialektik bei Platon ist auch das logische Verhältnis zwischen Behauptung und Folgerung.
c) Weise der Bestimmung von Begriffen auseinander. (Auf und Abstiegsverfahren. Der späte Platon entwickelt Ansätze einer Aussagenlogik.

Eigenschaften Wittgenstein
 
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Hintikka I 60
Name/Eigenschaft/Relation/Wittgenstein/Hintikka: die Namen von Eigenschaften und Beziehungen sind ihrerseits Eigenschaften und Beziehungen. - Die Zahl der Namen muss dieselbe sein wie die der Gegenstände. - ((s) >Es gibt nicht genug Namen.)
I 207
Eigenschaften/Gegenstand/Wittgenstein/Hintikka: die Eigenschaften, ohne die ein Gegenstand nicht existieren könnte, dürfen in einer Beschreibung des Gegenstands nicht zugeschrieben werden. - - -
II 189
Eigenschaften/WittgensteinVsPlaton: sucht nach Bestandteilen einer Mischung, so als wären die Eigenschaften Bestandteile von Dingen.
II 285
Eigenschaften/Notation/Wittgenstein: man könnte Bsp alle Gegenstände im Zimmer danach charakterisieren, wie weit sie sich von einem Stuhl unterscheiden - das ist keine Aussage über die Gegenstände, sondern über die Grammatik. - ((s) >Chisholm: "gegenüber von Schmidt wohnen": keine Eigenschaft.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Erinnerung Pinker
 
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I 153
Speicher/Pinker: Gedanken werden nicht als Ganzes gespeichert, sondern aus Begriffen zusammengesetzt.
I 157
Nicht jeder Aussage kann ein Speicherplatz zugewiesen werden: das brächte zu viel Energieverlust mit sich.
I 158
Gedächtnis/Pinker: 1. "Episodisches" oder autobiographisches Gedächtnis, 2. "Semantisches" oder Allgemeinwissens-Gedächtnis. - Die beiden Formen sind nach unterschiedlichen Mustern verdrahtet.
I 177
Gedächtnis/Pinker: nicht Lautketten, sondern abgegrenzte Wörter werden gespeichert.
I 180
PinkerVsPlaton: kein Eindruck in Wachs, kein "Widerstand". - Es gibt unauslöschliche Erinnerungen.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
Form Bigelow
 
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I 51
Formen/Platon/Bigelow/Pargetter: seine Strategie ist es, eine einzige Entität zu postulieren, zusammen mit einer Vielzahl von Relationen von Individuen zu dieser Entität. ((s) Relation:. Teilhabe, Entität: Form). Dagegen: ein anderer Ansatz wäre:
VsPlaton: viele verschiede Eigenschaften statt einer variablen Relation anzunehmen, jede für eine Quantität: Bsp die Eigenschaft 2,0 kg Masse zu haben usw. Dieser Ansatz erleichtert vieles, was für Platon schwer zu erklären ist: er zeigt, was Gegenstände unterscheidet (während Platon eher zeigt, was sie gemeinsam haben). Und zwar, weil die verschiedenen Massen sich hier nicht überlappen.
PlatonVsVs: Problem: der neue Ansatz zeigt nicht, was die Gegenstände gemeinsam haben.
(>Determinates, determinables).


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Gut/Das Gute Aristoteles
 
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Bubner I 164
Gut/Gutes/Aristoteles/Bubner: eins der Schwierigsten Probleme: welche Rolle das Gute in seiner Metaphysik spielt, praktisches oder metaphysisches Gutes?
Metaphysik/Aristoteles/Bubner: zwei Hauptkomplexe:
1. allgemeine Seinslehre, modern: Ontologie,
2. Lehre vom höchsten Seienden, von Aristoteles selber als Theologie bezeichnet.
Problematisch ist der Zusammenhang beider.
AristotelesVsPlaton: nicht Ideen als Welterklärung sondern geschichtliche Entwicklung.
I 165
Gut/Gutes/AristotelesVsPlaton: VsIdee des Guten als Höchstes: man müsse auch Freunden gegenüber die Wahrheit wie etwas "Heiliges" höher schätzen. Mit der Idealisierung des Guten sei kein praktischer Nutzen zu erreichen.
Nikomachische Ethik: Anfangssatz: Das Gute ist nur im Horizont von Tätigkeiten aller Art präsent.
"Gut" heißt die Qualifikation von Handlungszielen, das Worumwillen.

Praxis/Aristoteles: Kein Handeln erfolgt um seiner selbst willen, mit Ausnahme des Spiels.
(s) Dann ist der Sieg ein Schritt aus dem Spiel heraus.
Aristoteles: andernfalls würden die Ziele allein aufgrund ihrer Pluralität durch Konkurrenz, Blockaden, unentscheidbare Alternativen usw. den Fluß der Praxis behindern. Es wird eine Ordnung nötig.
Kein Worumwillen steht isoliert, sondern verweist auf ein größeres. Die Hierarchie verliefe allerdings ins Leere, gäbe es nicht ein höchstes Gut, das seinerseits noch praktisch realisierbar ist.
I 166
Höchstes Gut/Aristoteles: die Einheit eines gelungenen Lebens. Alle Handelnden stimmen darin überein, denn alle wollen glücklich werden. Freilich wird das unterschiedlich interpretiert.
Lust, Ehre, Geld sind Außenbestimmungen.
Die souveräne Form hingegen liegt in der philosophischen Lebensführung, d.h. in aufgeklärter selbstreflexiver Praxis.
Damit gilt das von Platon aufgeworfene Problem des obersten Wissens, das die Herrschaft des Philosophenkönigs legitimiert, als erledigt.

Gut/Das Gute Hegel
 
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Bubner I 182
Gut/Gute/Hegel/Bubner: der ganze Gedankengang (z.B. der Enzyklopädie) läuft darauf hinaus, dass am Ende die "sich selbst wissende Vernunft" steht, die den Namen des Absoluten verdient, als sie die Totalvermittlung von Wirklichkeit und Wissen darstellt, der nichts äußerlich bleibt. Identität von Ziel und Prozess. Umdeutung der klassischen Idee des Guten unter dem Rubrum der Idee des "Erkennens", die einerseits zwischen dem "Leben" und der "absoluten Idee" andererseits untergebracht ist.
I 184
Def Leben/Hegel: meint die Wirklichkeit von Individuum, Lebensprozess und Gattung so kann "der Logik ihr Gebiet überschritten werden scheinen". Erkennen/Hegel: in der Mitte zwischen realitätsgesättigtem Leben und transparenter Methode liegt die "Idee des Erkennens", die ihrerseits in die
Idee des Wahren" und die
"Idee des Guten" zerfällt.
Hier gibt es statt des üblichen Dreischritts der Hegelschen Dialektik jedoch nur den Zweischritt: wegen des elementaren Subjekt/Objekt Verhältnisses.
Dem subjektiven, theoretischen Begriff des Guten, im Wissen, tritt die "Idee des Guten" im praktischen Handeln entgegen.
Subjekt/Objekt/Hegel/Bubner: unter dem Titel des Erkennens bestimmt Hegel das S/O Verhältnis nach zwei Seiten: Theorie und Praxis. (Nach dem Vorbild AristotelesVsPlatons Trennung des Empirischen und Ideellen). Auch HegelVsKant: "radikale Trennung der Vernunft von der Erfahrung".
I 185
Subjekt/Objekt/Antike/Bubner: davon hat die ganze Antike, und mit ihr Aristoteles gar nichts gewusst!
I 186
Gut/Hegel: die Wahrheit einer in die Wirklichkeit eingepflanzten Zwecksetzung muss über die Handlungsperspektive hinaus als "das Gute" bestimmt werden: Objektivität, "Vernünftigkeit der Welt." Die Endlichkeit unserer Alltagsziele deren Pluralität und mögliche Kollision, sowie ihr postulatorischer Status im Sollen sind bloß als Ausdruck der "Unausgeführtheit" des Guten zu werten.
Das ausgeführte Gute wäre die Aufhebung des Andersseins.
Damit verschwindet auch das inadäquate Subjekt/Objekt Verhältnis, in dessen Zeichen der Metaphysische Gehalt erörtert wurde.
metaphysischer Gehalt/Hegel: dieser muss nun "freie, allgemeine Identität mit sich selbst" genannt werden. Damit ist die dialektische Genese über die Idee des Wahren und die Idee des Guten als abgelegt.
Damit ist das, was "in seinem Anderen seine eigene Objektivität zum Gegenstand hat" die Einheit in der Entzweiung als Aufbauprinzip aller Wirklichkeit.
Nach gelungener Vermittlung haftet ihr nichts mehr von hin und herlaufender Reflexionsarbeit an.
I 187
Parallele zu Aristoteles: Göttliches ewiges Leben aufgrund rein vernünftiger Selbstbetätigung. Gut/Hegel/Bubner: für ihn ist das Gute ein Hilfsausdruck!
Idealismus Kant
 
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Strawson V 211
Transzendentaler Idealismus/StrawsonVsKant: nicht-empirisches Wissen/Kant: geometrisches Wissen - aber erst, wenn die Analytik abgeschlossen ist. - StrawsonVs: diese Prämisse leistet nicht mehr als die Definition der zu erforschenden Bedingungen - d.h. diese hängen dann gar nicht vom transzendentalen Idealismus ab. - Und wenn die Prämisse nicht von ihm abhängt, dann der Beweis auch nicht - und damit auch das ganze nicht-empirische Wissen nicht. - Pointe: dann ist es nicht notwendig, sich auf die Lehre zu berufen, dass das, was wir als Gegenstände wahrnehmen, in Wirklichkeit gar keine derartigen Gegenstände seien.
Stra V 213
Def Phänomenalistischer Idealismus: die Behauptung, der zufolge physikalische Dinge nichts sind unabhängig von unseren Wahrnehmungen. - Def problematischer Idealismus: behauptet, dass die Annahme äußerer Gegenstände nur eine Schlussfolgerung aus innerer Wahrnehmung sei. - KantVs: das setzt voraus was falsch ist, nämlich dass Körper unabhängig von unserer Wahrnehmung existieren - was falsch ist, ist der transzendentale Idealismus. (KantVsTranszendentaler Idealismus)
Stra V 222
Transzendentaler Idealismus/Kant: behauptet, er sei ein empirischer Realismus. Selbstbewusstsein muss ein Bewusstsein von bestimmten bewusstseins-unabhängigen Gegenständen einschließen. StrawsonVsKant: das ist sicherlich ein dualistischer Realismus - dieser Dualismus stellt das "unser" in Frage.
- - -
Stroud I 129f
Def Dogmatischer Idealismus/Kant/Stroud: die These dass es außer mir keine Welt gibt - KantVs: das wäre eine Aussage über die Welt, die wir untersuchen wollen: das ist absurd.
I 130
Def Problematischer Idealismus: These: dass die von uns unabhängige Welt unwissbar sei. - KantVs: das missdeutet unsere aktuale Situation in der Welt. - - -
Adorno XIII 58
Transzendentaler Idealismus/Kant/Adorno: Kant ist transzendentaler Idealist in dem Sinn, dass er glaubt, dass die Urteile, die wir als gültige Urteile über die empirische Welt fällen können, konstituiert seien durch ursprüngliche Formen unseres Bewusstseins, dass aber dann die so einmal konstituierte Welt als eine je schon konstituierte, in der wir leben, eben die Welt ist, die den Gegenstand unserer Erfahrungen bildet; von deren empirischer Realität dürfen wir deshalb überzeugt sein, weil die Organisationsformen, durch die wir sie transzendental (…) stiften, ihrerseits sich immer auf ein Material beziehen müssen, das selber aus der Erfahrung stammt. KantVsPlaton/Adorno: darin steckt eine Kritik der (Platonischen) Ideen. In diesem Sinn ist er einer der großen Vollstrecker der gesamtnominalistischen Tradition der neueren Aufklärung.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Strd I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Ideen Epikur
 
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Adorno XIII 229
Ideen/EpikurVsPlaton/Epikur/Adorno: auch das ist einer der großen Funde der Epikurischen Philosophie, obwohl wir ihn kaum so recht eindeutig auf die Quellen zurückdatieren können: er hat wahrscheinlich sich Rechenschaft darüber gegeben, und das ist wiederum sehr antiplatonisch, dass es keine Idee gibt, sie mag noch so sublim sein, in der nicht Spuren des Sensuellen sich finden. Daraus folgt auch in der Ethik das spezifisch materialistische Element des Epikur.

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Interpretation Benacerraf
 
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Field I 22
Interpretation/Benacerraf: (1965) These: Identifizierung von mathematischen Objekten mit anderen ist willkürlich - Bsp Zahlen mit Mengen. - Bsp reelle Zahlen mit Dedekindsche Schnitte, Cauchy-Folgen usw. - Es gibt keine Tatsache die darüber entscheidet, welche die richtige ist. - Field dito - Unbestimmtheit der Referenz/Field: ist kein Problem. sondern alltäglich.
Field I 25
Benacerraf geht es um Identität, nicht um Referenz - sonst könnte man ihn fälschlich mit primitiver Referenz widerlegen: "Zahlen" referiert auf Zahlen, aber nicht auf Mengen - das ist aber irrelevant. - Field I 25 BenacerraffVsPlatonismus: seine Diskussion (Benacerraf 1973) ist der locus classicus zu diesem Thema. - VsBenacerraf: dieser stützt sich auf eine veraltete Kausaltheorie des Wissens.
Field I 25
BenacerrafVsPlatonismus: (1973): wenn mathematische Entitäten ohne Lokalisation und Interaktion sind, können wir nicht wissen, ob sie existieren. VsBenacerraf: Unverzichtbarkeitsargument (indispensability argument).

Bena I
P. Benacerraf
Philosophy of Mathematics 2ed: Selected Readings Cambridge 1984

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Konzeptualismus Quine
 
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Willard V. O. Quine
VII 125
Konzeptualismus VsPlatonismus/Quine: behandelt Klassen als Konstruktionen, nicht als Entdeckungen - Problem: Poincarés "imprädikative Definition: Def imprädikative Definition/Poincaré: die Spezifikation einer Klasse durch ein Reich von Objekten, innerhalb dessen sich diese Klasse befindet. (R3: war zur Vermeidung dieses Problems aufgestellt worden).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Kripkes Wittgenstein Putnam
 
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V 99ff
Kripkes Wittgenstein: VsPlatonismus (Universalien) - pro Nominalismus (Vs Eigenschaften an sich).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Mathematik Aristoteles
 
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Thiel I 23 ff
Mathematik/Tradition/Thiel: Aristoteles, Kant und Platon nehmen einen Gegenstand, einen Bereich der Mathematik an. Wichtiger erscheint ihnen die Frage, wie sich der Mensch dazu verhält. Unterscheidung Erfinden/Entdecken. Platon: Euthydemos: Geometer, Rechenkünstler und Astronomen sind wie Jäger, sie erforschen, was schon da ist.
I 24
AristotelesVsPlaton: dieser habe sich dem Kratylos und dem Heraklit insofern angeschlossen, als es auch nach ihm keine Wissenschaft vom Sinnlichen geben könne, da alles im Fluss sei. So sei von Gegenständen nicht mal eine Definition möglich. Platon: von den mathematischen Ggst. gibt es stets viele der gleichen Art, während die Idee jeweils immer nur eine ist.
Thiel: man wird an das viermalige Auftreten des gleichschenkligen Dreiecks im Quadrat denken dürfen.
I 25
AristotelesVsPlaton: leugnet eine von den Körperdingen unabhängige Existenz der mathematischen Gegenstände. Sie existieren an oder in Gegenständen und sind durch Abstraktion isolierbar. Mathematische Gegenstände sind. nicht selbst konkrete, wirkliche Gegenstände. Sie haben aber auch kein "abgetrenntes Sein". Jede Zahl immer nur Zahl von etwas.
Mathematik Thiel
 
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Thiel I 10
Mathematik/Gegenstand/Thiel: Der Gegenstand fällt nicht mit der Frage "Was ist Mathematik?" zusammen. Denn bei letzterem geht es über die Art zu denken.
I 13
Alte Definitionen von "Mathematik" 19. Jahrhundert: sie sei "letzten Endes" Wissenschaft von den Zahlen. Mathematik/Bolzano: sie sei die Wissenschaft von den Größen.
20. Jahrhundert Paul Lorenzen (1962) "im Wesentlichen nichts anderes als die Theorie des Unendlichen selbst." auch Weyl, 1926
Dritte Auffassung: Empiristen: sie haben Schwierigkeiten mit der Unendlichkeit. Im strengen Sinn im 20. Jahrhundert nicht mehr so vertreten. Es wird Geltung zugestanden, Gehalt freilich abgesprochen.
Thiel I 23 ff
Mathematik/Tradition/Thiel: Aristoteles, Kant und Platon nehmen einen Gegenstand, einen Bereich der Mathematik an. Wichtiger erscheint ihnen die Frage, wie sich der Mensch dazu verhält. Unterscheidung Erfinden/Entdecken. Platon: Euthydemos: Geometer, Rechenkünstler und Astronomen sind wie Jäger, sie erforschen, was schon da ist.
I 24
AristotelesVsPlaton: dieser habe sich dem Kratylos und dem Heraklit insofern angeschlossen, als es auch nach ihm keine Wissenschaft vom Sinnlichen geben könne, da alles im Fluss sei. So sei von Gegenständen nicht mal eine Definition möglich. Platon: von den mathematischen Ggst. gibt es stets viele der gleichen Art, während die Idee jeweils immer nur eine ist.
Thiel: man wird an das viermalige Auftreten des gleichschenkligen Dreiecks im Quadrat denken dürfen.
I 25
AristotelesVsPlaton: leugnet eine von den Körperdingen unabhängige Existenz der mathematischen Gegenstände. Sie existieren an oder in Gegenständen und sind durch Abstraktion isolierbar. Mathematische Gegenstände sind. nicht selbst konkrete, wirkliche Gegenstände. Sie haben aber auch kein "abgetrenntes Sein". Jede Zahl immer nur Zahl von etwas.


T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
Natur Dewey
 
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Suhr I 156
Natur/17.Jahrhundert/Dewey/Suhr.: verbannt Ziele aus der Natur. Jetzt werden Qualitäten zu etwas Subjektiven. Natur/Neuzeit: Natur steht dem Geist nicht länger als etwas Getrenntes gegenüber. Natürliche Ziele sind etwas Wirkliches: in der ästhetischen Arbeit. Ästhetischer Genuss wird ein ebenso berechtigtes Element der Wirklichkeit. (VsPlaton).


Dew II
J. Dewey
Essays in Experimental Logic Minneola 2004

Dew I
Martin Suhr
John Dewey zur Einführung Hamburg 2016
Nominalismus Adorno
 
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XII 107
Nominalismus/Adorno: Vorgeschichte: Aristoteles Kritik an Platon. Begriff/Platon/Adorno: für Platon waren die Begriffe ein Selbständiges und Ansichseiendes und Unzerstörbares und Ewiges, nämlich die Ideen.
AristotelesVsPlaton/Adorno: diese Begriffe sollten stattdessen mit Konkretem, Faktischem vermittelt und erfüllt sein.
Kant/Adorno: dieser hat dieses kritische Motiv gegenüber der Vergegenständlichung auch auf den Gottesbegriff übertragen.


A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Nominalismus Rorty
 
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Richard Rorty
I 124
Def Nominalismus/Rorty: die These, alle Wesenheiten seien nominaler Art und alle Notwendigkeiten de dicto. Keine Gegenstandsbeschreibung trifft in höherem Maße die eigentliche Natur eines Gegenstands als irgend eine andere Beschreibung.
NominalismusVsPlaton: die Natur kann nicht an ihren Gelenken zergliedert werden.
Materialistische MetaphysikVsNominalismus: diese seien Vertreter eines "sprachgebundenen Idealismus". Die Materialisten glauben nämlich, Dalton und Mendelejew hätten tatsächlich die Natur an ihren Gelenken zerlegt. (Auch Kripke). Wittgenstein bloß von Worten betört.
II 125
Nominalismus: Protest gegen jede Art von Metaphysik. Von Hobbes wurde der Nominalismus irrtümlich mit dem Materialismus verknüpft. Quine bringt ihn immer noch damit in Verbindung. RortyVs: das handelt sich den Widerspruch ein, wenn sie meinen, durch Wörter für die kleinsten Materieteilchen werde die Natur in einer Weise zergliedert, in der das mit anderen Wörtern nicht gelingt! Ein widerspruchsfreier Nominalismus muss betonen, dass der Prognoseerfolg eines solchen Vokabulars für den »ontologischen Rang« ohne Bedeutung ist.
NominalismusVsHeidegger: Wörter wie "Physis" oder "Wesen" sind nicht "elementarer" als Wörter wie "Rosenkohl" oder "Fußball".
I 126
Nominalismus: (wie Gadamer): sofern wir überhaupt etwas verstehen, verstehen wir es mit Hilfe einer Beschreibung, und privilegierte Beschreibungen gibt es nicht! Nominalismus: was bei den Metaphysikern Annäherung an etwas feststehendes, verborgenes ist, ist bei den Nominalisten Erfindung eines Diskurses.
Nominalismus/RortyVsQuine: teilt die Natur nicht sicherer auf und schafft genauso wenig Sicherheit darüber, welche Ontologie die wahre ist. - (Vs Verknpfüung von Nominalismus mit Materialismus).

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Philosophie Wittgenstein
 
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Danto I 49
Philosophie/Wittgenstein/Danto: kann keine Sachverhalte festhalten - steht völlig außerhalb der Wissenschaft. - Sie steht im Gegensatz zur Wissenschaft. - Es gibt keine philosophischen Sachverhalte - daher können ihre Sätze nicht wahr oder falsch sein.
I 51
WittgensteinVsPlaton: seine These von der wissenschaftlichen Erfassung der Formen ist genau diese Verwechslung von Wissenschaft und Philosophie. - - -
a propos Wittgenstein II 95
((s) Philosophie/Wittgenstein/(s): kein Feld konkurrierender Theorien.)

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Platonismus Field
 
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I 8
Platonismus/Field: sein einziges Argument ist die Anwendbarkeit der Mathematik.
I 14
FieldVsPlatonismus: muß dem Fiktionalisten in dessen Sprache antworten - kann sich nicht auf seine "Anfangsplausibilität" berufen.
I 152
Def Prioritätsthese /PT/Wright: These: der Priorität der syntaktischen über die ontologischen Kategorien. - Platonismus/Wright: das ermöglicht es Frege, Platonist zu sein - Def Gödelscher Platonismus/Wright: zusätzlich: die These, daß mathematisches Wissen durch eine Quasi-Wahrnehmungs-Relation erklärt werden muß - FregeVsGödel - WrightVsGödel: das brauchen wir nicht. - I 153 Def schwache Prioritätsthese/PT: daß jeder syntaktische sing Term automatisch auch semantisch als sing Term funktioniert.
I 159
Ãquivalenz/Platonismus/Nominalismus/Field: Frage: in welchem Sinn sind platonistische (Bsp "Richtung 1 = Richtung 2") und nominalistische Aussage (c1 ist parallel zu c2) äquivalent? - Problem: wenn es keine Richtungen gibt, kann das zweite keine Folge des ersten sein.
I 186
Def moderater Platonismus/mP/Field: die These, daß es abstrakte Objekte wie Zahlen gibt. - Dann vermutlich auch Relationen zwischen Zahlen und Gegenständen. - mP: diese Relationen sind Konventionen, abgeleitet von physikalischen Relationen. - Def Hochleistungs-Platonismus/HLP/Field: nimmt Relationen zwischen Gegenständen und Zahlen als nachte Tatsache - I 189 starke Moderatheitsbedingung/(Field (pro): es ist möglich, physikalische Gesetze ohne Relation zwischen Gegenständen und Zahlen zu formulieren.
I 192
Hochleistungs-Platonismus/Field: nimmt Größenrelationen zwischen Gegenständen und Zahlen an - FieldVs: statt dessen nur zwischen Gegenständen.
II 332
Platonismus/Mathematik/VsStrukturalismus/Field: isomorphe mathematische Bereiche müssen nicht ununterscheidbar sein.
II 334
Quinescher Platonismus/Field: als Grundbegriff ein bestimmter Begriff von Menge, aus dem alle anderen mathematischen Objekte konstruiert sind. Also wären natürliche Zahlen und reelle Zahlen eigentlich Mengen.
III 31
Zahl/Punkte/Field: kein Platonist wird reelle Zahlen mit Punkten auf einer physischen Linie identifizieren - das wäre zu willkürlich ("Welche Linie?") - Was soll Nullpunkt sein - Was soll 1 sein?
III 90
platonistisch/Field: sind Begriffe wie Bsp Gradient, Laplace-Gleichung usw.)
III 96
Platonismus 1. Stufe/Field: akzeptiert abstrakte Entitäten, aber keine Logik 2. Stufe - Problem: er braucht diese aber (wegen Mächtigkeits-Quantoren).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Politik Aristoteles
 
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Bubner I 176
Politik/Aristoteles: sofern der Mensch mit anderen zusammenlebt, kann er sich nicht auf die müßige Schau konzentrieren, sondern muss den "zweitbesten Weg" des politisch Handelnden wählen.
I 179
Praxis/Aristoteles: muss eine Ordnungsleistung innerhalb der Kontingenz erbringen. Das Ziel ist nie gegeben, sondern muss aktiv in die praktische Situation eingebracht werden.
Die Handlungsmöglichkeiten müssen gegliedert werden.
Def Prohairesis/Aristoteles: die Auswahl der geeignetsten Mittel.
Politik/Aristoteles: politisch wird nur im Großen das verwirklicht, was jeder konkrete Handlungsprozess im Kleinen bereits vollzieht.
I 188
Politik/zoon politikon/Aristoteles: diese Eigenschaft wird dem Menschen aufgrund seiner Sprache zuerkannt! Politische Institutionen sind von der Ethik her zu begreifen.
Politik ist nicht einfach Herrschaftsordnung, (VsPlaton) mit einem guten Herrscher wie bei Hobbes oder Max Weber.
Herrscher ist kein Hausverwalter im großen Maßstab.
Es ist ein gemeinsames Ziel zu untersuchen.
Politik/Aristoteles: Ausgangspunkt: Dorf, das nicht nur wegen der alltäglichen Lebensbedürfnisse bestand hat.
In der Polis löst der Charakter der "Autarkie" die elementare Naturbedingtheit ab.
Ziel: Eudaimonia, das "Gute Leben", in diesem Ziel aller Ziele kehrt die Praxisstruktur gleichsam reflexiv zu sich zurück.
Problem: Zwiespältig gegenüber dem Natürlichen: einerseits ist das Wesen von Praxis als Zielsetzung politisch in sein eigenes Telos gelangt, und das legitimiert die Rede vom Menschen als einem durch die Natur politischen Wesen.
Andererseits sind die Naturbedingungen dank einer autark gewordenen Praxis überwunden.
Nichts außer der Praxis selbst, keine Natur definiert das Gute. Diese Selbstbestimmung bedeutet Freiheit.



Quantitäten Bigelow
 
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I 49
Quantitäten/Quantität/Bigelow/Pargetter: bei ihnen werden wir auf den Kernbereich der Metaphysik verwiesen. Universalien/Bigelow/Pargetter: entstehen aus der Konfrontation, dass gewisse Dinge zur selben Zeit etwas und noch etwas anderes sein können. Das ist nur oberflächlich ein Widerspruch.
Quantität/Bigelow/Pargetter: Bsp a) zwei Dinge sind gleich, indem sie beide Masse haben – b) sie unterscheiden sich gleichzeitig weil sie verschiedene Masse haben.
Quantitäten/Platon/Bigelow/Pargetter: Problem. wenn Eigenschaften etwas sind, das ein Ding entweder haben kann oder nicht haben kann, gibt es ein Problem der Quantitäten.
Lösung/Platon: Teilhabe an Formen. Erlaubt graduelle Behandlung.
Wir weichen etwas von Platon ab:
Quantität/Platon/Bigelow/Pargetter: Lösungen dieser Art haben gemeinsam, dass sie eine Entität postulieren und die Relation zwischen dieser Entität und den Individuen, die sie besitzen, variieren.
I 50
Die Entität erklärt das, was die Individuen gemeinsam haben. Die Relation erklärt die verschiedenen Grade. Nominalismus/Berkeley/Bigelow/Pargetter: das ist Berkeleyscher Nominalismus: eine Platonische, abstrakte Form wird durch ein besonderes Individuum ersetzt, ein „Paradigma“. (Terminologie).
Gemeinsamkeit: haben Individuen, wenn sie demselben Paradigma ähneln.
Ähnlichkeit: ist natürlich auch dann graduell, wie graduelle Teilhabe an Formen bei Platon.
Berkeley/Platon/Bigelow/Pargetter: die Theorien sind ziemlich ähnlich: sie erklären, wie Eigenschaften graduell sein können.
Quantitäten/Bigelow/Pargetter: damit ist das generelle Problem der Quantitäten (dass sie graduell sind) nicht gelöst.
Problem: Grade einer Relation.
Lösung: Ähnlichkeit und Teilhabe sind ein Versuch.
Formen/Platon/Bigelow/Pargetter: wir behaupten nicht, dass seine Theorie der Formen falsch ist.
BigelowVsPlaton: sie löst aber nicht das Problem der Quantitäten. (Die Natur der Quantität).


Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Realität Berkeley
 
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I 217f
Materie/materielle Welt/Außenwelt/Realität/Wirklichkeit/Berkeley: es gibt keine materielle Substanz - wohl aber eine äußere Realität!
I 232
Das unwillkürliche Wahrnehmen ist ein Moment der Wirklichkeit. - - -
Danto I 202
LockeVsBerkeley: es gibt Objekte, die verglichen werden.
Danto I 202
Berkeley - Schopenhauer: nur zwei Arten von Dingen: Bewusstsein und sein Inhalt.
Danto I 206
Welt/Realität/Berkeley/Danto: es gibt nichts als Vorstellungen - aber wir sitzen nicht in einem Käfig, der uns von der Welt abschirmt. - BerkeleyVsPlaton: es gibt keinen Käfig, weil es gar keine Unterscheidung von innen und außen gibt. Wissenschaft/Berkeley: bezieht sich nicht auf eine Realität hinter den Erfahrungen, sondern auf die Erfahrungen selbst.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
Relationstheorie Bigelow
 
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I 55
Quantität/relationale Theorie/Bigelow/Pargetter. Quantitäten sind allgemeine Relationen zwischen Gegenständen. Sie scheinen Konsequenzen der intrinsischen Eigenschaften der Objekte zu sein. Aber man muss keine intrinsische Relation „größer als“ postulieren, sondern nur z.B. die Größe. größer als/relationale Eigenschaft/Problem/Bigelow/Pargetter: man könnte sich fragen, ob es tatsächlich eine intrinsische Eigenschaft gibt, so und so groß zu sein.
relationale Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: man könnte versucht sein anzunehmen, dass alles auf relationalen Eigenschaften beruht, statt umgekehrt. Aber das verfolgen wir hier nicht weiter.
intrinsische Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: wir denken, dass man sie am Ende gegen relationale Eigenschaften als Basis wird verteidigen können. Dennoch brauchen wir sicher relationale Eigenschaften, z.B. für die Reihenfolge von Ereignisse. Diese stehen nicht einfach in der Zeit. Wir brauchen also auf jeden Fall Relationen.
Relation/Bigelow/Pargetter: wir brauchen auf jeden Fall Relationen. Und zwar, weil Ereignisse niemals für sich stehen.
I 56
Ebenso für Ausdrücke wie „doppelt so groß“ usw. Quantität/Bigelow/Pargetter: Quantitäten können also nicht allein auf Eigenschaften gegründet sein, sondern brauchen Relationen. Bsp die und die Masse zu haben ist dann die Eigenschaft, in Relation zu anderen massiven Objekten zu stehen.
Teilhabe/BigelowVsPlaton: bei Platon stehen alle Dinge in einer mehr oder weniger starken Relation zu einem einzigen Ding, der Form. Wir dagegen wollen Relationen von Dingen untereinander.
BigelowVsPlaton: damit können wir dann auch verschiedene Arten von Unterschieden zwischen Gegenständen erklären, nämlich dass sie verschiedene relationale Eigenschaften haben, die andere Dinge nicht haben. Bsp zwei Paare von Dingen können sich auf unterschiedliche Weise unterscheiden.
I 57
Relationale Theorie/Bigelow/Pargetter. Kann also gut mit Unterschieden von Differenzen umgehen. Frage: kann sie auch gut mit Gemeinsamkeiten fertig werden? Bsp erklären, was Masse überhaupt ist?
Problem. wir brauchen eine Relation zwischen einer gemeinsamen Eigenschaft und vielen Relationen zu ihr. Hier gibt es viele Implikationen (Entailments) die noch nicht erklärt sind.
Eigenschaft/Bigelow/Pargetter: 1. um überhaupt eine (intrinsische) Eigenschaft zu konstruieren, müssen wir also die vielen möglichen Relationen angeben, die sie zu ED haben kann.
Lösung: eine Möglichkeit: den Satz über Eigenschaften 2. Stufe.
2. Problem: wie können zwei Dinge mehr gemeinsam haben, als zwei andere Dinge?
Ad 1. Bsp Masse
Gemeinsames/Gemeinsamkeit/Bigelow/Pargetter: muss dann eine Eigenschaft von Relationen sein (der vielen verschieden Relationen, die die einzelnen Gegenstände zu „Masse“ haben).
I 58
Lösung: Eigenschaft 2. Stufe, die von allen massiven Dinge geteilt wird. Bsp „in Masse-Relationen stehen“. Entailment/Pointe: dieses Gemeinsame (Eigenschaft 2. Stufe) erklärt die vielen Relationen des Entailments zwischen massiven Gegenständen und der gemeinsamen Eigenschaft der Massivität.
Problem/Bigelow/Pargetter. unsere relationale Theorie ist immer noch unvollständig.
Problem: zu erklären, inwiefern einige Masserelationen enger (ähnlicher) sind als andere.
Relationen/Gemeinsames/Bigelow/Pargetter: auch die Relationen haben ein Gemeinsames: eine Eigenschaft 2. Stufe.
Eigenschaft 2. Stufe/Unterschied/Unterscheidung/Differenz/Problem/Bigelow/Pargetter erklärt noch nicht, wie sich zwei Dinge stärker unterscheiden als zwei andere Dinge.
Außerdem erklärt sie nicht, wie Bsp Masseunterschiede sich zu Volumenunterschieden verhalten.
Bsp vergleiche die Paare
‹a,b›
‹c,d›
‹e,f›
zwischen denen verschieden starke Differenzen bestehen in Bezug auf z.B. Länge.
Dann werden zwei der Paare in wichtiger Hinsicht sich ähnlicher sein, als zwei andere Paare.
I 59
Lösung/Bigelow/Pargetter: die Relation der Proportion. Das ähnelt Freges Ansatz für reelle Zahlen Reelle Zahlen/Frege: als Proportionen zwischen Größen (Bigelow/Pargetter entspricht unseren Quantitäten).
Bigelow/Pargetter: drei fundamentale Bestandteile
(1) Individuen
(2) Relationen zwischen Individuen (3) Relationen von Proportionen zwischen Relationen zwischen Individuen.
Proportionen/Bigelow/Pargetter: teilen die Relationen zwischen Individuen in Äquivalenzklassen:
Masse/Volumen/Proportionen/Pointe/Bigelow/Pargetter: allee Massen stehen in Proportionen zueinander und alle Volumina stehen in Proportionen zueinander, aber Massen und Volumina stehen nicht in Proportionen zueinander.
Äquivalenzklassen/ÄK/Bigelow/Pargetter: ordnen Gegenstände mit gleichen D-ates in Klassen. So erklären, sie, wie zwei Dinge sich ((s) in einer Hinsicht, D-able) ähnlicher sein können als in einer anderen Hinsicht.
Ebene 1: Gegenstände
Ebene 2: Eigenschaften von Dingen Ebene 3: Proportionen zwischen solchen Eigenschaften.
Proportionen/Bigelow/Pargetter: sind Universalien, die feinere Unterschiede zwischen ÄK von Eigenschaften auf Ebene 2 einführen können.
Verschiedene Paare von Masserelationen können innerhalb derselbe Proportion auf Ebene 3 stehen. Bsp (s) 2Kg/4kg ist ebenso doppelt so massereich wie 3Kg/6 kg.
Pointe: damit haben wir Gruppierungen, die quer zu den Äquivalenzklassen der Masserelationen, Voluminarelationen, Geschwindigkeitsrelationen usw. stehen.
gleich/verschieden/Bigelow/Pargetter: Pointe: das erklärt, wieso zwei Relationen gleichzeitig gleich und verschieden sein können. Bsp Angenommen, eine der beiden Relationen ist eine Masserelation (und steht in Relation zu anderen Masserelationen) die andere ist keine Masserelation (und steht nicht in Relation zu Masserelationen) und dennoch
I 60
haben beide etwas Gemeinsames: sie sind „doppelt“ einmal in Bezug auf Masse, einmal in Bezug auf Volumen. Dies wird auf Ebene 3 erklärt. Zahlen/Bigelow/Pargetter: das zeigt die Nützlichkeit von Zahlen bei der Behandlung von Quantitäten. (BigelowVsField).
reelle Zahlen/Frege: Lit: Quine (1941, 1966) in „Whitehead and the Rise of Modern Logic“)
Maß/Einheit/Maßeinheit/Messen/Bigelow/Pargetter: „dieselbe Masse wie“ wäre dann eine Eigenschaft 2. Stufe die ein Ding zu einer willkürlichen Einheit hat.
Form/Platon/Bigelow/Pargetter: seine Theorie der Formen, war nicht falsch, sondern nur unvollständig. Objekte haben Relationen zu Paradigmen (hier: Maßeinheiten). Das ist dieselbe Relation wie die der Teilhabe bei Platon.
I 61
Ebene 3: die Relationen zwischen einigen D-ates können komplexer sein als die zwischen anderen. Bsp für Masse brauchen wir reelle Zahlen, andere Begriffe sind weniger klar. Quantitäten/Bigelow/Pargetter: sind also in verschiedene Arten gegliedert, das führt z.B. zu Intervallskalen oder Verhältnisskalen des Messens.
Schmerz/Bigelow/Pargetter: Schmerzen verschiedener Lebewesen können wir nicht miteinander vergleichen.
Ebene 3: erklärt nicht nur ein reiches Netzwerk von Eigenschaften 2. Stufe und Relationen zwischen Objekten,
I 62
sondern erklären auch Muster von Entailments zwischen ihnen. NominalismusVsBigelow: wird versuchen, unseren Apparat von Relationen von Relationen zu vermeiden.
BigelowVsNominalismus: wir brauchen Relationen und Relationen von Relationen in der Wissenschaft.
Realismus/Bigelow/Pargetter: wir behaupten nicht, ihn hier bewiesen zu haben. Er ist aber die einzige Möglichkeit, um das Problem des Gleichen und des Verschiedenen (Problem der Quantitäten9 zu lösen (und zwar mit den 3 Ebenen).
Einfachheit/BigelowVsNominalismus: wird nie so einheitlich sein können wie unsere realistische Erklärung. Der Nominalismus würde komplexe relationale Prädikate als primitiv annehmen müssen. Schlimmer noch: er wird auch komplexe Relationen zwischen ihnen als primitiv annehmen müssen.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
Relativismus Putnam
 
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Horwich I 436
Realtivismus/Putnam: mein Hauptanliegen im Buch Vernunft Wahrheit und Geschichte. (Putnam These: Erklärung, Interpretation und Ethik sind nicht im selben Boot - "companions in guilt"-Argument, Mitgefangen-mitgehangen-Argument: bei teilweisem Relativismus droht der totale Relativismus - (PutnamVsHarman).
Horwich I 503
PutnamVsKulturrelativismus/PutnamVsRelativismus/M. Williams: innere Widersprüchlichkeit: - Bsp wenn ich als Kulturrelativist sage, dass wenn du sagt, daß etwas wahr ist gemäss den Normen deiner Kultur, dann sage ich in Wirklichkeit, dass das entsprechend den Normen meiner eigenen Kultur so ist - ich kann die transzendentale Behauptung gar nicht ausdrücken, die das Herz des Relativismus ist, dass alle Kulturen in derselben Position sind - Widerspruch: Wahrheit für eine Kultur ist etwas absolutes, das der angeblichen Relativierung widerspricht. - - -
Putnam III 139f
Relativismus/PutnamVsWilliams: tut so, als ob die Wissenschaft aus objektiven Einzelurteilen bestünde, während man die "Kultur" nur als ganzes übernehmen oder ablehnen könnte.
V 141
Bewusstsein/PutnamVsLocke: dass Steine keins haben ist eine Tatsache über unseren Begriff von Bewusstsein - Problem: das macht Wahrheit letztlich abhängig von unseren kulturellen Standards.
V 165
Relativismus/Tradition: leicht zu widerlegen, weil er sich selbst absolut setzen musste, sonst ist seine Position nicht gesicherter als jede andere - PlatonVsProtagoras (Relativist): Regress "ich denke dass ich denke dass Schnee weiß ist". PutnamVsPlaton: daraus folgt nicht, dass es unendlich iteriert werden muss, nur, dass es könnte - moderner Relativismus/Foucault, Diskursrelativität: alles ist relativ, auch der Relativismus. - VS: Problem: wenn "absolut wahr relativ zu Person P": dann kein totaler Relativismus - kein Relativist möchte, dass der R. für alles gilt.
I 241
Berechtigte Behauptbarkeit/Dewey/Rorty: von der Mehrheit in einer Kultur abhängig - Normen und Standards sind historisch und reflektieren Interessen - PutnamVsRorty: von Mehrheit unabhängig, aber keine transzendente Realität sondern Eigenschaft des Begriffs der Berechtigung! - PutnamVsRelativismus/PutnamVsRealismus: beide behaupten, zugleich innerhalb und außerhalb der Sprache stehen zu können.
I 249
Relativismus/Putnam: die Welt ist kein "Produkt" (unserer Kultur), sie ist nur die Welt.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Religiöser Glaube Epikur
 
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Adorno XIII 222
Religiöser Glaube/Epikur/Adorno: Epikur gibt die Begründung, dass die Allgemeinheit ihrer Annahme für die Existenz der Gottheit spricht. Die Reduktion des objektiven Wahrheitsbegriffs auf die subjektive Meinung bringt in diesem schon etwas neutralisierten, nachgiebigen spätgriechischen Bewusstsein den Epikur dazu, dem allgemein Herrschenden mehr oder minder konformistisch sich anzuschließen. EpikurVsPlaton/Adorno: wenn es keinen objektiven Begriff von Vernunft mehr gibt, wie der Platonische prototypisch ihn ausgeprägt hat, dann wird sehr leicht stattdessen der Durchschnittswert der Überzeugung hypostasiert. Das findet sich in der Hobbesschen Gestalt des Materialismus, in der die Religion geradezu als ein staatserhaltendes Mittel, also als ein Für-Anderes und nicht als ein An-Sich empfohlen wird.


A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Sophistik Platon
 
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Bubner I 37
DialektikVsRhetorik/Platon/Bubner: die Kenntnis der Methode macht den Philosophen zu einem freien Menschen, während der wirkungsorientierte Redner in den Trug der Worte verstrickt ist. (VsSophisten).
I 38
Sophismus/AristotelesVsPlaton: bedient sich derselben Gründe, um auf Unvollständigkeit der Dialektik zu plädieren, gerade, weil sie es mit der intersubjektiven Redepraxis zu tun hat.
Bubner I 98
Sophismus/Platon/Bubner: auch der Sophist lässt sich nicht ohne weiteres durch empirischen Vergleich widerlegen. Sein Reden muss daraufhin geprüft werden, ob seine Begriffe zusammenpassen. ((s) >Kohärenztheorie).
Sprache Putnam
 
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Rorty I 323
Sprache/Putnam/Rorty: wie Wittgenstein und Goodman: Sprache als Abbild der Welt, also irgendeine nichtintentionale Beziehung, ist für die Erklärung des Erwerbs und Verstehens von Sprache nicht brauchbar. - - -
Horwich I 457
Sprache/Putnam: wenn nur Geräusch, dann nichts als Ausdruck unserer Subjektivität. - Statt dessen: Korrektheit: macht Wahrheit zum wertschätzenden Begriff in der Innensicht des Sprachspiels. - RortyVsPlaton: wertende Ausdrücke sind aber nicht Namen esoterischer Entitäten. - - -
Putnam III 124
Sprache/intensional/Davidson: Bsp der neue Minister für Wissenschaftssprache hat die Verwendung von Wörtern, die sich auf Emotionen, Gedanken, und Absicht beziehen, verboten. - Wie sollen wir wissen, ob der Befehl befolgt worden ist, wenn der Beamte nur die neue Sprache spricht? - Die neuen Begriffe können aus seinem Munde kommend dieselbe Rolle spielen wie die alten. - Ähnlich beim Gebrauch von Farbprädikaten.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Subjekte Hegel
 
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Bubner I 184
Subjekt/Objekt/Hegel/Bubner: unter dem Titel des Erkennens bestimmt Hegel das Subjekt/Objekt Verhältnis nach zwei Seiten: Theorie und Praxis. (Nach dem Vorbild AristotelesVsPlatons Trennung des Empirischen und Ideellen). Auch HegelVsKant: "Radikale Trennung der Vernunft von der Erfahrung".
I 185
Subjekt/Objekt/Antike/Bubner: davon hat die ganze Antike, und mit ihr Aristoteles gar nichts gewusst!
Terminologien Epikur
 
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Adorno XIII 212
Intentio obliqua/Epikur/Adorno: es gibt bei Epikur schon, und das ist hellenistisch und spätanik, jedenfalls in einer rudimentären Gestalt, die Rückfrage auf das Subjekt, auf den Erkennenden; wir nennen das die intentio obliqua. Das Moment der sinnlichen Wahrnehmung wird von ihm viel stärker hervorgehoben als beim Demokrit, es ist bei ihm die alleinige und wahre Quelle der Erkenntnis, der gegenüber der Geist etwas durchaus Abgeleitetes, Unselbständiges, Sekundäres sein soll.
Adorno XIII 217
Doxa/Terminologie/Epikur/Adorno: es gibt bei Epikur ebenso wie im Platonismus oder bei Aristoteles oder bei den Eleaten die Doxa, die bloße Meinung, den Trug, nur ist die Bedeutung jener genau entgegengesetzt. EpikurVsAristoteles/EpikurVsEleaten/EpikurVsPlaton: Als das trügerische Element der Doxa gilt ihm nicht länger das sinnlich Mannigfaltige. An unseren Wahrnehmungen ist sozusagen falsches Bewusstsein und Irrtum das, was durch unsere Reflexion hereingetragen wird. Der Grund des Scheins ist bei Epikur die Reflexion, das falsche Denken.


A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Unbewusstes Freud
 
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Searle I 197
Searle: Im Gegensatz zu Freuds Begriff des Unbewussten ist der kognitionswissenschaftliche Begriff des Unbewussten nicht potentiell bewusst. - - -
Rorty V 47
Unbewusstes/unbewusst/Rorty: zwei Bedeutungen: 1. Mehrere gut artikulierte Glaubens und Wunschsysteme (durchaus rational).
2. Brodelnde Masse in artikulierter instinkthafter Kräfte, bei denen Widerspruchsfreiheit keine Rolle spielt. Hätte Freud sich auf diese Bedeutung beschränkt, hätte er unser Selbstbild im Wesentlichen unverändert gelassen.
V 47/48
Freud/Rorty: das Neue bei ihm ist, dass das unbewusste Ich kein stummes, störrisches torkelndes Tier ist, sondern ein Intellektuellen ebenbürtiges Gegenüber. Hätte sich die Psychoanalyse auf die Neurosen beschränkt, hätte sie niemals die Aufmerksamkeit der Intellektuellen auf sich gezogen. Unbewusstes/Ich/Rorty: das Unbewusste als rationaler Gegenspieler. Ich kann auch entdecken, dass mein Unbewusstes besser Bescheid wusste als ich selbst. Das diskreditiert die Vorstellung von einem »wahren« Ich.
V 60
FreudVsPlaton/FreudVsKant/FreudVsDescartes/Rorty: das Unbewusste, unser Gewissen, ist nichts Unveränderliches, nicht einmal ein zentraler Teil. Alle Teile sind gleichberechtigt. Mechanisierung, Verfahren, uns selbst zu verändern.
V 61
Def Gewissen/Freud/Rorty: Erinnerungen an idiosynkratische Ereignisse. Kein Ersatz für moralische Überlegung.

Freud I
S. Freud
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Universalien Armstrong
 
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III 82
Universalien/Armstrong: müssen instantiiert sein, aber nicht unbedingt jetzt: Def Universale/Armstrong: die wiederholbaren Eigenschaften der raumzeitlichen Welt - falsch: jedem allgemeinen Prädikat entspräche ein Universale: dann gäbe es auch uninstantiierte Universalien, (ArmstrongVs) - welche Universalien es gibt, ist nicht semantisch (a priori) bestimmt - sondern a posteriori: aus Entdeckungen. - ((s) a posteriori: auch aus Schlussfolgerungen.) - Es gibt keine disjunktiven oder negativen Universalien - wohl aber konjunktive und komplexe.
III 88
Stufen/Ebenen/Universalien/Einzeldinge/Armstrong: Universale 1.Stufe: Relation, 2. Stufe: Notwendigkeit? - Einzelding 2. Stufe: = Universale 1. Stufe. - Zustand: Bsp Fa oder aRb. ebenso N(F,G) - 1. Stufe: aRb. beinhaltet Einzeldinge 1. Stufe, die unter ein Universale 1.Stufe (Relation) fallen. - 2. Stufe: N(F,G) involviert Einzeldinge 2. Stufe (nämlich Universalien 1. Stufe!) die unter ein Universale 2. Stufe fallen.
III 99
Prinzip der Invarianz der Ordnungen: wenn ein Universale von Stufe M ein Universale einer Instantiation ist, dann ist es von der Stufe M in allen Instantiationen.
III 118
Universalien/Armstrong: es darf keine uninstantiierten Universalien (uiU) geben. - VsTooley: sein Bsp mit einem Teilchen, das idiosynkratisch mit anderen reagiert, wobei eine unbekannte einfache Eigenschaft emergiert, wozu es aber nie kommt, macht ein in diesem Fall ein einzelnes uiU als Wahrmacher notwendig, weil der Inhalt des entsprechenden Gesetzes völlig unbekannt ist.
III 120
Uninstantiierte Universalien: sind logisch möglich, aber ein Desaster für die Theorie der Universalien: dann nicht auszuschließen, dass überhaupt keine instantiiert sind und trotzdem existieren (>Platonismus). - Mögliche Lösung: zu leugnen, dass es absolut einfache Universalien gibt. ((s) Wegen einfacher emergierender Eigenschaften) - Armstrong: das möchte ich nicht - ich weiß nicht, ob es sie gibt.
II 57
Universalien/PlaceVsPlaton: statt geteilter Eigenschaften im Fall von Ähnlichkeit mehrerer Einzeldinge: eine Eigenschaft ist ein Kriterium der Zuschreibung von Instanzen. - Die Art "Eigenschaft" hat eine Instanz. - Place pro Universalien in diesem Sinn. (s.o.)
MartinVsArmstrong: nicht "verteilte Existenz" des Universale über verschiedene und unterbrochene Instantiierungen. - Wahrmacher von kontrafaktischen Konditionalen ist die einzelne Instantiierung, nicht ein zwischen den Instanzen gleichbleibendes Universale. - Sonst muss man Realist sein in Bezug auf Kräfte und Tendenzen "in" den Eigenschaften.
II 77
"Geschäftige Welt"/MartinVsArmstrong: die offensichtliche Möglichkeit, dass eine einzelne Universalien -Instantiierung nur kurz dauert, macht es logisch notwendig, das andere Einzeldinge existieren, die die über die Raumzeit verteilten Manifestationen zusammenhalten. - Es scheint doch aber offensichtlich, dass die Welt nicht so geschäftig sein muss. - Lösung: These: der Wahrmacher ist die einzelne Instanz selbst. - > II 96, II 102
II 129
Universalien/MartinVsArmstrong: dass es dasselbe Universale sein soll, zählt wenig, solange die Relation immer noch notwendig oder kontingent sein kann.
II 179
Universalien/MartinVsArmstrong: sind mysteriös: das numerisch identische Universale ist nichts mehr als die Instantiierung und besteht nur in den numerisch verschiedenen und nicht-identischen Instanzen.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
Universum Field
 
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I 104
Universum/Klassen/Mengen/Modell/alle/Field: so wie das Universum aller Klassen zu groß ist, um ein abzählbares Modell zu bilden, ist es zu groß um eine Klasse zu bilden und daher zu groß, überhaupt irgendein (überabzählbares) Modell zu bilden.
II 335
Universum/Standard-Platonismus/Field: (These: "Es gibt nur ein Universum") - Problem: /PutnamVsPlatonismus: wie schaffen wir es überhaupt, das "volle" (umfassende) Universum herauszugreifen und einem Teiluniversum gegenüberzustellen, und entsprechend die Standard-Elementbeziehung im Gegensatz zu einer Nicht-Standard-Elementbeziehung? (Putnam 1980) - Putnam: These: das können wir eben nicht - d.h. daß der "unvollständige Inhalt" der Begriffe "Menge" und "Element von" nicht hinreichend ist, den Wahrheitswert aller mengentheoretischen Sätze festzustellen.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Wesen Hobbes
 
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Adorno XIII 245
Wesen/Erscheinung/HobbesVsPlaton/Hobbes/Adorno: das Verhältnis von Wesen und Erscheinung wird gegenüber der platonischen Tradition umgekehrt: zum Wesen wird das gemacht, was dort Erscheinung ist, nämlich die Körperwelt, und umgekehrt das zur Erscheinung, was dort Wesen ist, nämlich die Weise der geistigen Auffassung oder auch geistige Tätigkeit.

A I
Th. W. Adorno/M.Horkheimer
Dialektik der Aufklärung Frankfurt 1978

A II
Theodor W. Adorno
Negative Dialektik Frankfurt/M. 2000

A III
Theodor W. Adorno
Ästhetische Theorie Frankfurt/M. 1973

A IV
Theodor W. Adorno
Minima Moralia Frankfurt/M. 2003

A IX
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 8: Soziologische Schriften I Frankfurt/M. 2003

A V
Theodor W. Adorno
Philosophie der neuen Musik Frankfurt/M. 1995

A VI
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften, Band 5: Zur Metakritik der Erkenntnistheorie. Drei Studien zu Hegel Frankfurt/M. 1071

A VII
Theodor W. Adorno
Noten zur Literatur (I–IV) Frankfurt/M. 2002

A VIII
Theodor W. Adorno
Gesammelte Schriften in 20 Bänden: Band 2: Kierkegaard. Konstruktion des Ästhetischen Frankfurt/M. 2003

A XI
Theodor W. Adorno
Über Walter Benjamin Frankfurt/M. 1990

A XII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 1 Frankfurt/M. 1973

A XIII
Theodor W. Adorno
Philosophische Terminologie Bd. 2 Frankfurt/M. 1974
Wirklichkeit Deutsch
 
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I 105
Kriterium für Wirklichkeit: etwas, dass zurückstoßen kann, existiert. Aber auch Dr. Johnson und stieß nicht direkt gegen den Stein. Er stieß nur einige Nerven an usw.
I 107
Def Wirklichkeit:wenn eine Größe nach der einfachsten Erklärung komplex und autonom ist, dann ist sie wirklich.
I 111
Theorie: je fundamentaler eine Theorie ist, desto umfassender sind die Beobachtungen, die für sie eine Rolle spielen. Die physikalische Wirklichkeit ist also in mehrfacher Weise selbstähnlich.
Schließlich muss nicht alles, was wirklich ist, leicht zu identifizieren sein.
I 119
Simulation:Ein Wirklichkeitssimulator vermittelt dem Rezipienten indirekt sowohl interne als auch externe Erfahrungen, aber er lässt sich nicht so programmieren, dass er eine bestimmte interne Erfahrung simuliert! Roulette-Bsp.Tennis-Bsp.-Rahmenbedingungen festgelegt, Spielverlauf muß offen sein.Das setzt voraus, dass die abstrakten Gesetze selbst und nicht nur ihre Vorhersagekraft in der virtuellen Realität simuliert werden können.
Leben = Simulation: beide Verkörperung von Theorien über die Umwelt
I 190
Was nur in den Gesetzen der klass. Physik vorkommt, existiert nicht in der Wirklichkeit. Echte Wirbelstürme und Schmetterlinge gehorchen den Gesetzen der Quantentheorie, nicht denen der klassischen Mechanik.
I 225/26
Platons scheinbare Widerlegung, dass die Methoden der Naturwissenschaft zu mathematische Wahrheit führen könnten: wir können nichts über vollkommene Kreise wissen, weil wir nur zu unvollkommenen Kreisen Zugang haben. DeutschVsPlaton: dann könnten wir auch nur ungenaue Werkzeugmaschinen bauen, weil man die ersten mit ungenauen Werkzeugen bauen lässt. Also gäbe es keine Möglichkeit der Selbstkorrektur.

Deu I
D. Deutsch
Die Physik der Welterkenntnis München 2000
Wissen Aristoteles
 
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Bubner I 118
Wissen/Aristoteles: das außerhalb wissenschaftlicher Beweise verfügbare Wissen stellt die Verbindung der Wissenschaftstheorie mit der allgemeinen Ontologie her.
I 119
Wissen/AristotelesVsPlaton (Menon): kein Wissen entsteht aus nichts. Bei Syllogismus und Epagogé (heute umstritten, ob als Induktion aufzufassen) gibt es Vorwissen.
I 120
Epagogé/Aristoteles/Bubner: entsteht aus der rhetorischen Übung des Beibringens von Beispielen. Hinführung. Nicht strenge Induktion im heutigen Sinn des Verhältnisses von Allaussagen und Einzelfällen. Bei Aristoteles: kein vergleichbares Subsumtionsverhältnis.
Vorwissen/Aristoteles: woher stammt es? Das konkrete Einzelne ist uns aus der Sinneserfahrung immer schon vertraut. Aber das Allgemeine?
Allgemeinheit/Wissen/AristotelesVsPlaton: VsAnamnesis: auch Wissen über das Allgemeine stammt aus sinnlicher Erfahrung und eben Epagogé.
I 149
Wissen/Metaphysik/Aristoteles/Bubner: um wirklich und endgültig zu wissen, bedarf es der Sicherheit, dass das Wissen ganz zu sich gekommen, indem auch das noch erkannt wird, woraus sich alles schon existente Wissen erklärt. Solche Sicherheit lässt sich nicht von außen bestimmen, sie muss im Wissen selber gefunden werden.
Wissen Newell, A./Simon, H.
 
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Allen Newell/Herbert A. Simon Computerwissenschaft als empirische Forschung (1976) in Dieter Münch (Hrsg.) Kognitionswissenschaft Frankfurt 1992

I 74
Wissen/Suchen/Erkennen/Menon/Sokrates: wie willst Du das suchen, wovon du nicht weißt, was es ist? Und wenn Du es findest, wie willst Du erkennen, dass es das ist, was du nicht wusstest?
Lösung/Platon: die berühmte Theorie der Wiedererinnerung.

Wissen/Suchen/Erkennen/Newell/SimonVsPlaton: heute viel einfacherer Erklärung: ein Problem darstellen heißt,
1. einen Test für ein Klassen von Symbolstrukturen (Lösungen) und
2. ein Verfahren zur Erzeugung von Symbolstrukturen zu bezeichnen.
Warum bringen wir nicht sofort einen Ausdruck hervor, der die Lösung bezeichnet? Das machen wir, wenn wir wünschen und träumen.
Aber: zu wissen, wie wir etwas testen würden, wenn wir es hätten, heißt nicht, dass wir wissen, wie es entwickelt wird.
Es gibt Zugverfahren, aber kein Verfahren für Gewinnzüge.
Vor dem Zugverfahren muss es einen Problemraum geben.
Def Züge/Zug/Newell/Simon: sind Umwandlungen von Problemraumsituationen.
Symbolsysteme: garantieren, dass sie Problemräume repräsentieren können und Zugverfahren besitzen.

Wissen Platon
 
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Bubner I 35
Wissen/Höhlengleichnis/Platon/Bubner : das von den Wenigen erlangte Wissen darf nicht zur theoretischen Selbstgenügsamkeit verführen. Die seltene Einsicht in das Wesen des Guten ist politisch umzusetzen! es geht nicht um Wertneutralität eines höchsten Gegenstands.
Die Philosophen müssen wieder hinuntersteigen, um das Leben mit den Mitgefangenen zu teilen. Dazu verpflichtet sie die Eigenart dessen, was sie gesehen haben!(Gut).
Vernünftig handeln kann nämlich nur der, der ein Ziel im Leben hat.(Vernunft).
Zammenfassung: die Idee des Guten muss wörtlich verstanden werden. Die gleichnishafte Einkleidung verweist nicht auf eine ontologische Geheimlehre.
Der Philosoph, der mit dieser Frage nach Sinn und Zweck der Theorie die Möglichkeiten der Theorie selber relativiert, wird zum Dialektiker. (Dialektik).
I 119
Wissen/Menon/Platon: Aporie: entweder kann man gar nichts lernen, oder nur das. was man schon weiß. Platon antwortet darauf mit dem Mythos von der Anamnesis. (Erinnerung aus früherem Leben der Seele).
Wissen/AristotelesVsPlaton (Menon): kein Wissen entsteht aus nichts.
Bei Syllogismus und Epagogé (heute umstritten, ob als Induktion aufzufassen) gibt es Vorwissen.

Wissenschaft Aristoteles
 
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Bubner I 120
Epagogé/Aristoteles/Bubner: entsteht aus der rhetorischen Übung des Beibringens von Beispielen. Hinführung. Nicht strenge Induktion im heutigen Sinn des Verhältnisses von Allaussagen und Einzelfällen. Bei Aristoteles: kein vergleichbares Subsumtionsverhältnis.
Vorwissen/Aristoteles: woher stammt es? Das konkrete Einzelne ist uns aus der Sinneserfahrung immer schon vertraut. Aber das Allgemeine?
Allgemeinheit/Wissen/AristotelesVsPlaton: VsAnamnesis: auch Wissen über das Allgemeine stammt aus sinnlicher Erfahrung und eben Epagogé.
Wissenschaft/Aristoteles: Prinzipien als Basis können nicht Gegenstand der Wissenschaft sein. DF. Sie entstammen der Induktion und sind aber intuitiv zu erfassen.
I 123
BaconVsAristoteles: "Novum Organon" (!620): Überdruss an scholastischem Formelkram. Hinwendung zu Empirie und Realitätssinn. "Wenn erst einmal die Menschen vom Urteil eines anderen abhängig geworden sind, (Senatoren ohne Stimmrecht) dann mehren sie die Wissenschaft nicht mehr, sie beschränken sich darauf, gewissen Schriftsteller zu rühmen..."
Bacon: pro Induktion aus konkret sinnlich Gegebenem, Vs unfruchtbare Dialektik des Aristoteles, die aus Syllogismen besteht.
Wissenschaft/Antike/Bubner: hat durchaus das Eigentümliche kindlicher Welterforschung an sich. Fruchtbar an Streitfragen, arm an Werken. klebt für Jahrhunderte fest.
Künste/Antike/Bubner: im Gegensatz zur Wissenschaft waren sie auffallend lebendig.
I 147
Wissenschaft/Aristoteles/Bubner: jede Einzelwissenschaft hat es mit Wirklichkeit zu tun, aber keine mit der Wirklichkeit an sich, sondern nur mit dem gewählten Aspekt. "Sie schneiden aus dem Seienden einen Teil heraus und betrachten ihn hinsichtlich des ihm Zukommenden." Auch die Summe der Einzelwissenschaften wird die Begrenzung nie überwinden, die in der Spezialisierung liegt.
Die Frage nach der Wirklichkeit dahinter lässt sich im Umkreis des vorliegenden Wissens gar nicht stellen.

Wissenschaft Heidegger
 
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Rorty II 65
Wissenschaft/Heidegger/Derrida: harte Wissenschaften sind Handlanger des technischen Fortschritts, keine Ausblicke auf die unverhüllte Realität. Kierkegaard/NietzscheVsPlaton, NietzscheVsAristoteles: Streben nach objektiver Wahrheit ist nicht die lohnendste und menschlichste Tätigkeit.
- - -
Figal I 107f
Wissenschaft/Heidegger: »sie gibt ein Bild« für das Handeln. In der Orientierung am Bild liegt noch »Befangenheit«.

Hei III
Martin Heidegger
Sein und Zeit Berlin 2006

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Hei I
Günter Figal
Martin Heidegger zur Einführung Hamburg 2016
Zahlen Black
 
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II 125
Zahlennamen/Black: anders als Namen für physikalische Gegenstände: Bsp "Zwei Menschen kamen herein": hier ist "zwei" ein Adverb! - Das kann transformiert werden in "einer und noch einer". - Das geht nicht bei "rot". - BlackVsFrege: das zeigt, dass Zahlen keine besonderen Gegenstände sind. - BlackVsPlatonismus.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 42 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsPlaton Berkeley Vs Aristoteles
 
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I 230
Allgemeines/BerkeleyVsAristoteles/BerkeleyVsPlaton/BerkeleyVsLocke: die Vorstellung eines Dreiecks als abstrakte Vorstellung darf weder spitzwinklig noch rechtwinklig, noch stumpfwinklig sein (>SellarsVsLocke: Disjunktion, Berkeley: Rejektion). Berkeley: dann ist es aber überhaupt kein Dreieck, also gibt es keine abstrakten Vorstellungen.
I 231
VsBerkeley: wie ist dann überhaupt Wissenschaft möglich? Lösung/Berkeley: Verweisungscharakter der Zeichen.
G. Berkeley
I Breidert Berkeley: Wahrnehmung und Wirklichkeit, aus Speck(Hg) Grundprobleme der großen Philosophen, Göttingen 1997
VsPlaton Field Vs Benacerraf, P.
 
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I 24
VsBenacerraf/Field: man könnte ein anderes Argument bringen: das Problem der durchgängigen Willkür von Identifikationen ist ein Phänomen nicht nur in der Mathematik, sondern auch in anderen Gebieten: Bsp PutnamVsmetaphysischer Realismus: Bsp manche sagen, es sei willkürlich, ob ein Punkt eine konvergente Menge kleiner und kleiner werdender Regionen ist, die alle ungleich Null sind.
Anti PlatonismusVs: wenn man gar keine Mengen annimmt, erledigt sich das Problem.
I 25
Willkür/Field: These: wir haben im Reich der physikalischen Objekte nicht dieselbe durchgängige Willkür wir in der Mathematik. VsPlatonismus/Mathematik/Field: 1. die meistdiskutierte Herausforderung an ihn ist die epistemologische Position.
Locus classicus:
BenacerrafVsPlatonismus: (1973):
FieldVsBenacerraf: Problem: sie stützt sich auf eine veraltete Kausaltheorie des Wissens.
BenacerrafVsPlatonismus: wenn es sprach und geistunabhängige mE gäbe, ohne raumzeitliche Lokalisation, die in keine physikalischen Interaktionen eintreten können, dann können wir gar nicht wissen, ob sie existieren und auch sonst nichts über sie wissen. Der Platonist mußte mysteriöse Kräfte postulieren.
VsBenacerraf: hier könnte man mit dem Unverzichtsbarkeits Argument antworten: mE sind unverzichtbar in unseren verschiedenen Theorien über physikalische Objekte.
FieldVsVs: das geht aber davon aus, daß sie eben unverzichtbar sind, was ich nicht glaube.
Benacerraf/Field: wir können sein Argument aber schärfer formulieren. nicht als Problem unserer Fähigkeit, Glauben an mE zu rechtfertigen, sondern die Verläßlichkeit unseres Glaubens zu erklären. Dabei nehmen wir an, es gäbe positive Gründe für den Glauben an solche mathematischen Entitäten.
I 26
Benacerrafs Herausforderung ist, daß wir einen Zugang zu den Mechanismen bereitstellen müssen, die erklären, wie unser Glauben über so fragliche (remote, entfernte) Entitäten so gut Tatsachen über sie wiedergibt. Pointe: wenn man das nicht prinzipiell erklären kann, dann schwindet der Glaube in die mE. Benacerraf zeigt, daß die Kosten für eine Annahme von mE hoch sind. Vielleicht sind sie also doch nicht unverzichtbar? (So verstehe ich Benacerraf jedenfalls).
I 27
VsBenacerraf/Field: 2. manchmal wird gegen seine Position (wie ich sie dargestellt habe) angeführt, daß eine Erklärung der Verläßlichkeit dann erforderlich ist, wenn diese Tatsachen kontingent sind, was aber wegfiele im Fall notwendiger Tatsachen. (FieldVs: s.u. Essay 7).
I 29
Unverzichtbarkeis Argument/Field: könnte man sogar evolutionstheoretisch erklären: daß der Evolutionsdruck uns dazu gebracht hat, die empirisch unverzichtbaren mathematischen Annahmen schließlich plausibel zu finden. FieldVsVsBenacerraf: Problem: der Umfang der Mathematik, der in empirischer Wissenschaft zur Anwendung kommt, ist relativ klein! D.h. nur dieser kleine Teil könnte von der Empirie als verläßlich bestätigt werden.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPlaton Lewis Vs Benacerraf, P.
 
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Field I 231
Bsp (2) wenn die meisten Mathematiker "p" als ein Axiom akzeptieren, dann p.
I 232
VsPlatonismus: dieser hat ein Problem, wenn er (2) nicht erklären kann. Das ist eine Reformulierung des berühmten Problems von Benacerraf in "Mathematical truth". (s.o.). (> Benacerraf geht dabei von einer Kausaltheorie der Wahrheit aus).
Field: davon hängt unser gegenwärtiger Ansatz aber nicht ab.
I 233
Wissen/Mathematik/Field: unser Ansatz hängt nicht davon ab, daß es notwendige und hinreichende Bedingungen für Wissen gibt. Statt dessen: Verläßlichkeitstheorie/Wissen/Field: die Sichtweise, daß wir skeptisch sein sollten, wenn die Verläßlichkeit unseres Wissens prinzipiell nicht erklärbar ist.
Mathematik/LewisVsBenacerraf: (Lewis, 1986, S.111 12): Benacerrafs Fall stellt kein Problem für die Mathematik dar, weil die meisten mathematischen Tatsachen notwendig gelten.
Verläßlichkeitstheorie/Lewis: dann brauchen wir auch eine Erklärung der verläßlichen Beziehung Bsp zwischen Tatsachen über Elektronen und unseren "Elektron" Glaubenszuständen und die haben wir auch! In diesem Fall ist es der kausale Zugang, nach dem "Elektron" Glauben kontrafaktisch (>KoKo) von der Existenz und Natur von Elektronen abhängen.
Erklärung/Lewis: nun ist es aber gerade die kontingente Existenz und Natur von Elektronen, die die Frage nach ihrer Existenz und Natur sinnvoll macht.
Lewis: nichts kann kontrafaktisch von Nichtkontingentem abhängen. Bsp nicht kann kontrafaktisch davon abhängen, welche mathematischen Entitäten es gibt. Nichts sinnvolles kann darüber gesagt werden, welche unserer Meinungen anders wären, wenn es die Zahl 17 nicht gäbe.
- - -
Stalnaker I 41
Mathematik/Benacerraf/Stalnaker: für Mathematik sollten wir eine Semantik erwarten, die eine Fortsetzung der allgemeinen Semantik ist. Existenzaussagen über Zahlen, Funktionen und Mengen sollten wir mit derselben wahrheits-konditionalen Semantik interpretieren wie Sätze über Tische, Quarks usw.
I 42
Wissen/Mathematik/Realität/Stalnaker: andererseits sollten wir aber auch erwarten, dass der Zugang zu unserem mathematischen Wissen kontinuierlich zu dem zum alltäglichen Wissen ist. Die Prozeduren, mit denen wir mathematische Aussagen bewerten und rechtfertigen sollten durch einen allgemeinen Zugang zu Wissen erklärt werden, zusammen mit einer Darstellung mathematischen Wissens. Platonismus/Mathematik/Benacerraf: These: dieser gibt eine natürliche Semantik, aber erlaubt keine plausible Epistemologie. ((s) Das erklärt nicht, wie wir zu Wissen gelangen).
kombinatorischer Zugang/combinatorial/Terminlogie/Benacerraf: Bsp Konventionalismus, Bsp Formalismus: diese zeigen mathematische Prozeduren, sagen aber nicht, was die entsprechenden bestätigten mathematischen Aussagen uns sagen.
Benacerraf/Stalnaker: dieser bietet selbst keine Lösung.
Referenz/Benacerraf: These: echte Referenz braucht eine kausale Verbindung.
Wissen/Mögliche Welten/MöWe/Lösung/LewisVsBenacerraf: pro Platonismus aber Vs kausale Verbindung für Referenz.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsPlaton Deflationismus Vs Beweistheorie
 
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Field I 100
VsDeflationismus: Problem: wie rechtfertigt man die Nützlichkeit des Schließens auf metalogischer Ebene statt auf der Objekt Ebene? Beweistheorie: hier insbesondere gibt es gar keine Objektebene!
Objektebene: hier machen die Aussagen keine Referenz auf Sätze oder Formeln. Oder abstrakte Analoga davon wie Propositionen). Und damit auch nicht auf Axiome, Schlußregeln oder Ableitungen.
Problem: wie können wir dann die Anwendbarkeit (Nützlichkeit) von beweistheoretischem Schließen zeigen?
I 101
DeflationismusVsBeweistheorie: da diese mit mathematischen Entitäten arbeitet, kann der Deflationist nicht annehmen, daß wir überhaupt Wissen von ihr erhalten. Wie kann der Deflationist dennoch ihre Nützlichkeit zeigen? 1. wir müssen die normalen Definitionen beweistheoretischer Begriffe zurückweisen und welche ohne Referenz auf mathematische Entitäten (mE) finden.
a) wir brauchen eine hinreichend kraftvolle Theorie aktualer Inskriptionen, ohne Modalität: mit einer solchen Theorie könnten wir Begriffe wie "e ist eine wohlgeformte Inskription", "e und f sind typ identische Inskriptionen" , "d ist (eine Inskription, die) eine Ableitung (enthält in bezug auf System F)",
sowie verschiedene Prädikate von Inskriptionen, die diese strukturell beschreiben (z.B. von einem bestimmten Inskriptions Typ A zu sein). Das könnte in Logik 1. Stufe ausgeführt werden.
b) wir müssen eine modale Extension schaffen: in der wir z.B. "A ist ableitbar" verstehen als "es ist möglich, daß es eine Ableitung gibt, deren letzte Zeile eine A-Inskription ist".
VsPlatonismus: also nicht: "es existiert aktual ein bestimmter Typ abstrakter Sequenzen abstrakter Analoga der Symbole.
Field: damit soll kein neuer Typ von Möglichkeit neben logischer Möglichkeit eingeführt werden außer wenn wir sie aus strikter logischer Möglichkeit plus anderen akzeptablen Begriffen definieren können.
Problem: 1. logische Möglichkeit ist gänzlich anti essentialistisch. (?). ((s) Nimmt nichts als wesentliches Substrat an? Als Wesen, als Entität?)
Field: das bringt ein Problem für die Übersetzung von Sätzen, wo "ableitbar" im der Reichweite des Quantors liegt. (s) "Es gibt etwas, (eine Entität) das ableitbar ist".
Field: Bsp "er äußerte eine ableitbare Inskription" wäre immer falsch in einer naiven Übersetzung.
I 102
Lösung: substitutionale Quantifikation. (ungleich Kripke/Wallace). 2. Problem: die Konsistenz mit axiomatischer Beweistheorie ist nicht hinreichend für Beweisbarkeit im normalen Sinn: Unvollständigkeits Theoreme liefern Fälle von unbeweisbaren Formeln, wo die Behauptung, daß es einen Beweis gibt konsistent ist mit der Beweistheorie.
Lösung: für die Beweisbarkeit von A ...Existenz eines Beweises kompatibel sein mit einer (nominalistischen oder platonistischen) Beweistheorie die in einer kraftvollen Logik aufgestellt ist, die Ableitungen ausschließen kann, die nicht echt endlich sind. z.B. eine Logik mit einem Quantor "es gibt nur endlich viele" oder mit substitutionalem Quantor.
stärker/schwächer/(s): stärker: eine Logik, die unendliche Ableitungen ausschließt.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPlaton Newen Vs Carnap, R.
 
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New I 115
Wissenschaft/Carnap/Newen: These: hat es nur mit Relationen zu tun ((s) extrinsische Eigenschaften, keine intrinsischen). Wissenschaftliche Aussagen sind reine Strukturaussagen. Bsp Eisenbahnnetz (U-Bahnplan, U-Bahn-Netz):
Strukturbeschreibung/Carnap/Newen: verwendet keine Namen für Orte.
Lösung: Identifikation der Orte durch Anzahl der Verbindungen, bei gleicher Anzahl die Verbindungen der nächsten Nachbarorte usw. Wahrscheinlich lässt sich so schon ein sehr komplexes Netz durch Betrachtung der unmittelbaren Nachbarstationen eindeutig beschreiben.
I 116
Sollten wider Erwarten zwei Knoten sich nicht durch die Anzahl der Verbindungen unterscheiden lassen, so sind sie auch wissenschaftlich ununterscheidbar! VsCarnap/Newen: es werden immer nur Relationen in Bezug auf ein Gegenstandsgebiet ((s) Parameter) berücksichtigt.
Problem: dann sind alle strukturgleichen Netze wissenschaftlich eins zu eins aufeinander abbildbar. Bsp ein Eisenbahnnetz könnte zufällig die Blutbahnen in einem Organismus abbilden.
Relevanz/CarnapVsVs: wissenschaftliche Unterschiede würden sich in Unterschieden der relevanten Relationen manifestieren.
VsCarnap: es gibt keinen absoluten Begriff relevanter Relationen.
I 117
VCarnap: es ist umstritten, ob man die Welt ohne nichtreduzierbare intrinsische Eigenschaften beschreiben kann. Konstitutionssystem/Carnap/Newen: Bsp
1. Aussagen über das eigene Bewusstsein
2. Aussagen über de Welt physikalischer Objekte
3. über das Bewusstsein anderer Personen
4.über geistig-kulturelle Gegenstände.
Elementarerlebnis/Carnap/Newen: ist der Gesamtinhalt dessen, was einem Bewusstsein in einem Augenblick gegeben ist.
I 118
Die Eindrücke sämtlicher Sinne nebst Erinnerungen, Gefühlen usw. Grundbeziehung der Erlebnisse: die Ähnlichkeitserinnerung.
Empirische Aussagen/Carnap: sind letztlich sehr komplexe Aussagen über Ähnlichkeitserinnerungen.
Def Quasianalyse/Carnap/Newen: ist der Weg zu geeigneten Definitionen. Aus Elementarerlebnissen werden Quasigegenstände konstituiert. Alle Alltagsgegenstände werden als Quasigegenstände aufgefasst.
Elementarerlebnisse (= Knoten im Netz). Relation: Ähnlichkeitserinnerung. Bsp Farben: hier werden z.B. 5 Gegenstände aufgrund von Farbähnlichkeit in Beziehung gesetzt.
I 119
Def Farbe/Carnap/Newen: die größte Menge von Elementarerlebnissen, die miteinander farbgleich sind. Quasieigenschaft/Carnap/Newen: das, was aus einer Quasianalyse hervorgeht, z.B. die Quasieigenschaft, eine bestimmte Farbe zu haben, z.B. rot zu sein.
Rationale Rekonstruktion/Carnap/Newen: diese systematische Ableitung aller Erkenntnisse aus Basiselementen ist nicht unbedingt psychologisch adäquat. Es geht nicht um Synthesen und Formungen, wie sie im wirklichen Erkenntnisprozess vorliegen, sondern eben um rationale Rekonstruktion.
VsCarnap/Newen: Problem: es kann mehrere gleichberechtigte Quasianalysen bei einer Verteilung geben:
I 120
(aus Mormann Rudolf Carnap S. 100): T: 1. A 2. ABC 3. C 4.ABD 5.BCE 6.D 7.DE 8.E
T* 1. A 2. BC 3. C 4.AB*D 5.B*CE 6.D 7.DB*E 8.E

Beide Reihen liefern dieselben strukturellen Farbverwandtschaften, weil B und B* symmetrische Rollen spielen. Außerdem sind A und D sowie C und E strukturell austauschbar. D.h. tauscht man sie aus, ist das Elementarerlebnis 2 in T* Strukturgleich mit dem Nr. 7 in T usw.
Pointe: trotz Strukturgleichheit sind T und T* wesentlich verschieden, weil die Elementarerlebnisse unterschiedliche Eigenschaften haben: nach Theorie T hat 2 die Farben A, B und C, nach T* nur A und C.
Problem: Carnap vernachlässigt das
GoodmanVsCarnap: damit scheitert die Quasianalyse grundsätzlich.
NewenVsGoodman: das ist umstritten.
I 121
Carnap/Newen: seine Theorie ist solipsistisch; sie geht von einem Subjekt und seinen Erlebnissen (mentalen Zuständen) aus. Bewusstsein/NewenVsCarnap: Bewusstsein können wir so nur ohne Interaktion und radikale Verschiedenheit darstellen. Die Welt des anderen kann nur als Teil meiner Welt berücksichtigt werden.
NewenVsCarnap: seine Theorie kann nur gelingen, wenn ein nichtsolipsistischer Ansatz gewählt wird.
- - -
NS I 30
CarnapVsFrege/CarnapVsPlatonismus: kein platonisches Reich von Gedanken. VsCarnap/VsMöWe-Semantik/Vs Semantik möglicher Welten: zwei Probleme:
1. Problem der leeren Namen.
a) wie können sie sinnvoll in einem Satz gebraucht werden
b) wie können verschiedene leere Namen unterschieden werden?
2. Problem:
Def Hyperintensionalität/Newen/Schrenk: notwendig wahre Sätze sind in genau denselben Mengen von möglichen Welten (MöWe) wahr (nämlich in allen). Daher können sie durch die MöWe-Semantik nicht unterschieden werden. Ihr unterschiedlicher Gehalt kann nicht durch die Intension erfasst werden, wenn die Intension mit Mengen von MöWe gleichgesetzt wird, in denen der Satz wahr ist.
- - -
NS I 101
Sinn/Namen/Frege: These: der Sinn eines Namens wird durch die Kennzeichnung ausgedrückt. Das ist die sogenannte Kennzeichnungstheorie, eine einfache Variante der Beschreibungstheorie.
NS I 102
Referenz/Namen/Frege: ebenfalls durch Hinweise auf Kennzeichnung: die Kennzeichnung, deren Sinn der Beitrag eines Namens zum ausgedrückten Gedanken ist, legt auch das Objekt fest. Namen/Carnap/Newen/Schrenk: wie Frege.
VsFrege/VsCarnap: beide haben das Problem, dass nicht klar ist, welcher Individualbegriff mit einem Namen assoziiert wird. Verschiedene Sprecher könnten verschiedene Kennzeichnungen mit einem Namen verbinden, so dass Kommunikation rätselhaft bleibt.
Lösung: Searle: Bündeltheorie.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsPlaton Freud Vs Descartes, R.
 
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Rorty V 60
FreudVsPlaton/FreudVsKant/FreudVsDescartes/Rorty: das Unbewusste, unser Gewissen, ist nichts Unveränderliches, nicht einmal ein zentraler Teil. Alle Teile sind gleichberechtigt. Mechanisierung, Verfahren, uns selbst zu verändern.

Freud I
S. Freud
Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse Hamburg 2011

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPlaton Stegmüller Vs Descartes, R.
 
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Stegmüller IV 370
Wissen/Erkenntnistheorie/Descartes/Stegmüller: Descartes war unzufrieden mit dem Status, der dem Wissen in seiner Zeit zukam. Den wollte er mit seinem methodischen Zweifel stärken.
IV 371
(i) ich kann ohne Widerspruch die Existenz meines Körpers bezweifeln, nicht aber die meines Bewusstseins als Träger meiner Zweifel. (ii) Cogito-Prinzip: unbezweifelbar wegen der Tatsache, dass ich seine Wahrheit klar und deutlich erkenne.
(iii) Gott als vollkommenes Wesen kann nicht betrügen. Sinnestäuschungen rühren nicht von Gott, sie entstehen im komplizierten physiologischen Wahrnehmungsapparat.
Wissen/Erkenntnistheorie/VsDescartes/Stegmüller:
1. der Status der allgemeinen Regel bleibt unklar. Sie wird zumindest durch die Möglichkeit eines täuschenden Gottes bedroht.
Problem: entweder die Regel ist absolut sicher, dann ist sie auch nicht durch einen deus malignus bedroht, oder sie ist nicht völlig sicher, dann bedroht sie jedes Denken.
2. Cogito-Argument: beruht auf der Einsicht in den Selbstwiderspruch "Ich denke jetzt nicht".
IV 372
Das ist aber eine andere Klarheit als die der Mathematik und auch der des Gottesbeweises. Aus dem Cogito-Argument lässt sich die Autorität des klaren und deutlichen Denkens nicht ableiten! 3. Daraus, dass ich zunächst mit Gewissheit nur auf mich als denkendes Wesen schließen kann, folgt nicht, dass mein Bewusstsein eine denkende Substanz und ein von meinem Körper verschiedenes Ding ist.
IV 373
MackieVsDescartes/Stegmüller: zwei Punkte: 1. Descartes behauptet, Vollkommenheit sei ein positiver, Unvollkommenheit ein negativer Begriff, der den ersteren voraussetzt.
IV 374
Andererseits gibt er selbst zu, dass ich die Unendlichkeit Gottes nicht verstehen kann und sich in meinem Geist keine eigenständige Idee von Vollkommenheit findet. Dann kann ich aber ein positives Verständnis meiner eigenen Unvollkommenheit gewinnen, aus dem ich umgekehrt den negativen Begriff der Vollkommenheit bilde. Ich bin im ständigen Wandel und bin mir dessen bewusst.
Ich könnte auch sagen, dass der rein negative Begriff der Freiheit von allen Mängeln mir als einziger zur Verfügung steht für die Vorstellung der Allwissenheit.
2. MackieVsPlaton/MackieVs ideale Formen:
Bsp absolute Gerade: Derartige Vorstellungen könnten nicht aus der Sinneswahrnehmung stammen, da keine reale Strecke vollkommen gerade ist. Sie müssten dann aus der direkten nicht sinnlichen Vertrautheit mit idealen Wesenheiten stammen.
Wir können aber sehr wohl die Vorstellung von einer gekrümmten Strecke haben, die aus der Wahrnehmung gewonnen ist!
Dann können wir uns auch denken, dass diese Strecke weniger gekrümmt ist. Ich kann mir dann den Begriff eines Grenzfalls machen, der nicht weiter von Krümmung befreit sein könnte.
Die Vorstellung der Vollkommenheit lässt sich also hinsichtlich ihres Inhaltes völlig vom Material der Sinneswahrnehmung und dem Verständnis der Negation her erklären.

Ca V
W. Stegmüller
Rudolf Carnap und der Wiener Kreis
In
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I, , München 1987

St I
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd I Stuttgart 1989

St II
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 2 Stuttgart 1987

St III
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 3 Stuttgart 1987

St IV
W. Stegmüller
Hauptströmungen der Gegenwartsphilosophie Bd 4 Stuttgart 1989
VsPlaton Martin Vs Dialaktik
 
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Arm II 186
MartinVsDialektik/VsPlaton: weder ist Nicht Sein eine Form von Sein noch Sein eine Form von Nicht Sein. Dennoch die Kette von An und Abwesenheiten von etwas sind wesentlich und vervollständigend füreinander. Der Begriff eines Endes ist der Begriff einer Grenze wo etwas ist und etwas nicht ist. .
Ebene/Stufen/Ordnung/Martin: das muss man nicht mit zwielichtigen höheren Stufen des Seins erklären, das ist bloß gut für theoretische Übungen an der Tafel.
Alles in Begriffen der 1 Stufe abzuwickeln ist schwierig, aber es kann durchgeführt werden. Abwesenheit 1 Stufe macht "allgemeine Tatsachen" oder "allgemeine Zustände" überflüssig.

Mart I
C. B. Martin
The Mind in Nature Oxford 2010

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsPlaton Putnam Vs Disquotation
 
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Horwich I 431
Wahrheit/Putnam: der einzige Grund den man haben kann um zu leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist, wäre, dass man Physikalist oder Phänomenalist ist. Oder vielleicht ein Kulturrelativist. Wahrheit/Eigenschaft/Putnam.: nur reduktionistische Theorien leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. (PutnamVsDisquotationalismus).
Wahrheit/Putnam: ist eine Eigenschaft – PutnamVsDeflationismus – Rorty: (Spiegel der Natur): Wahrheit keine Eigenschaft.
I 455
göttliche Perspektive//außen/PutnamVsGottesstandpunkt/Rorty: Putnam amüsiert sich wie James und Dewey über solche Versuche. Rorty: er hat aber ein Problem, wenn es um PutnamVsDisquotationalismus geht: dieser riecht ihm zu reduktionistisch, zu positivistisch, zu „behavioristisch“ (transzendentaler Skinnerismus“).
Wahrheit/Putnam: wenn ein Philosoph sagt, Wahrheit sei etwas anderes als Elektrizität weil es wohl Raum für eine Theorie der Elektrizität aber keinen für eine WT gebe,
I 456
und dass die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen (WB) alles sei, was man über Wahrheit wissen könnte, dann leugnet er, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. Damit gibt es dann auch keine Eigenschaft der Korrektheit oder Richtigkeit ((s) >Deflationismus, PutnamVsDeflationismus, PutnamVsGrover. PutnamVs: das heißt zu leugnen, dass unsere Gedanken Gedanken sind und unsere Behauptungen Behauptungen.
Theorie/Existenz/Reduktion/Putnam/Rorty: Putnam nimmt hier an, dass der einzige Grund dafür zu leugnen, dass man eine Theorie für ein X braucht, ist, zu sagen, dass das X „nichts als Y“ sei ((s) eliminativer Reduktionismus).
PutnamVsDavidson: Davidson muss zeigen, dass Behauptungen auf Geräusche reduziert werden können. Dann müsste der Feldlinguist Handlungen auf Bewegungen reduzieren.
Davidson/Rorty: aber dieser sagt nicht, dass Behauptungen nichts als Geräusche seien.
Statt dessen:
Wahrheit/Erklärung/Davidson: anders als Elektrizität ist Wahrheit keine Erklärung für etwas. ((s) Ein Phänomen wird nicht dadurch erklärt, dass ein Satz, der es behauptet, wahr ist).
I XIV
VsDeflationismus/Horwich: liefert keine explizite W Definition, sondern beruht nur auf einem Schema (DS).
I XVI
Wahrheit/einfach/unanalysierbar/Russell/Moore/Cartwright/Horwich: wenn Wahrheit unanalysierbarer Grundbegriff ist (VsDeflationismus), dann ist sie völlig bewusstseinsunabhängig. D.h. Wahrheit bekommt etwas Metaphysisches. Problem: dann können wir nicht annehmen, dass die Propositionen die wir glauben, diese Eigenschaft haben. Dann folgt der Skeptizismus.
I 457
Korrektheit/PutnamVsDavidson: obwohl er dessen Abneigung für intentionalistische Begriffe teilt, (und daher Wahrheit nicht als Erklärung ansieht) wünscht er dennoch eine Darstellung dessen, was es für eine Behauptung ist, korrekt zu sein. Putnam/Rorty: das will er, weil er Angst hat, dass die „Innensicht“ des Sprachspiels wo „wahr“ ein wertschätzender Begriff ist – geschwächt wird, wenn sie nicht philosophisch unterstützt wird. Denn:
Wenn Sprache nur Hervorbringung von Geräuschen ist – ohne normatives Element – dann sind die Geräusche die wir hervorbringen nichts als „Ausdruck unserer Subjektivität“.
Normativität/Norm/Sprache/Putnam: warum sollte es keine normativen Elemente im Sprachspiel geben? Das wäre die Innensicht des Sprachspiels.
RortyVsPutnam: hängt damit immer noch einer synoptischen Gottesperspektive an, in der Innensicht und Außensicht des Sprachspiels zusammengebracht werden.
Norm/JamesVsPutnam/DeweyVsPutnam: einen solchen Gottesstandpunkt können wir nicht einnehmen. D.h. wir können unsere Normen nicht dadurch festigen, dass wir sie metaphysisch oder wissenschaftlich abstützen.
Wahrheit/Wertschätzung/PragmatismusVsPlaton/DeweyVsPlatonRortyVsPutnam: wir sollten nicht Platons Fehler wiederholen, und Ausdrücke der Wertschätzung als Namen esoterischer Entitäten auffassen.
I 497
Überzeugung/PutnamVsDavidson: dass die meisten wahr sind, wird nicht durch die Methodologie der Interpretation garantiert, weil der Vorrat an Überzeugungen ständig wechselt. Daher können wir (ii) nur dann einen Sinn geben, wenn wir die Verläßlichkeit des Lernens erklären und das kann nur der Realismus. Kausaltheorie/Korrespondenz/Putnam: der Verläßlichkeit des Lernens: würde uns als verläßliche Signalgeber darstellen. Was würde die WT beitragen? Sie teilt mit, dass der Satz wahr ist gdw. der Zustand besteht. Das ist die Korrespondenz, die in der Kausaltheorie involviert ist, sie ist genau die Korrespondenz die durch die W Def aufgestellt wird.
Deflationismus/Korrespondenz/M. Williams: ihm ist diese minimale Korrespondenz auch verfügbar. D.h. Putnams Argument garantiert keine physikalische Korrespondenz oder eine andere substantielle Theorie.
I 502
Wahrheit/Putnam: muss substantiell sein ((s) erklärende Rolle, Wahrheit als Eigenschaft, PutnamVsDeflationismus). Sonst führt sie zum Kulturrelativismus. PutnamVsKulturrelativismus: ein extremer Kulturrelativist kann sich selbst noch nicht einmal als Denker oder Sprecher betrachten, im Gegensatz zu einem bloßen Geräuschemacher. ((s) Sprechen nicht von Geräusch unterscheidbar). Das ist geistiger Selbstmord.
PutnamVsDisquotationalismus: hat keine erklärende Kraft, wenn nicht etwas über den Begriff der Behauptung gesagt wird.
M. WilliamsVsPutnam: brauchen wir das?
Putnam: um uns selbst als Denker ansehen zu können, muss Sprechen mehr als Geräuschmachen sein und dann müssen wir uns selbst erklären können was es heißt, einen Satz zu verstehen.
PutnamVsmetaphysischer Realismus/M. Williams: obwohl Putnam dieses Bild sympathisch findet, bevorzugt er, Bedeutung in Begriffen von situationsangemessenem Gebrauch zu erklären.
Problem: dass wir nicht dabei stehen bleiben, dass es verschiedene linguistische Praktiken ((s) verschiedene Gemeinschaften) gibt, und daher verschiedene Weisen der Rechtfertigung.
Lösung: ideale Rechtfertigung. Und das ist, wie Putnam Wahrheit versteht.
Wahrheit/PutnamVsDisquotationalismus: wenn wir nichts über Wahrheit in Begriffen der Behauptbarkeits Bedingungen (BB) sagen, erhalten wir keinen Begriff der objektiven Richtigkeit, der dem Kulturrelativismus zu entgehen erlaubt. Dann haben wir Wahrheit implizit mit Behauptbarkeit relativ zu den Normen einer bestimmten Gemeinschaft identifiziert.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPlaton Wright Vs Field, H.
 
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I 43
Anti Platonismus/AP/WrightVsField: (Hale, 1987): behauptet, daß modale Überlegungen meine Version des AP untergraben. Weil ich Mathematik und die Existenz von mathematischen Entitäten (mE) als konsistent, und Konsistenz als modalen Grundbegriff (Möglichkeit) nehme, wäre ich darauf festgelegt, daß ich es für falsch halte, daß es mE gibt daß die Existenz von mE "kontingent falsch" sei. ((s)"Es hätte genauso gut auch mE geben können, also empirische Frage").
kontingent/Wright/HaleVsField: ist nicht logisch, und also etwas anderes als "weder logisch wahr noch logisch kontradiktorisch". Und das macht Fields Position absurd.
WrightVsField: worauf soll Fields "Kontingenz" kontingent sein? Bsp nach Field enthält die WiWe keine Zahlen aber sie hätte welche enthalten können. Aber gibt weder eine Erklärung dafür warum nicht, noch gäbe es eine Erklärung, wenn es doch Zahlen gäbe.
FieldVsVs: wenn das Argument gut wäre, gälte es genauso gegen den (nicht logischen) Platonismus, für den Mathematik hinter die Logik zurückreicht. Dann wäre die Leugnung der ganzen Mathematik logisch konsistent und daher "kontingent". Aber das ist eine Verwechslung der verschiedenen Bedeutungen von "möglich". Analog:
Bsp wenn die Existenz von Gott logisch konsistent ist, und es keinen gibt, so ist es kontingent falsch, daß es einen gäbe.
Problem: der Atheist hat keinen Zugang dazu, worauf das kontingent sein soll. Es gäbe weder eine Erklärung für die Existenz noch für die Nichtexistenz. Es gibt keine für Gottes Existenz günstigen Bedingungen und keine ungünstigen. (>Anselm, 2. ontologisches Argument).
WrightVsField: hat aber noch interessantere Argumente: 1. ohne die Annahme, daß die Mathematik aus notwendigen Wahrheiten besteht, ist die Sichtweise, daß Mathematik konservativ (konservierend, s.o.) sei, ungerechtfertigt.
I 44
analog: ohne die Annahme, daß die Mathematik wahr ist, sei die Annahme, daß sie konsistent sei, ungerechtfertigt. Rechtfertigung/FieldVsWright: man kann jeden Glauben durch einen stärkeren Glauben rechtfertigen, aus dem er folgt. (>stärker/schwächer).
Wright und Hale müßten zeigen, daß der Platonismus bessere Gründe für die notwendige Wahrheit der Mathematik hat als der Anti Platonismus für die Annahme hat, daß Mathematik konservativ (oder konsistent) ist. Und es ist nicht sicher, daß das stimmt.
WrightVsField: 2. jeder, der beides vertritt:
a) daß die Existenz von mE "kontingent falsch" ist und
b) daß Mathematik konservativ ist,
kann keinen Grund angeben, nicht an mE zu glauben!
Def Konservativität/Mathematik/Field: bedeutet, daß jede intern konsistente Kombination von nominalistischen Aussagen auch konsistent mit der Mathematik ist. DF Ordnung.
Dann kann keine Kombination nominalistischer Aussagen ein Argument gegen den Glauben an Mathematik (Ontologie) liefern.
WrightVsField: wie kann es dann überhaupt einen Grund geben, nicht an Mathematik zu glauben? Er hat keinen Beweis für seinen eigenen Nominalismus. Daraus folgt, daß Field nicht Nominalist sein kann, sondern Agnostiker sein muß.
FieldVsWright: dieser verkennt die Relevanz, die ich der Frage der Verzichtbarkeit und Unverzichtbarkeit zubillige.
Konservativität: zeigt nicht von sich aus, daß es keinen Grund geben kann, an Mathematik zu glauben.
Um VsPlatonismus Erfolg zu haben, müssen wir auch zeigen, These daß Mathematik verzichtbar ist in Wissenschaft und Metalogik. Dann haben wir Grund, nicht buchstäblich an Mathematik glauben zu müssen.
I 45
Wenn das gelingt, können wir hinter den Agnostizismus gelangen.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsPlaton Leeds Vs Field, H.
 
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Field II 304
Unbestimmtheit /Mengenlehre/ML/Leeds/Field: Bsp jemand hält den Begriff "Menge" für unbestimmt, dann kann er statt dessen sagen: die Extension des Begriffs sei "so groß wie möglich". (Leeds 1997,24) (s) "alles, was unter den Begriff fällt"). Dann kann der Begriff enger und weiter gefaßt werden. Mächtigkeit des Kontinuums/Unbestimmtheit/Field: diese Unbestimmtheit müßte aber mindestens ebenso sehr den Begriff der Elementbeziehung umfassen.
LeedsVsField: es ist inkohärent, Mengenlehre zu akzeptieren und gleichzeitig ihre Begriffe als unbestimmt zu bezeichnen. Insbesondere, dann auch noch die klassische Logik darauf anzuwenden.
Field: das kann auch so aussehen, besonders, daß man die philosophischen Kommentare von der Mathematik trennen soll. Aber wir müssen die Trennung von der Praxis gar nicht vornehmen:
Bsp wenn der Glaube in Unbestimmtheit sich darin äußert, ob der Glaubensgrad des Mathematikers in die Kontinuumshypothese und sein "Zweifelsgrad" in dieselbe sich zu 1 summieren. ((s) Daß es keinen Raum für eine dritte Möglichkeit gibt.)
Problem: ein Mathematiker, für den sie sich zu 1 summieren kann sich fragen, "Ist die Kontinuumshypothese korrekt?" und dafür mathematische Beweise suchen. Aber ein andere Mathematiker, für den die Glaubensgrade zu 0 summieren ((s) weil er weder an die Kontinuumshypothese noch an die Negation glaubt) wird die Suche nach einem Beweis für irregeleitet halten. Jede Möglichkeit sei es wert, verfolgt zu werden.
Die Idee hinter der Unbestimmtheit ist aber, daß es wenig zu bestimmen gibt jenseits der akzeptierten Axiome. ((s) Keine Tatsache).
Kontinuumshypothese/Field: praktische Erwägungen mögen einer Auffassung in einem bestimmten Kontext den Vorzug geben, einer anderen in einem anderen Kontext.
Lösung/Field: das ist kein Problem, so lange diese Kontexte getrennt gehalten werden. Es zeigt aber, daß die Nützlichkeit für den Mathematiker unabhängig von der Wahrheit ist.
II 305
Williamsons/Rätsel/Unbestimmtheit/Leeds/Field: (LeedsVsField): (Bsp es muß bestimmt sein, ob Joe reich ist oder nicht): Lösung/Leeds: i) wir schließen die fraglichen Begriffe, hier z.B. "reich" aus der Teilsprache aus, die wir als "erster Klasse" annehmen und
ii) beschränken den primären (disquotationalen) Gebrauch von "referiert" bzw. "ist wahr von" auf diese Teilsprache.
Unbestimmtheit/Leeds: liegt dann einfach darin, daß es keine einheitlich beste Weise der Übersetzung in die Teilsprache gibt, auf die wir das Zitattilgungsschema anwenden.
Field: das ist genial: alle Unbestimmtheit auf die Unbestimmtheit der Übersetzung zu reduzieren.
FieldVsLeeds: ich bezweifle aber, daß man dem letztlich Sinn abgewinnen kann.
Problem: zwischen unbestimmten Termini und solchen Termini zu unterscheiden, die sich bloß in der Extension von denen der Teilsprache "erster Klasse" unterscheiden. Insbesondere, wenn wir mehrere Übersetzungen in unsere Teilsprache haben, die sich untereinander in der Extension unterscheiden.
Lösung/Disquotationalism: dieser würde die fremden Terme in der eigenen Sprache integrieren. Dann dürfen wir zitieren. (Quine, 1953 b, 135. s.o. Kap. IV II 129-30).
Problem: wenn wir "/" und "\" integrieren droht die Lösung die wir oben erhalten hatten, zu verschwinden.
FieldVsLeeds: ich fürchte, das letztendliche Ziel wird nicht erreicht: Unbestimmtheit der Ausdrücke in unserer eigenen Sprache auszuschließen. Das scheint sogar für unsere wissenschaftlichen Begriffe unmöglich!
Bsp Wurzel –1/√-1/Brandom/Field: hier ist die Unbestimmtheit nicht beseitigt: wir können die Teilsprache "erster Klasse" einfach dazu gebrauchen zu sagen, daß –1 zwei Wurzeln hat, ohne einen Namen wie "i" einzuführen, der "für eine von beiden stehen" soll.
FieldVsLeeds: wir können Mengenlehre akzeptieren, ohne ihre Sprache als "erster Klasse" anzunehmen. ((s) Aber die Idee war doch, die mengentheoretischen Begriffe aus der Teilsprache erster Klasse zu eliminieren und "wahr von" und "referiert" auf die Teilsprache zu beschränken).
Field: das können wir sogar, wenn wir den Platonismus annehmen (eigentlich FieldVsPlatonismus) :
II 306
Bsp wir nehmen eine fundamentale Theorie T die kein mengentheoretisches Vokabular hat, sondern nur sagt, daß es unendlich viele nicht-physikalische ewig existierende Objekte gibt und die die Konsistenz der basalen Mengenlehre postuliert. (Widerspruchsfreiheit ist dann der Grundbegriff, der von seinen eigenen Axiomen geregelt wird und nicht in mengentheoretischen Begriffen erklärt ist. (Field 1991). Dann übersetzen wir die Sprache der Mengenlehre in T indem wir "Menge" als wahr von einigen oder allen der nicht-physikalischen ewig existierenden Objekte annehmen und "Element von" so interpretieren, daß die normalen Axiome wahr bleiben.
Dann gibt es mehrere Weisen, das zu tun, und verschiedene machen verschiedene Sätze über die Mächtigkeit des Kontinuums wahr. Dann hat die Kontinuumshypothese keinen bestimmten WW. (KH oWW).
Problem: wenn wir mathematische Anwendungen auf nichtmathematische Gebiete ausdehnen, brauchen wir nicht nur mathematische Widerspruchsfreiheit, sondern auch WSF mit diesen anderen Gebieten. Und man müßte auch annehmen, daß die entsprechenden außer-mathematischen Theorien platonistisch reformuliert werden könnte.
1. Das könnte man, indem man sie durch eine nominalistische (!) Theorie ersetzt.
2. man könnte die platonistische Theorie durch die Forderung ersetzen, daß alle nominalistischen Konsequenzen von T-plus-gewählte-Mengelehre wahr sind.
FieldVs: letzteres sieht wie ein billiger Trick aus, aber hier muß die gewählte Mengenlehre nicht eine sein, die die Mächtigkeit des Kontinuums entscheidet.
Auch muß die gewählte Mengenlehre für eine physikalische oder psychologische Theorie nicht mit der für ein anderes Gebiet kompatibel sein. Das zeigt, daß die Wahrheit der ML nicht in einem übergeordneten Bezugssystem angenommen wird. Es geht nur um instrumentelle Nützlichkeit.
FieldVsLeeds: wir können Unbestimmtheit in unserer eigenen Sprache nicht ausschließen, die weit über Vagheit hinausgeht, selbst wenn wir seine Lösung zugestehen. Aber auch das müssen wir nicht: meine Lösung scheint mir attraktiver.
- - -
Horwich I 378
Wahrheit/W-Theorie/W-Begriff/Leeds: wir müssen jetzt unterscheiden zwischen a) Wahrheits-Theorie (T-Theory) ((s) in der Objektsprache) und
b) Theorien des Begriffs der Wahrheit ((s) metasprachlich, MS) .
Field: (1972): These: wir brauchen eine SI Theorie der Wahrheit und der Referenz (dass eine Standard Interpretation immer verfügbar ist), und diese Theorie ist auch erhältlich.
(LeedsVsStandard-Interpretation/VsSI//LeedsVsField).
Field/Leeds: sein Argument beruht auf einer Analogie zwischen Wahrheit und (chemischer) Valenz. (..+....).
Field: These: wenn es so ausgesehen hätte, dass man sie nicht reduzieren könnte, wäre das ein Grund gewesen, die Theorie der Valenzen aufzugeben. Und zwar trotz der Nützlichkeit der Theorie!
Wahrheit/Field: These: (in Analogie zur Valenz): trotz allem was wir über die Extension des Begriffs wissen, auch für ihn gibt es noch die Notwendigkeit einer physikalistisch akzeptablen Reduktion!
Leeds: was Field eine physikalistisch akzeptable Reduktion nennen würde, wäre das, was wir die SI Theorie der Wahrheit nennen: dass es immer eine Standard Interpretation für "wahr" für eine Sprache gibt.
Field/Leeds: Field suggeriert, dass es möglich ist, so etwas am Ende zu entdecken.
LeedsVsField: betrachten wir die Analogie genauer: Frage: wäre eine bloße Liste von Elementen und Zahlen (Statt Valenzen) nicht akzeptabel?
I 379
Das wäre keine Reduktion, weil die Chemiker das Gesetz der Valenz formuliert hatten. Physikalismus/Naturgesetz/Leeds: verlangt nicht, dass alle Begriffe in einer einfachen oder natürlichen Weise erklärt werden können, sondern dass fundamentale Gesetze einfach formulierbar sind.
Reduktion/Leeds: nur weil das Wort "Valenz" in einem strikten Gesetz vorkommt, sind der Reduktion strenge Beschränkungen auferlegt.
Wahrheit/Tarski/LeedsVsTarski: die Tarskischen Definitionen von T und R erzählen uns nicht die ganze Geschichte über Referenz in Englisch und Wahrheit in Englisch.
Referenz/Wahrheit/Leeds: diese Relationen haben eine Natürlichkeit und Wichtigkeit, die nicht in einer bloßen Liste erfaßbar sind.
Field/Reduktion/Leeds: wenn wir eine Reduktion à la Field wollen, müssen wir eine Analogie zum Gesetz der Valenzen für den Fall der Wahrheit finden. D.h. wir müssen ein Gesetz oder eine Regularität über Wahrheit in Englisch finden.
Analogie/Field: (und viele andere) sehen in der Nützlichkeit des Wahrheits-Begriffs die Analogie zum Gesetz.
LeedsVsField: die Nützlichkeit kann aber vollständig ohne eine SI Theorie erklärt werden. Es ist einfach nicht überraschend, dass wir Verwendung für ein Prädikat P haben, mit der Eigenschaft, dass "’__’ ist P" und "__" immer austauschbar sind. ((s)>Redundanztheorie).
Und zwar weil wir oft in einer Position sind, dass wir jeden Satz in einer gewissen unendlichen Menge z (z.B. wenn alle Elemente die Form gemeinsam haben) behaupten möchten. ((s) "Alle Sätze der Form "a = a" sind wahr"), >Verallgemeinerung.
Verallgemeinerung/W-Prädikat/Leeds: logische Form: (x)(x e z > P(x)).
semantischer Aufstieg/Abstieg/Leeds: dafür ist dann Wahrheit ein bequemer Begriff. Ebenso für unendliche Konjunktion und Disjunktion.
I 386
Pointe: dann ist also der Begriff der Wahrheit theoretisch verzichtbar! Es scheint mir nicht ausgeschlossen, dass man eine Sprache mit unendlichen Konjunktionen und Disjunktionen lernen könnte. Und zwar, wenn sie in Inferenzen so behandelt werden. Sie können endlich notiert werden.
I 380
Wahrheit/Leeds: dass sie nützlich ist bei dem was Quine "Disquotation" nennt, ist noch keine Theorie der Wahrheit (W-Theorie). Nutzen/Erklärung/W-Theorie/Leeds: um die Nützlichkeit des W-Begriffs zu erklären, brauchen wir nichts über die Relationen zwischen Sprache und Welt zu sagen. Referenz braucht dann keine wichtige Rolle zu spielen.
Lösung/Leeds: wir haben hier keine W-Theorie, sondern eine Theorie des Wahrheitsbegriffs. D.h. eine Theorie darüber, warum der Begriff in jeder Sprache als nützlich angesehen wird. Diese Erklärung scheint allein auf formalen Merkmalen unserer Sprache zu beruhen. Und das ist ganz unabhängig von irgend welchen Relationen der "Abbildung" oder Referenz auf die Welt.
Das können wir so überprüfen: Angenommen, wir haben ein großes Fragment unserer Sprache, für das wir den Instrumentalismus annehmen, nämlich, dass einige Wörter nicht referieren. Das gilt für Soziologie, Psychologie, Ethik usw. Dann werden wir semantischen Aufstieg nützlich finden, wenn wir über z.B. Psychologie sprechen. Bsp „Einige von Freuds Thesen sind wahr, andere falsch“ (Statt „Überich“ zu gebrauchen!).
Referenz/Wahrheit/Wahrheits-Begriff/Leeds: das zeigt, wie wenig die Nützlichkeit des Wahrheits -Begriffs von einer erfolgreichen Referenz Relation abhängt! .
Dass der Wahrheitsbegriff nützlich ist, hängt gar nicht davon ab, ob Englisch "die Welt abbildet".
I 381
Standard Interpretation/Leeds: und das sollte unsern Glauben daran erschüttern, dass T natürlich, oder ein Standard wäre. Tarski/Leeds: das sollte uns wiederum nicht davon abhalten, "T" à la Tarski zu definieren. Und dann ist es vernünftig anzunehmen, dass "x ist wahr in Englisch gdw. T(x)" analytisch ist.
LeedsVsSI: dann haben wir zwei Möglichkeiten, ohne SI auszukommen:
a) wir können Tatsachen über Wahrheit in Englisch unter Berufung auf die W-Def ausdrücken, (wenn das Wort "wahr" gebraucht wird) oder
b) unter Berufung auf die disquotationale Rolle des W Begriffs. Und zwar, wenn das Explanandum das Wort "wahr" innerhalb von Anführungszeichen enthält (in obliqua, (s) erwähnt).
- - -
Bekanntschaft/Russell/M. Williams: meinte damit ein direktes mentales Erfassen, keine Kausalrelation!
Das ist die ältere Form der Korrespondenztheorie.
I 491
Ihm ging es dabei um RussellVsSkeptizismus: um eine Grundlegung für Wissen und Bedeutung. FieldVsRussell/M. WilliamsVsRussell: das ist genau das Antackern des Begriffsschemas von außen an die Welt.
Field/M. Williams: sein Projekt ist dagegen mehr metaphysisch als epistemisch. Er will einen umfassenden physikalistischen Überblick. Dazu muss er zeigen, wie semantische Eigenschaften in eine physikalische Welt passen.
Wenn Field recht hätte, hätten wir einen Grund, uns auf eine starke Korrespondenztheorie zu verpflichten, aber ohne zweifelhafte epistemische Projekte, die normalerweise damit verknüpft sind. .
LeedsVsField/M. Williams: sein Argument ist aber nicht erfolgreich. Er beantwortet die Frage VsDeflationismus nicht. Denn angenommen, die Rede über Wahrheit läßt sich nicht physikalistisch erklären, dann widerspricht das der Forderung, dass es eine eindeutige Kausalordnung gibt.
Lösung: Wahrheit darf keine erklärende Rolle spielen (s.o.). Sonst haben wir es wieder mit Epistemologie (Erkenntnistheorie) zu tun. (>Rechtfertigung, Akzeptierbarkeit).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPlaton Black Vs Frege, G.
 
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II 124
Zahlen/BlackVsPlaton/BlackVsFrege: falscher Platonismus: sie sich als "außerordentliche" oder "besondere" , "ewige" Gegenstände vorzustellen.
II 125
Grammatisch unterscheiden sich allerdings die Namen von Zahlen (Zahlennamen) in wichtiger Hinsicht von Namen physischer Gegenstände. Bsp "Zwei Menschen kamen herein": hier ist "zwei" öffentlich. Adverb.
Das kann transformiert werden in "einer und einer": "ein Mensch kam herein und dann ein anderer".
Das geht nicht im Fall von "rot". (>Paraphrase).
BlackVsFrege: diese grammatischen Tatsachen zeigen, daß Zahlen keine "besonderen Arten von Gegenständen" sind.
Frege: der große Frege machte allerdings keinen elementaren Fehler damit, es doch anzunehmen, er war aber nie richtig damit zufrieden.

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
VsPlaton Prior Vs Frege, G.
 
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I 50
Wahrheitswert/PriorVsFrege: Problem: der Begriff "Wahrheitswert" (WW): ist von ihm erfunden worden, aber ursprünglich für mathematische Zusammenhänge. Wert: "größer als 0" zu sein, ist strikt gesprochen nicht der "Wert" einer Funktion für ein gegebenes Argument.
Der Wert für dieses Argument ist nicht eine Eigenschaft einer Zahl (z.B. > 0 zu sein).
Sondern eine Zahl!.
Der Wert einer Funktion ist verschieden für verschiedene Argumente und ist nicht die ganze Kollektion (Frege: Wertverlauf!) von Werten.
Frege: Sätze bezeichnen Gegenstände, die Wahrheit und Falschheit genannt werden. Und zwar in der gleichen Weise wir Zahlennamen (numerals, Zahlwort) und Formeln die Zahlennamen enthalten, Zahlen bezeichnen.
Welche Zahl von einem gegebenen Funktionsausdruck bezeichnet wird, hängt davon ab, welche Zahl von dem Argumentausdruck bezeichnet wird, und von nichts anderem.
Prior: wenn die Analogie halten soll, muss, ob Wahrheit oder Falschheit bezeichnet wird, davon abhängen, was von dem Argumentsatz ((s) dem zitierten Glauben) bezeichnet wird, und von nichts sonst. ((s) Also müsste immer geglaubt werden, dass Gras grün ist, einfach, weil es wahr ist - absurd.)
Prior: Bsp dass es nicht der Fall ist, dass Gras pink ist, so wie 2 1 >0 ist, (und auch andere Dinge, wie z.B. sein eigenes Quadrat ist!) das soll nach Frege nicht bloß "wahr" sein, sondern "das Wahre".
Das soll der Tatsache entsprechen, dass 2 1 nicht nur "> 0" ist sondern die Zahl (blau)1!
I 51
Und das es nicht der Fall ist dass Gras pink ist ist "das Wahre" (Wahrheit) genau deshalb, weil dass Gras pink ist "das Falsche" ist. Analogie: "das Falsche" wie: (1+1) 1 ist die Zahl 1 genau weil 1+1 die Zahl 2 ist weil dass Gras pink ist ist das Falsche genau wie (3 1) 1 die Zahl 1 ist, weil 3 1 die Zahl 2 ist.
Es gibt nicht verschiedene Wahrheiten. .
PriorVsFrege: alles das folgt, wenn Freges Analogie stimmt. Aber natürlich ist sie falsch.
Wahrheit und Falschheit sind mehr wie Eigenschaften von dem, was Sätze bezeichnen. Das wollte Frege vermeiden.
Aber wir haben oben gesagt, dass Sätze nichts bezeichnen.
Propositionen/Prior: haben nur Pickwicksche Bedeutung! (WittgensteinVsBroad: (W II 94) es gibt nicht eine "besondere" Bedeutung neben der "gewöhnlichen" B.)
Prior: aber wir wissen genug, um zu sehen, dass das harmlos ist.
Wir wissen, was es heißt, dass 1 > 0 ist, nämlich, da für jedes und jedes , wenn genau ein Ding t und kein Ding t, dann  en mehr Dinge als  en. Def "mehr als". (Sonderzeichen)
I 51/52
Funktion/Satz/Prior: es ist eine Funktion des Sinnes von "Gras ist pink", durch den Satz "X glaubt, dass Gras pink ist" ausgedrückt zu werden.
Unterscheidung ohne Unterschied/Prior: aber das macht keinen Unterschied!
Dass das nicht der Fall ist, ist genau das, was den Glauben falsch macht. Es gibt kein Ding , das mit "Gras ist pink" bezeichnet wird. (VsFrege: also auch nicht "das Falsche", das hat Frege aber auch nicht so gemeint).
Wahrheitsfunktionen und Glaubensfunktionen sind Funktionen desselben Arguments! (?).
Def Proposition/(Gedanken?)/Church: haben die Eigenschaft, "der Begriff von Wahrheit oder Falschheit zu sein".
Gedanken/PriorVsFrege: unter den Funktionen seiner Gedanken haben wir solche, die aufeinander bezogen sind, genau wie die Funktionen des Wahren und des Falschen aufeinander bezogen sind und letzteres können wir als überflüssig weglassen.
Aber den Stein, den wir über Bord geworfen haben, haben die Extensionalisten zu einer Wegmarke gemacht!
PriorVsFrege: Fazit: Sätze bezeichnen überhaupt nichts, und auch nicht "das Wahre" oder "das Falsche".
Extensionalismus/Prior: These: Sätze hätten WW als ihre "Extension".
I 53
PriorVs: das haben sie genauso wenig, wie Prädikate Klassen als Extension haben. Denn WW und Klassen sind beides logische Konstruktionen und zwar sehr ähnliche! Und keine "Gegenstände". (PriorVsPlatonismus, Vs Existenz von Klassen und WW als Gegenständen).
- - -
Namen/Variablen/Prior: es gibt eine Doktrin unter amerikanischen Logikern dass jede gebundene Variable für einen Namen steht. PriorVs: das ist ein zu exzentrisches Kriterium für Namen.
Ontologie/Individuum/Prior: kombiniert in Wirklichkeit die Maxime, dass nur Individuen real sind, mit der Sichtweise, dass der einzige Weg, wie wir Individuen linguistisch zu fassen kriegen ist, sie als Anwendungen von Substantiven zu behandeln.
Und dass ihre Anwendung einzigartig ist, ist etwas, das innerhalb des Systems ausgedrückt werden kann, und zwar nicht mit Russellschen logischen Eigennamen (dies, oder Kennzeichnungen),
I 166
sondern mit Lesniewskis Funktor "e" oder "Das __ ist ein __". Kennzeichnung/Frege: bei ihm ist der Ausdruck " das soundso" selbst ein Individualname (individueller Name, singulärer).
PriorVsFrege: es gibt überhaupt keine individuellen Namen! Stattdessen kommt der Ausdruck als Teil eines längeren Funktors vor, der die Individuation vornimmt.
dies/Oxford: viele dort sind nicht glücklich über Russellsche logische Eigennamen.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsPlaton Bubner Vs Kant, I.
 
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I 80
Kant: wehrte sich mit dem Aufsatz "Von einem neuerdings erhobenen vornehmen Ton in der Philosophie" (1796) gegen zeitgenössische Transzendentalsphilosophie. KantVsJacobi). Kant erfindet für seine Polemik eine Position die "Enthusiastisch statt kritisch" mit der Philosophie umgeht. er führt diese Schwärmerei auf Platon zurück. Gegenposition: wird Aristoteles zugeschrieben.
BubnerVsKant: beide Positionen sind nicht historisch zu belegen. Kant hatte sehr wenig Kenntnisse über die Antike.
I 88
KantVsPlaton: der Mathematiker Platon tauge nicht zum Metaphysiker. Undurchschaute Verwechslung von Anschauung und Begriff.
"Intellektuelle Anschauung" bringe fälschlich Unmittelbarkeit und Diskursivität zusammen.
Es gebe keine Aufklärung darüber, wie beides zusammenkomme.
"Undemokratische Esoterik" nur verständlich für Mitglieder eines "Klubs" >Verbindung zur zeitgenössischen Diskussion über die Französische Revolution. Verstößt gegen die Rousseauschen Gleichheitsforderungen.
I 89/90
BubnerVsKant: der Vorwurf der Verwechslung lässt sich nur aufrechterhalten, wenn man die Kantischen Prämissen akzeptiert. In Wirklichkeit ist Platons Text anders: die Phaidon preist die "Flucht in den Logos" als Ausweg aus dem Immediatismus der Vorsokratiker, Die "zweitbeste Fahrt" verzichtet auf den ungebrochenen Blick und such in den Reden den Spiegel der Dinge. Der synthetische Aufbau der Logik ist der Zugang zur Welt, auf den wir uns beschränken müssen. Platon steht in seiner Verachtung des "vornehmen Tons" Kant keineswegs nach.
I 108
Synthesis/Kant: während die anderen Synthesen irgendetwas anderes vorfinden, das sie durch ihr Tun zu einer davon nochmals unterschiedenen Einheit ((s)also doch??) führen, hat es die oberste Synthesis nur mit sich selbst zu tun. Synthesis/VsKant: seine Nachfolger haben die Schwäche aufgedeckt, dass es für den obersten Punkt dieser Gedankenkette keine Evidenz gibt.
Ich/Fichte: Tathandlung des sich setzenden Ich
Ich/Hegel: Lebendigkeit des in steter Selbstvermittlung begriffenen Geistes. (Als absolutes Prinzip).
I 109
"Intellektuelle Anschauung"/Bubner: von Kants Nachfolgern VsKant eingeführte Vorstellung die Unmittelbarkeit und Reflexivität zusammenbringen soll. BubnerVs: zwitterhaft. Diesem Modell folgt der anonyme Autor des "Ältesten Systemprogramms".
Sie verlangen vom Philosophen die ästhetische Begabung, die die Barriere zur Knst Produktion niederlegt.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992
VsPlaton Quine Vs Konzeptualismus
 
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Willard V. O. Quine
VII 126
Klassen/Konzeptualismus/Quine: erfordert nicht, dass Klassen jenseits ausdrückbarer Bedingungen der Zugehörigkeit von Elementen existieren. ((s) VsPlatonismus: fordert quasi, dass es auch Klassen ohne solche Bedingungen geben müsste, da Klassen von Sprechern unabhängig sein sollten.)
Cantors Beweis: würde etwas anderes nach sich ziehen: Er appelliert nämlich an eine Klasse h derjenigen Elemente der Klasse k, die nicht Elemente der Teilklassen von k sind, auf die sie bezogen sind.
VII 127
Aber so ist die Klasse h imprädikativ spezifiziert!. h ist nämlich selbst eine der Teilkassen von k. So geht ein Theorem der klassischen Mathematik beim Konzeptualismus über Bord.
dasselbe Schicksal trifft auch Cantors Beweis der Existenz überabzählbarer Unendlichkeiten.
QuineVsKonzeptualismus: das ist zwar eine begrüßenswerte Befreiung, aber es gibt Probleme mit viel grundlegenderen und wünschenswerten Theoremen der Mathematik: Bsp der Beweis dass jede beschränkte Zahlenfolge eine obere Schranke hat.
KonzeptualismusVsReduzibilitätsaxiom: weil es die ganze platonistische Klassenlogik wiedereinführt.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsPlaton Carnap Vs Nominalismus
 
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Quine XI 155
CarnapVsPlatonismus/CarnapVsNominalismus: metaphysische Pseudodiskussion. Lösung: es geht um die Wahl einer Sprache.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsPlaton Field Vs Nominalismus
 
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I 67
FieldVsNominalismus: ich denke zwar, daß mE wie Zahlen, Funktionen, Mengen usw. verzichtbar sind, aber ich behaupte nicht die Verzichtbarkeit jeder Entität, die mancher selbsternannte Nominalist ablehnt, z.B. Raumzeit Regionen.
I 68
Denn von RZR haben wir kausales Wissen, von mE müssen wir mysteriöse Verbindungen zu einem platonischen Reich jenseits von Zeit und Raum postulieren. z.B. ein Wissen von einer absoluten Unendlichkeit von Objekten in dem Reich. RZ bringt keine epistemischen Probleme mit sich, auch wenn wir nicht mit jedem Tiger in kausaler Beziehung stehen .
I 69
FieldVsPlatonismus: seine Entitäten sind prinzipiell unzugänglich. Referenz/Relation/Wissen/Field: Problem: a) wie stehen Wörter für Dinge?
b) fundamentaler: wie stehen Glaubenszustände für Dinge?
Problem: im weiten Sinn: mE stehen nicht nur in keiner kausalen, sondern auch in keiner sonstigen physikalischen Beziehung zu uns.
RZ: kein Problem: wir können auf viele von ihnen zeigen! Und mit Indexwörtern ("hier", "jetzt" usw. auf sie referieren).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPlaton Putnam Vs Objektivismus
 
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Field II 325
Universum/Standard-Platonismus/Field: (These: „es existiert nur 1 Universum“). Problem/PutnamVsPlatonismus: wie schaffen wir es überhaupt, das „volle“ (umfassende) Universum herauszugreifen und einem Teiluniversum gegenüberzustellen, und entsprechend die Standard-Elementbeziehung im Gegensatz zu einer Nicht-.Standard-Elementbeziehung? (Putnam 1980). (Hier aus der Perspektive von „1 Universum“ gestellt).
Putnam: These das können wir eben nicht. D.h. dass der „unvollständige Inhalt“ der Begriffe „Menge“ und „Element von“ nicht hinreichend ist, den WW aller mengentheoretischen Sätze festzustellen.
PutnamVsObjektivismus: zog dieselben anti-objektivistischen methodologischen Konsequenzen wie der PdV: obwohl der Standard-Platonismus die Idee eingebaut hat, dass wir ein mengentheoretisches Universum haben, ist dies nicht wirklich Teil des Platonismus per se.
PutnamVsPlatonismus/Field: wenn er recht hat, kann dieser Standard-Platonismus nicht aufrechterhalten werden.
Field: Putnam hat recht: die „anti-objektivistische“ Methodologie ist der richtige Schluß, was auch immer die ontologischen Konsequenzen sind. Das zeigt uns der „Platonismus der Vollkommenheit“.
II 338
PutnamVsObjektivismus/Mengelehre/Field: (Putnam 1980, erste Hälfte): These: selbst wenn wir den Teil des Standard-Platonismus annehmen, der sagt, dass es nur ein einziges Universum gibt, , Problem: dann gibt es nichts in unseren Schlußpraktiken, was den bestimmten WW typisch unentscheidbarer Sätze feststellen könnte.
II 339
Das kann man leicht auf die Relation der semantischen Folge in Logik 2. Stufe ausdehnen. Kurz: (ia) Nichts in unseren Praktiken bestimmt, dass der Begriff „Menge“ das gesamte mengentheoretische Universum V herausgreift und nicht irgendeinen geeigneterweise geschlossenen Teil von V.
(ib) Selbst wenn das gesamte mengentheoretische Universum V herausgegriffen werden könnte, gäbe es nichts in unserer Praxis, dass bestimmen könnte, dass unser Ausdruck „e“ die Elementbeziehung E auf V herausgreift im Gegensatz zu einer anderen Relation auf V, die unseren Axiomen gehorcht.
(ii) Die Unbestimmtheit in (ia) und (ib) ist hinreichend, um den WW typisch unentscheidbarer Sätze der Mengenlehre unbestimmt zu lassen. ((ib) allein wäre auch hinreichend, oft auch (ia) allein),
unentscheidbare Sätze/Field: welche werden von diesem Schema abgedeckt? Was sind die semantischen Tatsachen, die durch unsere Schlußpraktiken bestimmt werden? , wie wird die Semantik von „Menge“ und „e“ durch unsere Praxis weit genug festgelegt, um den Quantor „nur endlich viele“ bestimmt genug werden zu lassen. Und damit, wie der WW von F-entscheidbaren, aber sonst unentscheidbaren Sätzen festgelegt wird, auch für die ZT.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPlaton Armstrong Vs Platon
 
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Arm III 90
ArmstrongVsTichy: es scheint klar, dass Gesetze, obwohl Zustände (states of affairs) und real, Abstraktionen sind. D.h. sie können nicht unabhängig von anderen Dingen existieren.
Universale: kann nicht nur aus Gesetzen bestehen und nichts sonst.
ArmstrongVsPlaton: Universalien sind Abstraktionen. aber nicht im Sinne von Quine und vieler nordamerikanischer Philosophen:
III 91
abstrakt/Quine: nennt Platonische Universalien "abstrakt". (In anderem Sinn als Armstrongs Universalien als Abstraktionen). Abstraktion/Armstrong: eine Relation zwischen Abstraktionen ist selbst eine Abstraktion.

Arm III 126
Universalien/ArmstrongVsPlaton: kontingent, genau wie Einzeldinge! D.h. sie existieren eben nicht uninstantiiert. Daher scheint es überhaupt nicht plausibel, dass wenn ein nichtexistierendes U zur Existenz gelangte (Tooley) es eine bestimmte Relation zu anderen hätte oder nach dem Satz vom ausgeschlossenen Dritten eben nicht hätte. Fazit: Tooleys geniale Beispiele halten uns nicht davon ab, uninstantiierte Gesetze als verschleierte kontrafaktische Konditionale (KoKo) zu verstehen, deren Wahrheit oder Falschheit völlig vom Aktualen abhängt, d.h. von instantiierten Gesetzen (höherer Stufe!). Das "Gesetz" von dem man annimmt, dass es danach eintritt, mag niemals eintreten. Dennoch mag es spezifiziert sein.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsPlaton Kant Vs Platon
 
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Bubner I 86
KantVsSchlosser: ( KantVsPlaton): der Rückgang auf Apriorität wurde zu hemmungslosen Theorieansprüchen erweitert.
I 88
KantVsPlaton: der Mathematiker Platon tauge nicht zum Metaphysiker. Undurchschaute Verwechslung von Anschauung und Begriff.
"Intellektuelle Anschauung" bringe fälschlich Unmittelbarkeit und Diskursivität zusammen.
Es gebe keine Aufklärung darüber, wie beides zusammenkomme.
"Undemokratische Esoterik" nur verständlich für Mitglieder eines "Klubs" >Verbindung zur zeitgenössischen Diskussion über die Französische Revolution. Verstößt gegen die Rousseauschen Gleichheitsforderungen.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03
VsPlaton Maturana Vs Platon
 
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I 139
Höhlengleichnis//MaturanaVsPlaton: wir sind nicht wie die Menschen im Höhlengleichnis, eher wie biologische Sonden im Labor: wir bestimmen und verwenden jene Realitätsbereiche, in denen wir leben.

Mat I
U. Maturana
Biologie der Realität Frankfurt 2000
VsPlaton Pinker Vs Platon
 
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I 180
Gedächtnis/PinkerVsPlaton: seit er die Metapher vom Eindruck in weichem Wachs prägte, hat man immer angenommen, das neuronale Medium müsse irgendeinen inneren Widerstand gegen das Festhalten von Informationen besitzen. Aber tatsächlich gibt es unauslöschliche Erinnerungen. Natürlich gibt es eine wichtige Beschränkung des Gedächtnisses (um Kosten zu sparen, z.B. Rechenzeit) aber die ist kein Nebenprodukt!
I 181
Wenn es solche Gesetzmäßigkeiten im Bewußtsein gibt, sollte man sie auch in anderen informationsverarbeitenden Systemen finden, und tatsächlich! Bsp Häufigkeit von in Bibliotheken abgefragten Büchern: solche, die in der Vergangenheit häufiger abgefragt wurden, werden auch in der Gegenwart stärker gefragt.

Pi I
St. Pinker
Wie das Denken im Kopf entsteht München 1998
VsPlaton Prior Vs Platon
 
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I 52
Extensionalismus/Prior: These: Sätze hätten Wahrheitswerte als ihre "Extension".
I 53
PriorVs: das haben sie genausowenig, wie Prädikate Klassen als Extension haben. Denn WW und Klassen sind beides logische Konstruktionen und zwar sehr ähnliche! Und keine "Gegenstände". (PriorVsPlatonismus, Vs Existenz von Klassen und Wahrheitswerten als Gegenstände).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsPlaton Rorty Vs Platon
 
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Richard Rorty
VI 254
Wissen/Platon/Rorty: Wissen wird uns frei machen. Aber man muss die Frage beantworten: warum soll ich moralisch sein. RortyVsPlaton: damit hat er uns eine Unterscheidung zwischen wahrem und falschem Selbst aufgehalst.
VI 255
Legt uns nahe, dass wir etwas wissen, von dem die bösen Leute keine Ahnung haben.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPlaton Wittgenstein Vs Platon
 
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Danto I 51
WittgensteinVsPlaton/Danto: hätte Platons These von den Formen genau als die Art von Verwechslung angesehen, die die Philosophie immer wieder verfällt. Philosophie ist eben nach Wittgenstein keine Naturwissenschaft.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005
VsPlaton Verschiedene Vs Platon Vaihinger I 194ff
Arnobius/Vaihinger: (300 n.Chr.) Bsp Fiktion eines von Geburt an in völliger Einsamkeit aufgewachsenen Menschen, um Platos Erkenntnistheorie zu widerlegen. ArnobiusVsPlaton.





V I
H. Vaihinger
Die Philosophie des Als Ob Leipzig 1924
VsPlaton Bigelow Vs Platon
 
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I 49
Quantitäten/Platon/Bigelow/Pargetter: Problem. wenn Eigenschaften etwas sind, das ein Ding entweder haben kann oder nicht haben kann,, gibt es ein Problem der Quantitäten. Lösung/Platon: Teilhabe an Formen. Erlaubt graduelle Behandlung.
Wir weichen etwas von Platon ab:
Quantität/Platon/Bigelow/Pargetter: Lösungen dieser Art haben gemeinsam, daß sie eine Entität postulieren und die Relation zwischen dieser Entität und den Individuen, die sie besitzen, variieren.
I 50
Eigenschaften/graduell/Grad/Berkeley/Platon/Bigelow/Pargetter: die Theorien sind ziemlich ähnlich: sie erklären, wie Eigenschaften graduell sein können.
Quantitäten/Bigelow/Pargetter: damit ist das generelle Problem der Quantitäten (daß sie graduell sind) nicht gelöst.
Problem: Grade einer Relation.
Lösung: Ähnlichkeit und Teilhabe sind ein Versuch.
Formen/Platon/Bigelow/Pargetter: wir behaupten nicht, daß seine Theorie der Formen falsch ist.
BigelowVsPlaton: sie löst aber nicht das Problem der Quantitäten. (Die Natur der Quantität).
I 51
VsPlaton: viele verschiede Eigenschaften statt einer variablen Relation anzunehmen, jede für eine Quantität: Bsp die Eigenschaft 2,0 kg Masse zu haben usw. Dieser Ansatz erleichtert vieles, was für Platon schwer zu erklären ist: er zeigt, was Gegenstände unterscheidet (während Platon eher zeigt, was sie gemeinsam haben). Def Determinable/determinable/Bigelow/Pargetter: das was die Gegenstände gemeinsam haben, was aber verschieden stark an ihnen ausgeprägt ist. Bsp Masse.
Def Determinate/determinate/Bigelow/Pargetter: ist die besondere Eigenschaft, die die Gegenstände (gleichzeitig) unterscheidet. Bsp eine Masse von 2,0 kg.
I 51
Teilhabe/BigelowVsPlaton: bei Platon stehen alle Dinge in einer mehr oder weniger starken Relation zu einem einzigen Ding, der Form. Wir dagegen wollen Relationen von Dingen untereinander. BigelowVsPlaton: damit können wir dann auch verschiedene Arten von Unterschieden zwischen Gegenständen erklären, nämlich daß sie verschiedene relationale Eigenschaften haben, die andere Dinge nicht haben. Bsp zwei Paare von Dingen können sich auf unterschiedliche Weise unterscheiden.

Big I
J. Bigelow, R. Pargetter
Science and Necessity Cambridge 1990
VsPlaton Hegel Vs Platon
 
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Bubner I 42
PlatonVsSophisten: unmethodisch. HegelVsPlaton: richtet gegen ihn denselben Vorwurf. Komme nicht über das sophistische Raisonnement hinaus. "Die Dialektik, um das Besondere aufzulösen und so das Allgemeine zu produzieren, ist noch nicht die wahrhafte Dialektik. (s) Bleibt beim bloß Negativen stehen). Die "äußere Reflexion " müsse der "Sache selbst" weichen. Das macht aber die freiwillige Selbstaufgabe der Reflexion nötig! Die totale Vermittlung müsse auch das Vermitteln selbst einbeziehen. (Hegel. Logik)
I 77
HegelVsPlaton: blieb auf halbem Wege stehen. Er bewege sich unentschieden zwischen der subjektiven und der objektiven Dialektik, d.h. der geschmeidigen Reflexion, derer wir alle fähig sind, und der Zwangsläufigkeit im Darlegen eines Zusammenhangs der Unverträglichkeit. Das ist eine Übersetzungsaufgabe (der subjektiven in die objektive Dialektik) die durch die sokratische Ironie geleistet werden kann. "Allgemeine Ironie der Welt".
VsPlaton Aristoteles Vs Platon
 
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Bubner I 23
AristotelesVsPlaton: Unterscheidung Theorie/Praxis: Vs Verknüpfung der Ideenlehre mit der Ethik. Die Erhebung des Guten zu einer Idee muss ebenso verworfen werden, wie die Führerrolle des höchsten Wissens in Gestalt des Philosophenkönigs.
Aristoteles: Das praktische Gute, das allen Menschen zugänglich ist, unterscheidet sich von den ewigen Gegenständen.
Ontologie: deswegen kann man in ihr mit dem Guten als Prinzip nichts anfangen.
I 119
Wissen/Menon/Platon: Aporie: entweder kann man gar nichts lernen, oder nur das. was man schon weiß. Platon antwortet darauf mit dem Mythos von der Anamnesis. (Erinnerung aus früherem Leben der Seele).
Wissen/AristotelesVsPlaton (Menon): kein Wissen entsteht aus nichts.
Bei Syllogismus und Epagogé (heute umstritten, ob als Induktion aufzufassen) gibt es Vorwissen.
I 120
Allgemeinheit/Wissen/AristotelesVsPlaton: VsAnamnesis: auch Wissen über das Allgemeine stammt aus sinnlicher Erfahrung und eben Epagoge.
I 164
Metaphysik/Aristoteles/Bubner: zwei Hauptkomplexe: 1. allgemeine Seinslehre, modern: Ontologie,
2. Lehre vom höchsten Seienden, von Aristoteles selber als Theologie bezeichnet.
Problematisch ist der Zusammenhang beider.
AristotelesVsPlaton: nicht Ideen als Welterklärung sondern geschichtliche Entwicklung.
I 165
Gut/Gutes/AristotelesVsPlaton: VsIdee des Guten als Höchstes: man müsse auch Freunden gegenüber die Wahrheit wie etwas "Heiliges" höher schätzen. Mit der Idealisierung des Guten sei kein praktischer Nutzen zu erreichen.
Nikomachische Ethik: Anfangssatz: Das Gute ist nur im Horizont von Tätigkeiten aller Art präsent.
"Gut" heißt die Qualifikation von Handlungszielen, das Worumwillen.
I 184
Subjekt/Objekt/Hegel/Bubner: unter dem Titel des Erkennens bestimmt Hegel das S/O Verhältnis nach zwei Seiten: Theorie und Praxis. (Nach dem Vorbild AristotelesVsPlatons Trennung des Empirischen und Ideellen). Auch HegelVsKant: "radikale Trennung der Vernunft von der Erfahrung". - - -
Kanitscheider II 35
Zeit/Zenon: (490 430) (Schüler des Parmenides) die Annahme der Realität eines zeitlichen Ablaufs führt zu Paradoxien. Zeit/Eleaten: das Seiende ist die in sich ruhende Kugel des Alls.
Zeit/Raum/Aristoteles: relationale Ontologie von Raum und Zeit. (Am häufigsten vertretener Standpunkt).
"Nicht die Bewegung selbst ist also die Zeit, sondern das Zahlmoment an der Bewegung. Der Unterschied von Mehr und Weniger erhält seine Bestimmung durch die Zahl quantitativer Unterschied in der Bewegung" (Zeitangabe)." Folglich ist die Zeit vom Typus der Zahl".
II 36
Zeit/Platon: Ursprung in der kosmischen Bewegung. (Gleichsetzung mit Bewegung). Zeit/AristotelesVsPlaton: es gibt viele verschiedene Bewegungen am Himmel, aber nur eine Zeit. Dennoch Abhängigkeit von Zeit und Bewegung.
Zuerst muss die Metrisierbarkeit der Größe geklärt sein.
Welt/Platon: Himmel gehört zum Bereich der erzeugten Dinge. Also Ursache, also muss die Welt einen Anfang in der Zeit haben.
AristotelesVsPlaton: da es keine absoluten Entstehungs- und Vernichtungsvorgänge gibt (nach dem Kausalprinzip) kann es auch keinen absoluten Nullpunkt der Entstehung der Welt gegeben haben. > Lukrez:
Genetisches Prinzip/Lukrez: "Kein Ding ist aus Nichts entstanden, nicht einmal mit göttlicher Hilfe".
Raum/Zeit/LeibnizVsNewton: (Vs "absoluten Raum" und "absolute Zeit" : statt dessen relationale Statur von Raum als ordo coexistendi rerum und Zeit als ordo succedendi rerum.
II 37
der Raum enthüllt sich als Lagerungsmöglichkeit der Dinge, wenn man die Objekte nicht einzeln, sondern in der Gesamtheit ins Auge fasst.
Thiel I 23 ff
Aristoteles, Kant und Platon nehmen einen Gegenstand, einen Bereich der Mathematik an. Wichtiger erscheint ihnen die Frage, wie sich der Mensch dazu verhält. Unterscheidung Erfinden/Endecken. Platon:Euthydemos: Geometer, RechenKÜ und Astronomen sind wie Jäger, sie erforschen, was schon da ist.
I 24
AristotelesVsPlaton: dieser habe sich dem Kratylos und dem Heraklit insofern angeschlossen, als es auch nach ihm keine Wissenschaft vom Sinnlichen geben könne, da alles im Fluß sei. So sei von Gegenständen nicht mal eine Definition möglich. Platon: von den mathematischen Ggst. gibt es stets viele der gleichen Art, während die Idee jeweils immer nur eine ist.
Thiel: man wird an das viermalige Auftreten des gleichschenkligen Dreiecks im Quadrat denken dürfen.
I 25
AristotelesVsPlaton: leugnet eine von den Körperdingen unabhängige Existenz der math. Ggst. Sie existieren an oder in Gegenständen und sind durch Abstraktion isolierbar. Math. Ggst.. nicht selbst konkrete, wirkliche Ggst. Sie haben aber auch kein "abgetrenntes Sein". Jede Zahl immer nur Zahl von etwas.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
VsPlaton Chisholm Vs Platon
 
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III 59
Notwendigkeit/Platon/Chisholm: erkennt man erst, wenn man sich von Werden und Vergehen abwendet und dem Absoluten und Ewigen, Unwandelbaren zuwendet. AristotelesVsPlaton/Chisholm: man muß die Einzeldinge betrachten, um etwas über die Notwendigkeit zu erfahren. Daraus erfahren wir, was es heißt, z.B. blau zu sein. Ebenso für rot, und dann erfahren wir, daß rot und blau nicht gleichzeitig am selben Ort sein können.
Induktion/Aristoteles:
1. Wahrnehmung von Individuen
2. Abstraktion: was heißt es für ein Ding, blau zu sein, oder ein Mensch.
3. intuitives Erfassen von Relationen zwischen Eigenschaften.
III 60
4. mit dem intuitiven Wissen haben wir auch die Vernunftwahrheiten und schreiben Notwendigkeit zu. Intuitive Induktion/Terminologie/Chisholm: so nennen wir die Induktion bei Aristoteles besser, weil sie sich von dem späteren Begriff unterscheidet.
a priori/Chisholm: die Proposition über Eigenschaften (daß ein Ding nicht blau ist, wenn es rot ist)und die universelle Generalisierung werden a priori gewußt. Sie unterscheiden sich also von der enumerativen Induktion.
dagegen:
enumerative Induktion/Chisholm: dort geht es darum, die Konklusion zu rechtfertigen.
III 61
intuitive Induktion: hier ist die Verbindung zwischen Einzelbeispielen und Konklusion viel weniger stark. Es mag reichen, sich ein einziges Ding vorzustellen. Wesen/Husserl: kann auch an Fantasiegegebenheiten exemplifiziert werden.
III 62
Notwendigkeit/Tradition/Chisholm: wenn wir einige Begriffe erworben haben,( d.h. wenn wir wissen, was es heißt, daß etwas z.B. diese Attribute hat) werden wir entsprechend dieser traditionellen Auffassung wissen können, was es für eine Proposition oder einen Sachverhalt bedeutet, notwendig zu sein. a priori/Tradition/Chisholm: das nannte die Tradition a priori.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsPlaton Nominalismus Vs Platon
 
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Rorty II 124
Def Nominalismus/Rorty: die These, alle Wesenheiten seien nominaler Art und alle Notwendigkeiten de dicto. Keine Gegenstandsbeschreibung trifft in höherem Maße die eigentliche Natur eines Gegenstands als irgend eine andere Beschreibung. NominalismusVsPlaton/Rorty: die Natur kann nicht an ihren Gelenken zergliedert werden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPlaton Meixner Vs Platon
 
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I 104
Exemplifikation/E./Meixner: die eigentliche (starke, nicht meinongsche) E hat noch zwei Formen: die prädikative E, bei der die exemplifizierte Entität y eine prädikative Universalie (U), also eine ein- oder mehrstellige U ist, und die Typenexemplifikation, wie die exemplifizierte Entität eine nichtprädikative U , also ein Typenobjekt ist. prädikative E.: lässt sich zurückführen auf die Aktualität von ISV.
Typen E/Meixner: erinnert an Platons "Teilhabe": "x ist der Idee (dem Typenobjekt) hinreichend ähnlich".
Heute: denken wir bei "Schönheit" an eine gewisse Universalie, nämlich die Eigenschaft, schön zu sein (= o1[o1 ist schön]).
Platon: dachte dagegen an ein gewisses Typenobjekt; die Idee der Schönheit.
Teilhabe/Platon: Bsp Diotima hat Teil an der Schönheit, weil sie von der Schönheit verschieden ist.
Meixner: zweifellos ist die Schönheit nun der Schönheit (zeitlos) hinreichend ähnlich, denn sie ist ja sogar identisch mit ihr. Mithin folgt nach Platons ursprünglicher Deutung der Typen E,
I 105
dass die Schönheit EXEM T die Schönheit. Daraus folgt, dass der Satz "Die Schönheit ist schön" wahr ist! Das ist die berühmteste Platonische Selbstprädikation. Dass die Schönheit schön, die Gerechtigkeit gerecht, die Hässlichkeit hässlich und die Ungerechtigkeit ungerecht ist, damit könnte man sich vielleicht noch abfinden.
MeixnerVsPlaton: Problem: wenn die Tapferkeit tapfer sein soll und die Schmutzigkeit schmutzig (ganz abgesehen davon, dass die Idee der Schmutzigkeit nicht mehr zu der gehobenen Gesellschaft von Schönheit, Gerechtigkeit usw. passt).
Vollends unplausibel wird es beim Typenobjekt Mensch: nach Platons ursprünglicher Theorie wäre das Typenobjekt Mensch selbst ein Mensch. (Wegen Selbstidentität, nicht nur Ähnlichkeit).
Lösung/Meixner: jedem Typenobjekt (TO) sollte eine Eigenschaft eindeutig entsprechen.
x EXEM T y = y ist ein TO und y EXEM P die y entsprechende Eigenschaft.
Die entsprechende Eigenschaft kennen wir bereist, nämlich "die y entsprechende Eigenschaft ist eine einstellige Universalie und ist ein Sachverhalt und aktual".
Frage: gibt es eine bessere Alternative zu dieser Exemplifikationstheorie. (Also nicht TE als gleichsam "ins Nichtprädikative gewendete prädikative E"?).
I 106
Exemplifikation/Platon/Meixner: ursprünglich: Abspiegeln aus mehr oder minder großer Distanz, wobei im Grenzfall Abbild und Original zusammenfallen. Teilhabe: hier deutet sich schon eine andere Alternative an.
Verkettung: auch E als Verkettung ist bei Platon schon zumindest angedeutet.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsPlaton Field Vs Platonismus
 
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III 105
1. Stufe/Theorie/Fazit/Field: für jede Theorie 1. Stufe gibt es eine bessere, die intuitiv wahr zu sein scheint, wenn die ursprüngliche es ist und diese ist ausdrucksstärker (stärker).
III 106
Das gilt für nominalistische wie für platonistische Theorien. Daher kann es nicht als Argument für eine Inadäquatheit von N0 gebraucht werden, wenn nicht auch platonistische Theorien 1. Stufe als inadäquat angesehen werden können. Fazit: wenn man auf Theorien 1. Stufe festgelegt ist, gibt es keinen offensichtlichen Weg zu entscheiden, ob eine gut genug ist, die in der Praxis gebrauchten Konsequenzen zu liefern und die „recherché“ Konsequenzen (mit Gödelsatz) auszuschließen.
FieldVsPlatonismus: also ist der obige Einwand kein Argument für den Platonismus.
Theorie 2. Stufe: ist natürlich auf jeden Fall ein Mittel gegen dieses Problem. Aber wir haben gesehen daß N (das ist 2. Stufe) alle Konsequenzen hat, die platonistische ML 2. Stufe hat, und daher ist schwer einzusehen, was die Vorteile des Platonismus im Kontext der Logik 2. Stufe sein sollen.

I 112
Modelltheorie/Erklärung/Field: brauchen wir hier auch eine nominalistische Analogie zur platonistischen MT? Das ist eine verbale Frage. Es hängt davon ab, ob wir Modallogik selbst als ein Analogon platonistischer Modelltheorie verstehen. Wenn ja, dann ist Modelltheorie wie Physik und wir können die vorherigen Überlegungen nutzen. Und wir müssen sie nutzen, denn man kann die Anwendbarkeit der Metalogik nicht allein aus der Konservativität erklären. wenn die Logik nicht modal ist.
Wenn wir andererseits die Modallogik nicht so betrachten, dann ist die Modelltheorie wie die Beweistheorie: wir brauchten kein nominalistisches Analogon der Modelltheorie, weil sie nicht als Erklärung dient.
Sie dient dann nur dazu, etwas über Möglichkeit und Unmöglichkeit herauszufinden. Dann brauchen wir wiederum nicht die Wahrheit der Aussagen anzunehmen., (VsPlatonismus).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPlaton McDowell Vs Platonismus
 
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I 121
McDowellVsPlatonismus: jeder Platonismus hat zur Folge, daß sich die Normen auf der gegenüberliegenden Seite des Abgrunds befinden. Wittgensteins Quietismus erkennt das als Scheinproblem.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsPlaton Putnam Vs Platonismus
 
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I 112
Platonismus/Mathematik/Putnam: der Platoniker behauptet eine mysteriöse "Fähigkeit zur Erfassung mathematischer Gegenstände". PutnamVsPlatonismus: welcher neurale Prozess könnte schließlich als die Wahrnehmung eines mathematischen Gegenstands beschrieben werden? Wieso von einem mathematischen Gegenstand und nicht von dem anderen? Warum sollte wir den richtigen Gegenstand neural erfassen können und den falschen Gegenstand neuronal (neural) nicht erfassen?
Ich bezweifle nicht, dass einige Axiome in unseren Begriff der Rationalität eingebaut sind: z.B. "Jede Zahl hat einen Nachfolger".
Wenn nun aber z.B. das Auswahlaxiom in der Schwebe ist, gibt Skolem uns Anlaß, den entsprechenden Wahrheitswert nur im Rahmen einer vorher angenommenen Theorie zuzuweisen.
Konvention/Mathematik/Poincaré: Konvention ja, Willkür nein!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsPlaton Ryle Vs Platonismus
 
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I 68
Handeln und Verstehen/Ryle: sind grob gesprochen bloß verschiedene Ausübungen desselben Handwerks. Der Zuschauer findet vor, was der Urheber erfindet. Der Urheber führt an und der Zuschauer folgt, aber der Weg ist der gleiche.
I 69
Zwei Vorbehalte:
1. Die Fähigkeit eine Operation auszuüben und zu bewerten, schließt nicht unbedingt die Fähigkeit ein, eine Kritik oder eine Unterrichtsstunde auszuarbeiten. Bsp Ein Schiffsjunge ist wahrscheinlich in der Lage einen Knoten auszuführen und einen falschen zu erkennen, aber nicht in der Lage, ihn allein mit Worten zu beschreiben. 2. Die Fähigkeit, eine Handlung zu bewerten verlangt nicht denselben Grad an Können, wie die Fähigkeit, sie auszuführen. Bsp Man braucht kein Genie zu sein, um ein Genie zu erkennen. Bsp Ein guter Theaterkritiker mag ein mäßiger Schauspieler sein.
I 70
Nachahmung/Verstehen/RyleVsPlatonismus/Ryle: leider ist das Programm der Nachahmung Platons nie ganz erfolgreich gewesen. Bsp Ich bin schließlich ein Platonleser des 20. Jahrhunderts, etwas, das Platon nie war. Verstehen muss unvollkommen sein. (Weil es eine Fähigkeit ist).
I 73
Teilweises Verstehen und Missverstehen: Bsp Man kann nicht sagen dass jemand nur zum Teil wisse, dass Sussex ein englische Grafschaft sei. Entweder weiß er es oder nicht. Bsp Er kann aber die Grafschaften England zum Teil wissen und zum Teil nicht.
Andererseits ist es gebräuchlich zu sagen, jemand könne etwas nur zum Teil, d.h. er habe eine gewisse Fähigkeit in beschränktem Ausmaß. Wie nur zu erwarten, gilt dasselbe auch von Verstehen.
I 74
Eine Fähigkeit zu erlernen ist etwas anderes, als einen Sachverhalt kennenzulernen, oder Kenntnisse zu erwerben. "Halb ausgebildet" ist ein sinnvoller Ausdruck, "halbbenachrichtigt" dagegen nicht.

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969
VsPlaton Searle Vs Platonismus
 
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John R. Searle
V 170
SearleVsPlatonismus/SearleVsQuine: einfacher Beweis: Bsp "q"sei der Eigenname des Satzes, der durch die Konjunktion aller bekannten wahren Sätze gebildet wird. Dann kann das gesamte Wissen folgendermaßen symbolisiert werden (wobei für »p« Sätze einzusetzen sind):
(Ep)(p = q . p ist wahr)
Nach Quines Kriterium wäre also das einzige, was wir voraussetzen müssten, ein einziger Satz.
2. VsSearle: Diese Argumente stützen sich auf den Begriff der Synonymie, den Quine ablehnt.
SearleVsVs: 1. Nein, weil dann das angeblich neutrale Kriterium in die Auseinandersetzung hineingezogen wird.
2. Wichtiger: Nein, weil die einzigen Synonymien hier durch eine explizite Festsetzung eingeführt worden sind. Daher greifen Quines Einwände hier nicht.
3. VsSearle: Solche "Prädikate" wie "P" sind unlogisch und unsinnig.
V 170/171
SearleVsVs: Quine selbst könnte einen solchen Einwand nicht vorbringen. Er selbst verwendet solche Mittel gegen die Modalität.
V 245/246
SearleVsPlaton: das ist der Grundfehler der Metaphysik, der Versuch, wirkliche oder vermeintliche Eigenschaften der Sprache in die Welt zu projizieren. Die gewöhnliche Erwiderung VsPlaton:
1. Dass Gegenstände bloß Komplexe von Eigenschaften seien. (Unterscheidung zwischen Verweisen und Prädizieren).
2. Tautologie, dass alles, was über einen Gegenstand gesagt werden kann, in Beschreibungen dieses Gegenstandes gesagt werden kann.
SearleVs: beides ist sinnlos. Es ist absurd anzunehmen, ein Gegenstand sei eine Kombination aus eigenschaftslosem Wesen und Eigenschaften. Genauso absurd: Gruppe von Eigenschaften.
- - -
IV 80
Fiktion/Literatur/Searle: nicht alle Fiktion ist Literatur (Comic), nicht alle Literatur ist Fiktion. Ich halte es nicht für möglich, Literatur so zu untersuchen, wie ich es jetzt mit der Fiktion tun werde.
IV 81
Es gibt kein gemeinsames Merkmal aller literarischen Formen oder Werke. Dagegen einen stetigen Übergang vom Literarischen zum Nichtliterarischen. SearleVsPlaton: es ist falsch, die Fiktion für eine Lüge zu halten.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsPlaton Konzeptualismus Vs Platonismus
 
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Arm II 111
KonzeptualismusVsPlatonismus: welches Kriterium der Existenz wir anwenden, ist eine Frage, welchen Aspekt des Klassifikationsprozesses wir herausheben wollen: die der Objekte oder die der Fähigkeit zur Klassifikation.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsPlaton Benacerraf Vs Platonismus
 
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Field II 324
BenacerrafVsPlatonismus/Field: Standardargument: wenn es Objekte gibt so wie der Platonismus sie annimmt, wie sollten wir einen epistemischen Zugang zu ihnen haben? (Benacerraf 1973). Benacerraf/Field: gebrauchte damals ein Argument gegen die Kausaltheorie des Wissens.
PlatonismusVsBenacerraf: griff daher die Kausaltheorie an.
Field: aber Benacerrafs Einwand geht viel tiefer und ist von der Kausaltheorie unabhängig.
Benacerraf: These: eine Theorie kann zurückgewiesen werden, wenn sie von der Annahme eines massiven Zufalls abhängig ist. Bsp die zwei Aussagen:
II 325
(1) John und Judy haben sich jeden Sonntag nachmittag im letzten Jahr zufällig an verschiedenen Orten getroffen, (2) sie haben kein Interesse aneinander und würden nie planen sich zu treffen, auch gibt es keine andere Hypothese zur Erklärung.
ad (2): soll eine Erklärung durch irgendeine „Korrelation“ unmöglich machen.
Wenn (1) und (2) sich auch nicht direkt widersprechen, stehen sie doch in starker Spannung zueinander. Ein Glaubenssystem, das beide vertritt, wäre höchst verdächtig.
Pointe: dann ist aber auch der Platonismus höchst verdächtig! Denn er postuliert eine Erklärung für die Korrelation zwischen unseren mathematischen Glaubenseinstellungen und mathematischen Tatsachen. (>Zugang, > Zugänglichkeit) Bsp warum wir nur dann dazu tendieren zu glauben, dass p, wenn p (für ein mathematisches p). Und dafür müssen wir wiederum einen mysteriösen kausalen Zusammenhang postulieren, zwischen Glauben und mathematischen Objekten.
PlatonismusVsVs/Field: kann sich darauf berufen, dass es starke logische Verbindungen zwischen unseren mathematischen Überzeugungen gibt. Und in der Tat, in der modernen Zeit kann man sagen dass wir
a) dazu tendieren, verläßlich zu schließen, und dass die Existenz mathematischer Objekte dem dienen oder
b) dass wir p als Axiom nur akzeptieren, wenn p.
FieldVsPlatonismus: das erklärt aber die Verläßlichkeit wieder nur durch irgendwelche nicht- natürlichen geistigen Kräfte.
VsBenacerraf/Field: 1. er „beweist zu viel“: wenn sein Argument gültig wäre, würde es alles a priori Wissen unterminieren (VsKant). Und insbesondere logisches Wissen unterminieren. („Beweist zu viel“).
BenacerrafVsVs/FieldVsVs: Lösung: es gibt eine fundamentale Trennung zwischen logischen und mathematischen Fällen. Außerdem kann man „metaphysische Notwendigkeit“ der Mathematik nicht dazu gebrauchen, Benacerrafs Argument zu blockieren.
FieldVsBenacerraf: obwohl sein Argument überzeugen VsPlatonismus ist, scheint es nicht überzeugend VsBalaguer zu sein. II 326
BenacerrafVsPlatonismus/Field: (Benacerraf 1965): anderer Ansatz, (einflußreiches Argument):
1.
Bsp es gibt verschiedene Möglichkeiten, die natürlichen Zahlen auf Mengen zu reduzieren: Def natürliche Zahlen/Zermelo/Benacerraf/Field: 0 ist die leere Menge und jede natürliche Zahl >0 ist die Menge, die als einziges Element die Menge die n-1 ist, enthält.
Def natürliche Zahlen/von Neumann/Benacerraf/Field: jede natürliche Zahl n ist die Menge, die als Elemente die Mengen hat, die die Vorgänger von n sind.
Tatsache/Nonfaktualismus/Field: es ist klar, dass es keine Tatsache darüber gibt, ob Zermelos oder von Neumanns Ansatz die Dinge „richtig darstellt“. Es gibt keine Tatsache die entscheidet, ob Zahlen Mengen sind.
Das nenne ich die
Def strukturalistische Einsicht/Terminologie/Field: These: es macht keinen Unterschied, was die Objekte einer gegebenen mathematischen Theorie sind, so lange sie in den richtigen Relationen zueinander stehen. D.h. es gibt keine sinnvolle Wahl zwischen isomorphen Modellen einer mathematischen Theorie. …+…

Bena I
P. Benacerraf
Philosophy of Mathematics 2ed: Selected Readings Cambridge 1984

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPlaton Platon Vs Relativismus
 
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Putnam V 163
PlatonVsProtagoras (Relativist): Protagoras: wenn ich X sage, sollte ich eigentlich sagen „ich denke X“. Keine Ansicht hat für mich dieselbe Bedeutung wie für jemand anders.
PlatonVsRelativismus: Regress: wenn jeder Aussage X bedeutet: „ich denke, dass X“ dann muss man unendlich einsetzen:
(1) ich denke, dass ich denke, dass Schnee weiß ist
V 164
PutnamVsPlaton: in dieser Form taugt das Argument nicht viel. Protagoras könnte zustimmen, daraus folgt nicht, dass seine Analyse unendlich oft auf sich selbst angewendet werden muss, sondern nur dass sie es könnte! Platon hatte jedoch etwas sehr Tiefes bemerkt. Relativismus, moderne Form: jede Kultur, und jeder Diskurs hat seine eigenen Ansichten, Maßstäbe, Voraussetzungen, und Wahrheit (und Rechtfertigung) ist in Bezug auf diese relativ.
Freilich setzt man als selbstverständlich voraus, dass, ob X relativ zu ihnen wahr ist, seinerseits etwas „Absolutes“ ist!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsPlaton Armstrong Vs Tichy, P.
 
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Arm III 90
ArmstrongVsTichy: es scheint klar, dass Gesetze, obwohl Zustände (states of affairs) und real, Abstraktionen sind. D.h. sie können nicht unabhängig von anderen Dingen existieren.
Universale: kann nicht nur aus Gesetzen bestehen und nichts sonst.
ArmstrongVsPlaton: Universalien sind Abstraktionen. aber nicht im Sinne von Quine und vieler nordamerikanischer Philosophen:
III 91
abstrakt/Quine: nennt Platonische Universalien "abstrakt". (Anderer Sinn als Armstrongs Universalien als Abstraktionen. Abstraktion/Armstrong: eine Relation zwischen Abstraktionen ist selbst eine Abstraktion.
Naturgesetze/NG/Abstraktion/Armstrong: wenn sie dann also auch Abstraktionen sind, welche Art von A und wovon? Wir bekommen eine leidlich klare Antwort: sie sind Abstraktionen von den Einzeldingen (ED) die das Gesetz (positiv) instantiieren.
Vs: hier könnte man einen anderen Einwand als Tichys bringen: brauchen wir wirklich die komplexe Formel:
(N(F,G))(a’s F sein, a’s G sein)?
könnten wir die Instantiation der Gesetze nicht einfach wie folgt repräsentieren:
N(a’s F sein,a’s G sein)?
Die Tatsache, daß die zwei Zustände die zwei U F und G involvieren, und nur diese, scheint hinreichend um abzusichern, dass die Notwendigkeit kraft der Universalien besteht. Also eine Rel von U ist.
Ob diese Instantiation dann eine Instanz von N(F,G) wäre, d.h. ob N(F,G) selbst ein Universale ist, ist weniger klar. s.u.: im nächsten Abschnitt sehen wir, dass wir die umständlichere Darstellung vielleicht nicht brauchen.
III 97
ArmstrongVsTichy: so haben wir am Ende die richtige Sicht des Entailment: N(F,G) > (x) Fx >Gx) (s) Notwendigkeit beinhaltet GF (= Allsatz, Allquantifikation).
Armstrong: wenn wir Einzelfallnotwendigkeit akzeptieren, können wir einen Zwischenterm einfügen:
N(F,G) > (x)N(Fx,Gx) > (x)(Fx > Gx)
In keinem Fall gilt die Umkehrung!
III 98
Einzelfallnotwendigkeit/ArmstrongVsTichy: wenn wir sie zwischen einzelnen Zuständen einführen, haben wir ein intuitiv befriedigendes Bild: auf der ersten Stufe haben wir nicht mehr als Zustände 1. Stufe die einen weiteren Zustand 1. Stufe notwendig machen:
N(a’s F sein, a’s G sein).
Auf der zweiten Stufe, haben wir ein Universale 1. Stufe, einen Typ von 1.Stufe Zustand, der ein weiteres Universale 1. Stufe, wieder einen Typ von 1. Stufe Zustand notwendig macht. Bsp
(N(F,G))(a’s F sein,a’s G sein).
Mit dieser Notwendigkeit zwischen Universalien haben wir Naturgesetze.

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsPlaton Derrida Vs Verschiedene
 
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I 50
DerridaVsLogozentrismus: Zwiespalt zwischen dem »Sagen-wollen« und dem unbeabsichtigt durch die Art der Beschreibung Kundgegebenen. Derrida versucht einen Punkt zu finden außerhalb: das »Exorbitante«.
Derrida I 88
»Lichtung des Seins« usw.. RicoeurVsHeidegger: das ist eine Rückkehr der Metapher in einem sich nicht mehr als metaphysisch verstehenden Denken. DerridaVsRicoeur: dreht diese Kritik um. Indem die Metapher verschleißt, zieht sie sich zurück. Wiederkehr in veränderter Gestalt.
VsDerrida: er übersieht, daß »Verschleiß« wieder eine Metapher ist. - Das Denken in seinem Bezug zur Metapher ist nicht festzustellen oder zu identifizieren.
I 139
DerridaVsMarx: zu sehr von Aufklärung abhängig. Derrida dekonstruiert Marx und führt den Begriff "Messianik" im Unterschied zu Messianismus ein.
I 150
DerridaVsMauss: bemerkt nicht den Widerspruch zwischen Gabe und Tausch, weil zwischen Gabe und Gegengabe jeweils ein Aufschub liegt. Daher spricht Mauss nicht von der Gabe sondern in Wirklichkeit vom zirkulären Tausch.
Habermas I 194
Derrida: kritisiert die Herrschaft des Logos, der stets dem gesprochenen Wort innewohnt. DerridaVsPhonozentrismus: verkappte Gestalt des Logozentrismus des Abendlandes. Die Metapher vom Buch der Natur als schwer zu dechiffrierende Handschrift Gottes. Jaspers: »die Welt ist die Handschrift einer anderen, niemals völlig lesbaren Welt; allein die Existenz entziffert sie.«.
Habermas I 203
DerridaVsPlatonisierung der Bedeutung.
Habermas I 234
DerridaVsNew Criticism (Formalismus), VsStrukturalistische Ästhetik

De I
J. Derrida
Grammatologie Frankfurt 1993

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Platonismus Field, Hartry
 
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I 44
Um VsPlatonismus Erfolg zu haben, müssen wir auch zeigen, These daß Mathematik verzichtbar ist in Wissenschaft und Metalogik. Dann haben wir Grund, nicht buchstäblich an Mathematik glauben zu müssen.
I 45
Wenn das gelingt, können wir hinter den Agnostizismus gelangen.
I 186
Def moderater Platonismus/mP/Field: die These, daß es abstrakte Objekte wie Zahlen gibt. Dann glaubt man vermutlich auch, daß es Relationen physikalischer Größe zwischen Gegenständen und Zahlen gibt. (Aber nur abgeleitet): Bsp "Masse in Kilogramm" ist dann Relation zwischen einem gegebenen physikalischen Objekt und der reellen Zahl 15,2.
Bsp "Abstand in Metern" ist eine Relation zwischen zwei Objekten ((s) auf der einen Seite) und der reellen Zahl 7,4.
Der Unterschied zum Hochleistungsplatonismus (HLP) liegt in der Haltung zu diesen Relationen:
mP: These das sind konventionelle Relationen, die von grundlegenderen Relationen, die zwischen physikalischen Gegenständen allein bestehen, abgeleitet sind.
Def Hochleistungs-Platonismus/Heavy-Duty-Platnonism/Field: leugnet das und nimmt die Relationen zwischen Gegenständen und Zahlen als nackte Tatsache, die nicht in anderen Begriffen erklärbar ist.
Aufgebläht könnte man das als "platonistische Teilhabe" erklären.
II 332
Standard-Platonismus: These mathematische Theorien wie Mengenlehre oder Theorie der reellen Zahlen sind über verschiedene mathematische Bereiche, oder zumindest über bestimmte Strukturen, denn es gibt keine Notwendigkeit anzunehmen, daß isomorphe Bereiche (d.h. Bereiche mit derselben Struktur) mathematisch ununterscheidbar wären. Damit sollen "Bereiche" nicht als Mengen angenommen werden.
II 333
Def "Platonismus der Vollkommenheit": (plenitude): postuliert eine Menge mathematischer Objekte. These wann immer wir eine konsistente rein-mathematische Theorie haben, dann gibt es mathematische Objekte, die die Theorie erfüllen unter einer Standard-Erfüllungsrelation. Platonismus der Vollkommenheit/PdV: legt aber auch nahe, These daß wir alle Quantoren über mathematische Entitäten so betrachten können,
I 334
daß sie implizit beschränkt sind durch ein Prädikat, dem alle anderen Prädikaten von mathematischen Entitäten untergeordnet sind: "überwölbendes" Prädikat: ist dann zwischen den verschiedenen mathematischen Theorien verschieden. Diese Theorien konfligieren dann nicht mehr.
II 335
Universum/Standard-Platonismus/Field: (These "Es existiert nur 1 Universum"). Problem/PutnamVsPlatonismus: wie schaffen wir es überhaupt, das "volle" (umfassende) Universum herauszugreifen und einem Teiluniversum gegenüberzustellen, und entsprechend die Standard-Elementbeziehung im Gegensatz zu einer Nicht-.Standard-Elementbeziehung? (Putnam 1980). (Hier aus der Perspektive von "1 Universum" gestellt).
Putnam: These: das können wir eben nicht.
Nominalismus Rorty, R.
 
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II 124
Def Nominalismus/Rorty: die These, alle Wesenheiten seien nominaler Art und alle Notwendigkeiten de dicto. Keine Gegenstandsbeschreibung trifft in höherem Maße die eigentliche Natur eines Gegenstands als irgend eine andere Beschreibung. NominalismusVsPlaton/Rorty: die Natur kann nicht an ihren Gelenken zergliedert werden.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren angrenzender Fachgebiete:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
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Literatur
Wissenschaft Platon
 
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Danto I 51
WittgensteinVsPlaton: seine These von der wissenschaftlichen Erfassung der Formen ist genau die Verwechslung von Wissenschaft und Philosophie.

Dt VII
A. C. Danto
The Philosophical Disenfranchisement of Art (Columbia Classics in Philosophy) New York 2005