Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 61 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Axiome Hacking
 
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I 182
Axiome/Hacking: Massenverhältnisse können in Axiome eingebaut werden. Bsp Die Masse des Myons ist das 206,786fache des Masse des Elektrons - HackingVsPutnam: das kann aber nicht nach Löwenheim uminterpretiert werden wegen eines Bündels stimmiger Rechnungen und vielen Beziehungen zu Naturkonstanten - diese sind experimentell bestätigt und nicht bloß Sätze.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Bedeutung Black
 
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I 58
Bedeutung/Grice: nur durch Wirkung beim Hörer - und zwar beabsichtigte - nicht nur primäre Sprecherabsicht entdecken, sondern der Hörer soll auch etwas bestimmtes denken. - BlackVs: das ist nicht hinreichend und nicht notwendig: es muss nicht stimmen, obwohl die Bedingungen erfüllt sind, und kann stimmen, obwohl sie nicht erfüllt sind.
I 77
Bedeutung/BlackVsGrice: Bsp Eingeborene/Gesten: Hintergrund kann nicht verstanden werden, wenn der Kern ("es schneit") nicht verstanden ist. - Black These: nicht das Erfassen der Sprecher-Absicht, eine Wirkung beim Hörer hervorzurufen, erlaubt es dem Hörer die Bedeutung zu bestimmen, sondern umgekehrt: die Entdeckung der Sprecherbedeutung erlaubt es dem Hörer, auf die Sprecher-Absicht zu schließen. - Absicht/Black: sicher könnte es Verstehen und Sprecher nicht geben, ohne primitive Situationen, in denen eine Sprecherabsicht erkannt wird - aber das ist kein Beweis für die Richtigkeit einer intentionalistischen Analyse.
II 58
Bedeutung/Black: muss außersprachlich angesiedelt sein, damit Wörter überhaupt eine praktische Nutzanwendung haben - Bsp Feststellen ob eine Farbe da ist - Unterschiede zwischen Gegenständen der Welt werden entlang der von unserer Sprache angelegten Kategorien erkannt.
II 98
Bedeutung/Black: das "Leben der Wörter" besteht nicht in irgendwelchen "mentalen Begleitumständen", sondern eher in der Fähigkeit, mit symbolischen Handlungen in Beziehung zu treten und für sie als Ausgangspunkt zu dienen. - Bedeutung kann nicht an irgendeinem Merkmal mentaler Handlungen festgemacht werden. Hirn-o-skop/Black: bliebe immer noch die Aufgabe, die Bilder zu interpretieren.
II 211
Bedeutung/BlackVsPutnam: kann nicht der Gegenstand sein! Bsp "Titanic" hätte dann keine Bedeutung mehr - Bedeutung muss nicht "in mir" sein, um meine zu sein. - ((s) > Putnam "Bedeutungen sind nicht im Kopf.")

Bla I
Max Black
Bedeutung und Intention
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, G. Meggle (Hg), Frankfurt/M 1979

Bla II
M. Black
Sprache München 1973

Bla III
M. Black
The Prevalence of Humbug Ithaca/London 1983
Bedeutung Davidson
 
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Dav I 64
Quine hat unsere Auffassung von Kommunikation revolutioniert, indem er gezeigt hat, dass es mit der Bedeutung nicht mehr auf sich hat, als was eine Person mit den gehörigen Anlagen zu lernen oder beobachten vermag. Kausale Theorie der Bedeutung. VsDescartes: Sinne spielen keine Rolle - nur beim Lernen, aber dann kontingent (VsSkeptizismus).
I 47
Def Satzbedeutung/Davidson: die Bedeutung (Interpretation) eines Satzes wird dadurch angegeben, dass dem Satz ein semantischer Platz zugeordnet wird in der Struktur von Sätzen, aus denen die Sprache besteht. Die Bedeutung eines Satzes besteht darin, diesen und keinen anderen Platz in der Makrostruktur der Sprache innezuhaben. Dies ist für Davidson der einzige Inhalt des Bedeutungsbegriffs.
II 53
DavidsonVs sozialen Charakter der Bedeutung: auch Idiolekt ist prinzipiell interpretierbar (via Kausalhypothesen). Putnam/Kripke: Kausaltheorie: richtige Verknüpfung Wort/Gegenstand - DavidsonVsPutnam: Interpretation ganzer Sätze.
- - -
Rorty VI 419
DavidsonVsQuine/Rorty: Davidson lehnt Begriff der "Reizbedeutung" ab: das sei wie Newtons Versuch, sich zum "Newton des Geistes" emporzuschwingen". Stattdessen: distale Bedeutungstheorie. Es gibt kein "mittleres Gebiet" zwischen sprachlich formulierten Überzeugungen und der Physiologie.
- - -
Dav I 95
Kausaltheorie der Bedeutung: Sinne spielen keine Rolle - nur beim Lernen, aber dann kontingent (VsSkeptizismus).
I 99
DavidsonVsPutnam: dass Bedeutungen nicht im Kopf sind, liegt nicht an speziellen Namen für natürliche Arten, sondern am umfassenden sozialen Charakter der Sprache.
II 50
Bedeutung/Davidson/Glüer: die Interpretation wird dadurch angegeben, dass dem Satz ein semantischer Platz zugeordnet wird in der Struktur von Sätzen, aus denen die Sprache besteht - (mehrere Sprachen = W-Theorien) möglich. - Def Bedeutung/Davidson: besteht dann darin, diesen und keinen anderen Platz in der Makrostruktur der Sprache innezuhaben.
II 51
Bedeutung/Tarski/Davidson: Tarski-artige Theorien beziehen sich nicht auf Bedeutung als festgelegte Entitäten. (Davidson pro: Bedeutung letztlich nicht fixierbar) - Konsequenzen: 1. DavidsonVsTarski: die tatsächlich gesprochene Sprache ist letztlich irrelevant
2. Die triviale These, dass Bedeutung konventionell ist, muss aufgegeben werden.
- - -
Frank I 672
Sonnenbrand-Beispiel/Davidson: So wie Sonnenbrand immer noch eine Rötung meiner Haut ist, obwohl er von der Sonne verursacht wurde - genauso führt externe Verursachung nicht dazu, dass Bedeutungen nicht im Kopf sind - sonst pro Putnam: Bedeutungen nicht im Kopf, wohl aber einfache propositionale Einstellungen.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Bedeutung Fodor
 
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Cresswell II 56
Bedeutungen/Fodor/Cresswell: FodorVsPutnam: These: Bedeutungen sind im Kopf - CresswellVsFodor: Problem: bei einer Zuschreibung muss ich dann dieselbe Repräsentation im Kopf haben. - Es muss derselbe Glaube sein wie der, den er hat. - (s.o.: Bedeutungen sind keine Repräsentationen). - - -
Fodor IV 57
Bedeutung/Quine: nicht aus Sprecherbedeutung, nicht aus Akzeptanz von Inferenzen des Sprechers. - Die Sprecherbedeutung hängt von der Weltsicht ab, und damit von einer Absicht, was die Wörter bedeuten sollen - dabei kann man nicht unterscheiden, welche Ansichten der Sprecher a priori akzeptiert - also gibt es keine analytischen Sätze - Vs Unterscheidung analytisch/synthetisch: "wahr kraft Bedeutung": dafür gibt es kein epistemisches Kriterium.
IV 117
Bedeutung/Wahrheit/Davidson: ein Sprecher hält einen Satz für wahr wegen der Bedeutung und seines Glaubens - daher können wir nicht von Äußerung auf Bedeutung schließen, wenn wir nicht den Glauben des Sprechers kennen und auch nicht umgekehrt.
IV 121
Glaubenszuschreibung/Bedeutungszuschreibung/Davidson These: Information über die Form der Wörter, die für wahr gehalten werden, sind der entscheidende Beleg für beide Zuschreibungen - Annahme von Aufrichtigkeit allein ist nicht hinreichend um Bedeutung zu erschließen - wir brauchen Informationen entweder über seinen Glauben - oder über die Bedeutungen - (Schlüsselstelle) - Fodor/LeporeVsLewis: dann ist die Primatsthese unplausibel - (Primatsthese: "Die Bedingungen der intentionalen Zuschreibung beinhalten die Bedingungen für Glaubenszuschreibung").

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bedeutung Millikan
 
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I 263
Naturgesetze/Millikan: Meine Theorie der Intentionalität ist darauf festgelegt, dass ein Ding wie eine Normale Erklärung etwas ist, das draußen in der Welt ist, und das etwas ist, das unser Denken stützt, statt von unserem Denken gestützt zu werden. Damit sie wahr ist, müssen Naturgesetze in der Natur sein, nicht bloß eine Summierung der Muster der Natur. MillikanVsVerifikationismus: wenn meine Theorie richtig ist, muss er falsch sein.
Wahrheit/Welt/Relation/Millikan: These: letztlich liegen Bedeutungshaftigkeit und Wahrheit in Relationen zwischen Denken und Welt,
I 264
Deshalb können sie nicht im Kopf sein, wir können sie nicht internalisieren.
MillikanVsPutnam.
- - -
I 305
Bedeutung/sprachabhängig/sprachunabhängig/Wissen/Kennen//Millikan: selbst wenn wir Erwachsene fast alle Bedeutungen unserer Wörter aus sprachlicher Kommunikation entnehmen und nicht mehr aus direkter Wahrnehmung, so schließt das überhaupt nicht aus, dass wir „ihre Bedeutung kennen“.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Bedeutung Poundstone
 
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I 339
Bedeutung/PoundstoneVsPutnam: ist im Kopf, d.h. im Bewusstsein dessen, der die Chiffrierung (Kryptographie) versteht. - Extremfall: Regeln ergeben "iii..." dann ist sie zwischen Text und Schlüssel aufgeteilt.
W. Poundstone
I W. Poundstone Im Labyrinth des Denkens, Reinbek 1995
Bedeutung Searle
 
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John R. Searle
I 66
Naturalisierung des Gehaltes: Trennung Bewusstsein/Intentionalität(SearleVs) SearleVsPutnam/Searle: Bedeutungen sind doch im Kopf! (>Intentionalität).
II 25 ff
Bedeutungen im Kopf (VsPutnam), weil Wahrnehmung selbstbezüglich ist. - Wahrnehmung liefert ihre Erfüllungsbedingungen selbst.
II 255
Bedeutung/Searle: im Kopf, Erfüllungsbedingungen liegen in der Intentionalität - Putnam: nicht im Kopf, Bedingungen in der Welt entscheidend, indexikalische Bestimmung, nicht Begriff legt Bedeutung fest - Searle: Bedeutung ist nicht nach Ideolekt bestimmt. - > Bsp Ulmen/Buchen, Zwillingserde.
V 69
Bedeutung übersteigt die Intention, ist meist auch eine Sache der Konvention.
V 68
Schach/Searle: die Figuren haben in der Regel keine Bedeutung, und wer einen Zug macht, meint in der Regel nichts.
IV 157
Bedeutung/Searle: hängt wie andere nicht-konventionale Formen der Intentionalität vom Kontext ab.
IV 159
Letztendlich ist die Bedeutung von unserer Wahrnehmung als Grundform der Intenionalität abhängig.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Bedeutungs-Theorie Fraassen
 
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I 35
Verifikationistische Bedeutungstheorie/ BT/Verifikationismus/Positivismus/Fraassen: der vollständige kognitive Inhalt einer Behauptung ist eine Funktion der empirischen Resultate, die sie verifizieren oder widerlegen würde. Daher kann es keine realen Differenzen zwischen zwei Hypothesen mit demselben empirischen Inhalt geben. - Bsp Vaihinger: ("als ob"): auch wenn es vielleicht keine Elektronen gibt, wäre die beobachtbare Welt genauso wie sie ist, wenn Rutherfords Theorie wahr wäre. Verifikationismus: dann laufen beide Theorien auf dasselbe hinaus.
PutnamVs: nein, denn die eine sagt, dass es Elektronen gibt, die andere nicht. - Selbst wenn die beobachtbaren Phänomene so sind, wie Rutherford sagt, die unbeobachtbaren sind es nicht. PositivismusVsPutnam: würde erwidern: das kannst Du niemals beweisen.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
Bedeutungs-Wandel Davidson
 
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Rorty I 291
Begriffswandel/DavidsonVsPutnam/Rorty: der Begriff selbst ist schon inkohärent.
Rorty IV 23
Davidson/Rorty: jeder Satz, der überhaupt jemals verwendet wurde, bezieht sich auf eben die Welt, von der wir jetzt glauben, daß die existiert (etwa die Welt der Elektronen und dergleichen). Deshalb müssen sich auch Aristoteles und Galilei vor demselben Tribunal verantworten. Rorty: das ist aber kein neues Ergebnis, das etwa durch Kripke durchgesetzt worden wäre, es ist einfach trivial.
Rorty V 18
DavidsonVsInkommensurabilität: wenn das heißt "Ausdrücke, die in anderen Kulturen verwendet werden, können nicht mit unseren Ausdrücken gleichgesetzt werden" dann widerlegt sich diese These selbst. - Putnam: es gibt aber keine Kriterien wie "institutionalisierte Normen" und eine gegenteilige These widerlegt sich ebenso wie die These der Inkommensurabilität.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Begriffe Rorty
 
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Richard Rorty
I 185 ff
Weder gibt es Anschauungen, die sich in Begriffe auflösen lassen (wie bei Carnap) noch interne Beziehungen zwischen den Begriffen, die »grammatische Entdeckungen« (wie bei der Oxford-Philosophie) ermöglichen. Wahrscheinlich gibt es heute gar nichts mehr was »die analytische Philosophie« wäre.
I 192
RortyVsOxford: es gibt keine "grammatischen Entdeckungen" allein zwischen Begriffen.
I 326f
RortyVsPutnam(interner Realismus): das bedeutet nicht mehr, als dass wir uns selbst gratulieren, den Terminus Lithium erfunden zu haben, damit etwas für Lithium stehe, für das die ganze Zeit nichts gestanden hatte. Dass wir aufgrund unserer Einsichten ganz gut mit der Welt fertig werden, ist wahr, aber trivial. Dass wir sie angemessen widerspiegeln ist »bloß ein Bild«.
I 339f
Platonische Begriffe: die Schwierigkeiten mit ihnen besteht nicht darin, dass die »falsch« sind, sondern darin, dass sich über sie nicht sonderlich viel sagen lässt. Man kann sie nicht naturalisieren oder sonstwie mit unseren Belangen verbinden. Davidson: würde wahrscheinlich sagen, das Gute bedürfte keiner verifikationistischen Argumente.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Behauptbarkeit Rorty
 
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Richard Rorty
I 308
RortyVsPutnam: das ist so ähnlich wie die Argumente von Moore gegen alle Versuche, "gut" zu definieren: "wahr, aber nicht begründet behauptbar" ist genauso sinnvoll wie "gut, aber nicht der größten Glückseligkeit förderlich".

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Beschreibung Hacking
 
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I 162
Beschreibung/StrawsonVsLeibniz: Monaden: eine vollständige Beschreibung wäre sinnlos! - VsPutnam: Interner Realismus: benötigt die Idee einer "vollständigen Beschreibung" wegen idealer Akzeptierbarkeit.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Bezug/Referenz Rorty
 
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Richard Rorty
I 96
Referenz: für jede Unterscheidung von Referenten von Ausdrücken braucht man irgendwelche ontologischen Kategorien, irgendetwas, wenn auch Grobes, um die Dinge zuzuschneiden.
I 316ff
RortyVsPutnam, RortyVsKripke:Verwechselt man diesen Begriff »wirklich sprechen über« mit dem Begriff der Referenz, so kann man, wie Kripke und Putnam leicht auf die Idee kommen, wir hätten über die Referenz »Intuitionen«.
I 317f
Natürlich kann es Referenz auf Fiktionen nicht geben. Das entspricht dem technisch-wissenschaftlichen Gebrauch. Dann hat jedoch »Referenz« mit »sprechen über« im Grunde überhaupt nichts zu tun, und kommt erst ins Spiel, nachdem man seine Wahl zwischen den verstehenden Strategien getroffen hat.
I 316ff
Wirkliche Existenzfragen werden auch nicht von dem Kriterium von Searle und Strawson berührt! Was ist dann aber das richtige Kriterium? Rorty: es gibt gar keins!
I 321
Für Davidsons "reine" Sprachphilosophie ist weder das eine noch das andere erforderlich.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Bezug/Referenz Searle
 
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John R. Searle
II 289
Referenz/Searle: sprachlicher Bezug stammt immer von geistigem Bezug ab.
II 313f
Namen/Bedeutung/Referenz/Searle: Bsp Gödel/Schmidt: intentionaler Gehalt legt Referenz fest:"Entdecker, egal wie der heißt" - wir sprechen von der Person, die von ihren Zeitgenossen anerkannt wurde - Bsp vertauschte Flecken: Identifikation: "der Fleck, der das Erlebnis verursacht". - Variante: Vergessen: "der, den ich früher als A zu identifizieren in der Lage war".
II 316
Zwillingserde/Referenz/Searle: Bezug kann sich nicht auf deskriptiven Gehalt berufen, unsere Namen bezögen sich bei identischer Wahrnehmungssituation immer noch auf unsere heimischen Gegenstände - SearleVsPutnam: kausale Selbstbezüglichkeit reicht aber aus.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
de dicto Searle
 
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John R. Searle
II 249
de dicto: allein die geistigen Gehalte betreffend. - de re: Beziehungen zwischen Personen und Gegenständen. - SearleVsQuine, VsPutnam: alle Überzeugungen sind de dicto! - ((s) also sollen sie immer geistige Gehalte betreffen und nie Gegenstände?)
II 261
de dicto/Überzeugung/ SearleVsalle. alle Überzeugungen sind de dicto - de re Überzeugungen sind eine Teilklasse - QuineVs: irreduzible Überzeugungen de re: zwischen dem Glaubenden und den Gegenständen - zusätzlich zu den de dicto-Überzeugung - (viel stärkere These) - Gehirne im Tank: nur rein de dicto - SearleVsQuine;: wenn die Welt sich änderte, ändern sich die Überzeugungen, auch wenn im Kopf alles gleich beleibt.
II 262
Allgemeiner Wunsch nach einem Segelboot: de dicto - nach einem speziellen Boot: de re.
II 263
SearleVsQuine: dann im allg. Fall angeblich kontextfrei aber: BurgeVsQuine: kontextuell gebundene Überzeugungen lassen sich nicht vollständig durch ihren intentionalen Gehalt charakterisieren (als nicht bloß Relation zwischen Begriff und Gegenstand). de dicto/Burge: Bsp rote Mütze im Nebel: " da gibt es einen Mann, der..." -Searle: das reicht aus, um jedes de re-Gegenstück zu individuieren. - Derselbe Mann kann zu den Erfüllungsbedingungen für ganz verschiedene Wahrnehmungen gehören.
II 268
These: es gibt Formen der Intentionalität, die nicht begrifflich, aber auch nicht de re sind.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
de re Searle
 
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John R. Searle
II 247
de dicto: allein die geistigen Gehalte betreffend. - de re: Beziehungen zwischen Personen und Gegenständen - SearleVsQuine,VsPutnam: alle Überzeugungen sind de dicto.
II 271
de re/dicto/SearleVsQuine: ist eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Arten des Berichts, - intentionale Zustände sind nicht an sich intensional -. das ist eine Verwechslung von log. Eig von Berichten mit den Zuständen selbst - es gibt keine "de re-Einstellungen" - nur indexikalische Ausdrücke (VsKaplan, VsPerry)
IV 182f
de re/de dicto/Searle: nicht zwei verschiedene Überzeugungen - Ralphs Überzeugungen sind in beiden Fällen dieselben - Unterschied: besteht darin, inwieweit der Berichtende sich festlegen will - Ralph kann diesen Unterschied gar nicht zum Ausdruck bringen - die Wahrheitsbedingungen sind dieselben.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Eigenschaften Putnam
 
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III 177
Eigenschaften/LewisVsPutnam: Eigenschaften müssen etwas Einfaches sein - wenn das eine aus einer anderen folgt, dann wäre das eine notwendige Beziehung zwischen zwei Einfachen. - Putnam: das wäre unverständlich. Falsche Lösung/Lewis: dann müssten Eigenschaften ihrerseits als Komplexe gedeutet werden - LewisVs: Eigenschaften müssen einfach sein - woraus sollten sie zusammengesetzt sein?
PutnamVsLewis: das ist kein analytischer Stil. - Warum sollte etwas Einfaches keine Relationen eingehen?
- - -
V 119
Eigenschaften/Identität/Putnam: Synonymie ist notwendig für Identität von Prädikaten, nicht Eigenschaften - Temperatur ist nicht synonym mit Molekülbewegung. - - -
I 195
Funktionale Eigenschaft/Putnam: Bsp ein Programm zu haben ist für einen Computer eine funktionale Eigenschaft statt einer physikalischen - nicht-funktionale Eigenschaften: Inputs und Outputs - funktionale Eigenschaften: werden mit Ursache und Wirkung definiert.
I 195
Referenz/Lewis: ist eine funktionale Eigenschaft - Pointe: das soll die Unterscheidung physikalisch/ nichtphysikalisch unterlaufen - Referenz ist dann eine funktionale Eigenschaft des Organismus-plus-Umwelt-Systems.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Externalismus Davidson
 
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Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie.
Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.
I 8
Def Externalismus/Davidson: Ereignisse und Gegenstände, durch die eine Überzeugung hervorgerufen wird, bestimmen zugleich ihren Inhalt. - DavidsonVs: nichts außerhalb des Geistes bestimmt eine Überzeugung - Externalismus: zeigt die Richtigkeit (nicht Unfehlbarkeit) der Mehrheit der Urteile. - (Davidson pro)
I 72
Externalismus/Davidson: pro Variante: Bsp Zwillingserde: nicht aus sprachlicher Arbeitsteilung - Daher keine Bedrohung eder Autorität der 1. Person - Radikale Interpretation: der Interpret muß anhand indirekter Belege herausfinden, welches die Faktoren sind, die den Inhalt des Gedankens der anderen erst bestimmen. - Für den eigenen Inhalt besteht dann kein Raum für Irrtum, weil dieselben Faktoren beide Gedanken bestimmen.
I 74
Externalismus/Burge: zwei Formen: a): sozial, Bedeutung aus sprachlicher Praxis (Gemeinschaft) - b) Bedeutung von Kausalgeschichte (Lerngeschichte) des Individuums abhängig. - Burge: kausale Beziehung zum Gegenstand, um den Inhalt zu begreifen. - DavidsonVsBurge: schützt nicht vor Irrtum.
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie - Externalismus/DavidsonVsKripke/DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation - Referenz einzelner Worte/Davidson: theoretisches Konstrukt - ((s) aus ganzen Sätzen abgeleitet).
Frank I 626ff
Externalismus/Davidson: es macht nichts, wenn mentale Zustände durch etwas außerhalb individuiert werden, genausowenig wie Sonnenbrand aufhört, auf der Haut zu sein, weil er eine äußere Ursache hat.
Frank I 663
Externalismus/Autorität: wenn Gedanken extern bestimmt sind, dann muss das Subjekt nicht notwendig wissen, woran es denkt. - Wenn der Externalismus richtig ist, dann VsFrege: Gedanken sind nicht vollständig fassbar. - VsDescartes: innere Zustände sind nicht gewiss. - Burge: falscher Gebrauch von Begriffen: Möglichkeit, seine eigenen Gedanken nicht zu kennen - DavidsonVsBurge: Überzeugungen hängen von anderen Überzeugungen ab, daher weniger starke Möglichkeit des Irrtums. - DavidsonVsBurge: Absicht der erfolgreichen Kommunikation hat keine notwendige Verbindung zur richtigen Identifikation der Bedeutung.
I 663 - 667
Externalismus: Putnam: Unterscheidung innerer und "gewöhnlicher", externer Überzeugungen. - Fodor: "methodologischer Solipsismus": nur innere Zustande beobachten. - Burge: externe Faktoren finden über "Gedankenexperimente" Eingang in die Bestimmung der Inhalte. - Bsp falsch verwendete Begriffe: falsches Glauben über sich selbst ist möglich. >Bsp Arthritis/Shmartritis) - DavidsonVsBurge: zunächst pro: Inhalt wird nicht durch das bestimmt, was in der Person vorgeht, aber: der Inhalt ist so stark holistisch bestimmt, dass einzelne Begriffsverwirrungen nicht so entscheidend sein können. - Daher gibt es keine rigiden Regeln für Zuschreibung von Gedanken. - Wir sind nicht gezwungen, den Worten eines anderen dieselbe Bedeutung zuzuschreiben wie er selbst.
I 676
Geist/Tradition/DavidsonVsDescartes: wenn der Geist eine Bühne mit angeblichen Vertretern der Objekte sein soll, wie kann sich dann der Geist den Weg nach außen bahnen? - Aber die "Objekte" interessieren nicht, sondern ihre Vettern, die Propositionen. - Der Geist hat sie aber nicht "vor Augen". - Lösung: Externalismus: all das, was das Objekt bestimmen hilft, muss gleicherweise vom Geist erfasst werden, wenn er wissen soll, in welchem Zustand er ist.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Funktionalismus Searle
 
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John R. Searle
Dennett I 557
Funktion/Searle: (laut Dennett): nur Produkte, die von einem echten menschlichen Bewusstsein hergestellt wurden, haben eine Funktion ((s) > objet ambigu, Paul Valery). DennettVsSearle: also dienen die Tragflächen des Flugzeugs, aber nicht die Flügel des Adlers zum Fliegen.
---
I 19
SearleVsFunktionalismus (SearleVsPutnam): Beziehungen zwischen Geistzuständen nicht ausschließlich kausal! sonst hätten Steine mit den richtigen Kausalbeziehungen die gleichen Geistzustände wie wir.
I 59 ff
VsFunktionalismus: eliminiert Qualia - Imitation einer funktionalen Organisation führt nicht zu Schmerzempfindung.
I 233f
Maschine durch Effekte definiert, kann nicht aus Käse nachgebaut werden - Computer: syntaktisch definiert, kann aus Beliebigem nachgebaut werden (Katzen, Mäusen, Käse) - Syntax immer beobachterrelativ! Nicht intrinsich - aber Herz intrinsisch Pumpe - auch Wasser als intelligent beschreibbar (geringster Widerstand).
I 266f
Intentionale Phänomene :Regelfolgen: echt kausale Phänomene - Funktionale Erklärungen: nur nackte physische Fakten, Kausalität hier nur durch interessengeleitete Beschreibung - Regeln sind keine Ursachen für Handlungen.
I 266
Funktion/Searle: keine separate Ebene.
I 269
Muster: spielt in funktionaler Hinsicht eine kausale Rolle, verbürgt aber keine unbewusste Repräsentation (Intentionalität).
III 24
SearleVsMillikan: Funktion immer beobachterrelativ (Nur "Ablauf" immanent) - Millikan: Funktion evolutionär entstanden.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Gegenstände Putnam
 
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Horwich I 409
Gegenstand/Ding/Objekt/Sprache/interner Realismus/Welt/Putnam: These: Objekte selbst sind ebenso gemacht wie entdeckt. - FieldVsPutnam: dann müsste man unabgetrennte Teile als sprachabhängig auffassen, sie sind aber sprachunabhängig. - - -
Putnam I 247
Realismus/Wirklichkeit/Gegenstände/Raumzeit-Stellen/Putnam: Kripke, Quine, Lewis sind uneinig: was ist die Beziehung zwischen dem Stuhl und dem Raumzeit-Bereich, den er einnimmt? - Quine: der Stuhl und die ihn konstituierenden elektromagnetischen und anderen Felder sind ein und dasselbe. Der Stuhl ist der Raumzeit-Bereich. KripkeVsQuine: beide sind numerisch verschiedene Gegenstände, haben allerdings dieselbe Masse (Bsp Statue/Ton) - der Stuhl hätte einen anderen Raumzeit-Bereich einnehmen können. - QuineVsKripke: dieser Beweis ist wertlos, weil modale Prädikate hoffnungslos vage sind. -
Lewis: Quine hat recht, was den Stuhl betrifft, aber unrecht, was die modalen Prädikate betrifft. - LewisVsKripke: nicht der Stuhl, sondern ein Gegenstück zu diesem Stuhl hätte woanders sein können. - Putnam: es ist Unsinn zu fragen, ob der Stuhl mit der Materie identisch ist oder mit ihr koexistiert - keine Konvention: ob der Stuhl blau ist - Konvention: ob er ein Raumzeit-Bereich ist, und ob wir das entscheiden müssen!
Raumzeit-Punkte: stellen sich einige Autoren als Prädikate vor - dann ist der Raumzeit-Bereich eine Menge von Eigenschaften. - Putnam: das ist Ansichtssache - (>Vierdimensionalismus).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Geist/ Geistzustand Davidson
 
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I 30
Zwillingserde/ZE/Davidson: Subjektive Zustände ergeben sich nicht als Folgeerscheinungen aus dem Zustand des Gehirns oder des Nervensystems.
II 154
Falsche Theorie: die Gegenstände seien die Bedeutungen von Sätzen (Vs), das heißt: die Propositionen. DavidsonVs: Damit würde man es so einrichten, Bsp daß dann, wenn ein Franzose Paul denselben Bewusstseinszustand zuschreibt, wie ich, von uns beiden derselbe Gegenstand benannt würde, während dies bei der eben betrachteten Theorie nicht der Fall wäre, denn der betreffende Satz des Franzosen wäre nicht der gleiche wie meiner.
Es sollte uns nicht beunruhigen, dass der Franzose und ich verschiedene Wörter benutzen, es ist ähnlich wie bei Unzen und Karat. (>Messen)
Mein Monismus ist ontologisch: Er behauptet, dass mentale Ereignisse und Gegenstände auch als physische beschreibbar sind.
I 99
Geist/Davidson: wenn man das Subjektive oder Geistige ausschließlich als Folgeerscheinung der physischen Merkmale einer Person auffasst, können Bedeutungen also nicht etwas rein Subjektives oder Geistiges sein. - (Putnam: Bedeutungen sind nicht im Kopf)
Frank I 626
Geist/Davidson: nicht ohne Sprache, beides ist gleichrangig.
Frank I 657ff
mentale Zustände/Fremdzuschreibung/Davidson: "enger" Zustand/Zwillingserde: "innerer" Zustand, solipsistisch, wie bei Descartes: die engen Zustände sind bei beiden Zwillingserden gleich. - BurgeVsPutnam: die engen Zustände gibt es gar nicht. - SearleVsPutnam: das ist unnötig, gewöhnliche propositionale Einstellungen genügen -DavidsonVsSearle/VsBurge: gewöhnliche mentale Zustände sind enge (innere) und gleichzeitig "nicht-individualistisch", d.h. extern identifizierbar.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Glauben Lewis
 
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IV 151
Glauben/Perry: hat immer zwei Objekte. 1. Objekt: Paar aus Individuum und Eigenschaft - (propositionaler Glauben: wäre eine null-stellige Relation).
Glauben/Perry: Überzeugungen sind nicht im Kopf - Die mentalen Zustände von Heimson und Hume sind gleich. - Es sind aber verschiedene Paare von Individuum und Eigenschaft. - Problem: dann läge die Verrücktheit in Zuständen der Welt.
((s) Heimson-Beispiel: Heimson sagt "Ich bin David Hume." Das stellt ein unlösbares Problem dar. (> J. Perry).)
Lösung/Perry: das erste Objekt von Heimson ist falsch.

2. Objekt: eine Funktion mit dem Subjekt als Argument und dem ersten Objekt (Individuum-Eigenschaft-Paar) als Wert - nach dem 2. Objekt sind Glauben doch im Kopf - Hume und Heimson haben dasselbe 2. Objekt: die Funktion, die Hume das Paar Hume und die Eigenschaft Hume zu sein zuschreibt - beide glauben dasselbe! - Lewis pro.

IV 152
Glauben/Überzeugung/LewisVsPutnam: ist im Kopf! - Die Selbstzuschreibungen des Subjekts sind das Ganze seines Glaubenssystems - Fremdzuschreibungen sind keine weiteren Glaubenseinstellungen - andererseits: Glauben de re: ist nicht im Kopf - ist auch kein richtiger Glaube - sie sind Sachverhalte kraft der Relation des Glaubens zu den Dingen.
IV 153
Glauben de re/Lewis: nicht de re: Bsp die Zuschreibung von "Ist ein Spion" an "Ist der kleinste Spion...". - Bsp nicht de re: die Zuschreibung "Mörder", wenn der Mord noch nicht aufgeklärt ist. - Die geeigneten Kennzeichnungen müssten das Wesen herausgreifen - nicht de re: Bsp "irgend jemand hat mir..".
IV 155
Lösung: Bekanntschaft - Bsp "Der Mann, von dem ich unter dem Namen Hume gehört habe..." ist schon Bekanntschaft! - Auch: Bsp der Autofahrer vor mir. - Dass er ein unbekanntes Wesen ist, ist irrelevant. - - -
Schw I 179
Glauben/Glaubenssatz/Semantik/LewisVsStalnaker: ob ein Spieler den besten Zug kennt, hängt nicht davon ab, dass er den Satz "dies ist der beste Zug" für wahr hält. - Er muss gar keine Sprache sprechen - (Allwissenheit/Stalnaker: eigentliche Unkenntnis bei scheinbarer Unkenntnis notwendiger Wahrheiten betrifft stets sprachliche Sachverhalt.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Identität Davidson
 
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Dav II 69
Bsp Identität: Wie klar ist die Vorstellung, daß die alten Griechen - einige alte Griechen - glaubten die Erde sei flach? Diese Erde? Wenn jemand nichts von dem glaubt, was wir über die Erde glauben, inwieweit bezieht er sich dann auf die Erde?
II 72
Das macht deutlich, daß Überzeugungen ganz ähnlich vernetzt gedacht werden müssen, wie Sätze. Überzeugungen treten - wie Sätze - nie einzeln auf.
Dav I 21
Identität/Quine: wir können nicht "die" Beziehung herausgreifen, die für die Erkenntnis der Identität eines Gegenstands konstitutiv ist - jede Eigenschaft kann als relevant angesehen werden - Davidson: wenn der Geist immer eine eindeutige Beziehung zum Gegenstand herstellen müßte, wäre Denken unmöglich. - - -
Frank I 672
Identität/Davidson: "molekülidentisch", "krawattenidentisch" (>Geach: Krawattenverkäufer Jones macht die erfahrung, dass eine Krawatte in anderem Licht ganz anders aussieht). Bsp gleiche Hautrötung kann einmal Sonnenbrand, einmal etwas ganz anderes sein - auch Zwillingserden-Zwilinge sind molekül-identisch (> ZE: Zwillingserde).
I 674
DavidsonVsPutnam: die Zwillingserden-Zwilinge sind aber nicht psychisch identisch (Anomaler Monismus).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Indexwörter Burge
 
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Frank I 684
Indexwörter/indexikalische Spezifikation/mentale Zustände/Zwillingserde/Burge/Bruns: a) die mentalen Zustände werden mit indexikalischen Ausdrücken identifiziert: Bsp "dies ist Wasser". (Individuation).
b) nichtindexikalisch identifiziert: Bsp "Wasser ist eine Flüssigkeit".
Fazit: wenn nichtindexikalisch, dann können sie nicht zur Verhaltenserklärung benutzt werden, weil sie ihren Inhalt nicht individuieren.
BurgeVsPutnam: zwar behandelt er keine Glaubenszustände, sein Argument funktioniert aber nur, weil er Terme, die natürliche Arten ausdrücken, wie indexikalische Terme analysiert.
Frank I 685
Burge These: auch bei der Individuation nichtindexikalischer mentaler Zustände muss auf externe Gegenstände Bezug genommen werden. "Antiindividualismus" (= Externalismus). Enge Inhalte genügen nicht zur Individuation sie müssen vielmehr selbst durch "weite Inhalte" individuiert werden. Inhalt/Zwillingserde/Burge/Bruns: wenn es auf der Zwillingserde kein Aluminium gibt, hat Hermanns Überzeugung, dass Aluminium ein Metall ist, einen anderen Inhalt. (DavidsonVs: man kann "Mond" auch verstehen, ohne ihn jemals gesehen zu haben).
Weder er noch sein Doppelgänger kennen die atomare Struktur von Aluminium bzw. Zwillingserden-Aluminium.
Burges Argument hängt nun ganz davon ab, ob wir bereit sind, den beiden dennoch Überzeugungen über die entsprechenden Leichtmetalle zuzuschreiben.
Frank I 707
"hier"/Zwillingserde/Burge: Bsp ich weiß, dass ich hier (anders: auf der Erde!) bin. Mein Wissen beinhaltet mehr als das bloße Wissen, dass ich weiß, dass ich da bin, wo ich bin.
Ich habe die normale Fähigkeit, über meine Umgebung nachzudenken. Und ich habe dieses Wissen, weil ich meine - und nicht andere vorstellbare Umgebungen wahrnehme.


Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Information Dennett
 
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I 268
Information/Kode/Dennett: die Tatsache, dass ein eindimensionaler Kode für eine dreidimensionale Struktur stehen kann, ist ein Zugewinn an Information. Eigentlich kommt "Wert" hinzu! (Beitrag zur Funktionsfähigkeit).
II 35
Information/Handlung/Virus/Dennett: das Virus muss für die Proliferation seiner Information "sorgen". Zum Erreichen seiner Ziele bringt es ein Enzym hervor, dem ein "Losungswort" vorgezeigt wird, und das daraufhin andere Moleküle "unangetastet lässt".
II 39
Information/Leben/Dennett: lange bevor es in Organismen Nervensysteme gab, benutzten Lebewesen einen primitiven Post-Dienst: den Kreislauf und Stoffwechsel zur Übertragung von Information.
II 94
Informationsverarbeitung/DennettVsFunktionalismus: eines war immer klar: sobald es in einem Informationssystem Wandler und Effektoren gibt, verschwindet seine "Medienneutralität" oder multiple Realisation. (VsPutnam, VsTuring).
II 100
Verkörperte Information/Dennett: die Evolution lässt in jedem Teil jedes Lebewesens Informationen körperlich werden. Bsp die Barten des Wals verkörpern Information über die Nahrung. Bsp Die Flügel des Vogels verkörpern Information über das Medium der Luft. Bsp Die Haut des Chamäleons trägt Information über die Umgebung. Diese Informationen brauchen keineswegs als Kopien ins Gehirn zu gelangen!

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Kennzeichnungen Lewis
 
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IV 240
Bestimmte Kennzeichnung/Lewis: notwendig: etwas Herausragendes, relatives Hervorstechen - nicht: Einzigkeit. - Das Herausragen wechselt ständig während der Konversation - Denotation durch bestimmte Kennzeichnungen ist dann vom Kontostand abhängig. - Angleichungsregel: Hervorstechen eines Gegenstands wird vom Verlauf der Konversation beeinflusst. Grenzen/Lewis: es ist leichter, die grenzen auszuweiten, als sie zu verengen.
I 26/27
Fehlgeschlagene Kennzeichnungen sind nicht sinnlos! (Putnam: die theoretischen Termini einer widerlegten Theorie sind sinnlos.). LewisVsPutnam: das sind sie nicht, falls sie fehlgeschlagenen Kennzeichnungen gleichen. "Der Marsmond" und "der Venusmond" benennen (auf irgend eine normale Weise) nichts hier in unserer wirklichen Welt; aber sie sind nicht sinnlos, weil wir sehr gut wissen, was sie in gewissen anderen möglichen Welten benennen.


LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
Kohärenztheorie Rorty
 
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Richard Rorty
II 126
Def Idealismus: Wahrheit nicht Übereinstimmung mit der inneren Natur eines Gegenstands, sondern Kohärenz.
II 130
Ayer: erhielt durch den "linguistic turn" die Möglichkeit, als logischer Positivist eine von Metaphysik befreite Fassung der Kohärenztheorie der Wahrheit vorzulegen.
McDowell I 175
Kohärenztheorie/Rorty: pro Davidson: Überzeugungen: können a) von außen gesehen werden, Sicht des Feldforschers, kausale Interaktionen mit der Umwelt - b) von innen, aus der Sicht des Eingeborenen, als Handlungsregeln. Die Innensicht ist normativ, im Raum der Gründe.
RortyVsPutnam: dieser versucht, das irgendwie zusammen zu denken.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Korrespondenz Millikan
 
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I 107
Korrespondenz/Korrespondenzrelation/Millikan: hier geht es um die zwischen einem indikativischen intentionalen Icon und seinem real value. 1. Der real value ist die Normale Bedingung für die Ausübung der direkten Eigenfunktion des Icons.
2. Es gibt Korrespondenzen zwischen Transformationen auf beiden Seiten!
3. Jede Transformation auf der Seite des Icons hat eine Normale Bedingung für die Eigenfunktion (proper performance) der entsprechenden Transformation des real value.
Pointe: dabei geht es um ein Inbeziehungsetzen der Transformationen von Icon und real value, nicht eine Korrespondenz der Elemente von Icon und real value. ((s) >Kovarianz).
Transformation/Millikan: dabei geht es nicht um „Teile“ sondern um invariante und variable Aspekte ((s) eines Ganzen).
Bsp Bienentanz: variabel: Richtung – invariant: Existenz von Nektar.
I 108
Transformation/Satz/Millikan: bei Sätzen ist die häufigste Transformation die Substitution oder die Negation. Bsp „Theaitetos schwimmt“ Jede Transformation korrespondiert einer möglichen Weltsituation (Tatsache, world affair).
Artikulation: einer Tatsache, ist durch eine Gruppe möglicher Transformationen bestimmt.
- - -
I 307
Übereinstimmung/Millikan: zuerst muss man etwas über die objektive Welt, nicht die Welt, wie wir sie wahrnehmen (Empfindungswelt) wissen. Übereinstimmung/Urteil: Übereinstimmung im Urteil ist nicht, auf denselben Reiz mit derselben Reaktion zu antworten. Selten reagieren zwei Leute auf denselben Reiz mit derselben Wortwahl. Es ist auch nicht Übereinstimmung darüber, wie man die Welt in Stücke aufteilt. Stattdessen ist sie ein Zeichen dafür, dass jeder Sprecher auf seine Weise Kontakt hat mit der Welt, und dass es dasselbe ist, was auf verschiedene Weise abgebildet wird.
- - -
I 329
Korrespondenz/Putnam: es ist inkohärent anzunehmen, dass Wahrheit eine Korrespondenz mit der WELT sei. Abbildung/Repräsentation/Putnam: mathematische Abbildungen sind allgegenwärtig, Repräsentationen sind nicht allgegenwärtig.
Problem: eine Korrespondenztheorie, die darauf beruht, dass es eine Abbildungsrelation zwischen einer vollständigen Menge wahrer Repräsentationen und der Welt gäbe, ist leer
I 330
Lösung: es muss zunächst eine Unterscheidung zwischen Abbildungen und Repräsentationen geben. Lösung: es muss eine zusätzliche Bedingung für Referenz geben, nämlich, dass eine intendierte Interpretation ausgezeichnet wird.
Kausaltheorie/Putnam: würde hier nicht helfen. Denn es ist genauso unsicher, ob „Ursache“ eindeutig referiert, wie ob „Katze“ eindeutig referiert.
Begriff/Zeichen/Ockham/Putnam: Problem: ein Begriff darf nicht einfach ein „mentales ED“ sein, sonst verweist jedes Zeichen bloß immer wieder auf ein anderes Zeichen.
PutnamVsRealismus/PutnamVsmetaphysischer Realismus: es ist unverständlich, wie eine Relation zwischen einem Zeichen und seinem Objekt herausgegriffen werden könnte, entweder, indem man das Zeichen selbst hochhält, Bsp
KUH
Oder indem man ein anderes Zeichen hochhält z.B.
REFERIERT
Oder vielleicht
VERURSACHT.
Meinen/Bedeutungsrationalismus/Putnam/Millikan: das ist der Bedeutungsrationalismus: um etwas meinen zu können, müssen wir wissen, was wir meinen und zwar „wissen“ mit einem ganz bestimmten bedeutungsrationalistischen Glanz auf „wissen“: Die Relation zwischen Kopf und Welt muss zur Gänze im Kopf gespiegelt werden,
((s) > Siehe Leibniz, „Übergreifendes Allgemeines“).
PutnamVs: das ginge nur, wenn es ein mysteriöses „direktes Erfassen von Formen“ ((s) platonistisch) gäbe. Dann müsste die Relation nicht noch einmal gespiegelt werden.
I 331
Korrespondenz/Meinen/Bedeutung/Referenz/MillikanVsPutnam/Millikan: These: die Relationen zwischen Kopf und Welt sind tatsächlich zwischen Kopf und Welt. Das Verstehen dieser Relationen trägt aber nichts zur Begründung von Bedeutung und Referenz bei. Sie müssen auch nicht intendiert werden, damit man referieren kann.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Logik Wright
 
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I 60ff
semantischer Anti-Realismus/Evidenz:: mag sich nun im Gegensatz zu Putnam mit einer "Einbahnstraße" zufrieden geben: (EC, epistemische Einschränkung): EC Wenn P wahr ist, dann gibt es Evidenz dafür, daß es so ist.
Evidenz/WrightVsPutnam: Wahrheit wird durch Evidenz engeschränkt. Das führt zu einer Revision der Logik.
Wenn nämlich keinerlei Evidenz vorliegt, müßte Putnam durch Kontraposition von EC eigentlich zulassen, daß es nicht der Fall ist, daß P wahr ist, woraus dann per Negationsäquivalenz folgt, daß die Negation von P als wahr gelten muß.
I 61
Semantischer Anti-Realismus : weigert sich, die uneingeschränkte Gültigkeit des Prinzips der Bivalenz (w/f) zuzugestehen. Semantischer Anti-Realismus:/Wright: diese Spielraum für eine Versöhnung gibt es: wer EC vertritt, den verpflichtet die Negationsäquivalenz, (A) zuzulassen:
A Wenn keine Evidenz für P vorliegt, dann liegt Evidenz für seine Negation vor. (s)Vs!! Absurd!
Wright: das ist gleichbedeutend mit dem Zugeständnis, daß es im Prinzip sowohl für die Bestätigung als auch für die Zurückweisung von P Evidenz gibt: Das verbirgt aber eine unterdrückte Prämisse:
B Entweder gibt es Evidenz für P oder es gibt keine.
Ein Fall des ausgeschlossenen Dritten.
I 62
Ganz klassisch ist das Konditional (A) ein Äquivalent der Disjunktion (C): C Entweder gibt es Evidenz für P oder es gibt Evidenz für seine Negation. ((s) Nicht bei Unentscheidbarkeit).
Problem: daß es gerade der Satz vom ausgeschlossenen Dritten ist, der nicht assertibel sein soll (nicht behauptbar): ! Es würde nicht ausreichen, bloß das Prinzip der Bivalenz (w/f) zurückzuweisen. Wenn
(B) Entweder gibt es Evidenz für P oder es gibt keine
uneingeschränkt assertibel ist, wird die Verlegenheit wieder auftreten: die Logik muß revidiert werden für alle Fälle, wo Evidenz nicht garantiert ist.
I 87f
Revision der Logik/Wright: kann erforderlich sein, wenn das Lügnerparadox oder Ähnliches ins Spiel kommt. Hier kann man ein "schwaches " Bikonditional annehmen: Def Bikonditional, schwach: A <> B sei schwach gültig, wenn ausgeschlossen ist, daß eine der beiden Aussagen wahr sein kann, wenn die andere es nicht ist, auch wenn A unter bestimmten Umständen eine von B verschiedene Bewertung hat oder keinen Wahrheitswert hat, während B einen besitzt.
Def Bikonditional, stark: A <> B sei stark gültig, wenn A und B notwendig immer die gleiche Bewertung erhalten.
Dann gilt auf für Diskursbereiche, in denen das DS und das Äquivalenzschema in Zweifel gezogen wird, daß beide immer noch schwach gültig sind.
Revision der Logik/Negation: innerhalb eines Apparats mit mehr als zwei Wahrheitswerten kann es keinen Einwand geben gegen die Einführung eines Operators "Neg", der der Festlegung unterliegt, daß Neg A falsch ist, wenn A wahr ist, aber wahr ist in allen anderen Fällen.
Wenn dann A <> B schwach gültig ist, gilt das auch für NegA <> Neg B. Dann gibt es kein Hindernis gegen die Ableitung der Negationsäquivalenz:
"Neg (P) ist wahr <> Neg("P" ist wahr).
I 89
WrightVs: dies wird jedoch nicht gelingen! Nicht einmal als Behauptung schwacher Gültigkeit, wenn "assertibel" für "wahr" eingesetzt wird.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
Löwenheim, Satz v. Hacking
 
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I 176
Löwenheim/Hacking: Paradox: dass Aussagen über einen Bereich, wo sie z.B. das Fehlen eindeutiger Zuordenbarkeit feststellen (Bsp Teilmengen der natürlichen Zahlen sind nicht den natürlichen Zahlen eindeutig zuordenbar) dann auch für einen abzählbaren Bereich gelten: dann folgte, daß die natürlichen Zahlen nicht eindeutig auf die natürlichen Zahlen abzubilden wären (nichtindentiertes Modell). - Heute wird das nicht mehr als paradox angesehen.
I 178
Löwenheim/HackingVsPutnam: seine Kritik greift nur bei Korrespondenztheorie oder Abbildtheorie.
I 180 ff
HackingVsLöwenheim/HackingVsPutnam: 1. Physik passt nicht in Logik 1. Stufe - 3. Alltagssprache hat immer Indikatoren - 4. VsWittgenstein: das beweist nicht, dass unser Gebrauch wesentlich unzuverlässig ist - 4. Löwenheim geht über Zahlen, nicht Wörter - 5. Um Bezug zu nehmen, brauchen ich keine Theorie der Bezugnahme - 6. Es gibt Fotografien in Büchern über Myonen- 7. Der Satz von Löwenheim ist nicht konstruktiv! - D.h. es gibt kein Verfahren zur Herstellung eines nichtintendierten Modells - 8. Zusätze wie Weichselkirsche und Perserkatze funktionieren nicht wie das Adjektiv "süss". - Man weckt Weichselkatzen nicht ein und isst Herzkatzen nicht als Frischobst.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Methode Chomsky
 
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I 278
Methode/Theorie/Chomsky: Voraussetzung; wir müssen das, was die Person rezipiert, beschreiben können - das Perzept ist selbst ein Konstrukt erster Ordnung - seine Eigenschaften werden Experiment bestimmt - Grammatik: Konstrukt zweiter Ordnung - dazu muss man von den anderen Faktoren abstrahieren, die bei Gebrauch und Verstehen der Sprache beteiligt sind und sich auf internalisierte Kenntnis des Sprechers beziehen - VsBehaviorismus: schließt den Begriff dessen "was wahrgenommen wird" und "was man lernt" von vornherein aus.
I 297ff
Methode/Theorie: PutnamVsChomsky: bestimmte Mehrdeutigkeiten können erst durch Routine entdeckt werden, daher ist ihre postulierte Erklärung durch Chomskys Grammatik nicht so beeindruckend - ChomskyVsPutnam: das mißversteht er, in Wirklichkeit bezieht sich das auf Kompetenz und nicht auf Performanz - Routine spielt hier keine Rolle, sondern die inhärente Korrelation von Laut und Bedeutung.
I 303
Chomsky: meine universale Grammatik ist keine "Theorie des Spracherwerbs", sondern ein Element davon - meine These ist ein "Alles-auf-einmal-Vorschlag" und versucht nicht das Zusammenspiel zu erfassen zwischen dem vom Kind konstruierten tentativen Hypothesen und neuen, damit interpretierten Daten.
I 316
Methode/Theorie/Chomsky: "Assoziation", "Verstärkung", zufällige Mutation": verbergen unser Nichtwissen - (s) es kann auch etwas Unähnliches assoziiert werden.
I 321
Methode/Theorie/ChomskyVsQuine: sein Begriff der "Verstärkung" ist nahezu leer - wenn zum Lernen Verstärkung benötigt wird, läuft das darauf hinaus, dass Lernen nicht ohne Daten vonstatten gehen kann.
I 323
Sprachlernen/ChomskyVsQuine: erklärt er nicht: wenn nur Assoziation und Konditionierung, dann resultiert bloß eine endliche Sprache.
I 324
VsQuine: Begriff der Wahrscheinlichkeit eines Satzes ist leer: dass ich einen bestimmten deutschen Satz äußere, ist genauso unwahrscheinlich, wie ein bestimmter japanischer Satz von mir.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006
Naturgesetze Millikan
 
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I 263
Naturgesetze/Millikan: Meine Theorie der Intentionalität ist darauf festgelegt, dass ein Ding wie eine Normale Erklärung etwas ist, das draußen in der Welt ist, und das etwas ist, das unser Denken stützt, statt von unserem Denken gestützt zu werden. Damit sie wahr ist, müssen Naturgesetze in der Natur sein, nicht bloß eine Summierung der Muster der Natur. MillikanVsVerifikationismus: wenn meine Theorie richtig ist, muss er falsch sein.
Wahrheit/Welt/Relation/Millikan: These: letztlich liegen Bedeutungshaftigkeit und Wahrheit in Relationen zwischen Denken und Welt,
I 264
Deshalb können sie nicht im Kopf sein, wir können sie nicht internalisieren.
MillikanVsPutnam.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Natürliche Arten Burge
 
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Fra I 686
Natürliche Art/BurgeVsPutnam: Ausdrücke, die sich auf sie beziehen, sollten nicht indexikalisch konstruiert sein und auch nicht so analysiert werden. (Zwillingserde: "Dies ist Wasser"). Die Unterschiede in den Überzeugungen gehen nicht auf vermeintlich versteckte Indexikalität zurück!


Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Natürliche Arten Davidson
 
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II 194
Natürliche Art/Putnam/Glüer: Putnams szientistischer Essentialismus bestimmt die Referenz der Namen für natürliche Arten als wissenschaftlich zu entdeckende Essenz der Art - Unterform des Externalismus - DavidsonVsPutnam.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Natürliche Arten Millikan
 
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I 328
Natürliche Art/Putnam/Millikan:These: wenigstens im Fall von Natürliche Art-Begriffen bestimmt die Intension nicht die Extension. Begründung: es ist möglich, dass solche Begriffe identische Intensionen aber verschiedene Extensionen haben.
Bedeutung/Putnam: was immer verschiedene Extensionen hat, muss aber verschiedene Bedeutungen haben. Daher können Bedeutungen nicht im Kopf sein.
I 329
Putnam/Millikan: seine Argumentation hier ist die eines Realisten. Bedeutung/Millikan: wenn nun Bedeutungen nicht Intensionen sind, muss es etwas anderes geben., dass die Referenz oder die Extension bestimmen kann.
natürliche Art/Lösung/Putnam: entgegen dem Anschein sind natürliche Art-Begriffe indexikalisch. Und damit hat die Tradition immer ihre Schwierigkeiten gehabt.
Extension/Putnam: These: die Extension von „Wasser“ und „Gold“ ist bestimmt durch eine Relation zwischen dem Ausdrucks-Token und der Extension.
MillikanVsPutnam: das ist der Grund, warum er fälschlicherweise denkt, dass natürliche Art-Begriffe indexikalisch wären. Damit wird auch gar kein Problem gelöst, sondern nur eins benannt.


Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Nominalismus Hacking
 
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I 185
Nominalismus/Hacking: betrifft nicht die Existenz, sondern das Klassifizieren. Es liege nur an unserer Denkweise, dass wir Gras und Stroh auseinander halten. Die Grenzen sind nicht von der Natur gegeben, die Kategorien gibt der Verstand, nicht die Natur. Rorty: wir können die Natur nicht an den Gelenken aufteilen.- Bestreitet nicht die Existenz materieller Gegenstände.
I 185
>Idealismus: betrifft die Existenz! Nominalismus,traditioneller/Hacking: glaubt, dass Kategorien ein Produkt des menschlichen Geists seien, aber dennoch nicht wandelbar. KuhnVs: sie sind sogar sehr wandelbar.
I 185
Nominalismus/HackingVsPutnam: betrifft das Klassifizieren, nicht die Gegenstände - Idealismus: betrifft die Gegenstände.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Objektivität Field
 
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I 272f
Def Objektivität/Mathematik/Kreisel/Putnam/Field: soll darin bestehen, daß wir nur die wahren Axiome glauben. ((s) Objektivität also subjektiv, auf prop Einst bezogen, gleichzeitig auf Wahrheit) - Problem: die Axiome beziehen sich auch auf die Ontologie. - I 274 O. muß nicht in Begriffen der Wahrheit der Axiome erklärt werden - das geht nämlich nicht in den assoziierten modalen Sätzen.
I 277
Objektivität/Mathematik/Mengenlehre/ML/Field: selbst wenn wir "e" als fix annehmen, braucht die platonistische (!) Sicht nicht anzunehmen, daß die Wahrheiten objektiv determiniert sind .- denn es gibt andere GesamtFheiten, über die die Quantoren in einer ML gehen können. - Putnam: weiter: es gibt gar keinen Grund "e" fixiert zu halten. FieldVsPutnam: Verwechslung der Sicht, daß Referenz festgelegt wird (z.N. kausal) mit der Sicht, dass sie durch eine Beschreibungstheorie festgelegt wird, die "Ursache" enthält.
II 316
Objektivität/Wahrheit/Mathematik/Field: These: selbst wenn es keine mathematischen Objekte gibt, warum sollte es nicht der Fall sein, daß es genau einen Wert von n gibt, für den An - modal interpretiert - objektiv wahr ist?
II 316
mathematische Objektivität/Field: für sie brauchen wir nicht die Existenz mathematischer Objekte anzunehmen, wenn wir die Objektivität der Logik voraussetzen - objektiv korrekt sind aber nur Sätze der Mathematik, die aus den Axiomen bewiesen werden können. - II 319 mathematische Begriffe sind nicht kausal mit ihren Prädikaten verbunden - ((s) sondern begrifflich) - Bsp für jede Wahl einer Mächtigkeit des Kontinuums können wir Eigenschaften und Relationen für unsere mengentheoretischen Begriffe (hier: Vokabular) finden, die diese Wahl wahr machen und eine andere Wahl falsch. - II 320 die Verteidigung der Axiome ist genug, um die Mathematik (ohne Objekte) objektiv zu machen - aber nur mit dem weiten Begriff von Konsistenz: daß ein System konsistent ist, wenn nicht jeder Satz eine Folge von ihm ist.
II 340
Objektivität/Mengenlehre/Elementbeziehung/Field: zur Feststellung der bestimmten Extension von "e" und "Menge" brauchen wir auch die physikalischen Anwendungen - auch für "Finitheit".
III 79
Willkür/willkürlich/Skalentypen/Skalarfeld/Massendichte/Field: Massendichte ist ein ganz spezielles Skalarfeld, das wegen seiner logarithmischen Struktur "weniger willkürlich" ist als die Skale für das Gravitationspotential - ((s) >Objektivität, >Logarithmus.) - logarithmische Strukturen sind weniger willkürlich - Massendichte: braucht mehr Grundbegriffe als andere Skalarfelder - Skalarfeld: Bsp Höhe.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Proximale Theorie Davidson
 
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I 53
Proximal/Bedeutungstheorie/BT/Davidson: These: gleiche Bedeutung liegt vor bei gleichen Reizmustern. - distal: bei gleichen Gegenständen - hier muss mehrmals übersetzt werden. - 1. Inbeziehungsetzen der sprachlichen Reaktion zu Veränderungen der Umwelt - 2. Ein eigener Satz, den der radikale Interpret selbst äußern würde.
I 53f
Distal/DavidsonVsQuine: gleiche Gegenstände und Ursachen für Sprecher - hier mehrmals Übersetzung - DavidsonVsQuine: die proximale Theorie führt zum klassischen Skeptizismus - Bsp Gavagai: beide Sprecher könnten dasselbe meinen, wobei dieselben Umstände für denen einen alle Sätze wahr und für den anderen falsch machen. - proximal/Quine: Belege primär - distal/Davidson: Wahrheit primär: die Bedeutung ist mit den Wahrheitsbedingungen verknüpft - Quine/DummettVsEvans: Bedeutung nicht an Wahrheitsbedingungen ausrichten! - DavidsonVs: zu vereinfachend, jede Theorie muss Bedeutung zu Wahrheit und zu Belegen in Beziehung setzen - Belege/Davidson: sind Beziehungen zwischen Sätzen. - (Keine letzten Daten, nur Beboachtungssätze) - Vs distal: Problem: es gibt vermutlich mehrere Anwärter auf den Posten der gemeinsamen Ursache, z.B. jedes umfassendere Segment des Universums bis hin zur Geburt des Sprechers für die Äußerung von "dies ist rot". Und damit wäre es zugleich Ursache für jegliche sonstige Disposition des Sprechers. - Das würde die Bedeutung aller Beobachtungssätze gleichsetzen.
I 58
Proximal: bietet keine Garantie, dass unsere Theorie der Welt im Entferntesten zutrifft. - Unterschied proximal/distal: wie zwischen Bedeutungstheorien, die a) den Belegen (proximal, Reizmuster) oder b) der Wahrheit (distal, Gegenstände) den primären Status zuerkennt. - Quine pro a) (proximal).
I 58
QuineVsEvans, DummettVsEvans: Bedeutung nicht aus Wahrheitsbedingungen - statt dessen: proximale Theorie: Reizmuster (Belege) statt Gegenstände - das ist vereinfachend, denn jede Bedeutungstheorie muss Bedeutung zu Wahrheit und zu Belegen in Beziehung setzen.
I 59
DavidsonVsPutnam/DavidsonVsDummett: Vsproximale Theorie: Skeptizismus, Relativierung auf Einzelnen - cartesianisch.
I 59
Belege/Davidson: müssen Beziehungen zwischen Sätzen sein - das kann die Theorie bloß nicht von außen stützen.
I 61
proximale Bedeutungstheorie: - ähnlich Descartes, Dummett, Frege - Reizmuster statt Gegenstände entscheidend.
II 53
DavidsonVs sozialen Charakter der Bedeutung: auch Idiolekt prinzipiell interpretierbar (via Kausalhypothesen).

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Qualitäten Field
 
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Horwich I 409
primäre Qualitäten/Locke: Bsp Länge, Größe, Form - sekundäre: Bsp Farbe - sekQ/Locke: ähneln nicht direkt unseren Ideen - Putnam These Kant hat das, was Locke über sekundäre sagt, auf primäre ausgedehnt - Field: das sagen heute viele, weil die Abbildtheorie tot ist. FieldVsAbbildtheorie. - Locke Farbe ist eine Kraft uns zu affizieren. - Putnam: das gilt auch für Größe, Ladung, Masse usw. - Putnam: dehnt das sogar auf Eig von Empfindungen aus - diese Kraft eignet aber nicht einem Noumenon, sondern direkt der Welt - (= VsKorrespondenztheorie - (s): Kräfte statt Objekte). - Problem: wenn Elektronen nicht als Noumena existieren, existieren sie überhaupt nicht.
I 410
Qualitäten/Locke: sekundäre sind in primären gegründet: die Gegenstände haben die Kraft, uns zu affizieren durch die Länge, Größe, Masse usw. der Korpuskeln - sonst nackte Tatsachen. - "Dinge für uns"/Putnam/Field: gemäß den Grenzen wissenschaftlicher Erforschung. - I 412 - d.h. Größe, Form usw. sind nur Dispo, so und so zu erscheinen - die letzten Eig werden wir nie repräsentieren - FieldVsPutnam: das kann man nie beweisen.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Rationalität Hacking
 
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I 38
Rationalität/Hacking: Rationalität ist für die Wissenschaft eigentlich nicht so wichtig - VsPutnam: Vernunft und Wahrheit müssen nicht so eng zusammenhängen.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Realismus Boyd
 
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Horwich I 492
Wissenschaftlicher Realismus/Richard Boyd/M. Williams: Boyds Verteidigung des wR ist viel komplexer als das, was wir bisher betrachtet haben:
Horw I 493
Verlangt es einen substantiellen (erklärenden) W-Begriff? Boyd: indirekterer Weg als Putnam: die (ungefähre) Wahrheit unserer Theorien erklärt die instrumentelle Verlässlichkeit unserer Methoden.
Methode/Boyd: ist nicht Theorie neutral! Im Gegenteil, weil sie durch unserer Theorien gebildet werden, ist es deren Wahrheit, die den Erfolg der Methoden erklärt.
Boyd/M. Williams: damit stellt er ein bekanntes Argument auf den Kopf: BoydVsPositivismus.
Positivismus/Theorie: These die Beobachtungssprache muss Theorie neutral sein. Ebenso die methodologischen Prinzipien.
IdealismusVsPositivismus: VsTheorie Neutralität. Bsp Kuhn: die wissenschaftliche Gemeinschaft stellt die „Tatsachen“ fest.
Boyd/M. Williams: Boyd macht sehr clever die Theoriegeladenheit unserer methodischen Urteile zur Basis seines Realismus. These Methoden, die so Theorie geladen sind wie unsere, würden nicht funktionieren, wenn die entsprechenden Theorien nicht "in relevanter Weise ungefähr wahr" wären.
Pointe: damit kann man ihm nicht vorwerfen, eine unakzeptable starre Trennung von Theorie und Beobachtung vorzunehmen.
Ad. 1. Vs: das entkräftet den ersten Einwand
Ad. 2. Vs: Boyd: es wäre ein Wunder, wenn unsere theorie geladenen Methoden funktionierten, obwohl die Theorien sich als falsch erwiesen. Für den wissenschaftlichen Realismus gibt es hier nichts zu erklären.
Ad. 3. Vs:
Horw I 494
M. Williams: das geht nicht VsWissenschaftlicher Realismus, sondern VsPutnam: PutnamVsBoyd: Argumente wie die von Boyd etablieren eine kausal erklärende Rolle für den W Begriff.
BoydVsPutnam: das tun sie gar nicht: "wahr" ist nur ein konventioneller Ausdruck, der dem wissenschaftlichen Realismus keine Erklärungskraft hinzufügt.
Wahrheit/Erklärung/Realismus/Boyd/M. Williams: den Erfolg unserer Methoden durch die Wahrheit unserer Theorien zu erklären läuft darauf hinaus zu sagen, dass die Methoden, mit denen wir Teilchen untersuchen funktionieren, weil die Welt aus solchen Teilchen besteht, die mehr oder weniger so sind, wie wir denken.
Fazit: es macht aber keinen Unterschied, ob wir diesen Erfolg (unserer Methoden) durch die Wahrheit der Theorien oder durch die Theorien selbst erklären!
M. Williams pro Deflationismus: also brauchen wir keinen substantiellen Wahrheits Begriff.

Horw I 494
Wahrheit/M.Williams: hat keine substantielle Rolle – keine erklärende Rolle: kein Unterschied, ob wir Erfolg durch Wahrheit der Theorie oder durch die Theorie selbst erklären – (pro Deflationismus)
Wissenschaftlicher Realismus/M. Williams: einige könnten einwenden, dass nach dem wR unsere gegenwärtigen Theorien nicht in dem einen oder anderen Sinn wahr sind, sondern einfach und buchstäblich wahr.
M. Williams: das kann sein, aber selbst die deflationistische Wahrheit ist in gewissem Sinn realistisch, denn sie insistiert nicht darauf, den W Begriff epistemisch zu rekonstruieren.

Horw I 495
Anti Realismus/Boyd: (BoydVsAnti Realismus/BoydVsDummett): zwei Arten: a) empiristische These, dass Theorien instrumentalistisch reinterpretiert werden müssen b) "konstruktivistische" These (Kuhn): dass die Welt aus der theoretischen Tradition der wissenschaftlichen Gemeinschaft konstruiert werden muss
Anti Realismus/Boyd: (BoydVsAnti Realismus/BoydVsDummett): zwei Arten:
a) empiristische These, dass Theorien instrumentalistisch reinterpretiert werden müssen
Horw I 495
b) "konstruktivistische" These (Kuhn): dass die Welt aus der theoretischen Tradition der wissenschaftlichen Gemeinschaft konstruiert werden muss. M. Williams: wenn das bedeutet, dass Objekte nicht einfach "gegeben" sind, dann ist heute praktisch jeder Konstruktivist.
Deflationismus/M. Williams: braucht sich mit keiner Version des Konstruktivismus anzufreunden.
Boyd/M. Williams: sein wissenschaftlicher Realismus stellt gar nicht die Frage, ob eine substantielle Erklärung in Begriffen von „Korrespondenz" nötig ist. Sein Realismus ist eher empirisch“ (in Kants Sinn) als „transzendental“. Er hat nicht mit Wahrheit zu tun, sondern mit empirischen R"lationen zwischen Wahrheiten.


Boyd I
Richard Boyd
The Philosophy of Science Cambridge 1991

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Realismus Field
 
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I 249ff
Wahrheit/Realismus/Field: will Wahrheit nicht als metasprachlichen Begriff über die Theorie, sondern statt dessen die Theorie selbst behaupten. - Existenz von mathematischen Entitäten folgt aus der Theorie selbst, nicht aus der Wahrheit der Theorie (im Sinn der Korrespondenztheorie).
II 120
Realismus/Variante/Field: hier: These: "Es gibt Sätze in unserer Sprache, die wahr sind, die zu glauben wir aber niemals einen Grund haben werden.". - Dann braucht man einen W-Begriff, um zu verallgemeinern. (>unendliche Konjunktion/Disjunktion). - Anti-Realismus/Variante: wäre hier die Gegenposition: Wahrheit mit Rechtfertigbarkeit auf lange Sicht zu identifizieren. - (> ideale Rechtfertigung). - - -
Horwich I 405 f
Metaphysischer Realismus/Field: drei Spielarten. mR1: geistunabhängige Objekte - mR2: nur eine richtige Beschreibung (FieldVs) - mR3: Korrespondenztheorie - eine Widerlegung von mR3 ist noch keine von mR1.
I 414
PutnamVsmetaphysischer Realismus: These: mR führt zu einer Dichotomie Tatsachen/Werte. - > Relativismus - dieser wiederlegt sich selbst. - Dichotomie zwischen evaluativen (Pseudo-Tataschen, nonfaktual) und nicht-evaluativen Tatsachen. - FieldVsPutnam/Field pro Relativismus: den Relativismus können wir auf rein wertende Aussagen (nicht Tatsachen) beziehen. - Garfinkel: der Relativismus ist selbst keine Wertung. - Interner Realismus/Putnam: unsere Standards der Rationalität sind objektiv richtig.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Realismus Nagel
 
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I 119
Die bloße Anerkennung einer Unterscheidung zwischen Erscheinung und Realität liefert keine Methode, die Realität zu entdecken.
I 130
Def Interner Realismus: unser anscheinend objektives Weltbild sollte so verstanden werden, als sei es im wesentlichen ein kreatives Erzeugnis unserer Sprache und unserer Standpunkte, wobei die Wahrheit unserer Überzeugungen als deren Fortleben im Rahmen einer idealen Entwicklung des betreffenden Standpunktes zu begreifen sei.
I 130
Def Wahrheit/Putnam: ist nicht weiter als "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit". Und sofern die "Akzeptierbarkeit" das gleiche bedeutet wie "Akzeptierbarkeit für uns" werde die logische Lücke zwischen dem Denken und der Welt verschwinden.
I 130 ff
NagelVsPutnam: Der interne Realismus scheitert an seinem eigenen Test der rationalen Akzeptierbarkeit. Was wir tatsächlich akzeptieren, ist eine Weltsicht, durch die unserer Wahrnehmungen bestätigt oder widerlegt werden. Selbst unsere Interpretation der Quantentheorie und die damit zusammenhängenden Beobachtungen wäre doch eine Ansicht über das Sosein der Welt, auch wenn ein Physiker sagt, sie könne nicht realistisch interpretiert werden. Es wäre keine Ansicht, die zu recht mit Hilfe einer "internalistischen" Deutung eingeschränkt würde. Unser Standpunkt ist eine Menge von Überzeugungen, die das wirkliche Sosein betreffen, wobei zugestanden wird, dass wir vieles nicht wissen.
Das einzige Verfahren zur Feststellung der rationalen Akzeptierbarkeit ist das Nachdenken darüber, ob sie wahr ist.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
Realismus Searle
 
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John R. Searle
II 87
Realismus, naiver/SearleVs: hat recht, dass die materiellen Gegenstände und Erlebnisse die typischen Wahrnehmungsgegenstände sind - er übersieht aber, dass sie es nur sein können, weil Wahrnehmung einen intentionalen Gehalt hat.
II 199
Realismus/Searle: keine Hypothese oder Überzeugung, Realismus gehört zum Hintergrund. Ich bin auf den Hintergrund festgelegt. - Realismus ist Voraussetzung für Hypothesen. - Das Festgelegtsein auf den Realismus ist selbst aber keine Hypothese
III 160f
Externer Realismus/Searle: muss immer noch zwischen repräsentationsunabhängig (Bsp Sterne) und geistunbhängig (auch Sterne) unterscheiden - Bsp Schmerz ist repräsentations-unabhängig aber nicht geist-unabhängig.
III 165
Realismus/Searle:These sagt, dass es eine unabhängige Wirklichkeit gibt, nicht darüber, wie sie beschaffen ist, keine Theorie der Sprache, keine Theorie der Repräsentation, ontologisch.
III 163f
Realismus/Searle: darf nicht mit Korrespondenztheorie verwechselt werden, er ist gar keine Wahrheitstheorie - er ist Bedingung für unsere Hypothesen - er ist mit jeder Wahrheitstheorie kompatibel, weil er eine Theorie der Ontologie und nicht der Bedeutung von "wahr" ist - keine semantische Theorie - Putnam: fasst Realismus epistemisch auf: der Realismus behaupte, dass es sinnvoll sei, einen Gottesstandpunkt anzunehmen. - SearleVsPutnam: Irrtum anzunehmen, dass die Wirklichkeit selbst bestimme, welches Vokabular angemessen ist.
III 165
Searle: Realismus ist auch keine Theorie der Sprache - VsTradition: Pointe: der Realismus ist keine Theorie darüber, wie die Welt "wirklich" ist! - Grund: wir könnten uns über alle Einzelheiten irren, und der Realismus dennoch wahr sein! Def Realismus/Searle: die Ansicht, dass es eine Seinsweise der Dinge gibt, die von allen Repräsentationen logisch unabhängig ist, er sagt nicht, wie die Dinge sind.
III 166
Realismus/Searle: Argumente gegen die Existenz von Dingen sind Behauptungen über die äußere Wirklichkeit wie andere . sie setzen den Realismus genauso voraus! - die Nichtexistenz von Dingen - wäre eine Eigenschaft jener repräsentationsunabhängigen Realität.
III 191
Externer Realismus/Searle: ist eine Verständnisbedingung für andere Hypothesen.
III 169
Realismus/Searle: sagt, dass es eine unabhängige Wirklichkeit gibt, nichts darüber, wie sie beschaffen ist, keine Theorie der Sprache, keine Theorie der Repräsentation, ontologisch
III 193 ff
Realismus/Searle: These: keine Hypothese, sondern Bedingungen für jegliche Hypothesen - Realismus Teil des Hintergrunds.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Referenz Hacking
 
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I 146f
Referenz/Extension/Theorie/Bedeutungswandel/Putnam: Bsp Säure: heute meinen wir etwas anderes, wenn wir das Wort gebrauchen. - Putnam: dennoch sprechen wir von derselben Sache. HackingVsPutnam: Bsp Lavoisier vertrat alle noch heute akzeptierten Ansichten plus die falsche, dass alle Säuren Sauerstoff enthalten. - Trotz des Irrtums redete er von denselben Säuren.
Heute: Normalsäuren und Bronsted-Lovry-Säuren umfassen alle Säuren - aber sie schließen einander aus. - Nur in Sonderfällen ist es notwendig zu wissen, welche man meint.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Referenz Lewis
 
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Horwich I 437
"Elite-Klassen"/Natur/natürliche Referenz/Welt/Sprache/Lewis/Putnam: These: es gibt bestimmte Klassen von Dingen "da draußen" (Eliteklassen) die intrinsisch unterschieden sind, wobei es eine "natürliche Bedingung" für Referenz ist, (in die Natur eingebaut), daß möglichst viele unserer Begriffe auf diese Eliteklassen referieren sollten. - PutnamVs: das ist "spukhaft".
Schw I 149
"Neue Theorie der Referenz"/Putnam: Referenz hab nichts mit assoziierter Beschreibung zu tun - dann könnte Schmerz in Wirklichkeit auch Freude sein.(Kripke dito) - LewisVsPutnam: Lösung: Rolle: Schmerz kann nicht die Rolle von Freude spielen.
Schw I 217
Referenz/Kennzeichnungstheorie der R/Lewis: These Ausdrücke wie "mögliche Welt", "Bedeutungen", "Schmerz" "objektive Wahrscheinlichkeit" sind mit Rollen assoziiert, die festlegen, worauf sie sich beziehen.
Putnam II 195 f
Referenz/Lewis: ist eine funktionale Eigenschaft/fE: (siehe Eig/Put) - Pointe: soll Unterscheidung physikalisch/ nichtphysikalisch unterlaufen - R ist dann eine fE des Organismus-plus-Umwelt-Systems - dann ist die Gemeinsamkeit der Bezugnahmen ebenso abstrakt wie ein Programm, verlangt aber keine fundamentalen Größen . - PutnamVsLewis: Referenz keine funktionale Eigenschaft keine Kausalität bzw. Kausalität nichts physikalisches. - (>Charles Fried).

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
Relativismus Rorty
 
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Richard Rorty
I 304
Relativismus: Die Behauptung, Wahrheit und Referenz seien »relativ auf ein Begriffssystem«, klingt so, als sage sie mehr. Aber das ist so lange nicht der Fall, als unser Begriffssystem schlicht für das steht, was wir gegenwärtig glauben.
II 36
RortyVsHabermas: braucht einen archimedischen Punkt, um Foucault für seinen »Relativismus« zu kritisieren
II 152
Kulturrelativismus: ist gar nicht relativistisch, sofern Relativismus auf die Behauptung hinausläuft, jede moralische Anschauung sei genauso gut wie jeder andere. Rorty: unsere moralische Anschauung ist sehr viel besser als jede Konkurrenzanschauung. Es ist eine Sache, die falsche Behauptung aufzustellen, zwischen uns und den Nazis gebe es keinen Unterschied. Eine ganz andere Sache ist es, die richtige Behauptung zu vertreten, dass es keinen neutralen gemeinsamen Boden gibt, auf den ein Nazi und ich sich zurückziehen können, um zu diskutieren.
III 87
Schumpeter: »die Einsicht, dass die Geltung der eigenen Überzeugungen nur relativ ist, und dennoch unerschrocken für sie einzustehen, unterscheidet den zivilisierten Menschen vom Barbaren.« Berlin: mehr darf man nicht verlangen.
IV 11
Relativismus/Kulturrelativismus/RortyVsPutnam: falsche Lösung: einen transkulturellen Standpunkt. - Das wäre nur ein weiterer Gottesstandpunkt: ideale Wahrheit als Grenzbegriff.
V 20
Kulturen haben keine axiomatischen Strukturen. Dass sie institutionalisierte Normen haben, besagt eigentlich das gleiche wie Foucaults These: dass Erkenntnis und Macht nie voneinander getrennt werden können. Wenn man zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort nicht an bestimmte Dinge glaubt, muss man es wahrscheinlich büßen.
VI 74
Relativismus/Realismus/PutnamVsRealismus/PutnamVsRelativismus/Rorty: beide gehen davon aus, man könnte gleichzeitig innerhalb und außerhalb der Sprache stehen.
VI 77f
Faschismus/Relativismus/Wahrheit/Sartre/Rorty: Bsp morgen nach meinem Tode können Menschen beschließen, den Faschismus einzuführen - dann wird der Faschismus die menschliche Wahrheit sein. - RortyVsSartre: nicht die Wahrheit - die Wahrheit wäre in Vergessenheit geraten. - Putnam: Wahrheit dritte Instanz zwischen den Lagern. - RortyVsPutnam: Richtigkeit statt Wahrheit - und zwar nach unseren Normen. - Nach welchen denn sonst, denen der Faschisten?
VI 79
Begründung der Normen/Rorty: aus unserer Selbstverbesserung.
VI 246
Kulturrelativismus/Rorty: ich bin schon der Meinung, dass unsere westliche Kultur über anderen steht. Diese Art von Relativismus ist aber kein Irrationalismus. Man braucht kein Irrationalist zu sein, wenn man darauf verzichtet, das eigene Netz von Überzeugungen so kohärent und durchsichtig wie möglich zu gestalten.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Repräsentation Cartwright
 
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I 56
Repräsentation/Putnam/Cartwright: gar nichts repräsentiert die Tatsachen - nicht einmal die einfachsten Sätze Bsp über die Plätzchen im Ofen - auch die physikalischen Gesetze repräsentieren nicht. CartwrightVsPutnam: Verallgemeinerungen der Biologie und Ingenieurskunst repräsentieren wohl, nicht aber die fundamentalen Gesetze.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Transformations- Grammatik Chomsky
 
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I 271
Chomsky These: in jeder Sprache werden OS durch "grammatische Transformation" aus "Tiefenstrukturen" erzeugt. Def Transformation: Abbildung einer indizierte Klammerung auf eine indizierte Klammerung
Bsp [S[NPJohn][VP is [AP certain][VP...]
Tiefenstruktur: selbst eine indizierte Klammerung - die unendlich große Klasse der Tiefenstrukturen wird von Basisregeln spezifiziert - TS: Subjekt und Prädikat können verwechselt werden - Tiefenstrukturen sind in ihrer Varianz eingeschränkt.
I 296
Transformation/Grammatik/ChomskyVsPutnam: die Transformationen sind nicht Regeln sondern Operationen - (zur Bildung von Oberflächenstruktur aus der Tiefenstruktur).
Strawson VI 395
TransformationsgrammatikVs traditionelle Grammatik: sie sei zu unsystematisch, es ist keine Erklärung mit den traditionellen Begriffen "Verb", "Nomen", "Objekt" möglich. - Transformationsgrammatik Vs formale Logik.
VI 397
Grammatik/Strawson: muss zwischen wesentlichen und nichtwesentlichen Verbindungen unterscheiden.

Cho I
N. Chomsky
Aspekte der Syntaxtheorie Frankfurt 1978

Cho II
N. Chomsky
Language and Mind Cambridge 2006

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Übersetzung Poundstone
 
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I 327
Übersetzung/Zwillingserde/PoundstoneVsPutnam: Variante: angenommen, auf der Zwillingserde gibt es einen Text von "Schiller": "Die Jungfrau von Orleans" - Die Rück-Übersetzung ergäbe aber Urfaust. - Dann gäbe wir die Parole aus: "Bedeutungen sind nicht im Buch". Vs: eine solche Übersetzung wäre nicht möglich, weil die Worthäufigkeiten bei jeder Übersetzung das gleiche Muster ergeben müssten.
Lösung: Algorithmus, der den Text völlig modifiziert - Pointe: es gibt keinen Beweis, dass das Voynich-Manuskript keine Übersetzung eines bekannten Texts ist.
W. Poundstone
I W. Poundstone Im Labyrinth des Denkens, Reinbek 1995
Unbestimmtheit Dennett
 
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I 574
Unbestimmtheit/DennettVsPutnam: Bsp "Katze", "Siamkatze": vielleicht stellt man einfach eines Tages fest, dass man eine Unterscheidung treffen muss, die einfach vorher nicht notwendig war, weil das Thema nicht aufs Tapet kam. Diese Unbestimmtheit unterhöhlt Putnams Argument der Zwillingserde.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Unintendierte Modelle Field
 
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II 264
Unintendiert/Non-Standard-Modell/NSM/Field: Problem: wir können nicht so einfach sagen, daß das NSM unintendiert ist.
II 265
Nicht-disquotationale Sicht: hier hat es nur Sinn von "unintendierten" zu sprechen, wenn wir angeben können, durch welche Tatsachen über unsere Praxis diese Modelle unintendiert sind - und gerade weil diese Modelle jeden unserer Sätze genauso wahr machen, scheint die Angabe solcher Tatsachen unmöglich zu sein.
II 267
Zutreffen/Erklärung/Beobachtung/Field: unsere Beobachtungspraxis erklärt, wie unser physikalisches Vokabular auf all das und nur das zutrifft, worauf es zutrifft. - Das erklärt, warum einige Nicht-Standard-Modelle unintendiert sind.
II 319
Unintendiert/Modell/Interpretation/Putnam/Field: es gibt nichts in unserem Gebrauch der mengentheoretischen Prädikate, das eine Interpretation "unintendiert" machen könnte. - (VsObjektivität der Mathematik). - FieldVsPutnam: das kann aber nicht auf die Zahlentheorie ausgedehnt werden.
II 320
Nicht jede objektive Aussage ist formalisierbar. - Bsp Konsequenzen mit dem Quantor "nur endlich viele".

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Wahrheit Harman
 
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Horwich I 422
Wahrheit/HarmanVsPutnam: sie ist nicht bloß idealisierte rationale Akzeptierbarkeit - sie involviert eine Relation zwischen einer Bemerkung oder einem Gedanken und der Weise, wie die Dinge in der Welt sind.
Horwich I 427
idealisierte Akzeptierbarkeit/HarmanVsPutnam: Wahrheit kann nicht mit idealisierter Akzeptierbarkeit identifiziert werden, weil es triviale aber unakzeptierbare Wahrheiten gibt.

Harm I
G. Harman
Moral Relativism and Moral Objectivity 1995

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Wahrnehmung Searle
 
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John R. Searle
Skirbekk Wahrheitstheorien Frankfurt/M 1996
28
Bedeutungen im Kopf (VsPutnam), weil Wahrnehmung selbstbezüglich ist. - Wahrnehmung liefert ihre Erfüllungsbedingungen selbst.
Skirbekk 78 ff
Wahrnehmung/Searle: ganzes Haus, nicht bloß Fassade, aber kein Schließen! - Wahrnehmung ist an Repräsentationssysteme geknüpft. (z.B. Sprache).
Searle II 296
Wahrnehmung/Searle: ist an die Welt genagelt: durch die kausale Selbstbezüglichkeit des intentionalen Gehalts. - ((s) Die Wahrnehmung liefert die Erfüllungsbedingungen, die der Gegenstand haben muss.) - Namen/Searle: hier gibt es keine intentionale Verursachung.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Welt/Denken Putnam
 
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McDowell I 177
PutnamVsDavidson: wenn die Ursache-Wirkungs-Beschreibung komplett ist, dann können die Geräusche, die wir äußern, keineswegs mehr sein, als bloßer "Ausdruck unserer Subjektivität". RortyVsPutnam: Putnam versteht unter einer "Erklärung von X" immer noch eine Zusammenschau, die Synthese von äußerem und innerem Standpunkt.
Die Vertreter der Zitattilgung glauben, die Menschen ließen sich nur in behavioristischer Manier schildern. Aber warum sollte es ausgeschlossen sein, Ergänzungen durch normative Darstellungen in Betracht zu ziehen? (Putnams Philosophie sei letztlich traditionell).
McDowell I 177
Kausalität/Putnam: der Wunsch, eine Geschichte über die kausalen Beziehungen von menschlichen Verlautbarungen und Umwelt zu erzählen, schließt nicht aus, dass man eine Geschichte erfindet, nach der die Sprecher Gedanken ausdrücken, und Behauptungen aufstellen, und dabei versuchen, keine Fehler zu machen. Diese Geschichten sind dann aber vielleicht gar nicht auseinanderzuhalten!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Wissenschaft Hacking
 
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I 149f
Wissenschaft/Bedeutung/Hacking: hier geht es um Arten von Gegenständen statt um Arten von Bedeutung. - VsPutnam: Referenz ist letztlich nicht ausschlaggebend. - Zunächst Rolle: "was auch immer..." (ähnlich wie Fregescher Sinn). - Fortschritt: wenn dieser Sinn nicht dem Gegenstand entspricht, dann wird eine neue Taufe benötigt. - (> Namen).
I 265
Wissenschaft/HackingVsPopper: nicht immer Widerlegung von Theorie. - Bsp Entdeckung der Hintergrundstrahlung war einfach etwas neues.

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
Zitat/ Zitattilgung Putnam
 
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Rorty VI 87
Wahrheit/Putnam: wir kommen nicht darum herum, dass es irgendeine Art von Wahrheit gibt, irgendeine Art von Richtigkeit, die Substanz hat, und sich nicht bloß der "Zitattilgung" verdankt! Das bedeutet, dass sich das Normative nicht eliminieren lässt. Putnam: diese Richtigkeit kann nicht nur für eine Zeit und einen Ort gelten. (RortyVsPutnam).
Putnam I 144f
Zitattilgung/Putnam: sagt, dass Kriterium W korrekt ist, aber nicht, wie man "wahr" so definiert, dass das Kriterium erfüllt sein wird - Zitattilgung erlaubt auch nicht, das Prädikat "wahr" aus allen Kontexten zu entfernen. - Bsp mit welchem Satz, der "wahr" nicht enthält, soll dies äquivalent sein: "Wenn die Prämissen eines Schlusses der Form p oder q, nicht-p, also q, beide wahr in S sind, dann ist die Konklusion ebenfalls wahr in S"? - Tarskis Theorie geht über Zitattilgung hinaus, weil sie eine Äquivalenz mit Variablen und Quantoren liefert, die die Zitattilgung allein nicht liefert.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Zwillingserde Davidson
 
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I 29ff
Zwillingserde/ZE/Davidson: keiner hat Veranlassung zu behaupten, das, was er glaubt, entspreche der einen im Gegensatz zur anderen Alternative. Also weiß keiner von beiden, was er glaubt. Demnach gibt es möglicherweise - ja vielleicht immer - nichtsubjektive, dem denkenden Subjekt unbekannte Faktoren, die ausschlaggebend sind dafür, um welchen "Gegenstand des Gedankens" es sich handelt.
Ich laufe nicht Gefahr, zu denken, es sei Zwasser, denn ich weiß gar nicht, was Zwasser ist.
ZE: der Glaubensinhalt ist dem Subjekt nicht bekannt. - Die Unterscheidung ist nicht notwendig, sie ist gar nicht möglich - kein Gegensatz ist bewußt. - Subjektive Zustände sind keine Folge von Gehirnzuständen. - keiner von beiden im Irrtum darüber was er selbst denkt.
ZE: Gehirnzustand identisch, Geisteszustand unterschiedlich.
Dav I 29
ZE/Davidson: bevor der Unterschied herauskommt, glaubt einer Wasser, der andere Zwasser vor sich zu haben, aber keiner weiß, was er glaubt. Weil er nicht behaupten kann, etwas anderes als der andere zu glauben, gibt es keinen psychologischen Unterschied. - Putnam: also sind außersubjektive Faktoren für den "Gegenstand des Denkens" verantwortlich. - DavidsonVsPutnam: er weiß nicht, was er glaubt, aber er weiß immer noch was er denkt: das Gegenteil würde nur folgen, wenn der Gegenstand der benutzt würde, um meine Gedanken zu identifizieren, etwas wäre, zu dessen Unterscheidung ich selbst imstande sein müßte - ich laufe nicht Gefahr, Wasser für Zwasser zu halten, weil ich gar nicht weiß, was das ist. - Ich glaube auch nicht Wasser zu sehen, und damit habe ich recht, weil es möglicherweise gar nicht Wasser sondern Zwasser ist. - Ich weiß, dass ich das denke, weil ich weiß, dass ich glaube, dass der Stoff dieselbe Struktur hat wie der, von dem ich das Wort gelernt habe. - Selbst wenn die Zwillinge im Schlaf vertauscht werden, ist keiner im Irrtum darüber, was er selbst denkt. - Fazit: subjektive Zustände ergeben sich nicht aus Gehirnzuständen - wohl aber aus externen Unterschieden (Wasser/Zwasser).
I 30
Irrtum/Täuschung: die Möglichkeit eines Irrtums ist nur dann verständlich, wenn eine spezielle psychologische Beziehung zum dem Gegenstand des "Gedankeninhalts" vorausgesetzt wird, der zur Identifikation dienen soll.
I 31
Glauben/Wissen/Denken/ZE/Davidson: Fazit: propostiionale Einstellungen sind wahrhaft psychologische Zustände. - Man weiß immer, was man denkt. - Es gibt immer einen Vorteil zugunsten des Denkenden selbst bei der Frage, was im Bewußtsein vorgeht.
I 32
Glauben/Denken/Wissen/propositionale Einstellung/Inhalt/Gehalt/ZE/Davidson: Gegenstand: nicht des Denkens, (Zwasser), sondern der Gegenstand, der in regelmäßiger Weise den Bewußtseinszustand anzeigt (aus Lerngeschichte).
Frank I 658
ZE/Davidson: jeder sagt die Wahrheit, denn die Worte bedeuten verschiedenes - enge (innere) Zustände sind gleich - sie glauben aber unterschiedliche Dinge: A glaubt, daß Wasser vor ihm steht, B Zwasser (nennt es aber Wasser). - Putnam (u.a.): keiner weiß, was er denkt. - DavidsonVs: der Sprecher hat jedenfalls recht, weil er das Wort in seiner Umgebung gelernt hat.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Zwillingserde Dennett
 
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I 572
Zwillingserde/Putnam/DennettVsPutnam: er verlangt einen Sprung in der Bezugnahme, einen Sprung in der Intentionalität.
I 573f
Dennett: man könnte jetzt zu der Auffassung neigen, dass die innere Intentionalität eine gewisse "Trägheit" habe. Das Gehirn kann sich nicht auf etwas richten und etwas anderes meinen. (Wittgenstein). Zwillingserde/Dennett/VsPutnam: man kann nicht eine Geschichte erzählen unter der Annahme, dass Tische keine Tische sind, obwohl sie wie Tische aussehen und so benutzt werden.
Etwas anderes wäre ein "Lebewesen, dass wie Fury aussieht" (Aber eben nicht Fury ist).
Aber Wenn es auf der Zwillingserde "Schmerde" gibt, die ganz wie unsere Pferde sind, dann sind Schmerde Pferde - eine nichtirdische Sorte Pferde zwar, aber immerhin Pferde.
((s) deshalb hat bei Putnam das Zwasser doch gerade eine andere chemische Formel: YXZ.)
Dennett: man kann natürlich auch eine strengere Meinung vertreten, nach der die nichtiridschen Pferde eine eigene Spezies sind. Beides ist möglich. ((s)VsDennett: es hängt davon ab, wie man Bestimmtheit definiert). ((s) Das funktioniert nur bei "verdeckten" Eigenschaften).
Zwillingserde/DennettVsPutnam: er versucht, die Lücke zu schließen, indem er sagt, dass wir uns auf natürliche Typen beziehen, ob wir es wissen, oder nicht.
Dennett: Aber welche Typen sind natürlich? Rassen sind ebenso natürlich wie Arten oder Gattungen.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
Zwillingserde Poundstone
 
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I 323
Zwillingserde/PoundstoneVsPutnam: lange Molekülketten entsprechen klebrigen Flüssigkeiten. - Dann gibt es gar keine Verwechselbarkeit von XYZ (das für eine lange Molekülkette stehen soll) und H2O. - Das Zwillingserden-Wasser wäre ungenießbar. Gedankenexperimente/Poundstone: physikalische Realisierbarkeit ist von Belang - Zwillingserde/Poundstone: einzig mögliche Verbindung: Wasserstoff/Sauerstoff (Wasserstoffperoxyd): dieses ist extrem instabil. Wenn Ammoniak flüssig ist, ist Quecksilber fest. - Das wäre eine ganz andere Welt. - ((s) H2O/XYZ kann dann nicht die einzige Veränderung sein.) - ((s) Poundstone argumentiert holistisch.)
Putnam: auf der Zwillingserde macht man identische Erfahrungen - aber es gibt mehr als eine Realität, die dazu passt.
I 327
Übersetzung/Zwillingserde/PoundstoneVsPutnam: Variante: Angenommen, dort gibt es einen Text von "Schiller": "Die Jungfrau von Orleans". - Die Rück-Übersetzung ergäbe aber den Urfaust. - Dann würde die Parole ausgegeben: "Bedeutungen sind nicht im Buch". Vs: eine solche Übersetzung wäre nicht möglich, weil die Worthäufigkeiten bei jeder Übersetzung das gleiche Muster ergeben müssten.
Lösung: ein Algorithmus, der den Text völlig modifiziert. - Pointe: es gibt keinen Beweis, dass das Voynich-Manuskript keine Übersetzung eines bekannten Texts ist.
W. Poundstone
I W. Poundstone Im Labyrinth des Denkens, Reinbek 1995
Zwillingserde Searle
 
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John R. Searle
II 89
Zwillingserde/Erfüllungsbedingung/Searle: was am Gehalt ist ausschlaggebend, dass die Gegenwart von Sally und nicht Zwillings-Sally zu den Erfüllungsbedingungen gehört? - (qualitativ identische visuelle Erlebnisse) - wie man das feststellt, ist nicht die Frage, sondern was hier auf der Erde zuvor identifiziert wurde, kann die Bedingungen erfüllen. SearleVs: das ist Standpunkt der Dritten Person, wir brauchen aber den Standpunkt der Ersten Person
a propos II 255
Zwillingserde: Putnam/(s): nicht eine andere Art Wasser (Tradition) sondern eine andere Art Flüssigkeit.
II 283
Selbstbezüglichkeit/Searle: wird gezeigt, aber nicht gesehen. - Zwillingserde: "dieser Mann" unterschiedlicher Fregescher Sinn, auch wenn Erlebnisse typidentisch: Wahrnehmung und Äußerung sind selbstbezüglich, sie würden bei Vertauschung nicht erfüllt. Selbstbezüglichkeit/Freges"vervollständigender Sinn": intentionale Gehalte niemals unbestimmt.(SearleVsQuine: kein unbestimmtes Segelboot kann gewünscht werden).
II 316
Zwillingserde/Referenz/Searle: Bezug kann sich nicht auf deskriptiven Gehalt berufen, unsere Namen bezögen sich bei identischer Wahrnehmungssituation immer noch auf unsere heimischen Gegenstände - SearleVsPutnam: kausale Selbstbezüglichkeit reicht aber aus!

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 59 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsPutnam Dennett Vs Adaptionismus
 
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I 359
DennettVsAdaptionismus/Mimikry: Versuchung zu sagen: sähe der Waldboden anders aus, hätte der Schmetterling eine andere Färbung. Aber das ist nicht gerechtfertigt. DF. Es muß auch nicht stimmen! (Dennett sonst pro) Der Adaptionist würde fragen: warum haben alle Türen in diesem Dorf die Scharniere links? Antwort: dafür gibt es keinen Grund, es ist nur ein historischer Zufall. (Dennett pro). I 382
DennettVsAdaptionismus: ist wie der Mentalismus in Gefahr, ganze Gebäude aus dem Nichts aufzubauen.
Münch III 375
Theorie/Dennett: Adaptionsismus und Mentalismus sind keine Theorien im traditionellen Sinne! Sie sind Einstellungen und Strategien, um Daten zu organisieren, Beziehungen zu erklären und der Natur Fragen zu stellen.
III 376
Pangloss/Dennett: man kann diese Position benutzen, um die Vollständigkeit einer Liste von Bedingungen zu erschließen. DobzhanskyVsAdaptionismus: 1956 (ganz im Geist von Gould und Lewontin): Die Nützlichkeit eines Merkmals kann nicht als gegeben angenommen werden.
CainVsDobzhansky: 1964. auch die Nutzlosigkeit kann nicht als gegeben angenommen werden.
III 379
Erklärung/DennettVsPutnam: eine Erklärung auf mikrophysikalischer Ebene steht nicht im Widerspruch mit einer Erklärung aus Vernunftgründen. Adaptionismus/Dennett: je komplexer die Gegebenheit, desto unwahrscheinlicher erscheint ein Vernunftgrund. Aber die Wahrheit einer nichtadaptionistischen Geschichte fordert nicht die Falschheit aller adaptionistischen Geschichten.
Wir sollten die Annahme des Pangloss übernehmen.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsPutnam Putnam Vs Boyd, R.
 
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Horwich I 492
wissenschaftlicher Realismus/Richard Boyd/M. Williams: Boyds Verteidigung des wR ist viel komplexer als das, was wir bisher betrachtet haben:
I 493
Verlangt es einen substantiellen (erklärenden) W Begriff? Boyd: indirekterer Weg als Putnam: die (ungefähre) Wahrheit unserer Theorien erklärt die instrumentelle Verläßlichkeit unserer Methoden.
Methode/Boyd: ist nicht Theorie neutral! Im Gegenteil, weil sie durch unserer Theorien gebildet werden, ist es deren Wahrheit, die den Erfolg der Methoden erklärt.
Boyd/M. Williams: damit stellt er ein bekanntes Argument auf den Kopf: BoydVsPositivismus.
Positivismus/Theorie: These die Beobachtungssprache muss Theorie neutral sein. Ebenso die methodologischen Prinzipien.
IdealismusVsPositivismus: VsTheorie Neutralität. Bsp Kuhn: die wissenschaftliche Gemeinschaft stellt die „Tatsachen“ fest.
Boyd/M. Williams: Boyd macht sehr clever die Theoriegeladenheit unserer methodischen Urteile zur Basis seines Realismus. These: Methoden, die so Theorie geladen sind wie unsere, würden nicht funktionieren, wenn die entsprechenden Theorien nicht „in relevanter Weise ungefähr wahr“ wären.
Pointe: damit kann man ihm nicht vorwerfen, eine unakzeptable starre Trennung von Theorie und Beobachtung vorzunehmen.
Ad. 1. Vs: das entkräftet den ersten Einwand
Ad. 2. Vs: Boyd: es wäre ein Wunder, wenn unsere theorie geladenen Methoden funktionierten, obwohl die Theorien sich als falsch erwiesen. Für den wissenschaftlichen Realismus gibt es hier nichts zu erklären.
Ad. 3. Vs:
I 494
M. Williams: das geht nicht Vswissenschaftlicdher Realismus, sondern VsPutnam: PutnamVsBoyd: Argumente wie die von Boyd etablieren eine kausal erklärende Rolle für den W Begriff.
BoydVsPutnam: das tun sie gar nicht: „wahr“ ist nur ein konventioneller Ausdruck, der dem wissenschaftlichen Realismus keine Erklärungskraft hinzufügt.
Wahrheit/Erklärung/Realismus/Boyd/M. Williams: den Erfolg unserer Methoden durch die Wahrheit unserer Theorien zu erklären läuft darauf hinaus zu sagen, dass die Methoden, mit denen wir Teilchen untersuchen funktionieren, weil die Welt aus solchen Teilchen besteht, die mehr oder weniger so sind, wie wir denken.
Fazit: es macht aber keinen Unterschied, ob wir diesen Erfolg (unserer Methoden) durch die Wahrheit der Theorien oder durch die Theorien selbst erklären!
M. Williams pro Deflationismus: also brauchen wir keinen substantiellen W Begriff.
- - -
Putnam I 80
Konvergenz/Putnam: an der Konvergenz von wissenschaftlichem Wissen ist etwas dran! Wissenschaft/Theorie/Richard Boyd: These: aus der üblichen positivistischen Wissenschaftstheorie folgt lediglich, dass spätere Theorien viele Beobachtungssätze von früheren implizieren, nicht aber, dass spätere Theorien die annähernde Wahrheit der früheren implizieren müssen! (1976).
Wissenschaft/Boyd: (1) Termini einer reifen Wissenschaft referieren typischerweise
(2) Die Gesetze einer Theorie, die zu einer reifen Wissenschaft gehört, sind typischerweise annähernd wahr. (Boyd benötigt noch mehr Prämissen).
I 81
Boyd/Putnam: das wichtigste an diesen Feststellungen ist, dass die Begriffe der "Wahrheit" und der "Referenz" eine kausal erklärende Rolle in der Epistemologie spielen. Wenn man sie bei Boyd durch operationalistische Begriffe ersetzt, z.B. "ist einfach und führt zu wahren Voraussagen", bleibt die Erklärung nicht gewahrt.
Wahrheit/Theorie/Putnam: ich will nicht nur Theorien haben, die "annähernd wahr" sind, sondern solche, die die Chance haben, wahr zu sein.
Dann müssen die späteren Theorien die Gesetze der früheren als Grenzfall enthalten
PutnamVsBoyd: nach ihm weiß ich nur, dass T2 die meisten meiner Beobachtungssätze implizieren sollte, die T1 impliziert. Daraus folgt überhaupt nicht, dass sie die Wahrheit der Gesetze von T1 implizieren müsse!
I 82
Dann gibt es auch keinen Grund, warum T2 die Eigenschaft haben sollte, dass wir vom Standpunkt von T2 aus den Termini von T1 Referenzobjekte zuordnen könnten. Bsp Dennoch ist es eine Tatsache, dass wir vom Standpunkt der RT dem Begriff "Gravitation" aus der Newtonschen Theorie ein Referenzobjekt zuordnen können, anderen aber nicht: z.B. Phlogiston oder Äther.
Mit Begriffen wie "ist einfach" oder "führt zu wahren Voraussagen" ist kein Analogon zu der Forderung der Referenz gegeben.
I 85/86
Wahrheit/Boyd: was ist mit Wahrheit, wenn keiner der Ausdrücke oder Prädikate referiert? Dann wird der Begriff "Wahrheitswert" für Sätze, die theoretische Termini enthalten, uninteressant. Wahrheit wird also auch zusammenbrechen. PutnamVsBoyd: das ist vielleicht nicht ganz das, was passieren würde, doch dafür brauchen wir einen Umweg über folgende Überlegungen:
I 86
Intuitionismus/Logik/Junktoren/Putnam: die Bedeutung der klassischen Junktoren wir im Intuitionismus uminterpretiert: Aussagen:
p wird behauptet p wir als beweisbar behauptet

"~p" es ist beweisbar, dass ein Beweis von p die Beweisbarkeit von 1 = 0 implizieren würde. "~p" besagt die Absurdität der Beweisbarkeit von p ( und nicht die klassische "Falschheit" von p).

"p u q" es gibt einen Beweis für p und es gibt einen Beweis für q

"p > q" es gibt eine Methode, die auf jeden Beweis von p angewendet, einen Beweis von q erzeugt (und einen Beweis, dass die Methode dies leistet).
I 87
Besonderer Unterschied zur klassischen Logik: "P v ~p" klassisch: bedeutet die Entscheidbarkeit jeder Aussage.
Intuitionistisch: ist hier überhaupt kein Theorem.
Wir wollen jetzt die klassischen Junktoren intuitionistisch reinterpretieren:
~ (klassisch) ist identisch mit ~(intuitionistisch)
u (kl.) wird mit u (Int) identifiziert
p v q (kl) wird mit ~(~p u~q) (int) identifiziert
p > q (Kl) wird mit ~(p u~q) (int) identifiziert
Dies ist also eine Übersetzung des einen Kalküls in den anderen, aber nicht in dem Sinne, dass die klassischen Bedeutungen der Junktoren mit Hilfe der intuitionistischen Begriffe dargestellt würden, wohl aber in dem Sinn, dass die klassischen Theoreme erzeugt werden. ((s) Nicht Übersetzung, sondern Erzeugung.)
Die Bedeutungen der Junktoren ist nach wie vor nichtklassisch (nach der Reinterpretation)) weil diese Bedeutungen mit Hilfe von Beweisbarkeit und nicht von Wahrheit und Falschheit erklärt werden.
Bsp Klassisch besagt p v ~p: jede Aussage ist wahr oder falsch.
Intuitionistisch formuliert.: ~(~p u ~~p) heißt: es ist absurd, dass eine Aussage und ihre Negation beide absurd sind. (Nichts von wahr oder falsch!).

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Davidson Vs Burge, Tyler
 
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I 74
Burge: zwei Arten Externalismus: a) Sozial: Bedeutungen sind abhängig von sozialer Praxis (Gemeinschaft) - b) Von der kausalen Geschichte der Person DavidsonVsBurge: a) Unsere Intuitionen sprechen nicht dafür, dass die Bedeutungen eines Sprechers durch andere Sprecher bestimmt sind. b) Welche Gruppe soll ausgezeichnet sein? c) Eine unbewusste Elite im Hintergrund ist problematisch.
Burge: um einen Gedanken über Wasser zu haben, muss man einfach in Kontakt zu Wasser stehen, man muss da nichts beweisen!
DavidsonVsBurge: auch ein falscher Gedanke über Wasser ist einer über Wasser! - VsBurge: Die Gemeinschaft ist nicht kausal beteiligt.
Burge: Bestrahlungsmuster oder physikalisch beschriebene Reize machen alles unendlich kompliziert. DavidsonVs: Für wen kompliziert? Wir Menschen sind es doch, die all diese Klassifizierungen und Gruppierungen vornehmen!Wir gruppieren nach Ähnlichkeiten, die für uns selber nahe liegen. siehe auch Versus!: Externalismus!
I 116
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsBurge: Dass er mit der Triangulation die Alltagssituation so stark in den Vordergrund rückt, unterscheidet ihn von dem Externalismus Putnams und Burges.
II 53
DavidsonVs sozialen Charakter der Bedeutung: auch Idiolekt prinzipiell interpretierbar (via Kausalhypothesen)
II 167
Burge und Dummett meinen, was Sprecher mit ihren Worten meinen es hänge sehr stark davon ab, wie die Gemeinschaft diese Worte verwendet. DavidsonVsDummett,DavidsonVsBurge: Ziemlicher Unsinn, denn es hat mit erfolgreicher Kommunikation nichts zu tun! Wenn Sie anders reden als die Gemeinschaft, und jemand findet das heraus, dann können Sie den ganzen Tag lang kommunizieren. Und das passiert ständig.
- - -
Frank I 665
Inhalt/Gedanken/Externalismus/Burge/Davidson: der Inhalt wird nicht durch das fixiert, was in der Person vorgeht, oder durch das, was ihr einfach durch sorgfältige Reflexion zugänglich ist. (Bsp falsch gebrauchte Begriffe, Informationslücken). DavidsonVsBurge: ich bin mir nicht sicher, wie diese Behauptungen zu verstehen sind, denn ich bin mir nicht sicher, wie ernst die Rede von einer "direkten Bekanntschaft" mit einem Inhalt zu nehmen ist.
Aber die Autorität der ersten Person wird dadurch ernsthaft kompromittiert.
Daher muss ich eine der Prämissen von Burge zurückweisen.
1. Ich stimme zu, dass unsere Inhalte nicht allein durch das bestimmt oder "fixiert" wird, was in mir vorgeht.
2. VsBurge: Vs Darstellung der Art und Weise, in der soziale und andere externe Faktoren die Inhalte kontrollieren.
Fra I 665/666
DavidsonVsBurge: seine Merkmale sind nicht so relevant, wie er sie darstellt: Bsp Angenommen, ich glaube, dass "Arthritis" nur auf kalziumbedingte Gelenkentzündung angewendet wird. Mein Freund Arthur weiß es besser. Wir beide äußern Smith gegenüber aufrichtig: "Carl hat Arthritis".
Burge: dann bedeuten unsere Worte dasselbe, wir meinen dasselbe und bringen dieselbe Überzeugung zum Ausdruck. Mein Irrtum ist für das, was ich bei dieser Gelegenheit dachte, ohne Belang!
Grund: das ist das, was jeder (der nicht durch die Philosophie verdorben ist) über Arthur und mich sagen würde.
DavidsonVsBurge: ich bezweifle, dass er recht hat, aber selbst wenn er recht hätte, würde es seine These nicht beweisen:
Gewöhnliche Zuschreibungen von Bedeutungen und Einstellungen beruhen auf weitreichenden und vagen Annahmen darüber, was Sprecher und Hörer gemeinsam haben.
Wenn einige Annahmen sich nicht bestätigen, können wir die von uns benutzten Worte ändern oft drastisch.
Meist wählen wir den bequemen Weg: wir nehmen einen Sprecher beim Wort, selbst wenn dies einem Aspekt seines Gedankens nicht ganz Rechnung trägt.
Bsp wenn Smith einem Dritten mitteilt, was Arthur und ich beide über Arthritis glauben, dann mag er seinen Hörer irreführen!
Fra I 667
Wenn er aufmerksam ist, muss er hinzufügen, "aber Davidson glaubt, dass Arthritis nur kalziumbedingt ist". Die Tatsache, dass dieser Zusatz gemacht werden muss zeigt, dass die einfache Zuschreibung nicht richtig war.
BurgeVs: könnte entgegnen, dass der Bericht wörtlich genommen korrekt ist ((s) weil auch der falsch Glaubende aufrichtig glaubt, dass es sich um Arthritis handelt).
DavidsonVsBurge: das übersieht das Ausmaß, in dem die Inhalte einer Überzeugung von den Inhalten anderer Überzeugungen abhängen. Deshalb kann es auch keine einfache rigide Regel für die Zuschreibung eines einzelnen Gedankens geben.
Burge: soziale Bestimmung der Inhalte, führt aber auch dazu, dass wir meistens das meinen, was andere in der Gemeinschaft meinen. "bestimmte Verantwortung gegenüber der Gemeinschaftspraxis".
DavidsonVsBurge: das bestreite ich nicht, aber das zeigt nicht das, was es zeigen soll:
a) Es ist oft vernünftig, Leute dafür verantwortlich zu machen, dass sie die Bedeutungen ihrer Worte kennen. Das hat aber nichts damit zu tun, was sie sagen wollen!
b) Als gute Bürger wollen wir die Kommunikationschancen vergrößern, aber dass erklärt nur unser "legalistische" Zuschreibung von Bedeutungen und Überzeugen.
((s) nicht, dass die Bedeutungen so sind).
c) Ein Sprecher, der verstanden zu werden wünscht, muss die Intention haben, dass seine Worte in bestimmter Weise interpretiert werden und folglich so, wie andere das tun. Und umgekehrt möchte der Hörer die Worte so interpretieren, wie der Sprecher das tut. Das hat moralisches Gewicht, aber mit der Bestimmung dessen, was jemand meint hat es keine notwendige Verbindung!
I 667/668
Externalismus/soziale Gemeinschaft/Meinen/Bedeutung/DavidsonVsBurge: wir sind nicht gezwungen, den Worten einer Person die Bedeutungen zu geben, die sie in ihrer Sprachgemeinschaft haben. Es ist auch nicht wahr, dass wir nicht umhin können, ihre propositionalen Einstellungen auf derselben Grundlage zu interpretieren.
I 710
Selbst Wissen/Burge: Irrtum ausgeschlossen "(immun) weil Reflexion im selben Akt. DavidsonVsBurge: das zeigt nur, dass man bei der Identifizierung des Inhalts keinen Fehler machen kann.
Es zeigt nicht, warum man sich hinsichtlich der Existenz der Einstellung nicht irren kann.
Schlimmer: Burge kann nicht zeigen, dass die beiden Arten von Wissen (1. und 2.Stufe) denselben Gegenstand haben!
Solange die Asymmetrie nicht durch Rückgriff auf die soziale Situation (Beziehungen zwischen den Sprechern) erklärt wird, bezweifle ich, dass eine nichtskeptische Lösung möglich ist.
I 711
Repräsentation/Wahrnehmungswissen/Burge: kann nicht generell falsch sein, dass die Repräsentationen das repräsentieren, von dem sie normalerweise herrühren und auf das sie angewendet werden. DavidsonVsBurge: ich bin seit langem dieser Ansicht, verstehe aber nicht, warum Burge dieser Ansicht ist.
Wie entscheiden wir, wovon Repräsentationen normalerweise herrühren? Zirkulär: "von dem, was sie repräsentieren".
Doch welche von den vielen möglichen Ursachen ist die richtige? Ereignisse im Nervensystem, Stimulationsmuster der Nervenenden oder etwas weiter draußen? (proximal/distal).
Burge: wir sollten auf das Verhältnis verschiedener Beobachter acht geben: sie haben ähnliche Wahrnehmungen. Wahrnehmung ist "unpersönlich".
DavidsonVsBurge: aber das soll doch gerade bewiesen werden!
Wir brauchen nicht nur kausale Interaktion zwischen verschiedenen Beobachtern und denselben Objekten, sondern die richtige Art von kausaler Interaktion.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsPutnam Putnam Vs Carnap, R.
 
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Goodman II Putnam Vorwort V
Carnap/Putnam: laut Putnam ständige Tendenz, Begriffe mit ihren syntaktischen Darstellungen zu identifizieren (Put I 48)(Philolex)
Carnap machte den Vorschlag: ein Prädikat könne auch an sich disjunktiv oder nichtdisjunktiv sein, PutnamVsCarnap: "logischer Himmel" "soll uns sagen" "metaphysischer Zeigestock".
- - -
Lewis IV 85
partielle Interpretation/PutnamVsCarnap: Theorien mit falschen Beobachtungskonsequenzen haben überhaupt keine Interpretation! Denn sie haben kein "Modell" das "Standard" ist in bezug auf die Beobachtungsbegriffe..
IV 85/86
Putnam: solche Interpretationen sind dann falsch, nicht sinnlos! Sinn/Theorie/LewisVsPutnam: die theoretischen Termini (TT) sind hier auch nicht sinnlos, sondern denotationslos (bezeichnungslos): ihr Sinn wird durch ihre Denotation in jenen möglichen Welten gegeben, in denen die Theorie einmalig realisiert ist und daher dort keine falschen Konsequenzen hat.
Einen Sinn haben sie genauso wie der referenzlose Term "Nikolaus".
- - -
Putnam V 244
Schmerz/physikalischer Gegenstand/Putnam: es fällt schwer einzusehen, dass die Aussage, vor jemandem stehe ein Tisch, leichter zu akzeptieren sei, als die Aussage, jemand habe Schmerzen. Popper/Carnap: würden erwidern: der methodologische Unterschied besteht darin, dass das eine öffentlich, dass andere privat ist.
PutnamVsPopper/VsCarnap: beide übertreiben das Ausmaß, in dem Beobachtungen physikalischer Gegenstände stets öffentlich überprüfbar sind.
- - -
V 250
Methode/Wissenschaft/PutnamVsCarnap: viele Philosophen haben (fälschlich) geglaubt, die Wissenschaft gehe nach einer Methode vor.(z. B. Carnap). - - -
Putnam I 42
Carnap/Putnam: (Logischer Aufbau der Welt) Schlusskapitel: bringt eine Skizze des Verhältnisses von Dingsprache zu Empfindungs Sprache, die keine Übersetzung darstellt! PutnamVsCarnap/PutnamVsPhänomenologie: das läuft auf die alte Behauptung hinaus, wir würden uns die Dingtheorie heraussuchen, die am "einfachsten" und nützlichsten ist.
Es gibt keinen Nachweis, warum ein Positivist berechtigt ist, über materielle Dinge zu quantifizieren (oder auf sie zu referieren).
Phänomenologie/Putnam: nach ihrem Scheitern gab es zwei Reaktionen:
1. Theorien sollten nicht mehr als Aussagensysteme aufgefasst werden, die eine vollkommen verständliche Interpretation haben müssen, sie werden nun als Kalküle mit dem Ziel aufgefasst, Voraussagen zu machen.
I 43
2. Übergang von der phänomenalistischen Sprache zu einer "Sprache beobachtbarer Dinge" als Basis der Reduktion. D.h. man sucht eine Interpretation physikalischer Theorien in der "Sprache der Dinge", nicht in der "Empfindungssprache". - - -
Putnam I 46
Einfachheit/Putnam: bringt hier nichts: die Konjunktion von einfachen Theorien muss nicht einfach sein. Def Wahrheit/Theorie/Carnap: die Wahrheit einer Theorie ist die Wahrheit ihres Ramsey Satzes.
PutnamVsCarnap: das ist wieder nicht dieselbe Eigenschaft wie "Wahrheit"!
(I 46 +: Hilbertsches Epsilon, Formalisierung von Carnap: zwei Theorien mit gleichem Terminus).
- - -
Putnam I 48
Sprache/Syntax/Semantik/PutnamVsCarnap: dieser hat die ständige Tendenz, Begriffe mit ihren syntaktischen Darstellungen zu identifizieren Bsp mathematische Wahrheit mit der Eigenschaft, ein Theorem zu sein.
I 49
Wenn er erfolgreich gewesen wäre mit seiner formalen Sprache, dann wäre sie aber deshalb erfolgreich gewesen, weil sie einem vernünftigen Maß der Wahrscheinlichkeit über eine Menge von Sachverhalten entsprochen hätte gerade das ist es aber, was der Positivismus ihn nicht zu sagen erlaubte!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsPutnam Putnam Vs Chomsky, N.
 
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I 293
PutnamVsChomsky: Putnam nimmt für die Phonetik in der universalen Grammatik an, daß sie lediglich eine einzige Liste von Lauten hat. Das erfordere keine ausgefeilte Erklärungshypothese. Nur "Gedächtnisspanne und Erinnerungsvermögen". "Kein aufrechter Behaviorist würde leugnen, daß dies angeborene Eigenschaften sind". ChomskyVsPutnam: es sind aber sehr starke empirische Hypothesen über die Auswahl der universellen distinktiven Merkmale aufgestellt worden, von denen offenbar keine auf der Grundlage von Beschränkungen des Gedächtnisses erklärt werden kann.
I 298
PutnamVsChomsky: These statt eines angeborenen Schematismus könnte man "generelle Mehrzweck Strategien" annehmen. Diese angeborene Basis müßte für den Erwerb jedweden Wissens die gleiche sein, so daß nichts Besonderes am Spracherwerb ist.
I 299
ChomskyVsPutnam: damit ist er nicht mehr zur Annahme von etwas Angeborenem berechtigt. Außerdem verschiebt es das Problem nur. PutnamVsChomsky: die in der universalen Grammatik vorgeschlagenen Bewertungsfunktionen "wird die Art von Fakten konstituiert, die die Lerntheorie zu erklären versucht, nicht aber die gesuchte Erklärung selbst".
ChomskyVsPutnam: Bsp niemand würde sagen, daß die genetische Basis für die Entwicklung von Armen statt Flügeln "die Art von Tatsache ist, die die Lerntheorie zu erklären versucht". Vielmehr sind sie die Grundlage für eine Erklärung anderer Fakten des menschlichen Verhaltens.
Ob die Bewertungsfunktion erlernt wird oder die Grundlage des Lernen ist, ist eine empirische Frage.
PutnamVsChomsky: bestimmte Mehrdeutigkeiten können erst durch Routine entdeckt werden, daher ist ihre postulierte Erklärung durch Chomskys Grammatik nicht so beeindruckend.
ChomskyVsPutnam: das mißversteht er, in Wirklichkeit bezieht sich das auf Kompetenz und nicht auf Performanz (tatsächliche Praxis).
Was die Grammatik erklärt ist, warum Bsp in "die Kritik der Studenten" "Studenten" als Subjekt oder Objekt verstanden werden kann, während Bsp "Korn" in "das Wachsen des Korns" nur Subjekt sein kann.
Die Frage der Routine spielt hier gar keine Rolle.
I 300
angeborene Ideen/ChomskyVsPutnam: die angeborene Repräsentation der universalen Grammatik löst das Problem des Lernens tatsächlich (zumindest zum Teil) wenn es wirklich stimmt, daß diese die Basis für den Spracherwerb darstellt, was sehr wohl der Fall sein kann! - - -
III 87
Putnam/Chomsky: Putnam schlägt vor: Korrektheit in der Linguistik ist, was sie gegenwärtig verfügbaren Daten über das Verhalten des Sprechers, unter einem gegenwärtigen Interesse am besten erklären. Was heute richtig ist, wird morgen falsch sein. PutnamVsChomsky: ich habe nie behauptet, was heute richtig ist, wird morgen falsch sein.
Putnam: Chomskys verborgene Hauptthesen:
1. das es uns freisteht, unsere Interessen nach Belieben zu wählen,
2. dass Interessen ihrerseits keiner normativen Kritik unterliegen.
Bsp der Herzanfall von Hans liegt in der Missachtung der ärztlichen Gebote. Andere Erklärung: hoher Blutdruck. Es kann sein, dass tatsächlich an einem Tag mehr das eine, am andern Tag mehr das andere Faktum im Interesse des Sprechers legt.
III 88
PutnamVsChomsky: 1. unsere Interessen können wir uns nicht einfach aussuchen. (>Schopenhauer). 2. es kommt mitunter vor, dass die Relevanz eines bestimmten Interesses umstritten ist. Wie kommt es jedoch, dass einige Interessen vernünftiger sind als andere? Vernünftigkeit sei in verschiedenen Zusammenhängen von verschiedenen Bedingungen abhängig. Es gibt keine allgemeingültige Antwort.
III 88/89
Die Behauptung, ein Begriff sei interessenrelativ, läuft nicht auf das Gleiche hinaus wie die These, alle Interessen seien in gleichem Maße vernünftig.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsPutnam Friedman Vs Davidson, D.
 
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Horwich I 498
Korrespondenztheorie/Kausaltheorie der Referenz/Michael Friedman/M.Williams: (wie Boyd mit der Verläßlichkeit unserer Methoden befaßt): wenn Wissenschaft als rationales Handeln gerechtfertigt werden muss, muss es möglich sein zu zeigen, dass es eine enge Verbindung von Bestätigung und Wahrheit gibt. ((s) Lager: Friedman: „substantieller W Begriff, VsDeflationismus),. Lösung/Friedman: ein statistisches Gesetz für die Verbindung von Bestätigung und Wahrheit. Dies leiten wir von unseren psychologischen und physikalischen Theorien und den Theorien darüber, wie der Geist durch Interaktion mit der Umgebung zu Überzeugungen kommt, ab.
Friedman/M. Williams: weil er Wahrheit innerhalb von Gesetzen verlangt, scheint das einen substantiellen W Begriff zu verlangen.
DeflationismusVsFriedman/M. Williams: aber das stimmt nicht. Und das könnte auch gar nicht sein: Das Zitattilgungsschema liefert die Mittel für semantischen Aufstieg und auch semantischen Abstieg: d.h. Wahrheit kann immer wegparaphrasiert werden. So kann man Friedman paraphrasieren. Bsp
Für jedes p, wenn p durch unsere Methoden bestätigt wird, dann wahrscheinlich p.
((s) ohne Wahrheit).
M. Williams: das involviert Quantifikation über Propositionen oder Sätze (statements). Verwandt mit „Alles was er sagte“, und dafür gibt es ähnliche konventionelle Lösungen.
Wahrheit/FriedmanVs: kann damit aber nicht ad acta gelegt werden: das Zitattilgungsschema allein zeigt nicht den Sprachgebrauch (s.o.).
Kompositionalität/W Theorie/Friedman: These WT verlangt eine kompositionale WT.
Wahrheit/Deflationismus/M. Williams: das heißt aber nicht, dass ein reicherer (substantieller) W Begriff benötigt wird! Das zeigt der Fall von Davidson (s.o.).
Selbst Validierung/Selbst Bestätigung/Überzeugung//Wissenschaft/FriedmanVsDavidson/M. Williams: Friedman These: Selbst Validierung ist möglich. Aber dazu darf nicht angenommen werden, dass unsere Erklärung, wie Referenz bestimmt ist, von vornherein garantiert, dass unsere Überzeugungen wahr sind.
Pointe: d.h. dass Friedman keinen substantiellen W Begriff aus der Tatsache herleitet, dass Wahrheit in Gesetzen vorkommt. (?).
Statt dessen argumentiert er für einen „realistischen“ Ansatz .für Referenz.
I 499
substantieller W Begriff/Friedman: ist dann ein Abfallprodukt davon! Selbst Validierung/Friedman/Zirkel/M. Williams: erscheint zirkulär, weil wir die Methoden gebrauchen, die bestätigt werden sollen.
Ähnlich;:
VsPutnam: Kausaltheorie der Referenz: setzt die Verläßlichkeit voraus, die sie erklären will.
Lösung/PutnamVsVs: es ist nur eine Art „Check der Konsistenz“.
Lösung/Friedman/M. Williams: es ist kein Zirkel, weil nicht von vornherein garantiert ist, dass es unsere besten Theorien sind, die die Verläßlichkeit garantieren.
Wissenschaft/Friedman: eine wichtige Aufgabe ist es zu zeigen, wie Wissenschaft nicht ihre eigene Belegbasis unterminieren kann. Wie Quine sagt:
Wissenschaft/Quine: verteidigt sich von innen, gegen ihre Selbstzweifel.
Friedman/M. Williams: das sieht so aus, als ob Friedman Raum für einen allgemeinen Skeptizismus schafft. Das wird klar wenn er unterscheidet:
a) Kausaltheorien der Referenz
b) Theorien die auf dem Prinzip der Nachsicht basieren, (Davidson).
Referenz/Davidson/M. Williams: nach Davidson ist die Zuschreibung von Referenten eine Sache der Methode unserer Interpretation.
Verläßlichkeit: d.h. dass wir auf Dinge referieren, über die wir verläßlich berichten können ist keine empirische Tatsache, die wir aus „unseren besten Theorien“ ableiten.
Kausaltheorie/Referenz/Friedman: dagegen: spezifiziert Referenz durch Überlegungen, die unabhängig von Wahrheit oder Falschheit der Sätze die wir zufällig akzeptieren, sind.
Überzeugung/FriedmanVsDavidson: das läßt die Möglichkeit offen, dass die meisten (oder alle) unserer Überzeugungen falsch sein könnten.
I 500
Wahrheit/Friedman: dann haben wir etwas signifikantes (substantielles?) gezeigt, wenn wir zeigen, dass unsere Methoden meist wahre Überzeugungen liefern. Aber das geht nur mit der Kausaltheorie, denn sie erlaubt diese selbst kritische Kraft, die am Ende die Selbst Rechtfertigung liefert. Skeptizismus/Friedman/M. Williams: diese Selbstkorrektur ermöglicht Friedman dadurch, dass er allgemeinen Skeptizismus zuläßt.
M. WilliamsVsFriedman: das ist pervers, so wie man eine Krankheit erwirbt aus Freude daran, sie zu kurieren. Außerdem setzt er eine Menge voraus, z.B. die Existenz „unserer induktiven Methoden“, oder die kausale Definition von Referenz.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Putnam Vs Disquotation
 
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Horwich I 431
Wahrheit/Putnam: der einzige Grund den man haben kann um zu leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist, wäre, dass man Physikalist oder Phänomenalist ist. Oder vielleicht ein Kulturrelativist. Wahrheit/Eigenschaft/Putnam.: nur reduktionistische Theorien leugnen, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. (PutnamVsDisquotationalismus).
Wahrheit/Putnam: ist eine Eigenschaft – PutnamVsDeflationismus – Rorty: (Spiegel der Natur): Wahrheit keine Eigenschaft.
I 455
göttliche Perspektive//außen/PutnamVsGottesstandpunkt/Rorty: Putnam amüsiert sich wie James und Dewey über solche Versuche. Rorty: er hat aber ein Problem, wenn es um PutnamVsDisquotationalismus geht: dieser riecht ihm zu reduktionistisch, zu positivistisch, zu „behavioristisch“ (transzendentaler Skinnerismus“).
Wahrheit/Putnam: wenn ein Philosoph sagt, Wahrheit sei etwas anderes als Elektrizität weil es wohl Raum für eine Theorie der Elektrizität aber keinen für eine WT gebe,
I 456
und dass die Kenntnis der Wahrheitsbedingungen (WB) alles sei, was man über Wahrheit wissen könnte, dann leugnet er, dass Wahrheit eine Eigenschaft ist. Damit gibt es dann auch keine Eigenschaft der Korrektheit oder Richtigkeit ((s) >Deflationismus, PutnamVsDeflationismus, PutnamVsGrover. PutnamVs: das heißt zu leugnen, dass unsere Gedanken Gedanken sind und unsere Behauptungen Behauptungen.
Theorie/Existenz/Reduktion/Putnam/Rorty: Putnam nimmt hier an, dass der einzige Grund dafür zu leugnen, dass man eine Theorie für ein X braucht, ist, zu sagen, dass das X „nichts als Y“ sei ((s) eliminativer Reduktionismus).
PutnamVsDavidson: Davidson muss zeigen, dass Behauptungen auf Geräusche reduziert werden können. Dann müsste der Feldlinguist Handlungen auf Bewegungen reduzieren.
Davidson/Rorty: aber dieser sagt nicht, dass Behauptungen nichts als Geräusche seien.
Statt dessen:
Wahrheit/Erklärung/Davidson: anders als Elektrizität ist Wahrheit keine Erklärung für etwas. ((s) Ein Phänomen wird nicht dadurch erklärt, dass ein Satz, der es behauptet, wahr ist).
I XIV
VsDeflationismus/Horwich: liefert keine explizite W Definition, sondern beruht nur auf einem Schema (DS).
I XVI
Wahrheit/einfach/unanalysierbar/Russell/Moore/Cartwright/Horwich: wenn Wahrheit unanalysierbarer Grundbegriff ist (VsDeflationismus), dann ist sie völlig bewusstseinsunabhängig. D.h. Wahrheit bekommt etwas Metaphysisches. Problem: dann können wir nicht annehmen, dass die Propositionen die wir glauben, diese Eigenschaft haben. Dann folgt der Skeptizismus.
I 457
Korrektheit/PutnamVsDavidson: obwohl er dessen Abneigung für intentionalistische Begriffe teilt, (und daher Wahrheit nicht als Erklärung ansieht) wünscht er dennoch eine Darstellung dessen, was es für eine Behauptung ist, korrekt zu sein. Putnam/Rorty: das will er, weil er Angst hat, dass die „Innensicht“ des Sprachspiels wo „wahr“ ein wertschätzender Begriff ist – geschwächt wird, wenn sie nicht philosophisch unterstützt wird. Denn:
Wenn Sprache nur Hervorbringung von Geräuschen ist – ohne normatives Element – dann sind die Geräusche die wir hervorbringen nichts als „Ausdruck unserer Subjektivität“.
Normativität/Norm/Sprache/Putnam: warum sollte es keine normativen Elemente im Sprachspiel geben? Das wäre die Innensicht des Sprachspiels.
RortyVsPutnam: hängt damit immer noch einer synoptischen Gottesperspektive an, in der Innensicht und Außensicht des Sprachspiels zusammengebracht werden.
Norm/JamesVsPutnam/DeweyVsPutnam: einen solchen Gottesstandpunkt können wir nicht einnehmen. D.h. wir können unsere Normen nicht dadurch festigen, dass wir sie metaphysisch oder wissenschaftlich abstützen.
Wahrheit/Wertschätzung/PragmatismusVsPlaton/DeweyVsPlatonRortyVsPutnam: wir sollten nicht Platons Fehler wiederholen, und Ausdrücke der Wertschätzung als Namen esoterischer Entitäten auffassen.
I 497
Überzeugung/PutnamVsDavidson: dass die meisten wahr sind, wird nicht durch die Methodologie der Interpretation garantiert, weil der Vorrat an Überzeugungen ständig wechselt. Daher können wir (ii) nur dann einen Sinn geben, wenn wir die Verläßlichkeit des Lernens erklären und das kann nur der Realismus. Kausaltheorie/Korrespondenz/Putnam: der Verläßlichkeit des Lernens: würde uns als verläßliche Signalgeber darstellen. Was würde die WT beitragen? Sie teilt mit, dass der Satz wahr ist gdw. der Zustand besteht. Das ist die Korrespondenz, die in der Kausaltheorie involviert ist, sie ist genau die Korrespondenz die durch die W Def aufgestellt wird.
Deflationismus/Korrespondenz/M. Williams: ihm ist diese minimale Korrespondenz auch verfügbar. D.h. Putnams Argument garantiert keine physikalische Korrespondenz oder eine andere substantielle Theorie.
I 502
Wahrheit/Putnam: muss substantiell sein ((s) erklärende Rolle, Wahrheit als Eigenschaft, PutnamVsDeflationismus). Sonst führt sie zum Kulturrelativismus. PutnamVsKulturrelativismus: ein extremer Kulturrelativist kann sich selbst noch nicht einmal als Denker oder Sprecher betrachten, im Gegensatz zu einem bloßen Geräuschemacher. ((s) Sprechen nicht von Geräusch unterscheidbar). Das ist geistiger Selbstmord.
PutnamVsDisquotationalismus: hat keine erklärende Kraft, wenn nicht etwas über den Begriff der Behauptung gesagt wird.
M. WilliamsVsPutnam: brauchen wir das?
Putnam: um uns selbst als Denker ansehen zu können, muss Sprechen mehr als Geräuschmachen sein und dann müssen wir uns selbst erklären können was es heißt, einen Satz zu verstehen.
PutnamVsmetaphysischer Realismus/M. Williams: obwohl Putnam dieses Bild sympathisch findet, bevorzugt er, Bedeutung in Begriffen von situationsangemessenem Gebrauch zu erklären.
Problem: dass wir nicht dabei stehen bleiben, dass es verschiedene linguistische Praktiken ((s) verschiedene Gemeinschaften) gibt, und daher verschiedene Weisen der Rechtfertigung.
Lösung: ideale Rechtfertigung. Und das ist, wie Putnam Wahrheit versteht.
Wahrheit/PutnamVsDisquotationalismus: wenn wir nichts über Wahrheit in Begriffen der Behauptbarkeits Bedingungen (BB) sagen, erhalten wir keinen Begriff der objektiven Richtigkeit, der dem Kulturrelativismus zu entgehen erlaubt. Dann haben wir Wahrheit implizit mit Behauptbarkeit relativ zu den Normen einer bestimmten Gemeinschaft identifiziert.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Davidson Vs Dummett, Michael
 
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Brandom II 15
Begriff/DavidsonVsDummett: relationale Sicht. Begriffsgebrauch nicht in einem Kontext verständlich, der nicht auch die Sprache einschließt, jedoch Sprache kann nur im Rückgriff auf Überzeugungen verständlich gemacht werden.
Brandom II 16
Brandom pro Davidson: Behaupten und Glauben sind zwei Seiten einer Medaille, das ein kann nicht ohne das andere verständlich gemacht werden.
Davidson I 58
Putnam und Dummett zeigen, daß man dem Wahrheitsbegriff selbst einen erkenntnisbezogenen Drall geben kann. Dennoch haben alle Drei den Belegen den Vorrang gegeben vor der Wahrheit (als primärem Status für die Bedeutungsbestimmung)
Davidson I 59
DavidsonVsDummett, DavidsonVsPutnam: Das halte ich für einen Fehler: Das führt zu den Schwierigkeiten der proximalen Theorien: zu einem auf Einzelpersonen relativierten Wahrheitsbegriff und zum Skeptizismus. Die proximalen Theorien sind immer irgendwie cartesianisch. DavidsonVsPutnam, DavidsonVs Dummett: Vsproximale Theorie: Skeptizismus, Relativierung auf Einzelnen
Belege: Der einzig einsichtige Belegbegriff ist der einer Beziehung zwischen Sätzen. Oder zwischen Überzeugungen!
Davidson II 167
Burge und Dummett meinen, was Sprecher mit ihren Worten meinen es hänge sehr stark davon ab, wie die Gemeinschaft diese Worte verwendet. DavidsonVsDummett, DavidsonVsBurge: Ziemlicher Unsinn, denn es hat mit erfolgreicher Kommunikation nichts zu tun!. Wenn Sie anders reden als die Gemeinschaft, und jemand findet das heraus, dann können Sie den ganzen Tag lang kommunizieren. Und das passiert ständig.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001
VsPutnam Putnam Vs Field, H.
 
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Horwich I 405
interner Realismus/metaphysischer/Putnam/Field: (ad Putnam: Vernunft Wahrheit und Geschichte): FieldVsPutnam: der Kontrast zwischen iR und mR ist nicht klar genug herausgebracht.
mR/Field: umfaß drei Thesen, die Putnam nicht trennt.
1. mR1: These die Welt besteht aus einer Gesamtheit geistunabhängiger Objekte.
2. mR2: These es gibt genau eine wahre und vollständige Beschreibung (Theorie) der Welt.
mR2/Field: ist keine Konsequenz des mR1 ((s) ist unabhängig) und ist keine Theorie, die irgendein metaphysischer Realist überhaupt vertreten sollte.
Beschreibung/Welt/FieldVsPutnam: wie könnte es überhaupt nur eine einzige Beschreibung der Welt ((s) oder von überhaupt etwas) geben? Die Begriffe, die wir gebrauchen sind niemals unvermeidlich; Wesen die ganz anders als wir sind, könnten Prädikate mit anderen Extensionen gebrauchen, und diese könnten in unserer Sprache völlig undefinierbar sein.
I 406
Warum sollte eine solche fremde Beschreibung „dieselbe Beschreibung“ sein? Vielleicht gibt es eine sehr abstrakte Charakterisierung, die das erlaubt, aber die haben wir noch nicht. falsche Lösung: man kann auch nicht sagen, es gebe eine einzige Beschreibung, die unsere eigenen Begriffe gebraucht. Unsere jetzigen Begriffe könnten nicht hinreichend sein für eine Beschreibung der „vollständigen“ Physik (oder auch „vollständiger“ Psychologie usw.).
Man könnte höchstens vertreten, dass es bestenfalls eine wahre und vollständige Beschreibung gibt, die unsere Begriffe gebraucht. Das muss aber wegen der Vagheit unserer gegenwärtigen Begriffe mir Vorsicht behandelt werden.
Theorie/Welt/FieldVsPutnam: der mR sollte sich von seinem Gegner, dem iR nicht durch Annahme einer einzig wahren Theorie unterscheiden.
3. mR3/Field: These Wahrheit involviert eine Art Korrespondenztheorie zwischen Wörtern und äußeren Dingen.
VsmR3/VsKorrespondenztheorie/Field: die Korrespondenztheorie wird von vielen Leuten abgelehnt, sogar von Vertretern des mR1 (geistunabhängige Objekte).
I 429
metaphysischer Realismus/mR/FieldVsPutnam: ein metaphysischer Realist ist einer der alle drei Thesen akzeptiert: mR1: die Welt besteht aus einer fixen Totalität geist unabhängiger Objekte.
mR2: es gibt nur eine wahre und vollständige Beschreibung der Welt.
mR3: Wahrheit involviert eine Form der Korrespondenztheorie.
PutnamVsField: diese drei haben keinen klaren Inhalt, wenn sie getrennt werden. Was heißt „Objekt“ oder „fixe Totalität“ „aller Objekte“ „Geist Unabhängigkeit“ außerhalb bestimmter philosophischer Diskurse?
Allerdings kann ich mR2 verstehen, wenn ich mR3 annehme.
I: sei eine definite Menge von Individuen
I 430
P: Menge aller Eigenschaften und Relationen Ideale Sprache: Angenommen, wir haben eine ideale Sprache mit einem Namen für jedes Element von I und einem Prädikat für jedes Element von P.
Diese Sprache wird nicht abzählbar sein (außer wir nehmen Eigenschaften als Extensionen ((s) Intensionen wären nicht abzählbar > Sprache unendlich, weil Intensionen unendlich) und dann auch nur abzählbar, wenn die Zahl der Individuen endlich ist. Aber sie ist eindeutig bis zum Isomorphismus (aber nicht weiter, unique up to isomorphism).
Theorie der Welt/Putnam: die Menge der wahren Sätze in Bezug auf jeden bestimmten Typ (up to any definite type) wird ebenfalls eindeutig sein.
Gesamtheit/Totalität/Putnam: umgekehrt: wenn wir annehmen, dass es eine ideale Theorie der Welt gibt, dann ist der Begriff einer „fixen Totalität“ (von Individuen und ihren Eigenschaften und Relationen) natürlich dadurch erklärt, dass die Totalität der Individuen mit dem Bereich der Individuenvariablen identifiziert wird, und die Totalität der Eigenschaften und Relationen mit dem Bereich der Prädikatvariablen innerhalb der Theorie.
PutnamVsField: wenn er recht hätte und es keine objektive Rechtfertigung gibt, wie kann es dann eine Objektivität der Interpretation geben?
Field/Putnam: könnte zwei Positionen beziehen:
1. er könnte sagen, dass es eine Tatsache gibt in Bezug darauf was eine gute „rationale Rekonstruktion“ der Sprecherintention ist . Und dass die Behandlung von „Elektron“ als starrer Designator (von „welcher Entität auch immer“, die für bestimmte Effekte verantwortlich ist und gewissen Gesetzen gehorcht, aber keine objektive Tatsache der Rechtfertigung. Oder.
2. er könnte sagen, dass Interpretation subjektiv ist, aber dass das nicht heißt, dass Referenz subjektiv ist.
Ad 1.: hier müsste er behaupten, dass eine echte „rationale Rekonstruktion“ der Sprecher Intention von „allgemeinem Erkennen“ abgetrennt ist, und auch von „induktiver Kompetenz“ usw.
Problem: wieso soll dann die Entscheidung, dass etwas („annäherungsweise“) bestimmten Gesetzen gehorcht oder nicht gehorcht, was dann für Bohrs Elektronen von 1900 und 1934 gilt, aber nicht für Phlogiston) der Natur nach völlig verschieden sein (und isolierbar sein) von Entscheidungen über Vernünftigkeit im allgemeinen?
Ad 2.: das würde behaupten, dass wir einen Begriff von Referenz haben, der unabhängig von Prozeduren und Praktiken ist, mit dem wir entscheiden, ob verschiedene Leute in verschiedenen Situationen mit verschiedenen Hintergrundüberzeugungen tatsächlich auf die selben Dinge referieren. Das scheint unverständlich.
Referenz/Theorie Wechsel/Putnam: wir nehmen selbstverständlich an, dass die Leute, die vor 200 Jahren über Pflanzen gesprochen haben, im großen und ganzen sich auf dasselbe bezogen wie wir. Wenn alles das subjektiv wäre, gäbe s überhaupt keinen intertheoretischen interlinguistischen Begriff von Referenz und Wahrheit.
Wenn Referenz allerdings objektiv ist, dann möchte ich fragen, warum die Begriffe der Übersetzung und Interpretation in besserer Form sind als der Begriff der Rechtfertigung.
- - -
III 208
Referenz/PutnamVsField: es gibt nichts, was im Wesen der Bezugnahme läge und dafür sorgte, dass die Verbindung zweier Ausdrücke durch "und" überhaupt irgend ein Ergebnis nach sich zieht! Kurz, wir benötigen eine Theorie der „Bezugnahme durch Beschreibung“.
- - -
V 70
Referenz/FieldVsPutnam: neuerdings andere Ansicht: Bezug ist eine „physikalistische Beziehung“: komplexe kausale Beziehungen zwischen Wörtern oder geistigen Repräsentationen und Gegenständen. Es ist Aufgabe der empirischen Wissenschaft, herauszufinden, um welche physikalistische Beziehung es sich handelt. PutnamVsField: das ist nicht unproblematisch. Nehmen wir an, es gebe eine mögliche physikalistische Definition des Bezugs, nehmen wir außerdem an:
(1) x bezieht sich auf y dann und nur dann, wenn x in R zu y steht.
Wobei R eine Beziehung ist, die naturwissenschaftlich definiert ist, ohne semantische Begriffe (wie „bezieht sich auf“). Dann ist (1) ein Satz, der sogar unter Annahme der Theorie wahr ist, dass der Bezug nur durch operationale oder theoretische Vorbedingungen bestimmt ist.
Satz (1) wäre demnach ein Bestandteil unserer „Reflexionsgleichgewicht“ Theorie (s.o.) der Welt, bzw. unserer »Idealgrenzen« Theorie der Welt.
V 71
Bezug/Referenz/PutnamVsOperationalismus: wird der Bezug jedoch nur durch operationale und theoretische Vorbedingungen bestimmt, ist der Bezug von »x steht in R y« seinerseits unbestimmt! Die Kenntnis, dass (1) wahr ist, nutzt also nicht. Jedes zulässige Modell unserer Objektsprache wird einem Modell in unserer Metasprache korrespondieren, in dem (1) gilt, und die Interpretation von „x steht in R zu y“ wird die Interpretation von „x bezieht sich auf y“ festlegen. Dies wird jedoch nur eine Beziehung in jedem zulässigen Modell sein und gar nichts dazu beitragen, die Anzahl der zulässigen Modelle zu verringern! FieldVs: das ist freilich nicht, was Field beabsichtigt. Er behauptet (a) dass es eine bestimmte eindeutige Beziehung zwischen Wörtern und Dingen gibt, und (b) dass dies die Beziehung ist, die auch bei der Zuordnung eines Wahrheitwerts zu (1) als Bezugsrelation zu verwenden ist.
PutnamVsField: das lässt sich jedoch nicht unbedingt dadurch ausdrücken, dass man (1) einfach ausspricht, und es ist ein Rätsel, wie wir das, was Field sagen möchte, ausdrücken lernen könnten.
Field: eine bestimmte eindeutige Beziehung zwischen Wörtern und Gegenständen ist wahr.
PutnamVsField: wenn es so ist, dass (1) in dieser Auffassung wahr ist wodurch wird es dann wahr gemacht? Wodurch wird eine bestimmte Entsprechung R ausgesondert? Es hat den Anschein, als müsse der Umstand, dass R tatsächlich der Bezug ist, ein metaphysisch unerklärbares Faktum sein. (Also magische Theorie der Bezugnahme, als ob Bezugnahme den Dingen intrinsisch anhaftete). (Nicht zu verwechseln mit Kripkes „metaphysisch notwendiger“ Wahrheit)!
- - -
Putnam I 93
PutnamVsField: Wahrheit und Referenz sind keine kausal erklärenden Begriffe! Jedenfalls in einem gewissen Sinn: selbst wenn Boyds kausale Erklärungen des Erfolgs der Wissenschaft falsch sind, brauchen wir sie z.B. immer noch, um formale Logik zu treiben.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Verschiedene Vs Field, H. Field I 51
Unendlichkeit/Physik/Essay 4: selbst ohne "Teil von" Relation brauchen wir nicht wirklich den Endlichkeits Operator für Physik. VsField: viele haben mir vorgeworfen, daß ich jede Extension der Logik 1. Stufe brauche. Aber das ist nicht der Fall.
I 52
Ich nehme eher an, daß das Nominalisierungsprogramm (nominalization) noch nicht weit genug vorangetrieben worden ist, um sagen zu können, was die beste logische Basis ist. Letztlich werden wir nur wenige natürliche Mittel wählen, die über die Logik 1. Stufe hinausgehen, Möglichst solche, die der Platonist auch brauchen würde. Aber das können wir nur durch Ausprobieren erfahren.
I 73
Unverzichtbarkeits Argument/Logik/VsField: wenn mE in der Wissenschaft verzichtbar sein mögen, so sind sie es doch nicht in der Logik! Und Logik brauchen wir in der Wissenschaft. logische Folgebeziehung/Konsequenz/Field: wird normalerweise in Begriffen der Modelltheorie definiert: (Modelle sind mE, semantisch: ein Modell ist wahr oder nicht wahr.
Auch wenn man sie beweistheoretisch formuliert ("es gibt eine Ableitung", syntaktisch, bzw. beweisbar in einem System) braucht man mE bzw. abstrakte Objekte: willkürliche Zeichen Sequenzen von Symbol Tokens und deren willkürliche Sequenzen.
I 77
VsField: manche haben eingewendet, daß nur wenn wir eine Tarski Theorie der Wahrheit akzeptieren, wir mE in der Mathematik brauchen. FieldVsVs: das führte zum Mißverständnis, daß Mathematik ohne Tarskische Wahrheit keine epistemischen Probleme hätte.
Mathematik/Field: impliziert in der Tat selbst mE, (bloß, wir brauchen nicht immer Mathematik) und zwar ohne Hilfe des Wahrheitsbegriffs, z.B. daß es Primzahlen > 1000 gibt.
I 138
Logik der Teil-von-Relation/Field: hat kein vollständiges Beweisverfahren. VsField: wie können semantische Folgebeziehungen daraus dann von Nutzen sein?
Field: sicher, die Mittel, mit denen wir wissen können, daß etwas aus etwas anderem folgt, sind in einem Beweisverfahren kodifizierbar, und das scheint zu implizieren, daß kein Appell an irgend etwas Stärkeres als einen Beweis von praktischem Nutzen sein kann.
FieldVsVs: aber man braucht gar keinen epistemischen Zugang zu mehr als einem abzählbaren Teil davon anzunehmen.
I 182
Feldtheorie/FT/Relationalismus/Substantivalismus/einige AutorenVsField: begründen die Relevanz von Feldtheorien für den Streit zwischen S/R gerade umgekehrt: für sie machen FT es leicht, eine relationalistische Sicht zu begründen: (Putnam, 1981, Malament 1982): sie postulieren als Feld ein einziges riesiges (wegen der Unbegrenztheit physikalischer Kräfte) und einen korrespondierenden Teil davon für jede Region. Variante: das Feld existiert nicht an allen Orten! Aber alle Punkte im Feld sind nicht null.
FieldVsPutnam: ich glaube nicht, daß man auf Regionen verzichten kann.
- - -
Field II 351
Unbestimmtheit/Unentscheidbarkeit/Mengenlehre/ML/Zahlentheorie/ZT/Field: These: nicht nur in der ML auch in der ZT haben viele unentscheidbare Sätze keinen bestimmten WW. Viele VsField: 1. Wahrheit und Referenz sind im Grunde disquotational.
disquotationale Sicht/Field: wird manchmal so gesehen, als schlösse sie Unbestimmtheit für unsere gegenwärtige Sprache aus.
FieldVsVs: das ist nicht so :>Kapitel 10 zeigte das.
VsField: selbst wenn es Unbestimmtheit in unserer gegenwärtigen (current) Sprache auch für den Disquotationalismus gibt, sind die Argumente für sie aus dieser Perspektive weniger überzeugend.
Bsp die Frage nach der Mächtigkeit des Kontinuums ((s) ist unentscheidbar für uns, die Antwort könnte aber (aus objektivistischer Sicht (FieldVs)) einen bestimmten WW haben.
Unbestimmtheit/ML/ZT/Field: in jüngster Zeit haben einige namhafte Philosophen Argumente für eine Unmöglichkeit jeglicher Unbestimmtheit in ML und ZT hervorgebracht, die mit dem Disquotationalismus nichts zu tun haben: Zwei Varianten:
1. Angenommen, ML und ZT sind in voller Logik 2. Stufe (d.h. Logik 2. Stufe, die modelltheoretisch verstanden wird, mit der Forderung, daß jede legitime Interpretation
Def „voll“ ist in dem Sinne, daß die Quantoren 2. Stufe über alle Teilmengen des Bereichs der Quantoren 1 Stufe gehen.
2. Angenommen, ZT und ML seien in einer Variante der vollen Logik 2. Stufe formuliert, die wir „volle schematische Logik 1. Stufe“ nennen könnten.
- - -
II 354
volle schematische Logik 1. Stufe/LavineVsField: bestreitet, daß sie eine Teiltheorie der (nichtschematischen!) Logik 2. Stufe ist. Field: wir vergessen jetzt lieber die Logik 2. Stufe zugunsten der vollen schematischen Theorien. Dabei bleiben wir ei der ZT um Komplikationen zu vermeiden. Wir nehmen an, daß die Bestimmtheit der ZT nicht in Frage steht, außer was den Gebrauch von vollen Schemata anbetrifft.





Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPutnam Putnam Vs Fodor, J.
 
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Pauen V 228
Bedeutung/VsFodor: es ist nicht sicher, ob Fodor hier eine hinreichende Bedingung für die Entstehung von Bedeutung geliefert hat. Bsp man könnte nach Fodor künstliche Hühnereier als asymmetrisch abhängig von der Produktion echter Hühnereier durch Hühner ansehen. Dennoch wird man solche Eier nicht als Repräsentation von Hühnern auffassen, obwohl letztere die asymmetrisch wirksamen "Ursachen" für die Entstehung von Hühnereiern darstellen.
V 229
Bedeutung/PutnamVsFodor/Pauen: es ist außerdem unklar, ob die asymmetrische Abhängigkeit von Referenten einer mentalen Repräsentation notwendig ist. Bsp Supermilliardär: hier hängt die Bedeutung nicht vom Zusammentreffen mit echten Exemplaren ab.
Bsp Einhorn: kann gar keine "ursprüngliche Ursache" unserer Gedanken sein.
Das Verhältnis ist viel komplexer als es bei Fodor mit der quasi Eins zu Eins Gegenüberstellung angenommen wird. Es geht um die ganze Sprachpraxis unserer Vorfahren.
Weiteres Problem: es muss ausgeschlossen werden, dass die ursprünglichen Verursachungen von z.B. Löwen Kinderbücher oder Fernsehröhren sind.
- - -
Putnam III 56 ff
Abhängigkeit/Referenz/Mögliche Welt/MöWe/PutnamVsFodor: existiert die Beziehung wirklich und ist sie asymmetrisch? In der Terminologie der Semantik möglicher Welten besagt dieser Gedanke, dass die " nächstliegenden möglichen Welten " in denen Katzen keine solchen Äußerungen auslösen, mögliche Welten sind, in denen sich das Wort " Katze " auf etwas ganz anderes bezieht.(mögliche Welten nicht wirkliche Welten, sondern hypothetische Situationen).
III 57
Das würde zeigen, dass die Abhängigkeitsbeziehung wirklich besteht, und das Gesetz wonach die Äußerungen von Bildern ausgelöst werden, abhängig ist von dem Gesetz dass Katzen die Äußerungen auslösen. Doch es genügt nicht, um zu zeigen, dass sie asymmetrisch ist. Dafür müsste der Nachweis erbracht werden: wenn nicht Bilder, dann auch keine Katzen als Auslöser. Fodor hält das für offensichtlich, aber ist es das wirklich?
VsFodor: Wäre es nicht vernünftig anzunehmen, dass es sich bei den nächstliegenden möglichen Welten, in denen es kein "Gesetz" ist, dass Bilder Auslöser sind, um mögliche Welten handelt, in denen die meisten Leute keine Ahnung haben wie Katzen überhaupt aussehen!?
Wenn diese den nächstliegenden möglichen Welten sind, in denen Bilder keine auslösen, dann wäre es der Fall das wenn Bilder keine Äußerungen auslösen, Katzen ebenfalls keine auslösen würden, und dann wäre die Abhängigkeit Beziehung symmetrisch!
FodorVsVs: mögliche Entgegung: einfach "intuitive" Einsicht. Es könnte sich Umwelten handeln, in denen Menschen blind sind.
III 58
VsFodor: das leuchtet aber nicht ein. Er könnte besser sagen, dass die Zeichen manchmal ausgelöst würden. Dann könnte man wiederum einwenden, dass die These zu schwach sei. Man würde wohl sagen, der Satz könne zutreffen, sei aber nicht "gesetzesartig". "Gesetzesartig"/Fodor: ist ein undefinierter Grundbegriff in Fodors Metaphysik. Nicht eine Eigenschaft von Sätzen, sondern eine Beziehung zwischen Universalien. Auf diese Weise wehrt er den Einwand ab, durch den Gebrauch dieses Begriffs werde ein selbst schon intentionaler Begriff zum Einsatz gebracht. (Putnam: ist wahrscheinlich doch intentional).
III 59
Fodor: selbst wenn die normale Leute dort keine Ahnung hätten, wie Katzen aussehen, gäbe es aber sicher Biologen und sonstige Spezialisten, die trotzdem wüssten, wie Katzen aussehen. PutnamVs: zumindest für natürliche Arten folgt nicht unbedingt, dass es der Theorie gelingt, notwendige und hinreichende Bedingungen der Bezugnahme anzugeben.

Die Theorie scheitert sogar völlig, wenn es um Extensionen durch eine analytische Definition mit notwendigen und hinreichenden Bedingungen geht.
III 60
Bsp " Supermilliardär " Personen deren Vermögen zumindest 100 Milliarden Mark beträgt. Es könnte sein, dass es kein einziges Beispiel für die Auslösung einer solchen Äußerungen gibt. Fodor könnte er sagen, die Zeichen würden ausgelöst, wenn die Leute über alle relevanten Fakten Bescheid wüssten. Aber was eigentlich ein relevantes Faktum ist, hängt von der Bedeutung des jeweils betrachteten Wortes ab. Das Wort ist bereits interpretiert! Allwissenheit ist nicht nur ein nichtwirklicher Sachverhalt, sondern ein unmöglicher!
FodorVsVs: könnte sagen, dass seine Theorie gar nicht für Wörter gilt, die analytische Definitionen aufweisen.
III 61
Aber gerade Fodors Theorie ist antihermeneutisch, er bestreitet die Anschauung, der Bezug eines Wortes lasse sich nicht isoliert bestimmen. Hermeneutik/PutnamVsFodor: nach hermeneutischer Ansicht, kann es so etwas wie notwendige und hinreichende Bedingungen für die Bezugnahme eines Wortes auf einzelne x gar nicht geben! Bestenfalls können wir Adäquatheitskriterien von Übersetzungsschemata erhoffen.(FodorVs).
FodorVsVs: seiner Ansicht nach führt das zum "Bedeutungsholismus" der seinerseits den "Bedeutungsnihilismus" nach sich ziehe, und damit die Leugnung der Möglichkeit einer "speziellen Wissenschaft" der Linguistik.
III 62
FodorVsVs: könnte erwidern, eigentlich solle die Theorie gar nicht auf natürliche Sprachen zutreffen, sondern auf seine hypothetische, angeborene Denksprache "Mentalesisch". PutnamVsFodor: auf jeden Fall scheitert Fodors Theorie auch bei anderen Wörtern: Bsp Hexe. Vielleicht ist es analytisch, dass echte Hexen Zauberkräfte besitzen und weiblichen Geschlechts sind. Aber keine notwendigen und hinreichenden Bedingungen für Hexe. Es gibt auch gute Hexen.
III 63
Ein Hexen Gesetz (siehe oben) wäre falsch. Es gibt nämlich überhaupt keine Hexen, die Äußerungen auslösen können.
III 67 ff
Ursache/Kausalität/PutnamVsFodor :verwendet den Begriff der Verursachung sehr ungezwungen.
III 68
Putnam: der normalsprachliche Begriff der Ursache ist kontextgebunden und interessenabhängig. Der von Fodor verwendete Ursachenbegriff ist nicht der verhältnismäßig stärker kontextunabhängige Begriff der Mitursache, sondern der kontextempfindliche und interessenrelative Begriff der Alltagssprache.
Nach Fodor ist dann das Vorhandensein einer Katze eine Mitursache für Äußerungen.
III 69
PutnamVsFodor: nun, dann ist auch früheres Verhalten vergangener Generationen (ganz zu schweigen von Vertretern starker Dialekte) ebenfalls eine Mitursache.
III 70
FodorVsPutnam: das ist sicher nicht Fodors Kausalität. Alle seine Beispiele möchten einfach den alltagssprachlichen Begriff als undefinierten Basisbegriff zu Grunde legen. PutnamVsFodor: das Seltsame daran ist, dass dieser interessenrelativ ist. Wie wir ihn verwenden, hängt davon ab, welche Alternativen wir für alle Relevanten halten. (Intentionalität).
III 71
Kontrafaktische Konditionalsätze/KoKo/Fodor: geht davon aus, sie hätten feststehende Wahrheitswerte. PutnamVsFodor: KoKo haben keine feststehenden Wahrheitswerte (WW).
III 73
Mögliche Welten/MöWe/Putnam: wir können dann "nähere" Welten diejenigen nennen, die wir für relevanter halten, wenn es um die Bestimmung des Wahrheitswertes des Konditionalsatzes geht.
III 74
FodorVs: könnte erwidern, dass damit der Physik eine Sonderstellung gegenüber den Spezialwissenschaften eingeräumt würde.. PutnamVsFodor: man könnte dann erwidern, die Gesetze der Spezialwissenschaften seien genauso unproblematisch wie die der Physik.
FodorVsVs: aber das funktioniert nicht so recht: Bsp "Kaffee, Zuckerwürfel": es könnte heißen, dass dieses Stück Zucker irgendwie "nicht normal" ist.
III 78
Reduktionismus/PutnamVsFodor: Fodor scheitert bei der Zurückführung, weil es ihm nicht gelingt, die Bezugnahme mit Hilfe dieser Begriffe (Gesetz, kontrafaktische Konditionalsätze und Kausalität) zu definieren.
III 79/80
PutnamVsFodor: daraus, dass eine Aussage nicht ausdrücklich von etwas Geistigem handelt, folgt nicht, dass sich keine Voraussetzung dieser Aussage auf unsere kognitiven Interessen bezieht. Kausalität/Putnam: der Kausalitätsbegriff hat eine kognitive Dimension, selbst wenn er über unbelebte Gegenstände gebraucht wird.
- - -
Putnam I 269
Bedeutung/PutnamVsFodor: macht eigentlich den gleichen Fehler wie Saussure und Derrida: dass Bedeutungsgleichheit strenggenommen nur in dem unmöglichen Fall sinnvoll ist, in dem zwei Sprachen oder Texte isomorph sind!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Pau I
M. Pauen
Grundprobleme der Philosophie des Geistes Frankfurt 2001
VsPutnam Dennett Vs Funktionalismus
 
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II 87
Funktionalismus/Dennett: im Alltag verbreitet. Grundidee: Bsp "Edel ist, wer edel handelt", "Nicht das, woraus er besteht, macht einen Geist, (oder eine Überzeugung, einen Schmerz, eine Angst) aus, sondern das, was er tun kann." Im üblichen Sprachgebrauch des Funktionalismus erlauben solche nach ihrer Funktion definierte Entitäten multiple Realisationen. Warum läßt sich ein künstlicher Geist nicht wie ein künstliches Herz mit fast jedem Material verwirklichen?
II 88
DennettVsFunktionalismus: er abstrahiert ganz bewußt von den schwer durchschaubaren Einzelheiten der Leistung und konzentriert sich auf die Arbeit, die tatsächlich geleistet wird. Aber er vereinfacht zu stark.
II 95
Informationsverarbeitung/DennettVsFunktionalismus: eines war immer klar: sobald es in einem Informationssystem Wandler und Effektoren gibt, verschwindet seine "Medienneutralität" oder multiple Realisation. (VsPutnam, VsTuring). Bsp Um Licht aufzunehmen, braucht man etwas Lichtempfindliches. Bsp Steuerungen für Schiffe oder Fabriken sind medienneutral, solange sie ihre Aufgabe in der zur Verfügung stehenden Zeit erfüllen.
Für das Nervensystem gilt aber, daß viel weniger Zeit zur Verfügung steht. Die Realisierung des Nervensystems ist nicht medienneutral.
Und zwar nicht, weil sie eine bestimmte Aura eines bestimmten Materials oder des Lebendigen haben müßten, sondern weil es in der Evolution als zentrales Steuerungssystem von Lebewesen entstanden ist, die bereits überreichlich mit sehr dezentralen Steuerungssystemen ausgestattet waren.
Die neuen Systeme mußten oberhalb von ihnen, aber in sehr enger Zusammenarbeit mit ihnen eingerichtet werden. Es entstand eine astronomische Zahl von Umwandlungsstellen.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999
VsPutnam Rorty Vs Habermas, J.
 
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Richard Rorty
Brendel I 133
Rechtfertigung/Rorty/Brendel: These: Wahrheit ist nicht ihr Ziel. Das ginge von einer falschen Trennung von Wahrheit und Rechtfertigung aus. Es gibt auch nicht die eindeutige wissenschaftliche Methode, die zur Wahrheit führt. epistemische Rechtfertigung: kann viele Ziele haben.
I 134
Korrespondenz/RortyVsKorrespondenztheorie/Rorty/Brendel: daher gibt es auch keine Korrespondenz zwischen Aussagen und unabhängiger Wirklichkeit. Wahrheit/RortyVsPutnam: ist auch nicht idealisierte rationale Akzeptierbarkeit.
Realität/PutnamVsRorty: es gibt eine bewußtseinsunabhängige Realität.
Wahrheit/Peirce/Rorty/Brendel: beide: These: es gibt keine prinzipiell unerfahrbaren Wahrheiten.
Realität/PeirceVsRorty: es gibt eine bewußtseinsunabhängige Realität.
Wahrheit/Peirce/Brendel: wird durch den Konsens einer idealen Forschergemeinschaft erlangt.
Konvergenz/Peirce/Brendel: These: es gibt eine Konvergenz der Forschung. Die entsprechende wahre Überzeugung drückt tatsächlich bestehende SV aus. (Habermas dito).
Konvergenz/RortyVsPeirce: gibt es nicht und damit auch keine universell gültigen Überzeugungen einer idealen Forschergemeinschaft.
I 135
RortyVsHabermas: dito. Kommunikation/RortyVsHabermas/Rorty/Brendel: ist kein Streben nach universell gültigen Aussagen. These: es gibt keinen prinzipiellen Unterschied zwischen kooperativer Suche nach Wahrheit und dem Verfolgen von Gruppeninteressen.
- - -
Rorty II 50
RortyVsHabermas: klingt so, als habe er die metaphysische Position übernommen, als ob alle alternativen Kandidaten für Glauben und Begehren bereits vorhanden sind und einzig sichergestellt werden muss, dass sie frei ausdiskutiert werden können. Ahistorisch universalistischer »Transzendentalismus«.
II 29
französische Philosophie/HabermasVsFranzosen: »das Vexierspiel jener Verdoppelungen: ein Erschöpfungssymptom«. RortyVsHabermas: vielmehr Zeichen von Vitalität. Ich lese Heidegger und Nietzsche als gute private Philosophen,
Habermas liest sie als schlechte Öffentliche. Er behandelt sie so, als zählten sie auf das ab, was er »universelle Gültigkeit« nennt.
II 43
Prinzip/Gültigkeit/Geltung/RortyVsHabermas: die Frage der »inneren Gültigkeit« der Prinzipien wird sich nicht stellen. Vor allem nicht, ob es sich um »universell gültige« handelt. Das einzige, was eine Gesellschaft davor bewahrt, die institutionalisierte Demütigung der Schwachen selbstverständlich zu finden, ist eine detaillierte Beschreibung dieser Demütigungen. Solche Beschreibungen werden von Journalisten, Anthropologen, Soziologen, Romanautoren, Dramatikern, Filmemachern und Malern gegeben.
II 94
Habermas/Rorty: unterscheidet zwischen einem strategischen und einem genuin kommunikativen Gebrauch von Sprache. Skala von Vertrauensgraden.
II 94/95
Rorty: wenn wir aufhören, Vernunft als eine Autoritätsquelle zu deuten, löst sich die platonische und Kantische Dichotomie zwischen Vernunft und Gefühl auf.
II 96
RortyVsHabermas: die Idee des »besseren Arguments« ist nur sinnvoll, wenn man eine natürliche, transkulturelle Relevanzbeziehung ausfindig machen kann.
III 113
Foucault/Rorty: die Gesellschaft verweigert den Raum für Selbsterschaffung und private Projekte. (VsHabermas).
III 119
RortyVsHabermas: Habermas hat mehr Angst vor einem »romantischen Umsturz« wie die Hitlers und Maos ihn vorgeführt haben, als vor der erstickenden Wirkung, die verkrustete Gesellschaften haben können. Er hat mehr Angst vor der Autonomie als vor dem, was Foucault »Biomacht« der Experten nannte.
III 120
RortyVsHabermas: ich bin sehr misstrauisch gegenüber der Idee einer »universellen Geltung« (Metaphysik). Dieser Anspruch ist nicht mehr glaubwürdig, wenn man von der »Kontingenz der Sprache« überzeugt ist.
III 231
Selbst/Literatur/Angemessenheit/RortyVsHabermas: für ihn ist das ganz traditionelle Bild des Selbst mit seinen drei Sphären: dem Kognitiven, dem Moralischen und dem Ästhetischen von zentraler Bedeutung. Diese Einteilung führt dazu, dass er Literatur als eine "Sache des angemessenen Ausdrucks von Gefühlen" und Literaturkritik als "Geschmacksurteil" ansieht.
III 232
Rorty: wenn wir diese Einteilung aufgeben, werden wir nicht mehr Fragen stellen wie: "Will dieses Buch Wahrheit oder Schönheit fördern?" "Will es richtiges Verhalten oder Vergnügen fördern?" und statt dessen fragen: "Welchem Zweck dient das Buch?"
- - -
V 9
Welt/Sprache/RortyVsHabermas: Vs Forderung, die welterschließende (poetische) Kraft der Sprache (Heidegger, Foucault) müsse der innerweltlichen Praxis untergeordnet werden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsPutnam Putnam Vs Harman, G.
 
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Horwich I 421
Wahrheit/HarmanVsPutnam: sie ist nicht bloß idealisierte rationale Akzeptierbarkeit. Sie involviert eine Relation zwischen einer Bemerkung oder einem Gedanken und der Weise, wie die Dinge in der Welt sind.
Putnam/Harman: hat recht, wenn er den entscheidenden Punkt mit einer Festlegung auf die Lokalisierung aller Tatsachen in einer Welt gleichsetzt.
Harman: weil ich annehme These es gibt eine einzige eindeutige kausale physikalische Ordnung, stellen sich mir folgende Fragen: „Was ist der Ort des Geistes in der physikalischen Welt?“ Was ist die Stelle von Werten in der Welt der Tatsachen?“ Ich glaube, dass es ein ernster philosophischer Fehler ist zu glauben, wir könnten diese Fragen vermeiden.
PutnamVsHarman: eine Position wie Harmans führt zu zwei unplausiblen Konklusionen:
1. Identitäts These von Körper und Geist. (HarmanVs! Ich glaube aber nicht, dass er aus der Annahme einer einzigen Kausalordnung folgt, eher zum Funktionalismus, den Putnam selbst vertrat)
2. moralischer Relativismus. (Harman pro! Daran ist nichts Problematisches).
I 428
Wahrheit/HarmanVsPutnam: ich denke nicht, dass er es als gutes Argument für die Konklusion ansehen würde, dass Wahrheit dasselbe wie Konsistenz sei: Problem: dann zeigt sein Argument aber nicht, dass Wahrheit eine Idealisierung rationaler Akzeptierbarkeit ist.
I 434
Kompetenz/Chomsky/Putnam: (Chomsky Syntactic Structures) versprach uns, dass es eine normale Form für Grammatiken und eine mathematische Einfachheitsfunktion geben würde, die all das präzise erklären würde. Dabei müsste man verschiedene Beschreibungen der Sprecherkompetenz betrachten, die in Normal Form gegeben sind, und die Einfachheit jeder Beschreibung messen, (durch die mathematische Funktion) um die einfachste zu finden. Diese wäre dann „die“ Beschreibung der Sprecherkompetenz. Putnam: eigentlich schuldet uns Chomsky auch noch eine mathematische Funktion, mit der man die „Güte“ mißt, mit der die Kompetenzbeschreibung mit der aktualen Performanz zusammenpaßt.
Chomsky/Putnam: die Idee der Mathematisierung hat man seither aufgegeben. Zur Zeit ruht die Idee, dass die Sprecherkompetenz durch eine Idealisierung des aktualen Sprecherverhaltens gegeben werden könnte, auf einem intuitiven Begriff einer „besten Idealisierung“ oder „besten Erklärung“.
Rechtfertigung/PutnamVsChomskyPutnamVsHarman: anzunehmen, dass der Begriff der Rechtfertigung physikalistisch gemacht werden könnte durch Identifikation mit dem, was Leute gemäß der Beschreibung ihrer Kompetenz sagen sollten, ist absurd.
I 435
Harman/Putnam: würde aber doch sagen, dass es ein Unterschied ist, ob man fragt, ob die Erde vielleicht erst vor ein paar tausend Jahren entstand,
I 436
oder ob man etwas Moralisches fragt, weil es dort keine physikalischen Tatsachen gibt, die darüber entscheiden. PutnamVsHarman: wenn der mR mit Harman (und mit Mackie) brechen muss, dann ist die ganze Begründung der Unterscheidung Tatsachen/Werte beschädigt.
Interpretation/Erklärung/Putnam: unsere Ideen der Interpretation, Erklärung usw. kommen genauso tief aus menschlichen Bedürfnissen wie ethische Werte.
Putnam: dann könnte ein Kritiker von mir sagen, (auch wenn er mR bleibt): „Also gut, dann sind Erklärung, Interpretation und Ethik im selben Boot“ („Companions in Guilt“ Argument).
Putnam: und genau da wollte ich ihn haben! Das war mein Hauptanliegen in „Vernunft Wahrheit und Geschichte“. (Putnam These Erklärung, Interpretation und Ethik sind nicht im selben Boot“ (companions in guilt“ Argument, Mitgefangen mitgehangen Argument: bei teilweisem Relativismus droht der totale Relativismus. PutnamVsHarman).
Relativismus/Putnam: es gibt keinen rationalen Grund ethischen Relativismus zu unterstützen, aber nicht gleichzeitig totalen Relativismus.
Referenz/Harman/Putnam: Harmans Antwort ist, dass die Welt eine eindeutige Kausalordnung hat.
I 437
PutnamVsHarman: das hilft aber nicht: wenn meine linguistische Kompetenz durch E1, E2...verursacht wird, dann ist es wahr, dass sie von E*1, E*2... verursacht* wurde, wobei * die korrespondierende Entität in einem Nicht Standard Modell bezeichnet. ((s) >Löwenheim), Problem: wieso ist Referenz dann durch Verursachung und nicht durch Verursachung* festgelegt?
Referenz/Phyiskalismus/Putnam: die einzige Antwort, die er geben könnte wäre: „weil es die Natur der Referenz ist“. Das hieße, dass die Natur selbst Objekte herausgreift und sie in Korrespondenz zu unseren Wörtern stellt.
David Lewis/Putnam: hat etwas ähnliches vorgeschlagen:…+…

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Davidson Vs Kausaltheorie
 
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II 185
Externalismus: mögliche Mißverständnisse. Weder Davidsons Externalismus noch seine Charakterisierung okasioneller W-Äquivalenzen verpflichten ihn auf eine Kausaltheorie der Referenz, wie sie z.b. von Kripke, Putnam und Devitt vertreten wird. Bei jenen hängt erfolgreiche Referenz davon ab, ob Gegenstand und Äußerung des Wortes durch die richtige Kausalkette verbunden sind. Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie.
Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation. >Lager.
Putnam/Kripke: Kausaltheorie: richtige Verknüpfung Wort/Gegenstand - DavdisonVsPutnam: Interpretation ganzer Sätze

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsPutnam Skeptizismus Vs Kausaltheorie
 
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Brendel I 284
„alles anders“/GIT/Referenz/Wahrheit/Putnam/BrendelVsPutnam/Brendel: dass Gehirne im Tank auch nicht wahrerweise sagen könnten Bsp „Vielleicht ist ja alles ganz anders als wir glauben“ ist alles andere als klar. Selbst wenn man die Kausaltheorie der Referenz zugrundelegt. SkeptizismusVsKausaltheorie/Brendel: könnte entgegnen, dass es ihm gar nicht um Gehirne und Tanks ginge, sondern, um die Möglichkeit, dass die Welt generell anders sein könnte.

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsPutnam Williams, M. Vs Kohärenztheorie
 
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Horwich I 488
Kohärenztheorie/M Williams: hat mit dem Skeptizismus zu tun. These sagt, dass die Analyse von Wahrheit in nicht epistemischen Begriffen diese unzugänglich macht. M. Williams: wenn das stimmte, würde Disquotationalismus, aber auch reichere Korrespondenztheorie ausgeschlossen.
I 489
Wahrheit/Rechtfertigung/Akzeptierbarkeit/Arthur Fine: wenn man sieht, dass der realistische W Begriff eine Lücke schafft, die den epistemischen Zugang ((s) Rechtfertigung) immer außerhalb der Reichweite hält, könnte man versucht sein, Wahrheit in epistemischen Begriffen neu zu definieren, um ihn buchstäblich zugänglich zu machen. M. WilliamsVs: als epistemische These kann der Skeptizismus überhaupt nur unter skeptischen Prämissen abgeleitet werden!
Wahrheit/Skeptizismus/M. Williams: kein Begriff der Wahrheit macht diese von sich aus unzugänglich: man braucht immer epistemische Prämissen!
Lücke/M. Williams: die Lücke die Fine meint, ist wahrscheinlich: selbst die am besten gerechtfertigte Überzeugungen kann falsch sein.
M. WilliamsVs: dennoch, warum sollte das zum radikalen Skeptizismus führen? ((s) Jede kann, aber nicht alle können falsch sein).
Korrespondenztheorie/Skeptizismus/M. Williams: kombiniert mit einem cartesianische Dualismus führt sie zum Skeptizismus.
Wenn Repräsentationen aber nur mit anderen Repräsentationen verglichen werden können, führt das zur Kohärenztheorie ((s) Berkeley> Kohärenztheorie).
Korrespondenztheorie/M. Williams: moderne Form: tendiert zum Naturalismus und Physikalismus, indem sie Referenz mit einer Kausalrelation identifiziert. (Kausaltheorie der Referenz).
I 490
Korrespondenztheorie: argumentiert mit der Unmöglichkeit einer Alternative. Das tut die Kohärenztheorie ebenfalls! M. Williams: beide beantworten die Frage nicht: warum sollte man sich nicht lieber mit dem Deflationismus zufrieden geben?
Deflationismus/M. Williams: kann viele der Kritikpunkte der KorrespondenztheorieVsKohärenztheorie teilen und umgekehrt. Weil er weder die Idee von Wahrheit als Korrespondenz ausgestaltet noch zeigt, dass Wahrheit eine epistemische Eigenschaft wäre.
I 495
Korrespondenztheorie/Putnam/M. Williams: Putnam: weil die Wahrheit unserer Überzeugungen den Erfolg erklärt, kann eine KT erklären,
I 496
was der Beitrag des Sprachverhaltens zum Erfolg des Gesamtverhaltens ist. Wahrheit/Erklärung: erklärt der Erfolg so:
(i) wenn wir wahre Überzeugungen über unsere Ziele haben, werden wir sie im allgemeinen erreichen.
(ii) Wir haben wahre Überzeugungen darüber, wie wir unsere Ziele erreichen
(iii) Wir erreichen im allgemeinen unserer Ziele.
Horwich: gibt zu, dass Wahrheit hier tatsächlich eine erklärende Rolle hat. Putnam hätte recht, wenn es keine alternative Erklärung gäbe.
VsPutnam/VsKorrespondenztheorie: dennoch gibt es keine offensichtliche Verbindung zwischen seinem Argument und einer physikalistischen KT:
Wahrheit/Gesetz/M. Williams: man kann Putnams Argument retten, wenn man annimmt, dass (i) eine Verallgemeinerung involviert, die vielleicht sogar gesetzesartig ist.
BoydVsPutnam: wünscht dagegen nicht, dass Wahrheit in irgendwelchen Gesetzen vorkommt. ((s) Die Theorie erklärt den Erfolg genauso wie die Wahrheit der Theorie. Stattdessen könnten die Theorien einfach aufgelistet werden. - Vs: das ginge nur ohne Verallgemeinerung.)
M. Williams: ich glaube nicht, dass (i) ein Gesetz ist. Schon deshalb, weil es keine wirklich empirische Position ist.
Überzeugung/Inhalt/Wahrheit/Davidson: ihren Inhalt zu bestimmen, ist nicht unabhängig davon, unserem allgemeinen Verhalten einen Sinn zu geben und daher müssen die meisten wahr sein.
Ad (i): ist dann kein empirisches Gesetz sondern eine Reflexion einer Interpretationsbedingung.
I 497
Korrespondenztheorie/Putnam: es ist nicht die Erklärung unseres Erfolgs die selbst für sich die KT motiviert, sondern Überlegung zu Prämisse (ii): dass die meisten Überzeugungen wahr sind.
Überzeugung/PutnamVsDavidson: dass die meisten wahr sind, wird nicht durch die Methodologie der Interpretation garantiert, weil der Vorrat an Überzeugungen ständig wechselt. Daher können wir (ii) nur dann einen Sinn geben, wenn wir die Verläßlichkeit des Lernens erklären und das kann nur der Realismus.
Kausaltheorie/Korrespondenz/Putnam: der Verläßlichkeit des Lernens: würde uns als verläßliche Signalgeber darstellen. Was würde die WT beitragen? Sie teilt mit, dass der Satz wahr ist gdw. der Zustand besteht. Das ist die Korrespondenz, die in der Kausaltheorie involviert ist, sie ist genau die Korrespondenz die durch die W Def aufgestellt wird.
Deflationismus/Korrespondenz/M. Williams: ihm ist diese minimale Korrespondenz auch verfügbar. D.h. Putnams Argument garantiert keine physikalische Korrespondenz oder eine andere substantielle Theorie.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Williams, M. Vs Korrespondenztheorie
 
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Horwich I 487
Deflationismus/M. Williams: (pro) sollten wir aber nicht Theorie sondern Sichtweise nennen. Er ist interessant, nicht weil er uns Neues sagt, sondern weil er bestreitet, dass man etwas darüber hinausgehendes braucht. (VsKorrepsondenztheorie, VsKohärenztheorie).
I 488
Frage: was könnte eine substantielle WT (die über den Deflationismus hinausgeht) sagen, das der Deflationismus nicht kann? KorrespondenztheorieVsKohärenztheorie/M.Williams: appelliert an „Intuition“, was kein hilfreicher Begriff ist. (Auch KorrespondenztheorieVsPragmatismus).
„Intuition“: soll hier sein, dass sogar ideal gerechtfertigte Überzeugungen falsch sein können. ((s) Wobei der Begriff „ideal“ starr gehalten wird.)
Korrespondenztheorie: schließt sich dann an den Realismus an, indem sie sagt, dass Wahrheit nichts mit Rechtfertigung oder Akzeptierbarkeit zu tun hat, sondern mit einer nicht epistemischen Relation zur Welt. ((s) Bsp Verursachung).
M.WilliamsVs: wenn es so wäre: selbst wenn alle Philosophen diese Intuition teilten, warum sollte es mehr sein als ein kulturelles Vorurteil zugunsten der Korrespondenztheorie?
Def epistemisch/(s): Bsp Rechtfertigung, Akzeptierbarkeit. Statt z.B. Verursachung.
M.WilliamsVsKorrespondenztheorie: die Intuition gegen epistemischen Zugang zur Wahrheit ist nicht automatisch ein Argument für die Korrespondenztheorie. Bestenfalls schließt sie eine Identifikation von Wahrheit mit einer epistemischen Eigenschaft aus. Damit wird sie akzeptierbar für den Deflationismus, der diese Identifikation auch nicht macht.
Disquotationalismus//M.Williams: das zeigt, dass sogar disquotationale Wahrheit „realistisch“ ist. D.h. Wahrheit ist keine epistemische Eigenschaft (Rechtfertigung oder Akzeptierbarkeit, M. WilliamsVsPutnam), genauso wenig wie in einer ausgewachsenen Korrespondenztheorie.
Jemand der glaubt, dass Wahrheit epistemisch sein muss, kann den Disquotationalismus als einen „minimalen Realismus“ ansehen.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Lewis Vs Kripke, Saul A.
 
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V 251/252
Ereignis/Kennzeichnung/Beschreiben/Benennen/Lewis: wird meist durch akzidentelle Eigenschaften spezifiziert. Auch wenn es sogar klar ist, was es bedeutete ,es durch sein Wesen zu spezifizieren. Ein Ereignis trifft z.B. auf eine Kennzeichnung zu, hätte sich aber auch ereignen können, ohne auf die Beschreibung zuzutreffen.
Def Ereignis/Lewis: ist eine Klasse, die aus einer Region dieser Welt zusammen mit verschiedenen Regionen von anderen möglichen Welten (MöWe) besteht, in denen sich das Ereignis hätte ereignen können. (Weil Ereignisse immer kontingent sind).
Was der Beschreibung in einer Region entspricht, entspricht ihr nicht in einer anderen Region (einer anderen MöWe).
Man kann nie ein vollständiges Inventar der möglichen Beschreibungen (Kennzeichnungen) eines Ereignisses erreichen.
1. künstliche Beschreibung: Bsp "das Ereignis, das im Urknall besteht wenn Essendon das Endspiel gewinnt, aber die Geburt von Calvin Coolidge, wenn nicht". "p > q, sonst r".
2. teils durch Ursache oder Wirkungen
3. durch Referenz auf den Ort in einem System von Konventionen Bsp Unterschreiben des Schecks
4. Vermischung von wesentlichen und akzidentellen Elementen: Singen, während Rom brennt. Bsp Tripel Eigenschaft, Zeit, Individuum, (s.o.).
5. Spezifikation durch einen Zeitpunkt, obwohl das Ereignis auch früher oder später hätte vorkommen können
6. obwohl Individuen wesentlich involviert sein können, können akzidentell zugehörige Individuen herausgehoben werden.
7. es kann sein, dass ein reiches Wesen eines Ereignisses darin besteht, zu schlendern, aber ein weniger fragiles (beschreibungsabhängiges) Ereignis könnte lediglich akzidentell ein Schlendern sein. (s) Und es kann unklar bleiben, ob das Ereignis nun wesentlich durch Schlendern charakterisiert ist.
8. ein Ereignis, das ein Individuum wesentlich involviert, mag gleichzeitig akzidentell ein anderes Involvieren: Bsp ein bestimmter Soldat, der zufällig zu einer bestimmten Armee gehört, Das entsprechende Ereignis kann nicht in Regionen vorkommen, wo es kein Gegenstück zu diesem Soldat gibt, wohl aber, wenn es ein GS von dem Soldaten gibt, dieses aber zu einer anderen Armee gehört.
V 253
Dann wird die Armee akzidentell involviert, über die Weise ihres Soldaten. 9. Wärme: nichtstarrer Designator (nonrigid): (LewisVsKripke):
nicht starr: was immer diese Rolle hat: was immer die und die Manifestation hervorbringt.
Bsp Wärme hätte auch etwas anderes als Molekülbewegung sein können.
Lewis: in einer MöWe, wo Wärmefluss die entsprechenden Manifestationen hervorbringt, sind heiße Dinge solche, die eine Menge Wärmefluss haben.
- - -
Schwarz I 55
Wesen/Kontextabhängigkeit/LewisVsKripke/SchwarzVsKripke: in bestimmen Kontexten können wir durchaus fragen, Bsp wie es wäre, wenn wir andere Eltern gehabt hätten oder einer anderen Art angehörten. Bsp Statue/Ton: Angenommen, Statue und Ton existieren beide genau gleich lang. Sollen wir dann sagen, dass sie es trotz ihrer materiellen Natur schaffen, stets zu selben Zeit am selben Ort zu sein? Sollen wir sagen, dass beide gleich vie wiegen, aber zusammen nicht doppelt?
Problem: wenn man sagt, dass die beiden identisch sind, bekommt man Ärger mit den modalen Eigenschaften: Bsp das Stück Lehm hätte auch ganz anders geformt sein können, die Statue aber nicht – umgekehrt:
I 56
Bsp die Staute hätte aus Gold bestehen können, aber der Ton hätte nicht aus Gold bestehen können. Gegenstück Theorie/GT/Identität: Lösung: die relevante Ähnlichkeitsrelation hängt davon ab, wie wir auf das Ding Bezug nehmen, als Statue oder als Lehm.
Gegenstück Relation: Kann (anders als Identität) nicht nur vage und variabel, sondern auch asymmetrisch und intransitiv sein. (1968,28f): Das ist die Lösung für
Def Chisholms Paradox/Schwarz: (Chisholm, 1967): Bsp Angenommen, Kripke könnte unmöglich ein Rührei sein. Aber sicher könnte er ein wenig rühreiartiger sein, wenn er ein wenige kleiner und gelber wäre! Und wäre er ein bisschen mehr so, dann könnte er auch noch mehr so sein. Und es wäre seltsam, wenn er in jener MöWe nicht wenigstens ein kleines bisschen kleiner und gelber sein könnte.
GT/Lösung: weil die GR intransitiv ist, folgt aber keineswegs, dass am Ende Kripke ein Rührei ist. Ein GS eines GS von Kripke muss nicht ein GS von Kripke sein. (1986e,246)
I 57
KripkeVs Gegenstück-Theorie/KripkeVsLewis: Bsp wenn wir sagen „Humphrey hätte die Wahl gewinnen können“ reden wir nach Lewis eben nicht von Humphrey, sondern von jemand anderem. Und nichts könnte ihm gleichgültiger sein („he couldn’t care less“). (Kripke 1980,44f). Gegenstück/GT/SchwarzVsKripke/SchwarzVsPlantinga: die beiden Einwände missverstehen Lewis: Lewis behauptet nicht, dass Humphrey die Wahl nicht hätte gewinnen können, im Gegenteil: „er hätte die Wahl gewinnen können“ steht genau für die Eigenschaft, die jemand hat, wenn eins seiner Gegenstücke die Wahl gewinnt. Diese Eigenschaft hat Humphrey, kraft seines Charakters. (1983d,42).
Eigentliches Problem: wie macht Humphrey das, dass er in der und der MöWe die Wahl gewinnt?
Plantinga: Humphrey hätte gewonnen, wenn der entsprechenden MöWe (dem Sachverhalt) die Eigenschaft des Bestehens zukäme.
Lewis/Schwarz: diese Frage hat mit den Intuitionen auf die sich Kripke und Plantinga berufen, nichts zu tun.
- - -
Schwarz I 223
Namen/Kennzeichnung/Referenz/Kripke/Putnam/Schwarz: (Kripke 1980, Putnam 1975): These: für Namen und Artausdrücke gibt es keine allgemeinbekannte Beschreibung (Kennzeichnung), die festlegt, worauf der Ausdruck sich bezieht. These: Kennzeichnungen sind für die Referenz völlig irrelevant. Beschreibungstheorie/LewisVsKripke/LewisVsPutnam/Schwarz: das wiederlegt nur die naive Kennzeichnungstheorie, nach der biographische Taten aufgelistet werden, die dem Referenten notwendig zukommen sollen.
Lösung/Lewis: seine Beschreibungstheorie der Namen erlaubt, dass Bsp „Gödel“ nur eine zentrale Komponente hat: nämlich dass Gödel am Anfang der Kausalkette steht. Damit steht die Theorie nicht mehr im Widerspruch zur Kausaltheorie der Referenz. (1984b,59,1994b,313,1997c,353f,Fn22).
((s)Vs: aber nicht die Kennzeichnung „steht am Anfang der Kausalkette“, denn das unterscheidet einen Namen nicht von irgendeinem anderen. Andererseits: „am Anfang der Gödel Kausalkette“ wäre nichtssagend.)
Referenz/LewisVsmagische Theorie der Referenz: wonach Referenz eine primitive, irreduzible Beziehung ist, (vgl. Kripke 1980,88 Fn 38), so dass wir, selbst wenn wir alle nicht semantischen Tatsachen über uns und die Welt wüssten, immer noch nicht wüssten, worauf unsere Wörter sich beziehen, nach der wir dazu spezielle Referenz o Meter bräuchten, die fundamentale semantische Tatsachen ans Licht bringen.
Wenn die magische Theorie der Referenz falsch ist, dann genügt nicht semantische Information im Prinzip, um uns zu sagen, worauf wir uns mit Bsp „Gödel“ beziehen: „wenn die Dinge so und so sind, bezieht sich „Gödel“ auf den und den“. Daraus können wir dann eine Kennzeichnung konstruieren, von der wir a priori wissen, dass sie Gödel herausgreift.
Diese Kennzeichnung wird oft indexikalische oder demonstrative Elemente enthalten, Verweise auf die wirkliche Welt.
I 224
Referenz/Theorie/Namen/Kennzeichnung/Beschreibungstheorie/LewisVsPutnam/LewisVsKripke/Schwarz: Bsp unsere Bananen Theorie sagt nicht, dass Bananen zu allen Zeiten und in allen MöWe im Supermarkt verkauft werden. Bsp unsere Gödel Theorie sagt nicht, dass Gödel in alle MöWe Gödel heißt. ((s) >Deskriptivismus). (KripkeVsLewis: doch: Namen sind starre Designatoren). LewisVsKripke: bei der Auswertung von Namen im Bereich von Temporal und Modaloperatoren muss man berücksichtigen, was in der Äußerungssituation die Kennzeichnung erfüllt, nicht in der MöWe oder in der Zeit, von der gerade die Rede ist. (1970c,87,1984b,59,1997c,356f)
I 225
A posteriori Notwendigkeit/Kripke/Schwarz: könnte es nicht sein, dass Wahrheiten über Schmerzen zwar auf physikalisch biologischen Tatsachen supervenieren und damit notwendig aus diesen folgen, dass uns diese Beziehung aber nicht a priori oder durch Begriffsanalyse zugänglich ist? Die Reduktion von Wasser auf H2O ist schließlich nicht philosophisch, sondern wissenschaftlich. Schwarz: wenn das stimmt, macht sich Lewis die Arbeit unnötig schwer. Als Physikalist müsste er nur behaupten, dass phänomenale Begriffe in nicht phänomenalem Vokabular analysierbar sind. Man könnte auch die Analyse von Naturgesetzen und Kausalität sparen. Er könnte einfach behaupten, diese Phänomene folgten notwendig a posteriori aus der Verteilung lokaler physikalischer Eigenschaften.
a posteriori notwendig/LewisVsKripke: das ist inkohärent: dass ein Satz a posteriori ist, heißt, dass man Information über die aktuelle Situation braucht, um herauszufinden, ob er wahr ist. Bsp dass Blair der tatsächliche Premierminister ist (tatsächlich eine a posteriori Notwendigkeit) muss man wissen, dass er in der aktuellen Situation Premierminister ist,
Schw I 226
was wiederum eine kontingente Tatsache ist. Wenn wir genügend Information über die ganze Welt haben, könnten wir im Prinzip a priori entnehmen, dass Blair der tatsächliche Premierminister ist. A posteriori Notwendigkeiten folgen a priori aus kontingenten Wahrheiten über die aktuelle Situation. (1994b,296f,2002b, Jackson 1998a: 56 86), s.o. 8.2)

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsPutnam Putnam Vs Kripke, Saul A.
 
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I 35
Namen/Kripke/Putnam: zentraler Punkt: man kann einen Eigennamen verwenden, um auf ein Ding oder eine Person zu referieren, ohne wahre Überzeugungen bezüglich X zu haben!
I 36
Der Gebrauch des Namens schließt die Existenz einer Kausalkette ein. PutnamVsKripke: richtig: Wissen eines Sprechers muss die Referenz in seinem Idiolekt überhaupt nicht festlegen!
Der Gebrauch von Namen ist gemeinschaftlich!
Nun könnte man sagen, dass Termini für physikalische Größen auch Eigennamen sind, nicht von Dingen, sondern von Größen!
- - -
I 189
Wesen/Essenz/Kripke: Bsp Statue: die Statue und das Stück Ton sind zwei Gegenstände! Die Tatsache, dass das Stück Ton eine modale Eigenschaft besitzt, nämlich, "ein Ding zu sein, das kugelförmig gewesen sein könnte" fehlt der Statue.
VsKripke: das hört sich zunächst merkwürdig an: Bsp wenn ich die Statue auf die Waage stelle, messe ich dann zwei Gegenstände?
Bsp Ebenso merkwürdig ist es auch zu sagen, ein menschliches Wesen sei nicht mit der Aggregation seiner Moleküle identisch.
Intrinsische Eigenschaften/Putnam: Bsp Angenommen es gäbe "intrinsische Verbindungen" meiner Gedanken zu äußeren Gegenständen: dann gibt es vielleicht in meinem Gehirn einen Raumzeitbereich mit mengentheoretischen Verbindungen mit einem abstrakten Gegenstand, der gewisse äußere Gegenstände beinhaltet.
Dann wird dieser Raumzeit Bereich ähnliche mengentheoretische Verbindungen mit anderen abstrakten Entitäten haben, die andere äußere Gegenstände beinhalten.
Dann kann der Materialist sicherlich sagen, dass meine "Gedanken" gewisse äußere Gegenstände intrinsisch beinhalten, indem er diese Gedanken mit einer bestimmten abstrakten Entität identifiziert.
Problem: wenn diese Identifikation aber ein Zug der Wirklichkeit selbst sein soll, dann muss es in der Welt wirklich Essenzen in einem Sinn geben, den die Mengenlehre nicht erklären kann.
Wesen/wesentliche Eigenschaften/PutnamVsKripke: Kripkes Ontologie setzt Essentialismus voraus, sie kann nicht dazu dienen, ihn zu begründen.
Modale Eigenschaften sind kein Teil der materialistischen Einrichtung der Welt..
Aber Kripke individuiert Gegenstände durch ihre modalen Eigenschaften.
wesentliche Eigenschaften/Mögliche Welten/MöWe/Putnam: ich selbst habe (1975) von "wesentlichen Eigenschaften" gesprochen, aber nicht in parallelen Welten, sondern in anderen möglichen Zuständen unserer Welt.
Bsp Wir können uns eine andere "mögliche Welt" (nicht parallel) vorstellen, in denen eine andere Flüssigkeit als Wasser den Geschmack von Wasser hat, aber keine, in der Wasser nicht H2O ist!
Das ist insofern eine Art Essentialismus, als wir damit die Natur von Wasser entdeckt haben.
Wir sagen einfach, Wasser soll nichts anderes sein!
I 192
Und das war auch schon unsere Intention, als wir die Zusammensetzung H2O noch nicht kannten. Wesen/Essenz/Putnam: ist in diesem Sinn aber das Produkt unserer Verwendung des Wortes! Es ist nicht "in die Welt eingebaut"!
Wesen/Kripke/Putnam: so begründet es auch Kripke.
Putnam: unser beider Auffassung vom "Wesen’" hilft dem Materialisten nicht!
Diese rein semantische Lesart setzt die Referenz voraus! Sie kann die Referenz nicht als "intrinsische Entsprechung" zwischen Gedanke und Ding" unterstützen.
- - -
I 246
Wahrheit/berechtigte Behauptbarkeit/Kripkes Wittgenstein: das wäre nur eine Sache von allgemeiner Übereinstimmung. PutnamVsKripke: das wäre dann eine falsche Beschreibung der Begriffe, die wir tatsächlich haben. Und ein sich selbst widerlegender Versuch, eine "absolute Perspektive" einzunehmen.
- - -
Rorty VI 129/130
Kausaltheorie der Referenz: PutnamVsKripke/Rorty, auch Selbstkritik, PutnamVsPutnam): die Beschreibung der kausalen Beziehungen zwischen einem Etwas und sonstigen Dingen ist nichts anderes als die Beschreibung von Merkmalen, die weder in höherem noch geringeren Maße in einem "intrinsischen" oder "extrinsischen" Verhältnis zu ihm stehen. So auch das Merkmal "von einem Menschen beschrieben zu sein". PutnamVsSearle: Vs Unterscheidung "intrinsisch"/"relational".

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPutnam Rorty Vs Kripke, Saul A.
 
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Richard Rorty
I 318
Referenz/RortyVsPutnam/RortyVsKripke: verwechselt man diesen Begriff »wirklich sprechen über« mit dem Begriff der Referenz, so kann man, wie Kripke und Putnam leicht auf die Idee kommen, wir hätten über die Referenz »Intuitionen«. Rorty: nach meiner Auffassung stellt sich das Problem gar nicht. Die einzige Tatsachenfrage, die es hier gibt, betrifft die Existenz oder Nichtexistenz bestimmter Entitäten, über die gesprochen wird.
I 320
Fiktion/Referenz/RortyVsKripke/RortyVsPutnam: natürlich kann es Referenz auf Fiktionen nicht geben. Das entspricht dem technisch wissenschaftlichen Gebrauch. Dann hat jedoch »Referenz« mit »sprechen über« im Grunde überhaupt nichts zu tun, und kommt erst ins Spiel, nachdem man seine Wahl zwischen den verschiedenen Strategien getroffen hat. Referenz ist ein technischer Terminus und daher haben wir über ihn überhaupt keine Intuitionen! Wirkliche Existenzfragen werden auch nicht von dem Kriterium von Searle und Strawson berührt! Was ist dann aber das richtige Kriterium? Rorty: es gibt gar keins!
Man kann nicht nur über nichtexistente Entitäten sprechen, sondern man kann auch herausfinden, dass wir in Wirklichkeit über sie gesprochen haben! In Wirklichkeit über X sprechen und über ein wirkliches X sprechen ist ja nicht dasselbe.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPutnam Putnam Vs Lewis, David
 
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Lanz I 291
Funktionalismus/Identitätstheorie: gemeinsam: Anerkennung kausal relevanter innerer Zustände. Aber: FunktionalismusVsIdentitätstheorie: der Stoff ist es nicht, der eine kausale Rolle für die Festlegung spielt! (PutnamVsLewis). - - -
Horwich I 437
„Elite-Klassen“/Natur/natürliche Referenz/Welt/Sprache/Lewis/Putnam: These es gibt bestimmte Klassen von Dingen „da draußen“ (Eliteklassen) die intrinsisch unterschieden sind, wobei es eine „natürliche Bedingung“ für Referenz ist, (in die Natur eingebaut), dass möglichst viele unserer Begriffe auf diese Eliteklassen referieren sollten. Das legt die Referenz unserer Ausdrücke noch nicht eindeutig fest, weil es manchmal noch andere Desiderata gibt, aber so wird die Sprache „an die Welt geknüpft“.
Löwenheim/Putnam: aus meinem (s) Löwenheim )Argument folgt, dass alle unsere Überzeugungen und Erfahrungen dieselben wären und das hat keine meiner Kritiker bestritten.
Pointe: daraus folgt, dass Lewis „natürliche Bedingungen“ nicht durch unsere Interessen hereingebracht wurden, sondern dass sie etwas sind, das mit unseren Interessen zusammenarbeitet, um Referenz zu fixieren.
LewisVsLöwenheim/Putnam: Lewis’ These läuft darauf hinaus, dass Bsp die Klasse der Katzen danach schreit, benannt zu werden, die der Katzen* aber nicht.
Referenz/PutnamVsLewis: seine Idee der Elite Klassen löst nicht das Problem der Referenz, sondern verwirrt das materialistische Bild noch, indem es etwas Spukhaftes einführt.
PutnamVsLewis: das betrifft nicht nur Referenz, sondern auch Rechtfertigung, Relationen gleichzeitiger Behauptbarkeit, (dass etwas wahr bleiben könnte, während etwas anderen nicht mehr wahr ist). Alle diese können nicht durch etwas Psychologisches fixiert werden, durch etwas „im Kopf“.
PutnamVsPhysikalismus: dieser kann nicht sagen, sie seien fixiert, ohne in mittelalterliche Redeweise von einer „eindeutigen Kausalordnung“ zurückzufallen. Der Physikalismus kann nicht sagen, wie sie fixiert wäre, ohne in mittelalterliche Rede zurückzufallen.
- - -
Schwarz I 149
„Neue Theorie der Referenz/PutnamVsLewis/KripkeVsLewis/Schwarz: haben Kripke und Putnam nicht bewiesen, dass das, worauf ein Ausdruck referiert, mit assoziierten Beschreibungen gar nichts zu tun hat? Dann könnte sein, dass wir uns mit „Schmerz“ auf einen Zustand beziehen, der gar nicht die alltagspsychologische Rolle spielt, der gar nicht durch Verletzungen usw. ausgelöst wird, sondern vielleicht die Rolle spielt, die wir irrtümlich „Freude“ zuschreiben. Dann würden Leute mit Schmerz typischerweise strahlen. Typische Ursache von Schmerz wäre die Erfüllung von Wünschen.
LewisVsPutnam: hält das für Unfug. Wenn ein Zustand die Freude Rolle spielt, handelt es sich um Freude.
- - -
Putnam III 176
Mögliche Welten/MöWe/Lewis: ich glaube auch an das, was durch zulässige um Formulierungen meiner Überzeugungen behauptet wird. Nimmt man die Umformulierung für bare Münze, glaube ich also an die Existenz von Entitäten, die man "Weisen, wie sich die Dinge hätten abspielen können" nennen könnte. Diese Entitäten nenne ich "mögliche Welten".(realistische Deutung mögliche Welten.) PutnamVsLewis: "Weise" braucht man nicht unbedingt als eine andere Welt aufzufassen.
III 177
Mögliche Welten/MöWe/David Lewis: wir wissen schon was mit unserer Welt auf sich hat, andere Welten sind Dinge von der gleichen Sorte, die sich nicht der Art nach unterscheiden, sondern nur durch die Vorgänge, die sich in ihnen abspielen. Wir nennen unserer Welt deshalb die wirkliche Welt, weil es die Welt ist, in der wir leben. MöWe/PutnamVsLewis: eine mögliche "Weise" der Weltentwicklung könne auch als eine Eigenschaft aufgefasst werden, nicht als andere Welt. Diese Eigenschaft könnte doch ein wenn auch noch so kompliziertes Merkmal, das der ganzen Welt hätte zukommen können, sein.
MöWe/PutnamVsLewis: wenn eine "Weise der möglichen Weltentwicklung" eine Eigenschaft (eine "Zustandsbeschreibung" der ganzen Welt) wäre, und der Eiffelturm eine andere Höhe hätte, dann müsste die Eigenschaft " ist eine Welt, in der der Eiffelturm 150 Meter hoch ist " aus der Eigenschaft folgen, dass der Eiffelturm in unserer Welt nicht 150 Meter hoch ist.
Lewis: behauptet, Eigenschaften müssten etwas Einfaches sein, und die Aussage, dass eine Eigenschaft aus einer anderen folgt, laufe auf die Behauptung hinaus, dass zwischen verschiedenen Einfachen eine notwendige Beziehung bestehe, und das sei, wie Lewis meint, "unverständlich". Also müssten die Eigenschaften ihrerseits als Komplexe gedeutet werden. Aber Lewis vermag nicht zu sehen, inwiefern Eigenschaften Komplexe sein könnten, wenn woraus sollten Sie zusammengesetzt sein?
III 178
PutnamVsLewis: Lewis hat hier nicht im "analytischen" Stil geantwortet. Er hat keine normalen Dinge gesagt. Ich habe keine Ahnung, was es mit dem von Lewis in Anspruch genommenen intuitiven Vorstellungen auf sich hat, warum etwas intuitiv und etwas anderes unverständlich wirkt. Das Argument, dass etwas Einfaches keine Beziehungen eingehen kann, ist nach meinem Eindruck weit davon entfernt, praktische oder spirituelle Bedeutung zu besitzen. Mir sind diese intuitiven Vorstellungen nicht nur fremd; ich habe sogar das Gefühl, nicht einmal zu verstehen, was damit gemeint ist. - - -
Putnam I 187
Kontrafaktische Konditionalsätze/KoKo/irreale Bedingungssätze/KoKo/Lewis: Vorschlag: "Ursache" anhand von irrealen Bedingungssätzen zu analysieren: "Wenn A nicht passiert wäre, wäre B nicht passiert". KoKo/PutnamVsLewis: es gibt aber Situationen, in denen es einfach nicht wahr ist, dass B nicht passiert wäre, wenn A nicht passiert wäre.
I 201
Bsp B hätte von einer anderen Ursache verursacht worden sein können. Bsp Eineiige Zwillinge: es ist so, dass beide immer die gleiche Haarfarbe haben. Aber das Haar des einen ist nicht die Ursache des anderen. Das kann Lewis nicht trennen!
Kontrafaktische Konditionalsätze/irreale Bedingungssätze/ Wahrheitsbedingungen/KoKo/Lewis/Stalnaker: Lewis folgt Stalnaker und stellt WB für irreale Bedingungssätze auf: dazu braucht er Mögliche Welten (MöWe) und ein Ähnlichkeitsmaß.
Def Wahrheitsbedingung/Lewis: "Wenn X passiert wäre, wäre Y passiert" ist genau dann wahr, wenn Y in allen naheliegendsten Welten in denen X der Fall ist, wirklich wahr ist.

PutnamVsLewis: eine Ontologie, die parallele und mögliche Welten verlangt, ist jedenfalls keine materialistische Ontologie. Außerdem hört es sich ziemlich nach Science fiction an.
I 188/189
Die Vorstellung eines intrinsischen Ähnlichkeitsmaßes also ein Maß, das sensibel dafür ist, was wir für relevant oder normal halten, ist schon wieder derart, dass die Welt wie ein Geist ist oder mit so etwas wie Vernunft getränkt. Das verlangt dann eine metaphysische Erklärung und wird damit Idealismus.
Und objektiver Idealismus kann wohl kaum "ein bisschen wahr" sein!
"Es ist alles Physik, außer, dass es jenes Ähnlichkeitsmaß gibt" macht einfach keinen Sinn!
- - -
Putnam I 189
Identität/Wesen/Essenz/Lewis: Vorschlag: die Aggregation der Moleküle und "ich" sind für eine Zeitspanne identisch, so ähnlich wie Highway 2 und Highway 16 eine Zeit lang identisch sind. VsLewis: es ist aber nicht jede Eigenschaft der Aggregation eine Eigenschaft von mir!

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsPutnam Millikan Vs Metaphysischer Realismus
 
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Millikan I 329
Korrespondenz/Putnam: es ist inkohärent anzunehmen, dass Wahrheit eine Korrespondenz mit der WELT sei. Abbildung/Repräsentation/Putnam: mathematische Abbildungen sind allgegenwärtig, Repräsentationen sind nicht allgegenwärtig.
Problem: eine Korrespondenztheorie, die darauf beruht, dass es eine Abbildungsrelation zwischen einer vollständigen Menge wahrer Repräsentationen und der Welt gäbe, ist leer
I 330
Lösung: es muss zunächst eine Unterscheidung zwischen Abbildungen und Repräsentationen geben. Lösung: es muss eine zusätzliche Bedingung für Referenz geben, nämlich, dass eine intendierte Interpretation ausgezeichnet wird.
Kausaltheorie/Putnam: würde hier nicht helfen. Denn es ist genauso unsicher, ob „Ursache“ eindeutig referiert, wie ob „Katze“ eindeutig referiert.
Begriff/Zeichen/Ockham/Putnam: Problem: ein Begriff darf nicht einfach ein „mentales Einzelding“ sein, sonst verweist jedes Zeichen bloß immer wieder auf ein anderes Zeichen.
PutnamVsRealismus/PutnamVsMetaphysischer Realismus: es ist unverständlich, wie eine Relation zwischen einem Zeichen und seinem Objekt herausgegriffen werden könnte, entweder, indem man das Zeichen selbst hochhält, Bsp
KUH
Oder indem man ein anderes Zeichen hochhält z.B.
REFERIERT
Oder vielleicht
VERURSACHT.
Meinen/Bedeutungsrationalismus/Putnam/Millikan: das ist der Bedeutungsrationalismus: um etwas meinen zu können, müssen wir wissen, was wir meinen und zwar „wissen“ mit einem ganz bestimmten bedeutungsrationalistischen Glanz auf „wissen“: Die Relation zwischen Kopf und Welt muss zur Gänze im Kopf gespiegelt werden,
((s) >übergreifendes Allgemeines).
PutnamVs: das ginge nur, wenn es ein mysteriöses „direktes Erfassen von Formen“ ((s) platonistisch) gäbe. Dann müsste die Relation nicht noch einmal gespiegelt werden.
I 331
Korrespondenz/Meinen/Bedeutung/Referenz/MillikanVsPutnam/Millikan: These:die Relationen zwischen Kopf und Welt sind tatsächlich zwischen Kopf und Welt. Das Verstehen dieser Relationen trägt aber nichts zur Begründung von Bedeutung und Referenz bei. Sie müssen auch nicht intendiert werden, damit man referieren kann.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsPutnam Brandom Vs Peirce, Ch.S.
 
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Rorty VI 193
Wahrheit/BrandomVsPutnam/BrandomVsPeirce/BrandomVsHabermas: Brandom ist nicht darauf festgelegt, "wahr" epistemisch zu definieren. Also nicht das, was "von allen Mitgliedern der Gemeinschaft oder den Sachverständigen für wahr gehalten wird (oder unter idealen Bedingungen)" . Vielmehr gibt es gar keine Vogelperspektive.

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPutnam Lewis Vs Perry, J.
 
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IV 70
Person/Identität/Spaltung/Perry/Lewis: wir beide haben dasselbe Ziel, aber verschiedene Prioritäten. Perry: gebraucht nicht die zeitliche Identität (Identität zu t). Er erlaubt nicht die Identifikation der I-Relation (IR) und der R-Relation (RR) sondern nur von gewissen zeitlichen Unterrelationen von ihnen.
LewisVsPerry: dazu muss er eine unintuitive Unterscheidung zwischen Personen, die zu verschiedenen Zeiten existieren (Zustände haben) einführen. ((s) >Castaneda: "flüchtige Iche").
Alle Personen sind bestimmbar zu einer Zeit (außer den Problemfällen).
Bsp Stadium S1 sei R relativiert zu t kurz R1r in Bezug auf S2 dann und nur dann, wenn S1 und S2 Rr simpliciter sind, und auch S2 zu t lokalisiert ist. Dann ist die R1Relation die R Relation zwischen Stadien zu t und anderen Stadien zu anderen Zeiten oder zu t.
IV 71
Und S1 ist Ir zu t kurz I1 relativ auf S2 wenn beide S1 und S2 Stadien einer dP sind, die bestimmbar zu t ist und S2 zu t lokalisiert ist. Dabei müssen wir dP auslassen, die nicht zu t bestimmbar sind. Dauerhafte Person/Perry: (continuant, dP): ein C ist eine dP wenn für ein Person Stadium S, lokalisiert zu t, C das Aggregat ist, das alle und nur Stadien umfasst, die Rtr auf S sind.
Allgemein, eine dP ist ein continuant, der zu einer Zeit bestimmbar ist. Niemand ist zu dauerhafter Unidentifizierbarkeit verurteilt.
Def Lebenszeit/Perry: dauerhafte Person, (continuant).
Def Zweig/Terminologie/Perry: maximal R korreliertes Aggregat von Person Stadien (genau das, was ich eine dP nenne).
Spaltung: hier sind einige Lebenszeiten keine Zweige. Das ganze ist eine Lebenszeit (kein Zweig) die bestimmbar ist zu t0 (vor der Spaltung). C1 und C2 sind noch gar nicht unterscheidbar, während C nicht mehr bestimmbar ist zu t1 (nach der Spaltung).
PerryVsLewis: These: die RR ist nicht dasselbe wie die IR (in diesem Fall). Denn C ist eine Lebenszeit und dann sind nach Perry S1 und S2 I r, aber wegen der Spaltung nicht R r.
Daraus folgt, dass für jede Zeit t die RtR dieselbe wie die I1R ist.
Lewis: vielleicht genügt das, dann jede Frage nach dem Überleben oder der Identität entsteht ja zu einer bestimmten Zeit! D.h. zu t sind nur die RtR und ItR relevant.
Es ist harmlos, dass S1 und S2 Ir sind weil sie weder It0 noch It1r noch überhaupt Itr zu irgendeiner Zeit t sind.
Perry These: jedes Person Stadium zu einer Zeit muss zu genau einer dP bestimmbar zu der Zeit gehören. Personen können wohlgemerkt Stadien teilen:
Bsp Spaltung: S gehört zu drei Lebenszeiten: C, C1, C2 aber nur zu zwei Zweigen: C1 und C2. S1 gehört zu zwei LZ C und C1 aber nur zu einem Zweig: C1.
Stadien/Perry: werden aber nur dann geteilt, wenn alle bis auf einen Träger nicht bestimmbar sind.
Deshalb können wir mit Identität zählen, wenn wir nur die Personen zählen, die zu einer Zeit bestimmbar sind und bekommen die richtige Anwort. Eine Person existiert vor der Spaltung, zwei nachher.
Insgesamt sind es drei, aber dann werden auch die nichtbestimmbaren gezählt! Aber bei der Spaltung verschwindet die erste und zwei neue entstehen.
LewisVsPerry: ich gebe zu, dass Zählung durch Identität zu t etwas kontraintuitiv ist, aber ist es nicht genauso kontraintuitiv, unbestimmbare Personen auszulassen?
"es gibt"/existeren: zeitlos gesehen gibt es Personen, sie existieren aber zu einer Zeit. (d.h. sie haben Zustände, Stadien).
IV 72
Und damit sind sie nicht identisch mit den Personen, die wir zählen. Ist es nicht ungerechtfertigt, sie auszuschließen? Perry kann sagen: wir haben ausgezeichnete praktische Gründe. Methusalem/Perry/Lewis: Perry geht nicht darauf ein, sein Ansatz kann aber darauf angewendet werden:
Das Ganze von Methusalem ist sowohl Lebenszeit als auch Zweig und damit eine unproblematische Peson.
Zweige/Lewis: (= continuants, dauerhafte Personen) die (willkürlich gewählten) Segmente von 137 Jahren. Für Perry wären es die doppelten 274 Jahre.
Lebenszeit: ist bei den trivialen Ausnahmefällen des Beginns und des Endes nicht identisch. D.h. die ersten und die letzten 137 Jahre sind beides: Zweig und Lebenszeit, da sie nicht auseinanderklaffen können.
Jedes Stadium gehört zu genau einer Person, die zu t bestimmbar ist und zu unendlich vielen nichtbestimmbaren Personen!
Zählung nach Identität liefert die richtige Antwort, weil sie die unbestimmbaren auslässt.
RtR und ItR sind für jede Zeit t identisch, aber sie RR und die IR differieren für je zwei Stadien, die weiter als 137 Jahre auseinander liegen. (Aber nicht mehr als 274).
Identität/Perry: er sagt nichts über Grade personaler Identität.
Lewis: er könnte sie aber übernehmen.
LewisVsPerry: pro Perry was die normalen Fälle betrifft, aber bei pathologischen Fällen (Spaltung usw.) fehlt ein genauer Punkt der Referenz:
Das führt wieder zu Überbevölkerung:
Bsp wie viele Personen waren bei einer Spaltung involviert, die sich vor langer Zeit ereignete? Ich sage: zwei Perry: drei. Oder er sagt: keine heute bestimmbaren.
- - -
IV 151
Heimson Bsp/LewisVsPerry: soweit sein Argument und ich glaube, dass es funktioniert, aber es ist zu kompliziert, ohne extra etwas zu leisten. Seine Lösung muss mindestens so gut sein wie meine, weil sie ein Teil meiner Lösung ist. Wann immer ich sage, dass jemand sich die Eigenschaft X zuschreibt, sagt Perry: das erste Objekt ist ein Paar von ihm und der Eigenschaft X. Das zweite Objekt ist dann die Funktion die irgendeinem Subjekt das Paar Y und X zuschreibt.
Der scheinbare Vorteil bei Perry ist, dass er Fremdzuschreibung genauso gut wie Selbstzuschreibung erklärt.
Glauben de re: Zuschreibung von Eigenschaften an Individuen.
Perrys Schema ist gemacht für Zuschreibung de re, aber de se fällt darunter als Spezialfall.
IV 152
De re: Heimson und der Psychiater stimmen darin überein, Heimson die Eigenschaft, Hume zu sein, zuschreiben. LewisVsPerry: meine Lösung ist einfacher: die Selbstzuschreibungen eines Subjekts sind das Ganze seines Glaubenssystems ((s) >Chisholm).
Fremdzuschreibungen: sind keine weiteren Glaubenseinstellungen neben den SZ.
Glauben/Überzeugung/LewisVsPutnam: ist im Kopf! ((s) Putnam spricht auch nur von Bedeutungen, die nicht im Kopf sind.)
Lewis: aber ich stimme mit Perry überein, dass Glauben de re im allgemeinen nicht im Kopf sind, weil sie in Wirklichkeit gar nicht Glauben sind! Sie sind Sachverhalte, Kraft der Relationen des Glaubens des Subjekts zu den Dingen.
LewisVsPerry: sein Schema repräsentiert neben Glauben noch etwas anderes. Für Glauben ist es redundant. Wenn wir ein paar erste Objekte haben und ein paar erforderliche Tatsachen die nicht über Glauben.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsPutnam Block Vs Putnam, H.
 
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I 179
Schmerz/Funktionalismus/Putnam: These Schmerz ist ein funktionaler Zustand. These kein Organismus, der Schmerz empfinden kann, gestattet eine Zerlegung in Teile, die selbständige Beschreibungen haben. Bsp ein Bienenschwarm als ganzer kann kein einzelner Schmerzempfinder sein.
BlockVsPutnam: 1. das könnte man so modifizieren, daß die Teile nicht alle eine Organisation haben dürfen, die für empfindende Wesen charakteristisch sind.
Damit würde eine System mit Homunculi aber nicht ausgeschlossen!
Bsp Sinnesorgane besitzen auch nichtempfindene Teile!
2. Auch umgekehrt dürfte man nicht sagen, daß kein echtes Teil empfinden darf:
Bsp sonst würden schwangere Frauen und mit Parasiten befallene Organismen nicht als schmerzempfindene Wesen gelten.
Block: wichtig ist, daß die empfindenden Wesen eine entscheidende Rolle dabei spielen, dem Ding seine funktionale Organisation zu geben.
I 192
Beste Erklärung/Abduktion/Block: Bsp Psychofunktionalismus: man könnte sagen: "was anderes könnten denn mentale Zustände sein, wenn nicht psychofunktional Zustände?" (Putnam pro Psychofunktionalismus, 1967). "Bessere Erklärung als Behaviorismus oder Materialismus. BlockVsPutnam: das ist ein zweifelhafter Gebrauch des Schlusses auf die beste Erklärung. Denn was garantiert uns, daß es eine Antwort auf die Frage "Was sind mentale Zustände?" überhaupt gibt?
Außerdem ist der Schluß auf die beste Erklärung nicht anwendbar, wenn es überhaupt keine brauchbaren Erklärungen gibt. (s) Wenn nichts brauchbar ist, was ist dann verfügbar?

Block I
N. Block
Consciousness, Function, and Representation: Collected Papers, Volume 1 (Bradford Books) Cambridge 2007
VsPutnam Carnap Vs Putnam, H.
 
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VI 242
Substanz/Carnap: Bsp Substanz Gold: Klasse der Goldenen Körper. Extension/Putnam: Bsp alle Vorkommnisse von H2O im Universum.
CarnapVsPutnam: Bsp Goldbestand der Erde: ein Ganzes.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982
VsPutnam Davidson Vs Putnam, H.
 
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I 29
Zwillingserde/ZE: Es fragt sich ob daraus nicht folgt, daß die betreffende Person nicht weiß, was sie denkt? DavidsonVsPutnam: Anwort: das folgt nicht daraus: es würde nur folgen, wenn der Gegenstand der benutzt wird, um meine Gedanken zu identifizieren etwas wäre, zu dessen Unterscheidung ich selbst imstande sein müßte um zu wissen, was ich denke. Diese Annahme hatte wir jedoch preisgegeben. Was ich vor mir sehe, halte ich für Wasser, ich laufe nicht Gefahr, zu denken, es sei Zwasser, denn ich weiß gar nicht, was Zwasser ist.
I 30
Weiter: ich glaube auch zu denken daß ich Wasser sehe, und damit habe ich recht, obwohl es sich womöglich nicht um Wasser sondern um Zwasser handelt.
I 59
Putnam und Dummett zeigen, daß man dem Wahrheitsbegriff selbst einen erkenntnisbezogenen Drall geben kann. Dennoch haben alle Drei den Belegen den Vorrang gegeben vor der Wahrheit (als primärem Status für die Bedeutungsbestimmung). DavidsonVsDummett, DavidsonVsPutnam: Das halte ich für einen Fehler: Das führt zu den Schwierigkeiten der proximalen Theorien: zu einem auf Einzelpersonen relativierten Wahrheitsbegriff und zum Skeptizismus. Die proximalen Theorien sind immer irgendwie cartesianisch.
I 73
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsDummett: Vsproximale Theorie: Skeptizismus, Relativierung auf Einzelnen Belege: Der einzig einsichtige Belegbegriff ist der einer Beziehung zwischen Sätzen. Oder zwischen Überzeugungen! Davidson: mein Externalismus ist nicht durch "sprachliche Arbeitsteilung" sondern von der"Zwillingserde" angeregt. Daher glaube ich nicht, daß Putnams Externalismus die Autorität der ersten Person bedroht. Doch ich bin aus anderen Gründen nicht ganz einverstanden.
DavidsonVsPutnam: sein Externalismus gilt in erster Linie für Wörter für natürliche Arten wie "Wasser" und "Leopard". Dahinter steht der Gedanke, daß ich diese Gegenstände hinfort über die Mikrostruktur identifiziere. ((s) wieso eigentlich?)
DavidsonVsPutnam: doch ich sehe nicht ein, warum die Gleichheit der Mikrostruktur unbedingt die ausschlaggebende Ähnlichkeit sein soll, durch die der Bezug eines Wortes wie Wasser bestimmt sein soll.
I 116
Es gibt keinen Grund, den Externalismus auf eine einzige, oder auf wenige Kategorien zu beschränken. Für Sprache und Denken ist generell charakteristisch, daß ihre Verknüpfung mit der Welt als der von mir besprochenen Art kausaler Verbindungen hervorgehen. Putnam: Mikrostruktur liefert Änlichkeit für Bestimmung des Bezugs (DavidsonVs)
Davidson: kausale Verbindungen generell für Sprache und Bezug relevant
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsBurge: Daß er mit der Triangulation die Alltagssituation so stark in den Vordergrund rückt, unterscheidet ihn von dem Externalismus Putnams und Burges.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsPutnam Dennett Vs Putnam, H.
 
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I 571/572
Bedeutung/Funktion/Evolution/Dennett: die Bedeutung ist wie die Funktion im Moment ihres Entstehens noch nichts Bestimmtes. Twin Earth/t.e./Putnam/DennettVsPutnam: er verlangt einen Sprung in der Bezugnahme, einen Sprung in der Intentionalität.
Dennett: man könnte jetzt zu der Auffassung neigen, daß die innere Intentionalität eine gewisse "Trägheit" habe.
I 573
Zwillingserde/Dennett/VsPutnam: man kann nicht eine Geschichte erzählen unter der Annahme, daß Tische keine Tische sind, obwohl sie wie Tische aussehen und so benutzt werden. Etwas anderes wäre ein "Lebewesen, daß wie Fury aussieht" (Aber eben nicht Fury ist).
Aber Wenn es auf der twin earth "twin earth horses" gibt, die ganz wie unsere Pferde sind, dann sind twin earth horses horses - eine nichtirdische Sorte Pferde zwar, aber immerhin Pferde.
((s) deshalb hat bei Putnam das twin earth water doch gerade eine andere chemische Formel: YXZ.
Dennett: man kann natürlich auch eine strengere Meinung vertreten, nach der die nichtiridschen Pferde eine eigene Spezies sind. Beides ist möglich.
I 575
Unbestimmtheit/Zwillingserde/Dennett: dann leidet ihre Vorstellung, was "Pferd" für Sie wirklich bedeutet unter der gleichen Unbestimmtheit wie die Vorstellung des Frosches von der Fliege als "kleiner fliegender eßbarer Gegenstand". Unbestimmtheit/DennettVsPutnam: Bsp "Katze", "Siamkatze": vielleicht stellt man einfach eines Tages fest, daß man eine Unterscheidung treffen muß, die einfach vorher nicht notwendig war, weil das Thema nicht aufs Tapet kam.
Diese Unbestimmtheit unterhöhlt Putnams Argument der t.e.
Münch III 379
Zwillingserde/DennettVsPutnam: er versucht, die Lücke zu schließen, indem er sagt, daß wir uns auf natürliche Typen beziehen, ob wir es wissen, oder nicht. Dennett: Aber welche Typen sind natürlich? Rassen sind ebenso natürlich wie Arten oder Gattungen! ((s)VsDennett: Da gibt es aber auch die Ansicht, einzig Arten seien natürlich).
DennettVsEssentialism: hat sich Bsp Getränkeautomat in Nichts aufgelöst. Genauso: Bsp Frosch: er hätte in freier Wildbahn genauso nach Futterkügelchen geschnappt, wenn sie ihm in die Quere gekommen wären. Disjunktion: in gewisser Weise ist "Fliege oder Kügelchen" ein natürlicher Typus für Frösche. Sie unterscheiden nicht von Natur aus zwischen beiden. Auf der anderen Seite ist die Disjunktion kein natürlicher Typus: er kommt in der Natur nicht vor!
Zwillingserde/DennettVsPutnam: "natürlicher Typus" twin earth horse/Pferde/Disjunktion: Bsp angenommen, jemand hätte unbemerkt twin earth Pferde auf die Erde gebracht, hätten wir sie bereitwillig als Pferde bezeichnet. Bedeutung/Dennett: Getränkeautomat und Mitteilung des Froschauges beziehen ihre Bedeutung aus der Funktion. Wo die Funktion keine Antwort liefert, gibt es nichts mehr zu untersuchen.
Die Bedeutungen der Menschen sind genauso abgeleitet wie die des Getränkeautomaten. Das beweist die t.e. Sonst muß man Essentialismus postulieren.
Erklärung/DennettVsPutnam: eine Erklärung auf mikrophysikalischer Ebene steht nicht im Widerspruch mit einer Erklärung aus Vernunftgründen.
- - -
Putnam III 31
DennettVsPutnam: nach Putnams Auffassung sei der Geist etwas Chaotisches. Dennett und Fodor: beide Autoren haben eine unausgesprochene Prämisse im Sinn, und diese ist reduktionistisch. Es gibt aber auch Kognition ohne Reduktionismus.

Den I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Den II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsPutnam Esfeld Vs Putnam, H.
 
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I 133
EsfeldVsPutnam: unser sozialer Holismus ist verschieden von seinem Externalismus: es geht um soziale Praktiken und nicht um Merkmale der physikalischen Umwelt.
I 155
Überzeugung/Zwillingserde: obwohl die soziale Praxis auf der Erde und der ZE ununterscheidbar ist, sind die betreffenden Überzeugungen verschieden! sozialer Holismus/Esfeld: die soziale Erklärung von Bedeutung (Inhalt) reicht nicht hin, um Referenz zu bestimmen. (Unterschied Bedeutung/Bezug).
EsfeldVsPutnam: man mag Bedenken haben gegen die Sicht von Referenz, die Putnam hier voraussetzt.
Bedeutung/Bezug/Referenz/Zwillingserde/EsfeldVsPutnam: wenn man vertritt, daß die Mikrostruktur die Bedeutung durch kausale Relation bestimmt, dann trennt man nicht nur Referenz, sondern auch Bedeutung von unserer Praktiken ab.
I 156
Das antwortet aber nicht auf Kripkes skeptische Herausforderung! Diese behauptet, daß die Annahme von natürlichen Eigenschaften, die physikalisch instantiiert werden, das Problem nicht löst. Jede endliche Reihe instantiiert mehr als nur eine natürliche Eigenschaft. ((s) DF Analogie zum Problem der hinweisenden Definition).

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsPutnam Field Vs Putnam, H.
 
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III 113
reine Mathematik/Putnam: sollte so interpretiert werden, daß sie die mögliche Existenz physikalischer Strukturen behauptet, die die mathematischen Axiome erfüllen. FieldVsPutnam: reine Mathematik sollte überhaupt nicht interpretiert werden.

I 211
Eigenschaften/Relationen/Putnam: (1970): sind prädikativ, danach haben wir einige wenige physikalisch grundlegende Eig und Rel, von denen alle anderen abgeleitet werden: 1. Stufe: erlaubt keine Referenz auf eine Totalität von physikalischen Gegenständen, wenn eine neue Eigenschaft konstruiert wird.
2. Stufe: erlaubt Referenz auf die Totalität der Eigenschaften der 1. Stufe .
3. Stufe: erlaubt Referenz auf die Totalität der Eigenschaften 1. und 2. Stufe. - jede physikalische Eigenschaft erscheint auf irgendeiner Stufe der Hierarchie - >Funktionalismus.
Funktionale Eigenschaften sind Eig 2. oder höherer Stufe – die Eig, die die Rolle hat, darf von Person zu Person differieren –
I 214
FieldVsPutnam: statt Eigenschaften Instantiierungen von Eigenschaften mit Stufen versehen. - - -
I 268
Mathematik/Ontologie/Putnam: ("Mathematics without foundations", 1976b, "What is mathematical truth?",1975): Field: Putnam These: der mathematische Realist muß nicht das "mathematische Gegenstands Bild" ("mathematical object picture") akzeptieren. Er können seine Sicht in rein modalen Begriffen formulieren. Und zwar nicht als Alternative, sondern nur als andere Formulierung derselben Sicht.
I 269
Unverzichtbarkeits Argument/Putnam: erscheint in dem späteren Text. Field: wenn "Mathematik als Modallogik" wirklich eine äquivalente Beschreibung der Mathematik in Begriffen mathematischer Objekte (mO) wäre, dann sollte es auch möglich sein, das Unverzichtbarkeits Argument so zu reformulieren, daß es ein prima facie Argument für die eine oder andere Art modalisierter Mathematik und mathematischer Objekte ist.
FieldVsPutnam: aber Abschnitt 6 und 7 zeigen, daß wir das U Argument nicht so formulieren können: es braucht mO und modalisierte Mathematik bringt diese nicht hervor.
VsVs: aber Vorsicht: ich habe nicht alle Möglichkeiten untersucht.
I 269
FieldVsPutnam: sein mathematischer Realismus scheint rätselhaft: Mathematik/Ontologie/Putnam: These: es gibt eine modale Übersetzung reiner Mathematik: er stellt eine Übersetzungsprozedur in vor, die mathematische Aussagen in modale Aussagen verwandelt, eine die akzeptable mathematische Aussagen (z.B. Axiome der Mengenlehre) in wahre modale Behauptungen verwandelt, die keine Quantifikation enthält, außer wenn diese wegmodalisiert ist. (Also keine mathematischen Entitäten (mE) in den modalen Aussagen).
I 270
FieldVsPutnam: zwei allgemeine Fragen: 1. welche Art Modalität ist hier involviert?
2. welchen Nutzen soll die Übersetzung haben?
ad 1.: Putnam denkt, daß das "Objekt Bild" (die Ausgangposition), und seine modale Übersetzung auf einer tieferen Ebene äquivalent sind.
FieldVs: das ist eigentlich uninteressant: "mathematisch möglich" sollte in jeder vernünftigen Auffassung mit "logisch möglich" zusammenfallen, (das besagt die Konservativität). ((s) Widerspruch zu oben).
Pointe: wenn A nicht mathematisch möglich ist, dann ist "~A" eine Folge der Mathematik also, wenn A (und dann auch seine Negation) rein nicht mathematisch sind, dann ist "~A" logisch wahr.
Wenn Putnam nun sagt, daß seine modale Übersetzung einen "starken und eindeutig mathematischen Sinn von Möglichkeit" involviert, dann muß ein mathematischer Möglichkeits Operator auf Sätze angewendet, die mE enthalten.
Ein solcher Satz A könnte aber auch ein gemischter Satz (s.o. mit rein mathematischen und rein physikalischen Komponenten) sein.
I 271
FieldVsPutnam: für rein mathematische Sätze fallen mathematische Möglichkeit und Wahrheit aber zusammen! Dann sind aber die "modalen Übersetzungen" genauso ontologisch verpflichtet wie die mathematischen Behauptungen.
FieldVs"mathematische Möglichkeit"/FieldVsPutnam: sollten wir besser ignorieren. Vielleicht ging es Putnam um logische Möglichkeit 2. Stufe im Gegensatz zu 1. Stufe?
I 271
FieldVsPutnam: welchen Nutzen hat seine modale Übersetzung? Leistet sie einen Wahrheitstransfer (im Gegensatz zur Übertragung bloßer Akzeptierbarkeit)? Und welchen Wert hat es dann zu sagen, da die mathematischen Aussage sowohl wahr als auch akzeptierbar sind? Usw. Mathematik/Realismus/Putnam/Field: Putnam bezeichnet sich selbst als
"mathematischen Realisten": Unterschied zu Fields Definition von Realismus: er betrachtet mE nicht als geistunabhängig und sprachunabhängig, sondern (1975):
Putnam: man kann Realist sein, ohne auf mathematische Objekte verpflichtet zu sein.
I 272
Die Frage ist, wie es Kreisel vor langer Zeit formulierte: die Frage der Objektivität der Mathematik und nicht die Frage der Existenz von mathematischen Objekten. FieldVsPutnam: das ist rätselhaft.
- - -
I 277
Modelltheorie/intendiertes Modell/Putnam/Field: diese Moral kann verstärkt werden: es gibt gar keinen Grund, "" als fixiert zu betrachten! Das sagt Putnam in "Models and reality": das einzige, was die" intendierte Interpretation" fixieren könnte, wäre das Akzeptieren von Sätzen, die "" enthalten, durch die Person oder die Gemeinschaft. Das dehnt Putnam dann auch auf nicht. mathematische Prädikate aus. ((s) >Löwenheim Skolem).
FieldVsPutnam: das ist irreführend: es beruht auf der Verwechslung der Sicht, daß Referenz festgelegt wird, z.B. durch kausale Erwägungen mit der Sichtweise, daß sie durch eine Beschreibungstheorie (description theory, (Kennzeichnungstheorie?)) festgelegt wird, in der Beschreibungen (Kennzeichnungen?) die das Wort "Ursache" enthalten, eine prominente Rolle spielen sollen. (>Glymour, 1982, Devitt, 1983, Lewis 1984).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPutnam Fodor Vs Putnam, H.
 
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Lanz I 290
Funktionalismus/Fodor: (FodorVsPutnam) plädiert für einen weiter gefaßten Begriff von Funktionalismus. (Turingmaschine als Modell für psychologische Systeme zu stark eingeschränkt). Was den Zustand eines Lebewesens oder eines Systems zu einem Geisteszustand eines bestimmten Typs machten sind die kausalen Relationen, in denen dieser Zustand zu 1. Inputs - 2. zu anderen mentalen Zuständen - 3. zum Output steht.
Verschiedene materielle Substrate können Träger derselben Rolle sein (Roboter). Daher sind sie irrelevant für die Spezifikation der Natur von Geisteszuständen.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsPutnam Fraassen Vs Putnam, H.
 
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Hacking I 80
Bedeutungtheorie/FraassenVsPutnam: mag noch so interessant sein, trägt aber zum Verständnis der Wissenschaft nicht bei. (Hacking pro). Der Empirismus trifft zu, aber nicht in der sprachbezogenen Gestalt, die ihm die logischen Positivisten gegeben haben! Def Konstruktiver Empirismus/Frassen pro: Wissenschaft hat das Ziel, Theorien zu liefern, die empirisch adäquat sind. Akzeptieren bedeutet hier lediglich die Überzeugung, das eine Theorie adäquat ist.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980
VsPutnam Goodman Vs Putnam, H.
 
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Horwich I 397
Realismus/Unverträglichkeit/Putnam/früh: insbesondere glaubte ich, dass was wir als „inkompatibel“ bezeichnen, auf dasselbe reale Objekt angewendet werden kann, wenn auch nicht innerhalb derselben Theorie. Bsp dieses „reale Objekt“ kann man in einer Theorie „Punkt“ nennen, in einer anderen „Menge konvergenter Segmente“. Umgekehrt: man kann denselben Term in verschiedenen Theorien auf verschiedene Objekte anwenden.
Putnam früh: es ist eine Eigenschaft der Welt (d.h. der WELT) selbst, dass sie „verschiedene Abbildungen zuläßt“:
Problem/GoodmanVsPutnam (früh): der Preis dafür ist, dass diese Sichtweise die WELT erhält aber einen verständlichen Begriff dafür aufgibt, wie die WELT ist. Jede der vielen äquivalenten Beschreibungen wird nur eine Theorie relative Eigenschaft der WELT ausdrücken.

G I
N. Goodman
Weisen der Welterzeugung Frankfurt 1984

G II
N. Goodman
Tatsache Fiktion Voraussage Frankfurt 1988

G III
N. Goodman
Sprachen der Kunst Frankfurt 1997

G IV
N. Goodman/K. Elgin
Revisionen Frankfurt 1989

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Hacking Vs Putnam, H.
 
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I 40
Wahrheit/Vernunft/Putnam: hängen aufs engste zusammen. HackingVsPutnam.
I 148
Bedeutung/Wissenschaft/HackingVsPutnam: wir sollten über Arten von Gegenständen reden, nicht über Arten von Bedeutung. Bedeutung ist kein sonderlich guter Begriff für Wissenschaftstheorie.
I 156
HackingVsPutnam: Bezug ist letztlich doch nicht ausschlaggebend! (Bsp Myon,). Für Physiker war "Meson" zunächst gleichbedeutend mit "was immer der Vermutung Yukawas entspricht". Das ist so etwas wie Fregescher Sinn. Als man merkte, daß dieser Sinn nicht dem Gegenstand entsprach, wurde die Taufe annuliert und es fand eine neue Namengebung statt.
I 163
PutnamVsMetaphysischer Realismus: Vs Vorstellung von "feststehender Gesamtheit geistesunabhängiger Gegenstände". HackingVsPutnam: das hat doch niemals jemand vertreten!
I 164
HackingVsPutnam: verknüpft seine unterschiedlichen Thesen, als seien sie logisch miteinander verbunden. Das sind sie aber nicht! HackingVsPutnam: früher vertrat er einen wissenschaftlichen Realismus. Er hat aber nicht die Partei gewechselt, er hat den Krieg gewechselt.
I 179
HackingVsPutnam: doch hat er eigentlich nichts weiter gezeigt, als das Misslingen der Bezugnahme durch Nennung einer Menge wahrer Aussagen, die in der Logik erster Stufe zustande gebracht werden.(>Löwenheim,>AustinVsMoore)
I 181
Löwenheim-Skolem/Prämissen/Hacking: 1. der Satz handelt nur von Sätzen der Logik erster Stufe. Bisher hat niemand nachgewiesen, daß man die Sprache der Physiker in diesen Rahmen pressen könnte. Umgangssprachen beinhalten Indikatoren: "dies" und "das". Montague These: die Umgangssprache bringt in erster Linie Quantoren zweiter Stufe zum Einsatz. Wittgensteins Argumente gegen das Zeigen, wonach es nicht möglich sei, Bedeutung mit Hilfe von Regeln vollständig anzugeben, besagen nicht, dass es in unserer sprachlichen Praxis etwas gebe, was wesentlich unbestimmt sei. Löwenheim und Skolem haben über große Zahlen gesprochen und über diese können wir nur reden. Über Katzen oder Kirschen können wir aber nicht bloß reden.Putnam behauptet, es sei möglich, Wörter wie "bezeichnen" und "bezugnehmen" ihrerseits umzudeuten.
HackingVsPutnam: um Bezug zu nehmen brauche ich keine Theorie der Bezugnahme. Und es ist eine - eventuell unter Berufung auf Wittgenstein zumindest vertretbare Auffassung - dass es eine allgemeine Theorie der Bezugnahme gar nicht geben könne.
I 182
wissenschaftliche Artikel über Myonen sind voll von Photographien! - Bsp Myonen: man hat herausgefunden, daß die Masse des Myons das 206,786fache der Masse des Elektrons beträgt. wie haben wir die Zahl seinerzeit herausbekommen?
I 183
Aus einem ganzen Bündel komplizierter Rechnungen mit einem Bündel von Größen und einer Reihe von Beziehungen zwischen Naturkonstanten. Diese bestehen nicht nur aus Sätzen, sondern sind mit experimentellen Feststellungen verknüpft. Außerdem sind sie von unabhängigen Wissenschaftlern und Labors gefunden worden.
I 184
Der Satz von Löwenheim-Skolem ist nicht konstruktiv. D.h. es gibt prinzipiell kein den Menschen zu Gebote stehendes Verfahren zur Erzeugung einer nichtintendierten Interpretation. - Bsp wir reden auch von "Perserkatze" und "Herzkirsche". Diese Artbezeichnungen fungieren nicht wie gewöhnliche Adjektive des Typs "süß", denn süße Herzkirschen sind süßes Obst und nicht "Herzobst". - Lösung: das geht nicht bzw. fällt auf, denn die Anzahl der Unterarten ist nicht gleich: die Zahl der Kirschenarten ist verschieden von der Anzahl der Katzenarten. Also wird kein Entsprechungsverhältnis die Struktur der Artbezeichnungen bewahren. Außerdem backt man Kuchen ja nicht mit Katzen! Wie sollen die Kirschen-Fakten in der Katzen-Welt zum Vorschein kommen?
I 185
Putnam begeht den vielleicht schwersten Fehler, der in der Philosophie möglich ist, er nimmt einen Satz zum Beispiel, den vielleicht noch niemand geäußert hat und der außerhalb der Logik witzlos wäre. Der nächste Schritt ist dann, zu behaupten, genauso wie "Kirschen" umzuinterpretieren sei es möglich "Bezeichnen" umzuinterpretieren. Bezug: seine Gewährleistung hängt nicht in erster Linie von der Äußerung wahrer Sätze ab, sondern von unseren Interaktionen mit der Welt. Selbst auf der Ebene der Sprache ist weit mehr Struktur gegeben, als Putnam einbezieht.
I 220
HackingVsPutnam: dieser ist ein transzendentaler Nominalist (Antirealist). Es sei nicht möglich, aus dem Denksystem herauszutreten und eine Basis der Bezugnahme festzuhalten, die nicht zum eigenen System der Bezugnahme gehört. HackingVsPutnam: das ist eine verfehlte Dichotomie von Denken und Handeln (Wie Dewey).
Hacking These: der Mensch ist ein darstellendes Wesen. (Ein Volksstamm ohne Bilder ist für mich kein Menschenstamm).

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996
VsPutnam Lewis Vs Putnam, H.
 
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I 27
Fehlgeschlagene Kennzeichnungen sind nicht sinnlos! (Putnam: die theoretischen Termini einer widerlegten Theorie sind sinnlos.). LewisVsPutnam: das sind sie nicht, falls sie fehlgeschlagenen Kennzeichnungen gleichen. »Der Marsmond« und »der Venusmond« benennen (auf irgend eine normale Weise) nichts hier in unserer wirklichen Welt; aber sie sind nicht sinnlos, weil wir sehr gut wissen, was sie in gewissen anderen möglichen Welten benennen.
In unserer Detektivgeschichte wäre dann eine andere Geschichte realisiert. Ja, sie hatte sogar eine einzige Realisierung: die Geschichte, die sich ergibt, wenn wir den kleinen Fehler beseitigen oder berichtigen. Eine einzige Beinahe-Realisierung.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsPutnam Nagel Vs Putnam, H.
 
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I 25
NagelVsPutnam: flirtet seit eh und je mit dem Subjektivismus. - - -
I 132
Der interne Realismus scheitert an seinem eigenen Test der rationalen Akzeptierbarkeit. Was wir tatsächlich akzeptieren, ist eine Weltsicht, durch die unsere Wahrnehmungen bestätigt oder widerlegt werden. Selbst unsere Interpretation der Quantentheorie und die damit zusammenhängenden Beobachtungen wäre doch eine Ansicht über das Sosein der Welt, auch wenn ein Physiker sagt, sie könne nicht realistisch interpretiert werden. Es wäre keine Ansicht, die zu recht mit Hilfe einer »internalistischen« Deutung eingeschränkt würde. Unser Standpunkt ist eine Menge von Überzeugungen, die das wirkliche Sosein betreffen, wobei zugestanden wird, daß wir vieles nicht wissen.
Das einzige Verfahren zur Feststellung der rationalen Akzeptierbarkeit ist das Nachdenken darüber, ob sie wahr ist. Mit allen Belegen und Argumenten und Erwägung aller Dinge, die von anderen als relevant angeführt werden.
Nagel: man darf Akzeptierbarkeit nicht mit Wahrheit gleichsetzen, sonst beraubt man beide Begriffe jeglichen Inhalts.
Interner Realismus/Putnam: der interne Realismus soll keine Zurückführung der Wahrheit auf epistemische Begriffe beinhalten, Wahrheit und Akzeptierbarkeit seien wechselseitig abhängig.
NagelVsPutnam : das ist nicht klar. Putnam scheint aber in letzter Zeit Zugeständnisse zu machen, siehe seine Erklärung, wieso Wittgenstein kein Relativist sei: ein Standpunkt außerhalb des Sprachspieles sei etwas anderes, als sich am Sprachspiel selbst zu beteiligen.
Putnam : aber wieso soll sich die Metasprache eher in Sicherheit wiegen?«
I 133
Nagel: der Glaube daran, dass die Welt geordnet ist, ist in einigen Bereichen durchaus bestätigt, nämlich: wenn sie Beobachtungen prognostizieren, die ihrerseits nicht durch unseren Glauben an diese Hypothesen erklärt werden können. Die »Theoriebeladenheit« der Beobachtung ist meiner Meinung nach von geringer Bedeutung.

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
VsPutnam Nozick Vs Putnam, H.
 
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II 339
Funktionalismus/NozickVsPutnam: f zusätzlich brauchen wir die biologische Funktion der physikalischen Zustände als Realisation von funktionalen Verbindungen. Putnam: hat recht, dass die bestimmte materielle Basis nicht wichtig ist. Aber daraus folgt nicht, dass nichts an der materiellen Basis wesentlich ist!
Bsp eine auf und ab rollende Marmorkugel im Kopf eines Marsmenschen hätte die gleichen funktionalen Verbindungen wie Scherz sie für uns hat. Daraus folgt nicht, dass der Marsmensch dabei Schmerzen hat!
VsPutnam: zwei zusätzliche Bedingungen:
1. die entsprechenden Zustände unter dem funktionalen Isomorphismus müssen selbst isomorphe interne Strukturen haben.
2. (das gibt der 1. den Inhalt): diese Zustände müssen ihre Rolle in einer Weise spielen, die von ihre (isomorphen) internen Struktur abhängig ist.
mentaler Zustand/Schmerz/Marsmensch/Nozick: damit die mentalen Zustände dieselben wie bei uns sind, müssen die physischen Zustände nicht nur dieselbe Rolle spielen, sondern auch (intern) genauso konfiguriert sein wie bei uns. (FN 47).
Wenn die internen Konfigurationen der Marsmenschen von unseren verschieden sind, obwohl sie dieselben Rollen erklären sollen, dann sind sie in anderen mentalen Zuständen.
Nozick: dennoch, selbst Marsmenschen für die das alles gilt,
II 340
sind immer noch nicht in denselben mentalen Zuständen, wenn sie nicht dieselbe biologische Funktion haben wie unsere: die abstrakten rationalen Relationen zu erkennen oder herbeizuführen.

No I
R. Nozick
Philosophical Explanations Oxford 1981

No II
R., Nozick
The Nature of Rationality 1994
VsPutnam Quine Vs Putnam, H.
 
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Willard V. O. Quine
Schurz I 211
Realismus/Wissenschaftstheorie/Schurz: zwei Arten: a) metaphysisch
I 212
b) hypothetisch konstruktiver Realismus: These: die Frage, ob ein theoretischer Terminus (TT) referiert, kann nicht a priori entschieden werden. Das hängt vom Erfolg des Begriffs in der Erfahrungserkenntnis ab. Dann konvergiert die realistische Begründungsfrage mit der instrumentalistischen Bedeutungsfrage!
Wunderargument/PutnamVsQuine/PutnamVsUnterbestimmtheit: (pro Realismus): es wäre ein Wunder, wenn Theorien, die lange empirisch erfolgreich waren, nicht auch realistisch wahr wären.
Unterbestimmtheit/QuineVsPutnam/QuineVsRealismus: These: es ist immer möglich, zu einer gegebenen Theorie T empirisch äquivalente Theorien T* mit stark unterschiedlichem oder sogar inkompatiblem theoretischen Überbau zu konstruieren, so dass unmöglich T und T* zugleich wahr sein können. Derartige empirisch äquivalente Theorietransformationen sind jedoch immer post hoc.
Wunderargument: (Worrall 1997, 153ff, Carrier 2003, §4): kann nur dann Geltung besitzen, wenn man unter empirischem Erfolg die Fähigkeit versteht, qualitativ neue Voraussagen zu machen.
CarrierVsQuine/WorrallVsQuine//Schurz: keine post hoc konstruierte Theorie T* hat das jemals gekonnt.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsPutnam Rorty Vs Putnam, H.
 
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Richard Rorty
McDowell I 175
Kohärenztheorie/Rorty pro Davidson: Überzeugungen: können a) von außen gesehen werden, Sicht des Feldforschers, kausale Interaktionen mit der Umwelt - b) von innen, aus der Sicht des Eingeborenen, als Handlungsregeln. Die Innensicht ist normativ, im Raum der Gründe. RortyVsPutnam: dieser versucht, das irgendwie zusammenzudenken.
McDowell I 178
RortyVsPutnam: Putnam versteht unter einer "Erklärung von X" immer noch eine Zusammenschau, die Synthese von äußerem und innerem Standpunkt. Die Vertreter der Zitattilgung glauben, die Menschen ließen sich nur in behavioristischer Manier schildern. Aber warum sollte es ausgeschlossen sein, Ergänzungen durch normative Darstellungen in Betracht zu ziehen? (Putnams Philosophie sei letztlich traditionell). Kausalität/Putnam: der Wunsch, eine Geschichte über die kausalen Beziehungen von menschlichen Verlautbarungen und Umwelt zu erzählen, schließt nicht aus, daß man eine Geschichte erfindet, nach der die Sprecher Gedanken ausdrücken, und Behauptungen aufstellen, und dabei versuchen, keine Fehler zu machen. Diese Geschichten sind dann aber vielleicht gar nicht auseinanderzuhalten! (PutnamVsRorty.)Rorty These vom kausalen Standpunkt können wir unsere Überzeugungen nicht Normen der Untersuchung unterwerfen. - - -
Rorty I 304
RortyVsPutnam: dieser entfacht eine Scheinkontroverse zwischen einer »idealistischen« und realistischen Theorie der Bedeutung.
I 307
Putnam/Rorty: verfolgt 3 Gedankengänge: 1. gegen die Konstruktion von »wahr« als sinngleich mit »begründete Behauptbarkeit« (oder irgendeinen anderen »weichen« Begriff, der mit Rechtfertigung zu tun hatte). Dies soll zeigen, dass nur eine Theorie der Beziehung zwischen Wörtern und Welt eine befriedigende Bedeutung des Wahrheitsbegriffs geben kann.
2. eine bestimmte Sorte soziologischer Tatsachen bedarf der Erklärung: die Verlässlichkeit der normalen Methoden wissenschaftlicher Forschung, die Brauchbarkeit unserer Sprache als Mittel, und dass diese Tatsachen nur auf der Basis des Realismus erklärbar sind.
3. nur der Realist kann den Schluss von »viele der Termini der Vergangenheit referierten nicht« auf »es ist überaus wahrscheinlich, dass auch keiner der heute verwendeten Termini referiert« vermeiden.
I 308
RortyVsPutnam: das ist so ähnlich wie die Argumente von Moore gegen alle Versuche, »gut« zu definieren: »wahr, aber nicht begründet behauptbar« ist genauso sinnvoll wie »gut, aber nicht der größten Glückseligkeit förderlich«.
I 312
theoretische Termini/TT/Referenz/Putnam/Rorty: wir müssen die verheerende Konsequenz verhindern, dass kein theoretischer Terminus die auf irgend etwas referiert.(3. Argument, s.o.). Was wäre, wenn wir eine Theorie akzeptierten, nach der Elektronen so etwas wie Phlogiston sind? Wir müssten dann sagen, dass Elektronen in Wirklichkeit gar nicht existieren. Was wäre, wenn uns das ständig passierte? Selbstverständlich muss eine solche Schlussfolgerung blockiert werden. Selbstverständliches Desiderat der Referenztheorie.
I 313
RortyVsPutnam: aus zwei Gründen rätselhaft: 1. unklar, von welchem philosophischen Standpunkt sich zeigen ließe, dass der revolutionäre Wandel der Wissenschaften an sein Ende gelangt ist.
2. auch wenn es einem solchen Standpunkt gäbe, bliebe unklar, wie die Referenztheorie ihn uns überhaupt verschaffen könnte.
I 314
In einem vortheoretischen Sinne wissen wir aber sehr wohl, dass sie sich auf dergleichen Dinge bezogen haben. Sie versuchten alle, mit dem gleichen Universum fertig zu werden.
I 315
Rorty: man sollte sich die Funktion eines Ausdrucks vielleicht eher als das »Herausgreifen von Entitäten« denken denn als Gebrauch »zur Beschreibung der Wirklichkeit«. Wir könnten aus der Siegerperspektive die Dinge einfach so darstellen, dass selbst die primitivsten Animisten über die Bewegung von Molekülen und Genen usw. gesprochen haben. Dadurch wird der Skeptiker der denkt, es gebe vielleicht gar keine Moleküle nicht beschwichtigt, aber es wird auf der anderen Seite auch keine Entdeckung über die Relationen zwischen Wörtern und der Welt leisten können.
Referenz/Rorty: Dilemma: entweder wir
a) benötigen die Referenztheorie als eine Garantin des Erfolgs der heutigen Wissenschaften, oder
b) die Referenztheorie besteht in nichts weiter als einer Entscheidung darüber, wie wir die Wissenschaftsgeschichte schreiben sollen (statt ihr das Fundament zu liefern.)
I 319
Referenz/RortyVsPutnam/RortyVsKripke: verwechselt man diesen Begriff »wirklich sprechen über« mit dem Begriff der Referenz, so kann man, wie Kripke und Putnam leicht auf die Idee kommen, wir hätten über die Referenz »Intuitionen«. Rorty: nach meiner Auffassung stellt sich das Problem gar nicht. Die einzige Tatsachenfrage, die es hier gibt, betrifft die Existenz oder Nichtexistenz bestimmter Entitäten, über die gesprochen wird.
I 320
Fiktion/Referenz/RortyVsKripke/RortyVsPutnam: natürlich kann es Referenz auf Fiktionen nicht geben. Das entspricht dem technisch wissenschaftlichen Gebrauch. Dann hat jedoch »Referenz« mit »sprechen über« im Grunde überhaupt nichts zu tun, und kommt erst ins Spiel, nachdem man seine Wahl zwischen den verschiedenen Strategien getroffen hat. Referenz ist ein technischer Terminus und daher haben wir über ihn überhaupt keine Intuitionen! Wirkliche Existenzfragen werden auch nicht von dem Kriterium von Searle und Strawson berührt! Was ist dann aber das richtige Kriterium? Rorty: es gibt gar keins!
Man kann nicht nur über nichtexistente Entitäten sprechen, sondern man kann auch herausfinden, dass wir in Wirklichkeit über sie gesprochen haben! In Wirklichkeit über X sprechen und über ein wirkliches X sprechen ist ja nicht dasselbe.
I 324
Realismus/PutnamVsPutnam/Selbstkritik/Rorty: der metaphysische Realismus bricht eben an der Stelle zusammen, an der es sich vom Peirceschen Realismus zu unterscheiden behauptet. Also von der Behauptung, es gäbe eine ideale Theorie.
I 326
interner Realismus/Putnam/Rorty: Position, der zufolge wir die »mundane“ Tatsache, dass der Gebrauch der Sprache zur Erreichung unserer Ziele, zu unserer Zufriedenheit usw. beiträgt durch den Umstand erklärt werden kann, dass »nicht die Sprache, sondern die Sprecher die Welt widerspiegeln, insofern sie eine symbolische Darstellung ihrer Umwelt hervorbringen«. (Putnam). Vermittels unserer Konventionen stellen wir das Universum einfach besser dar als je zuvor.
RortyVsPutnam: das bedeutet nicht mehr, als dass wir uns selbst gratulieren, den Terminus Lithium erfunden zu haben, damit etwas für Lithium stehe, für das die ganze Zeit nichts gestanden hatte.
I 327
Dass wir aufgrund unserer Einsichten ganz gut mit der Welt fertig werden, ist wahr, aber trivial. Dass wir sie angemessen widerspiegeln ist »bloß ein Bild«.
Rorty V 21
analytisch/synthetisch/Kultur/Quine/Rorty: die gleichen Argumente lassen sich auch verwenden, um der anthropologischen Unterscheidung zwischen dem Interkulturellen und dem Intrakulturellen den Garaus zu machen. So kommen wir auch ohne den Begriff einer universellen transkulturellen Rationalität aus, die Putnam gegen die Relativisten ins Feld führt.
V 22
Wahrheit/Putnam: »gerade dadurch, dass wir von unseren verschiedenen Auffassungen der Rationalität sprechen, wird ein Grenzbegriff gesetzt, ein Grenzbegriff der idealen Wahrheit«. RortyVsPutnam: aber was soll eine solche Setzung schon leisten? Außer doch einen Gottesstandpunkt einführen?
Rorty VI 75
Idealisierung/ideal/Bestätigung RortyVsPutnam: ich kann nicht sehen, was "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit" anderes heißen kann, als "Akzeptierbarkeit für eine ideale Gemeinschaft". Also toleranten und geschulten Liberalen. (> Peirce: "Gemeinschaft der Forscher am idealen Ende der Forschung").
VI 76
Peirce/Terminologie: "CSP" "Conceptual System Peirce" (von Sellars so genannt). Idealisierung/ideal/Bestätigung/RortyVsPutnam: da er sich verbietet, den Schritt von Williams hin auf Annäherung an ein einziges richtiges Resultat nachzuvollziehen, hat er auch keine Möglichkeit, diesen Schritt a la Peirce zu tun!
VI 79
Mensch/Gesellschaft/gut/schlecht/Rorty: "wir selbst mit unseren Maßstäben" bedeutet nicht "wir, gleichgültig ob wir Nationalsozialisten sind oder nicht" sondern soviel wie "Sprachbenutzer, die nach unserer Erkenntnis verbesserte Neuauflagen unserer selbst sind." Wir haben einen Entwicklungsprozess durchgemacht, den wir als rationale Überredung gelten lassen.
VI 80
Das beinhaltet die Vermeidung von Gehirnwäsche und die freundliche Duldung von Störenfrieden à la Sokrates und Schelmen à la Feyerabend. Heißt das, wir müssten die Möglichkeit der Überredung durch Nazis offenhalten? Ja, das heißt es, ist aber nicht gefährlicher als die Möglichkeit, zum ptolemäischen Weltbild zurückzukehren!
PutnamVsRorty: "besser zurechtkommen" ist kein Begriff, wonach es bessere oder schlechtere Normen gibt,...es ist eine interne Eigenschaft unseres Bildes von der Rechtfertigung, dass eine Rechtfertigung unabhängig sei von der Mehrheit...
(Rorty: ich kann mich nicht erinnern, jemals gesagt zu haben, Rechtfertigung sei von einer Mehrheit abhängig.)
RortyVsPutnam: "besser" in Bezug auf "uns in Bestform" weniger problematisch als in Bezug auf "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit". Lasst uns ein paar neue Denkweisen ausprobieren.
VI 82
Putnam: was soll "schlecht" hier bedeuten. außer in Hinblick auf ein verfehltes metaphysisches Bild?
VI 87
Wahrheit/Putnam: wir kommen nicht darum herum, dass es irgendeine Art von Wahrheit gibt, irgendeine Art von Richtigkeit, die Substanz hat, und sich nicht bloß der "Zitattilgung" verdankt! Das bedeutet, dass sich das Normative nicht eliminieren lässt. Putnam: diese Richtigkeit kann nicht nur für eine Zeit und einen Ort gelten (RortyVsPutnam).
VI 90
Ratio/Putnam: die Ratio lässt sich nicht naturalisieren. RortyVsPutnam: das ist mehrdeutig: einerseits trivial, andererseits ist es falsch zu behaupten, die Darwinistische Darstellung lasse eine Lücke im kausalen Gewebe.
Ratio/Putnam: sie ist sowohl transzendent, als auch immanent. (Rorty pro, aber anderer Sinn von "transzendent": über unsere heutige Praxis hinausgehend".).
RortyVsPutnam: verwechselt die Möglichkeit, dass die Zukunft die Gegenwart transzendiert, mit der Notwendigkeit, dass die Ewigkeit die Zeit transzendiert.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsPutnam Searle Vs Putnam, H.
 
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John R. Searle
Searle passim
Kernthese:(VsPutnam): Bedeutungen sind im Kopf! Weil Wahrnehmung selbstbezüglich ist und die Erfüllungsbedingungen selbst liefert.
Sätze, Schriftzeichen sind auch nur Gegenstände in der Welt. Aber ihr Repräsentationsvermögen ist nicht intrinsisch! Es ist aus der Intentionalität des Geistes hergeleitet.
I 34
SearleVsFunktionalismus/SearleVsPutnam: die tatsächlichen Geistesphänomene hingegen haben gar nichts mit Zuschreibungen zu tun, sondern sind subjektive Erste Person Phänomene. - - -
II 91
Zwillingserde/Putnam: die Welt übernimmt das Kommando.
II 92
SearleVsPutnam: das reicht nicht aus. Tradition: zwei Fehler:
1. die Annahme, jeder intentionale Gehalt sei eine isolierte Einheit.
2. die Annahme, Verursachung sei immer eine nicht intentionale Beziehung.
Intentionalität/Kausalität/Searle: es gibt eine Relevanz der Kausalität.
1. Netzwerk und Hintergrund beeinflussen die Erfüllungsbedingungen.
2. intentionale Verursachung steht zu den Erfüllungsbedingungen immer in einer internen Beziehung.
3. eine Person steht in indexikalischen Beziehungen zu ihren eigenen intentionalen Zuständen, Netzwerk, und Hintergrund. (Jeweils eigener Hintergrund).
II 93
Kausalität: kommt als Teil des intentionalen Gehalts vor. Zuvor muss Bill Sally als Sally identifiziert haben, damit es zu den Erfüllungsbedingungen gehört, dass es von Sally und nicht von Zwillings-Sally verursacht sein muss. Sein gegenwärtiges Erlebnis muss auf diese frühere Identifikation Bezug nehmen. Indexikalität: das Erlebnis ist nicht bloß ein Erlebnis, das irgend jemand hat. Sie ist das Erlebnis von jemanden mit dem speziellen Netzwerk und dem speziellen Hintergrund.
(...) Zwillingserde (ZE) Bsp’ Vertauschung der beiden Sallys im Kindesalter. Frage, wie kann es sein, dass beide den gleichen Satz äußern, und identische qualitative Erlebnisse haben, und dennoch Verschiedenes meinen?
II 97
ZE/Searle: die Erlebnisse sind zwar "qualitativ identisch" haben aber dennoch unterschiedlichen Gehalt und unterschiedliche Erfüllungsbedingungen. Wiedererkennen: man hat die Fähigkeit, hier auf der Erde jemand wiederzuerkennen aber diese Fähigkeit selbst braucht weder Repräsentation zu enthalten noch in ihnen zu bestehen!
Der Unterschied zwischen den beiden Zwillingen ist, dass ihre Erlebnisse auf die jeweils eigenen Hintergrund Fähigkeiten Bezug nehmen. (Indexikalität).
- - -
II 250
SearleVsPutnam: allen Argumenten ist gemeinsam, dass gemäß Ihnen der innere intentionale Gehalt des Sprechers nicht ausreicht, um festzulegen, worauf er sich bezieht.
II 251
SearleVsPutnam: die These, dass die Bedeutung den Bezug festlegt, lässt sich wohl kaum durch die Betrachtung von Fällen widerlegen, in denen Sprecher die Bedeutung nicht einmal kennen! Intension und Extension sind nicht relativ zu Idiolekten definiert! Meinen/Tradition: Intension ist eine abstrakte Entität, die von einzelnen Sprechern mehr oder weniger unvollkommen erfasst werden kann. Aber es reicht nicht, zu zeigen dass der Sprecher die Intension nicht oder nur unvollkommen erfasst haben mag, denn solch ein Sprecher verfügte auch über keine einschlägige Extension!
SearleVsPutnam: dieser müsste behaupten, dass die Gesamtheit der intentionalen Zustände der Sprecher (samt Experten) nicht die richtige Extension festlegt.
Searle: es ist Sache der Experten, zu entscheiden.
Ulmen/Buchen/Searle: ich weiß, dass Buchen keine Ulmen sind. Woher weiß ich das? Weil ich weiß, dass es unterschiedliche Baumarten sind. Ich habe damit begriffliches Wissen formuliert.
II 257
SearleVsPutnam: ein Mörder wird nicht durch die Mikrostruktur festgelegt.
II 257/258
SearleVsPutnam: weiterer Punkt: Putnam macht gewisse Annahmen: nie kam jemand auf die Idee, die traditionelle These, dass Intension die Extension bestimme, auf diese indexikalischen Wörter auszudehnen. Bsp "Ich habe Kopfschmerzen" (Zwillingserde). Doch die Extension von "Ich" ist eine andere. Er hat in zwei verschiedenen Idiolekten zwei verschiedene Extensionen. Searle: Doch es folgt keineswegs, dass der Begriff, bin ich von mir habe, sich in irgendeiner Weise von den Begriff unterscheidet, den mein Doppelgänger von sich hat. SearleVsPutnam: Putnam nimmt an, dass sich die Tradition nicht auf indexikalische Ausdrücke anwenden lässt. 2. Dass die Erfüllungsbedingungen identisch sein müssen auch beim Doppelgänger. Searle: beides ist falsch.
Searle: wenn wir unter "Intension" intentionale Gehalte verstehen, legt sie gerade doch die Extension fest. Außerdem können zwei Personen in typidentischen Geisteszuständen sein, und ihre intentionalen Gehalte dennoch verschieden sein. Sie können verschiedene Wahrheitsbedingungen haben.
II 259
Searle: nehmen wir an, Jones tauft 1750 Wasser indexikalisch auf der Erde und Zwillings-Jones auf der Zwillingserde. Typidentische geistige Inhalte und visuelle Erlebnisse Putnam: weil sie nun dieselbe Definition geben, nimmt Putnam an, dass wir mit Rückgriff auf ihre geistigen Inhalte nicht erklären können, dass es zwei verschiedene Extensionen sind.
Searle: einfache Antwort: sie haben doch keine typidentischen intentionalen Gehalte. Weil diese Gehalte selbstbezüglich sind. Die Erfüllungsbedingungen sind festgelegt. Es wird in beiden Fällen verschiedenes gemeint. (> Meinen).
- - -
III 173
SearleVsPutnam: verwechselt zwei logisch unabhängige Thesen unter seinem Etikett "metaphysischer Realismus": 1. Die Wirklichkeit existiert unabhängig von unseren Repräsentationen.
2. Es gibt genau ein korrektes begriffliches Schema für die Beschreibung der Wirklichkeit .(privilegiertes Schema: PS).
Searle: Putnam sieht ganz richtig, dass der externe Realismus das privilegierte Schema widerlegt. Der metaphysische Realismus sei die Konjunktion dieser beiden.
SearleVsPutnam: aber man widerlegt nicht beide, indem man eines der Konjunktionsglieder widerlegt. Die Falschheit des privilegierten Schemas lässt den externen Realismus unberührt.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsPutnam Wright Vs Putnam, H.
 
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I 58
"Putnams Äquivalenz"/(Wright): P ist wahr dann und nur dann, wenn P unter idealen epistemischen Umständen gerechtfertigt werden könnte.
Konvergenzforderung/Putnam: keine Aussage, die unter epistemisch idealen Umständen gerechtfertigt ist, kann gleichzeitig mit ihrer Negation behauptet werden.
Wright: das ist natürlich von der Forderung nach Vollständigkeit zu unterscheiden: nicht alle Fragen sind entscheidbar.(Quantenmechanik).
Wright: es scheint hier, dass sogar ideale epistemische Umstände nicht neutral in bezug auf Negation sein können. ((s) Bsp (s) wenn der Ort des Elektrons nicht fixiert werden kann, ist das keine negative Aussage über diesen oder einen anderen Ort.)
I 59
Negation/Minimalismus: verlangt die übliche Negationsäquivalenz: "Es ist nicht der Fall, dass P" ist wahr dann und nur dann, wenn es nicht der Fall ist, dass "P" wahr ist.
Das funktioniert nicht für die Quantenmechanik.
WrightVsPutnam: die Bsp aus der Quantenmechanik oder auch aus der Mathematik (Unentscheidbarkeit) sind tödlich für Putnams Ansatz.(Bsp generalisierte Kontinuumshypothese).
Es gilt sicher nicht einmal für empirische Aussagen a priori, dass jede davon unter idealen Umständen entscheidbar wäre.
I 60
(Also bestätigbar oder widerlegbar). A priori/Minimalismus/Wright: die minimalen Plattitüden gelten vermutlich a priori.
WrightVsPutnam: wenn also Putnams informelle Erläuterung a priori korrekt wäre das muss sie sein um überhaupt korrekt zu sein dann würde a priori zu gelten haben, dass auch die Negation einer Aussage, die unter idealen Umständen nicht gerechtfertigt werden kann (Elektron) gerechtfertigt sein würde.
Wright: genau das kann aber a priori nicht der Fall sein.
WrightVsPutnam: irrtümlich apriorischer Anspruch. Aber es kommt noch schlimmer: die Erweiterung der Argumentation macht jeden Versuch, Wahrheit als wesentlich evidenzunabhängig (>Evidenz, Quantenmechanik) zu bestimmen, zunichte.
Anti Realismus, semantischer/Evidenz: mag sich nun im Gegensatz zu Putnam mit einer "Einbahnstrasse" zufrieden geben: (EC, epistemische Einschränkung):
EC Wenn P wahr ist, dann gibt es Evidenz dafür, dass es so ist.
Evidenz/WrightVsPutnam: Wahrheit wird durch Evidenz engeschränkt. Das führt zu einer Revision der Logik.
I 64
WrightVsPutnam: er muss intuitionistische Revisionen vornehmen.
I 66
I 66
Def Wahrheit/Peirce: das, was an einer idealen Grenze des Erkennens gerechtfertigt ist, wenn alle empirische Information eingeholt ist. PutnamVsPeirce: man kann einfach nicht wissen, wann man alle Information hat! Wright dito
I 68/69
Def Superassertibilität: eine Aussage ist superassertibel, wenn sie berechtigt ist, oder berechtigt werden kann, und wenn ihre Berechtigung sowohl die beliebig genaue Prüfung ihrer Abstammung als auch beliebig umfangreiche Ergänzungen und Verbesserungen der Information überleben würde. Wright: für unsere Zwecke reicht es aus, dass der Begriff "relativ klar" ist.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsPutnam Verschiedene Vs Putnam, H. Davidson II 196
(GlüerVsPutnam: Davidson sollte sich Putnams eigene Deutung (bedingt durch dessen szientistischen Essentialismus) nicht zu eigen machen. Die fraglichen Überzeugungen spielen in deren Überzeugungssystemen identische inferentielle Rollen, da weder der eine noch der andere per definitionem über chemische Kenntnisse verfügen. Gegenüber Putnams Idee der Essenz einer natürlichen Art, auch und gerade einer noch wissenschaftlich zu entdeckenden, sollte der Radikalinterpret skeptisch sein. Putnams Annahmen kollidieren auch mit der Autorität der ersten Person. Dennoch lebt Davidsons Argumentation von der Putnamschen Annahme, daß der mentale Ereignistyp eines Ereignisses nicht durch seinen physikalischen Typ determiniert ist. - - -
Putnam V 42
Bsp Zwillingserde:(Wasser: H20/ Zwasser: XYZ,1750): verschiedener Bezug aber kein wesentlich unterschiedener Geisteszustand. Der Bezug ist verschieden, weil der Stoff verschieden ist! VsPutnam: einige Philosophen: man sollte sagen: „es gibt zwei Arten von Wasser“, und nicht, dass sich unser Wort „Wasser“ nicht auf die Flüssigkeit der Zwillingserde bezieht. Nach Ansicht dieser Autoren haben wir dann einfach die Aussage falsifiziert, dass alles Wasser H2O sei.
PutnamVsVs: das Beispiel lässt sich ohne Schwierigkeit ändern, so dass es von diesem Argument nicht betroffen wird: Bsp’ nehmen wir an, das Wasser auf der Zwillingserde sei in Wirklichkeit ein Gemisch aus 20 % Äthylalkohol und 80 % Wasser.
- - -
Putnam V 60
Löwenheim-Skolem/Putnam/VsPutnam (Bsp): man könnte einwenden, die oben angeführten Definitionen beziehen sich auf Dinge, die von den betreffenden Gegenständen (z. B. Kirschen auf Bäumen und Katzen auf Matten) verschieden sind, extrinsische Eigenschaften. In der tatsächlichen Welt ist jede Kirsche eine Katze*, doch wenn es keine Kirsche auf einem Baum gäbe, wäre sie keine Katze*, selbst wenn ihre intrinsischen Eigenschaften genau dieselben wären! Ob etwas eine Katze ist oder nicht, hängt im Gegensatz dazu nur von seinen intrinsischen Eigenschaften ab.
PutnamVsVs: die Schwierigkeit dieses Vorschlags ist eine gewisse Symmetrie in der Beziehung von „Katze“ und „Matte“ zu „Katze*“ und „Matte*“. Bsp’ wie oben, nur sollen Bäume* jetzt Photonen im Fall (c) sein.
Seltsamerweise sind diese Fälle genau unsere alten Fälle (a),(b),(c) unter einer neuen Beschreibung.(+ V 60,61) in allen drei Fällen stellen sich Katzen als Katzen heraus!
V 61
Analog variiertes Bsp mit Quark* als Matte (in c)), dann stellen sich Matten in allen drei Fällen als Matten heraus.





D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsPutnam Poundstone Vs Putnam, H.
 
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I 95
Quark/Poundstone: sind Quarks sind kontrafaktisch? Es ist unmöglich, ein isoliertes Quark zu beobachten. Sie sind das, in was ein Proton sich spalten ließe, falls es gespalten werden könnte, aber es kann nicht gespalten werden.
I 96
Grund: die Farbkraft nimmt mit wachsender Entfernung nicht ab, sondern zu. Unendlicher Energieaufwand nötig. Selbst wenn man die Energie aufbrächte, würden statt eines Quarks neue Partikel entstehen.
PoundstoneVsPutnam: die Antwort, ob diese Annahmen lediglich Komplikationen seien, liegt nicht im Himmel, sondern in unseren Köpfen.
- - -
I 319
Universum/Schildkröte/Poundstone: Bsp "Das Universum ruht auf dem Rücken einer Schildkröte": soll sagen, das bekannte Universum ruhe auf dem Rücken einer unbekannten Schildkröte. Wir bestimmen den Bedeutungsgehalt von "Universum" automatisch so, dass er in den Kontext des Satzes passt. Gehirne im Tank/PoundstoneVsPutnam: das gleiche würden wir mit einer Aussage "Wir sind Gehirne im Tank" tun! Sie könnten sagen: "Ich bin das, was "Retortengehirn" in der Laborsprache bedeutet". Innerhalb der Retortensprache wäre dann "Laborsprache" ein metaphysischer Ausdruck ohne physikalisches Äquivalent.
- - -
I 323
Gedankenexperiment/PoundstoneVsPutnam: mögliche oder unmögliche physikalische Realisierung ist bei Gedankenexperimenten von Bedeutung! Bsp Zwillingserde: eine lange chemische Formel würde einer zähen, klebrigen Masse entsprechen! Daher keine Verwechselbarkeit mit unserem Wasser, anderer geistiger Zustand!
Die einzige andere Verbindung von Wasserstoff und Sauerstoff (Wasserstoffperodxyd H2O2, ist extrem instabil,
Planeten mit Ammoniakatmosphäre müssen viel kälter sein. Wenn Ammoniak flüssig ist, ist Quecksilber fest. Das wäre eine ganz andere Welt.
((s)PoundstoneVsPutnam/(s): bringt also ein holistisches Argument.).
I 324
PoundstoneVsPutnam: unser Gehirn besteht zum großen Teil aus Wasser, also haben wir auch die Bedeutung von Wasser im Kopf. Die Bewohner der Zwillingserde hätten dann XYZ im Kopf!
I 326
Zwillingserde/Putnam: jede Erfahrung ist mehrdeutig. Die Gegenparts haben identische Erfahrungen gemacht, ihre Neuronenströme bzw. Gehirnzustände können identisch sein, es gibt aber mehr als eine Realität, die dazu passt. - - -
I 336
Modelltheorie/PoundstoneVsPutnam: ein Schlüssel, der überhaupt einen ungefähr sinnvollen Text liefert, wird schon der richtige sein! Grund: die unendliche Zahl der theoretisch möglichen Schlüssel.
I 339
Bedeutung/Übersetzung/Codierung/Kryptographie/Poundstone: wo ist sie? In der Nachricht, Im Schlüssel? Im Bewußtsein derer, die die Nachricht verstehen? PoundstoneVsPutnam: nur wenige würden bestreiten, dass die Bedeutung letzten Endes im Bewußtsein, also im Geist liegt.
Extremfall: wenn das System "iiii.." ergibt, liegt die gesamte Bedeutung im Schlüssel. Meist ist die Bedeutung zwischen Text und Schlüssel aufgeteilt.
W. Poundstone
I W. Poundstone Im Labyrinth des Denkens, Reinbek 1995
VsPutnam Peacocke Vs Putnam, H.
 
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I 179
Fremdpsychisches/PeacockeVsPutnam: man kann wissen, dass jemand Schmerzen hat. Vs Superspartaner. Individuation: daher kann es sein, dass es für die Individuation auch komplexe und allgemeine Abhängigkeiten in der umgekehrten Richtung gibt.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsPutnam Stalnaker Vs Putnam, H.
 
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II 23
Glaubenszuschreibung/Externalismus/Anti-Individualismus/weiter Inhalt/Burge/Stalnaker: These: die Zuschreibung von weitem Inhalt ist allgemein nur eine indirekte und unbestimmte Weise, um zugrundeliegende Tatsachen zu beschreiben, die direkter durch den engen Inhalt beschrieben werden. Enger Inhalt/StalnakerVsenger Inhalt/StalnakerVsPutnam/Stalnaker: ist obskur und konfus. Bsp Zwillingserde: es sind die Eigenschaften der Überzeugungen, die "weit" sind, nicht der Inhalt selbst.
II 24
Def "Organismischer Beitrag"/Dennett: (Den 1982): Beitrag zum Glaubensinhalt: eine intrinsische Komponente z.B. von Wasser. Analogie Bsp Masse, wie sie zum Gewicht beiträgt. These: so könnte man intentionale Eigenschaften als intrinsische Komponenten von Überzeugungen ansehen.
StalnakerVs: dennoch ist es gar nicht klar, ob man die Unterscheidung eng/weit im Inhalt ansiedeln sollte.

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
VsPutnam Brendel Vs Putnam, H.
 
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Elke Brendel
I 70
W-Def/WT/PutnamVsTarski/Putnam/Brendel: Tarskis Theorie sei von vornherein kontraintuitiv: das gilt auch für die modelltheoretischen Varianten. Sie werden unserem intuitiven Begriff von „wahr“ nicht gerecht.
I 71
Sein W-Begriff sei noch nicht einmal „semantisch“. BrendelVsPutnam: sein Begriff von „intuitiver Wahrheit“ ist selbst ganz unklar.
I 105
Disquotationstheorie/Zitattilgungstheorie/Disquotationalismus/Putnam/Brendel: These: ist nur eine Variante der Redundanztheorie. BrendelVsPutnam/Brendel: das ist ein Irrtum: denn die Redundanztheorie nimmt einen Operator an und ein disquotationstheoretischer Wahrheitsbegriff kann kein aussagenlogischer Operator sein und damit nicht redundanztheoretisch.
I 278
GTI/PutnamVsSkeptizismus/Putnam: These: die Aussage, wir seien GIT kann sich gar nicht als wahr herausstellen, weil Repräsentationen keine intrinsische Verbindung zu ihren Repräsentanten haben („magische Referenz“) - unabhängig von Verursachung.
I 279
SkeptizismusVsPutnam/Brendel: den Skeptizismus muss das nicht beeindrucken. Er kann Putnams Argument als transzendentales Argument einstufen: es bezieht sich auf die Voraussetzungen der Möglichkeit, den Satz „Wir sind GIT“ zu formulieren. StroudVsPutnam/Brendel: solche transzendentalen Argumente setzen schon bestimmte verifikationistische Annahmen voraus.
I 280
Problem: daraus kann man noch nicht schließen, dass es die Welt tatsächlich gibt. Dazu müsste man noch annehmen, dass erkenntniskonstituierende Prinzipien die Welt notwendigerweise so beschreiben, wie sie tatsächlich ist. StroudVstranszendentales Argument/Brendel: petitio principii.
I 281
BrendelVsStroud: Lösung: semantische Wahrheit/Brendel: die skeptische Hypothese ist keine sinnvolle wahrheitsfähige Aussage im Sinn der semantischen Wahrheit.
GIT/Putnam/Brendel: Putnam selbst räumt ein, dass GIT physikalisch möglich sind. Aber was bedeutet das, außer, dass es eine mögliche solche Beschreibung gibt?
I 282
BrendelVsPutnam: es wird gar keine physikalische Möglichkeit gezeigt, nur eine black box. (David WardVsPutnam Ward, 1995, 191f). er müsste die Denkmöglichkeit oder Denkunmöglichkeit zeigen. ((s) Weil er selbst letztlich von einem Argument der Denkunmöglichkeit (Unmöglichkeit der Referenz) ausgeht.
Gedankenexperiment/Brendel: dass etwas physikalisch möglich ist, ist auch noch kein Argument für die Legitimität von GE.
I 283
Begriffsanalyse/Brendel: lässt sich nur durch begriffliche Möglichkeiten bestätigen oder widerlegen.
I 284
BrendelVsPutnam: die Welt der GIT ist uns gar nicht so verschlossen, wir haben eine Vorstellung, wie es wäre.
I 285
Verstehen/Skeptizismus/BrendelVsPutnam/Brendel: daher ist die skeptische Hypothese uns gar nicht unverständlich. Und dann auch wahrheitsfähig. „alles anders“/Brendel: hier kommen dann allerdings Grenzen unseres Vorstellungsvermögens herein.

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsPutnam Cartwright Vs Putnam, H.
 
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I 56
Repräsentation/Putnam/Cartwright: gar nichts repräsentiert die Tatsachen – nicht einmal die einfachsten Sätze Bsp über die Plätzchen im Ofen – auch nicht die physikalischen Gesetze repräsentieren – CartwrightVsPutnam: Verallgemeinerungen der Biologie und Ingenieurskunst repräsentieren wohl, nicht aber die fundamentalen Gesetze.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsPutnam Cresswell Vs Putnam, H.
 
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II 70
Bedeutung/im Kopf/Putnam/Kripke/CresswellvsKripke/CresswellVsPutnam: die beiden geben nur vor gezeigt zu haben, daß Bedeutungen „nicht im Kopf“ sind. Ich selbst weiß gar nicht, was damit eigentlich gemeint ist. Daher weiß ich auch nicht, ob mein Ansatz mit dem der beiden inkompatibel ist oder nicht.
II 71
Zwillingserde/ZE/Putnam: sein Beispiel paßt jedenfalls genau in meine Semantik d.h. es kann gelöst werden.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
VsPutnam Millikan Vs Putnam, H.
 
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I 328
natürliche Art/Putnam/Millikan: (Meaning of Meaning): These: wenigstens im Fall von natürliche Art-Begriffen bestimmt die Intension nicht die Extension. Begründung: es ist möglich, dass solche Begriffe identische Intensionen aber verschiedene Extensionen haben.
Bedeutung/Putnam: was immer verschiedene Extensionen hat, muss aber verschiedene Bedeutungen haben. Daher können Bedeutungen nicht im Kopf sein.
I 329
Putnam/Millikan: seine Argumentation hier ist die eines Realisten. Bedeutung/Millikan: wenn nun Bedeutungen nicht Intensionen sind, muss es etwas anderes geben., dass die Referenz oder die Extension bestimmen kann.
natürliche Art/Lösung/Putnam: entgegen dem Anschein sind natürliche Art-Begriffe indexikalisch. Und damit hat die Tradition immer ihre Schwierigkeiten gehabt.
Extension/Putnam: These: die Extension von „Wasser“ und „Gold“ ist bestimmt durch eine Relation zwischen dem Ausdrucks-Token und der Extension.
MillikanVsPutnam: das ist der Grund, warum er fälschlicherweise denkt, dass natürliche Art-Begriffe indexikalisch wären. Damit wird auch gar kein Problem gelöst, sondern nur eins benannt.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsPutnam Newen Vs Putnam, H.
 
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NS I 136
GIT/Gehirne im Tank/Putnam: der Satz „Ich bin ein Gehirn im Tank“ ist immer falsch! a) wenn wir keine Gehirne im Tank sind
b) Angenommen, wir sind Gehirne im Tank (immer dort gewesen): dann bezieht sich unser Wort auf elektrische Impulse, die die falschen Wahrnehmungen von Tanks erzeugen.
((s) Pointe/(s) auch wenn wir wissen, dass der von uns formulierte Satz falsch ist, wissen wir damit nicht, ob wir nicht doch Gehirne im Tank sind! Nur könnte unser Satz sich nicht auf diese Tanks und auf unsere wirklichen Gehirne beziehen. Und zwar dann, weil wir Gehirne im Tank wären! (s.u. Punkt 3. Vs.)
NS I 137
VsPutnam/Newen/Schrenk: Problem: 1. das funktioniert nur für Gehirne, die immer schon im Tank waren. Andere Gehirne, die vielleicht gekidnappt wurden, hätten die realweltlichen Referenten in ihrer Zeit in der Welt gelernt.
NS I 138
Vs: 2. das Beispiel geht davon aus, dass die Tanks und die ganze Apparatur ex nihilo entstanden. Vs: 3. es kann ein noch stärkerer Skeptizismus entstehen: nicht nur werde ich im Zweifel gelassen, ob ich ein Gehirn im Tank bin, ich kann diesen Zweifel nicht einmal artikulieren.
Newen/Schrenk: könnten wir nicht einen anderen Satz formulieren? Bsp „Ich bin eingelegt“?
NS I 139
Manche Autoren glauben das.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsPutnam Vollmer Vs Putnam, H.
 
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I 285
Kausalität/Putnam: kann charakterisiert werden 1. Regelmäßige Abfolgen (rein physikalisch, unbefriedigend) oder 2. Über den Begriff der Erklärung, (nicht rein physikalisch) oder
3. Über kontrafaktische Bedingungen (das erfordert "Normalbedingungen" oder "möglichst ähnliche Welten").
Def Referenz/Lewis/Vollmer: funktionale Eigenschaft (nicht einfach eines Lebewesens, sondern) eines Lebewesens mit seiner Umwelt.
I 285
Def Referenz/Lewis/Vollmer: funktionale Eigenschaft (nicht einfach eines Lebewesens, sondern) eines Lebewesens mit seiner Umwelt.
Kausalität/VollmerVsPutnam: übersieht die vierte Möglichkeit der Charakterisierung der Kausalität: Energieübertragung.
PutnamVsVollmer: wenn Energieübertrag eine so große Rolle spielen soll, dann kann das Betätigen eines Lichtschalters keine Ursache sein!
VollmerVsPutnam: das übersieht, dass nicht die gesamte Energie übertragen werden muss, sondern nur ein beliebig kleines Minimum.
I 286
PutnamVsVollmer: wenn man das zugibt, ist dennoch die Frage, wie man das ohne kontrafaktische Formulierung charakterisieren solle. VollmerVsPutnam: das ist überhaupt nicht nötig, weil ja eine physikalische Charakterisierung vorliegt.
Referenz/VsEvolutionstheorie: (z.B. Putnam): es ist nicht klar, welche Referenz physikalische Begriffe überhaupt haben!
VollmerVsVs: hat man erst einmal eine physikalische Charakterisierung kausaler Beziehungen (Energieübertrag) so lässt sich auch "Referenz" physikalisch explizieren.

Vo I
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd I Stuttgart 1988

Vo II
G. Vollmer
Die Natur der Erkenntnis Bd II Stuttgart 1988
VsPutnam Field Vs Quine, W.V.O.
 
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I 129
Nominalismus/Wissenschaft/Theorie/FieldVsQuine-Putnam-Argument: ein Argument um zu zeigen, daß nominalistische Ressourcen adäquat für gute Wissenschaft sein wäre: (E) Für jede platonistische wissenschaftliche Theorie gibt es eine nominalistische Theorie zu der die platonistische eine konservative Erweiterung ist.
Aber das ist trivial, wenn es keine Beschränkungen darüber gibt, welche Mengen von Sätzen, die unter logischer Folgebeziehung abgeschlossen sind, als Theorien zählen. Natürlich ist jede platonistische Theorie T eine konservative Erweiterung der "Theorie" die aus nominalistischen Folgerungen von T besteht.
Wir müssen (E) so verstärken, dass uninteressante nominalistische Theorien ausgeschlossen sind.
Science without numbers: hier habe ich nicht mit (E) argumentiert.
(E) oder jede verstärkende Erweiterung ist eine Existenzbehauptung einer hinreichend breiten Variation von nominalistischen Theorien, und das geht über die Behauptung der Konservativität mathematischer Theorie hinaus.
I 241
Konservativität/Mathematik/Field: Wahrheit erfordert keine Konservativität! Wahre empirische Theorien sind offensichtlich nicht konservativ! Wohl aber ist Konservativität auch von den meisten Realisten für die Mathematik anerkannt. Sie sagen nämlich, daß gute Mathematik nicht nur wahr, sondern notwendig wahr ist!
Konservativität/Field: (s.o.) konservative Mathematik hat die Eigenschaften der notwendigen Wahrheit, ohne selbst wahr sein zu müssen.
Quiner: ist Realist in Bezug auf Mathematik. Er will die Rede von mathematischer Notwendigkeit im Kein ersticken. Dafür braucht er dann aber die Konservativität.
FieldVsQuine: dafür müsste er dann aber einen großen Umbau an seiner These vornehmen, dass Mathematik kontinuierlich in den Rest der anderen Wissenschaften übergeht.
Logik/Empirie/Quine: These: Logik könnte empirisch widerlegt werden.
Konservativität/Field: damit steht aber in Einklang, daß Mathematik empirisch widerlegt wird, während die Logik intakt bleibt.
- - -
Horwich I 407
interner Realismus/iR/Existenz/Ontologie/Objekt/Putnam : welche Objekte es gibt, ist nach dem iR nur innerhalb einer Theorie zu entscheiden FieldVsPutnam: ich bin nicht sicher, ob ich verstehe was er meint. Ich nehme an, dass er meint, es gibt mehrere korrekte Theorien, die die Frage der Ontologie unterschiedlich beantworten. Aber das ist zu trivial.
schärfer: (Put. S. 72 74)zwei gleichermaßen korrekte Theorien können verschiedene Ontologie haben.
PutnamVsRedundanztheorie: gibt keine Erklärung unseren Verstehens.
FieldVsPutnam: das impliziert dann aber weder Geist Unabhängigkeit noch Theorie Abhängigkeit! Und es widerlegt nicht die Korrespondenztheorie. Bsp man kann das Verhalten elektrisch geladener Körper mit oder ohne die Annahme von Feldern erklären.
Ontologie/Existenz/Field: die meisten von uns würden sagen, dass mehr existiert, als man zu behaupten gezwungen ist.
FieldVsQuine: Bsp es ist selten entscheidend, die Existenz unabgetrennter Kaninchenteile zusätzlich zur Existenz von Kaninchen zu behaupten.
FieldVsPutnam: wenn das klar ist, dann kann man kaum anti realistische Konsequenzen aus der Tatsache ziehen, dass zwei gleich gute Theorien in der Ontologie differieren können.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Putnam Vs Rorty, R.
 
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McDowell I 178
Rorty These vom kausalen Standpunkt können wir unsere Überzeugungen nicht Normen der Untersuchung unterwerfen. PutnamVsRorty: dann bleibt es ein Rätsel wie es etwas wie Überzeugungen überhaupt geben kann. Ein zweiter Standpunkt hilft dann auch nicht weiter, wenn wir diesem Standpunkt nicht gestatten, die kausalen Interaktionen zwischen Personen mit Überzeugungen und dem Gegenstand ihrer Überzeugungen mit in Betracht zu ziehen. Denn dann bleibt es rätselhaft, wieso dieser zweite Standpunkt die Normen liefern soll.
- - -
Putnam I 21
Theorie/Bedeutung/Putnam: es wird immer verschiedene Theorien geben, aber das schadet nichts, solange sie verschiedene Begriffe verwenden. wenn sie empirisch äquivalent sind, machen sie für uns keinen Unterschied. Repräsentation/Darstellung/Rorty: das ganze Problem ist fehlgeleitet, eine Scheindebatte.
PutnamVsRorty: das ist genau der Versuch, den Standpunkt Gottes einzunehmen.
- - -
Putnam I 204/205
PutnamVsRorty: wenn es so etwas gibt wie "Sichauszahlen einer Vorstellung", dann gibt es unweigerlich die Frage nach der Natur dieser "Richtigkeit". Putnam: was Rede zu mehr macht als zu einem bloßen Ausdruck unserer augenblicklichen Subjektivität, ist, dass sie bezüglich der Gegenwart oder Abwesenheit dieser Eigenschaften beurteilt werden kann ob "Wahrheit" oder "Richtigkeit" oder "Sichauszahlen" oder wie man sie nennen will.
Selbst wenn sie eine kulturell relative Eigenschaft ist. Aber das stellt uns nicht frei von der Verantwortung zu sagen, welche Eigenschaft das ist!
- - -
I 239
Metaphysik/Philosophie/Rorty/Putnam: für Rorty und die von ihm bewunderten Franzosen scheinen zwei Vorstellungen packend zu sein: 1. Das Scheitern unserer philosophischen "Grundlegungen" ist ein Scheitern unserer ganzen Kultur, daher müssen wir philosophische Revisionisten sein.
I 240
2. Typisch Rorty: er lehnt die "Realismus/Antirealismus Debatte" und die "Emotion/Kognition Debatte" ab, indem er die Debatte verspottet. PutnamVsRorty: wenn eine Kontroverse "vergeblich" ist, dann bedeutet das nicht, dass die rivalisierenden Bilder unwichtig wären.
I 242
berechtigte Behauptbarkeit/PutnamVsRorty: ist von der Mehrheitsmeinung unabhängig, das ist aber keine Tatsache der transzendenten Wirklichkeit, sondern es ist eine Eigenschaft des Begriffs der Berechtigung. Der Berechtigung kann die Mehrheit sicher zustimmen oder nicht zustimmen.
Dass das so ist, haben die Relativisten selbst durch ihre Praxis gezeigt!
RelativismusVs: könnte einwenden, dass sei eben ein "schlechter Zug des gewöhnlichen Begriffs von "Berechtigung"".
PutnamVsVs: was kann dann "schlecht" aber heißen, wenn nicht in Bezug auf ein dahinter stehendes metaphysisches Bild?
I 242/243
Ein Philosoph, der sich darauf bezieht (solche gibt es), könnte behaupten, dass seine eigene Überzeugung wahr, aber nicht berechtigt ist er würde sich dabei nicht selbst widerlegen. Es ist aber eine pragmatische Inkonsistenz an seiner Position: PutnamVsRelativismus/PutnamVsRealismus: beide behaupten, zugleich innerhalb wie außerhalb der Sprache stehen zu können!
Der Realismus widerlegt sich damit noch nicht sofort selbst, da er eine "Perspektive Gottes" sowieso annimmt.
Aber der Relativismus widerlegt sich damit selbst.
- - -
Normen/Werte/Rorty: (1985) die Verbesserungen sind nicht besser in Bezug auf einen vorher bekannten Stand, sondern nur in dem Sinn besser, dass sie nun klar besser erscheinen als ihre Vorgänger.
Normen/Werte/PutnamVsRorty: das ist keine Klärung des Begriffs der "Verbesserung".
I 243/244
Da Rorty normalerweise von westlicher Kulturgemeinschaft spricht, könnte es sein, dass diejenigen die Oberhand gewinnen, die meinen, dass wir mit Judenvernichtung "am besten zurechtkommen". ((s) "Besser zurechtkommen" scheint gar nicht von Rorty selbst gebraucht worden zu sein.)
PutnamVsRorty: "besser zurechtkommen" ist ein Frage, wie etwas uns erscheint und ist überhaupt nicht der Begriff von besseren und schlechteren Normen und Standards. Standards und Bild von ihnen sind aber logisch unabhängig!
Deshalb macht es Sinn zusagen, dass, was die meisten für eine Verbesserung halten, in Wirklichkeit keine sei.
Diskurs/Rorty: (Spiegel der Natur) unterscheidet zwischen "normalem" und "hermeneutischem" Diskurs.
normal: übereinstimmend mit den relevanten Standards und Normen einer Kultur.
hermeneutisch: bei unlösbaren Meinungsverschiedenheiten wird versucht, eine Paradigmen Lücke zu überbrücken.
I 244/245
PutnamVsRorty: benutzt "wahr" und "vernünftig" emotional. Das ist Rhetorik. Wozu dient sie? Bekanntlich war Mussolini pro Pragmatismus: dieser unterstütze gedankenlosen Aktivismus. R.B. Perry, 1936).
Wenn Toleranz und die offene Gesellschaft unser Ziel ist, wäre es dann nicht besser, direkt für sie zu argumentieren, als zu hoffen, sie wären Nebenprodukte einer Änderung des metaphysischen Bildes?
PutnamVsRorty: wahrscheinlich denkt er auch, dass metaphysischer Realismus falsch ist. Aber er kann es nicht sagen! Hinter seiner Umhüllung ist der Versuch vorhanden, aus der Perspektive Gottes heraus zu sagen, dass es gar keine Perspektive Gottes gibt.
- - -
Rorty VI 79
Mensch/Gesellschaft/gut/schlecht/Rorty: "wir selbst mit unseren Maßstäben" bedeutet nicht "wir, gleichgültig ob wir Nationalsozialisten sind oder nicht" sondern soviel wie "Sprachbenutzer, die nach unserer Erkenntnis verbesserte Neuauflagen unserer selbst sind." Wir haben einen Entwicklungsprozess durchgemacht, den wir als rationale Überredung gelten lassen.
VI 80
Das beinhaltet die Vermeidung von Gehirnwäsche und die freundliche Duldung von Störenfrieden à la Sokrates und Schelmen à la Feyerabend. Heißt das, wir müssten die Möglichkeit der Überredung durch Nazis offenhalten? Ja, das heißt es, ist aber nicht gefährlicher als die Möglichkeit, zum ptolemäischen Weltbild zurückzukehren!
PutnamVsRorty: "besser zurechtkommen" ist kein Begriff, wonach es bessere oder schlechtere Normen gibt,...es ist eine interne Eigenschaft unseres Bildes von der Rechtfertigung, dass eine Rechtfertigung unabhängig sei von der Mehrheit...
(Rorty: ich kann mich nicht erinnern, jemals gesagt zu haben, Rechtfertigung sei von einer Mehrheit abhängig.)
RortyVsPutnam: "besser" in Bezug auf "uns in Bestform" weniger problematisch als in Bezug auf "idealisierte rationale Akzeptierbarkeit". Lasst uns ein paar neue Denkweisen ausprobieren.
VI 82
Putnam: was soll "schlecht" hier bedeuten. außer in Hinblick auf ein verfehltes metaphysisches Bild?

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPutnam Field Vs Skeptizismus
 
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Horwich I 418
epistemischer Relativismus/Field: hier können gleich gute Beweissysteme in ihrer Bewertung von Überzeugungen differieren. Vielleicht gibt es auch kein bestes Beweissystem. Es gibt drei Hauptaufgaben:
1. es muss eine Variationsbreite von Beweissystemen aufgezeigt werden
2. eine Variationsbreite intuitiv wünschbarer Ziele
3. (am wichtigsten): der eR muss bewerten, wie verschiedene Beweissysteme verschiedene Ziele erfüllen kann.
Das kann nicht von einem neutralen Standpunkt aus erfolgen.
Pointe: die Behauptung, dass ein Beweissystem besser ist als ein anderes,. Ist eine faktische Behauptung, und dabei gebrauchen wir natürlich das Beweissystem, das wir normalerweise gebrauchen. Das hat manche Leute zu einem Skeptizismus geführt, dass keine Behauptung jemals wirklich gerechtfertigt ist.
Relativismus: für ihn hat die Frage nach einer „wirklichen“ Rechtfertigung sowieso keinen Sinn.
I 419
Relativismus/FieldVsSkeptizismus: gerade der Relativismus liefert eine Widerlegung des Skeptizismus! PutnamVs epistemischer Relativismus/Field: drei Argumente:
1. (S. 136):; (Prämisse): es gibt keine Tatsachen, die von Werten unabhängig wären, Und das sei nur von Interesse, wenn wir schon vorher Vsmetaphysischer Realismus sind. (?).
2. (S. 119f): es scheint inkonsistent gleichzeitig einen Punkt zu vertreten und einen anderen, der gleich gut zu sein scheint.
FieldVsPutnam: ein Relativist, der nicht gleichzeitig Protagoräer (>Protagoras) ist, sollte nicht annehmen, dass alle Gesichtspunkte gleich gut sind! Einige sind wahr, andere falsch, einige sind verläßlich, andere nicht usw.
3. (Putnam S 121f): (bezieht sich auf die Unfähigkeit, Relativismus der Rechtfertigung von dem der Wahrheit zu unterscheiden: Wenn Aussagen der Form „x ist wahr (gerechtfertigt) relativ zu Person P“ selbst absolut wahr oder gerechtfertigt sind, dann ist das letztlich ein absoluter Begriff der Wahrheit (Rechtfertigung).
FieldVsPutnam: das gilt aber eben nicht für Rechtfertigung: das obige zeigt nur, dass Aussagen über Rechtfertigung relativ zu einem System absolut wahr oder falsch sind, (DF Ebene) und da für den mR Wahrheit faktual, nicht evaluativ ist, ist das für den mR unproblematisch.
FieldVsPutnam: sein Versuch´, den epistemischen Relativismus zu widerlegen, scheitert.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsPutnam Putnam Vs Tarski, A.
 
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Brendel I 70
W-Def/WT/PutnamVsTarski/Putnam/Brendel: Tarskis Theorie sei von vornherein kontraintuitiv: das gilt auch für die modelltheoretischen Varianten. Sie werden unserem intuitiven Begriff von „wahr“ nicht gerecht.
I 71
Sein W-Begriff sei noch nicht einmal „semantisch“. BrendelVsPutnam: sein Begriff von „intuitiver Wahrheit“ ist selbst ganz unklar.
I 72
„wahr-in-L“/PutnamVsTarski: nimmt weder auf die Sprecher noch auf deren Gebrauch von Ausrücken Bezug. Sie ist nur von syntaktischen Merkmalen abhängig. Problem: „Schnee ist weiß“ ist dann auch in solchen MöWe wahr, in denen die Wörter eine ganz andere Bedeutung haben! Dann korrespondieren sie einem anderen SV- Was ist dann noch semantisch daran? Und was heißt es, dass ein Satz in einer kontrafaktischen Situation zwar wahr-in-L, aber nicht „wahr“ ist? Es muss dann auch gesagt werden, in welcher Sprache der Satz „nicht wahr“ ist.
I 73
Außerdem muss erklärt werden, warum eine derartige „kontrafaktische Situation“ zeigt, dass „Wahrheit“ überhaupt nicht begrifflich analysiert wurde. Bsp
I1: hier bedeutet „Schnee ist weiß“, dass Schnee weiß ist (L1)
I2: hier, dass Wasser flüssig ist.
I2: in einem trivialen Sinn ist auch hier „Schnee ist weiß“ L1-wahr! Das ist sogar dann der Fall, wenn in einer Möwe „Schnee“ und „weiß“ so interpretiert werden, dass sie in dieser Möwe einen falschen Satz ausdrücken.
Bsp „„Die Erde ruht“ ist im geozentrischen Weltbild wahr“ ist auch im heliozentrischen Weltbild wahr.
kontrafaktische Situation/Putnam/Brendel: hier sollen die Ausdrücke eine abweichende Bedeutung haben, und außerdem aber weiterhin der SV gelten, dass Schnee weiß ist.
I 73
kontrafaktische Situation/Putnam/Brendel: Ausrücke haben eine abweichende Bedeutung, die SBV sind aber gleich. - - -
Putnam I 16
PutnamVsTarski: es muss ein bestimmtes substantielles Verständnis der Referenz und Wahrheit hinzukommen, in dem beide nicht von der menschlichen Erkenntnismöglichkeit abhängig gemacht werden. (Das wäre beim Instrumentalismus der Fall, der meint, ein Satz muss wahr sein, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, z.B. "die und die Sinneseindrücke sind vorhanden".). Wahrheit muss nach dem Realismus über prinzipielle Erkennbarkeit hinausgehen.
I 66
PutnamVsTarski: viele denken, dass er Referenz vollkommen präzisiert hat, ich nicht. Wahrheit/Referenz/Field: (1972) hat gezeigt, dass die "Wahrheitsdefinitionen" und "Referenzdefinitionen" der Logik ihre Aufgabe überhaupt nicht erfüllen.
PutnamVsTarski: seine "Konvention W" klärt nicht die Begriffe der Wahrheit und der Referenz, weil sie die Begriffe der Benennung eines Satzes und "aus etwas folgen" verwendet. Diese Begriffe sind mit Wahrheit und Referenz eng verwandt, bedürfen aber der Klärung.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsPutnam Rorty Vs Taylor, Ch.
 
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Richard Rorty
VI 126
Welt/Erkenntnis/Realität/Existenz/Taylor/Rorty: Taylor: These: niemand sei im Ernst bereit, zu bestreiten, dass es in diesem Zimmer keine Stühle gibt, und dass das aufgrund der Beschaffenheit der Realität wahr oder falsch ist. RortyVsTaylor: das bestreite ich allerdings! Es gibt zwei Möglichkeiten, die Formulierung »aufgrund des So-Seins der Dinge« zu interpretieren:
1. als Kürzel: »aufgrund der Verwendungsweisen unserer derzeitigen Beschreibungen und der kausalen Interaktionen.
2. »Aufgrund des So-Seins der Dinge, ganz unabhängig davon, wie wir diese Dinge beschreiben«. (Rorty: das ist einfach sinnlos).
VI 127
Korrespondenz/Rorty: mit dem Weggang des Dings an sich ist auch der Begriff der Übereinstimmung von der Bildfläche verschwunden. RortyVsTaylor: versucht, den einen Begriff beizubehalten, während er auf den anderen verzichtet. Das ist zum Scheitern verurteilt.
VI130
Wahrheit/Taylor: These: "Binnenrahmen": ein Wahrheitsbegriff, der durch unseren nichtrepräsentationalen Umgang mit Zuhandenem gegeben sei. ((s) >Praxis, praktischer Umgang). Rorty/RortyVsTaylor: (mit Sellars): nach dem psychologischen Nominalismus (alles ist sprachlich) ist "nichtrepräsentationaler Umgang" mit irgendetwas suspekt.
RortyVsSellars: außerdem repräsentiert Sprache gar nichts! (Sellars pro Repräsentation (!!)).
RortyVsTaylor: unser Umgang mit Dingen vermittelt uns höchstens ein Gefühl für die kausale Unabhängigkeit der Dinge, aber nicht einen Wahrheitsbegriff der Übereinstimmung.
VI 131
Taylor: unterscheidet "Binnenrahmen" Wahrheit (Übereinstimmung) mit "Sichselbstverstehen". Weil wir selbst zum guten Teil durch unsere Akte des Selbstverstehens konstituiert sind, können wir sie so deuten, als handelten sie in der gleichen Weise, wie unsere Gegenstandsbeschreibungen von einem unabhängigen Objekt.
VI 133
Realität/Erkenntnis/Welt/RortyVsTaylor: es ist nicht gut, zu sagen. "Das Sonnensystem war da und wartete auf Kepler". Neubeschreibung/Rorty: Unterschied zwischen einer Neubeschreibung des Sonnensystems und meiner selbst: das Sonnensystem wird nicht dadurch geändert, und ich kann wahre Äußerungen über es zur Zeit davor machen. Bei mir selbst verwende ich sie selbst in manchen Fällen nicht dazu, wahre Aussagen über mein bisheriges Selbst zu machen
Es gibt aber keine wissenschaftlichen Neubeschreibungen des Sonnensystems à la Sartre!
(Sartre/Rorty: Bsp "Er erkannte sich als Feigling und verlor dadurch seine Feigheit").
TaylorVsRorty/TaylorVsPutnam/TaylorVsGoodman: jene Autoren, die sagen, es gibt kein beschreibungsunabhängiges So-Sein der Welt, sind nach wie vor versucht, Form/Stoff Metaphern zu verwenden. Sie sind versucht zu sagen, es habe keine Gegenstände gegeben, ehe die Sprache das Rohmaterial geformt habe.
Falsche Kausalbeziehung: als habe das Wort "Dinosaurier" die Entstehung verursacht.
Taylor: wir sollten überhaupt aufhören, etwas Allgemeines über das Verhältnis zwischen Sprache und Realität oder das "Wesen der Bezugnahme" zu sagen. (Bloß Aussagen über das bestimmte Sprachverhalten von bestimmten Personen sind statthaft, das erlaubt auch Vorhersagen).
Welt/Sprache/Davidson/Rorty: es gibt sicher eine ganz bestimmte Beziehung zwischen dem Wort "Kilimandscharo" und einem bestimmten Sprecher, aber wir sind nicht imstande, auch nur das geringste darüber zu sagen, wenn wir nicht sehr gut über die Rolle diese Wortes in Sätzen Bescheid wissen!
Bezugnahme/Referenz/Davidson/Rorty: keine Aussicht, die Bezugnahme unmittelbar in nicht-sprachbezogener Terminologie (unabhängig von Sätzen) zu erklären!.
Sprache/Davidson/Rorty: "so etwas wie eine Sprache gibt es nicht ." (Nice Derangement of Epitaphs): es gibt keine Menge von Konventionen, die man lernen müsste, wenn man sprechen lernt. kein abstraktes Gebilde, das verinnerlicht werden müsste.
VI 134
Taylor/Rorty: unterscheidet zwischen Dingen, über die "mit Hilfe der Vernunft entschieden werden kann" und Dingen, bei denen das nicht möglich ist. RortyVsTaylor: höchstens pragmatische Unterscheidung zwischen nützlich für uns und nicht nützlich für uns.
VI 137
Taylor: sobald man der Erkenntnistheorie entronnen ist, gelangt man zu einem "kompromisslosen Realismus". RortyVsTaylor: nur zu einem trivialen und uninteressanten Realismus.
VI 139
Repräsentation/Wissen/Taylor Rorty: die erkenntnistheoretische Deutung des Wissens als innere Bilder ist verfehlt. Zwischen meinem Bild und dem Gegenstand können wir eine Grenze ziehen, nicht aber zwischen meinem Umgang mit dem Gegenstand und diesem Gegenstand selbst. Die Vorstellung, unser Verstehen gründe im Umgang mit der Welt lehnt Repräsentationen überhaupt ab.
VI 140
Taylor: Heidegger ("Zuhanden") und Merleau-Ponty (These: Handeln und Leiblichkeit) zeigen einen Ausweg. RortyVsTaylor: gerade diese beiden Autoren halten an Bildern und Repräsentationen fest, und sei es noch so vermittelt.
Repräsentation/Taylor/Rorty: These: Umgang mit der Welt ursprünglicher als Repräsentation.
VI 141
Rorty: kein Bruch zwischen den nichtsprachlichen und den sprachlichen Interaktionen zwischen Organismen (und Maschinen) und der Welt. Gegenstand/Repräsentation:/RortyVsTaylor: wir können - im Gegensatz zu Taylor - keine Grenze zwischen dem Gegenstand und unserem Bild des Gegenstands ziehen, den das "Abbild" ist auch bloß eine Form des Umgangs.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsPutnam Field Vs Unverzichtbarkeit
 
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I 14
Unverzichtbarkeitsargument/Field: hier geht es immer um Zwecke – ein solches Argument muß sich auf die Beste Erklärung (BE) stützen.
I 17
FieldVsUnverzichtbarkeitsargument: wir können zeigen, daß es gute Theorien gibt, die auf mathematische Entitäten verzichten – Rechtfertigung/Field: ist graduell. FieldVsUnverzichtbarkeits Argument: zwei Punkte, die es zusammen unhaltbar erscheinen lassen:
1. wenn wir zeigen können, daß es gleich gute Theorien gibt, die keine mE involvieren.
Ich glaube, daß wir das zeigen können im Fall von mE, aber nicht im Fall von Elektronen!
(Lit.Field: "Science without Numbers).
Zur Zeit wissen wir aber noch nicht genau wie wir mE eliminieren sollen, und unsere Methode der ((s) vollständigen) Induktion gibt uns ein gewisses Vertrauen in mE.
2. Rechtfertigung ist keine Frage des Alles oder nichts! (Rechtfertigung graduell).
I 29
Unverzichtbarkeis Argument/Field: könnte man sogar evolutionstheoretisch erklären: daß der Evolutionsdruck uns dazu gebracht hat, die empirisch unverzichtbaren mathematischen Annahmen schließlich plausibel zu finden. FieldVsVsBenacerraf: Problem: der Umfang der Mathematik, der in empirischer Wissenschaft zur Anwendung kommt, ist relativ klein! D.h. nur dieser kleine Teil könnte von der Empirie als verläßlich bestätigt werden.
Und Inferenzen auf den Rest der Mathematik sind nicht belastbar, es gibt einfach zu viele mögliche Antworten auf Fragen nach großen Kardinalzahlen oder der Kontinuumshypothese oder sogar nach dem Auswahlaxiom. Diese funktionieren gut genug, um uns die einfachere "Anwendungsmathematik" zu liefern.
((s) D.h. wir können von der Anwendungsmathematik nicht auf eine bestimmte richtige Antwort auf die Fragen der höheren Ebenen schließen.)
II 328
Nützlichkeit/Wahrheit/Mathematik/Putnam/Field: (Putnam 1971 locus classicus, anders als 1980): These: wir müssen Mathematik als wahr ansehen, um ihre Nützlichkeit (Nutzen) auf anderen Gebieten erklären zu können. Z.B. in Wissenschaft und Metalogik. (d.h. der Theorie der logischen Folge). Modalität/modal/Mathematik/Field: das steht im Gegensatz zu seiner früheren Auffassung, dass wir Modalität statt mathematischer Objekte gebrauchen können, um mathematische Wahrheit zu erklären.
II 329
Modale Erklärung: wird aber nicht für andere Disziplinen wie Physik funktionieren. (FieldVsPutnam, Field 1989/91: 252-69). Putnam/Field: die allgemeine Form seines Arguments geht so:
(i) wir müssen in Begriffen mathematischer Entitäten sprechen, um Wissenschaft, Metalogik usw. zu betreiben.
(ii) wenn wir sie für so wichtige Zwecke brauchen, haben wir Grund anzunehmen, dass diese Art Entitäten existiert.
VsPutnam/Field: dagegen gibt es zwei mögliche Strategien:
1. Vs: „tollkühne“ Strategie: involviert, dass wir Prämisse (i) substantiell verändern: wir wollen zeigen, dass wir im Prinzip gar keine Annahmen machen müssen, die mathematische Entitäten erfordern. D.h. wir könnten Physik und Metalogik sozusagen „nominalistisch“ betreiben.
Problem. in einer praktischen Hinsicht brauchen wir die mathematischen Entitäten dann aber immer noch für die Physik und die Metalogik. Diese praktische Unverzichtbarkeit müssen wir erklären.
„tollkühne“ StrategieVs: um sie zu erklären, müssen wir nur zeigen, dass die mathematischen Entitäten lediglich dazu dienen, Inferenzen zwischen nominalistischen Prämissen zu erleichtern.
Und wenn diese Erleichterung der Inferenzen die einzige Rolle der mathematischen Entitäten ist, dann schlägt (ii) fehl.
Lösung: dann reicht etwas viel schwächeres als Wahrheit(z.B. „Konservativität“) als Erklärung für diese begrenzte Art Nützlichkeit.
FieldVs: unglücklicherweise ist das Projekt der Nominalisierung nicht trivial. (Field 1980 für Physik, 1991 für Metalogik). Ich habe damals nur wenige Anhänger gefunden, bin aber zu dickköpfig, um eine Niederlage einzugestehen.
2. Vs („weniger kühne Strategie“): stellt (ii) tiefergehend in Frage: sie leugnet, dass wir von der theoretischen Unverzichtbarkeit von Existenzannahmen zu einem rationalen Glauben in ihre Wahrheit gelangen können. Das ist es, was Putnam „Unverzichtbarkeitsargument“ nennt. Putnam pro.
FieldVsPutnam: das braucht einige Einschränkungen und
VieleVsPutnam: diese Einschränkungen verhindern letztlich eine Anwendung in der Mathematik. Und zwar letztlich, weil mathematische Entitäten eben nicht kausal in physikalischen Wirkungen involviert sind.
II 330
FieldVsPutnam: das ist plausibel. PutnamVsVs: wenn mathematische Entitäten aber theoretisch unverzichtbar sind in kausalen Erklärungen (wie (i) behauptet), scheint es einen Sinn zu geben, in dem sie sehr wohl kausal involviert wind. Umgekehrt müßte man erklären, warum sie nicht kausal involviert sein sollten.
FieldVs: eine genauere Betrachtung sollte zeigen, dass die Rolle der mathematischen Entitäten nicht kausal ist. Und kein Unverzichtbarkeitsargument stützt. Bsp die Rolle von Mengen in der Physik, war einfach die, uns zu erlauben, die lokale Kompaktheit des physikalischen Raums zu behaupten.
Anderes Bsp Rolle der Mengen in Physik. Erlaubt uns (Cp) zu akzeptieren statt (Cs). (Field 1989,)1, 136-7). …+…

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsPutnam Davidson Vs Woodfield, A.
 
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Frank I 672
DavidsonVsPutnam: ich ziehe seine Annahme (1) in Zweifel, dass gewöhnliche prop Einst nicht im Kopf sind. Und deshalb die Autorität sich nicht auf sie anwenden ließe. Das folgt noch nicht aus der externen Individuation.
Bsp Sonnenbrand/Davidson: dass externe Verursachung dazu führt, dass Bedeutungen nicht im Kopf sind, ist genau so absurd, wie zu glauben, dass, weil Sonnenbrand durch die Sonne verursacht wird, er kein Zustand meiner Haut sei.
Bsp Angenommen, es könnte sein, dass jemand anders sich eine ununterscheidbare Verbrennung der Haut durch eine andere Ursache zugezogen hat (> "krawattenidentisch"/> Sellars). trotzdem hat nur einer von uns einen wirklichen Sonnenbrand, der andere nicht.
Das reicht aus um zu zeigen, dass eine Anerkennung des Externalismus eine Identitätstheorie des Mentalen mit dem Physischen nicht diskreditiert.
Andrew WoodfieldVs: "kein de re Zustand über ein Objekt außerhalb des Gehirns kann möglicherweise mit einem Zustand dieses Gehirns identisch sein, denn keine Gehirnzustand setzt die Existenz eines externen Objekts voraus".
((s) man kann alles halluzinieren).
Begriff/DavidsonVsWoodfield: individuelle Zustände und Ereignisse an sich setzten begrifflich gar nichts voraus! Einige ihrer Beschreibungen jedoch sehr wohl!"
Bsp mein Großvater setzte mich nicht voraus, aber wenn jemand als mein Großvater beschrieben wird,
Fra I 673
dann muss es neben meinem Großvater andere Menschen, mich eingeschlossen, geben.
I 674
DavidsonVsPutnam/DavidsonVsWoodfield: beide haben unrecht zu behaupten, es sei "absurd" zu glauben, zwei physisch identische Menschen könnten sich in ihren gewöhnlichen psychologischen Zuständen unterscheiden. Sie können es. (ZE). ZE/Putnam: (irgendwo): psychische Zustände identisch DavidsonVsPutnam: nicht identisch. (Anomaler Monismus). Das schwächt die Bedrohung der Autorität der ersten Person, die dann nicht mehr einfach aus der Tatsache erwächst, dass die Inhalten extern individuiert werden.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Bedeut. n. i. Kopf VsPutnam Versus Cresswell II 56
FodorVsPutnam: Bedeutungen sind im Kopf

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bedeut. n. i. Kopf VsPutnam Neutral Cresswell II 70/71
Bedeutung nicht im Kopf/Putnam - CresswellVsPutnam: nicht klar, was damit gemeint ist, weder pro noch Vs

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Externalismus VsPutnam Versus I 116
DavidsonVsPutnam, DavidsonVsBurge: Daß er mit der Triangulation die Alltagssituation so stark in den Vordergrund rückt, unterscheidet ihn von dem Externalismus Putnams und Burges. Davidson Externalismus/DavidsonVsKripke,DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation.
Davidson I 72f
Externalismus: pro: Putnam, Burge, Davidson (modifiziert: Triangulation setzt Alltagssituation stärker in den Mittelpunkt) - Vs: Searle - Quine: nicht eindeutig Vertreter des Externalismus -
II 185
Externalismus/Putnam/Kripke: richtige Kausalketten zwischen Wort und Gegenstand. >Kausaltheorie Externalismus/DavidsonVsKripke, DavidsonVsPutnam: ganze Sätze, Interpretation -
Frank I 661~
aber Davidson pro Volkspychologie, VsStich

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Externalismus VsPutnam Versus Hacking I 161
HackingVsPutnam. pro Externalismus - unsere Theorien wahrscheinlich wahr - Adäquatheit könnte aber vom Teufel herrühren - Putnam: Realität nicht geistunabhängig.
Logizismus/Mathe VsPutnam Pro Field II 331
KreiselVsPutnam/KreiselVsField: These: mathematische Objektivität ist transzendierte logische Objektivität -FieldVsKreisel: logische Objektivität ist alles was wir haben.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Realismus VsPutnam Pro Field I 241
Mathematik: Quine: ist Realist in Bezug auf Mathematik - QuineVsmathematische Notwendigkeit - dafür braucht er dann aber die Konservativität.
I 271
Realismus/Mathematik: Putnam: bezeichnet sich selbst als "mathematischen Realisten" - Field: anderer Sinn von Realismus - Putnam: mathematische Entitäten (mE) sind nicht geistunabhängig und nicht sprachunabhängig sondern man kann Realist sein, ohne auf mathematische Objekte verpflichtet zu sein - Kreisel: mathematischer Realismus verlangt mehr als Glauben in mE - Wright dito - KreiselVsPutnam/WrightVsPutnam: mE geistunabhängig und sprachunabhängig.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 8 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Bedeutung Fodor, J.
 
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Cresswell II 56
Bedeutungen/Fodor/Cresswell: FodorVsPutnam: These Bedeutungen sind im Kopf -" CresswellVsFodor: Problem: bei einer Zuschreibung muß ich dann dieselbe Repräsentation im Kopf haben -" es muß derselbe Glaube sein wie der, den er hat -" (s.o.: Bedeutungen sind keine Repräsentationen) -"

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Darstellen Hacking, I.
 
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I 220
HackingVsPutnam: These verfehlte Dichotomie von Denken und Handeln (Wie Dewey). Hacking These der Mensch ist ein darstellendes Wesen. (Ein Volksstamm ohne Bilder ist für mich kein Menschenstamm).
Moral Harman, G.
 
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Horwich I 421
Moral/Putnam: These wir können und müssen annehmen, daß es eine nicht-relative moralische Wahrheit gibt. HarmanVsPutnam: davon bin ich fasziniert aber nicht überzeugt. Ich fühle mich immer noch vom metaphysischen Realismus hingezogen,.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Namen Lewis, D.
 
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Schw I 223
Namen/Kennzeichnung/Referenz/Kripke/Putnam/Schwarz: (Kripke 1980, Putnam 1975): These: für Namen und Artausdrücke gibt es keine allgemeinbekannte Beschreibung (Kennzeichnung), die festlegt, worauf der Ausdruck sich bezieht. These: Kennzeichnungen sind für die Referenz völlig irrelevant. Beschreibungstheorie/LewisVsKripke/LewisVsPutnam/Schwarz: das wiederlegt nur die naive Kennzeichnungstheorie, nach der biographische Taten aufgelistet werden, die dem Referenten notwendig zukommen sollen.
Schw I 228
Namen/Prädikat/Eigenschaft/Lewis: These: Namen können alles benennen: statt Prädikat "F" nehmen wir "-heit" - Prädikate sind keine Namen und benennen nichts. - Prädikat/(s): kein sing Term - SchwarzVsLewis/ RussellVsFrege: wenn man annimmt, daß jedem Prädikat ein Name für eine entsprechende Eigenschaft zugeordnet werden kann, folgt Russells Paradoxie.
Erlebnis Nagel, Th.
 
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III 26
Erlebnis/Nagel: These alle Wesen haben spezifische Erlebnisse, die nicht mit den Mitteln jener psychologischen Begriffe darzustellen sind, die wir in der ersten Person, subjektiv, verstehen könnten. Das bedeutet aber nicht, daß wir nicht über Erlebnisse auf eine ganz allgemeine Weise nachzudenken vermögen, die jedoch kein subjektives Verständnis einschließt!
Wir müssen sie aber auch weiterhin als subjektive Erlebnisse betrachten ï·" nicht bloß als Verhaltensdisposition oder funktionale Zustände. (NagelVsPutnam, NagelVsRyle)!
Modalisierung Putnam, H.
 
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Field I 268
Field: Putnam: der mathematische Realist muß nicht das "mathematische Gegenstands-Bild" ("mathematical object picture") akzeptieren. Er könne seine Sicht in rein modalen Begriffen formulieren. Und zwar nicht als Alternative, sondern nur als andere Formulierung derselben Sicht.
I 296
Mathematik/Ontologie/Putnam: es gibt eine modale Übersetzung reiner Mathematik: er stellt eine Übersetzungsprozedur in vor, die mathematische Aussagen in modale Aussagen verwandelt, eine die akzeptable mathematische Aussagen (z.B. Axiome der Mengenlehre) in wahre modale Behauptungen verwandelt, die keine Quantifikation enthält, außer wenn diese wegmodalisiert ist. (Also keine mathematischen Entitäten (mE) in den modalen Aussagen).
I 270
FieldVsPutnam: zwei allgemeine Fragen: 1. welche Art Modalität ist hier involviert?
2. welchen Nutzen soll die Übersetzung haben? ...+...
I 275
modale Übersetzung/Field: mÜ von einzelnen mathematischen Anwendungen ohne Annahme von mE ist einfacher als eine der ganzen Mathematik, denn bei den Anwendungen braucht man keine reine Mathematik.
II 321
Mathematik/modal/Modalität/Putnam/Field: (Putnam 1967, Hellman 1989): Mathematik sollte modal verstanden werden. ((s) "Es gibt eine MöWe, in der die Mächtigkeit des Kontinuums so und so groß ist, und eine andere, wo sie größer/kleiner ist"?). Field. könnte es auch dann nicht auch, wenn es gar keine mathematischen Entitäten gibt, der Fall sein, daß für einen Wert von a für den Ca ("Die Mächtigkeit des Kontinuums ist Aleph a") modal interpretiert objektiv wahr ist.
FieldVs: . +
Horwich I 398
Menge/Putnam: (anderswo): Rede über Mengen kann immer in Rede über Möglichkeiten übersetzt werden.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Repräsentation Putnam, H.
 
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Cartwright I 56
Putnam: (interner Realismus): die Gesetze der Physik repräsentieren nicht die Tatsachen, und zwar, weil überhaupt nichts die Tatsachen repräsentiert! Repräsentation/Tatsachen/Putnam: These nichts repräsentiert ((s) "vollständige") Tatsachen. Nicht einmal Bsp allgemeinste Sätze über die Plätzchen im Ofen.
Putnam/Cartwright: würde vermutlich die Gleichungen der modernen Physik noch am ehesten als Repräsentationen der Realität ansehen.
Repräsentation/CartwrightVsPutnam: ich denke, es gibt alle möglichen Repräsentationen der Realität, inklusive die Verallgemeinerungen der Biologie und Ingenieurswissenschaften.
Was nicht repräsentiert, sind die fundamentalen Gesetze!

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Mathematik Putnam, H.
 
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Field II 319
Putnam: These es gibt viele Eigenschaften und Relationen in denen diese mathematischen Entitäten zueinander stehen können. Und es gibt nicht viel darüber festzulegen, wofür solche Eigenschaften und Relationen für die wir unsere mathematischen Prädikate gebrauchen, stehen sollten, abgesehen davon, daß sie die von uns akzeptierten mathematischen Sätze wahr machen.
II 321
Wahrheit/Mathematik/Putnam: These Wahrheit ist zu leicht zu erreichen ((s) durch Uminterpretation) um unsere Wahl der Axiome zu beschränken. (Allerdings nur, so lange es (unendlich viele) mathematische Objekte gibt).
II 328
Nützlichkeit/Wahrheit/Mathematik/Putnam/Field: (Putnam 1971 locus classicus, anders als 1980): These wir müssen Mathematik als wahr ansehen, um ihre Nützlichkeit (Nutzen) auf anderen Gebieten erklären zu können. Z.B. in Wissenschaft und Metalogik. (d.h. der Theorie der logischen Folge). Modalität/modal/Mathematik/Field: das steht im Gegensatz zu seiner früheren Auffassung, daß wir Modalität statt mathematischer Objekte gebrauchen können, um mathematische Wahrheit zu erklären.
II 329
Modale Erklärung: wird aber nicht für andere Disziplinen wie Physik funktionieren. (FieldVsPutnam, Field 1989/91: 252-69). Putnam/Field: die allgemeine Form seines Arguments geht so:
(i) wir müssen in Begriffen mathematischer Entitäten sprechen, um Wissenschaft, Metalogik usw. zu betreiben.
(ii) wenn wir sie für so wichtige Zwecke brauchen, haben wir Grund anzunehmen, daß diese Art Entitäten existiert.
VsPutnam/Field: ... +

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980