Lexikon der Argumente


Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 
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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 5 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsReidVsReid Prior Vs Anscombe, E. Prior I 127
PriorVsReid/VsAnscombe/VsFindlay: es ist nicht leicht, die beiden folgenden Sätze zusammenzuhalten: (1) Das, was X von Y denkt, mit ihm vorhat, verehrt, bezieht immer Y genauso ein wie X. - (2) Es gibt Fälle, in denen X an Y denkt (verehrt usw.) und es überhaupt kein Y gibt. - Zumindest ist es schwer, dabei die folgenden drei Überlegungen zurückzuweisen, die bloß scheinen, sie konsistent zu machen: - a) Denken an ein irreales Objekt sei eine andere Art Denken als die an ein reales Objekt. - b) unser Denken würde uns nicht zum Objekt, sondern nur zu einer "Idee" davon in Relation setzten. - c) es gäbe starke und schwache Arten von Realität. (>Subsistenz).
I 128
Denken/Anscombe/Prior: könnte "denken" nicht durch jedes andere (zumindest intentionale) Verb ersetzt werden? - Objekt/Tradition/Anscombe: etwas kann nicht einfach Objekt sein, ohne Objekt von etwas zu sein. Also "relationale Eigenschaft", ein Objekt zu sein.
I 129
Denken/Prior: man könnte meinen, Denken an Y oder an Z seien nur verschiedenen Arten (Modifikationen) derselben Tätigkeit. Nicht also ob Vater von Y und Vater von X "verschiedene Arten, Vater zu sein" wären, sondern mehr wie schnell und langsam denken.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsReidVsReid Russell Vs Aristoteles EMD II 286
Wesen/Namen/RussellVsEssentialismus/RussellVsAristoteles: (History of Western Phil.): Bsp Sokrates ist manchmal fröhlich, manchmal traurig. Weil diese Dinge wechseln, sind sie nicht Teil seines Wesens. Aber man nimmt von Sokrates an, daß er ein Mensch ist. Also ist die Frage des Wesens eine Frage, wie man die Wörter gebraucht. Wir wenden denselben Namen bei verschiedenen Gelegenheiten an auf Dinge oder Personen, die wir als Manifestationen derselben betrachten.
Das Wesen des Sokrates besteht dann in den Eigenschaften, in deren Abwesenheit wir den Namen Sokrates nicht gebrauchen werden. Also haben Namen vielleicht Wesen, Dinge können kein Wesen haben.
EMD II 286/287
Wir finden es bequem, gewisse Ereignisse im Leben von "Sokrates" und andere im Leben von "Smith" zusammenzufassen. Dann glauben wir, daß Sokrates irgendwie stabiler ist als die Dinge, die ihm passieren. Aber das ist er nicht! "Mr. Smith" ist ein Kollektivname für solche Vorkommnisse, d.h. er bezeichnet etwas völlig unwißbares!

Prior Prior I 121
Einhorn/Mill: bleibt auf sichererem Grund als Reid wenn es um Kentaurn geht, aber dabei scheint er ganz vergessen, was er vorher gesagt hat! Syllogismus/MillVsAristoteles: Bsp
Ein Drache atmet Feuer
ein Drache ist ein Schlange
Ergo: einige oder alle Schlangen atmen Feuer
Das ist nach Aristoteles gültig!
RussellVsAristoteles: das ist einfach ungültig, weil die Prämissen falsch sind: ein Drache existiert nicht.
Russell: entweder meinen die Prämissen:
"Drache ist ein Wort, das ein Ding bedeutet, das Feuer speit"
oder
"Die Idee (Vorstellung) eines Drachens ist die Idee eines Dings, das Feuer speit".
((s) Einmal "Wort" , zweimal "Idee".)
Frage: wenn es keinen Drachen gibt, ist dann die Idee keine falsche Idee?
Was würde man dazu sagen:
"Ich würde mich fürchten, wenn eine Drache zu Tür herein käme"? Würde er das eine Idee oder ein Wort nennen?
VsReid: seine eigenen Prinzipien hätte es ihm besser sagen müssen.

Russell I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

Russell II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

Russell IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

Russell VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg) Frankfurt 1993

Russell VII
B. Russell
On the Nature of Truth and Falsehood, in: B. Russell, The Problems of Philosophy, Oxford 1912 - Dt. "Wahrheit und Falschheit"
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg) Frankfurt 1996

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsReidVsReid Anscombe Vs Reid, Th. Prior I 124
Gedankenobjekt/Anscombe: (wie Reid, wie Findlay): Intentionalität sollte behandelt werden, als das, was sie ist "und nicht ein ander Ding". AnscombeVsReid: Empfindungsobjekt, Wahrnehmungsobjekt: näher am Denken, als bei Reid.
I 126
Intentionalität/Unbestimmtheit/Gedankenobjekte/Anscombe: 2. Eigenschaft: ihre "Unbestimmtheit".: Bsp ich kann einen Mann denken, ohne an einen Mann mit bestimmter Größe zu denken, aber ich kann keinen Mann schlagen, ohne einen Mann mit bestimmter Größe zu schlagen.
Denn es gibt keinen Mann mit unbestimmter Größe (wohl aber als Gedankenobjekt).
3. Eigenschaft: (Wie Findlay, VsReid):
wenn ich an einen bestimmten Mann denke, ist es möglich, dass nicht jede wahre Kennzeichnung (Beschreibung) von ihm eine ist, unter der ich an ihn denke. (>DavidsonVsHume).
(Bsp >Quine. Tullius, Cicero).
Bsp Anscombe: jemand hält seinen Vater für einen Hirsch.
Vater: "materielles Objekt" (des Zielens!).
Bsp ein Stamm verehrt einen Gott: materielles Objekt: nichts als ein Stück Holz. Intentionales Objekt: Gott.
Pointe: vielleicht war der "Vater" nur ein dunkler Fleck vor dem Laubwerk, aber der dunkle Fleck war wirklich da!
Halluzination/Prior: liefert keine Kennzeichnung! ((s) Nicht öffentlich).
Intentionalität/Gedankenobjekte/Anscombe: gibt selbst hier eine Warnung.
Bsp Man kann nicht sagen: "Sie verehren nichts"!
Das würde implizieren, dass kein Satz der Form:
"Sie verehren das soundso " (Kennzeichnung) wahr ist.
sondern nur: "Das, was sie verehren, ist nichts". (de re, de dicto).

Anscombe I
G.E. M. Anscombe
"The First Person", in: G. E. M. Anscombe The Collected Philosophical Papers, Vol. II: "Metaphysics and the Philosophy of Mind", Oxford 1981, pp. 21-36
In
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins, Manfred Frank Frankfurt/M. 1994

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsReidVsReid Prior Vs Reid, Th. I 117
Wahrnehmung/Erinnerung/Denken/Reid: sind Relationen zu etwas anderem. Prior: darauf sollten wir aber nicht bestehen, dass Reids Nachfolger immer vor dieser Kategorisierung gewarnt haben. Das scheint auch schon bei Reid selbst blockiert zu sein durch seine,
Reid These 2 Erinnerung muss ein Objekt haben, soweit stimmt sie mit Wahrnehmung überein, aber was jetzt existiert, kann kein Objekt der Erinnerung sein. ((s) Daher kann das Objekt des Geistes auch ein nichtexistentes sein).
Denken/Reid: ich kann an ein geflügeltes Pferd usw. (Pegasus) denken.
Andererseits: Wahrnehmung/Erinnerung/Bewusstsein: nur von realen Objekten die zumindest früher existiert haben.
PriorVsReid: sieht nicht den Konflikt zwischen seinen beiden Thesen 1 und 2.
Reid: gerade, weil wir zwischen Akt und Objekt unterscheiden müssen, können wir sagen, dass das Objekt nicht zu existieren braucht.
Gedankenobjekt/Reid: kann sowohl singulär als auch allgemein sein, was ein reales Objekt nicht sein kann. Auch kein Denkakt kann allgemein sein.
Bsp ich stelle mir ein Dreieck vor, aber nicht als Einzelding, dann hat als Akt eine reale, singuläre Existenz.
I 118
Aber das Ding an das ich denke, ist allgemein und kann nicht ohne andere Attribute existieren, die nicht in der Definition beinhaltet sind. Definition/Reid: allgemein, d.h. ohne die Attribute, die zum existierenden Objekt gehören:
Bsp Seitenlänge des Dreiecks. Auch konkreter Ort und Zeit.
D.h. dass diese Attribute auch nicht zum Begriff gehören.
Die Existenz muss mehr beinhalten als die Definition.
PriorVs: das ist nicht sehr glücklich ausgedrückt. Wir würden eher Anführungszeichen verwenden.
Reid scheint hier über den Ausdruck "ein Dreieck". zu sprechen, aber er hat dasselbe Problem wie Frege mit "der Begriff Pferd ist kein Begriff (sondern ein Gegenstand).
Nur das Reid hier das umgekehrt (ebenso unbefriedigend) behauptet:
Reid: (sinngemäß): "Ein Pferd (oder Dreieck) ist kein Gegentand, sondern ein Begriff".

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsReidVsReid Prior Vs Verschiedene I 123
Intentionalität/Findlay: relationale Eigenschaft mit nur einer Seite. ((s)Vs: absurd.) Natürlich ist "an T denken" eine Eigenschaft des Denkenden.
I 124
Prüfstein für die Intentionalität: ist die "eingebaute Referenz auf das, was nicht Teil von ihr ist und was nicht irgendwo zu existieren braucht. Es gibt absolut keine intrinsische Differenz zwischen Denken und Reden über das, was existiert und das, was nicht existiert. (>Anscombe pro: > Gedankenobjekte/Anscombe).
Das wäre nur eine Pickwicksche Unterscheidung (>Unterscheidung ohne Unterschied).
FindlayVsRussell: Vs Theorie der Kennzeichnungen.
PriorVsFindlay: das ist nicht fair, weil dieser gerade die Lösung anbot.

I 127
PriorVsReid/VsAnscombe/VsFindlay: es ist nicht leicht, die beiden folgenden Sätze zusammenzuhalten: (1) Das, was X von Y denkt, mit ihm vorhat, verehrt, bezieht immer Y genauso ein wie X.
(2) Es gibt Fälle, in denen X an Y denkt (verehrt usw.) und es überhaupt kein Y gibt.
Zumindest ist es schwer, dabei die folgenden drei Überlegungen zurückzuweisen, die bloß scheinen, sie konsistent zu machen:
a) Denken an ein irreales Objekt sei eine andere Art Denken als die an ein reales Objekt.
b) unser Denken würde uns nicht zum Objekt, sondern nur zu einer "Idee" davon in Relation setzten.
c) es gäbe starke und schwache Arten von Realität. (>Subsistenz).
I 128
Denken/Anscombe/Prior: könnte "denken" nicht durch jedes andere (zumindest intentionale) Verb ersetzt werden? Objekt/Tradition/Anscombe: etwas kann nicht einfach Objekt sein, ohne Objekt von etwas zu sein. Also "relationale Eigenschaft", ein Objekt zu sein.

Simons I 119
Identität/Simons: ist transitiv. Prior: das ist fraglich (als einziger). (PriorVsTransitivität der Identität).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Simons I
P. Simons
Parts. A Study in Ontology Oxford New York 1987