Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 96 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Allgemeinheit Wittgenstein
 
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II 62
Allgemeines/Allgemeinheit/allgemein/Wittgenstein: kann nicht isoliert werden. - Man kann es nur verstehen, indem man sieht, wie es verwendet wird. - Wenn man das allgemeine Glied interpretiert, tut man dasselbe, wie wenn man einen Einzelfall interpretiert. -
Hintikka I 152
Allgemeinheit/allgemein/allgemeines/allgemeiner Satz/WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise setzt voraus, dass es für jeden allgemeinen Satz Namen gibt. - Die man zur Antwort auf die Frage "welche" (statt "welche Art?") nennen könnte. - Das geht bei Bsp "welche Menschen leben auf der Insel" - aber nicht -"welcher Kreis ist im Quadrat?".

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Artikel Kamp
 
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Cresswell I 175
Bestimmte Kennzeichnungen/Cresswell: bisher haben wir nur über unbestimmte gesprochen! unbestimmte Kennzeichnung/Russell. These: ein Mann bedeutet „wenigstens ein Mann“.
bestimmte Kennzeichnung/Russell. These: der Mann bedeutet „dieser bestimmte Mann“.
Anapher/HintikkaVsRussell: die Tradition hat keine Erklärung für den anaphorischen Gebrauch bestimmter Kennzeichnungen.
Artikel/Cresswell: neuere Versuche: die alte linguistische Idee in die traditionelle Logik einzubauen, dass der unbestimmte Artikel neue Gegenstände in die Rede einführt, während der bestimmte Artikel auf schon eingeführte Entitäten referiert. Das entspricht:
Artikel/Kempson: (1975, 111): These: bestimmter/unbestimmter Artikel sollten nicht semantisch, sondern nur pragmatisch unterschieden werden.
Artikel/alt/neu//file change semantics/Heim/Cresswell: die Unterscheidung von alten und neuen Entitäten im Zusammenhang mit dem Artikel findet sich auch bei Heim (1983).
I 176
Dort führt sie zur file change Semantik/Kamp/Heim: These: als Entitäten in der Welt sind die Gegenstände nicht neu, sondern nur innerhalb der Rede, daher „files“. (Akten, „neu in den Akten“). Def file/Heim/Cresswell: repräsentiert Tatsachen über Gegenstände für den Sprecher.

Kamp I
Kamp
From Discourse to Logic: Introduction to Modeltheoretic Semantics of Natural Language, Formal Logic and Discourse Representation Theory (Studies in Linguistics and Philosophy)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Artikel Millikan
 
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I 176
Unbestimmter Artikel/Millikan: bewirkt, dass ein Name plus Modifikation (Kennzeichnung) rein beschreibend funktioniert. Bsp Henry wurde von einer Giftschlange gebissen, nicht von Giftigkeit oder Schlangenheit. Wahrheitswert/Wahrheit: um einen Wahrheitswert zu haben, muss der Satz eine Situation abbilden, die ein bestimmtes Individuum involviert, d.h. er muss einen real value (>Terminologie) haben.
Pointe. es ist aber nicht wichtig, welche Schlange es genau war, damit der Satz richtig funktioniert ((s) D.h. seine Eigenfunktion ausübt).
I 189
Bestimmter Artikel/Kennzeichnung/Millikan: wenn mit notwendig identifizierenden Kennzeichnungen gebraucht, ist er eigentlich überflüssig. Seine Kraft entfaltet er nur bei anderen Kennzeichnungen. eindeutig/Bestimmtheit/MillikanVsRussell: der bestimmte Artikel hat nicht die Funktion, Eindeutigkeit herzustellen.
Ausnahme: notwendig identifizierende Kennzeichnungen, die rein beschreibend sind. Aber selbst dann ist eine Übersetzung in einen inneren Namen immer möglich.
I 189
Zufällig identifizierend/Kennzeichnung/bestimmter Artikel/Millikan: zufällig identifizierende Kennzeichnungen mit „der“ sind indexikalisch. Und relativ zur Identifizierungsfunktion sind dies auch notwendig identifizierende Kennzeichnungen.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Atomismus Quine
 
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Willard V. O. Quine
II 218
QuineVsRussell: VsLogischer Atomismus (pro Holismus) - Zusammenhang mit Beobachtung ist komplexer.
II 107
Atomare Tatsachen/Russell: Sinnesdaten. - QuineVsRussell: Sinnesdaten sind gar nicht atomar sondern zusammengesetzt. - Bekanntschaft: mit Sinnesdaten sicher, alles andere ist fehlbar. (Russell).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Atomismus Wittgenstein
 
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Hintikka I 25
Atomismus/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: These: alle logischen Formen lassen sich aus den Formen der Gegenstände aufbauen.
I 175
logische Unabhängigkeit/Elementarsatz/Atomismus/Wittgenstein/Hintikka: (1931) die Suche nach der logischen Unabhängigkeit der Elementarsätze gibt Wittgenstein schließlich auf. - Sie war ein regelrechter Fehlschlag. - Grund: Farbattribute (Farbprädikate) sind nicht unabhängig! - Bsp Rot ist im Grade q1r vorhanden und Rot ist im Grade q2r vorhanden , dann folgt: wenn q2>q1 folgt q1r aus q2r. - Später Vs: geht auch nicht bei unreinen und undurchsichtigen Farben.
I 176
Atomismus/mittlere Periode/Wittgenstein/Waismann/Hintikka: neu: Atomsätze werden nicht mehr einzeln mit der Welt verglichen, sondern als Satzsysteme - ("holistisch"). - WittgensteinVsAtomismus: mittlere Periode. - Neu: ich lege die ganze Farbskala zugleich an. - Das ist der Grund, warum ein Punkt nicht mehrere Farben haben kann. - >Messen - Wenn ich ein Satzsystem an die Wirklichkeit anlege, so ist damit gesagt, dass immer nur ein Sachverhalt zu einer Zeit bestehen kann. - - -
II 138
WittgensteinVsAtomismus//WittgensteinVsTractatus: Zwei Fehler: 1. Das Unendliche als Zahl anzunehmen und anzunehmen, dass es unendlich viele Sätze gäbe.
2. Es gibt Aussagen gibt, die Grade von Qualitäten ausdrücken - Atomismus; verlangt aber, dass wenn p und q im Widerspruch stehen, sie weiter analysiert werden können, bis sich t und ~t ergeben.
II 157
Atomismus/Atomsatz/WittgensteinVsRussell: bei der Analyse von Atomsätzen stößt man nicht auf "Einzeldinge", nicht wie bei einer chemischen Analyse. -
IV 14
Atomismus/Substanz/Tractatus/Wittgenstein: hätte die Welt keine Substanz, ((s) = unveränderliche Gegenstände), wären die Atomsätze nicht von einander unabhängig.
a propos IV 36ff
Tractatus/Atomismus/Wittgenstein/(s): Atome: undefinierte Gegenstände, quasi materielle Dinge, (Laute), Urzeichen - offen, ob Ding (Sache) oder immateriell, übersetzt werden nur Bestandteile des Satzes. - Damit sind sie offen für Bedeutungstheorie, die sich gleichzeitig aus Komplex von Dingen, Sachverhalten wie aus Verbindung von Wörtern herleite, aber (4.0312) die Logik der Tatsachen läßt sich nicht vertreten - die logischen Konstanten (und, oder, nicht) vertreten nicht. - Stellvertreter: Zeichen für Gegenstand - interne Eigenschaften: im Satz, anders als die Relationen zur Welt (extern). WittgensteinVsRussell, VsFrege: Verwechslung Erwähnung/Gebrauch: intern/extern.
VII 122
Atomismus/Atomsatz/Wahrheitswert/Wahrheitsfunktionen/WaFu/Naturgesetze/Tractatus/Tetens: die Wahrheitswerte (WW) der Atomsätze determinieren die Wahrheit aller übrigen Sätze mit logischer Notwendigkeit, auch die der Naturgesetze. - Dann jedoch sollte man auch nicht davon reden, etwas sei naturgesetzlich oder kausal möglich, unmöglich oder notwendig. - (6.37) - Naturgesetze sind die Wahrheitsfunktionen der Elementarsätze. - Daher kann die Welt als Ganzes nicht erklärt werden.
VII 124
Naturgesetze: sind nicht das Letzte, das ist der logische Raum.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Aussagenfunktionen Quine
 
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Willard V. O. Quine
IX 177f
Aussagenfunktion/AF/Principia Mathematica/Theoretische Termini/Russell: Bezeichnung für Attribute und Relationen - "φ", "ψ"... als Variablen. - D.h. dass x das Attribut f hat, dass x zu y in der Relation y steht, usw. "φx", y(x,y)" usw. - ^x: zur Abstraktion von Aussagenfunktionen aus Aussagen setzte er einfach Variablen mit einem accent circonflexe in die Argumentstellen ein - Bsp das Attribut, zu lieben: "^x liebt y" Bsp geliebt zu werden: "x liebt ^y"(aktiv/passiv, ohne Klassen!). (>Lambda-Notation/(s) Dritter Weg zwischen Russell und Quineschen Klassen.)) - Analog in der Klassenabstraktion:" {x:x liebt y}", "{y:x liebt y}". Bsp Relation des Liebens: "{‹x,y›: x liebt y}", bzw. "{‹y,x›: x liebt y}". Abstraktion: Problem: in größeren Zusammenhängen hat man manchmal keine Anhaltspunkte, ob man eine Variable ^x so auffassen soll, als bewirke sie eine Abstraktion von einer kurzen oder einer längeren Klausel.
Lösung/Russell: Kontextdefinition. - Eine Aussagenfunktion darf nicht als Wert von gebundenen Variablen, die zu ihrer Beschreibung verwendet werden, auftreten. - Sie muss immer eine zu hohe Ordnung haben, um ein Wert für solche Variablen sein zu können - charakteristisches Hin und Her zwischen Zeichen und Objekt: die Aussagenfunktion erhält ihre Ordnung aus dem abstrahierenden Ausdruck, und die Ordnung einer Variablen ist die Ordnung der Werte
IX 185
Aussagenfunktion/Attribut/Prädikat/Theoretische Termini/QuineVsRussell: Russell übersah folgenden Unterschied und seine Analoga: a) "propositional functions": als Attribute (oder intensionale Relationen) und -
b) "proposition functions": als Ausdrücke, d.h. Prädikate (und offene Aussagen: Bsp "x ist sterblich") - entsprechend: - a) Attribute - b) offene Aussagen.
Lösung/Quine: zuzulassen, dass ein Ausdruck von höherer Ordnung sich geradewegs auf ein Attribut oder eine Relation von niedrigerer Ordnung bezieht.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Bedeutung Geach
 
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I 28f
Frege/Geach: Frege unterscheidet Sinn und Bedeutung - GeachVsRussell: falsche Gleichsetzung mit "means"/denotes" (bezeichnet) in Principia Mathematica. - Scheinbare Parallele: eine Kennzeichnung enthält "meaning" (Sinn) als Bestandteil, ist aber nicht über diesen Sinn, sondern über den Gegenstand, den die Kennzeichnung bedeutet (denotes).
Bezeichnender Ausdruck/Russell: allgemeiner Term mit Präfix "der", "ein", "alle", "einige", usw.

Meaning/Principia Mathematica: zwei Sätze bedeuten dasselbe, wenn sie die gleiche Annahme mitteilen. Bedeuten/Bedeutung/Frege: zwei Sätze bedeuten dasselbe, wenn sie beiden denselben Wahrheitswert haben.

Unvollständiges Symbol/Russell/spät: bestimmte Kennzeichnungen: haben selber keine Bedeutung.
GeachVs: das ist missverständlich. - Besser: wir brauchen keine einheitliche Entität, die einer bestimmten Kennzeichnung entspricht. - Bsp "Es gibt einen König...".

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Bedeutung Russell
 
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Bertrand Russell
Tugendhat I 348
Bedeutung/Gegenstand/Russell: Bedeutung eines Ausdrucks = Gegenstand
Tugendhat I 384
Bedeutung/Russell: unterscheidet nicht zwischen Bedeutung und Gegenstand - (>Quine: B. nicht "Entität") - Russell: der Gegenstand kommt real im Satz vor - StrawsonVsRussell: dann hat ein leerer singulärer Term auch keine Bedeutung.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Bekanntschaft Field
 
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Horwich I 490
Bekanntschaft/Russell/M. Williams: meinte ein direktes Erfassen, keine Kausalrelation. FieldVsRussell: damit wird ein Begriffsschema von außen an die Welt angetackert.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Bekanntschaft Peacocke
 
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I 180ff
Bekanntschaft/Russell: mit Sinnesdaten, Komplexen (aRb), unmittelbarer Erinnerung, Universalien - Gegenstände kommen im Gedanken als Bestandteil vor. PeacockeVsRussell: das interpretieren wir um: Gegenstand gibt Typ der GW (Gegebenheitsweise) an. - Objekte kommen intensional in Gedanken vor, nicht extensional. - Gegenstand als Merkmal eines Typs von Gegebenheitsweisen in kausalen Antezedenten und Konsequenzen von Gedanken.
Deskriptive Handlungserklärung/mögliche Welt: erfordert nicht Bekanntschaft Bsp (s) der Sieger hat das Preisgeld gewonnen - demonstrativ: fordert Bekanntschaft: ((s) der Sieger trägt einen Bart.) - Bekanntschaft/Peacocke: etwas ganz anderes als Identifikation zwischen möglichen Welten.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
Bekanntschaft Wittgenstein
 
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Hintikka I 79f
Bekanntschaft/Wissen/Russell/Hintikka: 1. man muss mit dem Bezug von "a", "R" und "b" bekannt sein - 2. zusätzlich mit der logischen Form, um aRb von bRa zu unterscheiden - 1. konkrete Gegenstände - 2. logische Form. WittgensteinVsRussell: eliminiert die logischen Formen, die durch allgemeine Sätze ausgedrückt werden können - wir brauchen in der Logik keine Erfahrung -" Tractatus: so bekommen die logischen Formen großes Gewicht -
I 315f
Sprache/Bekanntschaft/Russell/Hintikka: Russell muss zeigen, wie seine (phänomenologische) Sprache der Bekanntschaft auf physikalische Gegenstände angewendet werden kann - Wittgenstein: muss umgekehrt zeigen, wie eine physikalische Sprache über unsere unmittelbaren Erlebnisse reden kann.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Bereiche Kripke
 
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EMD II 372
Bereich/Reichweite/Russell/Kripke: "gdw" extensional: verschiebt Bereich nach innen - de dicto: immer kleinste Reichweite: Bsp Jones glaubt, es gibt... - Dramatischer Unterschied zur referentiellen Quantifikation: referentielle Quantifikation hat immer den größten Bereich. Bsp Es gibt etwas, das Jones glaubt.
Wolf II 216f
Bereich/KripkeVsRussell: dieser wollte Unterschied de re/dicto durch Bereich erklären: kleinster Bereich de dicto - größter Bereich: de re. KripkeVs: es gibt drei Bereiche:
Kleinster Bereich: MN(Ex)(Es gibt genau x Planeten und x ist gerade), (de dicto)
Größter Bereich: (Ex)(Es gibt genau x Planeten und MN(x ist gerade)), (de re)
Mittlerer Bereich: M(Ex)(es gibt genau x Planeten und N(x ist gerade)). (s) es ist möglich, dass es 8 Planeten gibt und es ist notwendig, dass 8 gerade ist (richtig). - ((s) Kurze Reichweite: beide Operatoren vorne - größte: beide hinten - mittlere: Operatoren verteilt - mittlere Bereiche sind möglich, wenn Operatoren wiederholt werden.)
Wolf II 217
Bereich/Russell/Kripke: Bsp größter Bereich/de re: "es gibt einen hohen Beamten, sodass Hoover glaubt, die Barrigans wollen ihn kidnappen". Kleinster Bereich/de dicto: "Hoover glaubt, dass die Barrigans..."
Mittlerer Bereich: "Hoover glaubt, dass es einen hohen Beamten gibt, sodass..."
Wolf II 217~
Bereich/Kripke: der Ansatz über Bereiche ist nicht zur Darstellung des Unterschieds de re/de dicto geeignet wegen des möglichen dritten Bereichs.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Bezug/Referenz Chisholm
 
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Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 105f
Bezugnahme/Referenz/Brandl: durch Zeichen oder durch den Sprecher? Durch den Sprecher. - Strawson: dito also: der Gebrauch des Zeichens referiert, nicht das Zeichen. - Problem: Intentionalität müsste Zeichen erklären - BrandlVsChisholm: These: es ist zwecklos zu entscheiden, ob das Sprachliche oder das Psychische (Intentionalität) den Primat haben soll. - Gerichtetheit unverständlich, wenn Bezeichnung der Worte noch nicht eingeführt - Trennung der Bereiche würde entweder zum totalen Behaviorismus oder Psychologismus führen.
II 107
"Einheit" würde auch nichts erklären! - Auch hier gibt es die Frage nach dem Primat: entweder "Denken an" oder Sprechen über den Gegenstand - Lösung: verschiedene Arten von singulären Termini für verschiedene Arten der Referenz unterscheiden. - Aber nur eine Art Intentionalität.
II 108
Bereich/Russell: nichtsinguläre Propositionen sind immer auf einen Bereich von Gegenständen bezogen, nicht eindeutig. - Singuläre Propositionen: enthalten den Gegenstand als "echten Bestandteil" (durch Bekanntschaft) - QuineVsRussell: Verwechslung von Erwähnung/Gebrauch.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
de re Davidson
 
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I 18
Glauben de re/Russell: wir können nur dann ein Urteil haben, wenn wir wissen, um welchen Gegenstand es sich handelt - (Bekanntschaft) - DavidsonVsRussell: Problem bei propositionalen Einstellungen: Bsp Sie kennt ein einfaches Rezept für das Backen von Maisbrot - Über die Einfachheit kann sie nur Bescheid wissen, wenn sie das ganze Rezept kennt.
I 19
Quine früh: Glauben de re: "Insel der Klarheit".

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
Demonstrativa Tugendhat
 
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Wolf II 21
Logische Eigennamen/"dies"/TugendhatVsRussell: wird nicht einem Gegenstand zugeordnet, sondern in wechselnden Situationen wechselnden Gegenständen.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Denotation Hintikka
 
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Hintikka I 173
Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905 ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! Theorie der Kennzeichnungen/Russell: (Ende von „On Denoting“) These: enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft.
I 174
Hintikka: dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft.
Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der EG führt.
Bsp Waverley/Russell/Hintikka: dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) .
„ob“/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, ob“ statt „wusste nicht“.
Sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei.
I 175
Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten?
Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist.


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Denotation Russell
 
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Bertrand Russell
Hintikka I 165
On Denoting/Russell/Hintikka: (Russell 1905) Problem: mit Phrasen, die für echte Konstituenten von Propositionen stehen. Problem/Frege: Fehlschlagen der Substitutivität der Identität (SI) in intensionalen Kontexten.
informative Identität/Frege: dass Identität manchmal überhaupt informativ sein kann hängt damit zusammen.
EG/existentielle Generalisierung/Russell: auch sie kann fehlschlagen in intensionalen Kontexten, (Problem der leeren Termini).
HintikkaVsRussell: er erkennt nicht die Tiefe des Problems und umgeht eher die Probleme mit denotierenden Termen.
Der gegenwärtige König/Russell: Problem: wir können nicht durch existentielle Generalisierung beweisen, dass es einen gegenwärtigen König von Frankreich gibt.
HintikkaVsRussell: es gibt aber noch andere Probleme. (s.u. wegen Uneindeutigkeit der Querwelteinidentifikation).
Hintikka I 173
Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905 ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! Theorie der Kennzeichnungen/Russell: (Ende von „On Denoting“) These: enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft.
I 174
Hintikka: dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft.
Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der EG führt.
Bsp Waverley/Russell/Hintikka: dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) .
„ob“/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, ob“ statt „wusste nicht“.
Sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei.
I 175
Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten?
Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist.


R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Eigenschaften Quine
 
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Willard V. O. Quine
Rorty VI 151
Wesentliche Eigenschaft/Holismus/Quine/Rorty: allenfalls: "Eigenschaft, die für die Anwendung einer bestimmten Beschreibung notwendig ist" - aber nicht: "Eigenschaft, die für die Identität eines Gegenstands mit sich selbst notwendig ist". ---
I 43
Quine: Eigenschaften: unabhängige Existenz von Eigenschaften anzunehmen ist sinnlos.
I 218
Massenterminus/Quine: archaisch (> Cassirer) - >Eigenschaften a) Gemeinsamkeit b) Verstreute Klumpen? I 217 Eigenschaften: meist bloß praktische Abkürzungen für längere Querverweise - Quine,Cassirer: Eigenschaften archaische Überbleibsel
I 219 nicht alle abstrakten Gegenstände sind Eigenschaften: Zahlen,Klassen,Funktionen, geometrische Figuren,Ideen, Möglichkeiten. - Abstrakte Gegenstände aufgeben oder zurückführen - getreulich durch Gebrauch von "-heit" von konkreten unterscheiden!
I 322
Eigenschaftsabstraktion (Elimination) statt "a = x(..x..)" - neu: irreduzibler zweistelliger Operator "0": "a0x (..x..)" - Variablen bleiben als einziges! - Vorangstellung des Pronomens.
I 344/45
Eigenschaften/Quine: keine notwendigen oder kontingenten Eigenschaften.(VsModallogik) - nur wichtige und weniger wichtige Eigenschaften.
I 344
Eigenschaften, Relationen: Bedeutung zeitloser offener Sätze - nicht identifizierbar! (Wie Propositionen).
I 361
Elimination von Relationen und Eigenschaften zugunsten Klassen geordneter Paare, offener Sätze, allgemeiner Termini - sogar verstreuter Gegenstände (im Fall der Farben).
I 412
QuineVsEigenschaften: Fehlschluss der Subtraktion: aus "über" und "handelt von" Existenz abzuleiten -"rund" und "Hund" sind Term für physische Gegenstände - aber nicht zusätzlich Eigenschaften! "Rund" und "Hund" allgemeiner Term für Gegenstände, nicht singulärer Term für Eigenschaften oder Klassen! dasselbe Argument wäre für Klassen statt Eigenschaften: allgemeiner Term symbolisiert ebenso gut seine Extension, wie seine Intension.
I 412
Eigenschaften: nicht jeder allg Term redet zwangsläufig von Eigenschaften oder Klassen - Eigenschaften und Klassen sind akzeptabel als Werte von Variablen.
I 464
QuineVsRussell/Whitehead: Theorie unvollständiger Symbole:eliminiert Klassen bloß zugunsten von Eigenschaften.
II 129f
Eigenschaften: schwer zu individuieren - nicht wie Klassen durch gleiche Elemente zu definieren - verschiedene Eigenschaften können denselben Dingen zukommen. Eigenschaften:"Zettsky"(wie Russell): Eigenschaften sind identisch, wenn sie Elemente derselben Klassen seien. - QuineVs - Lösung: Eigenschaften sind identisch, wenn zwei Sätze auseinander folgen. - Das ist unbefriedigend wegen Analytizität und Notwendigkeits-Operator.
Eigenschaften/Quine: identisch, wenn umfangsgleich - Klassen: nicht durch Elemente spezifiziert, sondern durch Bedingung des Enthaltenseins (offener Satz).
Eigenschaft nicht gleich Prädikat - Eigenschaften: offene Sätze - Propositionen: abgeschlossene Sätze
Eigenschaften nicht gleich Klassen: da es kein Individuationsprinzip für Eigenschaften gibt - Lösung: "letzte Klassen" (gehören keiner anderen Klasse an, haben nur selbst Elemente) - wie Russell: Aussagenfunktion kommt nur durch ihre Werte vor. - Eigenschaft = letzte Klasse oder Eigenschaft = Aussagenfunktion.
Eigenschaften als letzte Klassen alle Element der Nullklasse, daher alle identisch? - Vs: diese Identitätsdefinition gilt nur für Theorien, die keine Gegenstände zulassen, die keiner Klasse angehören! (Einhorn)
Eigenschaften/Identität: (hier)Austauschbarkeit in allen Kontexten - Voraussetzung: Erschöpfung eines endlichen Lexikons durch Austauschbarkeit atomarer Kontexte - RyleVs: Kategorienverwechslung!

Eigenschaften: QuineVsCarnap/Russell: grammatische Kategorien minimieren, Umfang erweitern - wenn alle auf "hat" zurückzuführen sind, dann alle Eigenschaften extensional - Rest könnte durch Liste aufgeführt werden
Eigenschaften: Kontexte mit "hat" unproblematisch -"enthalten in" verboten (wegen Klassen) - "ist" führt zu zirkularer Definition von Eigenschaft - Eigenschaften nicht zählen! "Napoleon hatte alle Eigenschaften bis auf eine": verboten! - Allerdings: der Ausdruck "alle Eigenschaften" ist erlaubt!
II 144 f
de re: Bsp Ein Spion zu sein soll eine wesentliche Eigenschaft sein (falsch). - Daraus folgt kein Glauben de re! (Dieser verlangt eine wesentliche Eigenschaft). Modallogik/Quine: die gesamte Modallogik ist kontextabhängig - welche Rolle spielt jemand oder etwas? - Gleiche Stufe wie wesentliche Eigenschaften.
Notwendigkeit/(Quine: der ganze Begriff ist nur im Kontext sinnvoll!
Propositionale Einstellungen/Quine: bleiben erhalten! - aber nicht de re.
X 95
Eigenschaften/Quine: gibt es nicht wegen mangelnder Unterscheidbarkeit (nur Mengen) - Synonymie unklar - offene Sätze die auf dieselben Gegenstände zutreffen bestimmen nie verschiedene Mengen, aber es könnten verschiedene Eigenschaften zugrunde liegen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Einzeldinge Strawson
 
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Graeser I 163
Einzeldinge/Strawson: Einzeldinge haben Vorrang in unserem Begriffssystem - Zuschreibbarkeit von Bewusstseinsprädikaten ist notwendige Bedingung für die Zuschreibbarkeit von physischen Prädikaten.
Graeser I 224
Strawson: These Einzeldinge haben Vorrang von Prozessen oder Ereignissen, die wir ohne sie nicht identifizieren könnten - - - -
Newen/Schrenk I 150
VsStrawson/Newen/Schrenk: warum sollten ausgerechnet Einzeldinge (ED) die fundamentalsten Bezugsobjekte von Subjekttermen sein und nicht etwa Ereignisse? - Strawson: weil Objekte nach einer Zeit wiederzuerkennen sind - seine Argumente sind transzendental. - - -
Strawson I 35ff
Einzelding/Strawson: solange es von übrigem Wissen isoliert ist, können wir nichts neues über es erfahren
I 51
Einzeldinge/Strawson: gibt es eine Klasse von Einzeldingen von denen alle anderen abhängen? - Vielleicht abhängig: "private Einzeldinge" - grundlegend: Klasse der Personen - Tradition: private Einzeldinge: "Gefühle" grundlegend.
I 52
Principium indivduationis/Strawson: beruht auf Identität von Personen.
I 70
Einzeldinge/Strawson: materielle Körper: grundlegend für die Identifikation - nicht Prozess! StrawsonVsRussell: nicht Biographie anstelle des Namens.
I 72
Beschreibung von Einzeldingen zwingt nicht, Prozess zu erwähnen - wohl aber Identifikationsabhängigkeit von Prozessen von den Einzeldingen an denen sie sich abspielen - weil Dinge Raum beanspruchen, Prozesse nicht immer.
I 175
Einzeldinge/Eigenschaften/Strawson: man kann sich nicht nur auf Einzeldinge identifizierend beziehen - VsTradition: daher Objektcharakter kein Kriterium für Einzeldinge! - I 176 RamseyVs.
I 176
Einzeldinge/Eigenschaften/RamseyVsTradition: daraus, dass zwei Dinge verknüpft sind, folgt nicht, dass sie verschiedenen Charakter haben müssten. - Strawson:> 1. grammatisches Kriterium für die Unterscheidung zwischen Dingen und Tätigkeiten - 2. kategoriales Kriterium.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Elementrelation Lesniewski
 
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Prior I 163
Epsilon/Klassen/Individuum/LesniewskiVsRussell/Prior: "ε" Konstante für Relation zwischen Klassen - Bsp "a ε b": "Das a ist b" oder "Es gibt genau ein a und jedes a ist b" - Bei Russell gibt es natürlich solche Formen, aber die Form "x ε a" hat nicht diese Bedeutung! - L: "a = b" : "Das a ist das b" das entspricht nicht der Def Klassenidentität/Russell: "die a"s koinzidieren mit den b"s". - Aber die Identität bei Lesniewski ist auch nicht ganz dasselbe wie die individuelle Identität bei Russell -
Prior I 165ff
Epsilon/Lesniewski/Prior: auch höherstufiges: "f ε g": z.B. "die Einheitsklasse-von-Klassen-von f ist in der Klasse-von-Klassen g enthalten".

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Elimination Hintikka
 
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Hintikka I 180
Elimination/Eliminierbarkeit/HintikkaVsRussell/Hintikka: um bloß scheinbar denotierende Kennzeichnungen zu eliminieren, muss man annehmen, dass die Quantoren und gebundenen Variablen über Individuen gehen, die beschreibungsmäßig identifiziert sind. ((s) Objekt der > Beschreibung). Sonst wäre der reale Bismarck kein zulässiger Wert der Variablen, mit denen wir ausdrücken, dass es ein Individuum einer bestimmten Art gibt.
Problem: dann dürfen diese Quantoren aber keine Konstituenten der Propositionen sein, denn ihre Wertebereiche bestehen eben nicht bloß aus Objekten der Bekanntschaft. Daher war Russells Fehler ein zweifacher.
1.
Quantor/Variable/Russell/Hintikka, 1905 hatte er schon aufgehört zu denken, dass Quantoren und gebundene Variablen echte Konstituenten von Propositionen sind. Def Scheinveränderliche/Russell/Hintikka: = gebundene Variable.
2.
Bekanntschaft/Russell: Werte der Variablen sollten nur noch Objekte der Bekanntschaft sein. (HintikkaVsRussell).


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Erwähnung Russell
 
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Bertrand Russell
V 38
QuineVsRussell: in Principia Mathematica grassierende Verwechslung von Gebrauch und Erwähnung sprachlicher Ausdrücke: man weiß nicht, ob vom Zeichen oder seiner Bedeutung die Rede ist.
VI 84
Vorkommnis/Erwähnung/Gebrauch/Russell: "Scott hat Waverley geschrieben": hier kommt der Name "Scott" in dem, was ich behaupte, nicht vor - das, was ich behaupte, handelt von der Person, nicht von dem Namen - konstitutiver Bestandteil eines Satzes: Bsp "das Einhorn existiert nicht": "das Einhorn": ist kein konstitutiver Teil (Teil der Realität, Einhorn ist kein Teil einer Tatsache).

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
Erwähnung Searle
 
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John R. Searle
V 116f
SearleVsRussell: allzu strenge Unterscheidung zwischen Erwähnung und Gebrauch!

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Existenz Strawson
 
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Meg I 312
Existenz/Strawson/Hungerland: Existenz folgt nicht aus Rede, sie wird in der Rede vorausgesetzt. - Bei fehlender Referenz Aussage weder wahr noch falsch. - - -
Strawson VII 96ff
Existenz/Russell/Strawson: nur wenn ein Satz wirklich Subjekt-Prädikat-Form hat, garantiert das die Existenz. - Daher sind nur logische Eigennamen wie "dies" echte Namen: Existenz durch Bekanntschaft verbürgt
VII 102
StrawsonVsRussell: nur ganze Sätze sind wahr oder falsch, es ist sinnlos zu sagen "der gegenwärtige König" werde "als Ausdruck" gebraucht, um eine falsche Aussage zu machen. - Der Satz ist immer derselbe. - Aussage und Behauptung: ändern sich mit der Zeit.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Existenz Wittgenstein
 
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Chisholm II 181
Existenz/Wittgenstein/Simons: von einem Atom können wir nicht behaupten, es existiere - Atomismus/SimonsVsWittgenstein: sprachliche Analyse kann nicht zeigen, dass es Atome gibt. - - -
Hintikka I 71
Name/Existenz/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: ein Name kann nicht in der Verbindung "X existiert" vorkommen - wenn es rot nicht gäbe, könnte von ihm nicht geredet werden - Gegenstand/Existenz/allgemein: man kann nicht sagen "Es gibt Gegenstände" wie man sagen kann "Es gibt Bücher" - Gesamtheit: es ist unsinnig, von der "Anzahl aller Gegenstände" zu reden.
I 73
Existenz/notwendig/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: da "mögliche Existenz" unsinnig ist, müssen wir jedes existierende Ding als notwendig existierend auffassen. - Das ist aber nur transzendental - natürlich existieren die Gegenstände nicht wirklich notwendig - bzw. die Notwendigkeit ist nicht ausdrückbar. - Daraus folgt, dass man auch die möglichen Sachverhalte als aus denselben Gegenständen aufgebaut auffassen muss.
I 92f
Existenz/Name/Gegenstand/Kennzeichnung/Russell/Hintikka: sinnlos: zu sagen "dies existiert" - ebenfalls bei allem, was benannt wird - dagegen: sinnvoll bei Kennzeichnungen. Bekanntschaft: liefert auch die Referenz - damit sind auch komplexe logische Formen Gegenstände der Bekanntschaft - WittgensteinVsRussell: statt dessen tatsächliche Gegenstände (und ihre Verbindungen).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Existenzquantifikation Wittgenstein
 
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II 37
Name/Funktion/Wittgenstein: (Ex).fx. - die Werte von Ex sind Eigennamen.
II 234
Existenzquantifikation/Variable/Bereich/Wertebereich/Russell/Wittgenstein: (Ex)fx: Russell fasst das "x" in der Klammer so auf, als stünde es für ein Ding. - Bsp "Ich habe ein Ding getroffen, das ein Mann ist". WittgensteinVsRussell: das "x" steht für Männer, nicht für Dinge. - ((s) > Quine: > Wert der Variablen) - (s.o. I 201 nicht "dies ist soz" sondern "diese Farbe ist soz".

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Existenzsätze Strawson
 
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VII 112
Existenzsatz/StrawsonVsRussell: dieser verwischt den Unterschied zwischen reinen Existenzsätzen und Sätzen, die einen Ausdruck enthalten, um auf einen Gegenstand hinzudeuten oder auf ihn zu referieren - "Inquiry into meaning and truth": logisch katastrophale Namentheorie. (Logische Eigennamen) - Nimmt den Kennzeichnungen den Status logischer Subjekte, bietet aber keinen Ersatz.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Funktionen Wittgenstein
 
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II 332
Funktion/Arithmetik/Russell/Wittgenstein: Russell glaubte, über die Zahl 3 können man nicht reden unabhängig von jeder Funktion - de Zahl sei eine Eigenschaft einer Funktion. - WittgensteinVsRussell/ WittgensteinVsRamsey: die Konstruktion einer Relation hängt nicht davon ab, dass man ein Phänomen findet.
IV 68
Operation/Tractatus: (5.25) nicht gleich Funktion: Funktion kann nicht ihr eigenes Argument sein, wohl aber Operation - Operation: Bsp logische Summe, logisches Produkt, Negation.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Gebrauch Strawson
 
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II 261
Gebrauch/Sprache: dadurch dass wir ein Wort verwenden, sagen wir nicht, dass die Bedingungen für den Gebrauch erfüllt sind. - - -
VII 100
StrawsonVsRussell: die Äußerung (Behauptung (> utterance) "Der gegenwärtige König von Frankreich ist weise" kann zu verschiedenen Zeiten wahr oder falsch sein, der Satz ist aber derselbe!
VII 101
Verschiedener Gebrauch: je nachdem, ob zur Zeit Ludwig XIV .oder Ludwig XV. Satz/Aussage/Äußerung/Behauptung/Proposition/Strawson:
Behauptung (assertion): kann zu verschiedenen Zeiten wahr oder falsch sein.
Aussage (proposition): dito
Satz: ist immer derselbe. (Unterschied Satz/Proposition).
VII 102
Satz/Gebrauch/Äußerung/Strawson: zwei Sprecher machen zur Zeit desselben Königs den gleichen Gebrauch!
Ausdruck/Gebrauch/Strawson: hier sind die Unterschiede nicht die gleichen! Man kann nicht sagen der Ausdruck "der König von Frankreich" werde gebraucht, um eine falsche Aussage zu machen!
Nur der Gebrauch von Sätzen kann wahr oder falsch sein.
Statt dessen wird der Ausdruck gebraucht, um auf etwas zu referieren.
Man kann aber einen Satz gebrauchen, um wahre oder falsche Aussagen (statements) zu machen.


Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Gedanken Evans
 
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Gareth Evans
Frank I 487
Gedanken/EvansVsRussell/EvansVsHume: (mit Davidson): es kann sein, dass man bloß meint, einen Gedanken zu haben - sogar über sich selbst.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Gedanken Russell
 
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Bertrand Russell
Frank I 487
Russell/Evans: Cartesianer: Gedanken haben wir nur, wenn der Gegenstand wirklich existiert.
I 487ff
Gedanken/EvansVsRussell/EvansVsHume: (mit Davidson): es kann sein, dass man bloß meint, einen Gedanken zu haben - sogar über sich selbst.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Glauben Prior
 
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Cresswell II 146
Glauben/Prior/Cresswell: These: Glauben sollte nicht als Prädikat eines Dass-Satzes angesehen werden, - sondern statt dessen "glaubt, dass" als syntaktische Einheit, die direkt auf einen Satz angewendet wird. - - -
Prior I 6f
Glauben/Prior: kein adäquater Zugang ohne Unterscheidung zwischen Geistzustand des Glaubens und dem, was geglaubt wird (Zustand/Inhalt) - bei falschem Glauben: statt nichtexistierendem Gegenstand: Zuschreibung: Bsp Othello schreibt Desdemona Untreue zu. PriorVsRussell: Problem: darüber steht abstrakte Treue. - Bei Falschheit müsste die Glaubensrelation dann noch eine zusätzliche Stelle (zur wahren Tatsache) haben.
I 11
falscher Glaube/Russell: falsche Tatsachen schlagen beim Wahrmachen fehl. - Montague: falsche Tatsachen zeigen in die falsche Richtung. - PriorVs: nicht für einen neutralen Beobachter.
I 27
Glauben/Prior: ist keine Relation - Bsp ...dass nichts perfekt ist: hier gibt es keinen Gegenstand als Objekt.
I 53
Glaubensfunktion/Prior: Bsp X glaubt, dass... Das ist nicht identisch bei identischen Propositionen: ...Junggeselle.../...unverheirateter Mann... - (Wobei man meinen kann, dass die Propositionen selbst identisch sind).
I 81
Glauben/Prior: man muss nicht zu recht glauben, dass man etwas glaubt - (>über) - man kann auch gleichzeitig p und nicht-p glauben. - Man kann etwas Widersprüchliches glauben - Bsp Angst haben, dass Gott einen für seinen Unglauben straft. - Man kann herausfinden, dass man gar nicht geglaubt hat, was man zu glauben glaubte. - Wenn jemand glaubt was er sagt, wenn er sagt, dass er fälschlicherweise glaubt, dass es regnet, dann muss dieser Glaube nicht irrtümlich sein! - Keine Glaubenslogik ist notwendig, Propositionalkalkül (Aussagenlogik) ist hinreichend.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Gleichungen Wittgenstein
 
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II 97
a priori/Wittgenstein: Ausdrücke, die a priori aussehen, müssen erläutert werden. So wie derselbe Ausdruck Satz oder Hypothese sein kann, so kann derselbe Ausdruck auch Gleichung oder Hypothese sein. Wir müssen unterscheiden. Eine Gleichung hat Notwendigkeit. Sie ist eine Regel der Grammatik und deshalb willkürlich (sic).
Fehler: da es wahr ist, dass die Mathematik a priori ist, glaubte man, es müsse auch eine Metaphysik a priori geben.
Gleichung/Hypothese/Wittgenstein: 2 + 2 = 4 ist im physikalischen Raum eine Hypothese und bedarf der Verifikation. Im Gesichtsfeld kann das nicht passieren. Vier Tropfen Regenwasser in zwei Zweiergruppen kann man ausschließlich als vier Tropfen sehen, während sie in der physikalischen Welt zusammenfließen und einen großen Tropfen bilden können.
II 354
WittgensteinVsRussell: aber woher weiß man, dass sie einander zugeordnet sind? Dies kann man gar nicht wissen und demnach auch nicht, ob ihnen dieselbe Anzahl zukommt, es sei denn, man führt die Zuordnung durch, das heißt, man schreibt sie hin.
II 354
Überdies kann man Russells Gleichheitszeichen eliminieren, und in diesem Fall kann man die Gleichungen gar nicht hinschreiben. Unterschied:
Messen: Bsp numerische Gleichheit von Klassen oder
Rechnen: Bsp gleiche Anzahl von Wurzeln einer Gleichung 4. Grades: das eine ist eine Messung,
das andere eine Berechnung.
Gibt es ein Experiment, um festzustellen ob zwei Klassen dieselbe Anzahl zukommt? Bei Klassen, die sich nicht überblicken lassen könnte es der Fall sein oder auch nicht.
II 355
Es ist ein schädliches Vorurteil, zu glauben, dass es sich um ein Experiment handelt, wenn man Striche benützt.
II 409
Def Fundamentalsatz der Algebra/Wittgenstein: wonach jede Gleichung eine Lösung hat, ist völlig anders als der Satz der Multiplikation: 26x13=419. Es scheint ein isolierter Satz zu sein, der mit dem letzteren keine Ähnlichkeit hat. Wenn wir fragen, ob jede algebraische Gleichung eine Wurzel hat, hat die Frage kaum einen Inhalt.
II 424
Wenn wir die Rechnung immer weiter durchführen, ist es so etwas wie eine Frage der Physik. Die mathematische Frage bezieht sich auf die ganze Gleichung, nicht auf eine Seite! Identität/Bedeutung/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.232 das Wesentliche an der Gleichung ist nicht, dass die Seiten verschiedenen Sinn aber gleiche Bedeutung haben, sondern das Wesentliche ist, dass die Gleichung nicht notwendig ist, um zu zeigen, dass die beiden Ausdrücke, die das Gleichheitszeichen verbindet, dieselbe Bedeutung haben, da sich dies aus den beiden Ausdrücken selbst ersehen lässt.
VI 118
Gleichung/Mathematik/Wittgenstein/Schulte: Gleichungen sind Scheinsätze - sie drücken keine Gedanken aus, sondern kennzeichnen einen Standpunkt, von dem aus man die Ausdrücke in der Gleichung betrachtet.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Idealismus McDowell
 
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I 209
Idealismus/VsMcDowell/McDowell: seine Gegner könnten von einer "Gefahr des Idealismus" sprechen: Idealistische Grundstimmung der "Elimination der äußeren Grenze". Das entzieht uns eine Möglichkeit, auf die wir nicht verzichten sollten: die Möglichkeit der unmittelbaren Berührung zwischen dem Geistigen und den Gegenständen!
Auf diese Möglichkeit wurden wir bei der Kritik VsRussell, Theorie der Kennzeichnungen aufmerksam.
Wenn man die Welt als alles, was der Fall ist annimmt, dann ordnet man die Welt dem Reich des Fregeschen Sinns ("Reich des Denkbaren") unter.
Dann gibt es nicht Episoden und Akte des Denkens, sondern Identität. Tatsachen in diesem Sinn sind Gedanken; das Denkbare, das der Fall ist.
I 209
McDowellVs: Gegenstände gehören aber nicht zum Bereich des Denkbaren (Fregescher Sinn) sondern zum Reich des Gegenstandsbezugs. (Fregesche Bedeutung).

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Identität Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 208ff
Identität/Davidson/Quine: wir sind außerstande, die Beziehung herauszugreifen, die für die Erkenntnis der Identität eines Gegenstands konstitutiv ist. Grund: jede Eigenschaft kann als relevant angesehen werden. Falls der Geist nur denken kann, wenn er eine eindeutige Beziehung zu dem Gegenstand herstellt, dann ist Denken unmöglich. (QuineVsRussell). Identität: nicht ohne Begriffsschema
Identität: QuineVsHume, QuineVsLeibniz: Verwechslung von Wort und Gegenstand: nicht Relation zwischen verschiedenen Gegenständen, sondern Beziehung zwischen singulären Termini - a = b verschiedene Bezeichnungen.
I 211
Kopula bildet unbestimmte singuläre Termini: nicht mehr Fa sondern a = b - Bsp Agnes = ein Lamm - aber: Agnes blökt: Fa.
I 211
Synonymie und Analytizität abgestuft, Identität absolut.
I 365
Identitätsbedingungen stark/schwach/(s): > Bsp Paul und Elmar.
II 23
Identität/absolut unterscheidbar: offener Satz nur durch einen Gegenstand erfüllt. - Relativ unterscheidbar: nur in gegebener Reihenfolge erfüllt. - Identität: Gegenstände, die nicht relativ unterscheidbar sind, nicht alle Gegenstände, die nicht absolut unterscheidbar sind.
I 397
Theseus Schiff: es geht nicht um den Ausdruck "dasselbe" sondern um den Ausdruck "Schiff" - jeder allg Term hat sein eigenes Individuationsprinzip.
II 156ff
Individuation: in unserer Welt Moment-zu-Moment-Individuation. durch Prädikate - für Gegenstände wahllos (alles kann Gegenstand sein), für Prädikate entscheidend > Wahrheitswert. - Identifikation zwischen möglichen Welten: hängt ab von den Prädikaten - für Körper auch von Raumverdrängung, Zusammensetzung usw., daher nicht querweltein - "Derselbe Gegenstand" ist nichtssagend. - > singulärer Term, statt Prädikat. - - -
Geach I 238
Identität/GeachVsQuine: These: Identität ist relativ - wenn jemand sagt x ist identisch mit y, ist das ein unvollständiger Ausdruck - es ist eine Abkürzung für x ist dasselbe A wie y - (komisch, dass Frege das nicht vertreten hat) - Identität/Tradition/Geach: kann durch ein einziges Schema ausgedrückt werden: (1) l- Fa (x)(Fx u x = a) - alltagssprachlich: was immer wahr ist von etwas, das mit einem Objekt y identisch ist, ist wahr von a und umgekehrt - daraus leiten wir das Gesetz der Selbstidentität ab: l- a = a. Denn wenn wir nehmen Fx für x ungleich a dann liefert uns Schema (1): (2)l- (a ≠ a) Vx(x ≠ a u x = a) - das ergibt natürlich l- a = a . - Geach I 240 Aber auch Geach pro relative Identität. - - -
Quine V 86
Identität/Quine: zunächst nur Mittel zur Verlängerung des zeitlichen Zeigens - dann selbst relativer Massenterm: Bsp "derselbe Hund wie" - dient zur Individuation der absoluten allg Term Bsp "Hund" - Geach: das ist eine Reduktion auf einen relativen Term. - Quine: das geht nicht, wenn Gegenstände sich überschneiden.
V 89
Identität/Geach: nur bezüglich eines allgemeinen Terms derselbe was.
V 161
Identität: eingeschränkte: in Bezug auf allgemeine Termini: "derselbe Apfel" - uneingeschränkte: : Lernen: 1. jeder der den Sätzen [a = b] und [a ist ein g] zustimmt, stimmt auch [b ist ein g] zu ((s) Transitivität) - 2. Disposition, [a = b] zuzustimmen, wenn erkannt ist, dass man [b ist ein g] aufgrund von [a ist ein g] für ein beliebiges g zustimmen kann. Relative Identität: auch diese Identität ist relativ, weil der Identitätsmassstab von Wörtern abhängig ist - [a = b] kann falsch werden, wenn neue Termini hinzukommen.
I 162
Def Identität/Mengenlehre/Quine: x = y als die Aussage, y sei Element jeder Klasse, von der x Element ist - Charakterisierung der Identität durch Ausschöpfung aller Relativsätze.
V 162
Def Identität/Mengenlehre/Quine: mit Quantifikation über Klassen wird x = y definierbar als die Aussage, y sei Element jeder Klasse, von der x Element ist. - Sprachlernen: hier anfänglich noch substitutionale Quantifikation - dann nicht Klasse, sondern Ausschöpfung der Relativsätze.
VII 65ff
Identität/Quine: wichtig: die Forderung nach Prozessen oder zeitlich ausgedehnten Objekten - indem man Identität statt Flussverwandtschaft annimmt, spricht man vom Fluss statt von Stadien.
IX 24
Def Identität/Quine: können wir jetzt vereinfachen: anstatt y = z: y = z steht für ∀x(x ε y ↔ x ε z) - weil wir die Individuen mit ihren Einerklassen identifiziert haben.
X 90
Def Identität/Quine: dann definieren wir "x = y" als Abkürzung für: Ax ↔ Ay.(z)(Bzx ↔ Bzy . Bxz ↔ Byz . Czx ↔ Czy . Cxz ↔ Cyz .(z’) (Dzz’x ↔ Dzz’y . Dzxz’ ↔ Dzyz’. Dxzz’ ↔ Dyzz’)) - d.h. dass die Gegenstände x u. y durch die vier Prädikate nicht unterscheidbar sind, auch nicht in Bezug auf die Relation zu anderen Gegenständen z und z’.
X 99
Identität/Quine: (in unserer Scheintheorie der Mengenlehre) nur zwischen Variablen, nicht zwischen Abstraktionsausdrücken oder ihren Schemabuchstaben definiert.
XII 71
Relative Identität/Quine: resultiert aus ontologischer Relativität, weil keine Entität ohne Identität - nur in Rahmentheorie erklärbar. - Bsp Ununterscheidbarkeit von Einkommensklassen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Identität Wittgenstein
 
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Hintikka I 22
Def Sinn des Satzes/Tractatus: (4.2:) seine Übereinstimmung und Nichtübereinstimmung mit den Möglichkeiten des Bestehens und Nichtbestehens der Sachverhalte. Hintikka: daraus ergibt sich, dass die Identität der Bedeutung zweier Ausdrücke sprachlich nicht behauptet werden kann. (6.2322)
I 140 Anmerkung
Hintikka: ...für Wittgenstein geht es hier um die Entbehrlichkeit des Identitätsbegriffs. Er hätte auch sagen können, dass dieser Begriff in den anderen Elementarsätzen bereits vorhanden ist.
I 364
Erlebnis/Empfindung/Identität/Wittgenstein: der Vergleich zwischen Erlebnissen im Hinblick auf ihre >Identität gehört nicht zu den primären, sondern zu den sekundären Sprachspielen. In einem bestimmten sekundären Sprachspiel kann die Beziehung z.T. durch das mögliche Belegmaterial geprägt sein.
II 338
Identität/Relation/Notation/WittgensteinVsRussell: Russells Schreibweise löst Verwirrung aus, weil sie den Eindruck erweckt, die Identität sei eine Beziehungen zwischen zwei Dingen. Diese Verwendung des Gleichheitszeichens müssen wir von seiner Verwendung in der Arithmetik unterscheiden, wo wir es als Teil einer Ersetzungsregel auffassen können. WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise erweckt fälschlich den Eindruck, es gebe einen Satz wie x = y oder x = x. Man kann das Identitätszeichen aber abschaffen.
II 338/339
Identität/logische Form/Satz/Wittgenstein: in meiner Schreibweise ist weder (Ex,y) x=y, noch (Ex) x=x ein Satz. Falls es ein Ding gibt, warum soll man das dann durch eine Aussage über ein Ding zum Ausdruck bringen?
Was verlockt uns zu der Annahme, es sei eine fundamentale Wahrheit, dass ein Ding mit sich selbst identisch ist? Dem Satz der Identität bin ich damit eigentlich noch nicht gerecht geworden.
II 416
WittgensteinVsRussell: er war darauf aus, neben der Liste noch eine weitere "Entität" zu erhalten, also lieferte er eine Funktion, die die Identität verwendet, um diese Entität zu definieren.
II 418
Identität/Substitution/Gleichheitszeichen Wittgenstein: Bsp "a = a": hier hat das Gleichheitszeichen einen speziellen Sinn - denn man würde ja nicht sagen, dass a durch a ersetzt werden kann. - Gleichheitszeichen: sein Gebrauch ist auf Fälle beschränkt, in denen eine gebundene Variable vorkommt.
IV 103
Identität/Bedeutung/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.232 das Wesentliche an der Gleichung ist nicht, dass die Seiten verschiedenen Sinn aber gleiche Bedeutung haben. - Sondern dass man das schon an den beiden Seiten sieht.
VI 179
Identität/Wittgenstein/Schulte: bei sich überschneidenden Schattenbildern ist die Frage sinnlos , welches nach der Trennung A bzw. B sei.
VI 183
Schmerz/Identität/Kriterien/Wittgenstein/Schulte: welches Kriterium für Identität? Nun, einfach, der der dort sitzt oder eine beliebige Beschreibung. Aber für meine Schmerzen? Kein Kriterium!


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Idiolekt Cresswell
 
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II 151
Def "Extremer Fregeanismus"/KripkeVsFrege/KripkeVsRussell/Cresswell: (diesen beiden schreibt er diese Einstellung zu): These, dass Namen in allgemeinen zu Idiolekten gehören. - Problem: dann geht es im Pierre-Beispiel gar nicht um Pierre, sondern um den Sprecher. der den Fall bereichtet, und seinen Idiolekt. Pierre-Beispiel. Pierre glaubt, dass Londres schön ist, hat aber gehört, London sei hässlich.

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Implikation Wittgenstein
 
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II 74
Implikation/Russell: sie sei auch dann war, wenn p falsch ist. Implikation/WittgensteinVsRussell: Paradox aus zwei Gründen:
1. Wir verwechseln die Implikation mit dem Schlüsseziehen.
2. Im Alltag gebrauchen wir nie " wenn... dann " in diesem Sinn. Es sind immer Hypothesen, in denen wir jenen Ausdruck verwenden. Die meisten Dinge, von denen im Alltag die Rede ist, sind in Wirklichkeit stets Hypothesen. Z. B. "Alle Menschen sind sterblich."
So wie Russell es verwendet, bleibt es sogar dann wahr, wenn es nichts gibt, was der Beschreibung f(x) entspricht.
II 75
Wir meinen aber nicht, dass alle Menschen auch dann sterblich sind, wenn es keine Menschen gibt.
II 79
Implikation/Wittgenstein: wir können sagen, dass der eine Satz aus dem anderen folgt, sofern die W's des letzteren die des Ersteren umfassen.
II 137
Implikation/Paradoxie/material/Existenz/WittgensteinVsRussell: II 137 + in Russells Notation gilt sowohl: "Alle S sind P" als auch "Kein S ist P", als wahr, wenn es gar keine S gibt. Weil die Implikationen auch durch ~fx verifiziert sind. In Wirklichkeit ist dieses fx beide Male unabhängig!
Alle S sind P: (x) gx >.fx
Kein S ist P : (x) gx > ~fx
Dieses unabhängige fx ist irrelevant, es ist ein leerlaufendes Rad!
Bsp Wenn es Einhörner gibt, dann beißen sie, aber es gibt keine Einhörner = es gibt keine Einhörner.


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Inhalt Field
 
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I 253
Modalität/Möglichkeit//Physik/Field: ein vorangestellter Modal-Operator würde den Inhalt eines physikalischen Gesetzes ändern. - ((s) Das geht über den rein logischen Fall, p > Mp hinaus).
I 254
Inhalt/Gehalt/Field/(s): wird nicht bewahrt, wenn beliebige konfligierende Schlußfolgerungen auch geglaubt werden können. - Voraussetzung: Trennung in zwei Komponenten, von denen eine fixiert bleibt. - Bsp Physik/Mathematik.
II 107
Glaubenszustand/Inhalt/Deflationismus/Wahrheitsbedingungen/Field: wenn der Glaube als Zustand der Akzeptanz des Satzes "Schnee ist weiß" beschrieben werden kann, kann er beschrieben werden: - a) als Zustand des Glaubens, daß Schnee weiß ist und - b) Zustand mit den Wahrheitsbedingungen (WB), dass Schnee weiß ist - Pointe: die Verbindung von Dass-Sätzen mit Wahrheitsbedingungen ist gelockert - (VsFrege, VsRussell).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Inhalt Strawson
 
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III 434
StrawsonVsRussell: verwechselt das, was der Satz sagt, mit den Äußerungsbedingungen.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Intensionen Wittgenstein
 
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II 343
Intension/Klassen/Mengen/Frege/Russell/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege: die beiden glaubten, sie könnten die Klassen intensional abhandeln, weil sie dachten, sie könnten eine Liste in eine Eigenschaft, eine Funktion verwandeln.
II 416
Intension/Extension/Mathematik/Wittgenstein: in der Alltagssprache kann man Intension und Extension nicht austauschen - Bsp ich hasse den Mann auf dem Stuhl - ich hasse Herrn Schmitz - dagegen in der Mathematik: hier gibt es keinen Unterschied zwischen "die Wurzeln der Gleichung x² + 2x +1 = 0 "und "2" - dagegen Unterschied: Körper zu zählen ((s) Extension, auch Hinschreiben) ist etwas anderes als sie mit einem Gesetz zu bestimmen ((s) Intension) - Wittgenstein: Gesetz und Extension sind völlig verschieden - ((s) Physik).
III 136 - 139
ElementarsatzVsIntension - (Wahrung der formalen Logik) - Intension/Sinn/Tractatus/Flor: irrelevant - es geht immer um Extension.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Ist Ryle
 
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Graeser I 30
"Ist"/RyleVsAristoteles: "systematisch irreführende Redeweisen": "ist" soll den Eindruck einer Ding/Eigenschaftsbeziehung nahelegen.
I 31
Fehler: das Universale "Mensch" ist selbst kein Ding, das atmet. Vielmehr ist es als Klassen-Subordination zu deuten - wenn Existenz ein Begriff 2. Ordnung ist, kann Gott kein Subjektterm sein - eher Prädikatterm wie "unendliches Wesen". RyleVsRussell: Bsp Pegasus: Problem nicht beim Subjektterm, sondern beim Prädikatterm.

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

Grae I
A. Graeser
Positionen der Gegenwartsphilosophie. München 2002
Kennzeichnungen Field
 
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II 18
Kennzeichnung/Bekanntschaft/Russell/Field: laut Russell: "analytische Verbindung" - Problem/FieldVsRussell: zirkulär, weil die Referenz von Kennzeichnungen durch die Referenz ihrer Teile erklärt wird - diese werden Namen enthalten. RussellVsTradition: man kann nur auf etwas referieren, das aus logischen Grundbegriffen definierbar ist - Bsp "Wenn Cicero existierte, dann denunzierte er Catilina" - FieldVsRussell: das macht kontingente biographische Eigenschaften zu notwendigen Eigenschaften.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Kennzeichnungen McDowell
 
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I 132
Theorie der Kennzeichnungen/SearleVsRussell/McDowell: hier ist es leicht, auf seiten Searles zu sein. (Intentionalität).
I 132/33
McDowellVsSearle: es ist besser, Searles Wunsch aufzugeben und sich klarzumachen, worum es sich bei den nicht offensichtlichen Beschreibungen handelt. (Mit Evans): der begriffliche Bereich sollte nicht als "prädikativ" aufgefaßt werden, sondern als "zu dem Bereich des Fregeschen Sinns gehörend".
I 210
McDowell These: Freges Sinn ist im Raum der Gründe wirksam. Weil Rationalität in der Gemeinschaft hier Bedingung ist, unterscheiden wir nicht zwischen verschiedenen Sinnen. Zirkel: Aber um Rationalität einem Subjekt zuschreiben zu können, müssten wir doch zwischen Sinnen (rationalen und irrationalen) unterscheiden.
VsMcDowell: dann brauchen wir doch irgendeine Theorie der Kennzeichnungen.
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/McDowell: indirekter Bezug zur Welt.

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
Kennzeichnungen Prior
 
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I 124
Theorie der Kennzeichnungen/Einhorn/Russell/Prior: a) "das Soundso φt" - b) "X denkt, dass das Soundso φt" - in a) und b) hat die Kennzeichnung dieselbe Bedeutung egal ob der Gegenstand existiert oder nicht existiert - in b) hat der Satz sogar denselben Wahrheitswert.
I 148
Theorie der Kennzeichnungen /Russell: singuläre Namen: "Das einzige Ding, das φt". Geach: diese Analyse hat zwei Teile:
a) Explizit prädikativer Gebrauch: "x ist das einzige Ding, das φt"
b) Gebrauch als scheinbares Subjekt: kann als Explikation eines impliziten prädikativen Gebrauchs erklärt werden: "Das einzige Ding das φt, ψt."
a) Als "Etwas, das.."
b) "Wenn etwas...".
Prior: Lösung für Nichtexistentes - Problem: unterschiedliche Reichweite:
a) Als Teil eines komplexen Prädikats: "Etwas ist beides das-einzige-Ding-das-φt und nicht ψt".
b) Als Teil eines komplexen Satzes: "Es ist nicht der Fall dass..".
Kennzeichnungen: sind sinnvoll: "der φ-er existiert nicht" nicht bei logischen Eigennamen "dies".
I 152
Sekt-Bsp/PriorVsRussell: hat übersehen, dass Kennzeichnungen auch anders gebraucht werden können: "der Mann da drüben" sagt nicht von etwas aus dass es "Mann ist" oder dass es "drüben ist". - Wenn es wahr ist, dass derjenige klever ist, dann auch, wenn es eine verkleidete Frau ist - Zuschreibung verlangt keine korrekte Identifikation - es wird nur verlangt, dass es "der einzige..." ist.
Erklärung/(s):
Sekt-Beispiel: "Der Mann mit dem Glas Sekt ist böse" – Der Gemeinte hat aber Mineralwasser im Glas. >Referenz, >Wahrheitswert, >Meinen.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Kennzeichnungen Russell
 
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Bertrand Russell
Cresswell I 117
Kennzeichnungen/Russell: sind niemals Namen - Andere Autoren VsRussell: Kennzeichnungen sind doch Namen, aber nicht von normalen Gegenständen, sondern von intensionalen Objekten (verschiedene Gegenstände in verschiedenen Welten). - CresswellVs intentionale Objekte. - - -
Geach I 61
Kennzeichnung/Russell: ist nie ein Name: Bsp Der Herzog von Cambridge ist auch eine Kneipe, aber der Herzog verkauft kein Bier. - - -
Newen/Schrenk I 90
Theorie der Kennzeichnungen/Russell: Bsp 1. Es gibt mindestens einen Autor von "Waverley" (Existenzbehauptung) - 2. Es gibt höchstens einen Autor von "Waverley" (Eindeutigkeitsbehauptung) - 3. Wer immer "Waverley" geschrieben hat, war Schotte (Aussagengehalt) - Bsp Der gegenwärtige König v. Frankreich/leere Namen: mindestens ein König von Frankreich ist kahl - 2. Höchstens ein - 3. wer immer...ist kahl - Bsp Identität: Mindestens einer denunzierte Catilina - 2. Höchstens einer... - 1* mindestens einer schrieb "De Oratore" - 2* höchstens einer... - 3. Wer immer Catilina denunzierte, schrieb... - Bsp negative Existenzsätze: "Es ist nicht der Fall, dass 1. Mindestens einer.. - 2. Höchstens einer...- RussellVsFrege: damit vermeidet man, dass man Fregeschen Sinn als abstrakte Entität annehmen muss.
Wahrheitswert-Lücken/RussellVsFrege: auch sie werden damit vermieden.
I 92
Pointe: Sätze, die von einem Subjekt zu handeln schienen, werden jetzt aber zu allgemeinen Sätzen über die Welt.
Russell I VIII
Bsp Waverley - alle wahren Sätze haben dieselbe Bedeutung - Bsp "Autor v. Waverley" ist keine Beschreibung von Scott - Beschreibung (Kennzeichnung) ist nicht gleich Behauptung - diese bezeichnet kein Objekt. - StrawsonVs - Ein Satz mit "Waverley" sagt nichts über Scott, da er ihn nicht enthält.
I 46
Kennzeichnung/Russell: immer im Singular Bsp "Vater von" aber nicht "Sohn von" (nicht eindeutig - setzt immer Anführungszeichen ohne "das" voraus: "φx": "x ist φ" - statt (ix)(φx) kurz "R'y": das R von y, "der Vater von y" - kennzeichnende Funktion, nicht Aussagenfunktion - alle mathematischen Funktionen sind kennzeichnende Funktionen.
I 96
Kennzeichnung/Principia Mathematica/Russell: "Der Verfasser von Waverley" bedeutet gar nichts - wir können (ix)(φx) nicht definieren, nur seinen Gebrauch - (>Definition).
III 122
Kennzeichnungen/Russell/Flor: sind keine Namen - Grund: sonst ergäbe sich eine reine Trivialität: "a=a" oder etwas falsches. Bsp "Den Schneemenschen gibt es nicht" ist etwas anderes als zu sagen: "Paul gibt es nicht" -Kennzeichnungen: unvollständige Symbole. - ((s) Wenn Kennzeichnungen Namen wären, könnten sie nicht fehlschlagen.)

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Kennzeichnungen Searle
 
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John R. Searle
II 317
Kennzeichnung/Frege: liefert den Sinn, aber keine Definition. (Sonst wäre Aristoteles analytischerweise Alexanders Lehrer.)
II 319
Kennzeichnung/SearleVsKripke: einige Kennzeichnungen sind sehr wohl starr: wenn sie die Identitätsbedingung für den Gegenstand beinhalten - Bsp "Der Gegenstand, den ich wahrnehme" - außerdem: jede Kennzeichnung kann starr gemacht werden, indem wir die wirkliche Welt als Index nehmen - dann ist "Der Erfinder der bifokalen Gläser" eindeutig.
V 146
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Searle: jeder Satz mit Referenz kann durch einen Existenzsatz ersetzt werden - Searle: das ist die wahre Entdeckung der Theorie der Kennzeichnungen.
V 236ff
Theorie der Kennzeichnung/Russell: Satz mit Kennzeichnung: versteckte Existenzbehauptung - SearleVsRussell: propositionaler Akt (Ausdruck der Proposition, bestimmte Referenz) kann niemals identisch sein mit dem illokutionären Akt der Behauptung (der propositionale Akt ist Teil des illokutionären Akts). - ((s) Referenz ist nicht gleich Existenzbehauptung.)
V 240
Searle: daraus, dass ein Sprechakt nur unter bestimmten Umständen (Bedingungen) vollzogen werden kann folgt nicht, dass der bloße Vollzug schon behauptet, die Voraussetzungen seien erfüllt - Bsp "Bring dies dem König von Frankreich" ist keine Behauptung und enthält auch keine.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
Kennzeichnungs-Theorie Russell
 
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Bertrand Russell
Hintikka I 165
Kennzeichnungen/Russell/Hintikka: Def Primäre Kennzeichnung: für sie gilt die Substitutivität der Identität (SI)
Def Sekundäre Kennzeichnung: für sie schlägt die Substitutivität der Identität (SI) fehl.
I 166
Bsp Russell: zwei Lesarten: (1) George IV wusste nicht, ob Scott der Autor von Waverley war.
Kennzeichnung/logische Form/Russell/Hintikka: „der Autor von Waverley“: (ix)A(x)
primär: hat die Kennzeichnung folgende Kraft:
(2) (Ex)[A(x) & (y) A(y) > y = x) & ~ George IV wusste, dass (Scott = x)].
((s) Schreibweise : Quantor hier immer normaler Existenzquantor, gespiegeltes E).
D.h. der Quantor hat in der primären Kennzeichnung maximale Reichweite (RW).
Wahrscheinlicher ist aber die zweite Lesart:
sekundär:
(3) ~George IV wusste, dass (Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x & (Scott = x)].
((s) enge Reichweite)
Reichweite/HintikkaVsRussell: dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt ((s) „mittlere Reichweite“ > Kripke, > Wolf).
(4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Klassen Wittgenstein
 
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II 343
Zahl/Klasse/Frege/Russell/Wittgenstein: Freges Definition: Klasse von Klassen. Eine Zahl ist die Klasse aller einander gleicher Klassen. Intension/Klassen/Mengen/Frege/Russell/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege: die beiden glaubten, sie könnten die Klassen intensional abhandeln, weil sie dachten, sie könnten eine Liste in eine Eigenschaft, eine Funktion verwandeln. (WittgensteinVs).
Weshalb lag den beiden so sehr daran, die Zahl zu definieren?
II 354
Messen: Bsp numerische Gleichheit von Klassen oder Rechnen: Bsp gleiche Anzahl von Wurzeln einer Gleichung 4. Grades: das eine ist eine Messung,
das andere eine Berechnung.
Gibt es ein Experiment, um festzustellen ob zwei Klassen dieselbe Anzahl zukommt? Bei Klassen, die sich nicht überblicken lassen könnte es der Fall sein oder auch nicht.
II 355
Es ist ein schädliches Vorurteil, zu glauben, dass es sich um ein Experiment handelt, wenn man Striche benützt.
II 355
Klassen/Zuordnung/Wittgenstein: Unterschied: Zuordnung im Russellschen und im gewöhnlichen Sinne:
1. durch Identität
2. wie man Tassen und Untertassen durch Aufeinanderstellen zuordnet. Im zweiten Fall bedeutet es nicht, dass sie sich nicht auch in anderer Weise zuordnen lassen. Könnte man dasselbe auch über die Russellsche Zuordnung sagen? Nein, hier könnte keine andere Zuordnung bestehen, sofern jene nicht gegeben ist. Das, worauf ich aufmerksam machen will, ist keine Naturerscheinung, sondern eine Sache der Grammatik.
II 358
Zuordnung/Gleichzahligkeit/Wittgenstein: die Forderung, dass eine tatsächliche Zuordnung vorgenommen werden muss, um zwei Klassen für gleichzahlig zu erklären, ist beunruhigend.
II 367
Klassen/Wittgenstein: man darf nicht vergessen, dass wir keineswegs immer über dasselbe Phänomen sprechen, wenn wir davon reden, dass zwei Klassen dieselbe Anzahl von Elementen enthalten. Woher weiß man denn, ob nicht einige Stücke verschwinden werden, während sie gezählt werden, oder ob andere nicht zerbrechen werden?
II 419
Klassen/Gleichmächtigkeit/Gleichzahligkeit/Klassengleichheit/Wittgenstein: Frage: ob die Klassen tatsächlich dem Paradigma zugeordnet sein müssen, um die gleiche Anzahl zu haben, oder ob dies nur möglich zu sein braucht. Was ist das Kriterium der Existenz der Möglichkeit ihrer Zuordnung?
II 431
Klassen/Zahlen/Wittgenstein: wenn es heißt, mit den Klassen kann man genauso gut rechnen wir mit den rationalen Zahlen, hat eigentlich gar keine Ersetzung stattgefunden. Die Rechnung wird einfach mit den rationalen Zahlen vorgenommen.
II 436
Klasse/Verfahren/Wittgenstein: wir müssen unterscheiden zwischen einer Klasse von Münzwürfen und einem Verfahren (Regel). - Bsp irrationale Zahl: wird durch ein Verfahren definiert - sie ist ein Prozess. - √2 ist keine Extension, sondern eine Regel zur Erzeugung eines Bruchs.
IV 93
Klassen/Mengen/Tractatus: 6.031 Die Theorie der Klassen ist in der Mathematik ganz überflüssig. Das hängt damit zusammen, dass die Allgemeinheit, die wir in der Mathematik brauchen, nicht die zufällige ist.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Listen Wittgenstein
 
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II 150f
Klasse/logische Summe/logisches Produkt/Liste/Eigenschaften/Wittgenstein: wenn eine Klasse durch eine Liste angegeben werden kann, ist sie ein logisches Produkt oder Summe. - Bsp Töne einer Oktave - dann ist die Klasse nicht durch Eigenschaften definiert, sondern in der Grammatik. - "Ton einer Oktave" ist keine Eigenschaft eines Tons. - Pointe: dann ist es auch nicht nötig hinzuzufügen: "und dies sind alle". - Das gälte auch, wenn die Welt nur aus Einzeldingen bestünde. - ((s) bei einer Aufzählung braucht man keine "Schlussklausel", "und das sind alle"). - Dagegen anders: wenn eine Klasse durch Eigenschaften definiert ist, braucht man den Zusatz "und dies sind alle.".
II 265
Können/Sprachspiel/Umstände/Wittgenstein:
II 266
Bsp ein Stamm lernt bestimmte Lieder und Gedichte auswendig. Ehe man sie öffentlich vorträgt, werden sie im Stillen geprobt. Heißt "können" dann, dass das stille Aufsagen gelingt? Die Verwendung von "können" beruht demnach auf diesem speziellen Faktum. Ohne diesen Umstand hätte sie sich nicht eingebürgert. Der Umstand selbst geht jedoch nicht in die Bedeutung von "können" ein, es sei denn, man versteht unter "Bedeutung" die Beschreibung der gesamten Praxis der Verwendung dieses Worts. Eine derartige Beschreibung jedoch lässt sich nicht angeben, denn keine Liste wird lang genug sein. (> Gebrauchstheorie der Bedeutung).
II 416
WittgensteinVsRussell: er war darauf aus, neben der Liste noch eine weitere "Entität" zu erhalten, also lieferte er eine Funktion, die die Identität verwendet, um diese Entität zu definieren. Liste/Klasse/Wittgenstein: gewöhnlich ist die Ersetzung einer Funktion durch eine Liste (Klasse) verfehlt.
Funktion/Liste/unendlich/Wittgenstein: eine schädliche Konsequenz des Versuchs, Funktion und Liste auszutauschen, ergibt sich in Verbindung mit unendlichen Listen.
Bsp die Bewegung eines Pendels kann man berechnen, je nachdem ob es von einer endlichen oder unendlichen Anzahl von Körpern angezogen wird.
II 417
Die Anzahl der Körper mit Hilfe des Gesetzes zu bestimmen, ist etwas ganz anderes, als sie zu zählen.


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Logische Eigennamen Strawson
 
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VII 111
logische Eigennamen/StrawsonVsRussell: "dies" keine log Eigennamen: man muss wissen, was der Satz bedeutet, um reagieren zu können. - - -
Tugendhat I 387/388
Logische Eigennamen/StrawsonVsRussell: logische Eigennamen sind bloß fiktiv, kein mehrdeutiger Name sondern deiktischer Ausdruck, hat eine einheitliche Bedeutungen und bezeichnet je nach Gebrauch (Situation) einen anderen Gegenstand - TugendhatVsRussell: übersieht, dass derselbe Gegenstand auch mit anderen Ausdrücken bezeichnet werden kann - TugendhatVsStrawson: übersah, dass er selbst Russells Theorie voraussetzte.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Logische Eigennamen Tugendhat
 
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I 381
Dies/logische Eigennamen/TugendhatVsRussell: "dies" kann uns beider Spezifikation von Gegenständen (welcher von allen) nicht nützen, es erfüllt überhaupt keine Funktion, es könnte wegbleiben. - Spezifikation/Tugendhat: nicht Relation! - Spezifikation findet statt vor dem Hintergrund aller Gegenstände. - Das geht mit singulären Termini aber nicht mit logischen Eigennamen.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Logische Eigennamen Wittgenstein
 
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Hintikka I 94 ff
Dies/logischer Eigenname/Russell: "Dies" ist ein (logischer) Eigenname. WittgensteinVsRussell/Philosophische Untersuchungen: Das hinweisende "Dieses" kann nie trägerlos werden, aber das macht es nicht zu einem Namen." (Philosophische Untersuchungen § 45)
I 95
Nach Russells früher Theorie gibt es in unserer Sprache nur zwei logische Eigennamen für partikulare Gegenstände außer dem Ich, und zwar "dies" und "jenes". Man führt sie ein, indem man auf sie zeigt. Hintikka: von diesen konkreten Russellschen Gegenständen gilt im wahren Sinne des Wortes, dass sie nicht ausgesprochen, sondern nur genannt werden können. (>Erwähnung/Gebrauch/sagen/>zeigen).
I 95
Sagen/zeigen/Logischer Eigenname/Russell/Hintikka: "dies" kann nicht ausgesprochen werden - nur genannt. - ((s) >Gebrauch/Erwähnung). - ((s) Nicht in Abwesenheit ausgesprochen). - ((s) Der Gegenstand kann damit nicht erwähnt werden.)
I 102
Auf die Gegenstände der Bekanntschaft können wir nur zeigen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Logische Konstanten Wittgenstein
 
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Hintikka I 139
Logische Konstanten/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Strukturelemente, die häufig als logische Konstanten bezeichnet werden, und als Hauptwerkzeug zur Bildung komplexer Sätze aus einfachen gelten, werden nicht unbedingt gebraucht.
I 140
logische Konstanten/Wittgenstein/Hintikka: wo Zusammengesetztheit ist, da sind Argument und Funktion, das sind bereits alle logischen Konstanten. Tractatus: 5.441 "Hier zeigt sich, dass es "logische Gegenstände" "logische Konstante" (im Sinne Russells und Freges) nicht gibt. Denn: alle Resultate von Wahrheitsoperationen mit Wahrheitsfunktionen sind identisch, welche ein und dieselbe Wahrheitsfunktion von Elementarsätzen sind“.
- - -
II 79
Sheffer-Strich/Notation/Wittgenstein: macht die Interne Relation sichtbar. - WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise macht nicht deutlich, dass pvq aus p.q folgt. - - -
VI 95/96
Logische Konstanten/Elementarsatz/WittgensteinVsTractatus/WittgensteinVsWittgenstein/Schulte: neu: Vorrang des Satz-Systems gegenüber dem Einzelsatz - früher Wittgenstein: VsLogische Konstanten - (diese verbinden keine Gegenstände, das gilt noch immer) - aber falsch: dass die Verknüpfungsregeln etwas mit der inneren Struktur der Sätze zu tun hätten. - Neu: sie bilden einen Teil einer umfassenderen Syntax.
IV 70
WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.4 "logische Gegenstände" oder "logische Konstanten" im Sinne Russells gibt es nicht.
IV 71
logische Konstanten/Tractatus: 5.441 dieses Verschwinden der scheinbaren logischen Konstanten tritt auch ein, wenn "~(Ex) . ~fx" dasselbe sagt, wie "(x).fx" oder "(Ex).fx.x =a " dasselbe wie "fa".
IV 79
Logik/Symbol/Zeichen/Satz/Tractatus: 5.515 es muss sich an unseren Symbolen zeigen, dass das, was durch "v" "u" usw. (logische Konstanten) verbunden ist, Sätze sein müssen. (logische Form).
IV 80
"p" und "q" setzt ja selbst das "v" ,"~" usw. voraus! Wenn das Zeichen "p" in "p v q" nicht für ein komplexes Zeichen steht, dann kann es allein nicht Sinn haben.
Wenn aber "p v p" keinen Sinn hat, dann kann auch "p v q" keinen Sinn haben.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Möglichkeit Wittgenstein
 
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II 31
Möglichkeit/Wittgenstein: wir dürfen nicht sagen: "Ein Satz p ist möglich." - Wäre p nicht möglich, wäre es gar kein Satz.
II 139
Möglichkeit/Neuheit/Neues/Wittgenstein: wir entdecken neue Tatsachen, keine neuen Möglichkeiten. Es hat keinen Sinn zu fragen, ob rot existiert.
II 167/168
Möglichkeit/Notwendigkeit/Realismus/Idealismus/Wittgenstein: in den Argumenten der Idealisten und Realisten kommen immer irgendwo die Worte "können", "nicht können" und "müssen" vor. Es wird aber kein Versuch gemacht, ihre Theorien durch Erfahrung zu beweisen. Die Wörter "Möglichkeit" und "Notwendigkeit" bringen ein Stück Grammatik zum Ausdruck, sie sind dabei allerdings nach dem Muster von "physikalischer Möglichkeit" gebildet.
II 228
Möglichkeit/Wittgenstein: wir neigen dazu, eine Möglichkeit als etwas in der Natur Vorhandenes aufzufassen. "Dies ist möglich" hier ist das Tatsächliche ein bestimmtes Bild.
II 229
Bsp "es ist potenziell gegenwärtig" erweckt den Eindruck, als hätten wir eine Erklärung gegeben, die über die Möglichkeit hinausgeht. Aber in Wirklichkeit haben wir nur ein Ausdruck durch einen anderen ersetzt.
II 235
Möglich/unmöglich/Möglichkeit/Sinn/Wittgenstein: das ist in gewissem Sinne willkürlich. Wir sagen, auf diesem Stuhl sitzt zwar keiner, aber jemand könnte dort sitzen. Das heißt so viel wie: der Satz "auf diesem Stuhl sitzt jemand" hat Sinn.
II 359
Möglichkeit/Wittgenstein: damit meinen wir logisch möglich. Wo ist nach dem Phänomen der Möglichkeit zu suchen? Was einen Symbolismus rechtfertigt, ist seine Nützlichkeit.
II 362
Möglichkeit/Zuordnung/Wittgenstein: die Möglichkeit der Zuordnung scheint ihrerseits eine Art Zuordnung zu sein.
IV 19
Denken/Möglichkeit/Logik/Tractatus: 3.02 Was denkbar ist, ist auch möglich. 3.031 Man sagte: Gott könne alles schaffen, nur nichts, was den logischen Gesetze zuwider wäre. Wir könnten nämlich von einer "unlogischen Welt" nicht sagen, wie sie aussähe.
IV 20
3.032 Etwas "der Logik Widersprechendes" kann man ebenso wenig darstellen wie in der Geometrie eine den Gesetzen des Raumes widersprechende Figur durch ihre Koordinaten darstellen.
IV 20
Tractatus: 3.13 zum Satz gehört alles, was zur Projektion gehört, aber nicht das Projizierte.
IV 21
Also die Möglichkeit des Projizierten, nicht dieses selbst. Im Satz ist also sein Sinn noch nicht enthalten, wohl aber die Möglichkeit, ihn auszudrücken.
IV 81
Möglichkeit/WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.525 Es ist unrichtig, den Satz "(Ex).fx" als "fx ist möglich" wiederzugeben. - Möglichkeit: wird dadurch ausgedrückt, dass ein Satz sinnvoll ist. - Unmöglichkeit: dadurch, dass der Satz ein Widerspruch ist.
VI 113
Möglichkeit/Wittgenstein/Schulte: alles, was überhaupt möglich ist, ist auch legitim. Bsp Warum ist "Sokrates ist Platon" unsinnig?
Weil wir eine willkürliche Bestimmung nicht getroffen haben, aber nicht darum, weil das Zeichen an und für sich etwa illegitim sei.


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Namen Frege
 
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I 54
Eigenname: die Extension wird vorausgesetzt. - Sonst wäre die Negation: "Kepler starb nicht im Elend oder der Name ist bedeutungslos".
II 69
"Bedeutung" eines Namens ist nie ein Begriff (Prädikat), sondern immer nur ein Gegenstand.
II 72f
Eigenname (gesättigt) kann nie Prädikat sein (aber Teil eines Prädikats). Namen/Verstehen/Frege: einen Namen verstehen, heißt, zu wissen, welchen Gegenstand er bezeichnet. Problem: Namen ohne Träger (Bsp Einhorn). - Problem: Bsp Verschiedene Namen mit demselben Träger.
V 99/100
Dass ein Name für einen Gegenstand steht, ist eine Folge, nicht etwa ein Teil des Umstands, daß er einen bestimmten Sinn hat. - - -
Chisholm II 144f
Namen/Frege: "gemischter Eigenname": enthält linguistische und nicht-linguistische Teile: die Umstände. -Umstände: Teil der Bedeutung eines Ausdrucks. - ChisholmVsFrege: dieser vernachlässigt Ostension. - - -
Dum III 68f
Namen/FregeVsRussell: kann durchaus denselben Sinn wie eine bestimmte Kennzeichnung haben - was gilt eigentlich das Darbietung eines Gegenstands: Valencia aus der Luft, vom Boden, innerhalb eines bestimmten Gebäudes, auf der Landkarte? - Wiedererkennen: notwendig: das Bewußtsein, dass der Gegenstand unter den Begriff fällt, der das angemessene Identitätskriterium bestimmt (hier: "Stadt"). - Fähigkeit zum Wiedererkennen statt Verfahren des Herausgreifens. - ("Rot": Wiedererkennen, nicht Verfahren für Rot). - - -
Frege II 69
Name/Frege: kann nie Prädikat sein - wohl aber Teil eines Prädikats. - - -
Stalnaker I 183
Namen/Eigennamen/Frege/Stalnaker: für ihn gibt es eine mentale Repräsentation, d.h. wir haben nur Vorstellungen über etwas, was sich uns in einer bestimmten Weise präsentiert. - ((s) Das läßt sich mit Donnellans attributivem Gebrauch vereinbaren).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003
Namen Geach
 
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I 46f
Namen: direkte Referenz, Namen haben keine Teile (Aristoteles: syntaktisch einfach) (Geach pro) - Kennzeichnung: indirekte Referenz, Vermittlung anderer Zeichen, Kennzeichnungen können zusammengesetzt sein.
I 143
Kalkül des natürlichen Schließens/Gentzen/Geach: hier gibt es "mögliche Namen" (>Existenzeinführung) - aber nicht Quantifikation über sie. - GeachVsQuine: so kann er Namen nicht mehr als "verdeckte Kennzeichnungen" auffassen.
I 155
Namen/Geach: nicht die Kenntnis der Kausalkette ist wichtig, sondern ihre Existenz. - Das Recht einen Namen zu gebrauchen, kann bestehen auch wenn man das nicht weiß. - Russell: ein Eigenname muss etwas benennen (Geach pro). - GeachVsRussell: dann Fehlschluss auf: "nur ein Name, der etwas benennen muss, ist ein Name". - Ebenso falsch: Fehlschluss von "Was man weiß, muss sein" auf "Nur was so sein muss, kann gewusst werden".
I 162
Quasi-Namen/Geach: Bsp in Lexika, für fremde Gottheiten. - Quasinamen erscheinen nur in Objektposition nach intentionalen Verben. - Keine "Existenz 2. Grades". - Es gibt kein Identitätskriterium um zu entscheiden, ob verschiedene Völker denselben Gott verehren.
I 208
Namen/Geach: ob etwas ein Eigenname ist, hängt nicht davon ab, wem er verliehen wird. - Quasianführung ist kein Name!

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Namen Prior
 
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I 119f
Namen/Hobbes: sind Namen unserer Ideen - MillVs: vermitteln dem anderen auch, was wir über jemand (etwas) denken, nicht nur über unsere Vorstellung. - Die Idee des Feuers bewirkt nicht die Hitze, auch wenn ich Begriffe haben muss, um zu denken.
I 158f
Namen/Existenz/Prior: Vs die These: "Name ist alles was beabsichtigt, ein wirkliches Objekt zu identifizieren": Problem: indirekte Rede: Bsp der Sprecher glaubt, dass Holmes existiert, der Hörer aber nicht: dann ist der Sprecher in einer Position, um Holmes zu identifizieren der Hörer aber nicht, dann kann der Hörer nicht berichten, was der Sprecher gesagt hat (absurd).
I 168
Namen/KennyVsRussell: verdeckte Kennzeichnungen in "B existiert". PriorVsKenny: wenn Namen etwas benennen müssen, kann in indirekter Rede bei bekannter Nichtexistenz gar kein Name gebraucht werden.
I 168ff
Theorie/PriorVsKenny: Kenny kann seine eigene Theorie gar nicht aufstellen! - Kenny These: Namen müssen Referenz intendieren. - Dann kann der Theoretiker selbst nicht intendieren, den Namen zu gebrauchen, wenn in seinen Beispiel-Sätzen von nichtexistierenden Personen die Rede ist.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Namen Russell
 
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Bertrand Russell
Logische Eigennamen/Russell: dies : Identität ohne empirische Untersuchung, daher die einzigen richtigen Namen.
Geach I 28~ff
Namen/Frege/Russell: bedeutet den Träger. - - -
Russell VI 11
Namen/Russell: Eigennamen sind abgekürzte Kennzeichnungen, beide spielen aber nicht die Rolle von sing Term. - VI 12 Namen/FregeVsRussell: singulärer Term. - - -
VII 346 (wo?)
Namen/Russell/Frege/Wittgenstein: Bedeutung: vor allem sprechen wir hier über unsere Vorstellungen und Kenntnisse über den Träger. - - -
Newen/Schrenk I 90
Namen/Eigennamen/Russell: These Namen sind nichts anderes als Abkürzungen für Kennzeichnungen. - - -
VI 70~
Namen/Russell: nicht einfach Wörter für ED: Bsp Sokrates ist für uns eine Kennzeichnung! - Namen kommen in PM nicht vor, nur allgemeine Gegenstände sind dort interessant. - Bekanntschaft bringt volle Information, keine weitere möglich.
VI 80
Russell: Namen können abgekürzte Kennzeichnungen sein: Bsp Der Mann der das und das getan hat = Sokrates - aber umgekehrt. bestimmte Kennzeichnungen sind keine Namen: sonst Tautologie: Scott = Scott - > Quine: Namen verdeckte Kennzeichnungen.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Gea I
P.T. Geach
Logic Matters Oxford 1972
Namen Searle
 
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John R. Searle
II 288
Namen/Searle: setzen irgendeine andere Repräsentation voraus - haben keinen expliziten intentionalen Gehalt
II 291 ff
Namen: SearleVsKripke: VsKausaltheorie: übertreibt Analogie zw Bezugnahme und Wahrnehmung - übergewichtet die parasitären Fälle - setzt allwissenden Beobachter voraus - Meteorologie tauft zukünftige Ereignisse
II 291 ff
Namen: Mill: keine Konnotation, nur Denotation - Frege: Bedeutung eines Namen wird durch Kennzeichnung erfasst
II 292
Namen/SearleVsKripke: Kausalkette kann nur intentional erfasst werden: durch Sprecherabsicht - Kausalkette nicht rein, selbst deskriptivistisch - Die Taufe selbst kann nicht kausal sein, sonst wird erfolgreiche Referenz durch erfolgreiche Referenz erklärt (zirkulär).
II 311
Namen/Bedeutung/Referenz/Searle: Bsp Gödel/Schmidt: intentionaler Gehalt legt Referenz fest:"Entdecker, egal wie der heißt". Wir sprechen von der Person, die von ihren Zeitgenossen anerkannt wurde - Bsp vertauschte Flecken: Identifikation: "der Fleck, der das Erlebnis verursacht". - Variante: Vergessen: "der, den ich früher als A zu identifizieren in der Lage war". - - -
Erklärung/(s):
Bsp Gödel/Schmidt/Kripke: (Kripke I 99f) Angenommen, Gödel war gar nicht der Urheber des Unvollständigkeitssatzes, sondern Schmidt, dessen Leiche in Wien aufgefunden wurde. Gödel gelangte damals in den Besitz der Papiere. Frage: referieren wir mit "Der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes" dann auf Gödel oder auf Schmidt?
- - -
Wolf II 168
Namen/Searle: Bedeutung bleibt offen, die Hälfte der Beschreibungen könnte zutreffen - wir können nicht im Voraus bestimmen, welche Merkmale auf Aristoteles zutreffen - (Strawson dito) - Zink: dann würden wir aber sagen, dass wir den Namen gar nicht kennen - Lösung/Zink: Lokalisierung. - - -
Searle V 145
Namen/SearleVsMill: es ist falsch, dass Eigennamen »bedeutungslose Zeichen« seien, dass sie »denotativ« aber nicht »konnotativ« seien.
V 145
Es kann keine Tatsachen über einen unabhängig von Sachverhalten identifizierten Gegenstand geben - sonst näherte man sich der traditionellen Substanz. Identifikation/SearleVsTractatus: Gegenstände können nicht unabhängig von Tatsachen identifiziert werden
V 245
Namen/SearleVsRussell: wenn sie keine Beschreibung (Kennzeichnung) enthalten sollen, müssen wir leider Substanzen annehmen! - Aus der vermeintlichen Unterscheidung zwischen Namen und Kennzeichnungen wird die metaphysische Unterscheidung zwischen Gegenständen und Eigenschaften abgeleitet. - Tractatus: der Name bedeutet den Gegenstand, der Gegenstand ist seine Bedeutung - SearleVsWittgenstein.
V 247
Namen//Mill: haben keinen Sinn - FregeVsMill: Bsp dann wäre Mt. Everest = Gaurisankar nicht informativer als Everest = Everest. - FregeVs, SearleVs - Searle: Namen beschreiben nicht Eigenschaften von Gegenständen - Identität Everest = Tschomolungma lieferte sonst keine Information. V 256 Namen/SearleVsFrege: nicht völlig eindeutig - Bsp Morgenstern/Abendstern eigentlich auf der Grenze zu Kennzeichnung. - SearleVsKripke: Namen nicht starr, sonst wie logische Äquivalente - Searle: Namen gibt es, weil es notwendig ist, die hinweisende von der prädikativen Funktion zu trennen.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Namen Strawson
 
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VII 16
Namen/Strawson: Eigennamen haben keine Bedeutung. Unkenntnis des Namens ist nicht sprachliches Nichtwissen.
I 222
Namen/Adjektiv/Strawson: auch Namen können adjektivisch sein: Bsp "napoleonisch", "russisch", sogar mit Hilfsverb "ist ein Hitler".
I 224
Aber: napoleonische Geste ist nicht Verbindung von Geste mit Napoleon sondern zwischen Geste und Ähnlichkeitsprinzip der Zusammenfassung, das durch Napoleon ermöglicht ist - aber: Ramsey wir sagen wohl Weisheit ist ein Merkmal von Sokrates , aber nicht: "Weisheit sokratisiert" (das ist falsch!) - Ein Einzelding kann nicht prädiziert werden! - Lösung: Sprache hat ein Schein-U : "Merkmal-sein von".
I 226
Nur Schein-Universale weil sonst Regress: dadurch charakterisierend, dadurch charakterisierend.. zu sein.
VI 386f
Namen/allgemeine Termini/Strawson: können nicht syntaktisch hergeleitet werden.
VII 113
Namen/Strawson: Bedeutung nicht Gegenstand - (Verwechslung von Erwähnung und Gebrauch) - Referenz: Ausdrücke plus Kontext - Referieren heißt nicht sagen, dass man referiert - (Stufen).
VII 122
StrawsonVsRussell/VsQuine: Gipfel des Zirkulären: Namen als getarnte Kennzeichnungen zu behandeln - Namen werden willkürlich oder konventionell gewählt - sonst wären Namen deskriptiv.
VII 122
Quasinamen/Strawson: "Glorreiche Revolution", "Blaue Grotte", "Vaterländischer Krieg".

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
Negation Wittgenstein
 
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Hintikka I 150
Negation/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: die Verneinung ist dasselbe Bild - dessen Sinn allerdings umgekehrt ist - (polarisiert) - damit ist die Satznegation eliminiert.
I 150
Negation/Frege/Russell/Hintikka: Negation des Prädikats eliminieren sie und setzen statt dessen die Satznegation. - - -
II 51
Negation/Wittgenstein: ihre Bedeutung kann nur durch Gebrauchsregeln ausgedrückt werden.
II 51
Verneinung/Negation/Wittgenstein: es muss eine Vereinbarung geben: Bsp das rote Licht ist von sich aus noch nicht die Anweisung, anzuhalten. Es muss mit Hilfe der Sprache erklärt worden sein. Die Bedeutung von "nicht" lässt sich nur in Regeln ausdrücken, die für seine Verwendungsweise gelten.
II 72
Negation/Erklärung/Russell : erklärte ~p, indem er sagte, dass ~p wahr sei, wenn p falsch sei, und umgekehrt.
II 73
Negation/WittgensteinVsRussell: doch das ist keine Erklärung der Verneinung, denn es könnte auch für andere als nur die negativen Sätze gelten. (> Wahrheitstabelle/ >Wahrheitstafel).
II 74
Negation/Tatsache/Wittgenstein: was entspricht dem Satz "die Tür ist nicht offen" wenn sie doch offen ist? Aber hier kommt eine verfehlte Analogie ins Spiel, denn es ist nicht ein Etwas, was p entspricht. Und das, was ~p entspricht, ist das Nicht der Fall sein von p.
II 75
Verneinung/Negation/Verstehen/Wittgenstein: das Verstehen von "nicht" ist wie das Verstehen eines Schachzugs.
II 113
Tatsache/Negation/Wittgenstein: es gibt keine positiven oder negativen Tatsachen. "Positiv" und "negativ" beziehen sich auf die Form der Sätze und nicht auf die Tatsachen.
II 114
Eine negative Aussage hat nicht in derselben Weise Bedeutung wie eine positive; man kann sie nicht durch positive Begriffe beschreiben und ihre negative Bedeutung beibehalten.
II 221
innere Negation/Wittgenstein: die Behauptung "dieser Tisch ist grün" bildet keinen Bestandteil der Behauptung "dieser Tisch ist nicht grün". - ((s) Behauptung, nicht Satz) - Wittgenstein: wir zeichnen eher ein Bild.
II 234
Allgemeinheit/allgemeines/allgemein/Negation/Wittgenstein: die Grammatiken der Allgemeinheit und der Negation sind in unglaublicher Weise mehrdeutig. Bsp "dieses Quadrat ist weiß" ich könnte es übersetzen als: "alle Punkte dieses Quadrat sind weiß". Dann können wir nicht sagen: "ein Punkt ist nicht weiß " ohne neue Konventionen einzuführen.
Negation,/"alle"/Wittgenstein : beides hat verschiedene Grammatiken. Man hat die Frage gestellt, ob die Negation von Sätzen auf dasselbe hinausläuft wie eine Disjunktion von Sätzen. In bestimmten Fällen ist tatsächlich so:
Bsp Disjunktion: "dies ist eine der Primärfarben, aber nicht rot", das bedeutet: "dies ist weiß oder gelb oder grün oder blau oder schwarz". Es gibt jedoch keine Disjunktion, die "Schmitz ist nicht in diesem Zimmer" entspricht.
Doppelte Negation/Wittgenstein: wird häufig in der Bedeutung von einfacher Negation angewendet.
Bsp "Ich mag es und ich mag es nicht".
II 239
Wer behauptet, dass wir sie nicht in diesem Sinne meinen, sagt damit, dass es verschiedene Arten der doppelten Negation gibt! Manche sagen: "die Anwendung wird anders sein". Aber wie kann man von einem Zeichensystem reden, ohne von der Anwendung zu reden.
Bsp ich kann die Hände so zusammenlegen, dass sie zur Deckung gebracht werden. Aber man kann fragen: Wie möchtest du "decken" erklären, mit oder ohne Bezugnahme auf etwas, das zur Deckung gebracht wird?
II 276
doppelte Negation/Wittgenstein: doppelte Negation gleich Bejahung: eine Feststellung über unsere Gewohnheiten ist es nicht, denn dann wäre es eine Aussage der Naturgeschichte und nicht einmal eine Wahre! Es kann sein, dass die doppelte Negation in einem Symbolsystem die Negation bedeutet.
II 282
Negation/Disjunktion/Repertoire/Wittgenstein: wenn man ein abgegrenztes Repertoire hat, kann man Negation "nicht-p" mit einer Disjunktion z.B. "q v r v s" - gleichsetzen - das geht nicht, bei Bsp "nicht dieses rot hier". - abgegrenztes Repertoire: Bsp Permutationen. Philosophie/Wittgenstein: die Wörter "wahr" und "falsch" sind zwei Wörter, von denen die Philosophie bisher abhängig ist.
Die Philosophie beruht stets auf Fragen ohne Sinn! Wahr und falsch können wir völlig abschaffen. Statt dessen: "Satz" und "Negation". ((s) > referentielle Quantifikation, > semantischer Aufstieg).
II 288
Schatten/Negation/Welt/Realität/Abbildung/Wittgenstein: wir glauben, den Sätzen müsse zumindest so etwas wie ein Schatten entsprechen. Damit ist aber nichts gewonnen. Denn warum in aller Welt soll es ein Schatten dieser Wirklichkeit sein? Das Verwirrende an der Negation liegt in dem Gedanken, einem Symbol müsse etwas entsprechen. Wie kann man wissen, was gemeint ist, wenn nichts Entsprechendes da ist? Dennoch muss man wissen, was man meint.
II 289
Negation/Wittgenstein: Bsp "hier ist kein Stuhl" entspricht, dass hier der Ort und irgendwo in der Welt Stühle sind. Bsp "ich wünsche, Schmitz möge kommen" fälschliche Vorstellung: dass der Satz aus irgendwie zusammengefügten Bestandteilen bestehen muss, wie eine Schachtel einen Boden und einen Deckel hat.
II 290
Negation/Verstehen/Wittgenstein: wenn man "~p" verstanden hat, muss man auch "p" verstanden haben. Doch wenn p falsch ist, gibt es nichts, was ihm entspricht. Was heißt es einen Befehl zu verstehen, wenn man ihn nicht befolgt? Indem man ein Bild anfertigt, kommt man der Ausführung nicht näher.
IV 79
Negation/Verneinung/Tractatus/Wittgenstein: 5.513 so kann man sagen, zwei Sätze sind einander entgegengesetzt, wenn sie nichts gemeinsam haben - und: jeder Satz hat nur ein Negativ - ((s) >Vollständigkeit, > maximal).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Nichtexistenz Frege
 
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I 47
Nichtexistenz/Einhorn/WW-Lücke/ Frege: Bsp Einhorn: Satz ohne Wahrheitswert -" (oWW) - Prädikate können nicht zu- oder abgesprochen werden - Gedanke derselbe, ob Bezug ("Bedeutung", Referenz) oder nicht -
V 102
Name/Nichtexistenz/Frege/Husted: daß der Name einen Referenten hat ist nicht Bedingung für seine Zugehörigkeit zur Sprache -" sondern umgekehrt -
I 107
Nichtexistenz/Sinn/Bedeutung/FregeVsMeinong/FregeVsRussell: es gibt durchaus widersprüchliche Begriffe - nur keine widersprüchlichen Gegenstände - die Logik kann nur die Begrenzung der Begriffe ermitteln - d.h. für jeden Gegenstand, ob er unter den Begriff fällt, oder nicht - ein widersprüchlicher Begriff wird gebraucht um zu beweisen, daß es keinen entsprechenden Gegenstand gibt -
IV 110
Nichtexistenz/Frege: Eigennamen: ein Name der nichts bezeichnet, ist logisch sinnlos -" nicht aber ein Begriff, unter den nichts fällt -" demit ein Name berechtigt sei ist nötig, daß der entsprechende Begriff scharf ist -" VI 111 so sollte der Begriff dem Unfang vorausgehen -

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
Nichtexistenz Rorty
 
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Richard Rorty
I 136
Referenz/Nichtexistenz/nicht-existent/Rorty: im Sinn von "über etwas sprechen" ist Referenz auf Nichtexistentes durchaus gerechtfertigt.
VI 217/218
Bezug/Referenz/Nichtexistenz/singuläre Termini/Davidson/Sellars/BrandomVsRussell: jeder singuläre Term, der eine Verwendung (Gebrauch) hat, ist so gut wie jeder andere - Bsp Einhorn.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Prädikate Wittgenstein
 
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II 80
Prädikate/Wittgenstein: der Gebrauch von Prädikaten ist in der Logik immer irreführend, da er nun einmal auf verschiedene "Arten" von Termini usw. hindeutet, die durch Prädikate differenziert werden, z. B.: "formal bestätigt", "interne Beziehungen". Bei der Beschreibung durch Prädikate muss die Möglichkeit bestehen, dass sie anders ausfällt!
II 82
Erfahrung/Wittgenstein: wird nicht durch Prädikate von dem unterschieden, was nicht Erfahrung ist. Es ist ein logischer Begriff, nicht ein Begriff wie "Stuhl" oder "Tisch".
II 157
Einzelding/Atom/Atome/Wittgenstein: Russell und ich, wir haben beide damit gerechnet, durch die logische Analyse auf die Grundelemente ("individuals") zu stoßen. Russell glaubte, am Schluss würden sich Subjekt-Prädikat-Sätze und zweistellige Relationen ergeben. WittgensteinVsRussell: das ist eine verfehlte Vorstellung von logischer Analyse: wie eine chemische Analyse. WittgensteinVsAtomismus.
II 306f
Prädikat/WittgensteinVsRussell: Bsp "Mann" sollte man nicht als Prädikat verwenden - sonst würde das Subjekt zum Eigennamen -"Mann" als Prädikat: höchstens bei einer verkleideten Frau.
II 307
"Mann" als Prädikat kann seinem Träger nicht abgesprochen werden. - - -
Hintikka I 64
Farbprädikate/Farbwörter/Wittgenstein/Hintikka: deren Inkompatibilität verstößt auf den ersten Blick gegen Wittgensteins Grundsatz von der Unabhängigkeit von Elementarsätzen.
I 65
Hintikka: aber aus der logischen Einfachheit der Farben folgt nicht, dass sie keine "logische Form" haben, die nur einige Verbindungsmöglichkeiten zulässt und andere nicht. Das Problem ist nur, einen angemessenen Symbolismus zu entwerfen, der den Spielraum wiedergibt.
I 71
Def Existenz/Wittgenstein: Prädikat höherer Ordnung und wird nur durch den Existenzquantor artikuliert. (Frege dito).
I 72
Hintikka: viele Philosophen meinen, dass das nur eine technische Umsetzung der älteren Idee sei, dass die Existenz kein Prädikat sei.
I 156 ff
Phänomenologie/Atomismus/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: häufig wird die Ansicht vertreten, eine phänomenalistische oder phänomenologische Interpretation des Tractatus werde unmöglich gemacht durch das Phänomen der Farbeninkompatibilität und auch sonst durch jede andere augenscheinliche Abhängigkeit zwischen einfachen phänomenalistischen Prädikaten der gleichen Art. (HintikkaVs) Farben/Prädikate/Farbeninkompatibilität/Hintikka: Nach dieser Auffassung können sich "rot" und "grün" nicht auf einfache Gegenstände beziehen, denn andernfalls wären die beiden Elementarsätze "Dies ist Rot" und "Dies ist grün" die sich ja wechselseitig ausschließen nicht unabhängig voneinander
Das geht aber nicht nach 2.062: "Aus dem Bestehen oder Nichtbestehen eines Sachverhaltes kann nicht auf das Bestehen oder Nichtbestehen eines anderen geschlossen werden."
I 170
Form/Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: Wittgenstein versteht unter Form etwas, was durch eine passende logische Notation verdeutlicht werden kann. Z.B. der Unterschied zwischen zwei-stelligem und ein-stelligem Prädikat. In 5.55 ff macht Wittgenstein geltend, dass sich solche Unterschiede der Form nicht a priori vorhersagen lassen.
I 172
Farbe/Farbwörter(Farbbegriffe//Tractatus/Wittgenstein/Hintikka: klar ist jedenfalls, dass er eisern daran festhält, dass Farbzuschreibungen keine Subjekt Prädikat Form haben.
VI 70
Elementarsatz/Tractatus/Schulte: keine gewöhnlichen Sätze, sie sind dadurch charakterisiert, dass sie nicht in Widerspruch zueinander geraten können. (Tractatus4.211). 1. Damit ist zum ersten Mal gesagt, dass sie keine logischen Partikel enthalten, denn sonst müssten sie in Widerspruch zueinander stehen!
2. Ihre Bestandteile weisen keine Komplexe auf, sonst würde die Ableitung eines Widerspruchs möglich.
Demnach kommen in Elementarsätzen keine Prädikate ("Tisch", "Links von") vor!
Was bleibt übrig?
"Der Elementarsatz besteht aus Namen". (Tractatus 4.22).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Propositionen Russell
 
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Bertrand Russell
Horwich I 54
Proposition/Russell: ist eine komplexe Entität mit Komponenten: Bsp Smith ist größer als Brown: Smith, Brown, die Relation "größer als" - Bsp Brown ist kleiner als Smith: ist damit äquivalent, unterscheidet sich aber in allen drei Komponenten! - Brief an Frege: der Berg kommt buchstäblich in der Proposition vor - Cartwright: Gedanken/Frege: ungleich Russells Propositionen - sie enthalten ihre Gegenstände nicht - ((s) irgendwo: "...sondern ihren Sinn".)
Horwich I 56
Proposition/Russell/Cartwright: wie soll eine Proposition dann falsch sein können, wenn sie aus den Komponenten und der Art ihrer Verbindung besteht? - Lösung/Russell: "weitere Qualität" - CartwrightVs: das war schon abgelehnt worden.
Horwich I 59
Proposition/Principia Mathematica/Russell: φ x (setzt Funktion voraus) - Propositionalfunktion: φ x^ - nicht mehrdeutig - die Werte sind lauter Propositionen von der Form φ x. Horwich I 60 d.h. das Symbol j (jx^) darf nicht eine Proposition ausdrücken wie das φ a tut, wenn a ein Wert für φ x^ ist - in der Tat muss j(jx^) ein Symbol sein, das gar nichts ausdrückt, es ist sinnlos - (Weder wahr noch falsch) - Bsp "Die Funktion -žx ist ein Mensch-œ ist ein Mensch".
Horwich I 60f
Proposition/Aussagenfunktion/AF/Principia Mathematica/PM/Russell: Das Symbol (x).φ x soll die Proposition φ x immer ausdrücken, d.h. die Proposition, die alle Werte für φ x^ behauptet - I 61 - diese Proposition setzt die Funktion φ x^ voraus, nicht nur einen mehrdeutigen Wert der Funktion - die Behauptung von j x, wobei x nicht festgelegt ist, ist verschieden von jener, die alle Werte für φ x^ behauptet, denn die erstere ist eine mehrdeutige Behauptung, die letztere ist in keinem Sinn mehrdeutig. - - -
Russell I 125
Proposition/Funktion/extensional/Tractatus/Wittgenstein: Funktionen von Propositionen sind immer Wahrheitsfunktionen - eine Funktion kann in einer Proposition nur vermittels ihrer Werte vorkommen. (s.o. extensional) - Folge: alle Funktionen von Funktionen sind extensional. Bsp "A glaubt p" ist keine Funktion von p - (Tractatus 19-20) - ((s) VsRussell: (s.o.) > Waverley, Funktionen äquivalent, aber nicht identisch, weil Georg IV. nicht wissen wollte, ob Scott = Scott.) - ((s) "Geglaubt werden" ist keine Funktion des geglaubten Gegenstands).

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Qualitäten Wittgenstein
 
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Hintikka I 113
Qualität/Wittgenstein: zumindest manche Aussage, in der einer erlebten Qualität ein Grad zugeschrieben wird, ist zugleich ein atomarer Satz. Elementarsatz/Wittgensteins Bsp für Elementarsätze: "Hier ist grün". (>Strawson)

I 202
Qualität/Erlebnis/Carnap/Hintikka: die Basis des "Logischen Aufbaus": Reihen von momentanen Gesamterlebnissen, aus denen Qualitäten gebildet werden - anders als Sinnesdaten. - CarnapVsRussell: individuelles Erlebnis muss hinzukommen: "Empfindung". - Hintikka: diese ähneln den Gegenständen Wittgensteins. - Unterschied: Carnap: ephemer, psychologisch - Wittgenstein: nichtzeitlich, Substanz der Welt - Empfindung/Carnap: gehört zur Psychologie, Qualität: zur Phänomenologie oder Gegenstandstheorie. - Phänomenologie/Carnap: holistische Analyse der Erfahrung.
I 202 ff
Qualität/Erlebnis/Carnap/Hintikka: die Basis von Carnaps "Aufbau" ist eine Reihe von momentanen Gesamterlebnissen, aus denen Qualitäten gebildet werden.
I 203
Aber nicht einmal Qualitäten gleichen den Sinnesdaten, der Russellschen Konzeption. CarnapVsRussell/CarnapVsSinnesdaten/Carnap: individuelles Erlebnis muss hinzukommen.
Carnap: "Wollen wir die beiden gleichartigen Bestandteile der beiden Elementarerlebnisse unterscheiden, so müssen wir sie nicht nur ihrer Qualität nach bezeichnen, sondern die Angabe des Elementarerlebnisses, zu dem sie gehören, hinzufügen.
Erst ein so bezeichneter Bestandteil ist im eigentlichen Sinn ein individueller, wir wollen ihn im Unterschied zum nur der Qualität nach bestimmten Bestandteil, wie er in der Qualitätsklasse repräsentiert wird, "Empfindung" nennen."
Diese "Empfindungen" ähneln demnach den Gegenständen Wittgensteins. Doch nach Carnap sind sie ephemer, subjektiv und zeitgebunden,
während die Tractatus-Gegenstände die nichtzeitliche "objektive" Substanz der Welt bilden.
Dementsprechend Carnap: "Die Empfindungen gehören zum Bereich der Psychologie, die Qualitäten zur Phänomenologie oder Gegenstandstheorie."
Phänomenologie/Carnap/Hintikka: bei Carnap auf eine holistische Analyse der Erfahrung beschränkt.
- - -
II 138
Atomismus/VsAtomismus/Selbstkritik/WittgensteinVsTractatus: es war ein Irrtum, dass es Elementarsätze gäbe, in die sich alle Sätze zerlegen lassen. Dieser Irrtum hat zwei Wurzeln: 1. Dass man die Unendlichkeit als Zahl auffasst, und annimmt es gebe eine unendliche Anzahl von Sätzen.
2. Aussagen, die Grade von Qualitäten zum Ausdruck bringen. ((s) Sie müssen nicht jeden anderen Satz ausschließen. Daher können sie nicht unabhängig sein).
- - -
III 141
Def Sachverhalt/Tractatus/Wittgenstein/Flor: Kombination von einfachen Gegenständen ohne Qualitätsmerkmale! Die Sachverhalte sind voneinander völlig unabhängig. Bsp Im Tractatus gibt es wieder ein Beispiel für einen Sachverhalt noch für einen Gegenstand! Mit der Wiedergabe sämtlicher Gegenstände im Verhältnis ihrer Positionen sind auch sämtliche Sachverhalte abgedeckt.
III 142
Es muss eine absolute Unterscheidung zwischen dem Einfachen und dem Komplexen geben.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Quantifikation Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 283
Unbestimmter singulärer Term: verschwindet in Quantifikation "etwas ist ein x, sodass", "alles ist ein x..".
I 316
Paraphrasen durch Quantifikation decken falsche Existenzannahmen auf.
VI 41
Quantifikation/Quine/(s): ist ein Postulieren von Gegenständen.
X 94
Quantifikation/Variable/Quine: in dem offenen Satz nach dem Quantor steht "x" an einer Stelle, an der ein Name stehen könnte - Bsp auch Zahlenname - die Sätze sagen nicht, dass Namen spazieren gehen oder Zahlen sind. "EF" sagt nicht, ein Prädikat sei so und so, sondern ein Gegenstand, der vom Prädikat bezeichnet wird, sei so und so. - Dieser Gegenstand könnte eine Eigenschaft sein (pro Frege).
VsRussell: aber kein Prädikat! - Verwechslung von Darstellung (Schema) und Quantifikation (Reden über).
X 104
Scheinquantifikation/Quine: Scheinwerte der neuen quantifizierbaren Variablen "p", "q" usw.: Wahrheitswert (WW). - Dann sind Sätze ausnahmsweise Namen dieser Scheingegenstände. - Über Scheingegenstände kann man quantifizieren - Scheingegenstände entstehen aus Kontext-Definition.
XI 38
Quantifikation/Lauener/(s): nur quantifizierten Sätzen können Wahrheitswerte zugeschrieben werden.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Quantoren Russell
 
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Bertrand Russell
Hintikka I 173
Quantifikation/Quantor/Bekanntschaft/Beschreibung/Russell/Hintikka: bei Russell gehen die Quantoren (bzw. der Bereich der gebunden Variablen) nur über Objekte der Bekanntschaft. ((s) Körperlich präsente Dinge). Kennzeichnung/ThdK/Russell: Kennzeichnungen werden eliminiert im Kontext zugunsten von Quantoren. Es gibt nur noch Quantoren und gebundene Variablen.
Russell/Hintikka: man könnte ihn so paraphrasieren: „der Begriff „ist immer wahr“ kommt als einziges in den Propositionen vor, die ursprünglich bestimmte Kennzeichnungen enthielten.
Kraft/Russell/Hintikka: die Kraft ((s) semantische Kraft) der reduzierten Propositionen hängt vom Individuenbereich der Variablen ab.
Pointe/Hintikka: nun ist es nur ein Teil der Geschichte, dass Russell erfolgreich nicht-existente Objekte eliminiert hat (Bsp Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl). Seine Reduktion geht weiter:
Quantor/Russell/Hintikka: die Quantoren gehen nur über Objekte der Bekanntschaft. ((s) Objekte, von denen wir nur durch Beschreibung wissen, sind nicht zugelassen, über sie darf bei Russell nicht quantifiziert werden. Das ist mehr als die Elimination von nichtexistenten Objekten, denn es gibt auch existierende Objekte, die wir nur durch Beschreibung kennen).
Hintikka I 173
Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905 ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! Theorie der Kennzeichnungen/Russell: (Ende von „On Denoting“) These: enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft.
I 174
Hintikka: dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft.
Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der EG führt.
Bsp Waverley/Russell/Hintikka: dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) .
„ob“/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, ob“ statt „wusste nicht“.
Sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei.
I 175
Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten?
Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist.
Hintikka I 178
Quantor/Quantifikation/HintikkaVsRussell: Russell verwechselt systematisch zwei Arten von Quantoren. (a) der Bekanntschaft, b) der Beschreibung). Problem: Russell hat nicht erkannt, dass der Unterschied nicht allein in Bezug auf die aktuale Welt definiert werden kann!
Lösung/Hintikka: wir brauchen eine Relativierung auf Mengen von möglichen Welten, die mit den verschiedenen propositionalen Einstellungen wechseln.
Hintikka I 180
Elimination/Eliminierbarkeit/HintikkaVsRussell/Hintikka: um bloß scheinbar denotierende Kennzeichnungen zu eliminieren, muss man annehmen, dass die Quantoren und gebundenen Variablen über Individuen gehen, die beschreibungsmäßig identifiziert sind. ((s) Objekt der > Beschreibung). Sonst wäre der reale Bismarck kein zulässiger Wert der Variablen, mit denen wir ausdrücken, dass es ein Individuum einer bestimmten Art gibt.
Problem: dann dürfen diese Quantoren aber keine Konstituenten der Propositionen sein, denn ihre Wertebereiche bestehen eben nicht bloß aus Objekten der Bekanntschaft. Daher war Russells Fehler ein zweifacher.
1.
Quantor/Variable/Russell/Hintikka, 1905 hatte er schon aufgehört zu denken, dass Quantoren und gebundene Variablen echte Konstituenten von Propositionen sind. Def Scheinveränderliche/Russell/Hintikka: = gebundene Variable.
2.
Bekanntschaft/Russell: Werte der Variablen sollten nur noch Objekte der Bekanntschaft sein. (HintikkaVsRussell).
Hintikka I 180
Quantoren/HintikkaVsRussell: jetzt können wir sehen, warum Russell nicht zwischen verschiedenen Quantoren unterschied (Bekanntschaft/Beschreibung): Für ihn waren Quantoren nur notationale Muster, und für sie braucht man den Bereich der möglichen Interpretation nicht festzulegen, daher macht es auch keinen Unterschied, wenn sich der Bereich ändert! Quantifikation/Russell: für ihn war sie implizit objektional (referentiell) jedenfalls nicht substitutional.


R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Reduktionismus Logik-Texte
 
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Re III 28
Reduktionismus: der für Wittgenstein zentral war. Für Russell war es ganz klar, dass die Annahme einer zusätzlichen Tatsache zwischen zwei Aussagen absurd und unnötig war: Bsp »Kennedy ist Präsident« und »Oswald tötete Kennedy« noch eine dritte Tatsache, eine Art Konjunktionstatsache, die die Verbindung wahr mache, absurd und verschwenderisch.
Re III 28
Wenn man die beiden getrennten Tatsachen kennt, lernt man nichts Neues, wenn man sie in Verbindung setzt. Es gibt hinter der Verbindung keine Extratatsache, die zu den getrennten Tatsachen hinzukommt. Ähnlich bei disjunktiven. Was »A oder B« wahr macht, ist keine weitere seltsame disjunktive Tatsache, sondern genau dieselbe Tatsache, die eines der beiden Glieder wahr macht. Sonst erhalten wir einen Regress.
Re III 30
Reduktionismus: müsste die Wahrheit einer negativen Aussage wie »Ruby hat Kennedy nicht getötet« als Ergebnis der Wahrheit einer anderen Aussage erklären, die mit »Ruby tötete Kennedy« unvereinbar wäre.
Re III 31
RussellVsReduktionismus: wendete gegen solche Argumentation ein, dass ein Regress droht: »B ist unvereinbar mit A« ist selbst eine negative Aussage. Um ihre Wahrheit zu erklären, bräuchten wir eine dritte Aussage C, die unvereinbar wäre mit »C ist vereinbar mit A« usw ReadVsRussell: das ist ein seltsamer Einwand, denn er würde auch gegen jede Konjunktion gelten. Und dann dürfen Wahrheitsbedingungen für konjunktive und disjunktiv Aussagen nicht konjunktiv bzw. disjunktiv sein.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Referenz Chisholm
 
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I 51
Referenz/Chisholm: jede Art der Referenz kann mit Hilfe der Selbstzuschreibung verstanden werden - 1. Der Meinende muss sich selbst zum Gegenstand machen können, 2. Er muss Propositionen und Sachverhalte begreifen. Direkte Zuschreibung (Selbstzuschreibung) ist die Urform aller Zuschreibung.
I 133
Selbstzuschreibung/Chisholm: ist aber noch nicht Selbstbewusstsein: dazu auch Wissen, dass es das Subjekt selbst ist, dem die Eigenschaften zugeschrieben werden. - - -
Chisholm II M.David/L. Stubenberg (Hg) Philosophische Aufsätze zu Ehren von R.M. Chisholm Graz 1986

II 112/113
Referenz/Brandl: es gibt eine andere Weise der Bezugnahme, je nach dem ob Beschreibung oder Bekanntschaft vorliegt. - letzteres ermöglicht Referenz ohne Information, oder erlaubt sogar, sich über Information hinwegzusetzen. BrandlVsRussell: andere Motivation der Unterscheidung zwischen Erscheinungsweise des Gegenstands und unserem Wissen, wie der Gegenstand als Verursacher der Erscheinung beschaffen ist. - Beschreibung erlaubt, die Grenzen unserer Erfahrung zu überschreiten.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
Reichweite Hintikka
 
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Hintikka I 166
Reichweite/HintikkaVsRussell : dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt ((s) „mittlere Reichweite“ > Kripke, > Wolf).
(4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].


Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Reichweite Russell
 
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Bertrand Russell
Hintikka I 166
Reichweite/HintikkaVsRussell : dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt ((s) „mittlere Reichweite“ > Kripke, > Wolf). (4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].


R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Russells Paradoxie Wittgenstein
 
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IV 29
Russells Paradoxie/WittgensteinVsRussell/Tractatus:: statt "F(F(u))" schreiben wir "(Eφ):F(φu).ψu = Fu".

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Sätze Frege
 
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II 48
Wahrheitswert/WW/Frege: Ein Wahrheitswert kann nicht ein Teil eines Gedankens sein, sowenig wie etwa die Sonne, weil er kein Sinn, sondern ein Gegenstand ist. (Wahrheitswert = Gegenstand).
II 51
Satz/Frege/(s): besteht aus Sinnbestandteilen, nicht aus Gegenständen. (> FregeVsRussell) Nebensätze, die mit "dass" anfangen (Dass-Satz, >opaker Kontext, >propositionale Einstellungen) haben als Bedeutung einen Gedanken, keinen Wahrheitswert.
II 74
Satz: Durch den Gedanken selbst ist noch nicht bestimmt, was als Subjekt aufzufassen ist. (>Ramsey) man darf auch nie vergessen, daß verschiedene Sätze denselben Gedanken ausdrücken können. Es ist auch nicht unmöglich, daß derselbe Gedanke bei einer Zerlegung als singulärer, bei einer anderen als partikulärer, und ein einer dritten als allgemeiner erscheint.
II 77
Satz: Die drei Eigennamen: "die Zahl 2" "der Begriff Primzahl", "die Beziehung des Fallens eines Gegenstandes unter einen Begriff" verhalten sich ebenso spröde zueinander wie die beiden ersten allein: wie wir sie auch zusammenstellen, wir erhalten keinen Satz.
I 7
Satz/Frege: steht nicht für eine Proposition, (das tut nur ein Dass-Satz, ein Teilsatz) - sondern für einen Wahrheitswert. - Zu jeder Proposition gibt es einen Satz, der sie zum Ausdruck bringt, und der nennt die Wahrheitsbedingungen. - Vs: Problem bei Sätzen ohne Wahrheitswer (weder wahr noch falsch, kein Gegenstand usw.). - - -
Stuhlmann-Laeisz II 68
Satz/Frege: hat außer dem Gedanken (was w/f sein kann) gibt es noch zwei weitere Momente: a) "Inhalt" - b) "Vorstellung". - - -
Tugendhat II 243
Ungerade Bedeutung/Frege: Name eines Satzes. - komplexe Sätze: Wahrheits-Funktionen ihrer Teilsätze - wo das nicht der Fall ist, treten Teilsätze als Namen (ungerade Bedeutung, Zitat) auf - nominalisierter Teilsatz/Frege: nur Teil eines Gedankens - TugendhatVsFrege: ein solcher Teilsatz kann nicht ersetzt werden, daher kann das Wahrheitswert-Potential nicht in seinem Wahrheitswert bestehen.
Tugendhat II 245
Satz/Frege/Tugendhat: da alle Sätze von der Subjekt-Prädikat-Form abgeleitet sind, müssen Teilsätze manchmal nominalisiert werden. - Ausnahme: Kausalätze und Konditionalsätze.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

F III
R. Stuhlmann-Laeisz
Freges Logische Untersuchungen Darmstadt 1995

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Schema/Inhalt Rorty
 
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Richard Rorty
I 133ff
Schema/Inhalt/3.Dogma/Welt/Rorty: wir können nicht angeben, welche "Gelenke" der Natur zum Inhalt und welche zum Schema gehören.
I 285
Wahrheit/Welt/Russell/Rorty: These: jede wahre Äußerung enthalte sowohl unseren eigenen Beitrag als auch einen Beitrag der Welt 1. DavidsonVsRussell: VsDrittes Dogma: Trennung von Schema und Inhalt. Es gibt keinen Inhalt, der darauf wartet, organisiert zu werden.
2. PutnamVsRussell.
I 338
Wir haben aber keine verständliche Basis gefunden, von der ausgesagt werden könnte, Schemata seien verschieden. Wir geben damit aber nicht den Gedanken einer objektiven Wahrheit preis, ganz im Gegenteil! Ohne das Dogma (Schema/Inhalt) geht diese Art von Relativität über Bord. Wir geben nicht die Welt Preis, sondern stellen den unmittelbaren Kontakt mit den vertrauten Gegenstände wieder her.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Schlussfolgerungen Wittgenstein
 
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II 78
Schluss/Schlussfolgerung/Folgerung/Inferenz/Wittgenstein: der Schluss ist der Übergang von einem Satz zum anderen, ein Übergang, zu dessen Rechtfertigung man zum Beispiel sagt, dass eins aus dem anderen folgt. Sie ist ganz verschieden von anderen Beziehungen, bei denen das Gegenteil stets denkbar ist. Die Folgebeziehung und ähnliche Relationen sind interne Beziehungen. Was den Schluss rechtfertigt ist, dass man die interne Beziehung sieht. Zur Rechtfertigung des Schlusses bedarf es keiner Schlussregeln, denn andernfalls benötigte man noch eine Regel, unendlicher Regress.
II 320
Konklusion/Wittgenstein: muss nicht immer mit der Prämissen mitgedacht werden - aber sie ist auch keine Entdeckung.
IV 62
Schließen/Schlussfolgerung/Folgebeziehung/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 5.132 die "Schlussgesetze", die bei den beiden die Schlüsse rechtfertigen sollen, sind sinnlos und wären überflüssig. 5.133 Alles Folgern geschieht a priori.
5.134 aus einem Elementarsatz lässt sich kein anderer folgern.
(s) Schließen: aus Sätzen, nicht aus Sachlagen.
5.135 Auf keine Weise kann aus dem Bestehen irgendeiner Sachlage auf das Bestehen einer,
IV 63
von ihr gänzlich verschiedenen Sachlage geschlossen werden. Kausalität: 5.136 einen Kausalnexus, der einen solchen Schluss rechtfertigt, gibt es nicht.
5.1361 Die Ereignisse der Zukunft können wir nicht aus den gegenwärtigen erschließen.


W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Sinnesdaten Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 19
QuineVsSinnesdatentheorie: unmittelbare Erfahrung gibt keinen zusammenhängenden, autonomen Bereich
I 404
VsSinnesdaten: Vermittelnde Instanzen erklären nichts! - nicht notwendig zur Schilderung von Täuschungen - kein Ersatz für physikalische Gegenstände. - Zweierlei Maß: Verknüpfung mit Gegenstand/Nützlichkeit. - Vollständige Kenntnis der Sinnesdaten verbürgt keine Übersetzung.
II 107
Atomare Tatsachen /Russell: Sinnesdaten QuineVsRussell: gar nicht atomar sondern zusammengesetzt - Bekanntschaft: mit Sinnesdaten sicher, alles andere fehlbar (Russell).
VII 40
Sinnesdaten/Quine: zwiespältig: a) Ereignis - b) Qualität.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Sinnesdaten Wittgenstein
 
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Hintikka I 78
Sinnesdaten/Russell/Hintikka: a) durch die Sinne gegeben, daher Täuschung möglich - b) gleichzeitig gehören sie nicht zum psychischen Vorgang der Wahrnehmung - sondern sie sind deren Gegenstände, deren Inhalt.
I 107
Sinnesdaten/WittgensteinVsRussell/Hintikka: keine physikalischen Gegenstände. - Viel weitergehend: er braucht sie zu semantischen Zwecken: als Bausteine aller logischen Formen - sowie die Substanz aller möglichen Sachverhalte. - Subjekt: ist selbst kein Gegenstand.
I 109
Ob ein Gegenstand einfach oder komplex ist, ist empirisch, nicht Frage der Logik. I 114 Sinnesdaten/Moore/Hintikka: macht einen Unterschied zwischen Fleck und seiner Farbe. Nur der Fleck gehört zu den Sinnesdaten! WittgensteinVsRussell: sie sind logische Konstruktionen - sie vereinfachen Gesetze, sind für diese aber nicht nötig. - Später: (Zettel § 498): "privates Objekt vor meiner Seele".
I 180
Sinnesdaten/Russell/Hintikka: versäumt es, eine strenge Unterscheidung durchzuhalten zwischen einem Sinnesdatum als nacktem Einzelding und einem Sinnesdatum als komplexem Gegenstand.
I 322
Sinnesdaten/Wittgenstein/Hintikka: mittlere und späte Periode: die Welt, in der wir leben ist die Welt der Sinnesdaten. - - -
II 87
Sinnesdaten/Wittgenstein: der Satz ist ein Urteil über Sinnesdaten, ein Ablesen der eigenen Sinnesdaten, z. B. dies ist rot". Hier bedarf es keiner weiteren Verifikation, das ist a priori.
II 92
Sinnesdaten/physikalisches Ereignis/Wittgenstein: der physikalische Klang hat eine Dauer, das entsprechende Sinnesdatum nicht - Hören und erinnern sind ganz verschieden. - sinnlos: zu sagen, dass man etwas sowohl hört als auch erinnert - wie Bsp dass man sich des Sehens und gleichzeitig des Thermometers bedient.
II 100
Sinnesdaten/WittgensteinVsRealismus: Sinnesdaten und physikalische Gegenstände stehen nicht in kausalen Beziehungen zueinander.
II 101
Die Beziehung zwischen Gegenständen und Sinneseindrücken ist sprachlich - und damit notwendig.
II 101
Sinnesdaten/Begriff/Wittgenstein: Sinnesdaten sind die Quelle unserer Begriffe.
II 102
Die Welt in der wir leben, ist die der Sinnesdaten - aber die von der wir reden, ist die der physikalischen Gegenstände.
II 129
Sinnesdaten/Wittgenstein: es ist Unsinn, von der Beziehung zwischen Gegenstand und Sinnesdatum zu reden.
II 134
Sinnlos: von den Ursachen meiner Sinnesdaten zu reden.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
Skeptizismus Wittgenstein
 
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II 100
Skeptizismus/Russell: Bsp wir könnten erst seit 5 Minuten existieren - WittgensteinVsRussell: dann gebraucht er die Wörter in neuer Bedeutung.
VII 152
Skeptizismus/Philosophie/Wittgenstein/spät: die Wörter "Irrtum", "Zweifel" usw. haben auch die Philosophen aus der Alltagssprache gelernt, sie sind nicht zum Zweck des Philosophierens erfunden worden.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Substanz Millikan
 
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I 109
Substanz/Eigenschaften/Millikan: These: „Substanz“ und „Eigenschaften“ sind Kategorien, die relativ zueinander ausgeschnitten sind und relativ zur Operation der Negation. Sie schließen einander nicht gegenseitig aus. Eigenschaften/Millikan: sind variante Elemente von Tatsachen, empfänglich für Negation.
Substanzen/Millikan: sind ebenfalls variabel, aber relativ auf andere Transformationen.
I 254
Substanzen/Eigenschaft/Millikan: sind bestimmt in Relation zueinander. Def Substanz/Millikan: ist was sie ist und dasselbe wie sie selbst relativ zu einer Menge von Eigenschaftsbereichen aus denen sie mit Notwendigkeit eine Eigenschaft hat, während andere Eigenschaften in dem Eigenschaftsbereich ausgeschlossen sind.
Bsp Substanzkategorie/Millikan: korrespondiert einer Menge von Substanzen. Die Identitäten sind Relation zu denselben Gegenteil-Prädikat-Bereichen. Bsp Gold, wie andere Elemente der Kategorie Chemisches Element, hat eine Atomzahl, eine Valenz, einen Schmelzpunkt, eine Farbe. Aber es hat nicht Größe, Form, Mutter, Geburtstag, Gebärde.
Def Eigenschaft/Millikan: (entsprechend zu Substanz) ist was sie ist und dasselbe wie sie selbst relativ zu einem Bereich von Gegenteilen und zu einer Menge von Elementen von Substanzkategorien, deren Elemente notwendig eine Eigenschaft aus diesem Bereich haben, und alle anderen Eigenschaften ausgeschlossen sind.
Erfassen/Eigenschaft//Millikan: eine Eigenschaft zu erfassen heißt dann, sie von anderen zu unterscheiden, bzw. die Gegenteilsbereiche zu erfassen, relativ zu denen die Eigenschaft dieselbe ist wie die, die sie ist.
I 255
Sinnlos/Millikan: damit können wir Ausdrücke als sinnlos erkennen, wie Bsp „Gold ist groß“.
I 274
Eigenschaft/Gegenstand/Prädikat/Substanz/Individuum/Ontologie/Millikan: Strawsons Unterscheidung zwischen „monogamen“ und „nichtmonogamen“ Entitäten ist nicht absolut, sondern relativ: Gegenstand/Ding: Bsp wenn mein Ring aus Gold ist, kann er nicht gleichzeitig aus Silber sein.
Polygam: ist Gold relativ zu meinem Ring ((s) er hätte auch aus Silber sein können – das Gold hätte zu einem anderen Gegenstand gehören können.). Dann ist Gold eine Eigenschaft (im Gegensatz zu einer anderen) und mein Ring eine Substanz.
Aber relativ zu anderen Substanzen scheint die Identität von Gold wie die Identität eines Individuums zu sein.
Ontologie/MillikanVsFrege/MillikanVsRussell: die starre Unterscheidung zwischen Begriff und Gegenstand bzw. Einzelding und Eigenschaft müssen wir fallenlassen.
I 275
Variante: nicht nur Prädikate sind Varianten in Weltzuständen, sondern auch Substanzen bzw. Individuen (sie können ausgetauscht werden). Substanz: wenn wir Gold als eine Eigenschaft auffassen, hindert das nicht, es auch als eine Substanz aufzufassen. Wie Aristoteles meinte:
Individuen/Aristoteles/Millikan: sind bloß primäre Substanzen, nicht die einzigen Substanzen, die es gibt, D.h. Substanzen, die nicht Eigenschaften von etwas anderem sind.
Substanz/ Millikan. ist eigentlich eine epistemische Kategorie.
Substanz/Millikan: Bsp Gold, Bsp Hauskatze, Bsp 69er Plymouth Valiant 100.
Substanz/Kategorie/Millikan: Substanzen fallen in Kategorien, definiert durch die > Ausschließlichkeitsklassen, in Hinblick auf die sie bestimmt sind.
Bsp Gold und Silber fallen in dieselbe Kategorie, weil sie zu denselben Ausschließlichkeitsklassen gehören: einen Schmelzpunkt haben, Atomgewicht, usw.
I 276
Unperfekte Substanzen/Millikan: haben nur ungefähre Eigenschaften. Bsp Hauskatze hat ein Gewicht zwischen 7 und 14 Pfund. Perfekte Substanz/Millikan: kann auch zeit-gebundene Eigenschaften haben:
Bsp Johnny sitzt zu t1, aber nicht zu t2
Bsp Wasser hat einen Schmelzpunkt bei 0 Grad, bei einer Atmosphäre Druck, aber nicht bei 10 Atmosphären!
Bsp Johnny hat dann aber ein für alle Mal die Eigenschaft, zu t1 zu sitzen.
I 277
Vollständiger Begriff/Millikan: um einen vollständigen Begriff zu haben, braucht man Zeitbegriffe. Zugänglichkeit: vollständige Begriffe für dauerhafte Gegenstände sind nicht so zugänglich wie Begriffe für Substanzen wie Bsp Hauskatze oder Bsp Gold.
I 281
Zusammenfassung/Substanz/Eigenschaft/Identität/Selbstidentität/Millikan: Perfekte sekundäre Substanz: Bsp Gold: hat eine Identität, die formal dieselbe ist wie die eines Individuum in Relation zu seinen Eigenschaften.
Unperfekte sekundäre Substanz: Bsp 69er Plymouth (Widerspruch zu oben) Bsp Hauskatze: haben eine Art Identität, die formal analog zur Identität perfekter Substanzen ist. Bsp in Übereinstimmung mit Gesetzen in situ, statt unter allen natürlich möglichen Bedingungen.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
Tatsachen Logik-Texte
 
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Re III 26
Russell: Tatsache von der Aussage verschieden. Es gibt falsche Aussagen, aber keine »falschen Tatsachen«. VsRussell: Aber die Kosten dieser Erklärung bestehen darin, dass sie die Unterscheidung von Sprache und Welt untergräbt.
Re III 26
Wittgenstein: viel insubstanziellere Auffassung von der Aussage. Tatsachen sind Tatsachen, die sich auf Gegenstände beziehen. Also ist für die Wirklichkeit charakteristisch, was es für Tatsachen gibt. Die Gegenstände müssen allen Möglichkeiten gemeinsam sein. - Zeichen: willkürlich und konventionell.
Re III 242
Tatsachen: Was Aussagen über diese Dinge war oder falsch macht, sind nicht die Dinge selbst, sondern die Tatsachen. Wahrmachen: Es ist nicht der Bär, welcher »der Bär ist schwarz« wahr macht, sondern die Tatsache, dass der Bär schwarz ist.
Re III 242
Es könnte Tarskis Theorie ohne ontologische Bindung an Tatsachen geben.
Texte zur Logik
Me I Albert Menne Folgerichtig Denken Darmstadt 1988
HH II Hoyningen-Huene Formale Logik, Stuttgart 1998
Re III Stephen Read Philosophie der Logik Hamburg 1997
Sal IV Wesley C. Salmon Logik Stuttgart 1983
Sai V R.M.Sainsbury Paradoxien Stuttgart 2001
Teile Russell
 
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Bertrand Russell
I XVI
Teil/Ganzes/Mereologie/GödelVsRussell: ein Teil kann identisch sein mit dem Ganzen: Bsp die Struktur der Reihe der ganzen Zahlen enthält sich selbst als einen besonderen Teil.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
Typentheorie Quine
 
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Willard V. O. Quine
VII 91ff
QuineVsTypentheorie: 1. Allklasse: weil die Typentheorie nur uniforme Typen als Elemente einer Klasse zulässt, führt die Allklasse ϑ zu einer unendlichen Serie von Quasi-Allklassen, jede für einen Typ - 2. Negation: ~x hört auf, alle Nichtelemente von x zu umfassen, und umfasst nur noch diejenigen Nichtelemente, die der nächst niedrigeren Stufe angehören - 3. Nullklasse: sogar sie führt entsprechend zu unendlich vielen Nullklassen - 4. Boolesche Klassenalgebra: ist nicht länger auf Klassen im allgemeinen anwendbar, sondern ist auf jeder Stufe reproduziert - 5. Relationenkalkül: entsprechend. auf jeder Stufe neu zu etablieren - 6. Arithmetik: die Zahlen hören auf, einheitlich zu sein! auf jeder Stufe (Typ) erscheint eine neue 0, neue 1 ,neue 2, usw.
IX 186
Def verzweigte Typentheorie/Russell/Quine: Unterscheidung von Ordnungen für Aussagenfunktionen, deren Argumente von einer einzige Ordnung sind. - Damit zwei Attribute mit gleicher Extension sich hinsichtlich ihrer Ordnungen unterscheiden können, müssen Attribute mit gleicher Extension ausgezeichnet werden und Attribute und nicht Klassen genannt werden. - Neu: das wird hinfällig, wenn wir die Verzweigung fallen lassen - Lösung: Kontextdefinition/Russell: wir definieren Klassenabstraktion durch Kontext, damit bleibt "ε" als einziger einfacher Grundbegriff neben Quantoren, Variablen und aussagenlogischen Verknüpfungen. - Kontextdefinition für Klassenabstraktion: "yn ε {xn: Fxn}" steht für "Ez n + 1["xn(xn ε z n+1 <> Fxn) ∧ yn ε z n + 1]"
IX 191~
Kumulative Typen/Mengenlehre/Quine: Typ 0: allein Λ sei vom Typ 0 - Typ 1: Λ und {Λ} und sonst nichts - Typ n: soll allgemein die und nur die 2 hoch n Mengen umfassen, die zum Typ n-1 gehören. - So interpretiert jede Quantifizierung nur endlich viele Fälle. Jede geschlossene Aussage kann mechanisch auf Wahrsein geprüft werden - das funktioniert nicht mehr, wenn das Unendlichkeitsaxiom hinzugefügt wird.
IX 198
Kumulative Typen/Quine: Vorteile: wenn wir die Nullklassen aller Klassentypen gleichsetzen, ist (~T0x ∧ ~T0y ∧ ∀w(w ε x ↔ w e y) ∧ x ε z) > y ε z jetzt ein einziges Axiom, nicht mehr Axiomenschema. - Darin wird mit " "~T0x u ~T0y" verhindert, dass die Individuen mit Λ oder miteinander identifiziert werden. - Wir brauchen Individuen, aber wir identifizieren sie mit ihren Einerklassen (s.o.) - aber eine Ausnahme: wenn x ein Individuum ist, soll "x ε x" als wahr zählen. (Oben wurde "x ε y" ,wenn beide nicht Objekte von aufeinanderfolgendem Typ waren, falsch.)
IX 201
Kumulative Typentheorie/Quine: Individuen: mit ihren Einerklassen identifiziert - nicht mehr elementlos, haben sich selbst als Elemente. - Daher Def Identität: a = b wenn a < b < a. - Nullklassen aller Typen können jetzt identifiziert werden (früher: "keine Individuen", "keine Klassen" usw.
IX 204f
Natürliche Zahlen/QuineVsRussell: sein Typentheorie hat sogar mit Freges Zahlen Probleme: vielleicht liefert die Nachfolgerrelation nicht jedesmal etwas neues: Bsp 5 ist dann die Klasse aller Klassen aus fünf Individuen, Angenommen, dass es in dem Universum nur fünf Individuen gibt. also ist 5 im Typ 2 gleich {J1} dann ist 6, oder S"5, im Typ 5 gleich {z1: Ey0(y0 e z1 ∧ z1 ∩ _{y0} = J1)}: das ist gleich L², weil "y ε z ∧ z ∩ _{y} = ϑ" widerspruchsvoll ist. - Dann ist aber 7, oder S"6, gleich S"Λ², was sich auch auf L² reduziert - also S"x = x, wenn x gleich 6 vom Typ 2, vorausgesetzt, daß es nicht mehr als fünf Individuen gibt. - Dann bricht die Zahlentheorie zusammen.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Typentheorie Russell
 
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Bertrand Russell
Prior I 164
Typentheorie/Russell: Variable unterster Stufe: außerlogisch. ((s) Existenz empirisch.) - - -
Russell I XXIII
Typentheorie/GödelVsRussell: gemischte Typen (Individuen zusammen mit Prädikationen über Individuen usw.) widersprechen dem Zirkelfehlerprinzip offensichtlich gar nicht.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
Überzeugungen Davidson
 
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II 44
Def Überzeugung/Davidson: ein für wahr gehaltener Satz plus Interpretation. Überzeugung/Davidson/McDowell: wir können nicht aus unseren Überzeugungen heraus.
Rorty VI 36
Davidson/Rorty: die meisten unserer Überzeugungen müssen wahr sein. Aber nicht Kongruenz Subjekt/Objekt, sondern: das von der Wahrheit gebildete Muster ist das gleiche wie das von der nach unserer Meinung rechtfertigenden Begründung gebildete Muster.
Rorty VI 166
Gehirne im Tank/Davidson/Rorty: wenn sie immer schon im Tank waren, haben sie eine Menge Überzeugungen bezüglich ihrer faktischen Tank-plus-Computer-Umwelt, einerlei was für Input sie empfangen.
Rorty VI 187
Davidson/Rorty: Die meisten unserer Überzeugungen müssen wahr sein. Überzeugungen sind nicht mehr oder weniger genaue Repräsentationen, sondern sie sind Zustände, die Menschen zum Zweck der Erklärung ihres Verhaltens zugeschrieben werden!
Rorty VI 205
Davidson/Sellars: Vermeidung der Verwechslung von Rechtfertigung und Ursache führt zur These: Überzeugungen können nur durch Überzeugungen begründet werden. (McDowellVs).
Dav I 25
Überzeugung/Davidson: nicht sprachabhängig - DavidsonVsRussell: die zur Identifikation einer Überzeugung benutzten Gegenstände müssen nicht zum Wissensbereich des Glaubenden gehören.
Dav I 68
Überzeugung/Täuschung/Irrtum/Davidson: jede ist für Identifizierung darauf angewiesen, daß im Hintergrund weitere Ü. bestehen. - Der Begriff des Stuhls oder der Maus kann nicht unabhängig von seinem Vorkommen in verschiedenen Überzeugungen ein und derselbe bleiben. - Man kann Überzeugungen über Guanakos aus Büchern haben und richtig zustimmen, wenn man eins sieht. - Aber: trotz des Wissens, daß G. kein Lama ist, könnte er bei jedem Lama "Guanako" äußern.- - In beiden Fällen wird der Inhalt nicht durch den Anblick von Guanakos bestimmt, sondern dadurch, daß man sich andere Begriffe wie "Tier" "Lama", "Kamel", "Haustier" usw. angeeignet hat.
Dav II 127
Überzeugung/Irrtum/Täuschung/Davidson: Überzeugungen haben keine Objekte, die mit der Wirklichkeit übereinstimmen könnten (Repräsentationen) sondern Ursachen. - Diese sind öffentlich (intersubjektiv) zugängliche Objekte - ((s) die Bedeutungen, die in Überzeugungen eine Rolle spielen, werden über die öffentlichen Objekte individuiert (über Ursachen)).
Frank I 649
Üerzeugungen/Davidson: können nicht alle falsch sein: ein Sprecher, der verstanden werden will, achtet darauf, interpretierbar zu sein. - Der Interpret hat auch kein anderes Material als die Laute, die der Sprecher im Zusammenhang mit weiteren Ereignissen von sich gibt
Frank I 680
Überzeugungen/Davidson: nicht alle Überzeugungen können falsch sein, weil der Gebrauch unserer Worte (Bezug auf die Objekte) den Worten ihre regelmäßige Bedeutung verleiht. - > Gebrauchstheorie.
Perler/Wild I 107
Überzeugung/Davidson: die meisten müssen korrekt sein: Grund: die Ü werden durch ihren Platz im System der Überzeugungen identifiziert. - Es muß endlos viele wahre Überzeugungen hinsichtlich dieses Gegenstandsbereichs geben. - Falsche Überzeugungen haben die Tendenz, die Identifikation des Gegenstandsbereichs zu untergraben. - Damit untergraben sie die Gültigkeit der Beschreibung einer Überzeugung als einer, die von ihrem Gegenstandsbereich handelt. - So untergraben falsche Überzeugungen ihrerseits die Behauptung, daß eine verknüpfte Überzeugung falsch ist.

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Unendlichkeitsaxiom Quine
 
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Willard V. O. Quine
VII 93
Unendlichkeitsaxiom/QuineVsRussell: Principia Mathematica müssen durch das Unendlichkeitsaxiom ergänzt werden, wenn gewisse mathematische Prinzipien abgeleitet werden sollen. - Unendlichkeitsaxiom: sichert die Existenz einer Klasse mit unendlich vielen Elementen. - New Foundation/Quine: stattdessen kommt mit der Allklasse aus: V oder x^ (x = x).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Universalien Russell
 
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Bertrand Russell
IV 44/45
Universalien/Erkenntnis/Russell: jede Erkenntnis von Wahrheiten setzt eine Bekanntschaft mit »Dingen« voraus, die von Sinnesdaten wesentlichen verschieden sind: Universalien. - Bsp "Schwärze", »Verschiedenheit«, "Brüderlichkeit". - Jeder Satz muss wenigstens ein Universale enthalten. - Weil die Bedeutung aller Verben allgemein ist.
IV 82
Universalien/Russell: alles, was nicht mit Eigennamen bezeichnet wird: wofür Substantive, Adjektive, Präpositionen und Verben stehen. - Daher muss es in jedem Satz ein Universale geben. - Die meisten Autoren VsRussell.
IV 88
Russell: Universalien müssen Gegenstände sein, weil wir wiederholt an sie denken können.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
Ursachen Cartwright
 
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I 74
Ursache/Kausalität/Empirismus/VsUrsachen/Russell: das Gravitationsgesetz wird in Gleichungen gegeben - hier gibt es keine "Ursachen" und "Wirkungen". - Gleichungen/Cartwright: sind die heutigen Verallgemeinerungen. - Sie sind das Herz der Wissenschaft.
I 75
Erklärungen durch Gleichungen sind oft redundant. - D.h. es gibt alternative Gleichungen. - Ursache: kann nicht redundant sein. - Gleichung: verursacht nichts, sondern baut Phänomene in einen Rahmen ein. I 79 Alternative Gleichungen: bieten verschiedene Gesetze an. Diese konkurrieren. - Bsp mehrere Versionen der Schrödinger-Gleichung - CartwrightVsRussell: ich bevorzuge Ursachen statt Gesetzen.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
Wahrheit Russell
 
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Bertrand Russell
Horwich I 4
Wahrheit/Russell: es gibt wohl objektive Wahrheiten als Objekte der Urteile, nicht aber objektive Falschheiten - a) falsch: Urteil als Relation zu einem einfachen Objekt: Bsp dass Charles I auf dem Schafott starb - geht nicht im Fall von falschen Urteilen. b) zu einem Komplex: (Russell pro):
I 9
Wahrheit/Russell: besteht dann, wenn die Objekten untereinander die Relation haben, die im Urteil behauptet wird - I 11 dass ein Urteil gefällt wird, ändert nichts an den Objekten - so wird Falschheit möglich. - - -
Russell VII 64
Wahrheit/Russell: kann es nur geben, wenn es auch Meinungen gibt - aber sie hängt nicht von den Meinungen ab.
IV 127
RussellVsHegel: eine Wahrheit über ein Ding ist nicht Teil des Dings selbst, obgleich sie zu seinem "Wesen" gehören muss. - wenn das Wesen eines Dings alle Wahrheiten sein soll, dann können wir das "Wesen" nicht erkennen, bevor wir seine sämtlichen Beziehungen zu allen anderen Dingen im Universum kennen - aber wenn wir das Wort "Wesen" in diesem Sinne brauchen, müssen wir behaupten, dass ein Ding erkannt werden kann, auch wenn sein "Wesen" unbekannt ist - oder unvollständig bekannt ist. Widerspruch: das bringt Erkenntnis von Dingen und Erkenntnis von Wahrheit durcheinander - Bekanntschaft impliziert nicht Kenntnis des Wesens. - (> Naturalistischer Fehlschluss). - Daher können wir nicht beweisen, dass das Universum ein harmonisches Ganzes ist.
- - -
Tugendhat III 214
Wahrheit/Russell: früh: Sache der Überzeugung und eine Reaktionsdisposition, in der Nähe von B mit "B" zu reagieren. - (Quine, Reizbedeutung). TugendhatVsRussell: weder Reaktion noch auslösendes Zeichen sind wahr/falsch, weil hier keine Annahme vorliegt, dass etwas so oder so sei - daher ist kein Irrtum möglich.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Wahrheit Tugendhat
 
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I 263
Wahrheit/Tugendhat: eine Behauptung ist ein für allemal wahr oder falsch, das hängt nicht von den Umständen oder einer Situation ab (>zeitloser Satz).
I 267
Wahrheit/Tugendhat: Gründe für Wahrheit muss man nicht haben, sondern kennen - Unterschied Verwendungsgründe/Wahrheitsgründe - sonst wären Lüge und Täuschung ausgeschlossen.
I 285
Wahrheit/Tugendhat: Wahrheit ist erst durch Referenz auf raumzeitliche Gegenstände möglich. - Referenz ist aber erst in geregelter Sprachverwendung möglich. - VsRussell: nicht über den Pseudobegriff der Vorstellung.
III 190
Wahrheit/Tarski/Tugendhat seine Definition hat keinen Bezug zur Verifikation. TugendhatVsTarski: sein Schema ist zu eng. - Realität und Subjektivität müssen in die Wahrheitsauffassung hinein genommen werden. - TugendhatVsMetasprache. - Urteile weisen über sich hinaus, daher sind doch Kriterien nötig.
III 196
Tugendhat: wir müssen wissen, wie wir ein Urteil verifizieren können, sonst sinnlos.
III 208
Das "doppelte Verhältnis" (Satz-Sinn-Gegebenes), verflüchtigt sich bei Tarski zu einem einfachen Verhältnis.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
Wahrheitswert-Tabellen Wittgenstein
 
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II 73
Wahrheitstafel/Wahrheits-Tabelle/W-Tafel/W-Tabelle/WittgensteinVsRussell: keine Erklärung, denn sie könnte auch für andere Sätze gelten.
II 322
Wahrheitstafel/WW-Tabelle/WittgensteinVsFrege: er hat nicht erkannt, daß sich diese Tabelle ihrerseits wieder als Symbol für die Funktion auffassen läßt, obwohl sie so aussieht, als sage sie etwas über die Funktion. - ((s) Als Symbol ist sie willkürlich und damit keine Erklärung sondern nur danebengestellt).
II 327
wahr/falsch/WW/Wahrheitstabelle/Wahrheitstafel/Wittgenstein der Kalkül mit wahr/falsch (WW) ist langweilig und nutzlos. - Ebenso wie der Kalkül von Russell. - Einzige Rechtfertigung: der w/f-Kalkül liefert eine Übersetzung des Russellschen Kalüls. - Kalkül: ist nur dann von Wert, wenn er Klarheit über einen anderen bringt.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Wissen Russell
 
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Bertrand Russell
Frank I 654ff
Proposition/Wissen/Russell: man kann Propositionen wissen, auch wenn man nicht mit allen Bestandteilen bekannt ist. - - -
Russell IV 116
Wissen/Falsches Wissen/Russell: Bsp Jemand glaubt, dass der Name des Premierministers mit B beginnt (Bannerman ist richtig) - er denkt aber, Balfour sei Premierminister - kein wahres Wissen. - - -
Hintikka 167
Wissen/wer/was/wo/HintikkaVsRussell: Russell kann nicht explizit Konstruktionen der Form weiß + W-Satz analysieren. Allgemein: (10) a weiß, wer (z.B. x) ist so, dass A(x)
wird zu
(11) (Ex) a weiß, dass A(x).
Hintikka: das geht aber nur, wenn wir Russells Ansatz modifizieren:
Problem: die existenzielle Generalisierung bricht jetzt zusammen auf eine Weise, die nicht auf die Nichtexistenz zurückgeführt werden kann, und die nicht mit Russells Theorie der Kennzeichnungen (ThdK) analysiert werden kann.
Problem: für jede Person gibt es eine Menge Leute, deren Namen sie kennt und von deren Existenz sie weiß, aber von der sie nicht weiß, wer sie sind. ((s) Prominente, Leute, von denen man gehört hat, Hörensagen) nicht Bekanntschaft, sondern durch Beschreibung.
I 168
Bsp Charles Dodgson war für Queen Victoria jemand, von dem sie gehört hatte, den sie aber nicht kannte. Problem: wenn wir annehmen, dass (11) die richtige Analyse von (10) ist, gilt
(12) ~(Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x)
Aber das ist trivial falsch, auch nach Russell.
Denn folgendes ist sicher wahr:
(13) Victoria wusste, dass Dodgson = Dodgson)
existentielle Generalisierung/EG: ergibt dann
(14) (Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x)
Also genau die Negation von (12) Widerspruch.
Kennzeichnungen/Hintikka: sind hier gar nicht involviert. Daher kann Russells Theorie der Kennzeichnungen hier auch nicht helfen.
I 170
Existentielle Generalisierung/EG/Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Russell/Hintikka. Welche Wege hätten Russell offen gestanden? Wissen-wer/Russell/Hintikka: Russell selbst spricht sehr oft von der Äquivalenz des Wissens, wer etwas tat, mit der Existenz eines Individuums, von dem bekannt ist, dass es das tat.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
Zahlen Quine
 
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Willard V. O. Quine
I 219
Nicht alle abstrakten Gegenstände sind Eigenschaften: Zahlen, Klassen, Funktionen, geometrische Figuren, Ideen, Möglichkeiten. - Wir müssen abstrakte Gegenstände aufgeben oder zurückführen - getreulich durch Gebrauch von "-heit" von konkreten unterscheiden!
II 26
Zahlen: Quantifikation ist Vergegenständlichung, Ziffern Namen - Diagonalen: irrational, Umfang: transzendent Messen: Meßskale: mehrstelliger allg Term, setzt physikalische Gegenstände in Beziehung zu reinen Zahlen. - Zählen: Messen einer Klasse
II 28
Zahlen/Ontologie: Zahlen bloß "facon de parler" - höhere Klassen nötig, um Zahlen zu ersetzen - sonst nur physikalische Gegenstände.
IX 54
Zahlen/Frege/Quine: wie Vorgänger (Ahne): Def Vorgänger/Frege: die gemeinsamen Elemente aller Klassen z, die die Anfangsbedingung: "y ε z" und eine Abgeschlossenheitsbedingung: die auf "a " "z < z" hinauslief, erfüllten - wobei a die Elternrelation ist. - Quine: bis jetzt sagen wir noch nicht, dass Zahlen Klassen sind - unendliche Klassen vermeiden wir, wenn wir statt der Nachfolger- die Vorgängerrelation nehmen: {x: ∀z[(x ε z u ^S " "z < z) > 0 ε z]}. - Problem. die Nachfolgerrelation könnte auch zu Dingen führen, die keine >Zahlen sind - Zahlen/Quine: werden wir vor allem als Maß für Vielfachheiten benutzen (so hatte Frege sie definiert) - a hat x Elemente" - das Schema geht auf Frege zurück: a hat 0 Elemente <> a = Λ. - a hat S°x Elemente ↔ Ey(y ε a ∩ _{y} hat x Elemente.
IX 59
Zahlen/Zermelo: (1908) nimmt Λ als 0 und dann {x} als S°x für jedes x. (d.h. "{x}" immer eins mehr als x! - {x} Nachfolger von x! - Als Zahlen erhalten wir dann Λ, {Λ},{{Λ}}..usw.
IX 59f
Zahlen/von Neumann: (1923) fasst jede natürliche Zahl als die Klasse der früheren Zahlen auf: 0 wird wieder Λ, - aber Nachfolger: S°x wird nicht {x}, sondern x U {x}. (vereinigt mit) - 1: wie bei Zermelo: gleich {Λ}, - aber 2: {0,1} oder {Λ,{Λ}}. - 3: {0,1,2} oder {Λ,{Λ},{Λ,{Λ,{Λ}}}, - für von Neumann besagt, dass a x Elemente hat, dass a ~ x. (Anzahl, gleichmächtig) - das ist gerade das "a ~ {y: y < x}" von Kap 11. denn für von Neumann ist x = {y: y < x}.
IX 60
Zahlen/Frege: ausschließlich Zahlen als Maßzahlen von Vielfachheiten. - Jede Zahl ist die Klasse aller Klassen, die diese Zahl von Elementen haben - Null/Frege: ist für ihn daher lieber {Λ} als Λ - Nachfolger: {z: Ey(y ε z ∧ z D _{y} ε x )}. (_{y} Komplement) - gleichmächtig: wie bei den anderen: "a hat x Elemente" wird durch "a ~ {y : y IX 60f
Zahlen/Quine: ich verwende Zermelos Version für 0 und S. nämlich Λ und i. - Schreibweise: "i" jetzt statt "S" für Nachfolger - "b <= a" oder "a >= b" steht für "z[(a e z u ^i " "z < z) > b ε z]" - "b <=a" oder "a > b" steht für "{b} <= a" - "N" steht für "{x: Λ <= x}" - "<=" : diese Relation ist reflexiv und transitiv! - x <= x. ("kann nicht größer sein") - x <= {x}. - x < {x}.
IX 203
Natürliche Zahlen/kumulative Typen/Quine: die Zermeloschen und von Neumannschen Zahlen fahren hier ein wenig besser als in Russells Typentheorie. Neumann: bei ihm war x U {x} Nachfolger von x und damit kommt er offenbar mit der Typentheorie in Konflikt - Zermelo: dito, wenn man zwei Zahlen, z.B. x und seinen Nachfolger, in eine Klasse stecken möchte - neu: mit der Tolerierung der endlichen Heterogenität in Klassen wird der Konflikt vermieden.
XII 61
Zahlen/Russell: man braucht nicht zu entscheiden, was sie über die Arithmetik hinaus sind. - QuineVsRussell: jede Progression ist ein Modell der natürlichen Zahlen. - Aber sie sind nicht alle verträglich -" Bsp die Progression der geraden und der ungeraden Z. können nicht gleichgesetzt werden. - Daher sind nicht alle Dinge, die die Arithmetik erfüllen, Zahlen. - Man kann nicht absolut sagen, was Zahlen sind - nur relativ zu einer Rahmentheorie.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
Zahlen Wittgenstein
 
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II 32
Zahl/Wittgenstein: kein Begriff, sondern eine logische Form.
II 283
Zahlen/KZ/Wittgenstein: daß es unendlich viele Kardinalzahlen gibt, ist eine Regel, die man aufstellt.
II 343
Zahl/Frege/WittgensteinVsFrege: eine Zahl sei eine Eigenschaft einer Eigenschaft. - Problem: Bsp für blauäugige Männer im Zimmer. - Dann wäre die Fünf eine Eigenschaft der Eigenschaft, ein blauäugiger Mann im Zimmer zu sein - Bsp um auszudrücken, daß Hans und Paul zwei sind, müßte ihnen dann eine Eigenschaft gemeinsam sein, die dem anderen gerade nicht zukommt. - ((s) jeder müßte die Eigenschaft haben, vom anderen verschieden zu sein.) - Lösung/Frege: die Eigenschaft, Hans oder Paul zu sein.
II 344
Zahl/Wittgenstein: nicht bloß Zeichen. - Man kann zwei Gegenstände der Form "Drei" haben, aber nur eine Zahl. - ((s) WittgensteinVsFormalismus.)
II 360
Zahl/Definition/WittgensteinVsRussell: Gleichzahligkeit ist die Voraussetzung für eineindeutige Zuordnung. - Daher ist Russells Definition der Zahl zwecklos. - ((s) weil zirkulär, wenn man Zahl über Abbildung definieren will).
II 361
Definition/Wittgenstein: statt einer Definition von "Zahl" müssen wir uns über die Gebrauchsregeln klar werden.
II 415
Zahl/Russell/Wittgenstein: hat behauptet, 3 sei die Eigenschaft, die allen Triaden gemeinsam ist.
II 416
Def Zahl/WittgensteinVsRussell: die Zahl ist ein Attribut einer Funktion, die eine Klasse definiert, nicht eine Eigenschaft der Extension. - Bsp Extension: es wäre eine Tautologie zu sagen, ABC sei drei. - Dagegen sinnvoll: zu sagen, in diesem Zimmer sind drei Personen.
IV 93
Def Zahl/Zahlen//Wittgenstein/Tractatus: 6.021 - die Zahl ist der Exponent einer Operation. - - -
Waismann I 66
Def natürlichen Zahlen/Wittgenstein: diejenigen, auf die man die Induktion bei Beweisen anwenden kann.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Wa I
F. Waismann
Einführung in das mathematische Denken Darmstadt 1996

Wa II
F. Waismann
Logik, Sprache, Philosophie Stuttgart 1976
Zirkularität Russell
 
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Bertrand Russell
I XII
Def Zirkelfehlerprinzip/Principia Mathematica/PM/Russell/Gödel: keine Totalität kann Glieder enthalten, die nur in Termini dieser Totalität definierbar sind, oder Glieder, die diese Totalität umfassen oder voraussetzen - "Prinzip Teufelskreis", PT.
I XII
Zirkelfehlerprinzip/GödelVsRussell: die Principia selbst genügen in ihrer ersten Auflage dem Prinzip nicht, wenn "definierbar" heißt, "definierbar innerhalb des Systems", und keine Definitionsmethoden außerhalb bekannt sind, außer solchen, die noch umfangreichere Totalitäten umfassen als die, die im System vorkommen - Gödel: ich würde das eher als Beweis ansehen, dass das Zirkelfehlerprinzip falsch ist, als dass die klassische Mathematik falsch ist - denn man kann bestreiten, dass der Bezug auf eine Totalität notwendig einen Bezug auf alle ihre einzelnen Elemente impliziert, oder mit anderen Worten, dass "alle" dasselbe meint wie eine unendliche logische Konjunktion.
I XIV
"Alle" /Lösung/Carnap: "alle" meint Analytizität oder Notwendigkeit, oder Beweisbarkeit. Zirkelfehlerprinzip/Gödel: scheint überhaupt nur für von uns selbst konstruierte Entitäten zu gelten - sonst ist Totalität nichts absurdes.
I 55f
Zirkelfehlerprinzip/Russell: Propositionen: bilden nur Vielheiten, keine Gesamtheiten - (s) Gesamtheiten werden durch Begriffe gebildet, d.h. dass man keinen Satz über "alle ihre Elemente" aufstellen kann. (> "alles, was er sagte ist wahr"/(s): "sagen" bildet keine Kategorie, wie "neben", "ähnlich" "Sohn von", "nichts" auch nicht und eben auch keine Gesamtheit, nur eine Vielheit. Wohl aber "Vater von" (eindeutig) (Russell: Funktion, nicht nur Relation) > Chisholm)
I 57
Zirkel/Principia Mathematica/Russell: entsteht, wenn man als mögliche Argumente einer Propositionalfunktion Werte zulässt, die die Funktion voraussetzen.
I 61
Zirkelfehlerprinzip/Zirkel/Gesamtheit/Totalität/Principia Mathematica/Russell: es darf keine Propositionen über alle Propositionen geben - Bsp "Alle Propositionen sind falsch" - daher gibt es zwei Arten von Wahrheit/Falschheit: 1. Art: "φ a ist wahr "(spezieller Wert) - 2. Art "Jeder Wert von φ x^ hat Wahrheit 1. Art".

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 88 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsRussell Wittgenstein Vs Atomismus
 
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II 138
WittgensteinVsAtomismus/Selbstkritik/WittgensteinVsTractatus: es war ein Irrtum, dass es Elementarsätze gäbe, in die sich alle Sätze zerlegen lassen. Dieser Irrtum hat zwei Wurzeln: 1. dass man die Unendlichkeit als Zahl auffasst, und annimmt es gebe eine unendliche Anzahl von Sätzen.
2. Aussagen, die Grade von Qualitäten zum Ausdruck bringen. ((s) Sie müssen nicht jeden anderen Satz ausschließen. Daher können sie nicht unabhängig sein).
II 157
Einzelding/ED/Atom/Atome/Wittgenstein: Russell und ich, wir haben beide damit gerechnet, durch die logische Analyse auf die Grundelemente ("individuals") zu stoßen. Russell glaubte, am Schluss würden sich Subjekt-Prädikat-Sätze und zweistellige Relationen ergeben. WittgensteinVsRussell: das ist eine verfehlte Vorstellung von logischer Analyse: wie eine chemische Analyse. WittgensteinVsAtomismus.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsRussell Newen Vs Atomismus
 
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New I 76
Sinnesdaten/Russell/Newen: sind materielle Entitäten! Sonst wäre Russells Position eine idealistische. Aber RussellVsIdealismus. Intersubjektivität/Russell/Newen: ist damit bis zu einem gewissen Grad geschaffen.
NewenVsRussell: aber nicht die Materialität von Sinnesdaten.
I 77
VsAtomismus: die Materialität der Sinnesdaten sind die größte Schwachstelle des logischen Atomismus.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsRussell Newen Vs Beschreibungstheorie
 
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New I 233
Def Referenz/Newen: Relation zwischen dem Vorkommnis eines sing Term und dem dadurch bezeichneten Objekt. ((s) also referieren allg Term nicht?).
Namen/Eigennamen/Newen: zwei Probleme_
1. Referenzfestlegung: wie wird die Referenz festgelegt
2. Bedeutung: was ist die Bedeutung eines Namens.
Namen/Kennzeichnungstheorie/Beschreibungstheorie/Newen: Bsp "Aristoteles": die Bedkeutung wäre dann "Schüler Platons".
Vs: Problem: es könnte sein, dass jemand nicht weiß, dass Aristoteles Schüler Platons war, den Namen dennoch sonst nrichtig gebraucht.
Bündeltheorie/Lösung/Searle/Newen/(s): es sollte nicht passieren, dass ein einzelner Fehlschlag die ganze Theorie widerlegt, daher sollte ein Bündel von Kennzeichnungen ausschlaggebend sein, nicht eine einzelne Kennzeichnung.
I 234
Bündeltheorie/Referenzfestlegung/Searle/Newen: Searles Bündeltheorie versteht sich gleichzeitig als Theorie der Referenzfestlegung. Namen/Eigennamen/KripkeVsBündeltheorie/KripkeVsBeschreibungstheorie/KripkeVsSearle/Kripke/
Newen: (modales Argument): es gibt eine notwendige Bedingung für Def Bedeutungsgleichheit/Kripke:

(BG) wenn zwei Ausdrücke a1 und a2 bedeutungsgleich sind, dann sind sie in Sätzen, die mit dem Modaloperator "Es ist notwendig, dass" eingeleitet werden, wechselseitig ersetzbar, ohne dass der Wahrheitswert sich ändert.
I 235
Bsp Es ist notwendig, dass Aristoteles K ist. Hier ist nicht "Schüler Platons" einsetzbar. Daher kann der Name "Aristoteles" (Anführungszeichen von Newen) nicht dieselbe Bedeutung haben wie "Schüler Platons".
Beschreibungstheorie/metasprachlich/Namen/Newen: Sonderfall der Beschreibungstheorie (Kennzeichnungstheorie) der Eigennamen: die sogenannte metasprachliche Beschreibungstheorie:
Bsp die Bedeutung des Namens Aristoteles kann mit der Kennzeichnung "Der Träger des Namens "Aristoteles"" angegeben werden.
Pointe: diese Kennzeichnung erfasst das kontextunabhängige Wissen eines Sprechers in Bezug auf den Namen.
KripkeVs/Newen: wenn das modale Argument auch für die metasprachliche Theorie richtig ist, kann sie nicht richtig sein: es ist zwar notwendig, dass Aristoteles Aristoteles ist, aber nicht notwendig, dass Aristoteles
I 236
der Träger des Namens "Aristoteles" ist. er hätte einen anderen Namen bekommen können. Objekttheorie/Bedeutung/Namen/Eigennamen/Newen: These: die Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt.
Eine Variante dieser Theorie ist Russells Theorie der Bedeutung von logischen Eigennamen. ("dis" usw.)
Erkenntnistheorie/VsRussell/Newen: Russells Erkenntnistheorie erwies sich als unhaltnbar.
Lösung/Newen: Referenzfestlegung durch eine Kennzeichnung: "Das einzige Objekt, das die Kennzeichnung erfüllt, die mit dem Ausdruck "E" (Anführungszeichen von Newen) assoziiert ist.
Frege: hat das zuerst konkretisiert (in seiner Theorie von Sinn und Bedeutung)
Namen/Frege/Newen: die Fregesche Bedeutung eines Namens ist das bezeichnete Objekt.
Referenzfestlegung/Frege/Newen: durch Kennzeichnung. Das ist Freges Theorie des Sinns.
Sinn/Frege/Newen: durch Kennzeichnung (= Referenzfestlegung für Eigennamen).
Namen/Frege/Newen: Frege verbindet eine Objekttheorie der Bedeutung mit einer Beschreibungstheorie der Referenzfestlegung.
I 237
((s) KripkeVsFrege/KripkeVsBeschreibungstheorie/Newen/(s): Kripke hat auch die Beschreibungstheorie der Referenzfestlegung kritisiert: Bsp Schmidt war der Entdecker des Unvollständigkeitssatzes, nicht Gödel. Dennoch referieren wir mit "Gödel" auf Gödel und nicht auf ein Objekt, das mit einer Kennzeichnung herausgegriffen wird, die zutreffen kann oder nicht.) Lösung/Kripke: kausale Theorie der Eigennamen.
- - -
NS I 105
KripkeVsBeschreibungstheorie/(s): Bsp Gödel-Schmidt-Fall: wir referieren immer auf Gödel, wenn wir den Namen gebrauchen, auch wenn sich herausstellen würde, dass Gödel nicht den Unvollständigkeitssatz gefunden hat. Newen/Schrenk: der Name bezeichnet stets die Person, unabhängig davon, welche Kennzeichnungen auf sie in anderen hypothetischen Situationen zutreffen mögen.
Das zeigt, dass charakteristische Kennzeichnungen bei Namen nicht für die Referenzfestlegung verantwortlich sind.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsRussell Armstrong Vs Blanshard, B.
 
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III 83
Einzelding/ED/ArmstrongVsRussell/ArmstrongVsBlanshard: ED sind keine Bündel von Universalien, können aber dennoch nicht ohne Eigenschaften existieren. Die wechselseitige Abhängigkeit von Universalien ist besser zu formulieren:
III 84
weder Einzeldinge noch Universalien können unabhängig von Situationen bestehen (states of affairs).

AR II = Disp
D. M. Armstrong

In
Dispositions, Tim Crane, London New York 1996

AR III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983
VsRussell Russell Vs Brandom, R.
 
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Bertrand Russell
Read III 26
Russell: Tatsache von der Aussage verschieden. Es gibt falsche Aussagen, aber keine »falschen Tatsachen«. (Brandom: spricht nur von wahren Aussagen als Tatsachen) . VsRussell: Aber die Kosten dieser Erklärung bestehen darin, dass sie die Unterscheidung von Sprache und Welt untergräbt.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsRussell Ryle Vs Carnap, R.
 
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Read III 32
Ryle: (Rezension von Carnaps Bedeutung und Notwendigkeit): Fehler:"Fido"-Fido-Prinzip ("Fifi"-Fifi-Prinzip).: weil der Name »Fido« seine Bedeutung daher erhält, dass er sich auf ein einzelnes Individuum bezieht sind wir versucht anzunehmen, dass andere Wörter auf dieselbe Weise funktionieren. > RyleVsRussell

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsRussell Leeds Vs Field, H.
 
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Field II 304
Unbestimmtheit /Mengenlehre/ML/Leeds/Field: Bsp jemand hält den Begriff "Menge" für unbestimmt, dann kann er statt dessen sagen: die Extension des Begriffs sei "so groß wie möglich". (Leeds 1997,24) (s) "alles, was unter den Begriff fällt"). Dann kann der Begriff enger und weiter gefaßt werden. Mächtigkeit des Kontinuums/Unbestimmtheit/Field: diese Unbestimmtheit müßte aber mindestens ebenso sehr den Begriff der Elementbeziehung umfassen.
LeedsVsField: es ist inkohärent, Mengenlehre zu akzeptieren und gleichzeitig ihre Begriffe als unbestimmt zu bezeichnen. Insbesondere, dann auch noch die klassische Logik darauf anzuwenden.
Field: das kann auch so aussehen, besonders, daß man die philosophischen Kommentare von der Mathematik trennen soll. Aber wir müssen die Trennung von der Praxis gar nicht vornehmen:
Bsp wenn der Glaube in Unbestimmtheit sich darin äußert, ob der Glaubensgrad des Mathematikers in die Kontinuumshypothese und sein "Zweifelsgrad" in dieselbe sich zu 1 summieren. ((s) Daß es keinen Raum für eine dritte Möglichkeit gibt.)
Problem: ein Mathematiker, für den sie sich zu 1 summieren kann sich fragen, "Ist die Kontinuumshypothese korrekt?" und dafür mathematische Beweise suchen. Aber ein andere Mathematiker, für den die Glaubensgrade zu 0 summieren ((s) weil er weder an die Kontinuumshypothese noch an die Negation glaubt) wird die Suche nach einem Beweis für irregeleitet halten. Jede Möglichkeit sei es wert, verfolgt zu werden.
Die Idee hinter der Unbestimmtheit ist aber, daß es wenig zu bestimmen gibt jenseits der akzeptierten Axiome. ((s) Keine Tatsache).
Kontinuumshypothese/Field: praktische Erwägungen mögen einer Auffassung in einem bestimmten Kontext den Vorzug geben, einer anderen in einem anderen Kontext.
Lösung/Field: das ist kein Problem, so lange diese Kontexte getrennt gehalten werden. Es zeigt aber, daß die Nützlichkeit für den Mathematiker unabhängig von der Wahrheit ist.
II 305
Williamsons/Rätsel/Unbestimmtheit/Leeds/Field: (LeedsVsField): (Bsp es muß bestimmt sein, ob Joe reich ist oder nicht): Lösung/Leeds: i) wir schließen die fraglichen Begriffe, hier z.B. "reich" aus der Teilsprache aus, die wir als "erster Klasse" annehmen und
ii) beschränken den primären (disquotationalen) Gebrauch von "referiert" bzw. "ist wahr von" auf diese Teilsprache.
Unbestimmtheit/Leeds: liegt dann einfach darin, daß es keine einheitlich beste Weise der Übersetzung in die Teilsprache gibt, auf die wir das Zitattilgungsschema anwenden.
Field: das ist genial: alle Unbestimmtheit auf die Unbestimmtheit der Übersetzung zu reduzieren.
FieldVsLeeds: ich bezweifle aber, daß man dem letztlich Sinn abgewinnen kann.
Problem: zwischen unbestimmten Termini und solchen Termini zu unterscheiden, die sich bloß in der Extension von denen der Teilsprache "erster Klasse" unterscheiden. Insbesondere, wenn wir mehrere Übersetzungen in unsere Teilsprache haben, die sich untereinander in der Extension unterscheiden.
Lösung/Disquotationalism: dieser würde die fremden Terme in der eigenen Sprache integrieren. Dann dürfen wir zitieren. (Quine, 1953 b, 135. s.o. Kap. IV II 129-30).
Problem: wenn wir "/" und "\" integrieren droht die Lösung die wir oben erhalten hatten, zu verschwinden.
FieldVsLeeds: ich fürchte, das letztendliche Ziel wird nicht erreicht: Unbestimmtheit der Ausdrücke in unserer eigenen Sprache auszuschließen. Das scheint sogar für unsere wissenschaftlichen Begriffe unmöglich!
Bsp Wurzel –1/√-1/Brandom/Field: hier ist die Unbestimmtheit nicht beseitigt: wir können die Teilsprache "erster Klasse" einfach dazu gebrauchen zu sagen, daß –1 zwei Wurzeln hat, ohne einen Namen wie "i" einzuführen, der "für eine von beiden stehen" soll.
FieldVsLeeds: wir können Mengenlehre akzeptieren, ohne ihre Sprache als "erster Klasse" anzunehmen. ((s) Aber die Idee war doch, die mengentheoretischen Begriffe aus der Teilsprache erster Klasse zu eliminieren und "wahr von" und "referiert" auf die Teilsprache zu beschränken).
Field: das können wir sogar, wenn wir den Platonismus annehmen (eigentlich FieldVsPlatonismus) :
II 306
Bsp wir nehmen eine fundamentale Theorie T die kein mengentheoretisches Vokabular hat, sondern nur sagt, daß es unendlich viele nicht-physikalische ewig existierende Objekte gibt und die die Konsistenz der basalen Mengenlehre postuliert. (Widerspruchsfreiheit ist dann der Grundbegriff, der von seinen eigenen Axiomen geregelt wird und nicht in mengentheoretischen Begriffen erklärt ist. (Field 1991). Dann übersetzen wir die Sprache der Mengenlehre in T indem wir "Menge" als wahr von einigen oder allen der nicht-physikalischen ewig existierenden Objekte annehmen und "Element von" so interpretieren, daß die normalen Axiome wahr bleiben.
Dann gibt es mehrere Weisen, das zu tun, und verschiedene machen verschiedene Sätze über die Mächtigkeit des Kontinuums wahr. Dann hat die Kontinuumshypothese keinen bestimmten WW. (KH oWW).
Problem: wenn wir mathematische Anwendungen auf nichtmathematische Gebiete ausdehnen, brauchen wir nicht nur mathematische Widerspruchsfreiheit, sondern auch WSF mit diesen anderen Gebieten. Und man müßte auch annehmen, daß die entsprechenden außer-mathematischen Theorien platonistisch reformuliert werden könnte.
1. Das könnte man, indem man sie durch eine nominalistische (!) Theorie ersetzt.
2. man könnte die platonistische Theorie durch die Forderung ersetzen, daß alle nominalistischen Konsequenzen von T-plus-gewählte-Mengelehre wahr sind.
FieldVs: letzteres sieht wie ein billiger Trick aus, aber hier muß die gewählte Mengenlehre nicht eine sein, die die Mächtigkeit des Kontinuums entscheidet.
Auch muß die gewählte Mengenlehre für eine physikalische oder psychologische Theorie nicht mit der für ein anderes Gebiet kompatibel sein. Das zeigt, daß die Wahrheit der ML nicht in einem übergeordneten Bezugssystem angenommen wird. Es geht nur um instrumentelle Nützlichkeit.
FieldVsLeeds: wir können Unbestimmtheit in unserer eigenen Sprache nicht ausschließen, die weit über Vagheit hinausgeht, selbst wenn wir seine Lösung zugestehen. Aber auch das müssen wir nicht: meine Lösung scheint mir attraktiver.
- - -
Horwich I 378
Wahrheit/W-Theorie/W-Begriff/Leeds: wir müssen jetzt unterscheiden zwischen a) Wahrheits-Theorie (T-Theory) ((s) in der Objektsprache) und
b) Theorien des Begriffs der Wahrheit ((s) metasprachlich, MS) .
Field: (1972): These: wir brauchen eine SI Theorie der Wahrheit und der Referenz (dass eine Standard Interpretation immer verfügbar ist), und diese Theorie ist auch erhältlich.
(LeedsVsStandard-Interpretation/VsSI//LeedsVsField).
Field/Leeds: sein Argument beruht auf einer Analogie zwischen Wahrheit und (chemischer) Valenz. (..+....).
Field: These: wenn es so ausgesehen hätte, dass man sie nicht reduzieren könnte, wäre das ein Grund gewesen, die Theorie der Valenzen aufzugeben. Und zwar trotz der Nützlichkeit der Theorie!
Wahrheit/Field: These: (in Analogie zur Valenz): trotz allem was wir über die Extension des Begriffs wissen, auch für ihn gibt es noch die Notwendigkeit einer physikalistisch akzeptablen Reduktion!
Leeds: was Field eine physikalistisch akzeptable Reduktion nennen würde, wäre das, was wir die SI Theorie der Wahrheit nennen: dass es immer eine Standard Interpretation für "wahr" für eine Sprache gibt.
Field/Leeds: Field suggeriert, dass es möglich ist, so etwas am Ende zu entdecken.
LeedsVsField: betrachten wir die Analogie genauer: Frage: wäre eine bloße Liste von Elementen und Zahlen (Statt Valenzen) nicht akzeptabel?
I 379
Das wäre keine Reduktion, weil die Chemiker das Gesetz der Valenz formuliert hatten. Physikalismus/Naturgesetz/Leeds: verlangt nicht, dass alle Begriffe in einer einfachen oder natürlichen Weise erklärt werden können, sondern dass fundamentale Gesetze einfach formulierbar sind.
Reduktion/Leeds: nur weil das Wort "Valenz" in einem strikten Gesetz vorkommt, sind der Reduktion strenge Beschränkungen auferlegt.
Wahrheit/Tarski/LeedsVsTarski: die Tarskischen Definitionen von T und R erzählen uns nicht die ganze Geschichte über Referenz in Englisch und Wahrheit in Englisch.
Referenz/Wahrheit/Leeds: diese Relationen haben eine Natürlichkeit und Wichtigkeit, die nicht in einer bloßen Liste erfaßbar sind.
Field/Reduktion/Leeds: wenn wir eine Reduktion à la Field wollen, müssen wir eine Analogie zum Gesetz der Valenzen für den Fall der Wahrheit finden. D.h. wir müssen ein Gesetz oder eine Regularität über Wahrheit in Englisch finden.
Analogie/Field: (und viele andere) sehen in der Nützlichkeit des Wahrheits-Begriffs die Analogie zum Gesetz.
LeedsVsField: die Nützlichkeit kann aber vollständig ohne eine SI Theorie erklärt werden. Es ist einfach nicht überraschend, dass wir Verwendung für ein Prädikat P haben, mit der Eigenschaft, dass "’__’ ist P" und "__" immer austauschbar sind. ((s)>Redundanztheorie).
Und zwar weil wir oft in einer Position sind, dass wir jeden Satz in einer gewissen unendlichen Menge z (z.B. wenn alle Elemente die Form gemeinsam haben) behaupten möchten. ((s) "Alle Sätze der Form "a = a" sind wahr"), >Verallgemeinerung.
Verallgemeinerung/W-Prädikat/Leeds: logische Form: (x)(x e z > P(x)).
semantischer Aufstieg/Abstieg/Leeds: dafür ist dann Wahrheit ein bequemer Begriff. Ebenso für unendliche Konjunktion und Disjunktion.
I 386
Pointe: dann ist also der Begriff der Wahrheit theoretisch verzichtbar! Es scheint mir nicht ausgeschlossen, dass man eine Sprache mit unendlichen Konjunktionen und Disjunktionen lernen könnte. Und zwar, wenn sie in Inferenzen so behandelt werden. Sie können endlich notiert werden.
I 380
Wahrheit/Leeds: dass sie nützlich ist bei dem was Quine "Disquotation" nennt, ist noch keine Theorie der Wahrheit (W-Theorie). Nutzen/Erklärung/W-Theorie/Leeds: um die Nützlichkeit des W-Begriffs zu erklären, brauchen wir nichts über die Relationen zwischen Sprache und Welt zu sagen. Referenz braucht dann keine wichtige Rolle zu spielen.
Lösung/Leeds: wir haben hier keine W-Theorie, sondern eine Theorie des Wahrheitsbegriffs. D.h. eine Theorie darüber, warum der Begriff in jeder Sprache als nützlich angesehen wird. Diese Erklärung scheint allein auf formalen Merkmalen unserer Sprache zu beruhen. Und das ist ganz unabhängig von irgend welchen Relationen der "Abbildung" oder Referenz auf die Welt.
Das können wir so überprüfen: Angenommen, wir haben ein großes Fragment unserer Sprache, für das wir den Instrumentalismus annehmen, nämlich, dass einige Wörter nicht referieren. Das gilt für Soziologie, Psychologie, Ethik usw. Dann werden wir semantischen Aufstieg nützlich finden, wenn wir über z.B. Psychologie sprechen. Bsp „Einige von Freuds Thesen sind wahr, andere falsch“ (Statt „Überich“ zu gebrauchen!).
Referenz/Wahrheit/Wahrheits-Begriff/Leeds: das zeigt, wie wenig die Nützlichkeit des Wahrheits -Begriffs von einer erfolgreichen Referenz Relation abhängt! .
Dass der Wahrheitsbegriff nützlich ist, hängt gar nicht davon ab, ob Englisch "die Welt abbildet".
I 381
Standard Interpretation/Leeds: und das sollte unsern Glauben daran erschüttern, dass T natürlich, oder ein Standard wäre. Tarski/Leeds: das sollte uns wiederum nicht davon abhalten, "T" à la Tarski zu definieren. Und dann ist es vernünftig anzunehmen, dass "x ist wahr in Englisch gdw. T(x)" analytisch ist.
LeedsVsSI: dann haben wir zwei Möglichkeiten, ohne SI auszukommen:
a) wir können Tatsachen über Wahrheit in Englisch unter Berufung auf die W-Def ausdrücken, (wenn das Wort "wahr" gebraucht wird) oder
b) unter Berufung auf die disquotationale Rolle des W Begriffs. Und zwar, wenn das Explanandum das Wort "wahr" innerhalb von Anführungszeichen enthält (in obliqua, (s) erwähnt).
- - -
Bekanntschaft/Russell/M. Williams: meinte damit ein direktes mentales Erfassen, keine Kausalrelation!
Das ist die ältere Form der Korrespondenztheorie.
I 491
Ihm ging es dabei um RussellVsSkeptizismus: um eine Grundlegung für Wissen und Bedeutung. FieldVsRussell/M. WilliamsVsRussell: das ist genau das Antackern des Begriffsschemas von außen an die Welt.
Field/M. Williams: sein Projekt ist dagegen mehr metaphysisch als epistemisch. Er will einen umfassenden physikalistischen Überblick. Dazu muss er zeigen, wie semantische Eigenschaften in eine physikalische Welt passen.
Wenn Field recht hätte, hätten wir einen Grund, uns auf eine starke Korrespondenztheorie zu verpflichten, aber ohne zweifelhafte epistemische Projekte, die normalerweise damit verknüpft sind. .
LeedsVsField/M. Williams: sein Argument ist aber nicht erfolgreich. Er beantwortet die Frage VsDeflationismus nicht. Denn angenommen, die Rede über Wahrheit läßt sich nicht physikalistisch erklären, dann widerspricht das der Forderung, dass es eine eindeutige Kausalordnung gibt.
Lösung: Wahrheit darf keine erklärende Rolle spielen (s.o.). Sonst haben wir es wieder mit Epistemologie (Erkenntnistheorie) zu tun. (>Rechtfertigung, Akzeptierbarkeit).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsRussell Kripke Vs Frege, G.
 
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Cresswell II 151
Pierre-Bsp/Kripke/Cresswell: (Kripke 1979) Cresswell: wenn de re interpretiert, ist der Glaube über London. Beschreibungstheorie/Cresswell: für diese ist das Beispiel überhaupt kein Problem ((s) Londres und London sind für Pierre wegen unterschiedlicher Beschreibungen verschieden.
((s) Kausaltheorie/(s): für sie ist der Fall ein Problem weil sie davon ausgehen muß, daß die Bedeutung des Namens der Träger und also derselbe Träger sein muß und daher einander widersprechende Prädikate zugeschrieben werden.)
Beschreibungstheorie/Cresswell: hier ist die Beschreibung relativ zu Pierre, aber sie ist nicht seine Privatsache!
Def "Extreme Fregeanism"/KripkeVsFrege/KripkeVsRussell/Cresswell: (diesen beiden schreibt er diese Einstellung zu): Thesis: daß Namen in allgemeinen zu Idiolekten gehören.
Problem: dann geht es im Pierre-Bsp gar nicht um Pierre, sondern um den Sprecher der den Fall berichtet, und seinen Idiolekt!
Cresswell: leider ist es nicht so einfach: Bsp ein alter Grieche könnte aus der Antike zu uns versetzt worden sein. Dieser wird zunächst einmal "" (Sonderzeichen) statt "Phosphorus" gebrauchen. Seine Einstellung dazu wird sich von der unseren unterscheiden wie im Pierre-Bsp die Einstellungen von Pierre zu "London" und "Londres".
Mehrdeutigkeit/Cresswell: wird hier dadurch verursacht, daß ein Name für viele Kennzeichnungen stehen kann. Sie erlaubt auch, da in den meisten Fällen "London" als "Londres" übersetzt werden kann. Der einzige Fall überhaupt, wo das nicht geht, ist der Fall von Pierre.
- - -
Stalnaker I 172
Namen/Referen/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These: Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These: zwischen dem Namen und seinem Referenten muss man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.
I 174
Referenz/Sinn/Searle/Stalnaker: wenn eine Äußerung keinen beschreibenden Inhalt hat, kann es keine Verbindung zu einem Objekt geben. Referenz/Dummett/Stalnaker: .. das Objekt muss irgendwie herausgegriffen werden.
Stalnaker: in beiden Fällen geht es also um Fähigkeiten, Gebrauch, Gewohnheiten, Praktiken oder mentale Zustände.
Searle/Dummett/Stalnaker: beide scheinen also die Ansicht zu vertreten, dass eine grundlegende Semantik (s.o. welche Tatsache macht, dass ein Ausdruck seinen semantischen Wert hat) nicht befriedigend gegeben werden kann.
StalnakerVsSearle/StalnakerVsDummett: aber das sagen die beiden nicht, weil sie die beiden Fragen gar nicht trennen.
a) was ist die Semantik z.B. für Namen
b) welche Tatsachen führen dazu, dass dies unsere Semantik ist.
Stalnaker: wenn wir sie trennen, können wir die Möglichkeit gar nicht mehr ausschließen, dass jede Sprache eine von uns gesprochene Sprache sein könnte. Dann kann die Gemeinschaft auch eine Millsche sprechen.
Fregesche Sprache/Sinn/Referenz/Denotation/Stalnaker: wir würden sie brauchen, wenn di Fragen nicht getrennt wären, d.h. wenn wir gleichzeitig erklären müssen,
a) warum ein Namen diesen Referenten hat und
b) was der Sprecher mit seiner Äußerung mitteilt (welche Information, Inhalt).
Sinn/KripkeVsFrege: (1972,59) dieser sollte dafür kritisiert werden, dass er "Sinn" in zwei verschiedenen Bedeutungen gebraucht.
a) als Bedeutung (meaning)
b) als die Weise, wie die Referenz bestimmt wird.
Indem er die beiden identifiziert, nimmt er an, dass beide durch bestimmte Kennzeichnungen gegeben werden.
I 192
Kausalkette/historische Kette/Semantik/Metasemantik/Präsemantik/Kaplan/Stalnaker: (Kaplan 1989a, 574 ("Prä-Semantik") Frage: sind die Kausalketten Teil der Semantik oder Teil der Metasemantik?
Semantik: sagt, welche semantischen Werte die Ausdrücke einer Sprache haben
Metasemantik: welche Tatsachen die semantischen Werte bestimmen.
Prä-Semantik/Kaplan: betrifft jene die glauben, ein Name bedeute etwas, das am anderen Ende einer historischen Kette liegt,
Semantik/Kaplan: gibt uns eher die Bedeutung als uns zu sagen, wie sie zu entdecken wäre.
Ähnlich Kripke:
Referenz/Bedeutung/Kripke/Stalnaker: Kripke unterscheidet zwischen dem, was die Referenz fixiert (die Kausalkette) und der Bedeutung.
KripkeVsFrege: dieser habe diese beiden Dinge vermischt.
Namen/Kaplan/Stalnaker: ihm geht es um die Frage, ob Namen wie Indexwörter sind.
Ich/Kaplan/Stalnaker: ist ein starrer Designator: die Wahrheitsbedingungen (WB) dessen was gesagt wird (propositionaler Gehalt) hängen vom aktualen Referenten ab. Dagegen:
Bedeutung/Ich/Stalnaker: man gibt die Bedeutung immer noch dadurch an dass man sagt, wie der Referent im Kontext bestimmt wird. das würde zu einer Theorie z.B. des Englischen gehören.
Bsp "Ich referiert auf den Sprecher" wer das weiß, von dem würde man sagen, dass er die Bedeutung von "ich" kennt., und zwar
Pointe: selbst wenn er nicht weiß, wer bei einer bestimmten Gelegenheit der Sprecher war. ((s) Unterschied Bedeutung/Referenz > "wer auch immer der Sprecher war")
Def Charakter/Kaplan: = Bedeutung. Funktion von möglichen (Gebrauchs-) Kontexten auf Referenten.
- - -
Tugendhat I 440
KripkeVsFrege: nicht mehr Primat der Kennzeichnungen (TugendhatVs). Kripke/Tugendhat: es kommt ihm eigentlich gar nicht auf den Begriff des Eigennamens an, sondern auf den des starren Designators.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

Sta I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsRussell Russell Vs Frege, G.
 
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Bertrand Russell
Dummett I 59
RussellVs Unterscheidung Sinn/Bezug (Bedeutung/Referenz) (RussellVsFrege)
Stepanians I 44
Beweis/Frege/Stepanians: Frege stellte mit der Forderung nach Lückenlosigkeit und Strenge weitaus stärkere Anforderungen an Beweise, als seine mathematischen Zeitgenossen. Mathematik/VsFrege: die Mathematiker waren stärker an der Wahrheit interessiert als am erkenntnistheoretischen Status. Es reichten intuitiv einleuchtende Übergänge.
Stepanians I 87
explizite Definition/Frege/Stepanians: muss zwei Bedingungen erfüllen 1. Freges Adäquatheitskriterium: Humes Prinzip muss aus ihr folgen. Die Rechtfertigung für dieses Prinzip ist, dass sich auf seiner Basis die Grundgesetze der Arithmetik beweisen lassen müssen.
2. die explizite Definition muss im Rekurs auf Begriffsumfänge das Problem meistern, an dem die Kontextdefinition scheitert: sie muss das Cäsar-Problem (s.o.) lösen.
I 88
VsFrege: seine explizite Definition des Anzahlbegriffs löst das Cäsar-Problem nicht, sondern verschiebt es nur auf Begriffsumfänge. Lösung: wäre sie nur, wenn der Umfangsbegriff von vornherein ausschlösse, dass Cäsar ein solcher ist.
Lösung/Frege: setzt hier einfach voraus, dass die Kenntnis des Umfangsbegriff dies ausschließt.
Wertverlauf/Terminologie: = Begriffsumfang.
I 88
Begriffsumfang/Frege/StepaniansVsFrege/VsFrege/Stepanians: Freges eigene Auffassung von Begriffsumfängen wird sich als widersprüchlich erweisen! (s.u. Russellsche Paradoxie).
I 91
Begriffsumfang/Frege/Stepanians: war ein von Frege neu eingeführter logischer Gegenstand zur Lösung des Cäsar-Problems. Sie waren in der Begriffsschrift noch nicht vorhanden. Frege muss sie begründen. Zusätzliches Axiom: "Grundgesetz V":
Der Umfang von F = der Umfang von G
bik
Alle Fs sind G und umgekehrt.
Russellsche Paradoxie/Antinomie/RussellVsFrege/Stepanians: Grundgesetz V erlaubt den Übergang von einer allgemeinen Aussage über Begriffe zu einer Aussage über Gegenstände, die unter F fallen - den Umfang von F.
Dabei wird vorausgesetzt, dass jeder Begriff einen Umfang hat, selbst wenn dieser leer sein sollte.
I 92
RussellVsFrege/Stepanians: zeigt, dass nicht alle in Freges Theorie definierbaren Begriffe einen Umfang: Begriffsumfang/BU/Frege/RussellVsFrege: da BU Gegenstände sind, muss die Frage erlaubt sein, ob ein Begriffsumfang unter den Begriff fällt, dessen Umfang er ist.
Wenn ja, enthält er sich selbst, sonst nicht.
Bsp der Umfang des Begriffs Katze ist selbst keine Katze.
Dagegen:
Bsp der Umfang des Begriffs Nicht-Katze enthält sich sehr wohl selbst, da er keine Katze ist.
Widerspruch: ein Begriffsumfang, der alle Begriffsumfänge umfaßt, die sich nicht selbst enthalten. Enthielte er sich, dürfte er sich per definitionem nicht selbst enthalten, enthielte er sich nicht, müßte er sich per definitionem enthalten.
I 96
Gegenstand/Begriff/Frege/Stepanians: wir entdecken (auf rein logischem Wege) Gegenstände an Begriffen als deren Umfänge.
I 97
VsFrege/VsBegriffsumfang/Stepanians: die Idee des Begriffsumfangs beruht auf einer sprachlichen Täuschung (s.u.. Kap. 6 § 2). Das war Freges eigene Diagnose.
I 114
Satz/Behauptungssatz/Aussage/Bezeichnen/VsFrege/Stepanians: man hat Frege oft vorgeworfen, dass ein Behauptungssatz nichts bezeichnen will (einen WW als Gegenstand) sondern etwas behaupten will. FregeVsVs/Stepanians: bei Sätzen als Namen für WW geht es eigentlich um Teilsätze, wobei diese Teilsätze einen Betrag zum WW des Satzgefüges (Gesamtsatz) leisten.
Satz/Behauptung/Behauptungssatz/Frege: (später, Funktion und Begriff, 22, Fn): der Gesamtsatz bedeutetF nichts.
Grundgesetze/Terminologie/Frege: (später): in den Grundgesetzen unterscheidet er terminologisch und grafisch zwischen satzartigen "Wahrheitswertnamen", die zur Findung des Wahrheitswert beitragen und "Begriffsschriftsätzen", die nichts bedeutenF, sondern etwas behaupten.
- - -
Horwich I 57
RussellVsFrege/Cartwright: Russells Analyse unterscheidet sich von Frege, indem sie nicht Ungesättigtheit gebraucht. - - -
Newen I 61
Bedeutungsfestlegung/Bedeutung/Russell/Newen: zwei Arten sind möglich: a) synkategorematisch: gemäß dem Vorkommen in einem Satz.
b) kategorematisch; unabhängig vom Vorkommen in einem Satz.
Relationales Prinzip der Bedeutung: gilt für kategorematische Ausdrücke: die Bedeutung ist der Gegenstand (bzw. die Eigenschaft). Sie werden durch Bekanntschaft festgelegt.
I 62
RussellVsFrege: These: einfache Ausdrücke bedeuten das, was sie bezeichnen. synkategorematisch/Bedeutung/Russell. Bsp "und", "oder": ihre Bedeutung anzugeben heißt, de Bedeutung der Sätze anzugeben, in denen sie vorkommen. ((s) >Kontext, kontextuell).
kontextuell/Russell/Newen: synkategorematische Ausdrücke: ihre Bedeutung wird durch ihre Bedeutung in Schemata (Satzschema) angegeben.
- - -
Quine II 103
Russell: Klassen, sofern es welche gibt, müssen existieren, Eigenschaften bestenfalls bestehen (schwächer). Quine: das halt ich für willkürlich. In Russells Auseinandersetzung mit dem Begriff der Bedeutung kommt seine relative Gleichgültigkeit gegenüber dem Bestehens-Begriff (Subsistenz) wieder zum Vorschein: Frege: dreifache Unterscheidung
a) Ausdruck,
b) was er bedeutet,
c) das, worauf er sich wenn überhaupt bezieht.
Das ist für Russell keineswegs natürlich.
RussellVsFrege: ~die ganze Unterscheidung zwischen Bedeuten und Bezeichnen ist falsch. Die Beziehung zwischen "C" und C bleibt völlig mysteriös, und wo sollen wir den bezeichnenden Komplex finden, der angeblich C bezeichnet?"
QuineVsRussell: Russells Standpunkt scheint manchmal von einer Verwechslung der Ausdrücke mit ihren Bedeutungen, manchmal Verwechslung des Ausdrucks mit seiner Erwähnung herzurühren.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Step I
Markus Stepanians
Gottlob Frege zur Einführung Hamburg 2001

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsRussell Wittgenstein Vs Frege, G.
 
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Brandom I 919
TractatusVsFrege: nichts kann als ein Behaupten gelten, wenn nicht zuvor bereits logisches Vokabular zur Verfügung steht, bereits das einfachste Behaupten setzt die gesamte Logik voraus.
Dummett I 32
Frege Erfassen des Gedankens: psychischer Akt - Gedanke nicht Bewusstseinsinhalt - Bewusstsein subjektiv - Gedanke objektiv - WittgensteinVs
I 35
WIttgensteinVsFrege: keine privaten Gegenstände(Empfindungen), sonst Privatsprache, für das Subjekt selbst unerkennbar WittgensteinVsFrege: Verstehen kein psychischer Vorgang, - echter seelischer Vorgang: Schmerz, Melodie (wie Frege)
Dummett I 62
Wittgensteins Kritik des Gedankens einer privaten hinweisenden Definition besagt implizit, daß Farbwörter keinen der Fregeschen Annahme entsprechenden subjektiven, nicht mitteilbaren Sinn haben können. (WittgensteinVsFrege, Farbwörter). Aber Frege tritt ja ohnehin für einen objektiven Sinn der Farbwörter ein, sofern es um Verständigung geht.
Dummett I 158
WittgensteinVsDummett/WittgensteinVsFrege:lehnt die Auffassung ab, die Bedeutung einer Aussage sei durch die Kennzeichnung ihrer Wahrheitsbedingungen anzugeben. Wittgenstein: Verstehen nicht schlagartig, kein inneres Erlebnis, nicht die gleichen Konsequenzen. - - -
Wolf II 344
Namen/Bedeutung/Existenz/WittgensteinVsFrege: Bsp "Nothung hat eine scharfe Schneide" hat auch dann Sinn, wenn Nothung zerschlagen ist.
II 345
Name nicht Träger: wenn Herr N.N. stirbt, ist nicht der Name gestorben. Sonst hätte es keinen Sinn zu sagen "Herr N.N. ist gestorben". - - -
Simons I 342
Satz/Zusammenhang/Kopula/Tradition/Simons: den Zusammenhalt des Satzes lieferte nach Ansicht der Tradition die Kopula. : Kopula/VsTradition: kommt im Satz nur als normales Wort wie die anderen vor, kann also den Zusammenhalt nicht erklären.
Lösung/Frege: ungesättigte Satzteile.
Satz/WittgensteinVsFrege/Simons: Zusammenhang nur einfach gemeinsames Nebeneinaderstehen von Wörtern (Namen). D.h. es gibt nicht einen Teil des Satzes, der den Zusammenhang herstellt.
Ungesättigtheit/Simons: das entspricht genau der ontologischen Abhängigkeit (oA): ein Satzteil kann nicht ohne gewisse andere existieren.
- - -
Wittgenstein I 16
Semantik/Wittgenstein/Frege/Hintikka: 1. Hauptthese dieses Kapitels: Wittgenstein Einstellung zur Unausdrückbarkeit der Semantik ist derjenigen Freges sehr ähnlich. Wittgenstein vertritt im frühen wie im späten Werk eine klare und pauschale Auffassung von der Art der Beziehungen zwischen Sprache und Welt. Wie Frege ist er der Meinung, sie können sprachlich nicht zum Ausdruck gebracht werden. Früher WittgensteinVsFrege: durch indirekten Gebrauch könne diese Auffassung aber doch mitgeteilt werden.
Nach der These der Sprache als universellem Medium (SUM) lässt sich insbesondere nicht ausdrücken, was der Fall wäre, wenn die semantischen Beziehungen zwischen Sprache und Welt von den gegebenen verschieden wären.
- - -
Wittgenstein I 45
Begriff/Frege/WittgensteinVsFrege/Hintikka: dass ein Begriff wesentlich prädikativ ist, kann Frege sprachlich nicht zum Ausdruck bringen, denn er behauptet, der Ausdruck ’Der Begriff X’ beziehe sich nicht auf einen Begriff, sondern auf einen Gegenstand.
I 46
Begriff/Frege/RussellVsFrege/Hintikka: das genügt, um zu zeigen, dass die Fregesche Theorie nicht wahr sein kann: Die Theorie besteht aus Sätzen, die zufolge der eigenen Theorie gar keine Sätze sein können, und wenn sie keine Sätze sein können, können sie auch nicht wahr sein". (RussellVsFrege) WittgensteinVsFrege/spät: Rückkehr zu den strikteren Maßstäben Russells im Gegensatz zu Frege und dem frühen Wittgenstein selbst.
Wittgenstein spät: betont das rein Deskriptive sehr. Im Tractatus hatte er keineswegs gezögert, über die Umgangssprache hinauszugehen.
- - -
Wittgenstein I 65 ff
gesättigt/ungesättigt/Frege/Tractatus/WittgensteinVsFrege: in Freges Unterscheidung lauere ein verborgener Widerspruch. Beide anerkennen das Kontextprinzip. (immer ganzer Satz für Bedeutung entscheidend).
I 66
Frege: ungesättigte Entitäten (Funktionen) brauchen Ergänzung. Das Kontextprinzip besagt jedoch, dass weder gesättigte noch ungesättigte Symbole außerhalb von Sätzen unabhängige Bedeutung haben! Beide bedürfen also der Ergänzung, also ist der Unterschied müßig! Die übliche Gleichsetzung von der Gegenständen des Tractatus mit Individuen (also gesättigten Entitäten) nicht nur verfehlt, sondern diametral falsch. Es ist weniger irreführend, sie allesamt als Funktionen aufzufassen.
- - -
Wittgenstein I 222
Bsp Zahl/Zahlzuschreibung/WittgensteinVsFrege/Hintikka: Zahlen setzen nicht voraus, dass die gezählten Entitäten einem allgemeinen Bereich sämtlicher Quantoren angehören. "Nicht einmal eine gewisse Allgemeinheit ist der Zahlangabe wesentlich. Bsp ’drei gleich große Kreise in gleichen Abständen’ Es wird gewiss nicht heißen: (Ex,y,z)xe kreisförmig und rot, ye kreisförmig und rot, etc..." Die Gegenstände die Wittgenstein hier betrachtet, sind offenbar phänomenologische Gegenstände. Seine Argumente zeigen hier tendenziell, dass sie nicht nur außerstande sind, in der logischen Notation wiedergegeben zu werden, sondern auch, dass sie in Wirklichkeit keine echten Gegenstände der Erkenntnis sind! ((s) Das ist hier nicht VsFrege).
Wittgenstein: "Freilich könnte man so schreiben: Es gibt drei Kreise, die die Eigenschaft haben, rot zu sein.
I 223
Aber hier tritt der Unterschied zu Tage zwischen uneigentlichen Gegenständen: Farbflecken im Gesichtsfeld, Tönen etc. und den
eigentlichen Gegenständen: Elementen der Erkenntnis.
(>uneigentlich/eigentlich, >Sinnesdaten, >Phänomenologie)
- - -
II 73
Negation/WittgensteinVsFrege: seine Erklärung funktioniert nur, wenn sich seine Symbole durch Wörter ersetzen lassen. Die Verneinung ist komplizierter als das Verneinungs Zeichen.
- - -
Wittgenstein VI 119
WittgensteinVsFrege/Schulte: dieser habe nicht gesehen, was am Formalismus berechtigt ist, dass die Symbole der Mathematik nicht die Zeichen sind, aber doch keine Bedeutung haben. Frege: Alternative: entweder bloße Tintenstriche oder Zeichen von etwas. Dann ist das, was sie vertreten, ihre Bedeutung.
WittgensteinVsFrege: dass diese Alternative nicht richtig ist, zeigt das Schachspiel: hier haben wir es nicht mit den Holzfiguren zu tun, und dennoch vertreten die Figuren nichts, sie haben keine Fregesche Bedeutung (Referenz).
Es gibt eben noch ein Drittes : die Zeichen können verwendet werden wie im Spiel.
- - -
Wittgenstein VI 172
Namen/Wittgenstein/Schulte: Bedeutung ist nicht der Träger! (VsFrege). - - -
Satz/Zeichen/Tractatus: 3.14 .. das Satzzeichen ist eine Tatsache,.
3.141 Der Satz ist kein Wörtergemisch.
3.143 ...dass das Satzzeichen eine Tatsache ist, wird durch die gewöhnliche Ausdrucksform der Schrift verschleiert.
(WittgensteinVsFrege: so war es möglich, dass Frege den Satz einen zusammengesetzten Namen nannte).
3.1432 Nicht: "Das komplexe Zeichen ’aRb’ sagt, dass a in der Beziehung R zu b steht, sondern: dass "a" in einer gewissen Beziehung zu "b" steht, sagt, dass aRb. ((s) Also umgekehrt: Wirklichkeit führt zum Zeichengebrauch). (Anführungszeichen sic).
- - -
IV 28
Erwähnung/Gebrauch/Zeichen/Symbol/WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell/Tractatus: ihre Begriffsschrift schließt solche Fehler noch nicht aus. 3.326 Um das Symbol am Zeichen zu erkennen, muss man auf den sinnvollen Gebrauch achten.
- - -
Wittgenstein IV 40
Satz/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: das Verb des Satzes ist nicht "ist wahr" oder "ist falsch", sondern das, was wahr ist, muss das Verb schon enthalten. 4.064 Der Satz muss schon einen Sinn haben. Die Bejahung gibt dem Satz nicht erst seinen Sinn.
IV 47
formale Begriffe/Tractatus: (4.1272) Bsp "Komplex", "Tatsache", "Funktion", "Zahl". WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell: sie werden in der Begriffsschrift durch Variable, nicht durch Funktionen oder Klassen dargestellt.
Bsp Ausdrücke wie "1 ist eine Zahl" oder "es gibt nur eine Null" oder Bsp "2 + 2 = 4 um drei Uhr" sind unsinnig.
4.12721 der formale Begriff ist mit einem Gegenstand, der unter ihn fällt, bereits gegeben.
IV 47/48
Man kann also nicht Gegenstände eines formalen Begriffs und den formalen Begriff selbst als Grundbegriffe einführen. WittgensteinVsRussell: man kann nicht den Begriff der Funktion und spezielle Funktionen als Grundbegriffe einführen, oder Bsp den Begriff der Zahl und bestimmte Zahlen.
Nachfolger/Begriffsschrift/Wittgenstein/Tractatus: 4.1273 Bsp b ist Nachfolger von a: aRb, (Ex):aRx.xRb, (Ex,y): aRx.xRy.yRb...
allgemein/Allgemeines/Allgemeinheit/WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell: das allgemeine Glied einer Formenreihe kann nur durch eine Variable ausgedrückt werden, denn der Begriff: "Glied dieser Formenreihe" ist ein formaler Begriff. Die beiden haben das übersehen: die Art, wie sie allgemeine Sätze ausdrücken wollen, ist zirkulär.
IV 49
Elementarsatz/Atomismus/Tractatus: 4.211 ein Zeichen des Elementarsatzes ist es, dass kein Elementarsatz mit ihm im Widerspruch stehen kann. Der Elementarsatz besteht aus Namen, er ist eine Verkettung von Namen.
WittgensteinVsFrege: er ist nicht selbst ein Name!
IV 53
Wahrheitsbedingungen/Wahrheit/Satz/Ausdruck/Tractatus: 4.431 der Satz ist Ausdruck seiner Wahrheitsbedingungen. (pro Frege). WittgensteinVsFrege: falsche Erklärung des Wahrheitsbegriffs: wären "das Wahre" und "das Falsche" wirklich Gegenstände und die Argumente in ~p etc., dann wäre nach Freges Bestimmung der Sinn von "~p" keineswegs bestimmt!
Satzzeichen/Tractatus: 4.44 das Zeichen, das durch die Zuordnung jeder Abzeichen "W" und der Wahrheitsmöglichkeiten entsteht.
Gegenstand/Satz/Tractatus: 4.441 es ist klar, dass dem Komplex der Zeichen
IV 54
"F" und "W" kein Gegenstand entspricht. Es gibt keine "logischen Gegenstände". Urteilsstrich/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 4.442 der Urteilsstrich ist logisch ganz bedeutungslos. Er zeigt nur an, dass die betreffenden Autoren den Satz für wahr halten.
Wittgenstein pro Redundanztheorie/Tractatus: (4.442) ein Satz kann unmöglich von sich selbst sagen, dass er wahr ist. (VsFrege: Vs Urteilsstrich).
IV 59
Bedeutung/WittgensteinVsFrege/Tractatus: (5.02) die Verwechslung von Argument und Index liegt Freges Theorie der Bedeutung
IV 60
der Sätze und Funktionen zugrunde. Für Frege waren Sätze der Logik Namen, deren Argumente die Indices dieser Namen.
IV 62
Schließen/Schlussfolgerung/Folgebeziehung/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 5.132 die "Schlussgesetze", die bei den beiden die Schlüsse rechtfertigen sollen, sind sinnlos und wären überflüssig. 5.133 Alles Folgern geschieht a priori.
5.134 aus einem Elementarsatz lässt sich kein anderer folgern.
((s) Schließen: aus Sätzen, nicht aus Sachlagen.)
5.135 Auf keine Weise kann aus dem Bestehen irgendeiner Sachlage auf das Bestehen einer,
IV 63
von ihr gänzlich verschiedenen Sachlage geschlossen werden. Kausalität: 5.136 einen Kausalnexus, der einen solchen Schluss rechtfertigt, gibt es nicht.
5.1361 Die Ereignisse der Zukunft können wir nicht aus den gegenwärtigen erschließen.
IV 70
Urzeichen/WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.42 die Möglichkeit der kreuzweisen Definition der logischen "Urzeichen" Freges und Russells (Bsp >, v) zeigt schon, dass dies keine Urzeichen sind und erst recht, dass sie keine Relationen bezeichnen.
Wittgenstein IV 101
Evidenz/Kriterium/Logik/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.1271 merkwürdig, dass ein so exakter Denker wie Frege sich auf das Einleuchten als Kriterium des logischen Satzes berufen hat.
IV 102
Identität/Bedeutung/Sinn/WittgensteinVsFrege/Tractatus: 6.232 das Wesentliche an der Gleichung ist nicht, dass die Seiten verschiedenen Sinn aber gleiche Bedeutung haben, sondern das Wesentliche ist, dass die Gleichung nicht notwendig ist, um zu zeigen, dass die beiden Ausdrücke, die das Gleichheitszeichen verbindet, dieselbe Bedeutung haben, da sich dies aus den beiden Ausdrücken selbst ersehen lässt.
Wittgenstein II 343
Intension/Klassen/Mengen/Frege/Russell/WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsFrege: die beiden glaubten, sie könnten die Klassen intensional abhandeln, weil sie dachten, sie könnten eine Liste in eine Eigenschaft, eine Funktion verwandeln. (WittgensteinVs). Weshalb lag den beiden so sehr daran, die Zahl zu definieren?

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960

Bra I
R. Brandom
Expressive Vernunft Frankfurt 2000

Bra II
R. Brandom
Begründen und Begreifen Frankfurt 2001

Du I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Du III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsRussell Verifikationismus Vs Frege, G.
 
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Field II 104
Verifikationstheorie/VsFrege/VsRussell/VsTractatus/VsRamsey/Bedeutung/Field: hier ist der Hauptbegriff nicht Wahrheitsbedingungen (WB) sondern Verifikations-Bedingungen (VB). (Vielleicht über Reize). Diese werden ohne daß-Sätze gegeben. WB/Rege/Russell/Field: einige Vertreter dieser Linie werden sagen, was beim Verifikationismus ausgelassen ist, sind nicht die WB, sondern propositionaler Inhalt.
Proposition/Verifikationismus/Field: kann der Verifikationist dann einfach als Klasse von VB bezeichnen. Für eine Äußerung drückt die entsprechende Proposition dann die Menge der VB aus, die sie hat. So mußten Propositionen im verifikationistischen Sinn nicht mit daß-Sätzen beschrieben werden.
Proposition/Inflationismus/Frege/Russell/Field: würde sagen, daß das keine richtigen Propositionen sind, weil diese WB einschließen müssen. InflationismusVsVerifikationismus.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsRussell Millikan Vs Frege, G.
 
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I 102
Abbildungsrelation/Sprache/Millikan: wir beginnen damit, dass wenigstens einige Wörter mit Gegenständen koordiniert sind. Entsprechend korrespondieren wahre Sätze mit Tatsachen in der Welt.
Problem: falsche Sätze korrespondieren keiner Tatsache. Frage: wie können Wörter, die einzeln sehr wohl Gegenständen korrespondieren so zusammengesetzt werden, dass am Ende der ganze Satz nicht korrespondiert?
Bsp „Theaitetos fliegt“: „Theaitetos“ korrespondiert Theaitetus“, „fliegt“ korrespondiert fliegen.
falsche Lösung: zu sagen, dass es an der Relation zwischen Theaitetos und dem Fliegen läge. Denn die Relation korrespondiert schon etwas, dies kann instantiiert (Bsp zwischen Theaitetos und Gehen) oder uninstantiiert sein. Alles korrespondiert mit etwas - nur nicht der gesamte Satz „Theaitetos fliegt“.
Lösung/Frege: er verband sing Term mit „Werten“, die die Gegenstände in der Welt waren.
I 103
Satz/Frege/Millikan: interpretierte er damit ähnlich wie Namen, als komplexe Zeichen, die am Ende das Wahre oder das Flasche bezeichneten. (Millikan pro Frege: “elegant!”) Lösung/Wittgenstein/WittgensteinVsFrege/Millikan: (Millikan: besser als Frege): Komplex aRb, wobei im Fall vom falschen Sätzen die Korrespondenz mit der Welt fehlt.
Korrespondenz/Wittgenstein/Millikan: das ist aber ein anderer Sinn von „korrespondiert“! D.h. Wörter sollen anders mit Dingen korrespondieren, als Sätze mit der Welt. ((s) doppelter Unterschied: 1. aRb anders als 2. sLw!. Es hätte ja auch schon einen Unterschied gemacht, wenn man aRb und sRw gegenübergestellt hätte.).
((s) Sinn/Wittgenstein/(s): entspricht der Möglichkeit von Abweichungen.)
- - -
I 190
real value/indexikalischer Adaptor/Kennzeichnung/Millikan: Bsp „der ___ N der….“ indexikalischer Adaptor: muss ein real value von „N“ sein in dem eingebetteten Satz „N ist…“ .und ein real value von „das“ im eingebetteten Satz „das…“
fokussierte Eigenfunktion/EF: in einen inneren Namen übersetzt zu werden, der das Individuum N benennt. Diese hat die gesamte Kennzeichnung, wenn sie richtig adaptiert ist.
intentionales Icon: Bsp „der ___m der…“ enthält damit zwei intentionale Icons bzw. Abbildungen auf Tatsachen. Aber diese unterscheiden sich vom Zweck des Satzes als ganzem bzw. eines Teilsatzes.
eingebetteter Satz: will nicht bloß den Hörer in eine Tatsache einführen, sondern zeigen, zu welcher komplexen Kategorie dasjenige gehört, dem das Subjekt im unabhängigen Satz korrespondiert, das den eingebetteten Satz enthält.
Referent; so wird der Referent einer Kennzeichnung bestimmt.
Sinn/Millikan: jetzt wird klar, warum ich den Sinn die regeln genannt habe. Denn die verschiedenen Kennzeichnungen unterscheiden sich in Bezug auf die Regeln, selbst wenn sie denselben Referenten haben.
Fregescher Sinn/Millikan: diese Differenz der Regeln ist die Differenz im Sinn.
Sinn/Referent/MillikanVsFrege: aber einen Referenten zu haben ist bloß einen Sinn einer bestimmten Art zu haben. Damit gibt es etwas, das vorher schon unterschieden wurde, bevor der Sinn des Rests des Satzes identifiziert wurde.
I 191
Referent/Sinn/Millikan: aber das Haben von Sinn bzw. eines Referenten sind sehr ähnliche Arten von „Haben“. - - -
I 274
Eigenschaft/Gegenstand/Prädikat/Substanz/Individuum/Ontologie/Millikan: Strawsons Unterscheidung zwischen „monogamen“ und „nichtmonogamen“ Entitäten ist nicht absolut, sondern relativ: Gegenstand/Ding: Bsp wenn mein Ring aus Gold ist, kann er nicht gleichzeitig aus Silber sein.
polygam: ist Gold relativ zu meinem Ring ((s) Er hätte auch aus Silber sein können – das Gold hätte zu einem anderen Gegenstand gehören können.). Dann ist Gold eine Eigenschaft (im Gegensatz zu einer anderen) und mein Ring eine Substanz.
Aber relativ zu anderen Substanzen scheint die Identität von Gold wie die Identität eines Individuums zu sein.
Ontologie/MillikanVsFrege/MillikanVsRussell: die starre Unterscheidung zwischen Begriff und Gegenstand bzw. Einzelding und Eigenschaft müssen wir fallenlassen.
I 275
Variante: nicht nur Prädikate sind Varianten in Weltzuständen, sondern auch Substanzen bzw. Individuen (sie können ausgetauscht werden). Substanz: wenn wir Gold als eine Eigenschaft auffassen, hindert das nicht, es auch als eine Substanz aufzufassen. Wie Aristoteles meinte:
Individuen/Aristoteles/Millikan: sind bloß primäre Substanzen, nicht die einzigen Substanzen, die es gibt, D.h. Substanzen, die nicht Eigenschaften von etwas anderem sind.
Substanz/ Millikan. ist eigentlich eine epistemische Kategorie.
Substanz/Millikan: Bsp Gold, Bsp Hauskatze, Bsp 69er Plymouth Valiant 100.
Substanz/Kategorie/Millikan: Substanzen fallen in Kategorien, definiert durch die Ausschließlichkeitsklassen, in Hinblick auf die sie bestimmt sind.
Bsp Gold und Silber fallen in dieselbe Kategorie, weil sie zu denselben Ausschließlichkeitsklassen gehören: einen Schmelzpunkt haben, Atomgewicht, usw.
Millikan I 308
Wahrheit/Richtigkeit/Kriterium/Quine/Millikan. für Quine scheint ein Kriterium für richtiges Denken zu sein, dass die Relation auf einen Reiz vorhergesagt werden kann. MillikanVsQuine: aber wie soll das lernen, unisono zu sprechen, die Vorhersage erleichtern?
Übereinstimmung/MillikanVsQuine/MillikanVsWittgenstein: beide berücksichtigen nicht, was Übereinstimmung in Urteilen eigentlich ist: es ist nicht unisono zu reden., Wenn man nicht dasselbe sagt, heißt das nicht, dass man nicht übereinstimmt.
Lösung/Millikan: Übereinstimmung heißt, dasselbe über dasselbe zu sagen.
Nichtübereinstimmung: kann nur entstehen, wenn Sätze Subjekt-Prädikat-Struktur haben und Negation zugelassen ist.
Ein-Wort-Satz/QuineVsFrege/Millikan: Quine geht sogar soweit, „Autsch!“ als Satz zuzulassen. Er meint, der Unterschied zwischen Wort und Satz betrifft am Ende nur den Drucker.
Negation/Millikan: die Negation eines Satzes wird nicht durch die Abwesenheit von Belegen bewiesen, sondern durch positive Tatsachen (s.o.).
Widerspruch/Millikan: dass wir nicht einem Satz und seiner Negation gleichzeitig zustimmen, liegt in der Natur (Naturnotwendigkeit).
I 309
These: Mangel an Widerspruch basiert wesentlich auf der ontologischen Struktur der Welt.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsRussell Russell Vs Hintikka, J.
 
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Bertrand Russell
Hintikka I 179
RussellVsHintikka: dieser würde meine Darstellung seiner Position so nicht akzeptiert haben. HintikkaVsRussell: aber der Grund dafür liegt bloß in einem weiteren Fehler Russells: Ich habe ihm nicht zugeschrieben, was er glaubte, sondern was er hätte glauben sollen.
Quantifikation/Russell/Hintikka: hätte er auf Objekte der Bekanntschaft reduzieren sollen. Russell glaubte aber, es sei hinreichend, Ausdrücke zu eliminieren, die scheinbar Objekte denotieren, die nicht solche der Bekanntschaft sind.
Pointe: dabei gehen seine Quantoren keine ontologische Verpflichtung ein. Nur denotierende Ausdrücke tun das.
Variable/Russell/Hintikka: sind bei Russell nur notationale Muster.
Ontologische Verpflichtung/Quine/HintikkaVsRussell: Russell erkannte gar nicht die ontologische Verpflichtung, die Sprachen 1. Stufe mit sich bringen.
Sein/Ontologie/Quine: „Sein heißt, Wert, einer gebundenen Variablen zu sein“.
HintikkaVsRussell: das hat dieser nicht erkannt.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996
VsRussell Peacocke Vs Hintikka, J.
 
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I 189
Mögliche Welten/MöWe/Bekanntschaft/Identifikation/Hintikka/Peacocke: wir müssen Hintikka dann so interpretieren, dass er annimmt, dass nur demonstrative Methoden unverzichtbar sind, um zwischen MöWe unterscheiden zu können.
I 189/190
PeacockeVsHintikka: Bsp es ist aber ganz natürlich dass jemand, der einen Tisch vor sich sieht, auch eine "deskriptive" Bedingung für die Identifikation zwischen MöWe (Querwelteinidentität) hat. Ob man in den richtigen Relationen in der wirklichen Welt steht, um mit einem Ding bekannt zu sein (Bekanntschaft), ist eine Frage, die Bedingungen der Querwelteinidentität ist eine ganz andere!
Das kann man auch auf die Semantik für propositionale Einstellungen in Begriffen von MöWe ausdehnen. Man kann es als hinreichende Bedingung ansehen, um in Glaubenskontexte zu quantifizieren (!),dass in jeder MöWe, die mit dem Glauben des Subjekts kompatibel ist, es etwas gibt, das zu ihm in einer bestimmten Relation steht, ohne zu behaupten, dass die Dinge, die in einer anderen MöWe in Relation zu ihm stehen, in irgendeinem Sinn identisch wären!
Dann ist es nur notwendig, aber nicht hinreichend, dafür, dass das Subjekt etwas glaubt, dass dieser Glaube in Bezug auf jede mit diesem Glauben kompatible MöWe wahr bleiben muss.
Aber so etwas muss jede Theorie möglicher Welten (MöWe) in Bezug auf prop Einst annehmen. Besonders, wenn diese propositionale Einstellung nicht in Begriffen des Subjekts formuliert werden können.
MöWe/Quantifikation/HintikkaVsRussell: R. ist nicht in der Lage, die Fälle zu erklären, wo wir in Glaubenskontexte quantifizieren (!) wo (nach Hintikka) der Quantor über "öffentlich deskriptiv identifizierte" Einzeldinge reicht.
Hintikka: vergleicht das mit einem "Schlüsselroman".
Peacocke: es ist unklar, dass (ob) das nicht von Russell als Fälle allgemeiner Gedanken erklärt werden könnte, so dass die Person mit den und den Eigenschaften so und so ist.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsRussell Cartwright Vs Kompositionalität
 
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Horwich I 57
Relationstheorie/Glaubensobjekt/Wahrheit/einfach/Russell/Moore/Cartwright: eine Frage bleibt: muss die Doktrin, dass Wahrheit eine einfache unanalysierbare Eigenschaft ist, mit einer Relationstheorie des Glaubens zusammengehen? ((s) Angenommene Relation zu inneren Gegenständen).
I 58
Lösung/Cartwright: (letztlich nicht völlig zufriedenstellend): Bsp die kompliziertere Proposition: (12) Brown ist größer als Smith und Robinson ist größer als Smith.
…+…
CartwrightVsKompositionalität: das ist aber kein Fall von Kompositionalität im strengen Sinn. Und das gilt genauso für den obigen Fall mit Propositionen.
triadische Relation: in der K, (8) und (9) stehen, ist eine Funktion deren Argumente geordnete Tripel sind und deren Wert O(p,q) ist.
CartwrightVsRussell: aber die Tatsache, dass (12) eine solche Funktion von K,p, und q ist, rechtfertigt nicht, diese Entitäten als „Komponenten“ aufzufassen!
Russell/Moore/Cartwright: hätten wahrscheinlich geantwortet, dass eine Proposition eine gewisse Art Ganzes ist, oder Einheit, die Teile in einem undefinierbaren Sinn haben. (Principles Kap. 16) Sie hätten gesagt, dass es eine Sache für (12) ist, eine Funktion von K, (8) und (9) zu sein, aber eine andere für diese Entitäten, Teile von (12) zu sein.
Cartwright: damit hätten sie recht gehabt. Aber wir brauchen nicht mehr als Funktionalität.
I 60
Man könnte denken, Funktionalität sei zu billig, irgendeine Funktion gibt es immer, und dass K,(8) und (9) in (12) intimer verknüpft sind, als durch eine Funktion. Aber die Alternative zu starker Kompositionalität ist nicht bloße Funktionalität, es ist vielmehr die Feststellung von dem, was genau verlangt wird, um die Proposition (12) zu behaupten! Damit ist auch ein Vergleich von (12) mit anderen Propositionen vorbereitet.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsRussell Moore Vs Korrespondenztheorie
 
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Hacking I 179
MooreVsKorrespondenztheorie: eine wesentliche Bedingung der Theorie ist, daß ein wahrer Satz von der Wirklichkeit, im Verhältnis zu der seine Wahrheit bestehen soll, immer dann in spezifischer Weise abweicht, wenn die Realität nicht selbst wieder ein Satz ist. Es ist die Unmöglichkeit , einen solchen spezifischen Unterschied zwischen einer wahren Aussage und der vermeintlich mit ihr übereinstimmenden Wirklichkeit ausfindig zu machen, welche die Theorie widerlegt.
- - -
Horwich I 45
Korrespondenztheorie/CartwrightVsMoore: Problem: dann gibt es auch eine Eigenschaft des Übereinstimmens (Korrespondenz) die die falsche Proposition nicht hat. Und das scheint unleugbar von der Welt abzuhängen! Von einer Tatsache. Tatsache: die Proposition ist wahr, wenn es eine Tatsache ist, dass es U Bahnen in Boston gibt, sonst falsch.
CartwrightVsMoore/CartwrightVsRussell: es ist genau dies, was die Theorie der Wahrheit als einfacher, unanalysierbarer Eigenschaft ignoriert.
Aber dessen waren sich die beiden bewusst. („Meinongs Theory“ , S 75).
Sie hielten daran fest wegen:
RussellVsKorrespondenztheorie, MooreVsKorrespondenztheorie.
I 46
Wahrheit/Moore: ( Baldwin Dictionary, früh)): manche glauben, sie bestehe in einer Relation einer Proposition zur Realität. („Korrespondenz“). MooreVsKorrespondenztheorie: setzt voraus, dass sich die Wahrheit von der Realität unterscheidet (um überhaupt eine Relation eingehen zu können). Aber eine solche Differenz ist überhaupt nicht zu finden!
Lösung/Moore:
Proposition/Moore/früh: These: ist nicht identisch mit dem Glauben, sondern das Glaubensobjekt. ((s) >Relationstheorie).
Wahrheit/Moore/früh: These: ist identisch mit der Realität. Sie unterscheidet sich nicht von ihr….+…

Hack I
I. Hacking
Einführung in die Philosophie der Naturwissenschaften Stuttgart 1996

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsRussell Donnellan Vs Kripke, Saul A.
 
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I 27
Namen/DonnellanVsRussell: logische Eigennamen ("dies") sind keine sinnvolle Konstruktion: nach der natürlichen Auffassung sind es gerade Eigennamen, die für einen Gegenstand stehen, ohne ihn zu beschreiben. DonnellanVsKripke: bei ihm sieht es so aus, als würde der Name irgendwie direkt für den sprachunabhängig gegebenen Gegenstand stehen,
I 27
Donnellan: aber Name ist nur ein Mittel, das auch durch ein anderes ersetzt werden könnte. (Donnellan. I 205) Kausalkette/Donnellan: die Kausalkette muss historisch richtig sein. Im Fall von negativen Existenzaussagen bricht sie ab bzw. ist blockiert.
Namen/BurgeVsKripke/BurgeVsDonnellan: nicht sing Term, sondern Prädikate (wie Russell).
Bsp "Es gibt einen Zeitpunkt t für den Sprecher S eine Referenzhandlung x auf einen Gegenstand y, sodass gilt: y ist ein Sokrates und y ist kahl".
Der Teilsatz "y ist ein Sokrates hat damit seinerseits eine Wahrheitsbedingung. Referenz ist nicht eliminiert. Zweifacher Bezug: zur Referenzhandlung und zur Namensgebung.
VsRussell Strawson Vs Leibniz, G.W.
 
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Hacking I 162
Monaden/StrawsonVsLeibniz: die Idee einer vollständigen Beschreibung ist überhaupt sinnlos! - - -
VII 116
StrawsonVsLeibniz/StrawsonVsRussell: beide nehmen an, dass die Konventionen, die für Existenz gelten, auch für Tatsachenaussagen gelten müssten.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981
VsRussell Prior Vs Lesniewski, St.
 
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I 43
Abstrakta/Prior: ontologische Verpflichtung/Quine: Quantifikation über nicht nominale Variablen nominalisiert diese und zwingt uns damit an entsprechende abstrakte Objekte zu glauben.
Hier ist ein mehr technisches Argument, das zunächst in Quines Richtung zu deuten scheint:
Eigenschaften/Abstraktionsoperator/Lambda Notation/Church/Prior: Logiker, die an die reale Existenz von Eigenschaften glauben, führen manchmal Namen für sie ein.
Abstraktionsoperator: soll Namen aus korrespondierenden Prädikaten bilden. Oder aus offenen Sätzen. (Sonderzeichen)
Lambda:λ gefolgt von einer Variable, gefolgt von dem fraglichen offenen Satz.
Bsp wenn φx als "x ist rot" gelesen wird,
I 44
dann ist die Eigenschaft der Röte:λxφx. Bsp wenn Aφxψx: "x ist rot oder x ist grün" (A: hier Adjunktion)
"Eigenschaft, rot oder grün zu sein": λxAφxψx.
Um zu sagen, dass eine solche Eigenschaft ein Objekt charakterisiert, setzen wir einfach den Namen der Eigenschaft vor den Namen des Objekts.
Lambda Kalkül/Prior: hat normalerweise eine Regel, die sagt, dass ein Objekt y die Eigenschaft der φ-heit hat, dann und nur dann, wenn y φt. d.h. wir können gleichsetzen:
(λyAφxψx)y = ∀φyψy. ((s) y/x: weil "von y gilt, etwas (x) ist ...")
Man könnte meinen, dass jemand, der nicht an die reale Existenz von Eigenschaften glaubt, eine solche Notation nicht braucht.
Aber vielleicht brauchen wir sie doch, wenn wir frei sein wollen für alle Arten von Quantifikation.
Bsp Allquantifikation höherer Ordnung:
a) C∏φCφy∑φyCAψyXy∑xAψxXx,
d.h. Wenn (1) für alle φ, wenn y φt, dann φt etwas
dann (2) wenn y entweder ψt oder Xt, dann
macht etwas entweder ψ oder X.
Das geht in Ordnung.
Problem: wenn wir das allgemeinere Prinzip formulieren wollen, von dem a) ein Spezialfall ist: zunächst:
b) C∏φΘφΘ()
Wobei wir in die Klammern das einsetzen wollen, das die Alternation eines Paars von Verben "ψ" und "X" symbolisiert.
AψX geht nicht, weil A nicht von zwei Verben gefolgt sein darf, sondern nur von zwei Sätzen.
Wir könnten ja ein neues Symbol A’ einführen, was das erlaubt:
(A’ φψ)x = Aψxψx
damit wird das ganze zu:
c) C∏φΘφΘA’ψX
Daraus erhalten wir durch Instantiation: von Θ
d) C∏φCφy∑xφxCA’ψXy∑xA’ψXx.
Und das liefert nach Lesniewskis Definition von "A" a).
Das ist auch Lesniewskis Lösung des Problems.
I 45
PriorVsLesniewski: dennoch ist das ein wenig ad hoc. Lamba Notation: gibt uns eine Prozedur, die verallgemeinerbar ist:
Denn c) gibt uns
e) C∏φΘφΘ(λzAψzXz)
was man zu
f) C∏φCφy∑xφx(λzAψzXz)y∑x(λzAψzXz)y
instantiieren kann. Davon führt uns λ-Konversion zu a) zurück.
Pointe: λ-Konversion führt uns nicht von e) nach a), weil in e) das λ-Abstraktum nicht an eine Individuenvariable angebunden ist.
Also sind von einigen Kontexten "Abstrakta" nicht eliminierbar.
- - -
I 161
Principia Mathematica/PM/Russell/Prior: Theorem 24.52 : das Universum ist nicht leer Die Universalklasse ist nicht leer, die Allklasse ist nicht leer.
Das fand Russell selbst problematisch.
LesniewskiVsRussell: (Einführung in PM): Verletzung der logischen Reinheit: dass angenommen wird, dass die Allklasse nicht leer ist.
Ontologie/Typentheorie/LesniewskiVsRussell: bei ihm ist die Ontologie mit einem leeren Universum kompatibel.
PriorVsLesniewski: seine Erklärung dafür ist aber rätselhaft:
Lesniewski: Typen auf der untersten Ebene stehen für Namen (wie bei Russell)
Aber bei ihm nicht nur für singuläre Namen, sondern gleichermaßen für allgemeine Namen und leere Namen!
Existenz/LesniewskiVsRussell: ist dann etwas, das signifikant mit einem ontologischen "Namen" als Subjekt prädiziert werden kann. Bsp "a existiert". ist dann immer ein wohlgeformter Ausdruck (Russell: sinnlos!) auch wenn nicht immer wahr.
Epsilon/LesniewskiVsRussell: verbindet bei ihm nicht nur Typen verschiedener Ebene, sondern auch gleicher Ebene! (gleiche logische Typen) Bsp "a ε a" ist bei Lesniewski wohlgeformt, bei Russell nicht.
I 162
Mengenlehre/Klassen/Lesniewski/Prior: was sollen wir daraus machen? Ich schlage vor, dass wir diese Ontologie im allgemeinen als Russellsche Mengenlehre verstehen, die nur keine Variablen für die niedrigsten logischen Typen hat. Namen: sogenannte "Namen" der Ontologie sind dann nicht individuelle Namen wie bei Russell, sondern Klassennamen.
Das löst das erste von unseren zwei Problemen: während es sinnlos ist, Individualnamen aufzuteilen, ist es dies nicht bei Klassennamen.
Wir teilen sie also ein in solche, die auf genau ein Individuum angewendet werden, auf mehrere, oder auf gar keins.
Ontologie/Lesniewski/Russell/Prior: dass es keine leere Klasse geben soll, harrt aber immer noch einer Erklärung.
Namen/Lesniewski/Prior: L.s Namen können also logisch komplex sein! d.h. wir können sie z.B. benutzen um ihre logische Summe oder ihr logisches Produkt zu bilden!
Und wir können einen Namen konstruieren, der logisch leer ist.
Bsp der zusammengesetzte Name "a und nicht-a".
Variablen/Russell: bei ihm sind Individuenvariablen dagegen logisch strukturlos.
Mengenlehre/Lesniewski/Prior: die Entwicklung einer Russellschen Mengelehre aber ohne Variablen der niedrigsten Ebene (Individuen) bringt Probleme, denn diese sind für Russell nicht einfach verzichtbar. Im, Gegenteil; für Russell sind die Klassen aus den Individuen konstruiert.
Damit hat er sozusagen eine primäre (für Individuen, Funktoren) und eine sekundäre Sprache (für Funktoren höherer Ordnung usw.)
Die Basissätze sind so etwas wie "x ε a".
I 163
Def logisches Produkt/Russell: z.B. der α’s und β’s: ist die Klasse der x, so dass x ist ein α und x ist ein β.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsRussell Frege Vs Meinong, A.
 
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III 107
FregeVsMeinong FregeVsRussell: es gibt durchaus widersprüchliche Begriffe, nur keine widersprüchlichen Gegenstände - die Logik kann nur die Begrenzung der Begriffe ermitteln, d.h. für jeden Gegenstand, ob er unter den Begriff fällt, oder nicht - ein widersprüchlicher Begriff wird gebraucht um zu beweisen, daß es keinen entsprechenden Gegenstand gibt.

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993
VsRussell Meixner Vs Meinong, A.
 
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I 62
rundes Quadrat/Kennzeichnung/Meinong/Meixner: der Meinongianer sagt ja nicht, dass das runde Quadrat existiert, er geht sogar noch weiter und sagt, es könne gar nicht existieren, er insistiert nur darauf, dass es eine Entität ist.
I 63
MeinongVsRussell: wenn die Kennzeichnung "der goldene Berg" ein unvollständiges Individual bezeichnet, dann doch wohl auch die folgende Kennzeichnung genauso: "der existierende goldene Berg".
MeixnerVsMeinong: wenig überzeugend. Allerdings:
"schwacher Sinn"/Existenz: wie bei Holmes kann man im schwachen Sinn sagen, "er hat die Eigenschaft F, zu existieren".
Aber das ist nicht der starke Sinn.
Possibilia/Meixner: individuenähnliche Entitäten, denen es zumindest im Prinzip möglich ist, zu existieren. ((s) Also nicht ein rundes Quadrat).
Frage: gibt es so etwas?
Das wäre genau die ee maximalkonsistenten Individuale und Individuen.
Die unmöglichen sind nicht ee maximalkonsistent.
maximalkonsistente Individuale: Bsp meixner, bush, (Mengen von Eigenschaften).
reine Posssibilia: bloß mögliche Individuen oder Individuale. Gibt es solche?
Sprache: hat interessanterweise für reine Possibilia keine Namen!
I 64
Dennoch gibt es gewisse ontologische Hinweise auf das Vorhandensein reiner Possibilia: Es steht fest, dass manche Individuen zwar aktual sind, aber dennoch hätten nicht aktual sein können (Bsp Menschen).
Meixner: These: die umgekehrte Annahme, dass manche zwar nicht aktual sind aber dennoch hätten aktual sein können, tritt natürlicherweise neben diese Tatsache.
Meixner: gewisse aktuale Individuen verweisen auf nichtaktuale: Eizellen und Samenzellen, aus denen nie eine Mensch hervorgeht. Soll man hier nun sagen, dass es bloss so scheine, als würde auf einen möglichen Menschen verweisen, und dass am anderen Ende der Verweisungsbeziehung (Referenz) nicht ist.
unverwirklichte Möglichkeiten/Meixner: gewisse Eigenschaften hat der bloß mögliche Mensch nicht, z. B. ein genaues Geburtsdatum, (d.h. er hat sie nicht in der WiWe, der wirklichen (aktualen) Welt, aber dennoch hat er die Negation dieser Eigenschaften.
unverwirklichte Möglichkeiten/Meixner: die Anlage für blaue Augen (der Ei und Samenzellen) lassen an positiver Bestimmtheit sogar nichts zu wünschen übrig!
Def maximalkonsistent/Meixner: von jeder Individueneigenschaft enthält das Individual entweder diese selbst oder seine Negation. ((s) > durchgängige Bestimmung/Kant).
reine Possibilia/Meixner: das gilt auf für bloß mögliche. Das Individual ist gewissermaßen nichts anderes als diese Menge von Eigenschaften (s.o.).

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsRussell Kripke Vs Mill, J. St.
 
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Kripke I 36
FregeVsMill/RussellVsMill: Irrtum: in Wirklichkeit sei ein Eigenname, der richtig verwendet wird, nur eine abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnung.
I 81
KripkeVsMill: gewöhnliche Eigennamen von Leuten sind nicht Zeichen, die keinen Sinn haben. Wir könnten sonst keinen Satz, in dem "Sokrates" vorkommt, verstehen, wenn wir nicht wissen, dass "Sokrates" bedeutet "das Individuum, dass "Sokrates" genannt wird".
I 145
Mill: "singuläre Namen": konnotativ: Kennzeichen. Nicht-konnotativ: Eigennamen.
I 145
Aber Mill: alle Namen für allgemeine Arten konnotativ. Bsp "menschliches Wesen" ist definiert als Konjunktion bestimmter Eigenschaften, die notwendige und hinreichende Bedingungen für das Menschsein angeben: Rationalität, Tierheit und bestimmte physische Eigenschaften. RussellVsMill: falsch bei allgemeinen Namen, richtig bei singulären Namen.
KripkeVsRussell: Mill: richtig bei singulären Namen, falsch bei allgemeinen Namen. Vielleicht drücken einige allgemeine Namen" ("törich", "fett", "gelb") Eigenschaften aus. Allgemeine Namen wie "Kuh" und " Tiger " tun das nicht, es sei denn, eine Kuh zu sein, zählte triviale Weise als Eigenschaft. (>Eigenschaften).
Kripke: allg. Namen wie "Katze" drücken keine Eigenschaft aus.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984
VsRussell Russell Vs Mill, J. St.
 
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Bertrand Russell
Kripke I 36
FregeVsMill/RussellVsMill: Irrtum: in Wirklichkeit sei ein Eigenname, der richtig verwendet wird, nur eine abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnung.
I 145
Mill: "singuläre Namen": konnotativ: Kennzeichen. Nicht-konnotativ: Eigennamen.
I 145
Aber Mill: alle Namen für allgemeine Arten konnotativ. Bsp "menschliches Wesen" ist definiert als Konjunktion bestimmter Eigenschaften, die notwendige und hinreichende Bedingungen für das Mensch sein angeben: Rationalität, Tierheit und bestimmte physische Eigenschaften. RussellVsMill: falsch bei allgemeinen Namen, richtig bei singulären Namen.
KripkeVsRussell: Mill: richtig bei singulären Namen, falsch bei allgemeinen Namen. Vielleicht drücken einige allgemeine Namen" ("törich", "fett", "gelb") Eigenschaften aus. Allgemeine Namen wie "Kuh" und " Tiger " tun das nicht, es sei denn, eine Kuh zu sein, zählte triviale Weise als Eigenschaft. (>Eigenschaften).
Kripke: allg. Namen wie "Katze" drücken keine Eigenschaft aus.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996
VsRussell Ayer Vs Moore, G.E.
 
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Horwich I 52
RussellVsPropositionenRussellVsRussell: (später, Logic and Knowledge, 1956, S 223): ich dachte früher, es gäbe welche. Aber das wären nur schattenhafte zusätzliche Dinge zu Tatsachen. CartwrightVsRussell: wir wissen immer noch nicht, was der Einwand gegen sie ist!“
I 53
Tatsache/AyerVsMoore: drückt sich unklar aus, wenn er sagt, „die Tatsache besteht nicht“ . Richtig muss es heißen. „Es gibt keine Tatsache“. ( „es gibt“ /existieren/“bestehen“). (Ayer, Russell and Moore, S 210). CartwrightVsMoore: es bleibt immer noch ein schlechtes Argument: man kann nicht schließen, dass, weil ein falscher Glaube keine Tatsache als Objekt hat, es deswegen überhaupt kein Objekt hat.
Was Moore meinte wird eher deutlich in „Some Main Problems..“: die Proposition „dass Löwen existieren“ ist auf jeden Fall im Universum, wenn jemand das glaubt, egal ob es wahr oder falsch ist. Denn die Ausdrücke „dass Löwen existieren“ und „die Existenz von Löwen“ sind Namen für das, was geglaubt wird. (S.260).
Cartwright: das sieht zunächst wie ein Fehler aus, ist aber keiner: denn er scheint (mit Russell) angenommen zu haben, dass das, was geglaubt wird mit einem Zeitwort („verbal noun“) benannt werden kann.
I 54
Dann scheinen wir eine Demonstration zu haben, dass es kein solches Ding gibt wie die Proposition Bsp dass es keine U Bahnen in Boston gibt. Denn wenn es das gäbe, müsste es auch so ein Ding wie die Nichtexistenz von U Bahnen in Boston geben. Und das kann es nicht geben, weil es U Bahnen in Boston gibt. Cartwright: worauf gründet sich dieses Argument, die Annahme, dass das was geglaubt wird, durch ein Zeitwort (verbal noun) bezeichnet werden kann?
CartwrightVsMoore: das Argument ist nicht sehr überzeugend: Vielleicht ist ja der Satz Bsp „Brown glaubt, dass Gott existiert“ synonym mit „Brown glaubt an die Existenz Gottes“. Aber daraus folgt nicht, dass das, was Brown glaubt, die Existenz Gottes ist. Und das ist kein deutscher Satz. ((s) Der „Gegenstand“ (Glaubensobjekt) ist einmal ein dass Satz, das andere Mal die Existenz). (FN 19).
Der Grund dafür liegt in Russells Zugang zu Propositionen:
(8) Brown ist größer als Smith
I 56
Tatsache/Proposition/CartwrightVsMoore/CartwrightVsRussell: Problem: jetzt wird es genauso schwer zu sehen, wie eine Proposition etwas anderes sein kann als wahr! (FN 23). Wenn in (8) Brown so mit Smith verknüpft ist, wie oben gesagt, wie kann Brown dann etwas anderes sein als größer als Smith? Russell: Bsp die Proposition „A unterscheidet sich von B“. Die Komponenten scheinen nur A, Differenz und B zu sein. Dennoch konstituieren diese nicht die Proposition, wenn sie so nebeneinander stehen. Die Proposition verbindet die Teile noch mehr als eine bloße Liste. (FN 24).
Cartwright: dennoch, wenn die Proposition die Teile so verbindet, dann kann sie nicht falsch sein!
Cartwright: wenn eine Proposition wie (8) existiert, dann ist Brown größer als Smith.
Russell: auch in „Principles“ war er sich bewusst, dass hier eine Schwierigkeit ist, aber als Lösung konnte er bloß vorschlagen:
Russell: wenn eine Proposition wahr ist, hat sie eine weitere Qualität, jenseits dessen, was sie mit anderen Propositionen teilt. (S.49).
Cartwright: diese zusätzliche Qualität solle natürlich die einfache, unanalysierbare Wahrheit sein. Aber diese Anrufung kommt zu spät! Entweder sind die Komponenten richtig verbunden, dann ist die Proposition unweigerlich wahr, oder sie sind es nicht, dann haben wir gar keine Proposition.
A.J.Ayer
I A.J. Ayer Wahrheit, aus G. Skirbekk (Hrsg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt/M 1996
II Hügli/Lübke (Hrsg.) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsRussell Cartwright Vs Moore, G.E.
 
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Horwich I 45
Korrespondenztheorie/CartwrightVsMoore: Problem: dann gibt es auch eine Eigenschaft des Übereinstimmens (Korrespondenz) die die falsche Proposition nicht hat. Und das scheint unleugbar von der Welt abzuhängen! Von einer Tatsache. Tatsache: die Proposition ist wahr, wenn es eine Tatsache ist, dass es U Bahnen in Boston gibt, sonst falsch.
CartwrightVsMoore/CartwrightVsRussell: es ist genau dies, was die Theorie der Wahrheit als einfacher, unanalysierbarer Eigenschaft ignoriert.
Aber dessen waren sich die beiden bewusst. („Meinongs Theory“ , S 75).
Sie hielten daran fest wegen:
RussellVsKorrespondenztheorie, MooreVsKorrespondenztheorie.
I 47
Tatsache/wahre Proposition/Moore/Cartwright: (Moore: Some Main P, 262f): scheint seine frühere Theorie dort selbst falsch dargestellt zu haben: Tatsache/MooreVsMoore: (spät): besteht doch nicht darin, dass eine Proposition eine einfache Eigenschaft hat, wobei die Proposition dieselbe bleibt, egal ob sie wahr oder falsch ist. Selbst wenn wir die Existenz von Propositionen zugestehen. Die Relation der Proposition zur Tatsache besteht nicht einfach darin, dass die Proposition eine Komponente (constituent) der Tatsache ist, eins der Elemente aus denen sie zusammengesetzt ist.
Moore/Cartwright: sonst müsste man sagen, dass Bsp die Tatsache, dass Löwen existieren, eine Tatsache über die Proposition, dass Löwen existieren wäre. Aber wie weit ist das relevant für Moores frühere Theorie? Denn darum ging es dort gar nicht, sondern vielmehr darum, dass die Tatsache, dass Löwen existieren einfach die Proposition ist. (Moore, früh: Tatsache = wahre Proposition, nicht Teil von ihr).Die einfache Eigenschaft (Wahrheit) wird von der Proposition selbst besessen.
I 48
Jeder der glaubt, dass die Proposition, dass Löwen existieren, wahr ist, glaubt die entsprechende Proposition. Die Tatsache hier besteht darin, dass die Proposition wahr ist. Tatsache/Moore: (früh): besteht darin, dass die Proposition die einfache Eigenschaft der Wahrheit besitzt.
Tatsache/Moore/spät: (Some Main P, falsche Darstellung seiner früheren Theorie): besteht nun im Besitz der Wahrheit (einfache Eigenschaft) durch die Proposition.
Pointe: dann besteht die Identität Tatsache = wahre Proposition nicht: denn die Identität besteht nicht darin, dass sie selbst eine Eigenschaft besitzt. (DF A besteht nicht darin, dass A die Eigenschaft F hat, > Bestehen in, Bestehen aus, Identität).
Moore/Cartwright: zur Zeit von “Some Main..” war er zu der Ansicht gelangt, dass die Relationstheorie des Glaubens (Annahme von Glaubensobjekten) unvereinbar ist mit der Identifikation von Tatsachen mit wahren Propositionen. Nun wurde eine Relation statt der Identität gesucht und seine Lösung war die Relation des „Bestehens in“:
Def Tatsache/Moore: (Some Main Problems): besteht im Besitz der Wahrheit durch eine Proposition. (immer noch einfache Eigenschaft).
CartwrightVsMoore: dieser sah selbst, dass das nicht sehr erfolgreich war: es gibt Tatsachen, die nicht darin bestehen, dass eine Proposition eine bestimmte einfache Eigenschaft hat.
CartwrightVsMoore: schlimmer noch: wenn Tatsachen und Propositionen erst unterschieden sind, dann braucht man gar keine einfache Eigenschaft (Wahrheit) mehr. Statt dessen haben wir ja jetzt Tatsachen als Korrespondierendes! Gerade die Unfähigkeit, Propositionen und Tatsachen zu unterscheiden, hatte Moore und Russell ja zu der These von Wahrheit als einfacher unanalysierbarer Eigenschaft geführt!
Tatsache/Proposition/Moore/Cartwright: was hatte nun Moore dazu gebracht neuerdings zu glauben, dass Propositionen und Tatsachen nicht identifiziert werden können?
I 49
Bsp Angenommen, Brown glaubt, dass es U Bahnen in Boston gibt. Moore/Russell/früh: dann gibt es eine entsprechende Proposition, die Brown glaubt.
Problem: selbst wenn der Glauben falsch gewesen wäre, hätte Brown ein Glaubensobjekt
gebraucht. Denn was jemand glaubt, kann nicht von seiner Wahrheit abhängen!
Also ist die geglaubte Proposition auf jeden Fall im Universum. Falls aber die Proposition falsch ist, gibt es keine entsprechende Tatsache im Universum. Also können Propositionen nicht mit Tatsachen identisch sein.
Ayer: das ist ein zwingendes Argument.
Cartwright: für mich widerlegt es aber nicht die frühe Theorie!
Russell/Moore/früh/Cartwright: sicher, wenn etwas wahr ist von einer Proposition, und es nicht wahr von der entsprechenden Tatsache, dann sind Proposition und Tatsache nicht identisch. Aber ist dieser Fall hier gegeben? Die Proposition wäre nach der frühen Theorie sowieso im Universum, selbst wenn sie falsch wäre.
Frage: hat Moore recht damit, dass dasselbe nicht von der Tatsache gilt?
CartwrightVsMoore: es ist nicht einleuchtend, dass wenn der Glaube, Bsp dass es U Bahnen in Boston gibt, falsch wäre, dass es dann notwendig wäre, dass etwas, das tatsächlich im Universum ist, (nämlich dass es U Bahnen in Boston gibt) dann im Universum fehlen müsste. Sicher wäre es keine Tatsache, aber das heißt nicht, dass eine Entität fehlen müsste, wenn der Glaube falsch gewesen wäre.
I 50
Analogie: Bsp es gibt jemand im Universum der korrekt beschrieben werden kann als der Autor von Word and Object ( nämlich Quine). Nun hätte es leicht sein können, dass Quine das Buch nicht geschrieben hätte. Das würde aber nicht verlangen, dass Quine (= Autor von W+O) nicht im Universum existiert! Bsp es hätte auch jemand anderes das Buch schreiben können. Außerdem hätten alle Personen, die tatsächlich im Universum sind, nicht im Universum sein müssen. Moore/früh/Cartwright: nach Moores früher Theorie hätte man annehmen können, dass analog dazu auch etwas im Universum sein könnte, das „korrekt beschrieben wird“ als dass es U Bahnen in Boston gibt, was aber, in dem Fall wo es keine U Bahnen in Boston gäbe, keine Tatsache wäreDas ist falsch wegen der falschen Analogie zwischen Personen und abstrakten Glaubensobjekten).
CartwrightVsMoore: (früh): ein Vertreter der frühen Theorie hätte folgende zwei Sätze dieselbe wahre Proposition ausdrücken lassen:
(3) Die Tatsache, dass es U Bahnen in Boston gibt, hätte nicht die Tatsache sein müssen, dass es U Bahnen in Boston gibt.
und
(4) Der Autor von Word and Object hätte nicht der Autor von Word and Object sein müssen.
CartwrightVsMoore: (früh): hätte damit angenommen, dass „die Tatsache dass“, ein starrer Designator gewesen wäre.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsRussell Lewis Vs Possibilia
 
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Schwarz I 87
Possibilia/MöWe/mögliche Welten/possibilistischer Strukturalismus/Lewis/Schwarz: (1991,1993d) hier ging Lewis davon aus, These: dass es deutlich weniger Bewohner von MöWe (Possibilia) gibt als Mengen. ML: für sie mussten also zusätzliche Entitäten neben den Possibilia angenommen werden. Diese zusätzlichen Entitäten sollten dann gerade die Mengen (und Klassen), wie die 5. Bedingung (s.o.) verlangt.
Lewis später: akzeptiert, dass es mindestens so viele Possibilia wie Mengen (s.o. Abschnitt 3.2). Dann könnte man auf die zusätzlichen mathematischen Entitäten verzichten (Lewis pro). Dann streichen wir die 5. Bedingung. Dann müssen „viele“ Bewohner von MöWe Mengen sein.
Schw I 88
Denn Lewis setzt voraus, dass es mehr Mengen als Individuen gibt. Denn wenn es „viele“ Individuen gibt, dann auch „viele“ individuelle Atome, Atome von Individuen. Es gibt aber mehr Summen individueller Atome als individuelle Atome. Dann gibt es auch mehr Individuen als Atome überhaupt und dann nach Bedingung (1) und (3) auch mehr Einermengen als Atome, im Widerspruch zu (2). Possibilia/Lewis/Schwarz: wenn sie keine Kardinalität haben, können nicht alle Possibilia Individuen sein.
Def possibilistischer Strukturalismus/Lewis/Schwarz: mathematische Aussagen handeln ohnehin nicht nur von mathematischen Entitäten, sondern teilweise auch von Possibilia. Warum dann nicht nur von diesen?
Pro: er kommt nicht nur ganz ohne primitives mathematisches Vokabular, sondern auch ohne primitive mathematische Ontologie aus. Damit erledigen sich Fragen nach deren Herkunft und unserem epistemischen Zugang. Handeln mathematische Aussagen von Possibilia, ergibt sich ihr
modaler Status aus der Logik unbeschränkter Modalität: Für unbeschränkt
modale Aussagen fallen Wahrheit, Möglichkeit und Notwendigkeit zusammen
(s.o. Abschnitt 3.6).
Lewis: kann aber die mathematische Entitäten nicht einfach streichen. (LewisVsField): Problem: gemischte Summen. Bsp wenn einige Atome in Cäsars Gehirn als Einermengen und andere als Individuen eingestuft werden, dann ist Cäsar eine gemischte Summe.
Gemischte Summe/Mereologie/Lewis: ist aber selbst weder Individuum noch Klasse.
Klasse: Summe von Einermengen.
Schw I 89
gemischte Summen: sind in Lewis’ Originalsystem auch keine Elemente von Mengen. Schwarz: das ist mengentheoretisch unmotiviert: nach der iterativen Auffassung hat absolut alles eine Einermenge. Lewis ignoriert gemischte Summen sowieso meist.
Problem: nicht unter jeder Einermengenbeziehung gibt es eine Einermenge von Cäsar.
Lösung: a) auch gemischten Summe eine Einermenge zugestehe. Vs: es gibt mehr gemischte Summen als Einermengen, das funktioniert also nicht.
b) Forderung: dass alle „kleinen“ gemischten Summen eine Einermenge haben.
c) eleganter: gemischte Summe dadurch erledigen, dass man Individuen verbietet. Wenn man Klassen mit gewöhnlichen Possibilia identifiziert, könnte man jedes Atom als Einermenge behandeln. Bsp Cäsar ist dann immer eine Klasse, seine Einermenge Gegenstand der reinen Mengenlehre.
LewisVs: das funktioniert in seiner ML (anders als bei ZFC) nicht. Denn wir brauchen mindestens ein Individuum als leere Menge.
Einermenge/Lewis/Schwarz: da ein einziges individuelles Atom dazu aber ausreicht, könnte man an Stelle von (1) (3) Einermengenbeziehungen auch als beliebige eineindeutige Abbildungen von kleinen Dingen in alle Atome außer einem bestimmen. Dieses eine Atom ist dann die leere Menge relativ zur jeweiligen Einermengen Beziehung. (> QuineVsRussell: mehrere leere Mengen, dort je nach Typ).
Lösung/Daniel Nolan: (2001, Kaß 7, 2004): VsLewis, VsZermelo: leere Menge als echter Teil von Einermengen:
Def „Esingleton“ von A /Nolan: {A} besteht aus 0 und einem Ding {A} – 0 . (Terminologie: „Singleton“: einzige Karte einer Farbe).
Esingleton/Nolan: für sie gelten ähnliche Annahmen wie bei Lewis für Einermengen.
Gemischte Summe/Nolan: dieses Problem wird zu dem von Summen aus 0 und Atomen, die keine Esingletons sind. Diese sind bei Nolan nie Elemente von Mengen.
Gegenstand/Nolan: (2004.§4):nur gewisse „große“ Dinge kommen als 0 in Frage. Also werden alle „kleinen“ Dinge als Elemente von Klassen erlaubt.
Individuum/Nolan: viele „kleine“ Dinge sind bei ihm unter allen Esingleton Beziehungen Individuen.
Leere Menge/Schwarz: alle diese Ansätze sind nicht makellos. Die Behandlung der leeren Menge ist immer etwas künstlich.
Schw I 90
leere Menge/Lewis/Schwarz: Menge aller Individuen (s.o.): Das hat einen guten Grund! ((s) Also gibt es keine Individuen und die leere Menge wird gebraucht, um das auszudrücken.). Teilmenge/Lewis/Schwarz: ist dann disjunktiv definiert: einmal für Klassen und einmal für die leere Menge.
possibilistischer Strukturalismus/Schwarz: ist elegant. Vs: er verhindert mengentheoretische Konstruktionen von MöWe (etwa als Satzmengen).
Wenn man Wahrheiten über Mengen auf solche über Possibilia reduziert, kann man Possibilia nicht mehr auf Mengen reduzieren.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsRussell Wittgenstein Vs Principia Mathematica
 
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II 338
Identität/Relation/Notation/WittgensteinVsRussell: Russells Schreibweise löst Verwirrung aus, weil sie den Eindruck erweckt, die Identität sei eine Beziehungen zwischen zwei Dingen. Diese Verwendung des Gleichheitszeichens müssen wir von seiner Verwendung in der Arithmetik unterscheiden, wo wir es als Teil einer Ersetzungsregel auffassen können. WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise erweckt fälschlich den Eindruck, es gebe einen Satz wie x = y oder x = x. Man kann das Identitätszeichen aber abschaffen.
II 352
Def Zahl/Russell/Wittgenstein: Russells Definition der Zahl als Eigenschaft einer Klasse ist keineswegs unnötig, denn es nennt ein Verfahren, wie man herausbekommen kann, ob eine Menge von Gegenständen dieselbe Anzahl hatte wie das Paradigma. Nun hat Russell allerdings gesagt, dass sie dem Paradigma zugeordnet sind, nicht, dass sie sich zuordnen lassen.
II 353
Die Feststellung, dass zwei Klassen einander zugeordnet sind, bedeutet, dass es Sinn hat, dies zu behaupten. WittgensteinVsRussell: aber woher weiß man, dass sie einander zugeordnet sind? Dies kann man gar nicht wissen und demnach auch nicht, ob ihnen dieselbe Anzahl zukommt, es sei denn, man führt die Zuordnung durch, das heißt, man schreibt sie hin.
II 402
Bekanntschaft/Beschreibung/WittgensteinVsRussell: irreführende Behauptung, dass wir zwar keine direkte Bekanntschaft mit einer unendlichen Reihe haben, wohl aber Kenntnis durch Beschreibung.
II 415
Zahl/Definition/WittgensteinVsRussell: die Definition der Zahl als Prädikat eines Prädikats: es gibt alle möglichen Prädikate, und zwei ist kein Attribut eines physischen Komplexes, sondern eines Prädikats. Was Russell über die Zahl gesagt hat, ist unzulänglich, weil in Principia keine Kriterien der Identität genannt werden und weil die Schreibweise der Allgemeinheit verwirrend ist.
Das "x" in "(Ex)fx" steht für ein Ding, ein Substrat.
Zahl/Russell/Wittgenstein: hat behauptet, 3 sei die Eigenschaft, die allen Triaden gemeinsam ist.
WittgensteinVsRussell: was ist mit der Behauptung gemeint, die Zahl sei eine Eigenschaft einer Klasse?
II 416
Es hat keinen Sinn zu sagen, ABC sei drei; dies ist eine Tautologie und besagt gar nichts, wenn die Klasse extensional gegeben ist. Dagegen hat es Sinn zu behaupten, dass sich in diesem Zimmer drei Personen befinden. Def Zahl/WittgensteinVsRussell: die Zahl ist ein Attribut einer Funktion, die eine Klasse definiert, nicht eine Eigenschaft der Extension.
WittgensteinVsRussell: er war darauf aus, neben der Liste noch eine weitere "Entität" zu erhalten, also lieferte er eine Funktion, die die Identität verwendet, um diese Entität zu definieren.
II 418
Def Zahl/WittgensteinVsRussell: eine Schwierigkeit in Russells Definition liegt im Begriff der eineindeutigen Zuordnung. Gleichheitszeichen/Russell/Wittgenstein: in Principia Mathematica gibt es zwei Bedeutungen der Identität. 1. durch Definition wie 1 + 1 = 2 Df. ("Primäre Gleichungen")
2. die Formel "a = a" verwendet das = in spezieller Weise, denn man würde ja nicht sagen, dass a durch a ersetzt werden kann.
Die Verwendung von "=" ist auf Fälle beschränkt, in denen eine gebundene Variable vorkommt.
WittgensteinVsRussell : anstelle von (Ex):fx . (y).fy > (x=y) schreibe man (Ex)fx:~(Ex,y).fx.fy, (sic) was besagt, dass es keine zwei Dinge gibt, sondern nur eins.
- - -
IV 47/48
Man kann also nicht Gegenstände eines formalen Begriffs und den formalen Begriff selbst als Grundbegriffe einführen. WittgensteinVsRussell: man kann nicht den Begriff der Funktion und spezielle Funktionen als Grundbegriffe einführen, oder Bsp den Begriff der Zahl und bestimmte Zahlen.
IV 73
WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.452 in Principia Mathematica (PM) kommen Definitionen und Grundgesetze in Worten vor! Warum hier plötzlich Worte. Es fehlt eine Rechtfertigung und es ist auch unerlaubt.
Logik/Tractatus: 5.453 Alle Zahlen der Logik müssen sich rechtfertigen lassen. Oder vielmehr: es muss sich herausstellen, dass es in der Logik keine Zahlen gibt.
5.454 In der Logik gibt es kein Nebeneinander und es kann keine Klassifikation geben. Es kann hier nichts Allgemeineres und Spezielleres geben.
5.4541 Die Lösungen der logischen Probleme müssen einfach sein, denn sie setzen den Standard der Einfachheit.
Die Menschen haben immer geahnt, dass es ein Gebiet von Fragen geben müsse, deren Antworten - a priori - symmetrisch, und zu
IV 74
einem abgeschlossenen, regelmäßigen Gebilde vereint liegen. Ein Gebiet, in dem gilt: simplex sigillum veri. ((s) Die Einfachheit ist das Zeichen (Siegel) der Wahrheit).
Urzeichen/Tractatus: 5.46 die eigentlichen Urzeichen sind nicht "pvq" oder "(Ex).fx" usw. sondern die allgemeinste Form ihrer Kombinationen.
IV 84
Unendlichkeitsaxiom/Russell/Wittgenstein/Tractatus: 5.534 würde sich in der Sprache dadurch ausdrücken, dass es unendlich viele Namen mit verschiedener Bedeutung gäbe.
Scheinsätze/Tractatus: 5.5351 es gibt gewisse Fälle, wo man in Versuchung gerät, Ausdrücke der Form
"a = a" oder "p > p" zu benutzen: das geschieht, wenn man von Urbild,. Satz, oder Ding reden möchte.
WittgensteinVsRussell: (Principia Mathematica, PM) Unsinn, "p ist ein Satz" in Symbolen durch "p > p"
wiederzugeben und als Hypothese vor gewisse Sätze zu stellen, damit deren Argumentstellen nur von Sätzen besetzt werden könnten.
Das ist deshalb schon Unsinn, weil es für einen Nicht Satz als Argument nicht falsch, sondern unsinnig wird.
5.5352 Identität/WittgensteinVsRussell: ebenso, wollte man "es gibt keine Dinge" ausdrücken durch "~(Ex).x = x" Aber selbst wenn dies ein Satz wäre, wäre er nicht auch wahr, wenn es zwar
IV 85
"Dinge gäbe, aber diese nicht mit sich selbst identisch wären?
IV 85/86
Urteil/Sinn/Tractatus: 5.5422 die richtige Erklärung des Satzes "A urteilt p" muss zeigen, dass es unmöglich ist, einen Unsinn zu urteilen. (WittgensteinVsRussell: seine Theorie schließt das nicht aus).
IV 87
Relationen/WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.553 dieser sagte, es gäbe einfache Relationen zwischen verschiedenen Anzahlen von Einzeldingen (ED, individuals). Aber zwischen welchen Anzahlen? Wie soll sich das entscheiden? Durch die Erfahrung? Es gibt keine ausgezeichnete Zahl.
IV 98
Typentheorie/Satz vom Widerspruch/WittgensteinVsRussell/Tractatus: 6.123 es gibt nicht für jede "Type" ein eigenes Gesetz des Widerspruchs, sondern eines genügt, da es auf sich selbst nicht angewendet wird.
IV 99
Reduzibilitätsaxiom/WittgensteinVsRussell/Tractatus: (61232) kein logischer Satz, wenn wahr, dann doch nur zufällig wahr. 6.1233 Es lässt sich eine mögliche Welt denken, in der es nicht gilt. Damit hat die Logik aber nichts zu tun. (Es ist eine Beschaffenheit der Welt).

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsRussell Burge Vs Quine, W.V.O.
 
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Wol I 260
Namen/Taufe/Burge: These: (wie Kripke): ein Name trifft zu, wenn der Gegenstand den Namen in geeigneter Weise erhalten hat. Der Name geht selbst in die Bedingungen seiner Anwendbarkeit ein. Darin unterscheiden sich Namen von vielen Prädikaten. Bsp das Prädikat "ist ein Hund": ein Gegenstand könnte auch dann ein Hund sein, wenn das Wort "Hund" niemals als ein Symbol verwendet wurde.
Aber ein Gegenstand könnte nicht ein Jones sein, wenn nicht jemand "Jones" als eine Namen verwendete.
Bsp
(2) Jones ist notwendigerweise ein Jones
(3) Diese Entität namens "Jones" ist notwendigerweise eine Entität namens "Jones"
beide erweisen sich als falsch! Namen verhalten sich wie gewöhnliche Prädikate: sie treffen nicht notwendigerweise auf Gegenstände zu.
I 261
BurgeVsQuine/BurgeVsRussell: wir vermeiden die Künstlichkeit indem wir nicht annehmen, daß Namen irgenwelche Prädikate abkürzen noch künstliche Prädikate herstellen. Unsere Theorie scheint auch dem Vorwurf zu begegnen, daß Eigennamen keine Information über den Gegenstand vermitteln und keine Eigenschaften zuschreiben.
Burge: man vermittelt immerhin die Information, daß Bsp jemand Aristoteles heißt.

Burge I
T. Burge
Origins of Objectivity Oxford 2010
VsRussell Kripke Vs Quine, W.V.O.
 
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EMD II 368
verzweigte Typentheorie/vTT/QuineVsRussell/Kripke: ist für Propositionen gedacht. QuineVsRussell: bringt keine signifikante ontologische Verbesserung gegenüber normaler Mengenlehre.
KripkeVsQuine: unsere Möglichkeit, die substitutionale Quantifikation auf höheren Stufen anzuwenden (in starker Ähnlichkeit zur vTT) zeigt, daß sie nicht irrelevant für semantische Paradoxien ist. Gerade das Versäumnis der Verzweigung gab Probleme für die pseudo substitutionale Sprache.
II 411
KripkeVsQuine: benutzt Kriterien für Reduktion und andere um von ihm bevorzugte Dinge aufzuwerten und diskutiert nicht, warum er diese Kriterien gebraucht.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989
VsRussell Wittgenstein Vs Ramsey, F. P.
 
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II 332
Russell/Ramsey/Wittgenstein: die beiden glaubten, man könne in irgend einem Sinne die Logik auf die mögliche Existenz bestimmter Entitäten vorbereiten, man könne ein System konstruieren, um die Resultate der Analyse willkommen zu heißen. WittgensteinVsRussell/WittgensteinVsRamsey: die Konstruktion einer Relation hängt nicht davon ab, dass man ein Phänomen findet. Die Entdeckung eines Wort Spiels ist etwas anderes als die Entdeckung einer Tatsache.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsRussell Read Vs Reduktionismus
 
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Read III 31
VsReduktionismus: müsste die Wahrheit einer negativen Aussage wie »Ruby hat Kennedy nicht getötet« als Ergebnis der Wahrheit einer anderen Aussage erklären, die mit »Ruby tötete Kennedy« unvereinbar wäre. RussellVsVs: wendete gegen solche Argumentation ein, dass ein Regress droht: »B ist unvereinbar mit A« ist selbst eine negative Aussage. Um ihre Wahrheit zu erklären, bräuchten wir eine dritte Aussage C, die unvereinbar wäre mit »C ist vereinbar mit A« usw. - ReadVsRussell: das ist ein seltsamer Einwand, denn er würde auch gegen jede Konjunktion gelten. Und dann dürfen Wahrheitsbedingungen für konjunktive und disjunktiv Aussagen nicht konjunktiv bzw. disjunktiv sein.
III 132
VsReduktionismus: seine Mängel können an zwei Spielarten betrachtet werden: 1. Mengentheoretische Kombinationen, Raum-Zeit-Punkte, Atome oder dergleichen. Problem: die Beschränkung, die es auferlegt. Es bedeutet, dass die grundlegenden Bestandteile aller Welten dieselben sind, und das gerät mit unserer Intuition in Konflikt, dass nämlich die Welt im mindesten Fall geringfügig andere, wenn nicht sogar tatsächlich gänzlich andere Bestandteile hätte haben können.(Wittgenstein hat das allerdings bestritten, für ihn waren die Gegenstände allen Welten gemeinsam.) 2. eine Parallele zu einem ähnlichen Problemen im Reduktionismus hinsichtlich Zahlen: Bsp die so genannten
Def Neumann-Zahlen: haben einen strukturellen Isomorphismus zur Menge natürlicher Zahlen. Wir verstehen jede Zahl als die Menge, die aus allen ihren Vorgängern besteht.
Philosophisch sind die Neumann-Zahlen unannehmbar.

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsRussell Quine Vs Rorty, R.
 
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Willard V. O. Quine
Davidson I 21
QuineVsRussell: Nicht nur Problem mit Eigennamen, sondern ganz allgemein. Falls der Geist nur denken kann, wenn er eine eindeutige Beziehung zu dem Gegenstand herstellt, dann ist Denken unmöglich! Quine: wir sind außerstande, "die" Beziehung herauszugreifen, die für die Erkenntnis der Identität eines Gegenstands konstitutiv ist. Grund: jede Eigenschaft kann als relevant angesehen werden.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsRussell Austin Vs Russell, B.
 
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I 226
Russell: Wahrheit in erster Linie eine Eigenschaft von Glauben.(Frühwerk). AustinVsRussell: dann ist Glaube im wesentlichen ein Abbild. Es kann nicht wahr, aber beispielsweise genau sein.
John L. Austin
I Austin Wahrheit in: Wahrheitstheorien Hrsg. Skirbekk, Frankfurt/M 1996
II Jörgen Husted "Austin" aus :Hügli (Hrsg) Philosophie im 20. Jahrhhundert, Reinbek 1993
III Austin: "Ein Plädoyer für Entschuldigungen" aus: Linguistik und Philosophie (Grewendorf/Meggle(Hg)) Frankfurt (Athenäum) 1974/1995
VsRussell Carnap Vs Russell, B.
 
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VI 164
Def Sehdinge/Russell: Klassen ihrer möglichen Aspekte. CarnapVsRussell: das ist möglich, aber wir beginnen unsere Konstitution viel weiter unten!
Für die "nichtgesehenen Aspekte" ist das schwierig, daher konstituieren wir die ganze Sehwelt auf einmal, nicht irgendwelche "Erlebnisse für nichtgesehene Dinge".
VI 247
CarnapVsRussell: realistische Auffassung, die sich dadurch kundtut, daß er Fragen aufwirft, ob ein Gegenstand auch dann noch existiert, wenn er nicht beobachtet wird. Ding an sich/Schlick: wirkliche, nicht gegebene Gegenstände.
Carnap: damit gehören sie zu den erkennbaren Gegenständen!
- - -
Wittgenstein I 202 ff
Qualität/Erlebnis/Carnap/Hintikka: die Basis von Carnaps "Aufbau" ist eine Reihe von momentanen Gesamterlebnissen, aus denen Qualitäten gebildet werden.
I 203
Aber nicht einmal Qualitäten gleichen den Sinnesdaten, der Russellschen Konzeption. CarnapVsRussell. CarnapVsSinnesdaten/Carnap: individuelles Erlebnis muss hinzukommen.
Carnap: "Wollen wir die beiden gleichartigen Bestandteile der beiden Elementarerlebnisse unterscheiden, so müssen wir sie nicht nur ihrer Qualität nach bezeichnen, sondern die Angabe des Elementarerlebnisses, zu dem sie gehören, hinzufügen.
Erst ein so bezeichneter Bestandteil ist im eigentlichen Sinn ein individueller, wir wollen ihn im Unterschied zum nur der Qualität nach bestimmten Bestandteil, wie er in der Qualitätsklasse repräsentiert wird, "Empfindung" nennen."
Diese "Empfindungen" ähneln demnach den Gegenständen Wittgensteins. Doch nach Carnap sind sie ephemer, subjektiv und zeitgebunden,
während die Tractatus-Gegenstände die nichtzeitliche "objektive" Substanz der Welt bilden.
Dementsprechend Carnap: "Die Empfindungen gehören zum Bereich der Psychologie, die Qualitäten zur Phänomenologie oder Gegenstandstheorie."
Phänomenologie/Carnap/Hintikka: bei Carnap auf eine holistische Analyse der Erfahrung beschränkt.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsRussell Davidson Vs Russell, B.
 
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I 24
Ontologie/Wissen: DavidsonVsRussell: daraus, daß das denkende Subjekt weiß, was es denkt, folgt nicht, dass es mit dem Gegenstand bekannt sein muß, oder auch nur irgendetwas darüber weiß! Es folgt noch nicht einmal, daß es überhaupt etwas über irgendeinen Gegenstand weiß!

D I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

D III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

D IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990
VsRussell Dewey Vs Russell, B.
 
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I 47
DeweyVsSinnesdatentheorie: Subjektivismus. Die Dinge verschwinden und werden durch Qualitäten in den Sinnen ersetzt. DeweyVsRussell.

Dew II
J. Dewey
Essays in Experimental Logic Minneola 2004
VsRussell Field Vs Russell, B.
 
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II 19
Kennzeichnung/Referenz/FieldVsRussell: Vsklassische Theorie: behauptet, dass man nur auf etwas referieren kann, was aus „logischen Grundbegriffen definierbar“ ist. (from „logically proper“ primitives). Problem: das erfordert, dass es gewisse Sätze gibt, Bsp „Wenn Cicero existierte, dann denunzierte Cicero Catilina“. ((s) Notwendige biographische Eigenschaften statt kontingenter.
Lösung/Namen/Kripke/Field: Kausaltheorie der Denotation. Kausales Netzwerk zwischen Bsp Cicero ((s) ohne AZ, die Person, nicht der Name) und den Benutzern. Oder zwischen Bsp Myon und den Sprechern. (>Kausalkette).
II 20
Problem: (4) Kein gebräuchlicher englischer Name denotiert etwas, das nicht existiert
(s) hier bloß als Beispiel angenommen) würde zu
(4’) Für jeden Namen N der jetzt im Gebrauch ist, N ist „France“, dann existiert Frankreich, und ... und N ist „Germany“ dann existiert Deutschland.
((s) 4’: erst hier folgt Existenz aus dem Gebrauch des Worts).
Bsp
(5) Für beliebige Elemente A und B, wenn ein Atom von A sich mit zwei von B verbindet, dann ist die Valenz von A –2 mal die von B.
ist material äquivalent zu
(5’) Für beliebige Elemente A und B, wenn ein Atom von A sich mit zwei von B verbindet, dann ist A entweder Natrium und B ist Natrium und +1 = -2 (+1), oder...oder a ist Schwefel und B ist Natrium und +2 = +2 (+1), oder...
Field: wenn man „denotiert“ oder „Valenz“ eliminieren will, dann sind diese Definitionen das, was man braucht.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsRussell Fodor Vs Russell, B.
 
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Fodor/Lepore IV 54
Bedeutungsholismus/BH/Fodor/Lepore: ein kurioses Zusatzargument schlägt Quine vor, abgeleitet aus unvollständiges Symbol/Russell: wird im Gebrauch definiert - das würde einen
"Aussagen Holismus" implizieren: weil die Einheit der Bedeutung die Aussage und nicht der Term (Begriff, Wort, >Frege) ist.
Fodor/LeporeVs: das ist eine modale These und damit das Letzte, was Quine goutieren würde.
Nämlich nicht nur, dass Ausdrücke nicht im Gebrauch definiert werden, sondern dass sie so definiert werden müssen.
IV 55
VsRussell: es ist gelinde gesagt unklar, ob Russells Bemerkungen über bestimmte Kennzeichnungen das garantieren. Es ist nicht klar, ob Definition im Gebrauch irgend etwas über Bedeutung garantiert!
Bsp Angenommen, einige Wörter wärn in Bezug auf ihren Kontext definiert, wie Russell glaubte: dann bleibt es offen, in Bezug auf welche Aspekte!
Insbesondere hängt es davon ab, ob Wörter, die im Gebrauch definiert werden, ipso facto relativ zu den semantischen Eigenschaften ihrer Kontexte definiert werden!
Fodor/Lepore: ja vielleicht, vielleicht aber auch nicht: Vs: das suggeriert: dass ein Satz eine syntaktische Einheit ist. (Dennett pro).
Semantische Eigenschaften/Fodor/Lepore: es ist überhaupt nicht klar, dass die semantischen Eigenschaften etwas sind, das Wörter Kraft ihrer Beziehung zu den Sätzen haben, in denen sie vorkommen.
Genauso wenig ist klar, dass die Einheiten der semantischen und der syntaktischen Analyse die gleichen sein sollen.

F/L
J. Fodor/E. Lepore
Holism Cambridge USA Oxford UK 1992
VsRussell Frege Vs Russell, B.
 
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Read III 149
FregeVsMeinong FregeVsRussell: es gibt durchaus widersprüchliche Begriffe, nur keine widersprüchlichen Gegenstände - die Logik kann nur die Begrenzung der Begriffe ermitteln, d.h. für jeden Gegenstand, ob er unter den Begriff fällt, oder nicht - ein widersprüchlicher Begriff wird gebraucht um zu beweisen, daß es keinen entsprechenden Gegenstand gibt Read: Russell: Aussagen, Bedeutungen von Sätzen und Gegenstände des Glaubens: haben Einzeldinge und Universalien als Bestandteile."Sokrates ist weise" hat buchstäblich Sokrates und Weisheit als Konstituentien. Die Bedeutung von "Sokrates" war für ihn der Philosoph selbst. (> Bedeutung). Russell: (naiver Realist: Bedeutung = Extension oder Referenz, FregeVs).

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsRussell Gödel Vs Russell, B.
 
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Russell I XIV
ZirkelfehlerprinzipPrincipia Mathematica/PM/Russell/Gödel: scheint also nur zu gelten unter konstruktivistischen Annahmen: wenn man unter einem Begriff ein Symbol versteht, zusammen mit einer Regel, um Sätze, die das Symbol enthalten zu übersetzen in Sätze, die es nicht enthalten. Klassen/Begriffe/Gödel: können dagegen auch als reale Objekte aufgefasst werden, nämlich als "Vielheiten von Dingen" und Begriffe als Eigenschaften oder Relationen von Dingen, die unabhängig von unseren Definitionen und Konstruktionen existieren!
Das ist genauso legitim wie die Annahme physikalischer Körper. Sie sind auch für Mathematik notwendig, so wie sie es für die Physik sind. Konzept/Terminologie/Gödel: ich werde „Konzept“ von jetzt an ausschließlich in diesem objektiven Sinne gebrauchen.
Ein formaler Unterschied zwischen diesen zwei Konzeptionen von Begriffen wäre: dass von zwei verschiedenen Definitionen der Form α(x) = φ(x) angenommen werden kann, dass sie zwei verschiedenen Begriffe α im konstruktivistischen Sinn definieren. (Nominalistisch: da zwei solche Definitionen unterschiedliche Übersetzungen geben für Propositionen, die α enthalten.)
Für Konzepte (Begriffe) ist das dagegen keineswegs der Fall, da dasselbe Ding in verschiedener Weise beschrieben werden kann.
Bsp "Zwei ist der Begriff, unter den alle Paare fallen und nichts sonst." Es gibt gewiss mehr als einen Begriff im konstruktivistischen Sinne, der dieser Bedingung genügt, aber es könnte eine gemeinsame "Form" oder "Natur" aller Paare geben.
Alle/Carnap: Vorschlag, "alle" als Notwendigkeit zu verstehen, würde nichts helfen, wenn "Beweisbarkeit" konstruktivistisch eingeführt würde (..+..).
Def Intensionalitätsaxiom/Russell/Gödel: zu verschiedenen Definitionen gehören verschiedene Begriffe.
Dieses Axiom hält für Begriffe im Zirkelfehlerprinzip: konstruktivistischer Sinn.
Konzepte/Russell/Gödel: (ungleich Begriffe!) sollen objektiv existieren. (Also nicht konstruiert). (Realistischer Standpunkt).
Ist nur die Rede von Konzepten, bekommt die Frage einen völlig anderen Sinn: dann scheint es keinen Einwand dagegen zu geben, von ihnen allen zu sprechen, noch dagegen, einige von ihnen unter Bezug auf alle zu beschreiben.
Eigenschaften/GödelVsRussell: man könnte sicher von der Totalität aller Eigenschaften (oder aller eines bestimmten Typs) sprechen, ohne dass das zu einer "Absurdität" führen würde! ((s) > Bsp „Alle Eigenschaften eines großen Feldherrn“.
Gödel: das macht es lediglich unmöglich, ihren Sinn zu konstruieren (d.h. als eine Behauptung über Sinneswahrnehmung oder irgendwelche anderen nichtkonzeptuellen Entitäten zu erklären), was kein Einwand für jemand ist, der den realistischen Standpunkt einnimmt.
Teil/Ganzes/Mereologie/GödelVsRussell:: ebenso wenig ist es widersprüchlich, dass ein Teil identisch (nicht bloß gleich) sein soll mit dem Ganzen, wie im Falle von Strukturen im abstrakten Sinne zu sehen ist. Bsp Die Struktur der Reihe der ganzen Zahlen enthält sich selbst als einen besonderen Teil.
I XVI/XVII
Sogar innerhalb des Bereichs der konstruktivistischen Logik gibt es gewisse Annäherungen an diese Selbstreflektivität (Selbstreflexivität/Heutzutage: Selbstähnlichkeit) imprädikativer Eigenschaften, nämlich Bsp Propositionen, die als Teile ihres Sinns nicht sich selbst enthalten, sondern ihre eigene formale Beweisbarkeit. Es existieren auch Sätze, die sich auf eine Totalität von Sätzen beziehen, zu der sie selbst gehören: Bsp "Jeder Satz einer (gegebenen) Sprache enthält mindestens ein Beziehungswort."
Das macht es nötig, nach anderen Lösungen für die Paradoxien zu suchen, denen zufolge der Trugschluss nicht in der Annahme gewisser Selbstreflektivitäten der Grundterme besteht, sondern in anderen Annahmen über dieselben!
Die Lösung mag vorläufig in der einfachen Typentheorie gefunden worden sein. Natürlich bezieht sich all das nur auf Konzepte.
Klassen: man sollte meinen, dass sie ebenfalls nur durch ihre Definitionen nicht geschaffen, sondern nur beschrieben werden! Dann gilt das Zirkelfehler Prinzip wieder nicht.
Zermelo spaltet Klassen in "Ebenen" auf, so dass nur Mengen niedrigerer Ebenen Elementen von Mengen höherer Ebenen sein können.
Reduzibilitätsaxiom/Russell/Gödel. (später fallengelassen) wird nun vom Klassenaxiom (Zermelos "Aussonderungsaxiom") eingenommen: dass für jede Ebene für eine beliebige Propositionalfunktion(Aussagenfunktion, AF)
φ(x)
die Menge jener x von dieser Ebene existiert, für die φ(x) wahr ist.
Das scheint impliziert zu sein durch das Konzept von Klassen als Vielheiten.
I XVIII
Extensionalität/Klassen: Russell: zwei Gründe gegen die extensionale Sicht von Klassen: 1. Die Existenz der Nullklasse, die nicht gut eine Kollektion sein kann, 2. Die Einerklassen, die identisch sein müssten mit ihren einzigen Elementen. GödelVsRussell: das könnte nur beweisen, dass die Nullklassen und die Einerklassen (als unterschieden von ihrem einzigen Element) Fiktionen sind zur Vereinfachung des Kalküls, und nicht beweisen, dass alle Klassen Fiktionen sind!
Russell: versucht, soweit wie möglich ohne die Annahme der objektiven Existenz von Klassen auszukommen. Danach sind Klassen nur eine facon de parler.
Gödel: aber auch "idealistische" Propositionen, die Universalien enthalten, könnten zu denselben Paradoxien führen.
Russell: schafft Regeln der Übersetzungen, nach denen Sätze, die Klassennamen oder den Term "Klasse" enthalten, übersetzt werden in solche, die sie nicht enthalten.
Klassennamen/Russell: eliminieren durch Übersetzungsregeln.
Klassen/PM/Russell/Gödel: Principia kommen so ohne Klassen aus, aber nur wenn man die Existenz eines Konzepts annimmt, wann immer man eine Klasse konstruieren möchte.
Zunächst müssen einige von ihnen, die Grundprädikate und Relationen wie "rot", "kälter" augenscheinlich als reale Objekte angesehen werden. Die höheren Begriffe erscheinen dann als etwas Konstruiertes (d.h. etwas, das nicht zum "Inventar der Welt" gehört).
I XIX
Ramsey: meinte, dass man Propositionen unendlicher Länge bilden könne und hält den Unterschied endlich /unendlich für nicht so entscheidend. Gödel: Logik und Mathematik sind wie Physik auf einem realen Inhalt aufgebaut und können nicht "wegerklärt" werden.
Existenz/Ontologie/Gödel: es verhält sich nicht so, als sei das Universum der Dinge in Ordnungen eingeteilt und wäre es einem verboten, von allen Ordnungen zu sprechen, sondern im Gegenteil: es ist möglich, von allen existierenden Dingen zu sprechen. Klassen und Konzepte sind allerdings nicht darunter.
Wenn sie aber als facon de parler eingeführt werden, stellt sich heraus, dass die Erweiterung des Symbolismus die Möglichkeit eröffnet, sie auf umfassendere Weise einzuführen, und so weiter, bis ins Unendliche.
Um dieses Schema durchzuhalten, muss man allerdings die Arithmetik (oder etwas gleichwertiges) voraussetzen, was nur beweist, dass nicht einmal diese beschränkte Logik auf nichts aufgebaut werden kann.
I XX
Konstruktivistische Haltung/Konstruktivismus/Russell/Gödel: wurde in der ersten Auflage aufgegeben, da das Reduzibilitätsaxiom für höhere Typen es notwendig macht, dass Grundprädikate von beliebig hohem Typ existieren. Vom Konstruktivismus bleibt lediglich
1. Klassen als facon de parler
2. Die Definition von ~, v,. usw. als geltend für Propositionen, die Quantoren enthalten,
3. Stufenweise Konstruktion von Funktionen von Ordnungen höher als 1(freilich wegen des R-Axioms überflüssig)
4. Interpretation von Definitionen als bloßen typographischen Abkürzungen (alles unvollständige Symbole, nicht solche, die ein durch die Definition beschriebenes Objekt benennt!).
Reduzibilitätsaxiom/GödelVsRussell: dieser letzte Punkt ist eine Illusion, weil wegen des Reduzibilitäts Axioms stets reale Objekte in Form von Grundprädikaten oder Kombinationen von solchen entsprechend jedem definierten Symbol existieren.
Konstruktivistische Haltung/Konstruktivismus/PM/Gödel: wird in der zweiten Auflage wieder eingenommen und das Reduzibilitäts-Axiom fallengelassen. Es wird festgestellt, dass alle Grundprädikate zum niedrigsten Typ gehören.
Variablen/Russell/Gödel: ihr Zweck ist es, die Behauptungen komplizierterer Wahrheitsfunktionen von atomistischen Propositionen zu ermöglichen. (d.h. dass die höheren Typen nur eine facon de parler sind.).
Die Basis der Theorie soll also aus Wahrheitsfunktionen von atomistischen Propositionen bestehen.
Das ist kein Problem, wenn die Zahl der Individuen und Grundprädikate endlich ist.
Ramsey: Problem der Unfähigkeit, unendliche Propositionen zu bilden ist "bloße Nebensache"
I XXI
endlich/unendlich/Gödel: mit dieser Umgehung des Problems durch Missachtung des Unterschieds von endlich und unendlich dann existiert eine einfachere und zugleich weiterreichende Interpretation der Mengenlehre: Dann wird nämlich Russells Apercu, dass Propositionen über Klassen als Propositionen über ihre Elemente interpretiert werden können, buchstäblich wahr, vorausgesetzt, n ist die Zahl der (endlichen) Individuen der Welt und vorausgesetzt, wir vernachlässigen die Nullklasse. (..) + I XXI
- - -
Theorie der Ganzen Zahlen: die zweite Auflage behauptet, dass sie zu erreichen sei. Problem: dass in der Definition "jene Kardinalzahlen, die zu jeder Klasse gehören, die 0 enthält und x + 1 enthält, wenn sie x enthält" die Wendung "jede Klasse" sich auf eine gegebene Ordnung beziehen muss.
I XXII
So erhält man ganze Zahlen verschiedener Ordnungen, und vollständige Induktion kann auf ganze Zahlen von Ordnung n nur für Eigenschaften von n angewandt werden! (...) Die Frage der Theorie der ganzen Zahlen auf Basis der verzweigten Typentheorie ist zurzeit noch ungelöst.
I XXIII
Theorie der Ordnung/Gödel: fruchtbarer, wenn sie von einem mathematischen Standpunkt, nicht einem philosophischen betrachtet wird, also unabhängig von der Frage, ob imprädikative Definitionen zulässig sind. (...) imprädikative Totalitäten werden von einer Funktion der Ordnung α und ω vorausgesetzt.
Menge/Klasse/PM/Russell/Typentheorie/Gödel: die Existenz einer wohlgeordneten Menge vom Ordnungstyp ω1 reicht hin für die Theorie der reellen Zahlen.
Def Kontinuumshypothese/Gödel: (verallgemeinert): keine Kardinalzahl existiert zwischen der Potenz irgendeiner beliebigen Menge und der Potenz der Menge ihrer Untermengen.
Typentheorie/GödelVsRussell: gemischte Typen (Individuen zusammen mit Prädikationen über Individuen usw.) widersprechen dem Zirkelfehlerprinzip offensichtlich gar nicht!
I XXIV
Russell stützte seine Theorie auf ganz andere Gründe, die denen ähneln, die Frege bereits für die Theorie einfacherer Typen für Funktionen angenommen hatte. Propositionalfunktionen/Aussagenfunktion/AF/Russell/Gödel: haben immer etwas mehrdeutiges, wegen der Variablen. (Frege: etwas ungesättigtes).
Propositionalfunktion/AF/Russell/Gödel: sozusagen ein Fragment einer Proposition. Sie zu kombinieren, ist nur möglich, wenn sie "zusammenpassen" d.h. von geeignetem Typ sind.
GödelVsRussell: Konzepte (Begriffe) als reale Objekte: dann ist die Theorie der einfachen Typen nicht plausibel, denn wovon man erwarten würde dass es (wie z.B. "Transitivität" oder die Zahl zwei) ein Konzept wäre, schiene dann etwas zu sein, was hinter all seinen unterschiedlichen "Realisationen" auf den verschiedenen Ebenen steht und das demnach zufolge der Typentheorie nicht existiert.
I XXV
Paradoxien in der intensionalen Form/Gödel: hier bringt die Typentheorie eine neue Idee: nämlich die Paradoxien nicht auf dem Axiom zu tadeln, dass jede Propositionalfunktion ein Konzept oder eine Klasse definiert, sondern auf der Annahme, dass jedes Konzept eine sinnvolle Proposition ergibt, wenn es behauptet wird für ein beliebiges Objekt als Argument. Der Einwand, dass jedes Konzept ausgedehnt werden kann auf alle Argumente, indem ein anderes definiert wird, das eine falsche Proposition ergibt, wann immer das ursprüngliche sinnlos war, kann leicht entkräftet werden durch den Hinweis, dass das Konzept "sinnvoll anwendbar" nicht selbst immer sinnvoll anwendbar sein muss.
VsRussell James Vs Russell, B.
 
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I 105
Glauben/Russell: unterscheidet, ob wir an etwas glauben, das existiert, oder an etwas glauben, das nicht existiert. PragmatismusVsRussell: aber gerade die Wirkung eines Vorstellungsinhaltes hat eine spezifische Wirkung. ((s) aber er geht nicht so weit, diese Wirkung als "wahrmachend" zu bezeichnen).
VsRussell Kripke Vs Russell, B.
 
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I 36
FregeVsMill/RussellVsMill: Irrtum: in Wirklichkeit sei ein Eigenname, der richtig verwendet wird, nur eine abgekürzte oder verkleidete Kennzeichnung.
I 87
Kennzeichnung: Kneale und z. T. auch Russell sagen, dass es keine unbedeutende Mitteilung sei, dass Sokrates der größte Philosoph im antiken Griechenland war, jedoch sehr wohl eine unbedeutende Mitteilung, dass Sokrates von uns "Sokrates" genannt wurde. KripkeVs: sie ist keineswegs eine unbedeutende: wenn das irgendeine Art von Tatsache ist, kann es falsch sein! In der Tat ist es eine falsche Mitteilung, dass Jesajah "Jesaja" genannt wurde. Der Prophet hätte diesen Namen überhaupt nicht erkannt! Und natürlich haben die Griechen ihr Land nicht "Griechenland" oder so ähnlich genannt. Es ist allerdings unbedeutend, dass Sokrates von uns so genannt wird. Ich glaube nicht, dass es analytisch oder notwendig ist.
Tatsächlich sind Sätze wie "Sokrates wird "Sokrates" genannt" sehr interessant, und man kann stundenlang über ihre Analyse reden.
I 145
Mill: "singuläre Namen": konnotativ: Kennzeichen. Nicht-konnotativ: Eigennamen.
I 145
Aber Mill: alle Namen für allgemeine Arten konnotativ. Bsp "menschliches Wesen" ist definiert als Konjunktion bestimmter Eigenschaften, die notwendige und hinreichende Bedingungen für das Mensch sein angeben: Rationalität, Tierheit und bestimmte physische Eigenschaften. RussellVsMill: falsch bei allgemeinen Namen, richtig bei singulären Namen.
KripkeVsRussell: Mill: richtig bei singulären Namen, falsch bei allgemeinen Namen. Vielleicht drücken einige allgemeine Namen" ("töricht", "fett", "gelb") Eigenschaften aus. Allgemeine Namen wie "Kuh" und "Tiger" tun das nicht, es sei denn, eine Kuh zu sein, zählte triviale Weise als Eigenschaft. (>Eigenschaften).
Kripke: allg. Namen wie "Katze" drücken keine Eigenschaft aus.
- - -
Wolf II 209
KripkeVsRussell: unechte Kennzeichnungen lassen sich nicht stets als elliptisch betrachten.
II 216
Bereich/KripkeVsRussell: das funktioniert nicht: keine zweigliedrige Unterscheidung kann diese Aufgabe übernehmen, weil es eine dreigliedrige erfordert.. Bsp (2) Die Zahl der Planeten hätte notwendigerweise gerade sein können.
(Sie hätte z.B. acht sein können, und das wäre notwendigerweise gerade gewesen).
II 217
Kripke: wenn (2) als wahr interpretiert wird, ist es weder de re noch de dicto! D.h. die Kennzeichnung hat (nach Russell) weder den kleinsten, noch den größten Bereich.
(M= möglich, N= notwendig)
(2a) MN(Ex)(Es gibt genau x Planeten und x ist gerade). (Kleinster Bereich, de dicto)
(2b) (Ex)(Es gibt genau x Planeten und MN(x ist gerade)). (Größter Bereich, de re)
(2c) M(Ex)(es gibt genau x Planeten und N(x ist gerade)). (Mittlerer Bereich).
Mittlere Bereiche sind möglich, wenn Operatoren wiederholt werden.
(2c) macht (2) wahr.
(2a) sagt, vermutlich fälschlich, dass es hätte notwendig sein können, dass es eine gerade Zahl von Planeten gibt.
(2b) sagt fälschlicherweise über die wirkliche Zahl, dass sie notwendigerweise hätte gerade sein können.
Bsp In der Zeitung stand: "FBI Chef Hoover erhob den Vorwurf, dass die Barrigans planten, einen hohen amerikanischen Beamten zu kidnappen". (Das war Kissinger).
a) es gibt einen hohen Beamten, so dass Hoover glaubt...(größter Bereich, de re)
b) Hoover glaubt, dass die Barrigans planten...(kleinster Bereich, de dicto)
c) Hoover glaubt, dass es einen hohen Beamten gab (mittlerer Bereich).
Je mehr intensionale (oder andere) Konstruktionen wiederholt werden, desto mehr mögliche Bereiche gibt es.
II 218
Kartunnen hat gezeigt, dass keine n gliedrige Unterscheidung für jedes bestimmte n ausreicht.

K I
S.A. Kripke
Name und Notwendigkeit Frankfurt 1981

K III
S. A. Kripke
Outline of a Theory of Truth (1975)
In
Recent Essays on Truth and the Liar Paradox, R. L. Martin (Hg), Oxford/NY 1984

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsRussell Leibniz Vs Russell, B.
 
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Leibniz I 64f
Tatsachenwahrheiten/TW/Leibniz: sind kontingent - Vernunftwahrheiten: notwendig. HolzVsRussell: der Unterschied liegt in der Beweisführung sonst hätte Russell recht: Wahrheit/notwendig/kontingent/ Russell: es ist unsinnig, von einem wahren Satz zu sagen, dass er im Sinne eines anderen, apodiktisch wahren Satzes nicht wahr sei. ((s) d.h. dass eine Vernunftwahrheit einer Tatsachenwahrheit widerspräche).
Holz: für den Beweis einer TW müssen wir die davorliegende Kette der Verknüpfungen und (wegen der unendlichen Teilbarkeit der Körper) eine unendliche Anzahl von Sätzen.

Lei II
G. W. Leibniz
Philosophical Texts (Oxford Philosophical Texts) Oxford 1998
VsRussell Lewis Vs Russell, B.
 
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Schwarz I 211
Theorie der Kennzeichnungen/Tradition/Russell: hier sollte die mit einem Namen assoziierte Beschreibung dem Träger notwendig zukommen! Namen/Kennzeichnung/LewisVsRussell: in modalen Kontexten kommt die Kennzeichnung dem Träger nicht notwendig zu, das regeln sekundäre Wahrheitsbedingungen.

LW I
D. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

LW II
D. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LW IV
D. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

LW V
D. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

LwCl I
Cl. I. Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005
VsRussell Moore Vs Russell, B.
 
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Stroud I 116
Externes Wissen/Philosophie/Bio/Russell/Stroud: Russell erzählt, dass er zur Philosophie kam, weil er Gründe dafür haben wollte, die Wahrheit der Mathematik zu glauben. D.h. er suchte sie innerhalb (sic) des Gebiets. Intern/MooreVsRussell: sicher ist es der Job des Mathematikers zu entscheiden, ob etwas in seinem Gebiet wahr oder falsch ist.
I 117
Was soll der Philosoph da tun? Er kann keine besseren Gründe als der Mathematiker geben. Stroud: das gilt dann auch für alle anderen Wissenschaften. Man kann nicht leugnen, dass Moore in gewisser Weise Recht hat. ((s) >Quine: dito).
VsRussell Pragmatismus Vs Russell, B.
 
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James I 105
Glauben/Russell: unterscheidet, ob wir an etwas glauben, das existiert, oder an etwas glauben, das nicht existiert. PragmatismusVsRussell: aber gerade die Wirkung eines Vorstellungsinhaltes hat eine spezifische Wirkung. ((s) aber er geht nicht so weit, diese Wirkung als "wahrmachend" zu bezeichnen).
VsRussell Prior Vs Russell, B.
 
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PriorVsRussell
I 7
Glauben/Theorie der multiplen Relation/Meinong/Russell/Prior: (ebenfalls realistisch): Proposition/Meinong: nennt er "Objekte" und Tatsachen eine Teilklasse: die wahren Propositionen. Damit bleiben nur noch zwei statt drei Typen abstrakter Gegenstände übrig. Aber manchen ist das noch zuviel.
Russell/Moore: sie warfen die "Falschheit" raus, behielten aber Tatsachen als abstrakte Gegenstände bei.
Russell: vertrat zwei Varianten:
a) Hauptunterschied: zwischen Glauben und Wissen. (Theorie der multiplen Relationen)
b) zwischen wahren und falschen Glaubenseinstellungen.
ad a): Wissen handelt immer von Tatsachen und ist eine zweistellige Relation zwischen zwei echten Gegenständen, dem Wissenden und der gewußten Tatsache.
Glauben: ist dagegen keine zweistellige Relation,
I 8
sondern eine mehrstellige zwischen dem Glaubenden, und verschiedenen Elementen, die (wenn es sie gäbe) die geglaubte Proposition wäre. Bsp Othello glaubt, dass Desdemona Cassio liebt, bzw. glaubt an Desdemonas Untreue. Problem. Es gibt keinen Gegenstand, der Desdemonas Untreue ist.
Lösung: Zuschreibung! Er schreibt Untreue zu!
D.h. die Geschichte ist über zwei reale Objekte, Desdemona und Untreue und Othello steht in der komplexen Relation der Zuschreibung.
I 9
Russell: in diesem Sinne sind Propositionen logische Konstruktionen. PriorVsRussell: Propositionen sind logische Konstruktionen, aber nicht aus diesem Grund.
1. Obwohl Russells Theorie nicht von uns verlangt, zu glauben, dass es einen Gegenstand wie Desdemonas Untreue gibt, verlangt sie dennoch von uns zu glauben, dass es über Desdemona selbst so einen Gegenstand wie ihre Treue gibt!
2. Russells Konstruktion ist eine Vier Term Relation statt einer Drei Term Relation.
Russell: revidierte (1.) (Wittgenstein folgend) aber nicht (2.).
Glauben/Russell: (spät): Sätze, die Glaubenseinstellungen beschreiben haben zwei Verben und keins wird von einem abstrakten Substantiv verschluckt. (?).
Prior: dennoch braucht gerade bei der Zuschreibung von Untreue, dieses abstrakte Objekt Untreue eine Erklärung.
Und außerdem noch eine Art "universelle Untreue".
- - -
I 31
PriorVsRussell: multiple Relationen: Russell lädt sich mit seiner Lösung neue abstrakte Entitäten auf. Und ähnliches kann man vielleicht über Ramseys Lösung sagen.
abstrakte Entitäten/Verb/Prädikat/Prior: aber wir können sie sowieso nicht alle loswerden!
Verb: kann ich auflösen: statt "Jones raucht" kann ich sagen: "Ich prädiziere Rauchen von Jones".
Aber damit habe ich wieder ein Verb: "ich prädiziere"!.
Verben und Substantive werden immer gebraucht.

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003
VsRussell Putnam Vs Russell, B.
 
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I 135
Namen/Referenz/PutnamVsRussell: Vs Synonymie von allgemeinem Term und notwendigen und hinreichenden Bedingungen für eine Zugehörigkeit zur entsprechenden Klasse: Bsp Multiple Sklerose: die zugrunde liegende Befindlichkeit wird durch ein Virus verursacht. Die interessante Frage ist nicht die "Extension" des Ausdrucks, sondern was (wenn überhaupt etwas) unserem Begriff von Multipler Sklerose entspricht.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsRussell Quine Vs Russell, B.
 
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Willard V. O. Quine
Chisholm II 75
Prädikate/Benennen/Russell: benennende Ausdrücke: Eigennamen stehen für Einzeldinge und Allgemeinausdrücke für Universalien. (Probleme d. Phil. S. 82f). In jedem Satz bezeichnet wenigstens ein Wort ein Universale. QuineVsRussell: Konfusion!
II 108
Theorie der Kennzeichnungen/VsRussell/Brandl: so gerät die ganze Theorie in Verdacht, die Tatsache zu unterschlagen, daß materielle Gegenstände niemals Teil von Propositionen sein können. QuineVsRussell: Verwechslung von Erwähnung und Gebrauch. - - -
Quine II 97
Pricipia mathematica, 1903: Hier ist Russells Ontologie zügellos: jedes Wort bezieht sich auf etwas. Ist ein Wort ein Eigenname, so ist sein Gegenstand ein Ding, andernfalls ein Begriff. Er beschränkt den Terminus "Existenz" auf Dinge, vertritt aber eine liberale Auffassung der Dinge, die sogar Zeitpunkte und Punkte des leeren Raums miteinschließt! Dann gibt es, jenseits des Existierenden die übrigen Entitäten: "Zahlen, die Götter Homers, Beziehungen, Hirngespinste, und vierdimensionale Räume" Das Wort "Begriff", von Russell in dieser Weise angewendet hat die Nebenbedeutung "bloß ein Begriff". Vorsicht: Götter und Hirgespinste sind für Russell ebenso real wie Zahlen!
QuineVsRussell: dies ist eine unerträglich wahllose Ontologie. Bsp Nehmen wir unmögliche Zahlen, etwa Primzahlen, die durch 6 teilbar sind. Es muss in gewissem Sinne falsch sein, dass es sie gibt, und zwar in einem Sinne, in dem es richtig ist, dass es Primzahlen gibt! Gibt es in diesem Sinne Hirngespinste?
- - -
II 101
Russell hat eine Vorliebe für den Ausdruck " Aussagenfunktion" gegenüber "Klassenbegriff". In P.M. kommen beide Ausdrücke vor. Hier: Def "Aussagenfunktion": vor allem auf Notationsformen bezogen z.B. offene Sätze, während Begriffe entschieden notationsunabhängig sind. Doch nach Meinong ist Russells Vertrauen in Begriffe geschwunden, und er bevorzugt den nominalistischerern Ton des Ausdrucks "Aussagenfunktion", der nun die doppelte Last trägt (später als Principia Mathematica.)
Gebrauch/Erwähnung/Quine: wenn wir nun versuchen, den Unterschied zwischen Gebrauch und Erwähnung ebenso nachlässig zu behandeln, wie Russell es vor sechzig Jahren fertiggebracht hat, können wir erkennen, wie er das Gefühl haben mochte, seine Theorie der Aussagenfunktionen sei notationsbezogen, während eine Theorie der Typen realer Klassen ontologisch wäre.
Quine: wir, die auf Gebrauch und Erwähnung achten, können angeben, wann Russells sogenannten Aussagenfunktionen als Begriffe (spezifischer als Eigenschaften und Beziehungen) aufgefasst werden müssen und wann sie als bloße offene Sätze oder Prädikate aufgefasst werden dürfen: a) dann, wenn er über sie quantifiziert, reifiziert er sie (auch unwissentlich) als Begriffe.
Aus diesem Grund kann für seine Elimination der Klassen nicht mehr in Anspruch genommen werden, als ich oben behauptet habe: eine Ableitung der Klassen aus Eigenschaften oder Begriffen mittels einer Kontextdefinition, die so formuliert ist, dass sie die fehlende Extensionalität liefert.
QuineVsRussell: meint fälschlich, seine Theorie habe die Klassen durchgreifender aus der Welt geschafft als im Sinne einer Reduktion auf Eigenschaften.
II 102
RussellVsFrege: "~die ganze Unterscheidung zwischen Bedeuten und Bezeichnen ist falsch. Die Beziehung zwischen "C" und C bleibt völlig mysteriös, und wo sollen wir den bezeichnenden Komplex finden, der angeblich C bezeichnet?" QuineVsRussell: Russells Standpunkt scheint manchmal von einer Verwechslung der Ausdrücke mit ihren Bedeutungen, manchmal Verwechslung des Ausdrucks mit seiner Erwähnung herzurühren.
II 103/104
In anderen Schriften verwendet Russel Bedeutung gewöhnlich im Sinne von "Bezug nehmen" (würde Frege entsprechen): "Napoleon" bestimmtes Individuum, "Mensch" ganze Klasse solcher Einzeldinge, welche Eigennamen haben."
Russell scheint selten unter irgendeiner Rubrik auf eine bestehende Entität zu achten, die dergestalt wäre, dass wir sie die über den existierenden Bezugsgegenstand hinausgehende Bedeutung nennen könnten.
Russell neigt dazu, diese Entität mit dem Ausdruck selbst verschwimmen zu lassen, wozu er im Hinblick auf bestehende Wesenheiten generell tendiert.
QuineVsRussell: für meinen Geschmack geht Russell mit bestehenden Entitäten allzu verschwenderisch um. Gerade, weil er nicht genügend unterscheidet, lässt er Bedeutungslosigkeit und verfehlte Bezugnahme tendenziell ineinander verschwimmen.
Theorie der Kennzeichnungen: Er wird den "König von Frankreich" nicht los, ohne zunächst die Kennzeichnungstheorie zu erfinden: Sinnvoll sein heiße: eine Bedeutung haben und die Bedeutung sei der Bezug. also "König von Frankreich" ohne Bedeutung und "Der König von Frankreich ist kahl" habe eine Bedeutung nur deshalb, weil es die Kurzform eines Satzes sei, der den Ausdruck "König von Frankreich" nicht enthält.
Quine: eigentlich unnötig, aber erhellend.
Russell neigt dazu, bestehende Entitäten und Ausdrücke ineinander verschwimmen zu lassen. Auch anlässlich seiner Bemerkungen über
Propositionen: (P.M.): Propositionen immer Ausdrücke, aber dann spricht er in einer zu dieser Lesart gar nicht passenden Weise von der "Einheit der Propositionen" (S.50) und von der Unmöglichkeit unendlicher Propositionen (S.145) später
II 105
Russell: Die Proposition ist nichts weiter als ein Symbol, noch später, stattdessen: Offensichtlich sind Propositionen gar nichts..." die Annahme, in der wirklichen, natürlichen Welt liefen ganze Mengen falscher Propositionen um, ist ungeheuerlich." Quine: diese Wiederrufung ist verblüffend. Was uns anstelle des Bestehens jetzt angeboten wird, ist das Nichts. Im Grunde hat Russell aufgehört, vom Bestehen zu reden.
Was einst als Bestehendes gegolten hatte, ist jetzt in einer von drei Weisen untergebracht
a) mit dem Ausdruck gleichgesetzt,
b) ganz und gar verworfen,
c) in den Stand der regelrechten Existenz erhoben.
- - -
II 107
Russell/später: "Alles was es in der Welt gibt, nenne ich eine Tatsache." QuineVsRussell: Russells Vorliebe für eine Ontologie der Tatsachen ist abhängig von seiner Verwechslung der Bedeutung mit Bezugnahme. andernfalls hätte er vermutlich kurzen Prozess gemacht mit den Tatsachen.
Was dem Leser von "Philosophy of logical atomism" auffällt, hätte ihn selbst abgeschreckt, nämlich wie sehr die Analyse der Tatsachen auf der Analyse der Sprache beruht.
Als fundamental erkennt Russell die Tatsachen ohnehin nicht an. Atomare Tatsachen sind so atomar, wie Tatsachen das sein können.
atomare Tatsachen/Quine: doch sie sind zusammengesetzte Gegenstände! Russels Atome sind keine atomaren Tatsachen, sondern Sinnesdaten!
- - -
II 183 ff
Russell: Die reine Mathematik ist die Klasse aller Sätze der Form "p impliziert q" wobei p und q Sätze mit einer oder mehreren Variablen sind, und zwar in beiden Sätzen dieselben. "Wir wissen nie, wovon die Rede ist, noch ob das was wir sagen wahr, ist".
II 184
Diese Disinterpretation der Mathematik war eine Reaktion auf die nichteuklidische Geometrie. Zahlen: Wie steht es mit der elementaren Arithmetik? Die reinen Zahlen usw dürfte man als uninterpretiert auffassen. Dann ist die Anwendung auf Äpfel eine Zusammenhäufung.
Zahlen/QuineVsRussell: Ich finde diese Einstellung grundverkehrt. Die Wörter "fünf " und "zwölf" sind nirgends uninterpretiert sie sind ebenso wesentliche Bestandteile unserer interpretierten Sprache wie Äpfel. >Zahlen. Sie benennen zwei ungreifbare Gegenstände, Zahlen, die Größen von Mengen von Äpfeln und dergl. sind. Das "plus" der Addition ist ebenfalls von Anfang bis Ende interpretiert, doch mit dem Zusammenhäufen von Dingen hat es nichts zu tun. Fünf plus zwölf ist: wie viele Äpfel es in zwei separaten Haufen gibt. Allerdings, ohne dass sie zusammengeschüttet werden. Die Zahlen "fünf" und "zwölf" unterscheiden sich von Äpfeln darin, dass sie keine Körper bezeichnen, dass das hat mit Disinterpretation nichts zu tun. Dasselbe ließe sich von "Nation" oder "Spezies" sagen. Die gewöhnliche interpretierte wissenschaftliche Rede ist auf abstrakte Gegenstände festgelegt, wie sie auf Äpfel und Körper auch festgelegt ist. Alle diese Dinge treten in unserem Weltsystem als Werte von Variablen auf.
II 185
Auch mit Reinheit (etwa der Mengenlehre) hat es nichts zu tun. Reinheit ist etwas anderes als Uninterpretiertheit.
XII 60
Ausdruck/Zahlen/Wissen/Explikation/Erklärung/Quine: unser Wissen über Ausdrücke besteht allein in ihren Gesetzen der Verkettung. Deshalb kommt jede Konstruktion, die diese Gesetze erfüllt, als Explikation in Frage.
XII 61
Wissen über Zahlen: besteht allein in den Gesetzen der Arithmetik. Dann ist jede gesetzmäßige Konstruktion eine Explikation der Zahlen. RussellVs: (früh): These: arithmetische Gesetze reichen für das Verständnis der Zahlen nicht aus. Wir müssen auch Anwendungen (Gebrauch) kennen bzw. die Einbettung in die Rede von anderen Dingen.
Anzahl/Russell: ist hier der Schlüsselbegriff: „es gibt n so und sos“.
Anzahl/Definition/QuineVsRussell: wir können definieren „es gibt n so und sos“ ohne jemals zu entscheiden, was Zahlen über ihre Erfüllung der Arithmetik hinaus sind.
Anwendung/Gebrauch/QuineVsRussell: wo immer Struktur ist, stellen sich die Anwendungen ein. Bsp Ausdrücke und Gödelzahlen: selbst der Hinweis auf eine Inschrift war kein endgültiger Beweis dafür, dass wir über Ausdrücke und nicht über Gödelzahlen reden. Wir können immer sagen, dass unsere Ostension verschoben war.
VII 80
Principia Mathematica/PM/Russell/Whitehead/Quine: zeigt, dass die ganze Mathematik in Logik übersetzt werden kann., Dabei sind nur drei Begriffe zu klären: Mathematik, Übersetzung und Logik.
VII 81
QuineVsRussell: der Begriff der Aussagenfunktion ist unklar und verunklart die ganze PM.
VII 93
QuineVsRussell: PM müssen durch das Unendlichkeitsaxiom ergänzt werden, wenn gewisse mathematische Prinzipien abgeleitet werden sollen.
VII 93/94
Unendlichkeitsaxiom: sichert die Existenz einer Klasse mit unendlich vielen Elementen. Quine: New Foundations stattdessen kommt mit der Allklasse aus: ϑ oder x^ (x = x).
- - -
VII 122
Aussagenfunktionen/QuineVsRussell: zweideutig: a) offene Sätze
b) Eigenschaften.
Russells Keine Klassen Theorie nutzt Aussagenfunktionen als Eigenschaften als Werte gebundener Variablen.
- - -
IX 15
QuineVsRussell: unexakte Terminologie. Aussagenfunktion , "propositional function", diesen Ausdruck benutzte er sowohl wenn er sich auf Attribute (reale Eigenschaften) als auch wenn er sich auf Aussagen oder Prädikate bezog. In Wahrheit reduzierter er nur die Theorie der Klassen auf eine nichtreduzierte Theorie der Attribute.
IX 93
rationale Zahlen/QuineVsRussell: in einem Punkt weiche ich ab: für mich sind rationale Zahlen selbst reelle Zahlen, für Russell und Whitehead nicht. Russell: rationale Zahlen sind für sie paarweise elementfremd, wie die von Peano. (vgl. Kap 17), während ihre reellen Zahlen ineinander geschachtelt sind. ((s) paarweise elementfremd, Gegensatz: ineinander geschachtelt.)
natürliche Zahlen/Quine: für mich wie für die meisten Autoren: keine ganzen rationalen Zahlen.
rationale Zahlen/Russell: entsprechend keine rationalen reellen Zahlen. Sie werden von den rationalen reellen Zahlen nur "nachgemacht".
rationale Zahlen/QuineVsRussell: für mich dagegen sind die rationalen Zahlen reelle Zahlen. Und zwar, weil ich die reellen Zahlen nach Russells Version b) konstruiert habe, ohne dabei den Namen und die Bezeichnung für rationale Zahlen zu verwenden.
Daher konnte ich Name und Bezeichnung für die rationalen reellen Zahlen zurückhalten
- - -
IX 181
Typentheorie/TT/QuineVsRussell: in der vorliegenden Form ist unsere Theorie dann aber zu schwach, um einige Sätze der klassischen Mathematik zu beweisen. Bsp der Beweis, dass jede beschränkte Klasse reeller Zahlen eine kleinste obere Schranke (koS) hat.
IX 182
Nehmen wir an, die reellen Zahlen seien in der Russellschen Theorie ähnlich wie in Abschnitt VI entwickelt worden, allerdings sollten nun Attribute die Stelle von Klassen einnehmen und die Zuordnung zu Attributen ersetzt die Elementbeziehung zu Klassen. koS: (Kap 18,19) einer beschränkten Klasse zu von reellen Zahlen: die Klasse Uz oder {x:Ey(x ε y ε z)}.
Attribut: parallel dazu könnten wir also erwarten, dass die koS eines beschränkten Attributs φ von reellen Zahlen in Russells System gleich dem
Attribut Eψ(φψ u ψ^x) ist.
Problem: unter der Russellschen Ordnungsdoktrin ist diese koS von höherer Ordnung als die der reellen Zahlen ψ, die unter das Attribut φ, dessen koS gesucht ist, fallen.
Schranke/koS/QuineVsRussell: koS braucht man für die gesamte klassische Technik der Infinitesimalrechnung, der die Stetigkeit zu Grunde liegt. koS haben aber für diese Zwecke keinen Wert, wenn sie nicht als Werte derselben Variablen erreichbar sind, zu derem Wertebereich bereits diejenige Zahlen gehören, deren obere Grenze gesucht sind.
Eine obere Grenze (d.h. koS) von höherer Ordnung kommt nicht als Wert solcher Variablen in Frage und verfehlt somit ihren Zweck.
Lösung/Russell: Reduzibilitätsaxiom:
Def Reduzibilitätsaxiom/RA/Russell/Quine: jede Aussagenfunktion hat dieselbe Extension wie eine gewisse prädikative. D.h.
Ey∀x(ψ!x φx), Eψ∀x∀y[ψ!(x,y) φ(x,y)], usw.
IX 184
VsKonstruktivismus/Konstruktion/QuineVsRussell: wir haben gesehen, wie Russells konstruktivistischer Zugang zu den reellen Zahlen scheiterte (koS, s.o.). Er gab den Konstruktivismus auf und nahm zum RA Zuflucht.
IX 184/185
Die Art wie er es aufgab, hatte aber etwas Perverses an sich: Reduzibilitätsaxiom/QuineVsRussell: das RA impliziert nämlich, dass all die Unterscheidungen, die zu seinem Entstehen Anlaß gaben, überflüssig sind! (…+…)
- - -
IX 185
Aussagenfunktion/AF/Attribut/Prädikat/TT/QuineVsRussell: übersah folgenden Unterschied und seine Analoga: a) "propositional functions": als Attribute (oder intensionale Relationen) und
b) proposition functions": als Ausdrücke, d.h. Prädikate (und offene Aussagen: Bsp "x ist sterblich"). Entsprechend:
a) Attribute
b) offene Aussagen
Als Ausdrücke unterscheiden sie sich sichtbar in der Ordnung, wenn die Ordnung aufgrund der Indices an gebundenen Variablen innerhalb des Ausdrucks beurteilt werden soll. Bei Russell ist alles "AF".
Da Russell es versäumte, zwischen Formel und Objekt zu unterscheiden (Wort/Gegenstand, Erwähnung/Gebrauch), dachte er nicht an den Kunstgriff, zuzulassen, dass ein Ausdruck von höherer Ordnung sich geradewegs auf ein Attribut oder eine Relation von niedrigerer Ordnung bezieht.
- - -
X 95
Kontext Definition/Eigenschaften/Logik 2. Stufe/Quine: wenn man lieber Eigenschaften als Mengen haben möchte, kann man Quantifikation über Eigenschaften einführen und dann die Quantifikation über Mengen durch eine schematische Kontext Definition einführen. Russell: hat diesen Weg eingeschlagen.
Quine: die Definition muss aber dafür sorgen, dass das Extensionalitätsprinzip für Mengen gilt, aber nicht für Eigenschaften. Das. Ist ja gerade der Unterschied. .
Russell/QuineVsRussell: warum wollte er Eigenschaften?
X 96
Er merkte nicht, an welchem Punkt die unproblematische Darstellung von Prädikaten, in das Sprechen über Eigenschaften umschlug. ((s) Objektsprache/Metasprache/Erwähnung/Gebrauch). Aussagenfunktion/AF: (= propositional function): hat Russell von Frege übernommen.
QuineVsRussell: er gebrauchte AF manchmal, um sich auf Prädikate zu beziehen, manchmal auf Eigenschaften.

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsRussell Read Vs Russell, B.
 
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Read III 31 +
VsReduktionismus: müsste die Wahrheit einer negativen Aussage wie »Ruby hat Kennedy nicht getötet« als Ergebnis der Wahrheit einer anderen Aussage erklären, die mit »Ruby tötete Kennedy« unvereinbar wäre. RussellVsVs: wendete gegen solche Argumentation ein, dass ein Regress droht: »B ist unvereinbar mit A« ist selbst eine negative Aussage. Um ihre Wahrheit zu erklären, bräuchten wir eine dritte Aussage C, die unvereinbar wäre mit »C ist vereinbar mit A« usw..
ReadVsRussell: das ist ein seltsamer Einwand, denn er würde auch gegen jede Konjunktion gelten. Und dann dürfen Wahrheitsbedingungen für konjunktive und disjunktiv Aussagen nicht konjunktiv bzw. disjunktiv sein.
III 156
VsRussell: seine Theorie kann nicht richtig sein, denn sie führt zu falschen Wahrheitswerten: sie sagt (fälschlich), daß jede Aussage über nicht existierende Objekt falsch ist. Sie ist allerdings eine Verbesserung gegenüber der traditionellen Theorie, die sagt, dass alle solchen Aussagen sinnlos seien.

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsRussell Rorty Vs Russell, B.
 
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Richard Rorty
I 187
RortyVsRussell: verwechselt die spezifisch semantischen Lehren Freges und Wittgensteins, die tatsächlich aus der neuen Logik hervorgegangen waren, mit erkenntnistheoretischen Lehren. - - -
Rorty I 189
Russell/Rorty: unterscheidet »Wahrheit kraft Bedeutung« und »Wahrheit kraft Erfahrung«. QuineVsRussell/Rorty: (Two Dogmas): VsTradition: Vs diese herkömmliche Überzeugung, die Philosophie verhalte sich zu den empirischen Wissenschaften wie die Erforschung von Strukturen zur Forschung von Gehalten.
I 190
Quine: (wie Wittgenstein): wir können kaum unterscheiden, wann wir auf den Druck der Erfahrung und wann wir auf den Druck der Sprache reagieren. Quine/Rorty: These: »jede Aussage kann revidiert werden«.
Sellars/Rorty: »es kann sich herausstellen, dass es überhaupt keine farbigen Gegenstände gibt«.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsRussell Ryle Vs Russell, B.
 
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Read III 33
Russell tappte in seiner Darstellung von Universalien in diese Falle: nach seiner Auffassung bestehen atomare Aussagen aus einer Anzahl von Individuen und einem Universale. Bsp »Fido ist ein Hund«. Worauf bezieht sich »Hund«? Nach der »Fido«-Fido-Theorie muss es seine Bedeutung daher erhalten, dass es einem einzelnen Ding zugeordnet ist, der Hundheit oder dem Universale, Hund.
Aussage/Russells Aussagen waren von ihm so konzipiert worden, dass sie die Bedeutung von Sätzen ausmachen. Folglich, sagte er, müssen Sie diese generischen Entitäten, Universalien enthalten.
Das ist ein nicht gerechtfertigter Schritt. (>RyleVsCarnap)
"Fido"-Fido-Prinzip: RyleVs: Referenz gleich Bedeutung. Read III 296 > Verschiedene VsRussell: > Aussagen,Tatsachen
Read III 34
Russell: glaubte, Prädikatausdrücke, Verben und Adjektive bezögen sich auf Universalien, »ist Präsident« bezieht sich auf Präsidentschaft, »läuft« auf das, was allen Dingen gemeinsam ist, die laufen. Aber viele Philosophen bestreiten, dass der Begriff des Gegenstandsbezug auf derartige Redeteile angewendet werden kann. Bedeutung: Russell und andere identifizieren einfach Bedeutung und Gegenstandsbezug (Referenz).

Ry I
G. Ryle
Der Begriff des Geistes Stuttgart 1969

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
VsRussell Searle Vs Russell, B.
 
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John R. Searle
V 122
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Searle: Russell ging so weit zu verneinen, dass eine bestimmte Beschreibung (Kennzeichnung) überhaupt zum Verweisen verwendet werden könnte! ((s) Hier geht es um Fiktionen) Kennzeichnung/Fiktion/SearleVsRussell: man kann natürlich auf literarische Figuren verweisen. Voraussetzung: sie müssen existieren (in der Literatur). Man kann nicht auf die Gattin von Sherlock Holmes verweisen, weil der unverheiratet war.
V 129
Theorie der Kennzeichnungen/Russell/Problem: Bsp "Der Mann beleidigte mich" führt dazu, dass man annehmen könnte, dass nur ein einziger Mann im Universum existiert. SearleVsRussell: behauptete in der Theorie der Kennzeichnungen tatsächlich so etwas.
- - -
V 245
Namen/Kennzeichnungen/SearleVsRussell: aus der vermeintlichen Unterscheidung zwischen Eigennamen und bestimmten Kennzeichnungen wird die metaphysische Unterscheidung zwischen Gegenständen und Eigenschaften abgeleitet. - - -
V 131
bestimmter Artikel/Referenz/SearleVsRussell: es gibt überhaupt keinen Gebrauch des bestimmten Artikels, der für sich impliziert, dass nur ein einziger Gegenstand gemeint sein kann.
V 132/133
bestimmter Artikel: seine Funktion besteht vielmehr darin, anzuzeigen, dass der Sprecher eine singuläre Referenz beabsichtigt.
V 144
Proposition/Searle: erst die Äußerung in einem bestimmten Zusammenhang (Umstände) gewährleistet die Vermittlung einer Proposition! SearleVsRussell: es kann überhaupt keine Klasse von logischen Eigennamen geben (dies, jetzt, dort). Wenn ihre Äußerungen keinen deskriptiven Gehalt vermittelte (Russell), gäbe es keine Möglichkeit, eine Beziehung zwischen dem Ausdruck und dem Gegenstand herzustellen. Wie wollte man erklären, dass dieser Ausdruck auf jenen Gegenstand verweist?
- - -
V 238
Searle: ein propositionaler Akt kann niemals identisch sein mit dem illokutionären Akt der Behauptung, da ein propositionalen Akt nur als Teil eines illokutionären Aktes, aber niemals selbständig vorkommen kann. SearleVsRussell: der Versuch musste scheitern, die bestimmte Referenz (propositionaler Akt) mit dem Aufstellen von Behauptungen (illokutionärer Akt) gleichzusetzen.
V 239
Weil Russell die formale Notation benutzt, muss für ihn eine vollständige Behauptungen aufgestellt werden, selbst wenn es keinen Gegenstand gibt.
V 240
Aber aus der Tatsache, dass eine bestimmte Art von Akten nur unter bestimmten Bedingungen vollzogen werden kann, folgt nicht einfach, dass der Vollzug eines solchen Aktes für sich genommen auch schon die Behauptung darstellt, diese Bedingungen seien erfüllt. Searle: Befehl "Bring dies dem König von Frankreich" ist weder eine Behauptung, noch enthält es eine solche. (> Bsp "Der König von Frankreich ist kahl.")
- - -
IV 113
Sinn/Russell: Bsp sinnlos: "Vierseitigkeit trinkt Aufschub": SearleVsRussell: wird von vielen Autoren als metaphorische Äußerung über das Viermächteabkommen nach dem 2. Weltkrieg gelesen. Aber keines der Wörter kommt hier wörtlich vor!

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsRussell Strawson Vs Russell, B.
 
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Wolf II 17
StrawsonVsRussell: Vs Russells Auflösung singulärer Sätze wie "Das F, welches G ist, ist H" ind generelle Sätze wie "Es gibt genau ein F, welches G ist, und dieses F ist H": Das ist unangemessen! Damit wird nicht erfasst, dass wir mit sing Term auf Einzelnes referieren.
- - -
NS I 92
Referenz/StrawsonVsRussell: ("On Referring") 1950 , 45 Jahre nach Russells "On Denoting" (1905)). Strawson: 5 Thesen
(i) Man muss unterscheiden zwischen a) dem Satz, b) dem Gebrauch, c) der Äußerung (bei einer Gelegenheit)
(ii) Es besteht ein Unterschied zwischen (logischem) Implizieren und Präsupposition
(iii) Wahrheitswert-Lücken sind erlaubt
(iv) Die Bedeutung eines Ausdrucks ist nicht sein Referent, sondern die Konventionen und Regeln. Bei verschiedenen Verwendungen kann sich der Ausdruck daher auf verschiedene Gegenstände beziehen.
(v) Ausdrücke können referentiell und prädikativ (Eigenschaften zuschreibend) gebraucht werden.
Satz/Wahrheitswert/WW/Strawson: These: Sätze selbst können daher nicht wahr oder falsch sein, nur ihr Gebrauch.
Präsupposition/Implikation/Strawson: Unterschied:
Def Implikation/Strawson: A impliziert B gdw. es nicht sein kann, dass A wahr ist, aber B falsch. Dagegen:
Def Präsupposition/Strawson: A präsupponiert B gdw. B wahr sein muss, damit A einen WW annehmen kann.
Existenzbehauptung/Eindeutigkeitsbehauptung/Strawson: werden von einem Satz mit Kennzeichnung lediglich präsupponiert, aber nicht impliziert.
Bsp König von Frankreich/Präsupposition/Strawson: der Satz präsupponiert die Existenz, impliziert sie jedoch nicht. Und behauptet auch nicht die Existenz und nicht die Eindeutigkeit.
Newen/Schrenk VsStrawson: Strawson liefert keine philosophisch-logischen Argumente für seine These.
NS I 94
Er beruft sich vielmehr auf unsere Alltagspraxis. Wahrheitswert-Lücken/StrawsonVsRussell: sind bei ihm erlaubt.
negative Existenzsätze/Existenz/Existenzsatz/Strawson/VsStrawson/Newen/Schrenk: sein Ansatz lässt das Problem der leeren Existenzsätze noch verzwickter aussehen.
referentiell/prädikativ/sing Term/Kennzeichnung/Name/Strawson/Newen/Schrenk: These:
Eigennamen/Demonstrativa: werden weitgehend referentiell gebraucht.
Kennzeichnungen: haben maximal prädikative, also beschreibende Bedeutung (können aber auch gleichzeitig referieren).
Identität/informative Identitätssätze/referentiell/prädikativ/Strawson/Newen/Schrenk: hier hat die Kennzeichnung (oder zwei vorkommende Kennzeichnungen) einen so extremen prädikativen Gebrauch, dass Bsp "Napoleon ist identisch mit dem Mann, der die Hinrichtung des Herzogs befahl" so gut wie synonym ist mit dem Satz "Napoleon befahl die...".
Prinzipiell werden beide Sätze zu einer Prädikation gebraucht. So ist der erste Satz informativ, wenn er prädikativ und nicht rein referentiell gelesen wird.
- - -
Quine I 447
StrawsonVsRussell: hat Russells Theorie der Kennzeichnungen falsch genannt aufgrund ihrer Behandlung der Wahrheitswertlücken. - - -
Strawson III 433
StrawsonVsRussell/Theorie der Kennzeichnungen: Strawson bringt eine Reihe von grundlegenden Unterscheidungen zwischen Arten und Verwendungsebenen sprachlicher Ausdrücke ins Spiel. Fundamentaler Unterschied zwischen logischem Subjekt und logischem Prädikat. Plädiert für stärkere Hinwendung zur Alltagssprache.
»Die normale Sprache kennt keine exakte Logik«.
III 434
König-Bsp: »Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl«. Russell: hier darf die Kennzeichnung nicht als logisches Subjekt gewertet werden! Russell: derartige Sätze sind im Fall der Nichtexistenz einfach falsch. Dann müssen wir auch keine dubiosen ontologischen Voraussetzungen machen. Wir analysieren (nach Russell) den Satz wie folgt: es ist in Wirklichkeit eine Konjunktion dreier Sätze:
1. Es gibt einen König von Frankreich.
2. Es gibt nicht mehr als einen König von Frankreich.
3. Es gibt nichts, was König von Frankreich ist und nicht kahl ist.
Da wenigstens ein Glied in der Konjunktion falsch ist, ist sie insgesamt falsch.
StrawsonVsRussell: 1. dieser spricht zu sorglos von Sätzen und ihren Bedeutungen. Man muss aber den Gebrauch sprachlicher Ausdrücke betrachten, der zeigt, dass hier viel feiner differenziert werden muss.
2. Russell verwechselt das, was ein Satz sagt, mit den Bedingungen des sinnvollen Gebrauchs dieses Satzes.
3. die Alltagssprache und nicht die formale Logik entscheidet über die Bedeutung.
III 435
Bezug/Strawson: von selbst bezieht sich ein Ausdruck auf gar nichts! König-Bsp/StrawsonVsRussell: mit dem Satz "Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl" ist überhaupt keine Existenzbehauptung ausgesprochen. Sie ist vielmehr "impliziert".
Deswegen braucht der Satz nicht wahr oder falsch zu sein. Der Ausdruck bezieht sich auf nichts.
Def "Wahrheitswertlücke" (Strawson): Bsp König-Bsp: bezieht sich auf gar nichts. Wittgenstein: ein misslungener Zug im Sprachspiel.
- - -
VII 95
Kennzeichnung/Strawson: sicher gebrauche ich in Bsp "Napoleon war der größte französische Soldat" das Wort "Napoleon", um die Person zu nennen, nicht das Prädikat. StrawsonVsRussell: aber ich kann die Kennzeichnung sehr wohl dazu benutzen, eine Person zu nennen!
Es können auch mehr als eine Kennzeichnung in einem Satz vorkommen!
VII 98
StrawsonVsRussell: scheint zu implizieren, dass es solche logischen Subjekt Prädikat Sätze gibt. Lösung Russell: nur logische Eigennamen - z.B. "dies" - sind wirkliche Subjekte in logischen Sätzen. Die Bedeutung ist dann genau das Einzelding.
Das führt ihn dazu, dass er Sätze mit Kennzeichnungen nicht mehr als logische Sätze ansehen kann.
Referenz/StrawsonVsRussell: Lösung: in "eindeutig referierender Verwendung" können auch Kennzeichnungen gebraucht werden! Sie sind aber nicht "Kennzeichnungen" in Russells Sinn!
VII 99
König-Bsp/StrawsonVsRussell: behauptet drei Aussagen, von denen eine auf jeden Fall falsch wäre. Die Konjunktion dreier Aussagen, von denen eine falsch und die anderen Wahr sind, ist falsch, aber sinnvoll.
VII 100
Referenz/Kennzeichnung/StrawsonVsRussell: Unterscheidung: Terminologie:
"eindeutige Referenz": Ausdruck. (eindeutig referierende Kennzeichnung).
Satz: beginnt mit eindeutig referierender Kennzeichnung.
Sätze, die mit einer Kennzeichnung beginnen können:
(A1) Satz
(A2) Gebrauch eines Satzes (A3) Äußerung eines Satzes
entsprechend:
(B1) Ausdruck
(B2) Gebrauch eines Ausdrucks (B3) Äußerung eines Ausdrucks.
König-Bsp/StrawsonVsRussell: die Äußerung (Behauptung (>utterance) "Der gegenwärtige König von Frankreich ist weise" kann zu verschiedenen Zeiten wahr oder falsch sein, der Satz ist aber derselbe!
VII 101
Verschiedener Gebrauch: je nachdem, ob zur Zeit Ludwig XIV .oder Ludwig XV. Satz/Aussage/Äußerung/Behauptung/Proposition/Strawson:
Behauptung (assertion): kann zu verschiedenen Zeiten wahr oder falsch sein.
Aussage (proposition): dito
Satz: ist immer derselbe. (Unterschied Satz/Proposition).
VII 102
StrawsonVsRussell: dieser übersieht den Unterschied von Gebrauch und Bedeutung.
VII 104
Sinn/StrawsonVsRussell: die Frage, ob ein Satz sinnvoll sei, hat nichts damit zu tun, ob er bei einer bestimmten Gelegenheit gebraucht wird, um etwas Wahres oder Falsches zu behaupten oder auf etwas Existentes oder Nichtexistentes zu referieren.
VII 105
Bedeutung/StrawsonVsRussell: Bsp "Der Tisch ist mit Büchern bedeckt": Jeder versteht den Satz, es ist absurd zu fragen, von "welchem Gegenstand" (von vielen!) der Satz handelt. Es ist auch absurd zu fragen, ob es wahr oder falsch ist.
VII 106
Sinn/StrawsonVsRussell: dass der Satz Sinn hat, hat damit zu tun, dass er richtig gebraucht wird (oder werden kann), nicht dass er negierbar ist! Sinn darf nicht in Bezug auf einen bestimmten (einzelnen) Gebrauch festgestellt werden!
Es geht um Konventionen, Gewohnheiten und Regeln.
VII 106/107
König-Bsp/Russell/Strawson: Russell sagt zwei wahre Dinge darüber: 1. Der Satz Bsp "Der gegenwärtige König von Frankreich ist weise" hat Sinn.
2. wer den Satz jetzt äußerte, würde eine wahre Aussage machen, wenn es jetzt einen gäbe,
StrawsonVsRussell: 1. falsch zu sagen, wer den Satz jetzt äußerte, würde überhaupt entweder eine wahre oder eine falsche Behauptung machen.
2. falsch, dass ein Teil dieser Behauptung besagte, dass der König existiert.
Strawson: die Frage w/f stellt sich wegen der Nichtexistenz gar nicht! Bsp Es ist nicht so wie das Greifen nach dem Regenmantel darauf hindeutet, dass man glaubt, dass es regnet. (>Präsupposition).
Implikation/Implizieren/StrawsonVsRussell: die Prädikation behauptet keine Existenz des Gegenstands.
VII 110
Existenz/StrawsonVsRussell: der Gebrauch von "der" ist nicht gleichbedeutend mit der Behauptung, dass der Gegenstand existiert. Principia Mathematica: (S.30) "Strikter Gebrauch" des bestimmten Artikels: "trifft nur zu bei Existenz des Gegenstands".
StrawsonVsRussell: der Satz "Der Tisch ist mit Büchern bedeckt" trifft nicht nur dann zu, wenn es genau einen Tisch gibt...
VII 111
Das wird mit dem Satz nicht behauptet, sondern (alltäglich) impliziert, dass es genau ein Ding gibt, das der Art Tisch angehört und dass es auch eines ist, auf das der Sprecher referiert. Referenz/StrawsonVsRussell: referieren heißt nicht sagen, dass man referiert!
Sagen, dass es den einen oder anderen Tisch gibt, den man bezeichnet, ist nicht dasselbe wie einen bestimmten Tisch zu bezeichnen.
Referieren ist nicht dasselbe wie behaupten.
logische Eigennamen/StrawsonVsRussell: Bsp ich könnte meine leere Hand formen und sagen "Dies ist ein schöner roter!" Der andere stellt fest, dass das nichts ist.
Deshalb ist "dies" keine "getarnte Kennzeichnung" im Sinne Russells. Auch kein logischer Eigenname!
Man muss nämlich wissen, was der Satz bedeutet, um auf die Äußerung reagieren zu können.
VII 112
StrawsonVsRussell: dieser verwischt den Unterschied zwischen reinen Existenzsätzen und Sätzen, die einen Ausdruck enthalten, um auf einen Gegenstand hinzudeuten oder auf ihn zu referieren. Russells "Inquiry into meaning and truth" enthält eine logisch katastrophale Namentheorie. (logische Eigennamen).
Er nimmt den Kennzeichnungen den Status logischer Subjekte, bietet aber keinen Ersatz.
VII 113
Bezug/Name/Träger/StrawsonVsRussell: nicht einmal Namen genügen diesem hochgesteckten Standard. Strawson: Die Bedeutung des Namens ist nicht der Gegenstand! (Verwechslung von Erwähnung und Gebrauch).
Es sind die Ausdrücke zusammen mit dem Kontext, die man braucht, um eindeutig zu referieren.
Wenn wir referieren erreichen wir sowieso nicht Vollständigkeit. Das ermöglich auch die Fiktion. (Fußnote: später: erscheint mir nicht mehr ganz haltbar wegen des implizit restriktiven Gebrauchs von "referieren".).
VII 122
StrawsonVsRussell: Gipfel des Zirkulären: Namen als getarnte Kennzeichnungen zu behandeln! Namen werden willkürlich oder konventionell gewählt. Sonst wären Namen deskriptiv!
VII 123
unbestimmte Referenz/"Jemand"/Implikation/Strawson: Bsp "Ein Mann erzählte mir..." Russell: Existenzbehauptung: "Es gibt einen Mann, der..."
StrawsonVsRussell: lächerlich, hier zu sagen, die "Klasse der Männer sei nicht leer..."
Hier wird ebenso Eindeutigkeit impliziert wie bei "der Tisch".
VII 124
Tautologie/StrawsonVsRussell: an die Trivialität braucht man nicht zu glauben. Das denken nur diejenigen, die glauben, dass die Bedeutung eines Ausdrucks der Gegenstand sei. (Bsp Scott ist Scott).
VII 126
Präsupposition/StrawsonVsRussell: Bsp "Meine Kinder schlafen" Hier wird jeder annehmen, dass der Sprecher Kinder hat. Alltagssprache hat keine exakte Logik. Das verkennen Aristoteles wie Russell.

Str I
P.F. Strawson
Einzelding und logisches Subjekt Stuttgart 1972

Str IV
P.F. Strawson
Analyse und Metaphysik München 1994

Str V
P.F. Strawson
Die Grenzen des Sinns Frankfurt 1981

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsRussell Tugendhat Vs Russell, B.
 
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Wolf II 22
Identifikation/Individuierung/Tugendhat: die subjektive und die objektive Lokalisierung sind gleich ursprünglich. TugendhatVsStrawson: Raumzeit nicht nur besonders wichtig, sondern die einzige Möglichkeit der Identifizierung.
Wie Strawson: sortale Prädikate müssen hinzukommen. (Herausgreifen aus der Situation, Wiedererkennen, Zählbarkeit).
Alle sing Term verweisen auf die unterste Ebene der Identifizierung. "Dies F ist G", verifizierbar. (KantVs).
TugendhatVsRussell: Zwar ist hier noch die Existenzaussage "Es gibt hier und jetzt genau ein F" impliziert, aber nicht mehr als allgemeine (generelle) Aussage wie bei Russell: "Unter allen Gegenständen gibt es einen..." sondern Lokalisation.
Erst bei lokalisierenden Ausdrücken haben wir sing Term, deren Referenz nicht mehr fehlschlagen kann. Daher implizieren sie keine Existenzaussagen mehr!
Damit gleichen sie Russell’s logischen Eigennamen. Unterschied: sie stehen nicht mehr in einer isolierten Zuordnung zum Gegenstand, sondern in einer Raum-Zeit-Ordnung.
- - -
I 378
Existenzaussagen/Tugendhat: entgegen dem Anschein nicht Aussagen über Einzelnes sondern stets generelle Aussagen. Die Rede von Existenz nimmt im Prinzip immer schon an, dass man von allen Gegenständen spricht, und daher könnte man (VsRussell) von einem einzelnen Gegenstand gar nicht sagen, dass er existiert.
I 383
TugendhatVsRussell: aber hier geht es überhaupt nicht um eine Relation, Spezifikation findet statt vor dem Hintergrund aller Gegenstände. Das hat Russell in Bezug auf sing Term schon richtig gesehen, aber mit seinen logischen Eigennamen lag er trotzdem falsch, gerade weil er ihnen den Bezug auf jenen Hintergrund einer eigentümlichen Generalität absprach.
- - -
III 214
TugendhatVsRussell: weder die Reaktion eines Lebewesens noch das auslösende Anzeichen kann wahr oder falsch sein, weil hier keine Annahme vorliegt, dass etwas so oder so sei, folglich ist auch kein Irrtum möglich.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsRussell Turing Vs Russell, B.
 
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II 522/523
Turing: bearbeitete die Frage, ob solche unentscheidbaren Behauptungen zu isolieren seien, oder ob die die gesamte Mathematik "durchwachsen". Er fand heraus, daß man keine Maschine bauen kann, die unfehlbar unentscheidbare Sätze erkennen kann. (Grund: Gödel).
Universale Turingmaschine: könnte ununterscheidbar von anderen Maschinen agieren.
TuringVsHilbert,VsRussell: angenommen, es gäbe eine solche universale Turingmaschine, dann führt sie zu einem Widerspruch mit sich selbst.
Diese universelle Maschine könnte die symbolische Nummer jeder anderen Maschine akzeptieren und sie simulieren. Problem: was macht sie mit ihrer eigenen Nummer? Widerspruch.
Das ist der Grund, warum sich unentscheidbare Probleme durch die ganze Mathematik ziehen, und nicht isolierbar sind.
Kann auch auf Menschen angewendet werden: Bsp "Werden Sie auf diese Frage mit "Nein" antworten?". Das zeigt: ganz gleich, wie bewußt man sich seines eigenen Geistes ist, seine eigene Komplexität kann man nicht völlig einkalkulieren, wenn man sich gegenseitig zu verstehen versucht.
So können auch Maschinen ihr eigenes Verhalten nicht vorhersagen (In solchen Fällen).
VsRussell Wittgenstein Vs Russell, B.
 
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Carnap VI 58
intensionale Logik/Russell: ist nicht an bestimmte Aussagenformen gebunden. Ihre Aussagen sind nicht alle in Aussagen über Extensionen übersetzbar. WittgensteinVsRussell. Später Russell, Carnap pro Wittgenstein.
(Russell, PM 72ff, Bsp für scheinbar intensionale Aussagen).
Bsp (Carnap) "x ist Mensch" und "x sterblich":
beides kann in eine extensionale Aussage (Klassenaussage) umgeformt werden.
"Die Klasse der Menschen ist in der Klasse der Sterblichen enthalten".
- - -
Tugendhat I 453
Def Sortal: etwas abgegrenztes, dass keine beliebige Verteilung gestattet. Bsp Katze. Gegensatz: Massenterminus. Bsp Wasser.
I 470
Sortal: in gewisser Weise eine Wiederentdeckung des aristotelischen Begriffs des Substanzprädikats. Aristoteles: Hierarchie: niedrige: Materialprädikate: Wasser, höhere: Zählbarkeit.
Locke: hatte die aristotelische Einsicht vergessen und führte daher einen Begriff des Substrats ein, dass selbst nicht wahrnehmbar, einem Bündel von wahrnehmbaren Qualitäten zugrunde liegen sollte.
Hume: das ermöglichte es Hume, das Ganze zu verwerfen.
Russell und andere: Bündel von Eigenschaften. (KripkeVsRussell, WittgensteinVsRussell, führte zur Wiederentdeckung des Sortals).
Bsp Sortal: schon Aristoteles: wir nennen etwas einen Stuhl oder eine Katze nicht deshalb, weil es eine bestimmte Gestalt hat, sondern weil es eine bestimmte Funktion erfüllt!
- - -
Wittgenstein I 80
Bekanntschaft/WittgensteinVsRussell/Hintikka: eliminiert Russells zweite Klasse (logische Formen) insbesondere Russells freischwebenden Formen, die durch völlig allgemeine Sätze ausgedrückt werden. So kann Wittgenstein jetzt sagen, dass wir in der Logik keine Erfahrung brauchen.
Das bedeutet, dass die Aufgabe die früher von Russells zweiter Klasse übernommen worden war, jetzt von den regulären Gegenständen der ersten Klasse wahrgenommen werden müssen.
Das ist eine Erklärung der fundamentalsten und seltsamsten Thesen des Tractatus: die logischen Formen werden nicht nur anerkannt, sondern ihnen wird beträchtliches Gewicht beigemessen. Ferner sind die Gegenstände nicht nur Substanz der Welt sondern auch konstitutiv für die Form der Welt.
I 81
1. die komplexen logischen Sätze werden alle durch die logischen Formen der atomaren Sätze bestimmt, und 2. die Formen der Atomsätze durch die Formen der Gegenstände.
Pointe: Wittgenstein weigert sich im Tractatus, die komplexen logischen Formen als unabhängige Gegenstände anzuerkennen. Ihre Aufgabe muss durch etwas anderes erfüllt werden:
I 82
Die Formen der einfachen Gegenstände (vom Typ 1): sie bestimmen die Weise, wie die Gegenstände miteinander verbunden werden können. Die Form des Gegenstands ist das, was a priori von ihm gilt!. Der Standpunkt, auf den Wittgenstein sich zubewegt, hat eine feste Basis in Freges berühmten Prinzip der Zusammengesetztheit (dem Prinzip der Funktionalität, von Davidson als Frege Prinzip bezeichnet, (s) >Kompositionalität)
I 86
Logische Form/Russell/Hintikka: meint, wir müssten mit der logischen Form jedes zu verstehenden Satzes bekannt sein. WittgensteinVsRussell: bestreitet das. Um alle logischen Formen zu erfassen ist nichts weiter nötig, als die Gegenstände zu erfassen. Mit diesen allerdings müssen wir dennoch bekannt sein. Diese Erfahrung wird aber dadurch uneigentlich, dass sie sich auf die Existenz der Ggst bezieht.
I 94 ff
dies/logischer Eigenname/Russell: "Dies" ist ein (logischer) Eigenname. WittgensteinVsRussell/PU: Das hinweisende "Dieses" kann nie trägerlos werden, aber das macht es nicht zu einem Namen." (§ 45)
I 95
Nach Russells früher Theorie gibt es in unserer Sprache nur zwei logische Eigennamen für partikulare Gegenstände außer dem Ich, und zwar "dies" und "jenes". Man führt sie ein, indem man auf sie zeigt. Hintikka: von diesen konkreten Russellschen Gegenständen gilt im wahren Sinne des Wortes, dass sie nicht ausgesprochen, sondern nur genannt werden können. (>Erwähnung/Gebrauch/sagen/zeigen).
Wittgenstein I 107
Sinnesdaten/Russell: (Mysticism and Logic): Sinnesdaten seien etwas "Physikalisches". Daher sei "die Existenz des Sinnesdatums nicht logisch abhängig von der Existenz des Subjekts." WittgensteinVsRussell: das kann natürlich von Wittgenstein nicht akzeptiert werden. Nicht weil er ernste Zweifel hätte, sondern weil er die Gegenstände zu semantischen Zwecken benötigt, die weit hinausgehen über Russells Bausteine unserer wirklichen Welt.
Sie müssen Bausteine aller logischen Formen sowie die Substanz aller möglichen Sachverhalte sein. Daher kann er nicht zufrieden sein mit Russells Konstruktion unserer eigenen und einzigen Außenwelt aus Sinnesdaten.
I 108
Aus dem gleichen Grund verweigert er auch die Festlegung auf eine bestimmte Ansicht über den metaphysischen Status seiner Gegenstände. Außerdem:
Subjekt/WittgensteinVsRussell: "Das Subjekt gehört nicht zu den Gegenständen der Welt".
I 114
Sprache/Sinnesdaten/Wittgenstein/Zeitgenossen/Waismann: "Der Zweck der Sprache Wittgensteins ist im Gegensatz zu unserer gewöhnlichen Sprache die logische Struktur der Phänomene wiederzugeben."
I 115
Erfahrung/Existenz/Wittgenstein/Ramsey: "Wittgenstein sagt, es sei Unsinn, etwas zu glauben, was nicht der Erfahrung gegeben ist, denn mir anzugehören, in der Erfahrung gegeben zu sein, ist die formale Eigenschaften der echten Entität." Sinnesdaten/WittgensteinVsRussell/Ramsey: sind logische Konstruktionen. Denn nichts von alldem was wir wissen, beinhaltet sie. Sie vereinfachen zwar die allgemeinen Gesetze, sind für diese jedoch genauso wenig nötig wie materielle Gegenstände."
Später Wittgenstein: (Zettel § 498) setzt Sinnesdatum mit "privatem Objekt, das vor meiner Seele steht" gleich.
I 143
logische Form/Russell/Hintikka: sowohl Formen der Atomsätze als auch komplexer Sätze. Sprachlich dort durch Zeichen (Junktoren, Quantoren usw.) definiert. WittgensteinVsRussell: nur einfache Formen. "Wenn ich den Gegenstand kenne, kenne ich auch sämtliche Möglichkeiten seines Vorkommens in Sachverhalten. Jede solche Möglichkeit muss in der Natur des Gegenstands liegen."
I 144
logische Konstanten/Wittgenstein: verschwinden aus der letzten und abschließenden logischen Darstellung jedes sinnvollen Satzes.
I 286
Vergleich/WittgensteinVsRussell/Hintikka: das Vergleichen ist es, was in der Russellschen Theorie nicht vorkommt.
I 287
Und das Vergleichen besteht nicht darin, bei der Konfrontierung ein Phänomen zu erleben. Hier sieht man: ab einem bestimmten Zeitpunkt sieht Wittgenstein Sätze nicht mehr als fertige Bilder an, sondern als Vorschriften zur Herstellung von Bildern.
- - -
Wittgenstein II 35
Anwendung/Gebrauch/WittgensteinVsRussell: er hat übersehen, dass logische Typen nichts über die Anwendung der Sprache aussagen. Bsp Johnson sagt, Rot unterscheide sich in einer Weise von Grün, in der Rot sich nicht von Kreide unterscheidet. Aber woher weiß man das? Johnson: Es wird formal, nicht experimentell verifiziert.
WittgensteinVsJohnson: das ist aber Unsinn: es ist so, als würde man nur das Portrait betrachten, um zu beurteilen, ob es dem Original entspricht.
- - -
Wittgenstein II 74
Implikation/WittgensteinVsRussell: Paradox aus zwei Gründen: 1. wir verwechseln die Implikation mit dem Schlüsseziehen.
2. im Alltag gebrauchen wir nie " wenn... dann " in diesem Sinn. Es sind immer Hypothesen, in denen wir jenen Ausdruck verwenden. Die meisten Dinge, von denen im Alltag die Rede ist, sind in Wirklichkeit stets Hypothesen. Z. B.: "alle Menschen sind sterblich."
So wie Russell es verwendet, bleibt es sogar dann wahr, wenn es nichts gibt, was der Beschreibung f(x) entspricht.
II 75
Wir meinen aber nicht, dass alle Menschen auch dann sterblich sind, wenn es keine Menschen gibt.
II 79
Logik/Notation/WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise macht die internen Beziehungen nicht deutlich. Aus seiner Notation geht nicht hervor, dass pvq aus p.q folgt, während der Sheffer-Strich die interne Beziehung klarmacht.
II 80
WittgensteinVsRussell: "Behauptungszeichen": es ist irreführend, und deutet auf einer Art geistigen Vorgang hin. Wir meinen aber bloß einen Satz. ((s) Auch WittgensteinVsFrege). > Behauptungsstrich.
II 100
Skeptizismus/Russell: Bsp wir könnten erst seit fünf Minuten existieren, einschließlich unserer Erinnerungen. WittgensteinVsRussell: dann benutzt er die Wörter in neuer Bedeutung.
II 123
Kalkül/WittgensteinVsRussell: Eifersucht als Beispiel für einen Kalkül mit dreistelligen Relationen fügt der Sache keine zusätzliche Substanz hinzu. Er hat einen Kalkül auf die Eifersucht angewandt.
II 137
Implikation/Paradoxie/material/Existenz/WittgensteinVsRussell: II 137 + in Russells Notation gilt sowohl: "Alle S sind P" als auch "Kein S ist P", als wahr, wenn es gar keine S gibt. Weil die Implikationen auch durch ~fx verifiziert sind. In Wirklichkeit ist dieses fx beide Male unabhängig!
Alle S sind P: (x) gx >.fx
Kein S ist P : (x) gx > ~fx
Dieses unabhängige fx ist irrelevant, es ist ein leerlaufendes Rad!
Bsp Wenn es Einhörner gibt, dann beißen sie, aber es gibt keine Einhörner = es gibt keine Einhörner.
II 152
WittgensteinVsRussell: seine Schreibweise setzt voraus, dass es für jeden allgemeinen Satz Namen gibt, die man zur Beantwortung der Frage "welche?" (Im Gegensatz zu "welche Art?") nennen kann. Bsp "welche Menschen leben auf dieser Insel?" kann man fragen, aber nicht: "welcher Kreis ist im Quadrat?". Wir haben keine Namen "a", "b", usw. für Kreise.
WittgensteinVsRussell: in seiner Schreibweise heißt es "es gibt ein Ding, welches ein Kreis im Quadrat ist".
Wittgenstein: was ist dieses Ding? Der Fleck, auf den ich zeige? Aber wie sollen wir dann "da sind drei Flecken " schreiben?
II 157
Einzelding/ED/Atom/Atome/Wittgenstein: Russell und ich, wir haben beide damit gerechnet, durch die logische Analyse auf die Grundelemente (" individuals") zu stoßen. Russell glaubte, am Schluss würden sich Subjekt Prädikat Sätze und zweistellige Relationen ergeben. WittgensteinVsRussell: das ist eine verfehlte Vorstellung von logischer Analyse: wie eine chemische Analyse. WittgensteinVsAtomismus.
- - -
Wittgenstein II 306
Logik/WittgensteinVsRussell: Russell notiert: "ich traf einen Mann": es gibt ein x, so dass ich x getroffen habe. x ist ein Mann. Wer sagt denn schon: "Sokrates ist ein Mann"? Ich kritisiere dies nicht deshalb, weil es im praktischen Leben keine Rolle spielt, sondern ich kritisiere, dass die Logiker diese Beispiele nicht lebendig machen.
Russell verwendet "Mann" als Prädikat, obwohl wir es praktisch nie als solches gebrauchen.
II 307
Wir könnten "Mann" als Prädikat verwenden, wenn es uns um den Unterschied ginge, ob jemand, der als Frau gekleidet ist, ein Mann oder eine Frau ist. Damit haben wir für dieses Wort einer Umgebung erfunden, ein Spiel, indem sein Gebrauch einen Zug darstellt. Wenn "Mann" als Prädikat verwendet wird, ist das Subjekt ein Eigenname, der Eigenname eines Mannes.
Eigenschaften/Prädikat/Wittgenstein: wenn der Ausdruck "Mann" als Prädikat verwendet wird, kann er bestimmten Dingen sinnvoll zugesprochen oder abgesprochen werden.
Dies ist eine "externe" Eigenschaft, und in dieser Hinsicht verhält sich das Prädikat "rot" genauso. Man beachte jedoch die Unterscheidung zwischen rot und Mann als Eigenschaften.
Ein Tisch könnte Träger der Eigenschaft rot sein, doch im Falle von "Mann" liegt die Sache anders. (Ein Mann könnte diese Eigenschaft nicht ablegen). .
II 308
WittgensteinVsRussell: Bsp "in diesem Zimmer ist kein Mann". Russells Schreibweise: "~(Ex)x ist ein Mann in diesem Zimmer." Diese Schreibweise suggeriert, dass man die Dinge in diesem Zimmer durchgegangen ist, und festgestellt hat, dass keine Männer darunter waren.
Das heißt, die Schreibweise ist nach dem Vorbild konstruiert, indem x ein Wort wie "Schachtel" oder sonst ein Gemeinname ist. Das Wort "Ding" jedoch ist kein Gemeinname.
II 309
Was hieße es denn, dass es ein x gibt, welches nicht ein Fleck im Quadrat ist? ((s) >Geach: Huntington-Bsp).
II 311
Arithmetik/Mathematik/WittgensteinVsRussell: die Arithmetik wird nicht in der Russellschen Weise gelehrt, und dies ist keineswegs eine Ungenauigkeit. Wir machen uns nicht an die Arithmetik, indem wir etwas über Sätze und Funktionen erfahren, noch beginnen wir mit der Definition der Zahl.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsRussell Verschiedene Vs Russell, B. Menne I 55
Hugo BergmannVsRussell: der Anspruch der Logiker, den Existenzbegriff vollständig durch den in der mathematischen Logik üblichen geklärt zu haben, ist eine ungerechtfertigte Übertreibung. MenneVsRussell: eine logische Analyse des Existenzbegriffs, die nicht von vornherein auf den Existenzoperator festgelegt ist, liefert ein befriedigendes Ergebnis, und auch eine Antwort auf die Frage der Universalien.

EMD II 255
Veränderung/Existenz/Wechsel/Phasen Sortal/Michael Woods: Bsp es war wahr von etwas, das es ein Samenkorn in meinem Garten war. es ist aber nicht wahr, daß der Keimling aufgehört hat zu existieren, bloß weil er kein Keimling mehr ist. Statt dessen. es ist der Fall, daß es wahr von etwas war, daß es ein Keimling war und daß es jetzt nicht mehr wahr von etwas ist.
Kennzeichnungen/Michael WoodsVsRussell: können wir in Nicht Russellscher Weise den Namen angeleichen.
"(Ex)(x ist das F)": das variiert im WW mit der Zeit, vorausgesetzt, daß "das F" ein Objekt nur zur Zeit der Äußerung bezeichnet.
Vs: wie oben in Bezug auf Existenz (Verbindung zum Existenzquantor).
Problem: Bsp "das F existiert nicht mehr": wie kann das dann jemals eine Wahrheit ausdrücken, wenn es die Vergangenheitszeit involvieren soll?

Berka I 292
BernaysVsRussell: (1926) das 4. Axiom von PM ist nicht unabhängig.





EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Ev I
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
VsRussell Peacocke Vs Russell, B.
 
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I 131
Bekanntschaft/Russell: Objekte der Bekanntschaft: Bsp Sinnesdaten. Sie sind dem Subjekt offensichtlich. Sinnesdaten/Russell: entsprechen den Positionen von sing Term im Satz.
Sie sind gleichzeitig reale Konstituenten des Satzes.
Und zwar ohne Gegebenheitsweise! (Ohne Intension). Rein extensionales Vorkommen von Objekten im Satz.
PeacockeVsRussell: 1. das mag FregeVsRussell’s Kritik an seinem Begriff der Proposition mildern.
Aber es rechtfertigt Russell nicht: denn er berief sich dabei nicht auf Offensichtlichkeit für den Denkenden.
2. physikalische Objekte, die nach Russell "die Sinnesdaten verursachen" sind also gemischt demonstrativ deskiptiv.
PeacockeVs: unser Ansatz geht dagegen davon aus, dass demonstrative GW nicht deskriptiv sind.
Aber auch Russells gemischter Ansatz ist nicht gänzlich irrelevant: wenn wir "Sinnesdaten" durch "Erfahrung" ersetzen:
PeacockeVsRussell: er hat eine plausible Bestimmung der konstitutiven Rolle mit "Inhalt" verwechselt.
- - -
I 180
Bekanntschaft/Russell: (Problems of Philosophy, 1973,S 32) "Jeder verstehbare Satz muss aus Konstituenten zusammengesetzt sein, mit denen wir bekannt sind". PeacockeVs: das hatte keine gute Presse. Problem: zu starke Nähe zu Humeschem Empirismus.
SainsburyVs: man sollte Russells Ideen möglichst ohne das Prinzip der Bekanntschaft verteidigen.
Peacocke: wenn man das Prinzip aber von unwesentlichen erkenntnistheoretischen Anhängseln befreit, ist es eine korrekte und fundamentale Bedingung für die Zuschreibung von Inhalten.
Bekanntschaft/Russell: man ist mit Sinnesdaten, einigen Objekten der unmittelbaren Erinnerung und mit Universalien und Komplexen bekannt.
Früh: der Denkende ist auch mit sich selbst bekannt.
später: Vs.
Komplex/Russell: aRb. Bekanntschaft/PeacockeVsRussell: er hatte eine korrekten Grundvorstellung von Bekanntschaft, aber ein falsche von ihrer Extension (von den Dingen, die unter sie fallen).
Das hervorstechende Merkmal ist der Gedanke der Relation. Man hat mit dem Gegenstand selbst zu tun und nicht mit einem Stellvertreter.
I 182
Def Prinzip der Bekanntschaft/PeacockeVsRussell: These: Rekonstruktion, reformuliertes PB: Der Denkende ist bekannt mit einem Objekt wenn es eine Gegebenheitsweise (GW) (innerhalb seines Begriffsrepertoires) gibt, die vom Prinzip der Sensitivität beherrscht wird und er in einem geeigneten gegenwärtigen psychologischen Zustand ist, den er braucht, um an das Objekt unter dieser GW zu denken.
Dafür brauchen wir eine dreistellige Relation zwischen Subjekt, Objekt und Typ der GW.
Der Typ der Gegebenheitsweise (z.B. visuelle oder aurale Wahrnehmung) greift das Objekt heraus.
"Herausgreifen" ist hier neutral in Bezug darauf, ob das Objekt eine "Konstituente der Gedanken" sein soll oder nicht.
Das bewahrt zwei Merkmale von Russells Konzept:
1. durch Bekanntschaft ist das Subjekt in der Lage, in einer bestimmten Weise über das Objekt zu denken und zwar wegen der Relation, die er zu ihm hat.
2. das Konzept des psychologischen Zustands mag das erhalten, was Russell meinte, als er von Bekanntschaft als Relation der Präsentation sprach.
Konstituente/Gedanken/Russell: dieser meinte, Objekte kämen regelrecht als Bestandteile des Gedankens vor!
PeacockeVsRussell: wir werden das interpretieren als ein Objekt, das einen Typ einer Gegebenheitsweise (GW) angibt (indexing).
Wir erlauben einem Objekt nicht als Bestandteil eines Gedankens vorzukommen nur weil es die einzige Komponente des Gedankens ist, die einer sing Term Position in einem Satz entspricht, der einen Gedanken ausdrückt!
I 183
Das ist eine Neo Fregesche Theorie, weil ein Objekt nur durch die bestimmte Weise seines Gegebenseins als Bestandteil des Gedankens vorkommen kann. (Intension). (VsRussell: nicht buchstäblich Teil des Gedankens oder Satzes).
- - -
I 195
Farben/Erklärung/Peacocke: um Zirkularität zu vermeiden, dass die Farbe selbst nicht in die Erklärung einer Reaktionshandlung einbezogen werden, sondern nur ihre physikalischen Grundlagen. Anders: Bsp ’John’s Lieblingsfarbe’: welche Objekte sie haben, hängt davon ab, welche Begriffe φ so sind, dass φ das Subjekt urteilt, ’John’s Lieblingsfarbe ist φ’ zusammen mit Gedanken der Form ’t ist φ’. (Sonderzeichen)
Analog: bestimmte Kennzeichnung: Bsp ’der reichste Mann’ .Identifiziert wird er durch relationale GW im Zusammenhang mit Zusatzinformationen.
Komplex/Bekanntschaft/Russell/Peacocke: Bsp ein Subjekt hat ein Erfahrungstoken mit zwei Eigenschaften:
1. Es mag im Zusammenhang mit Sensitivität für eine bestimmte DEMGW (demonstrative Gegebenheitsweise) eines Objekts erwähnt worden sein (z.B. hörbarer Ton).
2. Zur gleichen Zeit mag es ein Erfahrungstoken eines bestimmten Typs sein. Dann müssen die beiden zum Wiedererkennen zusammenfallen im Zusammenhang
I 196
mit einer Sensitivität für einen bestimmten Begriff φ im Repertoire des Subjekts. VsBekanntschaft/VsRussell/Peacocke: man kann einwenden:
Bsp Cicero starb vor langer Zeit
Bsp Arthritis ist schmerzhaft.
Solche Glaubenseinstellungen können wir zuschreiben, wenn das Subjekt die Bedeutungen der Begriffe versteht.
Dennoch: die Bereitschaft zu urteilen, dass Cicero vor langer Zeit starb, von einem psychischen Zustand abhängig, im Hinblick auf den es eine Evidenz geben muss.
Was für ein psychischer Zustand sollte das sein?
Es muss sich nicht an die Gelegenheit zu erinnern, wann es den Namen ’Cicero’ zum erstenmal gehört hat.
Aber auch nicht: ’F starb vor langer Zeit’ , wobei ’F’ eine bestimmte Kennzeichnung ist.
Namen/Peacocke: semantische Funktion: einfach ein bestimmtes Objekt herausgreifen.
Verstehen: wenn man den Referenten des Namens in einer oder der anderen Weise identifizieren kann.
Es gibt keine bestimmte Weise, in der man an den römischen Redner denken muss, um den Namen zu verstehen.
VsBekanntschaft/VsPeacocke: das kann sogar das reformulierte Prinzip gefährden: wenn der Name das Objekt nur herausgreift, dann muss das Subjekt eine Relation zu einem Gedanken haben, der das Objekt als Konstituente enthält.
PeacockeVs: ich bestreite das letzte Konditional.
Wir müssen scharf unterscheiden zwischen
a) Glaubenssätzen, in denen der dass Satz einen Namen enthält, und
b) der Gegenwart des Referenten eines Namens als Konstituenten eines Neo fregeschen Gedankens. Letzterem entspricht die Relation ’Bel’.
I 196/197
Def Relation ’Bel’/Terminologie/Glauben/propositionale Einstellungen/Peacocke: ein Glaube, der den Referenten eines Namens als Konstituenten eines Neo Fregeschen Gedankens enthält: Bsp nicht nur ’NN starb vor langer Zeit’ sondern propositionale Einstellung.
((s) also nicht nur Glauben von jemand oder etwas, sondern von einem bestimmten Objekt.)
Relation Bel/Glauben/Peacocke: drei Gründe zur Unterscheidung von Glaubenssätzen:
a) wir möchten ausschließen, dass jemand einen neuen Glauben erwerben kann, einfach dadurch, dass er einen neuen Namen einführt. (Das könnte nur eine Kennzeichnung).
Bsp wenn wir den Erfinder des Rades ’Helle’ nennen wollten:
Trivialisierung: 1. es wäre trivial, dass eine solche Stipulation in einer Gemeinschaft für die Referenz genügen sollte.
2. Es geht auch nicht darum, dass wir Außenstehende eine theoretische Beschreibung der Sprache der Gemeinschaft geben können.
Man kann nicht durch linguistische Stipulation eine Relation Bel herbeiführen.
I 198
b) Pierre Bsp/Kripke/Peacocke: diese Art Problem entsteht in Fällen, wo die Sprache zu arm ist für eine Theorie für Glaubenssätze in diesem Sinn: wenn jemand einen Satz versteht, ist damit nicht eindeutig, welchen Gedanken er damit ausdrückt! (>Proposition, Verstehen). Denn die Semantik greift nur das Objekt heraus, nicht die Weise des Denkens an den Gegenstand, (Intension). Das ist anders bei reinen Indexwörtern und bestimmte Kennzeichnungen.
Bsp eine Person diesagt ’Ich bin jetzt heiß’ drückt den Gedanken aus:
^[selbst x] ^[jetzt t].
Aber dabei gibt es nichts, was ’Denken an etwas unter einem Namen’ wäre!
Pierre Bsp/Kripke/Lösung: eine vollständige Beschreibung von Pierres Situation ist ( für uns außenstehende) möglich, ohne ’London’ in Glaubenskontexte einzubetten.
Peacocke: auf der Ebene von ’Bel’ (wo der Referent selbst Teil des Glaubens ist) kann man Glaubenssätze formulieren, so dass Eigennamen gebraucht werden: ’Er glaubt, dass NN so und so ist’.
c) Wahrnehmung/Demonstrativa/GW/Peacocke: hier scheint die GW einen Reichtum zu haben, der nicht gänzlich erfasst werden muss, wenn jemand Demonstrativa gebraucht.
Der Reichtum der Erfahrung wird aber von der Relation Bel erfasst.
Damit gehen wir aber nicht bestimmte Verpflichtungen ein: Bsp ’Cicero starb vor langer Zeit’ müssen wir nicht als metalinguistisch auffassen, sondern durchaus als buchstäblich gemeint.
- - -
I 201
logische Operatoren/Quantifikation/Logik/Bekanntschaft/PeacockeVsRussell: in unserem rekonstruierten PB ist implizit die Verpflichtung enthalten, Entitäten anzuerkennen, die nur inferentiell erhalten werden können: Bsp Einzigkeitsoperatoren, andere Quantoren, Verbindungen, auch abgeleitete.
Das kann sogar auch für logische Konstanten gelten und einige Wahrheitsfunktionen und nicht nur für die GW dieser Funktionen.
RussellVs: das Prinzip der Bekanntschaft ist nicht auf logische Konstituenten von Gedanken anwendbar.

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsRussell Hintikka Vs Russell, B.
 
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I 165
On Denoting/Russell/Hintikka: (Russell 1905) Problem: mit Phrasen, die für echte Konstituenten von Propositionen stehen. Problem/Frege: Fehlschlagen der Substitutivität der Identität (SI) in intensionalen Kontexten.
informative Identität/Frege: dass Identität manchmal überhaupt informativ sein kann hängt damit zusammen.
EG/existentielle Generalisierung/Russell: auch sie kann fehlschlagen in intensionalen Kontexten, (Problem der leeren Termini).
HintikkaVsRussell: er erkennt nicht die Tiefe des Problems und umgeht eher die Probleme mit denotierenden Termen.
Nichtexistenz/Russell: Problem: wir können nicht durch existentielle Generalisierung beweisen, dass es einen gegenwärtigen König von Frankreich gibt.
HintikkaVsRussell: es gibt aber noch andere Probleme. (s.u. wegen Uneindeutigkeit der Querwelteinidentifikation).,
Kennzeichnungen/Russell/Hintikka:
Def primäre Kennzeichnung: für sie gilt die Substitutivität der Identität (SI)
Def sekundäre Kennzeichnung: für sie schlägt die Substitutivität der Identität (SI) fehl.
I 166
Bsp Russell: zwei Lesarten: (1) George IV wusste nicht, ob Scott der Autor von Waverley war.
Kennzeichnung/logische Form/Russell/Hintikka: „der Autor von Waverley“: (ix)A(x)
primär: hat die Kennzeichnung folgende Kraft:
(2) (Ex)[A(x) & (y) A(y) > y = x) & ~ George IV wusste, dass (Scott = x)].
((s) Schreibweise : Quantor hier immer normaler Existenzquantor, gespiegeltes E).
D.h. der Quantor hat in der primären Kennzeichnung maximale Reichweite (RW).
Wahrscheinlicher ist aber die zweite Lesart: sekundär:
(3) ~George IV wusste, dass (Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x & (Scott = x)].
((s) enge Reichweite)
Reichweite/HintikkaVsRussell : dieser wusste nicht, dass es für die Reichweite eines Quantors auch eine dritte Möglichkeit gibt ((s) „mittlere Reichweite“ > Kripke in Wolf, Eigennamen.)
(4) ~(Ex)[A(x) & (y)(A(y) > y = x ) & George IV wusste, dass (Scott = x)].
I 166
EG/HintikkaVsRussell: dieser sah nicht, dass es einen Grund für das Fehlschlagen der EG gibt, der nicht durch die Nichtexistenz des Gegenstands verursacht ist. Bsp
(5) George IV wusste, dass der Autor von Waverley der Autor von Waverley ist.
a) triviale Interpretation:
I 167
(6) George IV wußte, dass (Ex)(A(x) & (y)(A(y) > y = x)) alltagssprachliche Übersetzung : er wußte, dass eine und nur eine Person Waverley schrieb.
I 166
b) nichttriviale Interpretation: (7) (Ex)(A(x) & (y)(A(y) > y = x) & George IV wusste, dass (A(x) & (y)(A(y) > y = x))).
((s) kein Quantor nach „wusste, dass“
alltagssprachliche Übersetzung: George wusste von der einzigen Person, die tatsächlich Waverley schrieb, dass sie dies tat.
Weil Wissen Wahrheit impliziert, ist (7) äquivalent mit
(8) (Ex) George IV wusste, dass (Ez)(A(z) & (y)(A(y) > y = z) & x = z).
das ist äquivalent mit
(9) (Ex) George IV wusste, dass (der Autor von Waverley = x)
hier hat die Kennzeichnung sekundäre (enge) Reichweite.
Alltagssprachliche Übersetzung: George wusste, wer der Autor von Waverley ist.
I 167
Wissen/wer/was/wo/HintikkaVsRussell: Russell kann nicht explizit Konstruktionen der Form weiß + W-Satz analysieren. Allgemein: (10) a weiß, wer (z.B. x) ist so, dass A(x)
wird zu
(11) (Ex) a weiß, dass A(x).
Hintikka: das geht aber nur, wenn wir Russells Ansatz modifizieren:
Problem: die EG bricht jetzt zusammen auf eine Weise, die nicht auf die Nichtexistenz zurückgeführt werden kann, und die nicht mit Russells Theorie der Kennzeichnungen (ThdK) analysiert werden kann.
Problem: für jede Person gibt es eine Menge Leute, deren Namen sie kennt und von deren Existenz sie weiß, aber von der sie nicht weiß, wer sie sind.
I 168
Bsp Charles Dodgson war für Queen Victoria jemand, von dem sie gehört hatte, den sie aber nicht kannte. Problem: wenn wir annehmen, dass (11) die richtige Analyse von (10) ist, gilt
(12) ~(Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x)
Aber das ist trivial falsch, auch nach Russell.
Denn folgendes ist sicher wahr:
(13) Victoria wusste, dass Dodgson = Dodgson)
existentielle Generalisierung/EG: ergibt dann
(14) (Ex) Victoria wusste, dass Dodgson = x)
Also genau die Negation von (12) Widerspruch.
I 168
Kennzeichnungen/Hintikka: sind hier gar nicht involviert. Daher kann Russells Theorie der Kennzeichnungen hier auch nicht helfen. Bsp wir können außerdem annehmen, dass Victoria von der Existenz von Dodgson wusste.
leere Termini/leere Namen: sind hier also auch nicht das Problem.
Ontologie/Hintikka: so bekommt unser Problem einen ontologischen Aspekt.
existentielle Generalisierung/EG/Sein/Quine/Ontologie/Hintikka: die Frage, ob man EG über einen sing Term "b" anwenden darf z.B. in einem Kontext "F(b)", ist dieselbe wie die, ob b Wert einer gebundenen Variablen sein darf.
EG/Hintikka: schlägt hier nicht wegen Nichtexistenz fehl.
I 169
Mi folgenden Problemen haben wir es hier zu tun: Manifestation gebraucht von

a) keine SI Frege, Russell
b) keine EG
(i) wegen Nichtexistenz Russell
(ii) wegen Uneindeutigkeit Hintikka
Uneindeutigkeit/Lösung/Hintikka: Semantik möglicher Welten.
Bsp (12)-(14) das Problem ist nicht, dass Dodgson nicht in der wirklichen Welt (WiWe) existierte oder nicht in einer von Victorias Wissenswelten, sondern dass der Name Dodgson in verschiedenen möglichen Welten (MöWe) verschiedene Individuen herausgreift.
Daher folgt (14) nicht aus (13).
I 170
existentielle Generalisierung/EG/Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Russell/Hintikka. Welche Wege hätte Russell offen gestanden? Wissen-wer/Russell/Hintikka: Russell selbst spricht sehr oft von der Äquivalenz des Wissens, wer etwas tat mit der Existenz eines Individuums, von dem bekannt ist, dass es das tat. ..+…
I 173
Denotation/Russell/Hintikka: Pointe: ein geniales Merkmal von Russells Theorie der Denotation von 1905 ist, dass es die Quantoren sind, die denotieren! ThdK/Russell: (Ende von „On Denoting“) enthält die Reduktion von Kennzeichnungen auf Objekte der Bekanntschaft.
I 174
Hintikka: dieser Zusammenhang ist erstaunlich, Es scheint auch zirkulär zu sein, nur Objekte der Bekanntschaft zuzulassen. Lösung: wir müssen sehen, was erfolgreich denotierende Ausdrücke (phrases) tatsächlich denotieren: sie denotieren eben Objekte der Bekanntschaft.
Uneindeutigkeit/Eindeutigkeit/Hintikka: es ist eben Uneindeutigkeit, die zum Fehlschlagen der EG führt.
Bsp Waverley/Russell/Hintikka: dass nur Objekte der Bekanntschaft zugelassen sind, zeigt sein eigenes Beispiel: „der Autor von Waverley“ in (1) ist tatsächlich ein primäres Vorkommnis d.h. sein Beispiel (2) .
"ob"/Russell/Hintikka: einziger Unterschied: wollte wissen, ob“ statt wusste nicht“. (sekundär?)
sekundäre Kennzeichnung/Russell: kann man auch so ausdrücken: dass George von dem Mann, der tatsächlich Waverley schrieb wissen wollte, ob er Scott sei.
I 175
Das wäre der Fall, wenn Georg IV Scott gesehen hätte (in der Distanz) und gefragt hätte „Ist das Scott?“. HintikkaVsRussell: warum wählt Russell ein Beispiel mit einem wahrnehmungsmäßig bekannten Individuum? Haben wir nicht normalerweise mit Individuen aus Fleisch und Blut zu tun, deren Identität uns bekannt ist, statt nur mit Wahrnehmungsobjekten?
Wissen wer/Wissen was/Wahrnehmungsobjekt/Russell/Hintikka: gerade bei Wahrnehmungsobjekten scheint es, als sei die Art von Eindeutigkeit, die wir für ein Wissen-wer brauchen, gerade nicht gegeben ist.
Identifkation/MöWe-Semantik/HintikkaVsRussell/Hintikka: in meinem Ansatz ist Dodgson ein bona fide Individuum gdw. er ein und dasselbe Individuum n alle Wissenswelten von Victoria ist. D.h. identifizierbar gdw.
(15) (Ex) in alle relevanten MöWe, ist es wahr, dass (Dodgson = x).
Problem: was sind die relevanten MöWe?
- - -
I 178
Quantor/Quantifikation/HintikkaVsRussell: Russell verwechselt systematisch zwei Arten von Quantoren. (a) der Bekanntschaft, b) der Beschreibung). Problem: Russell hat nicht erkannt, dass der Unterschied nicht allein in Bezug auf die wirkliche Welt (WiWe) definiert werden kann!
Lösung/Hintikka: wir brauchen eine Relativierung auf Mengen von MöWe, die mit den verschiedenen propositionalen Einstellungen wechseln.
I 179
RussellVsHintikka: dieser würde meine Darstellung seiner Position so nicht akzeptiert haben. HintikkaVsRussell: aber der grund dafür liegt bloß in einem weiteren Fehler Russells: Ich habe ihm nicht zugeschrieben, was er glaubte, sondern was er hätte glauben sollen.
Quantifikation/Russell/Hintikka: hätte er auf Objekte der Bekanntschaft reduzieren sollen. Russell glaubte aber, es sei hinreichend, Ausdrücke zu eliminieren, die scheinbar Objekte denotieren, die nicht solche der Bekanntschaft sind.
Pointe: dabei gehen seine Quantoren keine ontologische Verpflichtung ein. Nur denotierende Ausdrücke tun das.
Variable/Russell/Hintikka: sind bei Russell nur notationale Muster.
Ontologische Verpflichtung/Quine/HintikkaVsRussell: Russell erkannt gar nicht die oV die Sprachen 1. Stufe mit sich bringen.
Sein/Ontologie/Quine: „Sein heißt, Wert, einer gebundenen Variablen zu sein“.
HintikkaVsRussell: das hat dieser nicht erkannt.
I 180
Elimination/Eliminierbarkeit/HintikkaVsRussell/Hintikka: um bloß scheinbar denotierende Kennzeichnungen zu eliminieren, muss man annehmen, dass die Quantoren und gebundenen Variablen über Individuen gehen, die beschreibungsmäßig identifiziert sind. ((s) Objekt der > Beschreibung). Sonst wäre der reale Bismarck kein zulässiger Wert der Variablen, mit denen wir ausdrücken, dass es ein Individuum einer bestimmten Art gibt.
Problem: dann dürfen diese Quantoren aber keine Konstituenten der Propositionen sein, denn ihre Wertebereiche bestehen eben nicht bloß aus Objekten der Bekanntschaft. Daher war Russells Fehler ein zweifacher.
Quantor/Variable/Russell/Hintikka, 1905 hatte er schon aufgehört zu denken, dass Quantoren und gebundene Variablen echte Konstituenten von Propositionen sind.
Def Scheinveränderliche/Russell/Hintikka: = gebundene Variable.
Bekanntschaft/Russell: Werte der Variablen sollten nur noch Objekte der Bekanntschaft sein. (HintikkaVsRussell).
Quantoren/HintikkaVsRussell: jetzt können wir sehen, warum Russell nicht zwischen verschiedenen Quantoren unterschied (Bekanntschaft/Beschreibung): Für ihn waren Quantoren nur notationale Muster, und für sie braucht man den Bereich der möglichen Interpretation nicht festzulegen, daher macht es auch keinen Unterschied, wenn sich der Bereich ändert!
Quantifikation/Russell: für ihn war sie implizit objektional (referentiell) jedenfalls nicht substitutional.
- - -
Peacocke I 190
Mögliche Welten/MöWe/Quantifikation/HintikkaVsRussell: R. ist nicht in der Lage, die Fälle zu erklären, wo wir in Glaubenskontexte quantifizieren (!) wo (nach Hintikka) der Quantor über "öffentlich deskriptiv identifizierte" Einzeldinge reicht. Hintikka: vergleicht das mit einem "Schlüsselroman".
Peacocke: es ist unklar, dass (ob) das nicht von Russell als Fälle allgemeiner Gedanken erklärt werden könnte, so dass die Person mit den und den Eigenschaften so und so ist.

Universalien/Bekanntschaft/Russell/Peacocke: wir sind mit Universalien bekannt und sie sind Konstituenten unserer Gedanken.
HintikkaVsRussell: das ist eine verzweifelte Medizin, um das Prinzip der Bekanntschaft zu retten.
PeacockeVsRussell: seine Argumente sind auch sehr schwach.
Russell: Bsp wir können die Transitivität von "vor" nicht verstehen, wenn wir nicht mit "vor" bekannt sind, und noch weniger, was es heißt, dass ein Ding vor einem anderen ist. wobei das Urteil von einem Bewusstsein eines Komplexes abhängt, dessen Analyse wir nicht verstehen, wenn wir nicht die verwendeten Begriffe verstehen.
I 191
PeacockeVsRussell: was für eine Relation soll den zwischen Subjekt und Universale bestehen? Lösung: das reformulierte PB: hier können wir feststellen, welchen Bedingungen ein Begriff unterworfen ist, analog zum Prinzip der Sensitivität bei relationalen Gegebenheitsweise.
I 192
HintikkaVsRussell: ("On denoting what?", 1981, S.167 ff): die Elimination von Gegenständen, mit denen das Subjekt nicht bekannt ist, aus der sing Term Position ist nicht hinreichend für die Irreduzibilität von Bekanntschaft, an die Russell dachte. Quantifikation/Hintikka: die Quantoren werden immer noch über Gegenstände reichen, mit denen das Subjekt nicht bekannt ist.
Solche Quantoren können aber nicht Konstituenten von Propositionen sein, wenn das mit dem PB verträglich sein soll. Denn sie würde sicher durch ihre Wertverläufe (value range, Wertebereich?) eintreten und diese bestehen nicht aus Einzeldingen, mit denen man bekannt ist.

Hin I
Jaakko and Merrill B. Hintikka
The Logic of Epistemology and the Epistemology of Logic Dordrecht 1989

W I
J. Hintikka/M. B. Hintikka
Untersuchungen zu Wittgenstein Frankfurt 1996

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983
VsRussell Gentzen Vs Russell, B.
 
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Berka I 213
Logizismus/logistisch/GentzenVsRussell: wesentlicher Unterschied: bei Russell, Hilbert und Heyting ("logistischer" Ansatz) werden die richtigen Formeln aus einer Reihe von "logischen Grundformeln" ((s) Axiomen) hergeleitet. natürliches Schließen/nS/Gentzen: geht nicht von logischen Grundsätzen ((s) Axiomen) aus, sondern von Annahmen.
Schluß/Unabhängigkeit/Gentzen: durch einen späteren Schluß wird dann das Ergebnis wieder von der Annahme unabhängig gemacht.

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
VsRussell Hempel Vs Russell, B.
 
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II 108
Verifizierbarkeit/Hempel: muss die logische Möglichkeit eines Belegs durch Beobachtung anzeigen. Aber nicht die technische, und noch weniger die Möglichkeit zur Auffindung eines entsprechenden Gegenstands. Verifizierbarkeit/Russell: wirkliche Existenz einer Menge von Vorkommnissen.
HempelVsRussell: ist so nie von einem Empiristen vertreten worden.
Absurd:
1. der Sinn könnte nicht ohne empirische Tatsachen begründet werden.
2. es erlaubt keinen schlüssigen Beweis der Aussagen.
HempelVsRussell: die Entscheidung, ob eine Klasse von Beobachtungsaussagen existiert, d.h. ob sie formuliert werden können, ist eine Sache der Logik und verlangt überhaupt keine faktische Information.
Verifizierbarkeit/Hempel: Fehler: anzunehmen wahr = "prinzipiell verifizierbar". (Ist auch nie von einem Positivisten vertreten worden. Ist logisch absurd:
Bsp wir können leicht die Bedingungen beschreiben, die, wenn sie gegeben sind, die Aussage "Das Chrysler Building ist gelb gestrichen"
II 109
verifizieren würden. Problem: dann wären nach diesem Prinzip die Aussage und ihre Negation zugleich als wahr zu betrachten.
C.G. Hempel
I Hempel Zur Wahrheitstheorie des logischen Positivismus aus Wahrheitsheorien Hrsg. Skirbekk Frankfurt/M 1996

II Hempel Probleme und Modifikationen des empiristischen Sinnkriteriums aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982

II (b) Hempel Der Begriff der kognitiven Signifikanz: eine erneute Betrachtung (1951) aus Sinnreich (Hg) Philosophie der idealen Sprache, München 1982
VsRussell Chisholm Vs Russell, B.
 
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Chisholm II 113
Kennen/Wissen/BrandlVsRussell: wir können sehr viel mehr über einen Gegenstand wissen, ohne ihn deshalb zu kennen, als wir oft über jene Personen und Dinge wissen, mit denen wir gut bekannt sind. Bei uns hat die Unterscheidung von Wissen durch Bekanntschaft bzw. Beschreibung gewandelt:
II 114
1. es gibt eine Art, in der uns die Gegenstände der Außenwelt erscheinen und 2. unser Wissen darüber, wie diese Gegenstände als Verursacher dieser Erlebnisse beschaffen sind.
Die Grenze hat sich nun dahingehend verschoben, daß unsere eigenen Erfahrung davon abgehoben sind von dem, was wir aus zweiter Hand wissen können. ((s) Wieso ist das neu?).
Brandl: obwohl Russell zu ganz anderen Ergebnissen kommen muß, können wir seiner Rechtfertigung der Unterscheidung zustimmen:
Russell: die Erkenntnis durch Beschreibung ist deshalb so wichtig, weil sie uns erlaubt, die Grenzen unserer Erfahrung zu überschreiten.
BrandlVsRussell: wir setzen "persönliche Erfahrungen" nicht mit "unmittelbarem Erleben" gleich.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsRussell Cartwright Vs Russell, B.
 
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I 21
Naturgesetze/Cartwright: es gibt mindestens zwei Arten: a) Assoziationsgesetze/Assoziation/Hume/Cartwright: sie sind die, mit denen die Philosophie es normalerweise zu tun hat. Sie sagen uns, wie oft zwei Qualitäten oder Quantitäten ko-assoziiert sind. ((s) zusammen auftreten?). Das kann probabilistisch oder deterministisch sein.
Darunter fallen die Gleichungen der Physik: Bsp: wann immer die Kraft auf ein Objekt mit der Masse m f ist, ist die Beschleunigung f/m. Die Gesetze der Assoziation können einen Zeitindex haben. Bsp die probabilistischen Mendelschen Gesetze.
Kausalität: spielt hier keine Rolle, statt dessen: Zusammen-Auftreten.
b) Kausalgesetze/Cartwright: Bsp Rauchen verursacht Krebs, Bsp Kraft verursacht eine Änderung in der Bewegung. ((s) anders als oben!).
Russell: These 1. es gibt nur Assoziations-Gesetze.
2. Kausalprinzipien können nicht von kausal symmetrischen Gesetzen der Assoziation abgeleitet werden.
Cartwright: Vs 1. pro 2.
Kausalprinzipien/CartwrightVsRussell: können zwar nicht aus Assoziationsgesetzen abgeleitet werden, wir können aber auch nicht auf sie verzichten. Das hat mit unseren Strategien zu tun.
I 74
CartwrightVsRussell: ich bevorzuge Ursachen statt Gesetzen in der Wissenschaft und Erklärung.
I 111
Gesetz/Ursache/Wirkung/Analogie/Russell: (On the Notion of Cause.. NY 1953, S 392): das Prinzip „selbe Ursache, selbe Wirkung“ ist völlig zwecklos. Sobald das Antezedens (das die Umstände darstellt) genau genug bestimmt ist, um zu erlauben, daß die Konsequenzen berechnet werden, wird es so komplex, daß es unwahrscheinlich ist, daß der Fall jemals wieder eintritt! Damit würde die Wissenschaft steril. fundamentale Gesetze/RussellVsCartwright: damit plädiert Russell für fundamentale Gesetze.
fundamentale Gesetze/ CartwrightVsRussell: die fundamentale Gesetze stellen mehr die Relationen zwischen Eigenschaften statt zwischen Individuen dar. Aber in der Praxis will der Ingenieur zwar funktionale Gesetze, aber bloß „mit einer gewissen Exaktheit“.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983
VsRussell Castaneda Vs Russell, B.
 
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Frank I 382
CastanedaVsRussell: seine Reduktion wirkt sich in deontologischen Kontexten verheerend aus. (Theorie der Kennzeichnungen).

Cast I
H.-N. Castaneda
Phenomeno-Logic of the I: Essays on Self-Consciousness Bloomington 1999

Fra I
M. Frank (Hrsg.)
Analytische Theorien des Selbstbewusstseins Frankfurt 1994
VsRussell Donnellan Vs Russell, B.
 
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I 18/19
DonnellanVsRussell: hat die referentielle Verwendung nicht erfasst, sondern in ein merkwürdiges Konstrukt der "logischen Eigennamen" verlegt. DonnellanVsStrawson: sieht den Unterschied referentiell/attributiv nicht richtig und vermengt die beiden.
referentiell/attributiv/Donnellan: schwankt selbst, was den Stellenwert der Unterscheidung betrifft:
1. Text: nur pragmatische Unterscheidung,
2. später: "semantische Signifikanz".
KripkeVsDonnellan: bestreitet semantische Zweideutigkeit der Verwendung von Kennzeichnungen. Beide lassen sich mit der Russellschen Analyse erfassen: Sätze der Form "Das F, welches G ist, ist H" haben dieselben Wahrheitsbedingungen, sie sind wahr, wenn das F, das als einziges G erfüllt, tatsächlich H ist.
I 193
DonnellanVsRussell: seine strenge Implikation funktioniert höchstens bei attributiver Verwendung. (Aber er trifft die Unterscheidung nicht).
I 194
Def Kennzeichnung/Russell: betrifft eine Entität, die sie als einzige erfüllt. Donnellan: das ist sicher auf beide Verwendungen anwendbar (!).
referentiell/attributiv/Donnellan: wenn man beides nicht unterscheidet, ist die Gefahr, dass man annehmen muss, dass der Sprecher auf etwas referieren müsste, ohne es zu wissen.
Bsp "Präsidentschaftskandidat": man ahnte noch nicht, dass es Goldwater sein würde.
Dennoch würde "Präsidentschaftskandidat" absurderweise Goldwater bezeichnen.
Lösung: DonnellanVsRussell: attributive Verwendung.
I 205
logische Eigennamen/"dies"/Russell: referieren auf etwas, ohne Eigenschaften zuzuschreiben! (Donnellan pro.) Donnellan: man könnte sagen, sie referieren auf das Ding selbst, nicht auf das Ding unter der Bedingung, daß es irgendwelche besonderen Eigenschaften hat.
DonnellanVsRussell: er glaubte, dass das etwas ist, was eine Kennzeichnung nicht tun kann. Das geht aber sehr wohl bei der referentiellen Verwendung.
II 275
Theorie der Kennzeichnungen/Referenz/Existenz/Russell/Donnellan: rechnete es sich als Verdienst an, Referenz auf Nichtexistierendes zu erklären, ohne die Vorstellung von nichtexistierenden Referenten von singulären Termini ins Spiel bringen zu müssen. Seine vollständig entwickelte Theorie der singulären Termini dehnte das auf Eigennamen aus. Philosophie des logischen Atomismus: Namen als verdeckte Kennzeichnungen.
IV 275/276
Hier wurde auch die Theorie der "Eigennamen im strengen logischen Sinn" eingeführt, die man selten in der alltäglichen Rede findet. ((s) logische Eigennamen: "dies" usw.) DonnellanVsRussell: wir wollen versuchen, mit der "historischen Erklärung" Russells Lösungsversuch (der nicht gescheitert ist) überflüssig zu machen. (>wie Zink).
II 281
logische Eigennamen/DonellanVsRussell: haben keinen Platz in einer korrekten Theorie der Referenz. Eigennamen/historische Erklärung/DonnellanVsRussell: hinsichtlich gewöhnlicher sing Term ist Russells Auffassung nicht korrekt: es ist nicht so, daß gewöhnliche Eigennamen stets einen deskriptiven Gehalt haben.
Frage: bedeutet dies, daß gewöhnliche sing Term vielleicht die Funktion erfüllen können, die nach Russell nur logische Eigennamen haben können?
II 283
Kennzeichnungen/DonellanVsRussell: es mutet unsinnig an zu leugnen, daß in Bsp Waverley das von der Kennzeichnung Bezeichnete, also Scott, kein "Bestandteil" der ausgedrückten Proposition ist. Russell: war der Meinung, daß solche Aussagen nicht wirklich Aussagen über das Bezeichnete oder den Referenten des Namens sind, daß sie das Bezeichnete nicht wirklich erwähnen!
Nur logische Eigennamen könnten das Kunststück vollbringen, wirklich ein bestimmtes Einzelding zu erwähnen.
"über"/Referenz/DonnellanVsRussell: großes Gewicht auf solche Ausdrücke wie "über" zu legen, würde uns in sumpfiges Gelände führen. Wir sollten keine Definition von "über" verlangen!
Es wäre eine heikle Aufgabe zu zeigen, dass eine solche Aussage entweder in keinem Sinn von "über" eine Aussage über das Bezeichnete ist, oder dass es einen klaren Sinn von "über" gibt, indem sie es nicht ist.
II 285/286
DonnellanVsRussell: er hat für seine Theorie den Preis bezahlt, die natürliche Verwendung von sing Term aufzugeben. RussellVsVs: aber mit der "natürlichen Auffassung" landen wir bei der Meinongschen Bevölkerungsexplosion.
Eigennamen/historische Erklärung/DonnellanVsRussell: nach meiner Theorie sind Namen keine verdeckten Kennzeichnungen. Bsp "Homer" ist keine Abkürzung für "Der Verfasser der Homerischen Dichtungen".
- - -
Wolf II 209
DonnellanVsRussell/Kripke: Frage: widerlegt er Russell? Nein, für sich genommen nicht! Russells Theorie ist aus methodischen Erwägungen besser, als viele gedacht haben. Dennoch wird sie wohl letztlich scheitern.
II 222
Aussage/Donnellan/VsRussell/Kripke: es ist gar nicht so klar, dass Donnellan Russell widerlegt. Bsp "Ihr Ehemann ist nett zu ihr": hätte Donnellan rundheraus behauptet, dass das genau dann wahr ist, wenn der Liebhaber nett ist, ohne Rücksicht auf die Nettigkeit des Ehemanns (der vielleicht auch nett ist) hätte er sich auf einen Streit mit Russell eingelassen. Aber das behauptet er nicht!
Wenn wir nun fragen, "Ist denn die Aussage wahr?", würde Donnellan ausweichen.
Denn wenn die Kennzeichnung referentiell verwendet wird, ist unklar, was mit "Aussage" gemeint ist.
Wenn die Aussage gewesen sein soll, dass der Gatte nett ist, ist das Problem: zu entscheiden, ob referentiell oder attributiv.
referentiell: dann geben wir die Sprechhandlung falsch wieder,
attributiv: dann referieren wir selbst auf jemand, und das können wir nur, wenn wir selbst glauben, dass es der Gatte ist.
II 232
DonnellanVsRussell/Kripke: konfligieren die beiden wirklich? Ich schlage einen Test vor: Test: wenn man erwägt, ob ein bestimmtes sprachliches Phänomen im Englischen ein Gegenbeispiel gegen eine Analyse ist, erwäge man eine hypothetische Sprache, die dem Englischen gleicht, außer dass hier die Analyse als richtig festgesetzt wird.
Wenn nun das fragliche Phänomen auch in der entsprechenden (hypothetischen) Gemeinschaft auftritt, kann die Tatsache, dass es im Englischen auftritt, nicht die Hypothese widerlegen, dass die Analyse für das Englische richtig ist!
DonnellanVsRussell/Kripke: Test: würde das Phänomen referentiell/attributiv in den verschiedenen Sprachen auftreten?
II 234
Sekt-Bsp: ("Der Mann mit Sekt im Glas ist böse" (der Gemeinte hat aber Mineralwasser im Glas)) die Sprecher der schwachen und mittleren Sprache denken (wenn auch irrtümlich), dass die Wahrheitsbedingungen erfüllt sind. Schwache: hier scheint der Apparat völlig adäquat. Der semantische Referent ist der einzige Gegenstand. Unsere Intuitionen werden völlig erklärt.
starke: auch hier kann das Phänomen auftreten. Auch ironische Verwendung kann klar sein, wenn der betreffende Limo trinkt.
II 235
In der starken Sprache (die natürlich nicht Englisch ist) würden diese Verwendungen gebräuchlicher werden, weil der bestimmte Artikel verboten ist. Das führt zur Erweiterung der Sprecher Referenz: wenn der Sprecher einen Gegenstand als erfüllend denkt. (Ex)(φ x u ψx) ist es die Sprecher-Referenz, dann mag er tatsächlich erfüllend sein oder nicht.
mittlere: wenn Sprecher Referenz in der starken anwendbar ist, ist er ebenso gut auf die mittlere zu übertragen, weil der Sprecher Referent von "ψ(ixφ(x)" dann das Ding ist, das der Sprecher im Sinn hat, das als einziges φ(x) erfüllt und über das er mitteilen will, dass es ψ-t.
Fazit: da das Phänomen in allen Sprachen auftritt, kann die Tatsache, dass es im Englischen auftritt, kein Argument dafür sein, dass Englisch keine Russell Sprache ist.
- - -
NS I 95
(...) Def attributiv/Donnellan/Newen/Schrenk: Bsp "Der Mörder von Schmitt ist wahnsinnig" angesichts der Leiche von Schmidt ((s) In Abwesenheit der fraglichen Person, egal ob sie es ist oder nicht. "Wer auch immer...").
Def referentiell/Donnellan/Newen/Schrenk: Bsp "Der Mörder von Schmitt ist wahnsinnig" angesichts eines wild randalierenden Manns vor Gericht – während Schmidt zur Tür herein kommt – ((s) angesichts des fraglichen Mannes, egal ob er es ist oder nicht. "Dieser da, was er auch getan hat...").

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsRussell Hilbert Vs Russell, B.
 
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Klaus von Heusinger, Eselssätze und ihre Pferdefüsse
Uni Konstanz Fachgruppe Sprachwissenschaft Arbeitspapier 64; 1994
Heusinger I 1
Epsilon/Heusinger: bringt eine neue Repräsentation von bestimmten und unbestimmten NP: diese werden wie Pronomina als kontextabhängige Terme aufgefaßt, die mit einem modifizierten Epsilonoperator repräsentiert werden. Dieser wird als Auswahlfunktion gedeutet. VsRussell/VsIotaoperator: dieser ist weniger flexibel, weil er der Einzigkeitsbedingung unterliegt.
Kontextabhängigkeit: ist außerdem dynamisch, indem der Kontext den fortschreitenden Informationsstand spiegelt.
I 30
EO/Hilbert/Bernays/Heusinger: termbildender Operator, der aus einer Formel F und einer Variablen x den Term x Fx macht. Er kann als verallgemeinerter Iotaoperator verstanden werden, für den weder die Einzigkeits- noch die Existenzbedingung gilt. Iotaoperator/HilbertVsRussell: hat bei Hilbert keine kontextuelle, sondern eine explizite Definition. D.h. ix Fx darf eingeführt werden, wenn die in (48i) ausgedrückte Einzigkeits- und Existenzbedingung für die Formel F ableitbar ist.
Problem: das ist unpraktisch, weil man nicht immer sieht, ob die Formel die Bedingungen erfüllt.
Etaoperator/Lösung/Hilbert: darf wie in (48ii) eingeführt werden, wenn es mindestens ein Element gibt, das F wahr macht,. Er wird inhaltlich als Auswahlfunktion gedeutet.
Einzigkeitsbedingung: ist also durch das Auswahlprinzip ersetzt worden.
Problem: auch diese Existenzbedingung läßt sich der Formel nicht ansehen.
Lösung/Hilbert:
Epsilonoperator/EO: ist nach (48iii) auch dann definiert, wenn F leer ist, so daß ein Epsilonterm immer wohldefiniert ist.
I 38
Bestimmtheit/VsRussell/Heusinger: damit wird Bestimmtheit nicht auf Einzigkeit zurückgeführt (>Iotaoperator) sondern auf den allgemeineren Begriff der Salienz (nach Lewis). Allgemeinheit/(s): ob Salienz (die letztlich selber kontextabhängig ist) allgemeiner als Einzigkeit ist, ist fraglich).
Bestimmtheit/Heusinger: ist entweder
a) eine globale Eigenschaft, wie das für Unikate und funktionale Konzepte zutrifft (deiktischer Gebrauch) oder
b) lokal: durch den Kontext festgelegt. (anaphorischer Gebrauch)
Beide haben ein dynamisches Element.
- - -
Rucker I 263
HilbertVsRussell: verbesserte kurz nach Erscheinen der Principia Mathematica die Techniken, um mit ihrer Hilfe seine Idee des "formalen Systems" auszuarbeiten. Mathematik/Logik/Hilbert: Idee, alle Relationen wie x = y, x = 0, und z = x + y als spezielle Prädikate in der Prädikatenlogik aufzufassen:
G(x,y), N(x), und S(x,y,z).
Dann können die Axiome der Mathematik als Formeln der Prädikatenlogik betrachtet werden und der Beweisvorgang wird zur einfachen Anwendung der Regeln der Logik auf die Axiome.
I 264
Das erlaubt mechanische Lösungsverfahren.
VsRussell Lewis, C.I. Vs Russell, B.
 
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HC I 190
strikte Implikation /C.l.LewisVsRussell/LewisVsPrincipia Mathematica/PM: (1912) eine Reihe von Systemen, VsParadoxien der (materialen Implikation). Paradoxien der Implikation /Hughes/Cresswell: normalerweise aus PM: .
a) eine wahre Aussage wird von jeder beliebigen Aussage impliziert:
(1) p > (q > p)
b) eine falsche Aussage impliziert jede beliebige Aussage: (2) ~p > (p > q)
Beides zusammen nennt man die Paradoxie der (materialen) Implikation.
Da bei jeder Aussage p entweder das Antezedens von (1) oder das Antezedens von (2) wahr sein muss, lässt sich außerdem aus (1) und (2) leicht (3) ableiten:
(3) (p > q) v ( q > p).
I 191
d.h. von zwei Aussagen impliziert immer die erste die zweite oder umgekehrt.
I 191
Paradoxie der materialen Implikation: zusammengefasst: von zwei Aussagen impliziert immer die erste die zweite oder umgekehrt Cl.Lewis: hatte nicht die Absicht, diese These zu verwerfen, im Gegenteil, (1) und (2) sei "weder mysteriöse Weisheiten, noch große Entdeckungen, noch große Absurditäten", sondern sie spiegeln den wahrheitsfunktionalen Sinn wieder, mit dem "implizieren" in PM gebraucht wird.
strikte Implikation/Cl.Lewis: es gibt einen stärkeren Sinn von "implizieren", demzufolge "p impliziert q" besagt, dass q aus p folgt.
Hier ist es nicht der Fall, dass eine wahre von jeder Aussage impliziert wird, bzw. dass aus einer falschen jede beliebige folgt.
Diese stärkere Form führt zu Paaren von Aussagen, von denen keine die andere impliziert.
strikte Implikation: notwendige Implikation . Schreibweise/(s): "strimp".
strikte Disjunktion/Cl.Lewis: analog zur strikten Implikation: notwendige Disjunktion. analog:
strikte Äquivalenz/Cl.Lewis: notwendige Äquivalenz.

I 191
strikte Implikation/Cl.Lewis: p strimp q: "p folgt aus q" vermeidet Paradoxie der (materialen) Implikation führt zu Paaren von Aussagen, von denen keine die andere impliziert
CL.Lewis: führt eine ganze Reihe von Systemen ein, z.B. im Buch "A Survey of Logic": das "Survey System". Grundoperator hier: logische Unmöglichkeit, und Konjunktion/Negation).
strikte Implikation: erst in "Symbolic Logic" Lewis und Langford, (1932) umfassend behandelt. (Systeme S1 und S2). (Auch erste umfassende Behandlung von modallogischen Systemen überhaupt).
Grundoperator hier: Möglichkeit.
VsRussell Sciama Vs Russell, B.
 
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Kanitscheider I 375
Naturgesetze/VsMachsches Prinzip: dürfen die Bewegungsgleichungen der Mechanik von der zufälligen Materieverteilung im Universum abhängen? Dann sind sie nicht in allen möglichen Welten gleich. (>Lewis).
I 376
Russell: wenn die Naturgesetze der ganzen dynamischen Welt ohne Berücksichtigung auf die Existenz formuliert werden können (und sie können es) dann kann es kein Bestandteil ihrer Bedeutung sein, dass Materie existiert. SciamaVsRussell: der Inhalt hat genauso Bedeutung wie seine Gesetze.

Sciam I
D. Sciama
The Physical Foundations of General Relativity 1969

Kan I
B. Kanitscheider
Kosmologie Stuttgart 1991

Kan II
B. Kanitscheider
Im Innern der Natur Darmstadt 1996
VsRussell Burkhardt Vs Russell, B.
 
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II 364
Namen/Bedeutung/Träger/Burkhardt: auch wenn man den Träger als die Bedeutung des Namens annimmt, heißt dass noch nicht, dass eine Existenzpräsupposition impliziert wäre. Strawson: Sätze können nur in aktuellen Verwendungssituationen wahr oder falsch sein.
Nichtexistenz/Namen/BurkhardtVsRussell: hat sich durch die logische Form des Satzes täuschen lassen. "Scott existiert nicht" heißt nicht, analog zu f(x)" Es gibt Scott und dieser existiert nicht" sondern: eine Person, die den Kriterien genügt, di wir verlangen, um jemand als diejenige Person zu identifizieren, die als Scott konventionalisiert ist, existiert nicht".
Searle: "Aristoteles hat nie existiert": besagt, dass eine hinreichende aber bisher unspezifizierte Anzahl der deskriptiven Stützen von "Aristoteles" falsch sind. (Speachacts, 171).

Burk I
A. Burkhardt
Politik, Sprache und Glaubwürdigkeit. Linguistik des politischen Skandals Göttingen 2003
VsRussell Burks Vs Russell, B.
 
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Wolf II 144
logische Eigennamen/BurksVsRussell: sind auch auf hinweisende Gesten angewiesen (funktioniert wie Beschreibung) und daher unvollständig.

Burks I
A. W. Burks
Chance, Cause, Reason 1977

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsRussell Meixner Vs Russell, B.
 
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I 162
Proposition/MeixnerVsRussell: Identifikation von Satzsinn mit Proposition falsch. Die P ist nicht eine Zusammensetzung aus einem gewissen Begriff und einer gewissen B-Singularisierung, sondern, das, worauf der Name "der Abendstern" referiert, als der AS geht ebenfalls in die Konstitution ein.

Mei I
U. Meixner
Einführung in die Ontologie Darmstadt 2004
VsRussell Millikan Vs Russell, B.
 
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I 189
bestimmter Artikel/Kennzeichnung/Millikan: wenn mit notwendig identifizierenden Kennzeichnungen gebraucht, ist er eigentlich überflüssig. Seine Kraft entfaltet er nur bei anderen Kennzeichnungen. eindeutig/Bestimmtheit/MillikanVsRussell: der bestimmte Artikel hat nicht die Funktion, Eindeutigkeit herzustellen.
Ausnahme: notwendig identifizierende Kennzeichnungen, die rein beschreibend sind. Aber selbst dann ist eine Übersetzung in einen inneren Namen immer möglich.

Millk I
R. G. Millikan
Language, Thought, and Other Biological Categories: New Foundations for Realism Cambridge 1987
VsRussell Newen Vs Russell, B.
 
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New I 74
Beschreibung/Russell/Newen: Beschreibungen sind nur mit ganzen Sätzen möglich. Daher müssen Atomsätze zum Minimalvokabular hinzugerechnet werden.
I 75
Ontologie/Tatsache/Russell/Newen: Pointe: daher kommt zur Ontologie der Gegenstände die Ontologie der Tatsachen hinzu. NewenVsRussell: dieser Zusammenhang zwischen Erkenntnistheorie und Ontologie hat aber unplausible Konsequenzen.

New I
Albert Newen
Analytische Philosophie zur Einführung Hamburg 2005
VsRussell Lesniewski Vs Russell, B.
 
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Quine VII 81
Klassen/Element/Quine: auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob "x ε y" verlangt, dass y eine Klasse ist.
VII 82
Wir können aber auch den Fall zulassen, dass es heißt: "x ist das Einzelding y". Das geht mit dem Postulat P1 (Principa Mathematica): die Verbindung jedes Einzeldings mit seiner Einheitsklasse. Das ist harmlos. ((s) >Prior zeigt, dass das bei LesniewskiVsRussell möglich ist). - - -
VII 87
logische Summe/Abstraktion/Quine: (x U y) ist z^ ((z ε x) v (z ε y)). (s) Vereinigung entspricht "oder" ). Allklasse: ϑ ist x^(x = x)
((s) Dann kann die Allklasse nicht leer sein. Aber >Prior. - LesniewskiVsRussell: sie sollte leer sein können).

Q I
W.V.O. Quine
Wort und Gegenstand Stuttgart 1980

Q II
W.V.O. Quine
Theorien und Dinge Frankfurt 1985

Q III
W.V.O. Quine
Grundzüge der Logik Frankfurt 1978

Q IX
W.V.O. Quine
Mengenlehre und ihre Logik Wiesbaden 1967

Q V
W.V.O. Quine
Die Wurzeln der Referenz Frankfurt 1989

Q VI
W.V.O. Quine
Unterwegs zur Wahrheit Paderborn 1995

Q VII
W.V.O. Quine
From a logical point of view Cambridge, Mass. 1953

Q VIII
W.V.O. Quine
Bezeichnung und Referenz
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Q X
W.V.O. Quine
Philosophie der Logik Bamberg 2005

Q XII
W.V.O. Quine
Ontologische Relativität Frankfurt 2003
VsRussell Wessel Vs Russell, B.
 
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I 14
Ontologie/Logik/Psychologie/RussellVsDenkgesetze: es kommt nicht darauf an, dass wir in Übereinstimmung mit Denkgesetzen denken, sondern dass das Verhalten der Dinge ihnen entspricht. Russell: was wir glauben, wenn wir an den Satz vom Widerspruch glauben, ist nicht, dass unsere Bewusstsein so konstruiert ist Wir glauben z.B. nicht, dass wir nicht gleichzeitig denken können, ein Baum wäre eine Buche und auch keine Buche. Wir glauben, dass wenn der Baum eine Buche ist, dass er nicht gleichzeitig keine Buche sein kann.
I 15
Und auch wenn der Glaube an den Satz vom Widerspruch ein Gedanke ist, so ist doch der Satz vom Widerspruch selbst keine Gedanke, sondern ein Faktum, das die Dinge der Außenwelt betrifft. Wenn das, was wir glauben nicht auf die Dinge der Außenwelt zuträfe, dann würde der Umstand, dass wir gezwungen sind, so zu denken, nicht garantieren, dass der Satz vom Widerspruch nicht falsch sein kann (das zeigt, dass es kein Denkgesetz sein kann.)
WesselVsRussell: logische Gesetze betreffen nicht die Außenwelt! Sie geben uns gar keine Information über die Außenwelt.
Die Gültigkeit ergibt sich allein aus der Festlegung der Verwendung der Zeichen!
Natürlich können solche Wendungen auch ontologisch formuliert werden, aber sie sind keine ontologischen Feststellungen. Woher sollten wir sonst die Gewissheit haben, dass sie uneingeschränkt gültig sind? Die Welt können wir ja nicht unendlich absuchen.
- - -
I 123
Subjunktion/materiale Implikation/Frege/Wessel: Frege nennt sie "Bedingtheit".
I 123/124
Unterschied: zwischen der Subjunktion A > B und einem logischen Schluss, bei dem nach der einzigen bei Frege akzeptierten Schlussregel von A > B und A auf B geschlossen wird. ((s) modus ponens).
Russell/Whitehead/Principia Mathematica: übernahmen das von Frege.
"Wesentliche Eigenschaft" der Implikation: was von einer wahren Aussage impliziert wird, ist wahr. Durch diese Eigenschaft liefert eine Implikation Beweise.
Def Implikation/Russell/Principia Mathematica: p > q = def ~p v q.(Materiale Implikation).
WesselVsRussell: das ist gerade unpassend und irreführend! Es ist ja rein formal!.
Implikation/Folgerung/Wessel: die Implikation besitzt eine ganz andere logische Struktur als die Folgerung:
Subjunktion: > ist ein zweistelliger aussagenbildender Operator und p > q ist gleichbedeutend mit ~p v q.
Folgerung(Implikation): "q folgt logisch p" oder "P impliziert q" ist eine Aussage über Aussagen: "Aus der Aussage p folgt logisch die Aussage q". "Folgt aus" ist ein zweistelliges Prädikat - Kein Operator .
Folgerung (auch Implikation genannt) bezieht sich auf sprachl. Gebilde. Schreibweise l-.
Subjunktion: > bezieht sich auf Sachverhalte.

We I
H. Wessel
Logik Berlin 1999
VsRussell Berka Vs Ryle, G.
 
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Berka I 388
Proposition/Terminologie/Russell: identifiziert den Begriff der Aussage mit ihrem Sinn, ("proposition") während "sentence", und "statement" rein sprachliche Gebilde sind. VsRussell: hielt diese Unterscheidung aber nicht konsequent durch. Er behandelt auch sein "proposition" manchmal als sprachliches Gebilde.

Brk I
K. Berka/L. Kreiser
Logik Texte Berlin 1983
VsRussell Chisholm Vs Ryle, G.
 
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I 69
privilegierter Zugang/ChisholmVsRyle: jeder von uns hat ihn: jede Person ist so, daß sie sich selbst Eigenschaften direkt zuschreiben kann. (s)VsChisholm: benutzt hier selbst ständig den Ausdruck "selbst", obwohl er es für unmöglich erklärt, Propositionen damit zu bilden. Es sind aber auch keine Propositionen, die den "Standort mitführen" ((s)), sondern Sätze, die das Reflexivpronomen allgemein enthalten.
Chisholm: wir haben den privilegierten Zugang aber nicht wie viele Philosophen durch den Gebrauch von "Ich" erklärt, sondern umgekehrt
I 70
die Verwendung des Pronomens der ersten Person durch die direkte Zuschreibung.
II 118
Identifikation/Chisholm/Brandl: führt einen anspruchsvolleren Begriff der Fremdzuschreibung (hier kurz: de re Zuschreibung) ein:
II 119
1. ich muß in mindestens zwei Beziehungen R und R’ zu diesem und nur diesem Gegenstand stehen 2. ich muß für beide Beziehungen unabhängige Evidenz besitzen
3. Ich muß wissen, daß ich in diesen Beziehungen zu dem Gegenstand stehe.
Identifikation/Chisholm: das geht weiter als Russell, der forderte, um über einen Gegenstand zu urteilen, müsse ich wissen, um welchen es sich handelt.
Russell: wenn ich nicht weiß, welcher Gegenstand der so und so ist, kann nicht nichts von ihm wissen oder glauben.
ChisholmVsRussell: kann ich den Gegenstand hingegen bloß nicht identifizieren, so ist nicht ausgeschlossen, daß ich ihn zum Gegenstand einer indirekten Zuschreibung mache. Ich kann mich dann sogar "auf" ihn beziehen.

Chi I
R. Chisholm
Die erste Person Frankfurt 1992

Chi III
Roderick M. Chisholm
Erkenntnistheorie Graz 2004
VsRussell McDowell Vs Searle, J.R.
 
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I 132/133
Theorie der Kennzeichnungen/SearleVsRussell: McDowell: hier ist es leicht, auf seiten Searles zu sein. (Intentionalität). McDowellVsSearle: es ist besser, diesen Wunsch aufzugeben und sich klarzumachen, worum es sich bei den nichtoffensichtlichen Beschreibungen handelt.
(Mit Evans): der begriffliche Bereich sollte nicht als "prädikativ" aufgefaßt werden, sondern als "zu dem Bereich des Fregeschen Sinns gehörend".

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsRussell Donnellan Vs Searle, J.R.
 
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II 287
Namen/Searle: stehen in Korrelation mit einer Menge von Beschreibungen (Kennzeichnungen). Dasjenige, das die Beschreibung am besten erfüllt, weil es die Eigenschaften hat, die durch das Prädikat bezeichnet werden, ist dann der Gegenstand. (s) Bsp "Hans kommt": ist das Kommen dann die Eigenschaft? Donnellan: Searles Auffassung ist schwächer als die von Russell. (Theorie der "identifizierenden Beschreibung": das, was man zur Antwort bekommt, wenn man fragt: auf was referierst du?"
II 288
DonnnellanVsRussell, DonnellanVsSearle: nun ist es möglich, daß die Eigenschaften nicht in substanziellem Maße auf den Gegenstand zutreffen, auf den ich referiere, oder auf einen anderen. Namen/KaplanVsRussell: die Vorstellung, daß der Referent eines Eigennamens durch die Beschreibungen mit ihm verbunden sein soll, die zur Zeit mit ihm verbunden werden, ist unplausibel! >historische Erklärung.
VsRussell Carnap Vs Sinnesdaten
 
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Wittgenstein I 202 ff
Qualität/Erlebnis/Carnap/Hintikka: die Basis von Carnaps "Aufbau" ist eine Reihe von momentanen Gesamterlebnissen, aus denen Qualitäten gebildet werden.
I 203
Aber nicht einmal Qualitäten gleichen den Sinnesdaten, der Russellschen Konzeption. CarnapVsRussell. CarnapVsSinnesdaten/Carnap: individuelles Erlebnis muss hinzukommen.
Carnap: "Wollen wir die beiden gleichartigen Bestandteile der beiden Elementarerlebnisse unterscheiden, so müssen wir sie nicht nur ihrer Qualität nach bezeichnen, sondern die Angabe des Elementarerlebnisses, zu dem sie gehören, hinzufügen.
Erst ein so bezeichneter Bestandteil ist im eigentlichen Sinn ein individueller, wir wollen ihn im Unterschied zum nur der Qualität nach bestimmten Bestandteil, wie er in der Qualitätsklasse repräsentiert wird, "Empfindung" nennen."
Diese "Empfindungen" ähneln demnach den Gegenständen Wittgensteins. Doch nach Carnap sind sie ephemer, subjektiv und zeitgebunden,
während die Tractatus-Gegenstände die nichtzeitliche "objektive" Substanz der Welt bilden.
Dementsprechend Carnap: "Die Empfindungen gehören zum Bereich der Psychologie, die Qualitäten zur Phänomenologie oder Gegenstandstheorie."
Phänomenologie/Carnap/Hintikka: bei Carnap auf eine holistische Analyse der Erfahrung beschränkt.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsRussell Putnam Vs Sinnesdaten
 
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Putnam I 133
RussellVsRussell: Selbstkritik: später Vs die Vorstellung, alle sinnvollen Aussagen könnten auf Sinnesdaten reduziert werden. Putnam: die meisten Philosophen halten aber bis heute daran fest.

Pu I
H. Putnam
Von einem Realistischen Standpunkt Frankfurt 1993

Pu II
H. Putnam
Repräsentation und Realität Frankfurt 1999

Pu III
H. Putnam
Für eine Erneuerung der Philosophie Stuttgart 1997

Pu IV
H. Putnam
Pragmatismus Eine offene Frage Frankfurt 1995

Pu V
H. Putnam
Vernunft, Wahrheit und Geschichte Frankfurt 1990
VsRussell Searle Vs Strawson, P. F.
 
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John R. Searle
Searle V 160
Referentiell/attributiv/Donnellan: Bsp wir stoßen auf den übel zugerichteten Leichnam von Smith ohne zu wissen, wer den Mord begangen hat. Wir würden dann vielleicht sagen: "Der Mörder von Smith ist verrückt" ohne damit jemand bestimmtes zu meinen.
V 161
Bsp’ Der Mann der (fälschlich) angeklagt ist, randaliert im Gerichtssaal. In diesem Fall meinen wir nicht: "der Mörder, wer auch immer er war", sondern einen bestimmten Mann. referentiell: sollte sich herausstellen, dass Smith Selbstmord begangen hat, wäre unsere Ausage über den Mann im Gerichtsaal wenigstens in einem gewissen Sinne dennoch wahr.
attributiv. im attributiven Sinne kann sie nicht wahr sein, wenn die Kennzeichnung auf nichts zutrifft.
(DonnellanVsRussell, DonnellanVsStrawson: beide tragen der Unterscheidung nicht Rechnung.).
referentiell: S hat über e gesprochen, gleichgültig, ob e tatsächlich φ ist.
Er hat etwas Wahres oder Falsches darüber gesagt, unabhängig davon, ob e tatsächlich φ ist. Er hat es aber impliziert.
Man kann über seinen Sprechakt zutreffend berichten, dass er über e gesprochen hat, da man auch mit anderen Ausdrücken als "der φ" berichten kann.
Wäre die Kennzeichnung attributiv verwendet worden, gäbe es keine solche Entität e. (Und dem Sprecher hätte es nicht einmal vorgeschwebt, dass es sie gibt ).
- - -
V 176
Termtheorie/Gegenstand/Universalien/SearleVsStrawson: in welchem Sinne ist der durch "ist rot identifizierte Term nichtsprachlicher Art? Ist das Universale in einem ähnlichen Sinn nichtsprachlicher Art wie der materielle Gegenstand? Kann aus der Existenz einer sprachlichen Entität die Existenz einer nichtsprachlichen Entität folgen?
V 177
Universalien/Searle: sie bestehen nicht in der Welt, sondern in der Sprache, unserer Darstellungsweise der Welt. Sie sind zwar nicht in der Weise sprachlich, wie es Wörter sind (als Phoneme), aber in der Weise sprachlich, in der die Bedeutungen von Wörtern sprachlich sind! SearleVsStrawson: gemessen an den gewöhnlichen Kriterien zur Unterscheidung von sprachlichen und nichtsprachlichen Entitäten ist seine Feststellung also falsch, Universalien seien nichtsprachlich.
V 178/179
Universalien/Searle: werden also nicht mit Hilfe von Tatsachen, sondern mit Hilfe von Bedeutungen identifiziert! Universalien/Prädikat/SearleVsStrawson: das zeigt, dass in dem Modell der Termtheorie »identifizieren« beide Male ganz verschiedene Bedeutungen hat.
V 179/180
Nach Strawson wären wir gezwungen anzunehmen, dass auch Subjektausdrücke Universalien identifizieren. Bsp "Die Rose ist rot". Wenn "ist rot" Röte identifiziert, dann in identifiziert "Rose" die Eigenschaft, eine Rose zu sein, so etwas wie "Rosigkeit". Oder Bsp
Das Ding, das eine Rose ist, ist rot.
Durch diesen Satz werden nicht mehr und nicht weniger Universalien identifiziert als durch:
Das Ding, das rot ist, ist eine Rose.
Ich kann mir kein Argument vorstellen, mit dem gezeigt werden könnte, dass hiermit "ist rot" ein Universale identifiziert wird, ohne dass damit gleichzeitig gezeigt würde, dass auch "ist eine Rose" ein Universale identifiziert.
Die Termtheorie ist also nicht konsequent genug. Wenn Prädikatausdrücke Universalien identifizieren (was die Theorie behauptet) dann tun das Subjektausdrücke notwendig auch!
V 181
Universalien/SearleVsStrawson: keine nichtsprachlichen Entitäten!

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsRussell Tugendhat Vs Strawson, P. F.
 
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Wolf II 20
Identifikation/TugendhatVsStrawson: dieser unterschätzt die Bedeutung des Raum-Zeit-Systems für die Identifizierung. Grundlegendste Aussagen: solche mit Wahrnehmungsprädikaten.
- - -
I 387/388
StrawsonVsRussell: logische Eigennamen sind bloß fiktiv. "Dies" ist auch kein mehrdeutiger Eigenname sondern hat als deiktischer Ausdruck eine einheitliche Bedeutung und bezeichnet je nach Verwendungssituation einen anderen Gegenstand. TugendhatVsStrawson: aber man kann Russell nicht darauf verpflichten, dieses Wort so zu verwenden, wie wir es in unserer natürlichen Sprache verwenden.)
Russell scheitert, weil er eine andere Eigentümlichkeit nicht berücksichtigt: derselbe Gegenstand, für den in der Wahrnehmungssituation ein deiktischer Ausdruck verwendet wird, kann außerhalb dieser Situation auch mittels anderer Ausdrücke bezeichnet werden. (Substituierbarkeit).
I 389
TugendhatVsStrawson: was StrawsonVsRussell vorbringt, steht eigentlich gar nicht im Widerspruch zu dessen Theorie, sondern scheint sie sogar vorauszusetzen.
I 433
Lernen/Tugendhat: das Kind lernt nicht Etiketten auf Gegenstände zu heften, sondern es sind gerade die Demonstrativausdrücke, die über die Situation hinausweisen! Die Demonstrativausdrücke sind keine Namen, man weiß, dass er durch andere deiktische Ausdrücke zu ersetzen ist, wenn man aus anderen Situationen auf dasselbe Bezug nimmt. (TugendhatVsRussell und StrawsonVsRussell). - - -
I 384
StrawsonVsRussell: Bsp "Der gegenwärtige König von Frankreich ist kahl" (König-Bsp) es kommt darauf an, zu welcher Zeit eine solche Behauptung geäußert wird. So ist sie manchmal wahr.
I 385
Bsp „Der König von Frankreich ist kahl“ hat eine Bedeutung, aber an und für sich keinen Wahrheitswert. (>Äußerung, utterance): RussellVsStrawson: das hätte mit dem Problem überhaupt nichts zu tun, man hätte ja noch eine Jahreszahl hinzufügen können.
StrawsonVsRussell: wenn jemand der Meinung ist, dass die Existenzvoraussetzung irrig ist, wird er nicht von Wahrheit oder Falschheit sprechen.
RussellVsStrawson: es komme nicht darauf an, ob man in der Umgangssprache eher das eine oder das andere sage, außerdem gebe es genug Beispiele dass eher von Falschheit in der Umgangssprache gesprochen wird.
I 386
TugendhatVsStrawson: er hat nicht gemerkt, dass er selbst Russells Theorie schon akzeptiert hat. Es geht gar nicht um den Unterschied zwischen Idealsprache und Umgangssprache. Das führt zur Oxforder Schule mit der ordinary language philosophy. Dabei ist nicht um Nuancen der Umgangssprache als Faktisches geht, sondern, wie bei Philosophie überhaupt, um Möglichkeit.
I 387/388
StrawsonVsRussell: logische Eigennamen sind bloß fiktiv. »Dies« ist auch kein mehrdeutiger Eigenname sondern hat als deiktischer Ausdruck eine einheitliche Bedeutung und bezeichnet je nach Verwendungssituation einen anderen Gegenstand. TugendhatVsStrawson: aber man kann Russell nicht darauf verpflichten, dieses Wort so zu verwenden, wie wir es in unserer natürlichen Sprache verwenden.)
Russell scheitert, weil er eine andere Eigentümlichkeit nicht berücksichtigt: derselbe Gegenstand, für den in der Wahrnehmungssituation ein deiktischer Ausdruck verwendet wird, kann außerhalb dieser Situation auch mittels anderer Ausdrücke bezeichnet werden. (Substituierbarkeit).
I 389
TugendhatVsStrawson: was StrawsonVsRussell vorbringt, steht eigentlich gar nicht im Widerspruch zu dessen Theorie, sondern scheint sie sogar vorauszusetzen.
I 395
Identifizierung/TugendhatVsStrawson: verwendet Identifizierung im engeren Sinn. Tugendhat: mein eigener Begriff "Spezifizierung" oder "Spezifikation" (welcher von allen Gegenständen ist gemeint) ist diesem Begriff überlegen.
"Herausgreifen" (to pick put) ist Strawsons Ausdruck. (Von Searle übernommen). (Quine: "to specify").
I 397/398
TugendhatVsStrawson: Bsp "Der höchste Berg" ist überhaupt keine Identifizierung: welcher ist denn der höchste? Es muss noch etwas hinzukommen, eine Ostension, oder einen Name, oder eine Ortsangabe. Bsp jemand kann mit verbundenen Augen vor den höchsten Berg geführt werden. Er wird auch nicht mehr wissen.
I 399
Identifikation/Strawson: unterscheidet zwei Arten der Identifizierung a) Direktes Zeigen
b) Beschreibung durch Kennzeichnung. Raum-Zeit-Stellen. Relative Position zu allen anderen möglichen Standorten und allen möglichen Gegenständen (in der Welt).
I 400
TugendhatVsStrawson: er hat übersehen, dass die demonstrative Identifizierung ihrerseits die nicht demonstrative, raum-zeitliche Identifizierung voraussetzt. Daher gibt es gar keine zwei Stufen. Strawson hatte Russells Theorie von der direkten Relation soweit akzeptiert, dass er das nicht sehen konnte. ((s) > Brandom: Deixis setzt Anapher voraus.)
I 415
TugendhatVsStrawson: er hat übersehen, dass das System raum-zeitlicher Relationen nicht nur demonstrativ perzeptiv verankert ist, sondern ein System möglicher Wahrnehmungspositionen ist, und damit ein System von demonstrativen Spezifizierungen.
I 419
TugendhatVsStrawson: er hat nicht gefragt, wie die Bedeutung der singulären Termini erklärt bzw. wie festgestellt wird, welchen Gegenstand ein singulärer Term spezifiziert. Das wird bei verschiedenen Gegenständen auf ganz verschiedene Weisen festgestellt, manchmal durch Durchlaufen aller möglichen Fälle.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
VsRussell Gödel Vs Typentheorie
 
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Russell I XXV
Typentheorie/Gödel: in der realistischen (intensionalen) Interpretation: zusätzliche Annahme: "Wann immer ein Objekt x ein anderes Objekt y in einer sinnvollen Proposition ersetzen kann, kann es dies in jeder sinnvollen Proposition". Das hat zur Konsequenz, dass die Objekte in einander ausschließende Bedeutungsbereiche eingeteilt werden.
GödelVsRussell: suspekt, dass seine Annahme selbst seine Formulierung als sinnvolles Prinzip unmöglich macht: weil x und y dann auf definite Bedeutungsbereiche eingegrenzt werden müssen, die entweder dieselben sind, oder verschieden und in beiden Fällen drückt die Feststellung nicht das Prinzip oder auch nur einen Teil von ihm aus.
Andere Konsequenz: die Tatsache, dass ein Objekt x von einem gegebenen Typ ist (oder nicht ) kann ebenfalls nicht durch eine sinnvolle Proposition ausgedrückt werden.
I XXVI
Eine Lösung ist nicht unmöglich. Es könnte sich herausstellen, dass jedes Konzept überall bedeutsam ist, außer für gewisse "singuläre Punkte" oder "Grenzpunkte" so dass die Paradoxien als etwas wie die "Teilung durch Null" erschienen.
I XXVI
Axiome/Russell/Gödel: Frage: sind sie analytisch (wie von Russell hier behauptet?). Analytizität/Gödel: kann zweierlei heißen: 1. rein formal, eliminierbar. In diesem Sinne ist sogar die Theorie der ganzen Zahlen nichtanalytisch, vorausgesetzt, man verlangt, die Eliminierung in einer endlichen Zahl von Schritten auszuführen. ((s) Sonst z.B. für jede Zahl einzeln).
Aber das Ganze der Mathematik als angewandt auf Sätze von unendlicher Länge muss vorausgesetzt werden, um diese Analytizität zu beweisen, z.B. kann von dem Auswahlaxiom nur bewiesen werden, dass es analytisch ist, wenn angenommen wird, dass es wahr ist!.
I XXXIV
Analytizität im 2. Sinne: "Aufgrund des Sinnes der in ihr vorkommenden Begriffe". Dabei ist dieser "Sinn" vielleicht undefinierbar (d.h. irreduzibel auf etwas Grundlegenderes). Bsp Wenn man "Klasse" und "" definierte als "die Konzepte (Begriffe) welche den Axiomen genügen" wäre man nicht imstande, ihre Existenz zu beweisen. "Konzept " könnte man vielleicht in Termini von "Proposition" definieren, aber dann werden gewisse Axiome über Propositionen nötig, die sich nur unter Bezug auf den undefinierten Sinn dieses Terms rechtfertigen lassen.
Diese Sicht von Analytizität macht es wiederum möglich, dass vielleicht jede mathematische Proposition auf einen Spezialfall von a = a reduziert werden könnte.
I XXVII
Russell: ging den Weg, sowohl Klassen als auch Konzepte (mit Ausnahme der logisch uninteressanten Grundprädikate) als nichtexistent anzusehen und sie durch unsere eigenen Konstruktionen zu ersetzen. Russell/Gödel/(s): konstruktivistisch.
Reduzibilitätsaxiom: ist im Fall von unendlich vielen Individuen beweisbar falsch, außer man nimmt die Existenz von Klassen oder unendlich vielen "qualitates occultae" an.
Die tatsächliche Entwicklung der mathematischen Logik ist den Weg der Existenz von Klassen und Begriffen gegangen, und Russell war später selbst genötigt, diesen Weg zu gehen.
VsRussell Wittgenstein Vs Typentheorie
 
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II 439
Typentheorie/TT/WittgensteinVsRussell: f(a)= U’s Mantel ist rot
F(a)= U’s Mantel hat eine der Farben des Regenbogens
φ(f)= Rot ist eine Farbe des Regenbogens
Frage: nun, hat φ(F) eine Bedeutung? ((s) Das kommt oben in dieser Kombination nicht vor).
Russell: würde sagen, dass "eine Farbe des Regenbogens hat die Eigenschaft, eine Regenbogenfarbe zu sein" keine Bedeutung hat, ja dass "f(f)" im Allgemeinen keine Bedeutung hat.
Doch wenn wir nun eine Regel der Grammatik aufstellen, um eine Ersetzung Möglichkeit auszuschließen (und eben dies tut die Typentheorie, um Widersprüche zu vermeiden), dann müssen wir die Ersetzunsregel ausschließlich von den Eigenschaften der Symbole abhängig machen.
Ersetzungsregel: wenn wir "f(x)" einführen düren wir "f(f)" keine Bedeutung verleihen.
Bsp Betrachten wir ~f(f) = F(f) und den Ausdruck den man durch die Ersetzung von "f" durch "F" erhält: die Eigenschaft, sich selbst nicht als Eigenschaft zu haben, hat sich selbst wiederum als Eigenschaft. Die Wurzel des Widerspruchs liegt darin, dass man eine Funktion zur Funktion ihrer selbst erklärt. ((s) >Heterologie).
Aus ~f(f) = F(f) ergibt sich die Kontradiktion F(F) = ~F(F).
Problem: ergibt sich, wenn man eine Funktion zur Funktion ihrer selbst erklärt.
II 440
"f" in "f(x)" lässt sich selbst nicht als Argument verwenden. Aber weshalb sollte sich das nicht ergeben, da das, wovon man ausgeht, doch kein Satz ist? Es stimmt nicht, wenn man sagt, hier sei gegen den Satz des Widerspruchs verstoßen worden, denn das könnte nur dann der Fall sein, wenn von Sätzen die Rede wäre!
Hardy hat gesagt, es wäre unerträglich, reelle Zahlen verschiedener Ordnungen zu haben.
Siehe seine Erörterung, wonach eine Folge reeller Zahlen einer anderen Ordnung angehört, weil sie durch Bezugnahme auf eine Gesamtheit definiert wird, deren Schranke sie selbst ist.
Ein analoges Bsp ist das Maximum einer Kurve, das als der höchste aller Punkte auf dieser Kurve definiert wird.
- - -
IV 68
Operation/Formenreihe/Typentheorie/TT/Tractatus: 5.252 nur so ist das Fortschreiten von Glied zu Glied in einer Formenreihe (von Typ zu Typ bei Russell) möglich. WittgensteinVsRussell: in Principia Mathematica (PM) haben sie die Möglichkeit dieses Fortschreitens nicht zugegeben, aber immer wieder von ihr Gebrauch gemacht.
5.2521 Die fortgesetzte Anwendung einer Operation auf ihr eigenes Resultat ((s) >Rekursion) nenne ich ihre sukzessive Anwendung ("O’O’=’a" ist das Resultat einer dreimaligen Anwendung von "O’ ζ" auf "a").
5.2522 das allgemeine Glied einer Formenreiche a,O’ a,O’O’a,... schreibe ich:
IV 69
"[a,x,O’x]". Dieser Klammerausdruck ist eine Variable.
1. Glied: Anfang der Formenreiche
2. Glied: Die Form eines beliebigen Gliedes x der Reihe
3. Glied: Form des unmittelbaren Nachfolgers dieses x. (Nachfolger: O’).
IV 70
WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.4 "Logische Gegenstände" oder "logische Konstanten" im Sinne Russells gibt es nicht. Urzeichen/WittgensteinVsFrege/WittgensteinVsRussell/Tractatus: 5.42 die Möglichkeit der kreuzweisen Definition der logischen "Urzeichen" Freges und Russells (Bsp >, v) zeigt schon, dass dies keine Urzeichen sind und erst recht, dass sie keine Relationen bezeichnen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
VsRussell Prior Vs Verschiedene
 
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I 123
Intentionalität/Findlay: relationale Eigenschaft mit nur einer Seite. ((s)Vs: absurd.) Natürlich ist "an T denken" eine Eigenschaft des Denkenden.
I 124
Prüfstein für die Intentionalität: ist die "eingebaute Referenz auf das, was nicht Teil von ihr ist und was nicht irgendwo zu existieren braucht. Es gibt absolut keine intrinsische Differenz zwischen Denken und Reden über das, was existiert und das, was nicht existiert. (>Anscombe pro).
Das wäre nur eine Pickwicksche Unterscheidung (>Unterscheidung ohne Unterschied).
FindlayVsRussell: Vs Theorie der Kennzeichnungen.
PriorVsFindlay: das ist nicht fair, weil dieser gerade die Lösung anbot.
- - -
I 127
PriorVsReid/VsAnscombe/VsFindlay: es ist nicht leicht, die beiden folgenden Sätze zusammenzuhalten: (1) Das, was X von Y denkt, mit ihm vorhat, verehrt, bezieht immer Y genauso ein wie X.
(2) Es gibt Fälle, in denen X an Y denkt (verehrt usw.) und es überhaupt kein Y gibt.
Zumindest ist es schwer, dabei die folgenden drei Überlegungen zurückzuweisen, die bloß scheinen, sie konsistent zu machen:
a) Denken an ein irreales Objekt sei eine andere Art Denken als die an ein reales Objekt.
b) unser Denken würde uns nicht zum Objekt, sondern nur zu einer "Idee" davon in Relation setzten.
c) es gäbe starke und schwache Arten von Realität. (>Subsistenz).
I 128
Denken/Anscombe/Prior: könnte "denken" nicht durch jedes andere (zumindest intentionale) Verb ersetzt werden? Objekt/Tradition/Anscombe: etwas kann nicht einfach Objekt sein, ohne Objekt von etwas zu sein. Also "relationale Eigenschaft", ein Objekt zu sein.
- - -
Simons I 119
Identität/Simons: ist transitiv. Prior: das ist fraglich (als einziger). (PriorVsTransitivität der Identität).

Pri I
A. Prior
Objects of thought Oxford 1971

Pri II
Arthur N. Prior
Papers on Time and Tense 2nd Edition Oxford 2003

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsRussell Russell Vs Wittgenstein, L.
 
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Bertrand Russell
Read III 65
Vorschlag von Wittgenstein: eine lange Konjunktion für »jedes F ist G«: »dieses ist G und jenes ist G und jenes weitere ist G... RussellVs: diese beiden Aussagen seien nicht äquivalent, den die lange Konjunktion benötige eine abschließende Klausel »und dies sind alle F«. ReadVsRussell: Irrtum: wenn eine Konjunktion erschöpfend ist, dann sind die beiden Aussagen äquivalent. Wenn nicht, ist die Extraklausel wirkungslos, da sie falsch ist. Sie leistet keine Extraarbeit.

R I
B. Russell/A.N. Whitehead
Principia Mathematica Frankfurt 1986

R II
B. Russell
Das ABC der Relativitätstheorie Frankfurt 1989

R IV
B. Russell
Probleme der Philosophie Frankfurt 1967

R VI
B. Russell
Die Philosophie des logischen Atomismus
In
Eigennamen, U. Wolf (Hg), Frankfurt 1993

R VII
B. Russell
Wahrheit und Falschheit
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Kausaltheorie/Namen VsRussell Pro Donnellan II 286
DonnellanVsRussell: Namen keine verdeckten Kennzeichnungen - Homer keine Abkürzung für "der Verfasser der Homerischen Dichtungen"
Kennzeichn-Th/nat.Art VsRussell Versus Cresswell II 98
Namen/Kennzeichnungen CresswellVsRussell: Namen sind keine Kennzeichnungen, sondern Nominale (Nominalphrasen, NP)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Mentalismus VsRussell Versus Quine2 XI 66
Mentalismus: Russell - QuineVsMentalismus/QuineVsRussell.

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 11 Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Kennzeichnungen Cresswell, M.J.
 
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I 175
bestimmte Kennzeichnungen/Cresswell: unbestimmte Kennzeichnung/Russell: These: ein Mann bedeutet "wenigstens ein Mann".
bestimmte Kennzeichnung/Russell. These der Mann bedeutet -ždieser bestimmte Mann-œ.
Anapher/HintikkaVsRussell: die Tradition hat keine Erklärung für den anaphorischen Gebrauch bestimmter Kennzeichnungen.
Artikel/Cresswell: neuere Versuche: die alte linguistische Idee in die traditionelle Logik einzubauen, daß der unbestimmte Artikel neue Gegenstände in die Rede einführt, während der bestimmte Artikel auf schon eingeführte Entitäten referiert. Das entspricht:
Artikel/Kempson: (1975, 111): bestimmter/unbestimmter Artikel sollten nicht semantisch, sondern nur pragmatisch unterschieden werden.
alt/neu/Artikel/file change semantics/Heim/Cresswell: die Unterscheidung von alten und neuen Entitäten im Zusammenhang mit dem Artikel findet sich auch bei Heim (1983).
I 176
Dort führt sie zur file change Semantik/Kamp/Heim: These als Entitäten in der Welt sind die Gegenstände nicht neu, sondern nur innerhalb der Rede, daher "files". ("Akten", "neu in den Akten"). Def file/Heim/Cresswell: repräsentiert Tatsachen über Gegenstände für den Sprecher.
Namen Frege, G.
 
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Wolf I 13
Namen/FregeVsRussell: sing Term.
Newen/Schrenk I 101
Sinn/Namen/Frege: These der Sinn eines Namens wird durch die Kennzeichnung ausgedrückt. Das ist die sogenannte Kennzeichnungstheorie, eine einfache Variante der Beschreibungstheorie.
Staln I 172
Namen/Referenz/Sinn/sense/Stalnaker: 1. Mill/KripkeVsFrege: These: Namen haben ihre Referenten direkt, ohne Vermittlung eines zwischengeschalteten Sinns
Frege/Dummett/Searle: These zwischen dem Namen und seinem Referenten muß man den Sinn des Namens annehmen
a) weil der Gegenstand sonst gar nicht identifiziert werden kann, bzw. wir nicht erklären können, wie er identifiziert wird,
b) (DummettVsKripke) weil wir dann die Sprache nicht lernen können.

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Idiolekt Kripke, S.A.
 
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Cresswell II 151
Def "extremer Fregeanismus"/KripkeVsFrege/KripkeVsRussell/Cresswell: (diesen beiden schreibt er diese Einstellung zu): These: daß Namen in allgemeinen zu Idiolekten gehören. Problem: dann geht es im Pierre-Bsp gar nicht um Pierre, sondern um den Sprecher der den Fall berichtet, und seinen Idiolekt!

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984
Bekanntschaft Peacocke, Chr.
 
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I 182
Def Prinzip der Bekanntschaft/PeacockeVsRussell: These Rekonstruktion, reformuliertes PB: Der Denkende ist bekannt mit einem Objekt wenn es eine Gegebenheitsweise (GW) (innerhalb seines Begriffsrepertoires) gibt, die vom Prinzip der Sensitivität beherrscht wird und er in einem geeigneten gegenwärtigen psychologischen Zustand ist, den er braucht, um an das Objekt unter dieser GW zu denken.
Dafür brauchen wir eine dreistellige Relation zwischen Subjekt, Objekt und Typ der GW.
Bekanntschaft Russell, B.
 
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Hintikka(Wittg I 93
Bekanntschaft/Russell/Hintikka: These die Bekanntschaft liefert nicht bloß die Bausteine unseres Wissens ï·" sondern, wichtiger, auch die Bedeutungen (Bezüge ((s) Referenz)) unserer Basisausdrücke. Russell postuliert komplexe logische Formen als tatsächlich existierende Gegenstände der Bekanntschaft.
WittgensteinVsRussell: ersetzt diese durch Kombinationen von Gegenständen.

W II
L. Wittgenstein
Vorlesungen 1930-35 Frankfurt 1989

W III
L. Wittgenstein
Das Blaue Buch - Eine Philosophische Betrachtung Frankfurt 1984

W IV
L. Wittgenstein
Tractatus Logico Philosophicus Frankfurt/M 1960
Fido-Fido-Prinzip Russell, B.
 
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Read I 32
Russell: machte denselben Fehler: These atomare Aussagen aus einer Anzahl von Individuen und einem Universale - Bsp »Fido ist ein Hund«. Worauf bezieht sich »Hund«? Nach der »Fido«-Fido-Theorie muß es seine Bedeutung daher erhalten, daß es einem einzelnen Ding zugeordnet ist, der Hundheit oder dem Universale, Hund - RyleVsRussell: Referenz ist nicht gleich Bedeutung.

Re III
St. Read
Philosophie der Logik Hamburg 1997

Re IV
St. Read
Thinking About Logic: An Introduction to the Philosophy of Logic 1st Edition Oxford 1995
Namen Russell, B.
 
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Wolf II 12
Namen/Russell: These Eigennamen sind abgekürzte Kennzeichnungen, beide spielen aber nicht die Rolle von sing Term! Bsp "Romulus hat nicht existiert".
Wolf I 13
Lösung: Ersetzung durch geeignete Kennzeichnung: "derjenige, der Remus getötet hat". Nur scheinbar sing Term, vollständig analysiert verschwinden sie.
Namen/FregeVsRussell: sing Term.
Newen/Schrenk I 90
Namen/Eigennamen/Russell: These Namen sind nichts anderes als Abkürzungen für Kennzeichnungen.
Staln I 168
Namen/Russell/Stalnaker: These Namen haben ihre Referenten nicht durch kausale Relation. (Theorie der Kennzeichnung).

K II siehe Wol I
U. Wolf (Hg)
Eigennamen Frankfurt 1993
Proposition Russell, B.
 
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Horwich I 45
Proposition/Tatsache/VsRussell: (früh): gegen die These, daß Wahrheit eine einfache Eigenschaft ist könnte man einwenden: wahre Propositionen drücken Tatsachen aus ((s) statt mit ihnen identisch zu sein, DF) falsche drücken keine Tatsachen aus.
I 46
RussellVsVs: dann wäre - wenn Tatsachen mit wahren Propositionen gleichgesetzt werden - jede bedeutsame Behauptung einfach eine Tautologie. (Meinongs Th. 75).
Horwich I 62
Proposition/Identität/Äquivalenz/Kennzeichnung/Name/Cartwright: Frage: wenn eine Kennzeichnung für einen Namen eingesetzt wird, sind die zwei Propositionen identisch oder nicht? - das ist mehrdeutig! - Problem: gegeben ein Objekt x, welches ist die Proposition, daß x größer ist als Smith? -" wenn x Brown ist, dann wahrscheinlich nicht "Smith’ Angestellter..." (obwohl = Brown) - wenn wir nicht wissen, welche Kennzeichnung die richtige ist, wissen wir auch nicht, welche Proposition - Principia Mathematica/Russell: (früh) These: die Propositionen sind identisch, wenn Green ein Pseudonym für Brown ist.

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
referentiell /att Russell, B.
 
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Newen/Schrenk I 96
DonnellanVsRussell: dieser hat ganz klar die referentielle Verwendung übersehen. Er betrachtet nur die attributive. Und zwar, weil Kennzeichnungen/Russell: These sind für ihn synkategorematische Ausdrücke, die selbst nicht referieren können.
Sprache/Welt Russell, B.
 
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Rorty I 285
Wahrheit/Welt/Russell/Rorty: These: jede wahre Äußerung enthalte sowohl unseren eigenen Beitrag als auch einen Beitrag der Welt. Das hat zwei Angriffe hervorgebracht 1. DavidsonVsRussell: VsDrittes Dogma: Trennung von Schema und Inhalt. Es gibt keinen Inhalt, der darauf wartet, organisiert zu werden.
2. PutnamVsRussell.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Kausalität Russell, B.
 
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Cartwright I 21
Russell: These 1. es gibt nur Assoziations-Gesetze. 2. Kausalprinzipien können nicht von kausal symmetrischen Gesetzen der Assoziation abgeleitet werden.
Cartwright: Vs 1. pro 2.
Kausalprinzipien/CartwrightVsRussell: können zwar nicht aus Assoziationsgesetzen abgeleitet werden, wir können aber auch nicht auf sie verzichten. Das hat mit unseren Strategien zu tun.

Car I
N. Cartwright
How the laws of physics lie Oxford New York 1983