Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


[englisch]  

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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Aussagen Schlick
 
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Horwich I 91f
Tatsachen/Propositionen/HempelVsSchlick: können nicht miteinander verglichen werden - Propositionen können nur mit Propositionen verglichen werden (>Kohärenztheorie). - SchlickVsHempel: Aussagen (hier = Propositionen) können sehr wohl mit der Realität verglichen werden. - Bsp "Diese Kathedrale hat zwei Türme" mit der Kathedrale.

Schli I
M. Schlick
General Theory of Knowledge 1985

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Mathematik Schlick
 
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Thiel I 40/41
Mathematik/Moritz Schlick/Thiel: Mathematik ist ein System von Zeichen mit ausschließlich syntaktischen Beziehungen und demgemäß ist der Anwendungsbereich gar nicht die Welt der Tatsachen sondern nur das Zeichensystem der Sprache. Gar kein Sinn, nach Anwendungsbedingungen der Mathematik zu fragen. ThielVsSchlick: lässt sich das Problem wirklich so auflösen? Die Sprache Schlicks ist ja nicht die Alltagssprache, sondern bereits streng geregelt. Unsere Deutungen verleihen den Zeichen immer erst zusätzlichen Sinn.
Warum sind manche Zeichensysteme übertragbar auf die Wirklichkeit, andere aber nicht?
I 42
Russell (1903) wenn "empirische Konstanten" für Variablen eingesetzt werden, muss jedes Mal untersucht werden, ob die Formeln erfüllt werden. Mathematik wäre dann nur übertragbar, insoweit sie "isomorph" (strukturgleich) mit der Erfahrungswelt ist.

Schli I
M. Schlick
General Theory of Knowledge 1985

T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995
Unabhängigkeit Simons
 
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I 301
absolut unabhängig/Unabhängigkeit/Simons: ist ein Objekt, wenn es nicht generisch abhängig ist. - Gott/Simons: Problem: ist er von seinen eigenen Gedanken unabhängig? - Auf jeden Fall müsste er eine Monade sein, weil die echten Teile eines Objekts von ihm getrennt sind. - Die extreme stärke des Begriffs der absoluten Unabhängigkeit begrenzt seine Nützlichkeit.
I 302
Bsp schwach unabhängig: ein continuant kann immer noch von einem Prozess in seinem Innern abhängig sein. - Der Prozess muss (wegen des Kategorienunterschieds) vom continuant getrennt sein. - Bsp (s) Körper nicht mit seinem Stoffwechsel (oder Gesamtheit seiner Prozesse oder Lebensgeschichte)l identisch. - Prozess und Objekt können nie identisch sein. Ereignis/continuant: sind kategorisch verschieden und können daher keinen gemeinsamen Teil haben.
I 325
Unabhängigkeit/Natur/Welt/Realität/Simons: es gibt in der Natur Dinge, die nicht interagieren. - Bsp getrennte Punkt-Ereignisse. - SimonsVsSchlick - SchlickVsSumme: wenn sie keine internen Relationen haben soll, gibt es in der Natur keine Summen. - SimonsVsSchlick: doch! - Popper pro Schlick. - Daher Unterschied zur Gestalt (mit internen Relationen) sinnlos. PopperVsGestalttheorie.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 9 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsSchlick Brendel Vs Carnap, R.
 
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Elke Brendel
I 275
logischer EmpirismusVsSkeptizismus/Empirismus/Skeptizismus/Schlick/Carnap/Brendel: VerifikationismusVsSkeptizismus: (Wiener Kreis): verifikationistische BT: nicht verifizierbare Aussagen sind sinnlos.
Skeptizismus: die Frage nach seiner Wahrheit oder Falschheit zählt auch zu den sinnlosen fragen bzw. „Scheinproblemen“.
I 276
Verifizierbarkeit/BrendelVsWiener Kreis/BrendelVsSchlick/BrendelVsCarnap/Brendel: dieser Begriff war damals schon ständig schwankend.
I 277
Problem: welches sollte die empiristische Basis für Aussagen der verschiedenen Gebiete bilden? VsEmpirismus: Problem: Theoretische Termini.
BrendelVsEmpirismus: dennoch ist die therapeutische Diagnose richtig, weil nicht alles sinnlos ist, das dem empiristischen Sinnkriterium nicht genügt.

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsSchlick Nagel Vs Frege, G.
 
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III 107
Psychologie/Nagel: für psychologische Begriffe ist es charakteristisch, dass man sich vorstellt, sie ließen sich von den objektiven Begleiterscheinungen abtrennen! Bsp die Frage, ob Zucker anderen Menschen so "wie dies hier" schmeckt, ist eine vollkommen wohldefinierte Frage! Auch wenn sie unbeantwortbar ist! ((s) NagelVsFrege/NagelVsSchlick/ >Cresswell II „Frege-Schlick-Sicht“)).

N I
Th. Nagel
Das letzte Wort Stuttgart 1999

N II
Th. Nagel
Was bedeutet das alles? Stuttgart 1990

N III
Th. Nagel
Die Grenzen der Objektivität Stuttgart 1991
VsSchlick Schlick Vs Gestalttheorie
 
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Simons I 290
ontologische Abhängigkeit /oA/Mereologie/Simons: VsMereologie: man kritisiert die Existenz willkürlicher Summen. Statt dessen soll ein Individuum nur etwas sein, das eine gewisse innere Verbundenheit aufweist. willkürliche Summen/Simons: sie sind algebraisch ok und führen nicht zu Widersprüchen.
Individuen/Simons: es ist nicht klar, welche Eigenschaften sie auf der „richtigen Seite“ der Respektabilität (gegenüber Summen) halten.
Problem: Verbundenheit ist eine graduelle Sache, Individuum-Sein aber nicht!
Gestalt/SimonsVsGestalttheorie/VsGanzheit/Simons: es ist nie klar gesagt worden, was das eigentlich sein soll.
Individuum/Frege/Simons: alles, was durch einen Namen benannt wird.
SimonsVsFrege: davon hat man sich erst spät erholt. Es gibt aber auch plurale Namen (>plurale Designation, plurale Referenz (>Black) s.o.). Und auch leere Namen.
Simons I 324
Ganzheit/Gestalt/SchlickVsGestalttheorie/SchlickVsDriesch/Simons: (Schlick 1935): es gibt gar keine ontologische Differenz zwischen Ganzheiten und Summen. Das sind nur Unterschiede der Darstellung (Repräsentation) desselben Objekts. "Mikro-Reduktionismus"/Schlick: (pro): (Simons: für den heutigen Geschmack zu extrem).
Schlick/Simons: bestreitet dennoch nie die Nützlichkeit einer holistischen Sicht.
Summe/SimonsVsSchlick: hat jedenfalls einen genau bestimmten Sinn.
stärker/schwächer/Simons: Bsp die Äquivalenz verschiedener Formulierungen bricht zusammen, wenn die Prinzipien der Theorie geschwächt werden.

Schli I
M. Schlick
General Theory of Knowledge 1985

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987
VsSchlick Schlick Vs Hempel, C.
 
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Horwich I 91
Kontext: Schlick: Das Fundament der Erkenntnis“ (1934) HempelVsSchlick). HempelVsSchlick: dieser sei ein „Metaphysiker und Poet“.
Proposition/Realität/HempelVsSchlick: man kann Aussagen nicht mit Tatsachen vergleichen!
SchlickVsHempel: das kann man wohl, ohne Metaphysiker zu sein.
I 92
Bsp ich vergleiche den Satz in meinem Baedeker „Diese Kathedrale hat zwei Türme“ mit der Realität: und zwar ganz einfach, indem ich mir die Kathedrale angucke. Wenn jemand etwas dagegen hat, kann es nur sein, dass er „Proposition“ in einem anderen Sinn versteht.
Kohärenztheorie/HempelVsSchlick/HempelVsKorrespondenztheorie: man kann nur Propositionen miteinander vergleichen. ((s) Nicht Propositionen mit der Realität).
Schlick: wir können unterscheiden zwischen Fällen, wo ein geschriebener, gedruckter oder gesprochener Satz mit einem anderen geschriebenen, gedruckten oder gesprochenen Satz verglichen wird.
Schlick: und das nennen ich den Vergleich einer Proposition mit einer Tatsache.
HempelVsSchlick: Aussagen können nur mit anderen Aussagen verglichen werden. ((s) >Kohärenz).
SchlickVsHempel: warum? Ich nehme mir die bescheidene Freiheit heraus, alles mit allem vergleichen zu können. Sollten Propositionen und Tatsachen zu weit von einander entfernt sein? Zu verschieden? Sollte es eine mysteriöse Eigenschaft von Propositionen sein, dass sie mit gar nichts verglichen werden können?
Tatsache/Aussage/Hempel: die Kluft zwischen ihnen ist nur eine metaphysische.
SchlickVsHempel: das kann schon sein, aber wer glaubt denn an eine solche Kluft?
I 93
Def Proposition/Schlick: ist eine Zeichenkette zusammen mit den logischen Regeln für ihren Gebrauch. ((s) Also quasi ein Satz, zusammen mit den Bedeutungsregeln). Satzbedeutung/Schlick: diese Regeln kulminieren in „deiktischen“ Definitionen die die Bedeutung des Satzes ausmachen.
Verifikation/Übereinstimmung/Korrespondenz/SchlickVsHempel: um den Satz zu verifizieren, muss ich dann herausfinden, ob die (Bedeutungs )Regeln befolgt wurden. Warum sollte das unmöglich sein? Bsp ich betrachte die Kathedrale und dann den Satz und stelle fest, dass das Symbol „zwei“ in dem Satz in Zusammenhang mit dem Symbol „Türme“ gebraucht wird und dass ich zu dem gleichen Symbol gelange, wenn die die Regeln des Zählens auf die Türme der Kathedrale anwende.
Kohärenztheorie/Tatsache/Proposition/Vergleich/Schlick: manchmal heißt es, dass „in einer logischen Hinsicht“ Propositionen nur mit anderen Propositionen verglichen werden können. Das kann schon sein, aber ich weiß nicht, was mit einem „Vergleich in einer logischen Hinsicht“ gemeint ist.
Vergleich/HempelVsSchlick: wir können nicht genau sagen, was ein Vergleich von Aussagen und Tatsachen ist,
I 94
weil wir die Struktur von Tatsachen nicht feststellen können. Tatsache/Struktur/SchlickVsHempel: dass man die „Struktur einer Tatsache“ nicht feststellen kann“ erinnert mich an die Metaphysik von „Dingen an sich“. Wenn man die Existenz von Tatsachen nicht leugnet, warum soll man dann die Möglichkeit leugnen, ihre Struktur festzustellen?
Struktur einer Tatsache: Bsp wenn ich die Türme einer Kathedrale zähle, werden ich mit der Struktur eine bestimmten Tatsache bekannt. Wenn man sagen wollte dass es überhaupt sinnlos sein, von „Strukturen von Tatsachen“ zu reden, wäre das bloß eine terminologische Frage. Ein Satz ist auch nicht einfach per se bedeutungsvoll, sondern nur im Zusammenhang mit den Regeln für seinen Gebrauch.
Tatsache/Sätze/Vergleich/VsKorrespondenztheorie/SchlickVsHempel: darum dreht sich der ganze Streit, wenn es unmöglich sein soll Sätze und Tatsachen zu vergleichen, gebraucht Hempel die Wörter einfach in einem anderen Sinn. Die einfachste Weise zu leugnen, dass man sie vergleichen kann wäre zu sagen, dass es einfach keine Tatsachen gibt! (in formaler Redeweise: die Regel für das Wort „Tatsache“ ist so, dass es nicht angewendet werden darf).
Oder vielleicht wird der Vergleich einfach niemals angewendet in den Wissenschaften? Ich denke, das trifft auf rein logische Wissenschaften wie Mathematik zu, aber nicht auf Experimentalwissenschaften.
I 95
SchlickVsHempel: hier zeigt sich die psychologische Motivation seiner Kritik: es geht um eine Sichtweise, die sich völlig innerhalb der Wissenschaften ansiedelt. Wissenschaft als System von Sätzen (propositions). Diese sollen ein Ersatz für die Realität sein. Dann werden „Protokollsätze“ als Material verwendet, ohne sie einem empirischen Test zu unterwerfen. Wissenschaft/Schlick: aber Wissenschaft ist nicht die Welt! Das Diskursuniversum ist nicht das Universum.
Es ist eine Sache zu fragen, wie ihr ganzes System aufgebaut ist und warum es allgemein als wahr angesehen wird, und eine andere, warum ich selbst sie als wahr ansehe. Das ist eine psychologische Frage. Aber keine der „Kulturabhängigkeit“. Mein Vertrauen auf Wissenschaft und Kollegen besteht darin, dass ich sie vertrauensvoll fand, jedesmal wenn ich ihre Behauptungen überprüfte.
I 96
Def Konstatierung/Schlick: der letzte Schritt im Vergleich zwischen einer Aussage und einer Tatsache. Dem Begriff sollte man aber nicht zu viel Wichtigkeit beimessen.
I 97
Tatsache/Satz/Vergleich/Übereinstimmung/Korrespondenz/HempelVsSchlick: sein Beispiel für den Vergleich ist nicht ganz adäquat. (Bsp „Die Kathedrale hat zwei Türme“). Hempel: ich stimme zu, dass man Propositionen als empirische Objekte betrachten kann, die mit jedem anderen empirischen Objekt verglichen werden können. Aber wenn wir das buchstäblich nehmen führt das zu so etwas wie:
I 98
Bsp „Die Proposition enthält mehr Teile, „Wörter“ genannt“ als die Kathedrale Türme hat“. Korrespondenz/SchlickVsHempel: es gibt noch eine andere Art des Vergleichs zwischen Satz und Tatsache: Vergleich der Symbole „zwei“ im Satz und beim Abzählen, indem man die Kathedrale anschaut.
HempelVsSchlick: damit vergleicht er eine Proposition im Baedeker mit dem Ergebnis einer Handlung von sich.
Kohärenztheorie/Pointe: dieses Ergebnis der Handlung wird in einer zweiten Proposition festgestellt. Und diese beiden werden verglichen! Das ist es, was ich mit „in logischer Hinsicht“ meinte.
Überprüfung/Verifikation/Kohärenztheorie/HempelVsSchlick: es geht darum, ob die Sätze sich widersprechen. Das geht sogar, ohne die Bedeutungen der Sätze zu kennen! (>Carnap: „Die logische Syntax der Sprache“, „Philosophie und logische Syntax“). Bsp die zwei obigen Propositionen enthalten beide ein Symbol, das wie „zwei“ geformt ist.

Schli I
M. Schlick
General Theory of Knowledge 1985

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsSchlick Neurath Vs Holismus
 
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Brendel I 125
definitorische Kohärenztheorie/Wahrheit/Neurath/Brendel: Vertreter: Neurath. (Neurath bezeichnete sich selbst nicht als Kohärenztheoretiker explizit NeurathVsKohärenztheorie/NeurathVsHolismus).
I 126
Neurath: pro Empirismus. Wahrheit/Neurath: These die W-Def muss sich in einem empiristischen W-Kriterium erschöpfen.
Protokollsatz/Schlick: Fundament, unrevidierbar. „reine Beobachtungssätze“.
Protokollsatz/NeurathVsSchlick: revidierbar. Da sie aufgrund von Entschlüssen ausgewählt werden.
Wirklichkeit/Neurath/Brendel: These das Reden über sie ist blanke Metaphysik.
Wahrheit/Neurath/Brendel: ist daher nur relativ zu einem System von Sätzen verstehbar (>Kohärenztheorie).
NeurathVsKorrespondenztheorie: „Übereinstimmung mit der Wirklichkeit“: wird abgelehnt. „Wahre Welt“: sinnlos.
I 127
Auswahl/Neurath: aus mehreren konsistenten Aussagenmengen: ohne W-Kriterium, nach außerlogischen Momenten.

Neur I
O. Neurath
Philosophical Papers 1913-1946: With a Bibliography of Neurath in English (Vienna Circle Collection, Volume 16) 1983

Bre I
E. Brendel
Wahrheit und Wissen Paderborn 1999
VsSchlick Ayer Vs Schlick, M.
 
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Horwich I 101
SchlickVsKohärenztheorie: über die Widerspruchsfreiheit eines Systems hinaus kann man die Übereinstimmung (Korrespondenz) mit der Realität feststellen. Ayer: pro Schlick.
AyerVsSchlick: wir haben aber keine Klasse von synthetischen Sätze, die unbezweifelbar sind.
Horwich I 103
Def Wahrheitskriterium/ Verifikationskriterium/Ayer: das Kriterium, mit dem wir die Gültigkeit unserer synthetische Sätze testen, ist ihre Übereinstimmung mit der Realität (= Sinneswahrnehmung). D.h. das Kriterium ist die Übereinstimmung mit unseren Beobachtungen.
Beobachtungssatz/AyerVsSchlick: begnügt sich leider nicht damit sondern behauptet, dass die Sätze, mit denen wir unsere Beobachtungssätze beschreiben, absolut unbezweifelbar wären.
I 104
Beobachtungssatz/AyerVsSchlick: der einzige Sinn, indem ein Satz absolut sicher sein kann ist, dass seine Negation selbstwidersprüchlich wäre. Und es ist nicht selbstwidersprüchlich Bsp wenn jemand sagt „das ist grün“ dann „das ist nicht grün“ zu sagen. Synthetische Sätze sind eben nicht wahr allein aufgrund ihrer Form. Beobachtungssatz/Schlick: würde sagen, dass er das auch niemals behauptet hat. Sondern dass es ihm nur um die Wahrheit eines solchen Satzes in dem Moment der Wahrnehmung geht.
AyerVsSchlick: dennoch müssen wir unterscheiden zwischen falschen und solchen Propositionen, die wahr, aber trivial sind.
Was Schlick meint, ist nicht mehr als p impliziert p. Aber es ist falsch zu sagen, dass wenn ich Schmerzen verspüre, dass der Satz, dass ich Schmerzen verspüre, objektiv sicher ist. Denn das wäre eine andere Form:
p impliziert dass (p ist objektiv sicher).
Und das ist falsch, wenn es ein synthetischer Satz ist.
I 105
Konstatierung/Schlick/AyerVsSchlick: dass Schlick sich dabei selbst unwohl fühlte liegt an der Vagheit seines Begriffs. „Konstatierungen“, von denen er annimmt, dass sie unbezweifelbar wären. Konstatierung/Schlick: ist nichts, was mit etwas identifiziert werden könnte, das ausgedrückt werden kann. Das legt nahe, dass er an aktuale Wahrnehmungen denkt, im Gegensatz zu den Sätzen, die sie beschreiben.
AyerVsSchlick: Dilemma:
a) wenn Konstatierungen nicht Sätze sondern selbst Wahrnehmungen sind, ist es unsinnig zu sagen, dass sie unbezweifelbar sind oder nicht unbezweifelbar. Denn Wahrnehmungen sind nicht die Art Ding, die bezweifelbar sein kann. Sie kommt einfach vor.
b) wenn sie Beobachtungssätze sind, können sie nicht unbezweifelbar sein (s.o.).
A.J.Ayer
I A.J. Ayer Wahrheit, aus G. Skirbekk (Hrsg.) Wahrheitstheorien, Frankfurt/M 1996
II Hügli/Lübke (Hrsg.) Philosophie im 20. Jahrhundert, Reinbek 1993

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
VsSchlick Carnap Vs Schlick, M.
 
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Schurz I 14
Beobachtungssätze/logischer Empirismus: neu: Beobachtungssätze gelten nicht mehr als unwiderlegbar. ("Protokollsatzdebatte", CarnapVsSchlick und NeurathVsSchlick). Empirismus: heißt dann nur noch, dass Beobachtungssätzen eine bevorzugte Rolle zukommt.

Ca I
R. Carnap
Die alte und die neue Logik
In
Wahrheitstheorien, G. Skirbekk (Hg), Frankfurt 1996

Ca III
R. Carnap
Philosophie als logische Syntax
In
Philosophie im 20.Jahrhundert, Bd II, A. Hügli/P.Lübcke (Hg), Reinbek 1993

Ca IV
R. Carnap
Mein Weg in die Philosophie Stuttgart 1992

Ca VI
R. Carnap
Der Logische Aufbau der Welt Hamburg 1998

CA VII = PiS
R. Carnap
Sinn und Synonymität in natürlichen Sprachen
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Ca VIII (= PiS)
R. Carnap
Über einige Begriffe der Pragmatik
In
Zur Philosophie der idealen Sprache, J. Sinnreich (Hg), München 1982

Schu I
G. Schurz
Einführung in die Wissenschaftstheorie Darmstadt 2006
VsSchlick Tugendhat Vs Schlick, M.
 
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III 202
Sinn/Schlick: Sinn (Bedeutung) = Umstände! "Die Angabe der Umstände, unter denen ein Satz wahr ist, ist dasselbe wie die Angabe seines Sinnes." TugendhatVsSchlick.
III 203
Alle Sätze, die weder zu Mathematik und Logik noch zur Naturwissenschaft gehören, sind sinnlos.

Tu I
E. Tugendhat
Vorlesungen zur Einführung in die Sprachanalytische Philosophie Frankfurt 1976

Tu II
E. Tugendhat
Philosophische Aufsätze Frankfurt 1992
VsSchlick Verschiedene Vs Schlick, M. Hempel I 102
Basissätze/Schlick: Vs vollkommenen Verzicht auf ein System unveränderlichen Basissätze: führt zum Relativismus. VsSchlick: man findet nirgends in der Wissenschaft ein absolut unbezweifelbares Kriterium.
I 103
Konstatierungen/Schlick: im Unterschied zu gewöhnlichen empirischen Aussagen werden sie in einem Akt verstanden und verifiziert, nämlich durch Vergleich mit den Tatsachen. Damit kehrt er also zu der materialen Sprechweise zurück. Anders als Aussagen können sie nicht aufgezeichnet werden und sind nur in einem Moment gültig.

Thiel I 41
ThielVsSchlick: lässt sich das Problem wirklich so auflösen? Die Sprache Schlicks ist ja nicht die Alltagssprache, sondern bereits streng geregelt. Unsere Deutungen verleihen den Zeichen immer erst zusätzlichen Sinn. Warum sind manche Zeichensysteme übertragbar auf die Wirklichkeit, andere aber nicht?
I 42
Russell (1903) wenn "empirische Konstanten" für Variablen eingesetzt werden, muss jedes Mal untersucht werden, ob die Formeln erfüllt werden. Mathe wäre dann nur übertragbar, insoweit sie "isomorph" (strukturgleich) mit der Erfahrungswelt ist.





T I
Chr. Thiel
Philosophie und Mathematik Darmstadt 1995

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in Auseinandersetzungen folgender wissenschaftlicher Lager:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Pro/Versus
Eintrag
Literatur
Kohärenztheorie VsSchlick Versus Horwich I 91
Lager: Kohärenztheorie: Hempel pro (VsSchlick) - Horw I 101 SchlickVsKohärenztheorie: über die Widerspruchsfreiheit eines Systems hinaus kann man die Übereinstimmung (Korrespondenz) mit der Realität feststellen - Ayer: pro Schlick

Hor I
P. Horwich (Ed.)
Theories of Truth Aldershot 1994
Unabhängigkeit VsSchlick Pro Simons I 324
Unabhängigkeit: SimonsVsSchlick: es gibt Dinge, die nicht interagieren.

Si I
P. Simons
Parts Oxford New York 1987