Lexikon der Argumente


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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 3 Einträgen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Absolutheit Unger Stroud I 75
Absolute Ausdrücke/Skeptizismus/Peter Unger/Stroud: Def absolute Termini/Unger: Bsp "flach", "leer": diese werden berechtig angewendet (Behauptbarkeit) in vielen Situationen, selbst wenn sie nicht buchstäblich wahr sind. Das zeigt, dass es keinen Hinderungsgrund für unseren Gebrauch und Verständnis dieser Ausdrücke gibt. - auch Bsp "sicher".
StroudVsUnger: pro: diese Relation zwischen Bedeutung und Gebrauch kann den Skeptizismus verteidigen, aber schwächer als Descartes Traum-Argument. - StroudVsUnger: die Annahme absoluter Ausdrücke ist überflüssig.

Unger I
P. Unger
Empty Ideas: A Critique of Analytic Philosophy

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984
Denkformen Dennett I 275
Grenze/Unger: es muss immer ein Paar von x beiderseits der Grenze geben, das erfordern unsere Konventionen.
I 276
InwagenVsUnger: um so schlimmer für die Konventionen! Jackendoff: Kandidaten auf der Grenze werden in die eine oder andere Kategorie gezwängt.
I 277
Dennett: ein guter Trick, aber kein erzwungener Zug! Darwin zweigt uns, dass die Natur nicht braucht, was wir angeblich zum Denken brauchen, die Natur kommt mit allmählichen Abweichungen gut zurecht.
I 692
Allgemeines/Besonderes/Künstliche Intelligenz/KI/Dennett: Donald Symons: es gibt keinen "allgemeinen Problemlöser" weil es keine allgemeinen Probleme gibt, nur besondere Probleme. >General Problem Solver. DennettVsSymons: Es gibt auch keine allgemeine Wunde, sondern nur besondere Wunden. Dennoch gibt es einen allgemeinen Wundheilungsvorgang.

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005
Grenzen Unger Dennett I 276
Grenze/Unger: es muss immer ein Paar von x beiderseits der Grenze geben, das erfordern unsere Konventionen. InwagenVsUnger: um so schlimmer für die Konventionen!

Unger I
P. Unger
Empty Ideas: A Critique of Analytic Philosophy

Dennett I
D. Dennett
Darwins gefährliches Erbe Hamburg 1997

Dennett II
D. Dennett
Spielarten des Geistes Gütersloh 1999

Dennett III
Daniel Dennett
"COG: Steps towards consciousness in robots"
In
Bewusstein, Thomas Metzinger Paderborn/München/Wien/Zürich 1996

Dennett IV
Daniel Dennett
"Animal Consciousness. What Matters and Why?", in: D. C. Dennett, Brainchildren. Essays on Designing Minds, Cambridge/MA 1998, pp. 337-350
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 2 Kontroversen:
Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsUngerVsUnger Lewis Vs Unger, P. IV 244
Sorites/Wahrheitswert/Vagheit/Lewis: Bsp Fred ist ein Grenzfall von Kahlköpfigkeit, dann ist der Satz "Fred ist kahl" vielleicht ohne Wahrheitswerte (WW). Nichts in unserer Sprache macht solche Beschreibungen (delineations) richtig und andere falsch. Wir können keine Begrenzung ein für alle Mal finden. Wenn ein Satz wahr über den gesamten Bereich ist, ist er einfach wahr.
Aber wir behandeln einen Satz auch dann als mehr oder weniger "einfach wahr", wenn er über einen Bereich seiner Vagheit geht, der groß genug ist. Also wenn er "wahr genug" ist.
Damit kommen wir meist klar, aber nicht immer, wie die Paradoxa bezeugen:
Problem: wahrheitserhaltende Argumentationen erhalten nicht immer die Eigenschaft "wahr genug" zu sein!
"wahr genug": wann ist ein Satz wahr genug? Das ist selbst eine Angelegenheit von Vagheit.
IV 245
Wichtiger: es hängt vom Kontext ab. In anderen Umständen, mag etwas nicht wahr genug sein. Bsp Austin: "Frankreich ist hexagonal". Standards können gelockert oder angezogen werden. Interessanterweise geht das Verschärfen leichter als das Lockern:
Bsp wenn die Standards hoch waren und etwas wird gesagt, das wahr genug ist nur unter gelockerten Standards, und niemand widerspricht, dann sind die Standards damit gesenkt.
Aber was unter gesenkten Standards gesagt wird, mag immer noch unvollkommen akzeptabel scheinen.
Bsp Verschärfen der Standards: schafft es immer, empfehlenswert zu erscheinen, selbst wenn es die Zwecke der Konversation stört.
absolut/relativ: Bsp (Peter Unger): man könnte sagen, es gibt eigentlich nichts, was wirklich eben ist! Sicher ist der Bürgersteig eben, aber der Schreibtisch ist doch ebener! Und so gibt es sicher auch etwas, das ebener ist als der Schreibtisch. Man immer an etwas ebeneres denken usw.
Problem: "eben" sollte doch eigentlich als absoluter Begriff genommen werden. Wie könnte man dann leugnen, dass der Tisch eben ist?
VsUnger: man könnte bestreiten, dass "eben" absolut ist. Aber soweit hat Unger schon recht. Was er inkonsistent nennt, klingt wirklich so. Ich nehme also an, dass es bei keiner Beschreibung der relativen Vagheit von "eben" und "ebener" wahr ist, dass etwas ebener ist als etwas, das eben ist.
LewisVsUnger: die richtige Antwort ist, dass er ihr Konto ändert. (he is changing the score on you). Er überträgt das Konto auf Sie.
Was er sagt, ist nur unter verschärften Standards der Präzision akzeptabel.
IV 246
Weil das, was er sagt nur unter verschärften Standards akzeptabel ist, ist es nicht länger wahr, dass der Bürgersteig eben ist. Das ändert aber nicht die Tatsache, dass es im ursprünglichen Kontext wahr war. Unger hat nicht gezeigt, dass der neue Kontext irgendwie legitimer ist als der alte.
"sicher"/Unger: in analoger Weise hat Unger (korrekt) beobachtet, dass "sicher" ein absoluter Begriff ist. Daher sei niemand eigentlich in irgendeiner Sache sicher!
Tatsächlich erlaubt die Angleichungsregel Unger, einen Kontext zu schaffen, in dem alles was er sagt wahr ist, aber das zeigt nicht, dass irgendetwas falsch ist was wir in alltäglicheren Kontexten tun.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991
VsUngerVsUnger Stroud Vs Unger, P. Stroud I 75
absolute Ausdrücke/Skeptizismus/Peter Unger/Stroud: (Unger, (Oxford 1975,Journ,of Phil, 1977). Def absolute Termini/Unger: Bsp "flach", "leer": diese werden berechtigt angewendet (Behauptbarkeit) in vielen Situationen, selbst wenn sie nicht buchstäblich wahr sind. Das zeigt, dass es keinen Hinderungsgrund für unseren Gebrauch und Verständnis dieser Ausdrücke gibt.
Pointe/Unger: das gilt auch für den absoluten Ausdruck "sicher". Denn Wissen impliziert Sicherheit. Damit wäre unser Gebrauch von "sicher" usw. mit der buchstäblichen Wahrheit des Skeptizismus kompatibel.
StroudVsUnger: pro: seine Relation zwischen Bedeutung und Gebrauch kann gebraucht werden, um den Skeptizismus zu verteidigen. Aber Unger kann den Skeptizismus nicht allein auf Basis der „absoluten Ausdrücke“ stützen.
Descartes/Stroud: das zeigt aber, dass das, worum es hier geht, ebenso stark ist, wie das Traum-Argument bei Descartes.
Aber ohne die Erfordernis, dass wir nicht träumen, würden die absoluten Ausdrücke "sicher" und "ich weiß" auch die skeptische Möglichkeit nicht ausschließen. ((Übersetzung? "...would not yield the sceptical conclusion“).
StroudVsUnger: wir brauchen seine Doktrin der "absoluten Ausdrücke" nicht.

Stroud I
B. Stroud
The Significance of philosophical scepticism Oxford 1984