Lexikon der Argumente

Philosophische Themen und wissenschaftliche Debatten
 


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Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 9 Einträgen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
Existenz Field
 
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I 80
Notwendige Existenz/KantVs/Field: nichts kann mit allen seinen Prädikaten negiert werden und dennoch einen Widerspruch hinterlassen. - (Vsontologischer Gottesbeweis) - Existenz/Field: sollte nicht Teil der Logik sein. - Daher kann Mathematik nicht auf Logik reduziert werden. - Sonst müßten zu viele Eigenschaften angenommen werden.
I 155
Semantisch/syntaktisch/sing Term/Denotation/Ontologie/FieldVsWright: es ist nicht in die Syntax eingebaut, dass z.B. der sing Term "4" denotiert. - (d.h. daß die Zahl ein Gegenstand ist). - Genauso wenig wie bei Bsp "Gott". - Also kann Syntax nicht das Kriterium für Existenz sein.
I 167
Existenz/Ontologie/FieldVsWright: folgt nicht aus "Begriffserklärung", sonst folgte auch Gottes Existenz aus der Erklärung des Begriffs "Gott". - Begriffserklärung nur konditional: "wenn es einen Gott gibt, ist er allmächtig" - Lösung: die begriffseinführende Theorie muß nicht wahr sein - Existenzgeneralisierung. - falsch: aus Selbstidentität kann keine Existenz geschlossen werden, nur umgekehrt.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Kognition Rorty
 
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Richard Rorty
VI 46/47
Kognitive Bedingung/Wright/RortyVsWright: für ihn soll ein Sprecher wie eine gut geölte Maschine funktionieren - das ist traditionelle Erkenntnistheorie, nach der Vorurteile und Aberglauben bloß Sand im Getriebe sind - nach Wright müssten wir a priori erkennen, was die richtigen Funktionen sind - durch Kenntnis des Inhalts - PragmatismusVsKognitivität: nicht mehr als kontingenter Konsens -" für sie ist Inhalt nicht wichtig.
VI 51
Kognition/Kognitivität/kognitiv/Tatsache/Wright/Rorty: Wrights "kognitives Gebot": Vorteil: wir brauchen keine vergegenständlichen Tatsachen. - Stattdessen: Referenz auf Bereich möglicher Ursachen - ((s) Kognition macht Tatsachen überflüssig.) - Vs: Problem: das setzt einen Begriff der Funktionsweise einer "Repräsentationsmaschine" voraus.
VI 429f
Kognition/Sprache/Rorty: Kognition ist nicht ohne Sprache möglich. - Daher Lücke zwischen Empfindung und Kognition. - Sicher gibt es eine kausale Kontinuität zwischen Erfahrung und Denken - aber die gibt es auch zwischen Ernährung und Denken.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Mathematik Benacerraf
 
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Field I 20
Mathematik/Identifikation/Interpretation/Benacerraf: (1965) These: es gibt eine Fülle von Willkür in der Identifizierung mathematischer Objekte mit anderen mathematischen Objekten: Bsp Zahlen: können mit Mengen identifiziert werden, aber mit welchen?
reelle Zahlen: für sie gibt es aber keine einheitliche mengentheoretische Erklärung. Man kann sie mit Dedekindschen Schnitten, mit Cauchy Folgen,
I 21
mit geordneten Paaren, mit dem Tensor Produkt zweier Vektor Räume oder mit Tangenten Vektoren an einem Punkt einer Mannigfaltigkeit identifizieren. Tatsache: es scheint hier keine Tatsache zugeben, die darüber entscheidet, welche Identifikation man zu wählen hat! (>Nonfaktualismus).
Field: das Problem geht aber noch tiefer: es ist dann willkürlich, was man als grundlegende Objekte wählt, z.B. Mengen?
Field I 21
Basis/Mathematik/Benacerraf: man kann Funktionen als grundlegend annehmen und Mengen als bestimmte Funktionen definieren, oder Relationen als Grundbausteine und Mengen als Relation der Additivität 1. (adicity).
I 23
Mathematik/Unbestimmtheit/Willkür/Crispin Wright: (1983): Benacerrafs Paper schafft kein besonderes Problem für die Mathematik: Benacerraf: "Nichts in unserem Gebrauch von numerischen singulären Termini ist hinreichend um zu spezifizieren, welche, wenn überhaupt Mengen sie sind.
WrightVsBenacerraf: das gilt aber auch für die singulären Termini , die für die Mengen selbst stehen! Und nach Quine auch für die singulären Termini , die für Kaninchen stehen!
FieldVsWright: das geht an Benacerrafs Argument vorbei. Es richtet sich mehr gegen eine anti platonistisches Argument: dass wir skeptisch gegenüber Zahlen sein sollten, denn, wenn wir annehmen, dass sie nicht existieren, dann scheint es unmöglich zu sein zu erklären, wie wir auf referieren oder Glaubenseinstellungen über sie haben.
Nach Benacerrafs Argument ist unsere Praxis hinreichend um sicherzustellen, dass die Entitäten, auf die wir das Wort "Zahl" anwenden, eine  Sequenz unterschiedener Objekte bildet, unter der Relation die wir "<" nennen. (Kleiner Relation).Aber das ist auch alles. Vielleicht legt aber unser Gebrauch nicht einmal das fest.
Vielleicht bilden sie nur eine Sequenz, die unsere beste axiomatische Theorie erster Stufe von  Sequenzen erfüllt. D.h. alles was durch den Gebrauch bestimmt wird, wäre dann ein Nicht Standardmodell einer solchen Theorie. Und das gälte dann auch für Mengen.


Bena I
P. Benacerraf
Philosophy of Mathematics 2ed: Selected Readings Cambridge 1984

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Ontologie Field
 
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I 166
Logik/Ontologie/Wright: statt logischer Äquivalenz (Bsp zwischen platonistischen Sätzen über Richtungen und nominalistischen über parallele Linien): "begrifflich notwendig" - aus einer Begriffserklärung - wenn Fx ein (endlich instantiierter) Begriff ist, dann gibt es ein Ding, so daß hx:Fx - FieldVsWright: das würde auch für Gott gelten - Lösung: Konditional: "Wenn es einen Gott gibt...".
II 102
Eigenschaften/Ontologie/PdG/Field: man kann in der Philosophie des Geistes gewisse Eigenschaften annehmen, die man gleichzeitig in der Ontologie leugnet.
III 3
Physik/Ontologie/Field: ich mache starke Annahmen über die Natur und Struktur physikalischer Objekte (auch subatomarer Teilchen). Auch über postulierte Unobservablen - ((s) im Gegenzug vermeidet er starke Annahmen über die Mathematik, die damit umgeht).
III 4
Ich werde meine strukturellen Annahmen nicht auf eine Ebene unterhalb des Platonismus schrauben. ((s) D.h. hier die Annahme, daß Unbobachtbares (z.B. subatomare Teilchen) existieren).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Rechtfertigung Field
 
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I 44
Rechtfertigung/FieldVsWright: man kann jeden Glauben durch einen stärkeren Glauben rechtfertigen, aus dem er folgt
II 366f
Vernünftigkeit/Rechtfertigung/Field: pro niedrigere Schwelle: gute Induktions- und Wahrnehmungsregel zählen dann als schwach a priori -" Kohärenztheorie: höhere Schwelle für Vernünftigkeit -" unsere Regeln gelten nicht als vernünftig, bevor nicht die Anwender durch eine Kombination von Deduktion, Induktion und Wahrnehmung gezeigt haben, bei der diese Kombination von Fall zu Fall variiert (DF) , daß diese Regeln verläßlich sind

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Repräsentation Rorty
 
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Richard Rorty
I 162
Repräsentation/Rorty: benötigt Urteilsvermögen - anders als Eindrücke (Sinneseindrücke) - SellarsVsLocke: wirft beides zusammen.
I 278ff
Repräsentation: Darstellung, wie in die Psychologen verwenden, ist mehrdeutig: sie umfasst Bilder und Propositionen sowie Meinungen. Nur die letzteren dienen als Prämissen. Bilder dagegen sind unvermittelt. Der britische Empirismus warf beide zusammen. RortyVsRepräsentation: die These von dem System innerer Darstellungen ist nicht bloß eine Verwechslung von Bildern und Propositionen, sondern eine allgemeine Verwechslung von Kausalvorgängen und Schlüssen! Sie findet aber in den Köpfen der Philosophen statt, nicht bei den Psychologen.
II 76
Anti- Repräsentationalismus: mit Nietzsche und Dewey - später Wittgenstein, Sellars, Davidson: neue Perspektive auf Sprache und Wirklichkeit.
II 112
PragmatismusVsRepräsentationalismus/Rorty: es gibt keine feststehende, fertige Wahrheit, die zu repräsentieren wäre. PragmatismusVsKorrespondenztheorie: es gibt keine privilegierte Sprache der Darstellung.
VI 45
Repräsentation/Realismus/Rorty: Repräsentation involviert Realismus.
VI 51
Repräsentation/Wittgenstein/Rorty: der "relevante Gegenstandsbereich" ist nie im relevanten Sinne "da".
V I 49
Repräsentation/RortyVsWright: grundverschiedene Outputs können als Repräsentation ein und desselben Inputs gelten. Im Grunde kann alles beliebige Repräsentation von allem beliebigen sein. Man muss sich nur vorher darauf einigen.
VI 54
Repräsentation/McDowells Wittgenstein/Rorty: die unabsehbare Vielfalt der Regeln macht es unmöglich, unter dem Gesichtspunkt der Repräsentationalität oder Nichtrepräsentationalität eine interessante Grenze zwischen den Diskursen zu ziehen. ((s) Erkenntnis, Moral, das Komische usw.) - RortyVsKripke: Kripkes Wittgenstein beantwortet das mit einer petitio principii.
VI 63
Repräsentation/PutnamVsRepräsentation/Rorty: Sprache dringt zu tief in die Welt ein -
VI 71 ~
Putnam: verwendet nach wie vor den Begriff Repräsentation. RortyVs. Repräsentation/Rorty: wir sollten unser Verhältnis zum übrigen Universum nicht in repräsentationalistischer sondern in rein kausaler Terminologie begreifen. (PutnamVs).
DavidsonVsRepräsentation: Sprache und Forschung lassen sich durch aussschließliche Bezugnahme auf kausale Interaktionen mit der Welt erklären. Repräsentation überflüssig. (McDowellVsDavidson: Verantwortlichkeit gegenüber der Welt).
VI 107f
Repräsentation/Bild/Rorty: ebenso mehrdeutig: ein tüchtiger Historiker gibt die Fakten natürlich so wieder, wie sie nun einmal sind! Es gibt also einen Begriff von Repräsentation, mit dem man tüchtige von weniger tüchtigen Historikern unterscheiden kann. Doch wenn Philosophen sich über Genauigkeit einer Darstellung streiten, geht es ihnen nicht um Aufrichtigkeit oder Sorgfalt. Es geht vielmehr um die Frage: können wir Stücke der Welt und Stücke von Überzeugungen oder Sätzen derart paarweise anordnen, dass wir imstande sind, anzugeben, daß die Beziehungen zwischen den letzteren den Beziehungen zwischen den ersteren entsprechen?
VI 125 f
RortyVsRepräsentation: auch wenn man gegen Repräsentationalismus ist, bedeutet das nicht, zu bestreiten, daß die meisten Dinge im Universum in kausaler Hinsicht von uns unabhängig sind. Sie sind bloß nicht in repräsentationaler Weise von uns unabhängig!
VI 130
Repräsentation/Sprache/RortyVsSellars: Sprache repräsentiert nichts.
VI 139
Repräsentation/Wissen/Rorty: erkenntnistheoretische Deutung: Wissen als Bild vom Gegenstand: Trennung. - Dagegen Umgang mit dem Gegenstand: keine Trennung zwischen Gegenstand und Umgang.
VI 140
Sprache/Repräsentation/Rorty: These Sprache und Wissen haben nichts mit Abbilden zu tun, sondern eher mit zurechtkommen. - (Taylor: Umgang) - Umgang primärer als Repräsentation. - Rorty: kein Bruch zwischen sprachlichem und nichtsprachlichem Umgang.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Syntax Field
 
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I 155
semantisch/syntaktisch/sing Term/Denotation/Ontologie/FieldVsWright: es ist nicht in die Syntax eingebaut, daß der sing Term "4" denotiert. - ((s) D.h. daß die Zahl ein Gegenstand ist) - Genauso wenig wie bei Bsp "Gott". - Also kann Syntax nicht das Kriterium für Existenz sein.
II 359
Syntax/Field: syntaktische Formulierungen brauchen nicht den Begriff der Extension.

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
Tarski Wright
 
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Rorty I 38 ff
WrightVsTarski: es ist ihm nicht gelungen, eine Norm anzugeben. Wright: zwei Normen: berechtigte Behauptbarkeit und Wahrheit. Unterschied: das Streben nach dem einen ist notwendig auch ein Streben nach dem anderen, aber ein Erfolg beim einen ist noch nicht notwendig ein Erfolg beim anderen.
Wright I 85
VsWright: Tarski verlangt Bivalenz, Behauptungen können aber auch unentscheidbar sein (Vs Plattitude Behauptung = Vorbringen von etwas als wahr) - WrightVsVs: der Deflationismus akzeptiert ja gerade nicht das DS (Zitattilgungsschema) - Probleme gibt es nicht mit unbestimmten WW, sondern mit zusätzlichen oder Lücken.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
Terminologien Wright
 
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I 41
"Plattitüde"/Wright: "P" ist wahr dann und nur dann, wenn "P" mit den Tatsachen übereinstimmt CP Korrespondenzplattitüde/CP/Wright: "P" ist wahr dann und nur dann, wenn die Dinge so sind, wie "P" sagt, daß sie sind - Deflationismus/Wright: akzeptiert (wie wir auch) folgende Plattidüden: etwas behaupten heißt, etwas als wahr darzustellen, jeder wahrheitsfähige Gehalt hat eine sinnvolle Negation, wahr zu sein bedeutet, den Tatsachen zu entsprechen, eine Aussage kann gerechtfertigt werden, ohne wahr zu sein, und umgekehrt
I 60
Epistemische Einschränkung: EC: wenn P wahr ist, dann gibt es Evidenz dafür - > erzwingt Revision der Logik, sonst kann P nicht wahr sein, wenn keine Belege vorliegen
I 99
Platituden: heißen so, weil sie ein gewichtiges metaphysischen Reich vermeiden helfen sollen
I 108~
Def Evidenztranszendenz: das Vorhandensein entscheidbarer Parameter muß nicht sicherstellen, daß die Antwort auf die Frage gleichermaßen entscheidbar ist
I 115
Irrtumstheorie: Mackie, (Ethik) Field (Mathematik). Alles müßte, um wahr gemacht zu werden, auf ein metaphysisches Reich zurückgeführt werden. Es gibt aber kein metaphysisches Reich! a propos I 115~ Irrtumstheorie/anderswo: eine Theorie die zu erklären vesucht, warum unsere Intuitionen anders sind, als die Theorie behauptet.
I 118ff
Konvergenz 1: schwach: bloß Tendenz - stärker: Konv 2: erzwingt Konvergenz - Def minimale Wahrheitsfähigkeit: verlangt Anwendung von Maßstäben für Behauptbarkeit und damit die Existenz von Kriterien - Vs: "geeignete Umstände" unklar - VsWright: Diskurs über das Komische: nicht minimal wahrheitsfähig. - WrightVs: es gibt gar keine "permissiven Bedingungen" - Konvergenzplatitude/Repräsentationsplatitude/Wright: divergenter Output kann nur durch divergenten Input erklärt werden - Def kognitive Nötigung: ein Diskurs erzwingt kognitive Nötigung wenn Divergenzen nur durch divergenten Input erklärt werden können - Tradition: moralischer Diskurs erfüllt die Kriterien der kognitiven Nötigung nicht - Wright: Kognitive Nötigung ist aber kompatibel mit flexiblen Maßstäben, sie ist eine zusätzliche Bedingung für minimal wahrheitsfähige Diskurse
I 138
Wright pro Konvergenz auch beim Diskurs über das Komische.
I 150
Verfestigung/Wright: eine Verfestigung wird den modalen Status ändern. Ob P wahr ist, mag kontingent sein, aber wenn P wahr ist, ist die Aussage notwendig, daß P tatsächlich wahr ist. - Problem: das sollte nicht für die Basisgleichung für Gestalt gelten - weiteres Problem: "wenn S in denselben Umständen wäre, würde er gleich urteilen": wenn in anderen möglichen Welten zu viel seine Gültigkeit behält, müßte die Gleichung in allen MöWe wahr sein und die Unterscheidung wird fraglich.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden 13 Kontroversen:
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor Vs Autor
Eintrag
Literatur
VsWright Wright Vs Benacerraf, P.
 
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Field I 23
Mathematik/Unbestimmtheit/Willkür/Crispin Wright: (1983): Benacerrafs Paper schafft kein besonderes Problem für die Mathematik: Benacerraf: nichts in unserem Gebrauch von numerischen singulären Termini ist hinreichend um zu spezifizieren, welche, wenn überhaupt Mengen sie sind.
WrightVsBenacerraf: das gilt aber auch für die singulären Termini, die für die Mengen selbst stehen! Und nach Quine auch für die singulären Termini, die für Kaninchen stehen!
FieldVsWright: das geht an Benacerrafs Argument vorbei. Es richtet sich mehr gegen eine anti-platonistisches Argument: dass wir skeptisch gegenüber Zahlen sein sollten, denn, wenn wir annehmen, dass sie nicht existieren, dann scheint es unmöglich zu sein zu erklären, wie wir auf referieren oder Glaubenseinstellungen über sie haben.
Nach Benacerrafs Argument ist unsere Praxis hinreichend um sicherzustellen, dass die Entitäten, auf die wir das Wort "Zahl" anwenden, eine ω-Sequenz unterschiedener Objekte bildet, unter der Relation die wir "‹" nennen. (Kleiner Relation).Aber das ist auch alles. Vielleicht legt aber unser Gebrauch nicht einmal das fest.
Vielleicht bilden sie nur eine Sequenz, die unsere beste axiomatische Theorie erster Stufe von ω- Sequenzen erfüllt. D.h. alles was durch den Gebrauch bestimmt wird, wäre dann ein Nicht Standardmodell einer solchen Theorie. Und das gälte dann auch für Mengen.
Wright(s): These: unser Standardgebrauch ist nicht hinreichend für die Bestimmung der mathematischen Entitäten. (FieldVsWright).
I 24
VsWright: aber dass das auch für Kaninchen gälte, ist umstrittener. Ein schlechtes Argument dagegen wäre aber eine Kausaltheorie des Wissens (durch Wahrnehmung).

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsWright Wright, von Vs De re
 
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HC I 162
Def de re/Hughes/Cresswell: eine wff a, die einen Modaloperator enthält, drückt eine Modalität de re aus, wenn die Reichweite eines Modaloperators aus a ein freies Vorkommen einer Individuenvariablen enthält, andernfalls drückt a eine Modalität de dicto aus. von WrightVsde re/Hughes/Cresswell: (und andere Autoren): wollten de re zugunsten von de dicto beseitigen. Man sollte zu jeder wff a eine wff a’ konstruieren können, die keine Modalität de re enthält und deren Äquivalenz mit a sich beweisen lässt.
Hughes/CresswellVsWright: das scheint noch nicht einmal mit PK+S5 möglich zu sein.
Es hat aber anscheinend auch noch niemand bewiesen, dass es unmöglich ist.
Die Strategie von von Wright kann man mit dem "Prinzip der Prädikation" bezeichnen (der Ausdruck stammt nicht explizit von ihm).
VsWright Wright Vs Field, H.
 
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I 43
Anti Platonismus/AP/WrightVsField: (Hale, 1987): behauptet, daß modale Überlegungen meine Version des AP untergraben. Weil ich Mathematik und die Existenz von mathematischen Entitäten (mE) als konsistent, und Konsistenz als modalen Grundbegriff (Möglichkeit) nehme, wäre ich darauf festgelegt, daß ich es für falsch halte, daß es mE gibt daß die Existenz von mE "kontingent falsch" sei. ((s)"Es hätte genauso gut auch mE geben können, also empirische Frage").
kontingent/Wright/HaleVsField: ist nicht logisch, und also etwas anderes als "weder logisch wahr noch logisch kontradiktorisch". Und das macht Fields Position absurd.
WrightVsField: worauf soll Fields "Kontingenz" kontingent sein? Bsp nach Field enthält die WiWe keine Zahlen aber sie hätte welche enthalten können. Aber gibt weder eine Erklärung dafür warum nicht, noch gäbe es eine Erklärung, wenn es doch Zahlen gäbe.
FieldVsVs: wenn das Argument gut wäre, gälte es genauso gegen den (nicht logischen) Platonismus, für den Mathematik hinter die Logik zurückreicht. Dann wäre die Leugnung der ganzen Mathematik logisch konsistent und daher "kontingent". Aber das ist eine Verwechslung der verschiedenen Bedeutungen von "möglich". Analog:
Bsp wenn die Existenz von Gott logisch konsistent ist, und es keinen gibt, so ist es kontingent falsch, daß es einen gäbe.
Problem: der Atheist hat keinen Zugang dazu, worauf das kontingent sein soll. Es gäbe weder eine Erklärung für die Existenz noch für die Nichtexistenz. Es gibt keine für Gottes Existenz günstigen Bedingungen und keine ungünstigen. (>Anselm, 2. ontologisches Argument).
WrightVsField: hat aber noch interessantere Argumente: 1. ohne die Annahme, daß die Mathematik aus notwendigen Wahrheiten besteht, ist die Sichtweise, daß Mathematik konservativ (konservierend, s.o.) sei, ungerechtfertigt.
I 44
analog: ohne die Annahme, daß die Mathematik wahr ist, sei die Annahme, daß sie konsistent sei, ungerechtfertigt. Rechtfertigung/FieldVsWright: man kann jeden Glauben durch einen stärkeren Glauben rechtfertigen, aus dem er folgt. (>stärker/schwächer).
Wright und Hale müßten zeigen, daß der Platonismus bessere Gründe für die notwendige Wahrheit der Mathematik hat als der Anti Platonismus für die Annahme hat, daß Mathematik konservativ (oder konsistent) ist. Und es ist nicht sicher, daß das stimmt.
WrightVsField: 2. jeder, der beides vertritt:
a) daß die Existenz von mE "kontingent falsch" ist und
b) daß Mathematik konservativ ist,
kann keinen Grund angeben, nicht an mE zu glauben!
Def Konservativität/Mathematik/Field: bedeutet, daß jede intern konsistente Kombination von nominalistischen Aussagen auch konsistent mit der Mathematik ist. DF Ordnung.
Dann kann keine Kombination nominalistischer Aussagen ein Argument gegen den Glauben an Mathematik (Ontologie) liefern.
WrightVsField: wie kann es dann überhaupt einen Grund geben, nicht an Mathematik zu glauben? Er hat keinen Beweis für seinen eigenen Nominalismus. Daraus folgt, daß Field nicht Nominalist sein kann, sondern Agnostiker sein muß.
FieldVsWright: dieser verkennt die Relevanz, die ich der Frage der Verzichtbarkeit und Unverzichtbarkeit zubillige.
Konservativität: zeigt nicht von sich aus, daß es keinen Grund geben kann, an Mathematik zu glauben.
Um VsPlatonismus Erfolg zu haben, müssen wir auch zeigen, These daß Mathematik verzichtbar ist in Wissenschaft und Metalogik. Dann haben wir Grund, nicht buchstäblich an Mathematik glauben zu müssen.
I 45
Wenn das gelingt, können wir hinter den Agnostizismus gelangen.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsWright Wright Vs Kripke, Saul A.
 
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Esfeld I 122
Inferentialismus/Ich Du Beziehungen/Brandom/Esfeld: Problem: auch eine Gemeinschaft könnte willkürlich sein. Die Tatsache der Zustimmung könnten mit dem Recht der Zustimmung verwechselt werden. Das wird manchmal VsKripke erhoben.
WrightVsKripke: früher: die Gemeinschaft ist selbst keine Autorität. (Heute nicht mehr vertreten).
McDowellVsWright: was immer uns richtig erscheint, ist richtig!. Das bedeutet aber nur, daß wir hier nicht über "richtig" sprechen können!
Lösung/Esfeld: Ich Du Beziehungen: sind symmetrisch:
I 123
das läßt Raum für die Möglichkeit, daß die Gemeinschaft als ganze irren kann. sozialer Holismus/Pettit: der Mensch ist in Bezug auf Denken und Regelfolgen davon abhängig, daß es andere Menschen gibt. (Und zwar geht es dann immer um Beziehungen einzelner Menschen zueinander).
VsKollektivismus: der annimmt, daß die Gemeinschaft als ganze einen Einfluß auf ihre Mitglieder ausübt. (>Methode).
I 124
Pettit: s.Holismus ist eine kontingente These über die tatsächlichen Praktiken von uns Menschen. Esfeld: unsere Rekonstruktion soll hingegen auf alle MöWe zutreffen.
privates Regelfolgen/Pettit: ist von ihm offengelassen worden! Man kann auch in Isolation weiterhin Mitglied einer Gemeinschaft sein.
sozialer Holismus/Esfeld: impliziert nicht, daß eine Person, die in Isolation gerät, keine Überzeugungen mehr hat!
I 125
Dennoch ist der Begriff des "richtigen" Folgens dann nicht mehr anwendbar. Pointe: wenn die Gepflogenheiten der Gemeinschaft erst einmal internalisiert sind, könne man argumentieren, daß wirkliche Rückmeldung nicht mehr unerläßlich ist!
D.h. es gibt eine metaphysische Möglichkeit, daß die Konstituenten eines S (holistischen Systems) nicht länger von anderen Individuen ontologisch abhängig sind!
Bsp radikaler Robinson, der das ganze Leben in Isolation verbringt:
Kripke: ist liberal in Bezug auf einen solchen Fall. Wir könnten ihn in unsere Gemeinschaft aufnehmen und unsere Kriterien auch auf ihn anwenden. (s) Aber auch umgekehrt?
I 126
EsfeldVsKripke: wir können hier nicht so liberal sein. Es ist auch fraglich, ob die Behauptbarkeitsbedingungen für Regelfolgen wirklich erfüllt sind. Man kann vertreten, daß aich Kripkes Position direkte oder indirekte Interaktion einschließt. Privates Regelfolgen/Esfeld: weder die Wahrheitsbedingungen noch die Behauptbarkeitsbedingungen sind erfüllt.
- - -
Wright I 264
Kripkes Wittgenstein/Kripkenstein/Regelfolgen/Kripke: bei Wittgenstein: "Skeptisches Paradox": macht jede Möglichkeit zunichte, dass Regeln und Bedeutungen reale Einschränkungen umfassen. Wright: Am Ende bleibt der Versuch, sich mit der Charybdis über Wasser zu halten. (Def "regelskeptische Charybdis ": Auffassung, nach der es überhaupt keine objektiven Erfordernisse gibt, die durch Regeln erzeugt werden, sondern ausschließlich natürliche uneingeschränkte menschliche Fähigkeiten . Also keine "allgemeine wirkliche Objektivität".)
I 265
Quietismus/Kripkes Wittgenstein/Wright: ist auf jeden Fall dem Quietismus verpflichtet: denn der Irrealismus (dass es keine Tatsachen bezüglich irgendwelcher Regeln gibt) muss sich zu einem umfassenden Irrealismus aufblasen.
I 266
Dann gibt es nirgendwo einschlägige Tatsachen in der Sache. Wenn es keine gehaltvollen Tatsachen gibt über das, was Sätze sagen, dann gibt es auch keine Tatsachen darüber, ob sie wahr sind, oder nicht. Ein Irrealismus der Bedeutung muss also einen Irrealismus der Wahrheit nach sich ziehen.
WrightVsKripke: das ist allerdings angreifbar: Es ist jedoch kein Irrtum der Sublimierung (auf eine höhere Ebene heben) der Regeln. Wenn irgendetwas ungeschützt ist gegen das skeptische Paradox, dann ist es ein humanisierter Platonismus nicht weniger als die überobjektivierte Version.
McDowells Skylla gehört gar nicht zur Szene der Kripkeschen Dialektik. Sie könnte höchstens auftauchen wenn dem Gegner ein Standpunkt verweigert wird. Damit würden dann aber die Behauptungen in der ersten Person als inferentiell dargestellt , Aber es ist ja doch so, dass das Wissen um frühere Bedeutungen zum größten Teil nicht inferentiell ist und keinerlei klar erkennbare Epistemologie besitzt.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001

Es I
M. Esfeld
Holismus Frankfurt/M 2002
VsWright Wright Vs McDowell, John
 
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I 260
Def "platonistische Skylla" 1. Irgendeine Begründung muss gefunden werden für etwas, das völlig unabhängig von menschlichen Fähigkeiten die reale Richtung festlegt, der eine Regel folgt,
2. Es muss erklärt werden, wie wir überhaupt in irgendeiner kognitiven Verbindung mit dieser "wirklichen Richtung" sein sollen.
Das ist die die entsprechende
Def "regelskeptische Charybdis": Die Auffassung, nach der es überhaupt keine objektiven Erfordernisse gibt, die durch Regeln erzeugt werden, sondern ausschließlich natürliche uneingeschränkte menschliche Fähigkeiten. Also keine "allgemeine wirkliche Objektivität".
Lösung/McDowell/Wright: die "vollkommen zufriedenstellende Zwischenposition": Einsicht, dass das einzige, was mit der Skylla nicht in Ordnung ist, dass die Objektivität aus einer externen Perspektive beurteilt werden müsste.
Regeln existieren eben nur innerhalb einer Praxis, die dadurch aufrechterhalten wird, dass die Beteiligten sich einig sind.
I 261
Moral/Ethik/McDowellVsNon-Kognitivismus: geht von einer unsauberen Konstruktion der ethischen Tatsachen und der Objektivität aus. (Skylla). Als ob die moralischen Tatsachen unabhängig vom bewertenden Standpunkt "da" seien. Tatsache/Wright: doch auch die Würdigung irgendeiner Tatsache verlangt einen Standpunkt!
Realismus/Anti-Realismus/Wright: in dieser Debatte vertritt der Realist die Seite der Skylla, der Anti Realist die der Charybdis.
I 262
Diese Debatte wird nun unterminiert von der "vollkommen zufriedenstellenden Zwischenposition". Es hat nie eine Debatte gegeben, nur ein Missverständnis dessen, was das Zusammenwirken unseres Geistes mit einem objektiven Gehalt erfordert. (Bei McDowell nur implizit). WrightVsMcDowell: das ist überhaupt nicht überzeugend: wenn die Debatte unterlaufen werden soll, müssen die Gegner klar an die Hörner gebunden bleiben.
Der Realismus muss also immer Überobjektivierung umfassen und der
Anti-Realismus muss immer als Flucht davor dargestellt werden. Auf diesem Weg findet man aber keine Lösung.
Bsp die Frage ob die Kognitive Nötigung apriorisch gilt, hat keine wesentliche Verbindung zu einem hyperobjektiverten Tatsachenbegriff, und daher auch keine Verpflichtung auf eine externen Standpunkt.
I 263
McDowellVsWright: man könnte entgegnen, dass jede Unterscheidung unter der Ägide der Kognitiven Nötigung unsere Entscheidung wäre. Daher wäre es ein Fehler anzunehmen, dass Gegensätze bezüglich der Objektivität in soliderer Weise "da" sein könnten als etwa die Erfordernisse der Addition.
I 264
McDowells Wittgenstein: möchte Fluchtweg aus der Debatte erschließen.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsWright Searle Vs Verschiedene
 
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John R. Searle
III 26
Funktion/SearleVsWright, Larry: Larry Wright: These: die Funktion von X ist Z bedeutet:
1. es gibt X, weil es Z tut.
2. Z ist eine Folge (oder ein Resultat) davon, dass es X gibt.
SearleVs: wenn das korrekt wäre, würde es die Beobachterrelativität der Funktion eliminieren. Bsp das Herz hat die Funktion des Blutpumpens, weil es Blut pumpt, und die Erklärung für die Existenz von Herzen in der Evolution ist die, dass sie tatsächlich Blut pumpen.
- - -
IV 188
Linguistik/John R. Ross: Performative (Tilgungs-) Analyse 1970. (SearleVsRoss).
IV 190
Tilgung: wenn ein anaphorisches Pronomen einem emphatischen Reflexivum vorausgeht, mag das erstere getilgt werden, wenn es von der NP dominiert wird, mit der es in einer anaphorischen Beziehung steht.
IV 191
Tiefenstruktur: Wenn F aber nicht G in der Oberflächenstruktur vorkommt, gibt es eine Tiefenstruktur von S, in der G vorkommt, auch wenn es in der Oberflächenstruktur getilgt ist. SearleVs: Keine gültige Schlussform. Daraus, dass F und G normalerweise vorkommen, folgt einfach nicht, dass, wo das eine da ist, das andere in der Tiefenstruktur existieren muss.
Dennoch ist es ein außerordentlich erfolgreiches Schlussmuster. Warum? Es ermöglicht uns eine einfachere Darstellung der Daten.
IV 192
Wir brauchen nur noch eine Regel statt zwei. Searle: aber dieser Eindruck beruht auf einer ungeprüften Annahme:
Annahme: "Die Regeln zur Distribution syntaktischer Elemente dürfen nur syntaktische Kategorien erwähnen."
Bsp (1) "Ehrlich, du bist betrunken" (2) "Vermutlich wird es regnen." ("Ehrlich" scheint hier nicht als Satzadverb zu funktionieren.
Hier ist behauptet worden, (1) mache es sowohl syntaktisch wie semantisch notwendig, ein zugrundeliegendes Verb des Sagens in der Tiefenstruktur zu postulieren. Bsp Aber nicht in (3) "Er hat seine Schuld ehrlich zugegeben". Hier gibt es nichts näher zu bestimmen.
IV 193
SearleVsTilgungsanalyse: unplausible Folgerung: hat zur Konsequenz, dass man in einem wichtigen Sinn von "sagen" einen illokutionären Akt nur dadurch vollziehen kann, dass man sagt, dass man ihn vollzieht. Denn die Tiefenstruktur jedes Satzes enthält ein "explizit repräsentiertes performatives Hauptverb". Das ist kontraintuitiv. Ich glaube, es gibt eine viel einfachere Erklärung:
IV 194
Sprecher und Hörer verfügen über gemeinsames Wissen und Regeln zum Vollzug von Sprechakten. Das ermöglicht uns die Erklärung gewisser syntaktischer Formen, ohne Annahme von Tiefenstruktur. Pragmatische Analyse/Ross: Weiterentwicklung: gewisse Elemente liegen im Kontext des Sprechakts vor und syntaktische Prozesse können auf sie Bezug nehmen.
IV 195
SearleVs: das unterscheidet sich kaum von der Performativen Analyse. SearleVsRoss: Verwechslung von Erwähnung und Gebrauch: er verwechselt den Sprecher mit dem "I" das sich auf ihn bezieht, den Hörer mit dem "you", und die Akte mit den Verben, die diese angeben.
IV 196
Natürlich wird die Formulierung der Regeln, die Sprecher, Hörer und Akte erwähnen, diese Ausdrücke gebrauchen. Dieser Fehler unterläuft Ross, weil er unter dem Bann der Annahme steht, die Regeln dürften nur syntaktische Elemente erwähnen. Wenn wir das aufgeben, wird unsere alternative Theorie leichter:
1. Verwenden wir unabhängig motiviertes semantisches und "pragmatisches " Wissen
2. Müssen wir keine getilgten syntaktischen Elemente postulieren.

S I
J. R. Searle
Die Wiederentdeckung des Geistes Frankfurt 1996

S II
J.R. Searle
Intentionalität Frankfurt 1991

S III
J. R. Searle
Die Konstruktion der gesellschaftlichen Wirklichkeit Hamburg 1997

S IV
J.R. Searle
Ausdruck und Bedeutung Frankfurt 1982

S V
J. R. Searle
Sprechakte Frankfurt 1983
VsWright Wright Vs Wiggins, D.
 
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I 231
Wright: Vorschlag: die Relevanz von Problemen, die mit Konvergenz zusammenhängen, wird für den moralischen Diskurs am besten unter der Rubrik der Kognitiven Nötigung interpretiert. WigginsVsWright: sieht die Relevanz anders. Einschränkende Bedingung:
Wenn X wahr ist, wird X unter günstigen Umständen Konvergenz bewirken und die beste Erklärung dieser Konvergenz wird die tatsächliche Wahrheit von X erfordern.
Wiggins: also nicht die Tatsache, dass die Teilnehmer gewissen Überzeugungen anhängen, sondern die Tatsache der Konvergenz ist das Explanandum.
I 233
WrightVsWiggins: fehlgeleitete Gewichtung der Kausalität: die Überzeugung, dass die Leute glauben, dass P weil P, ist nur dann akzeptabel, wenn der Sachverhalt, dass P eine direkte kausale Rolle spielt! Wiggins: nicht direkte kausale Rolle, sondern vielmehr Def "freisprechende Erklärung": eine Erklärung dafür, dass ein Subjekt einer Überzeugung anhängt, nach dem Schema:
Aus diesem, jenem oder anderen Gründen lässt sich tatsächlich nichts anderes denken, als dass P. Daher ist es eine Tatsache, dass P.
I 234
Angesichts der Umstände usw. kann es daher keine Überraschung sein, dass das Subjekt glaubt, dass P. Bsp (i) Nichts anderes lässt sich denken, als dass 5 + 7 = 12.
(ii) Die beste Erklärung für den Glauben meines Sohnes und seiner Klassenkameraden ist, dass sie sich nach einer Rechenregel richten, die zeigt, dass sich nichts anderes denken lässt.
Wright: das umfasst zwei Schritte: der zweite beinhaltet eine Prozedur!
I 235
Moral/Ethik/Wiggins: Bsp Sklaverei ist unrecht, nichts anderes lässt sich denken. Wright: man könnte die Bedingungen soweit abschwächen, als die am Diskurs beteiligten Meinungen sie wenigstens manchmal erfüllen.
Die entsprechenden Sachverhalten (zu diesen Meinungen) könnten dann immer noch eine Klasse bilden, sogar wenn keine Tendenz zur Konvergenz besteht!
WrightVsWiggins: es ist dennoch fraglich, ob seine "freisprechende Erklärung" das erfüllen kann, was die Beste Erklärung versucht:
Bedenken ergeben sich, wenn wir uns klarmachen, dass nichts von Bedeutung verloren geht, wenn wir die Worte "es ist also eine Tatsache, dass P" weglassen!
Dann heißt es nur noch:
I 235/236
"aus diesem oder jenem Grund, sowie den Umständen, die keine anderen Gedanken zulassen, glaubt das Subjekt, dass P". Freisprechende Erklärung/Wiggins: Kausalerklärung, wobei sich die Kausalität aber nicht zwischen Bewusstsein und Werten oder Bewusstsein und Zahlen bezieht.
Wright: es geht vielmehr um den aufmerksamen Gebrauch angemessener Regeln.
((s) Die Kausalität spielt sich zwischen den Regeln und den Überzeugungen ab.).
I 237
WrightVsWiggins: das bringt uns nicht weiter als zum minimalen Anti Realismus. Berechtigung/permissiv/Wright: keiner der Diskurse, die wir betrachten, ist hinsichtlich der Bedingungen rein permissiv: es ist schlicht nicht wahr, dass absolut alles in zulässiger Weise für witzig oder für ekelhaft befunden werden kann.
Def Demonstration/Wright: jede Präsentation von Umständen und Überlegungen, dass die Annahme der Aussage gemäß den Maßstäben der Assertibilität dann gefordert wird, wenn die Maßstäbe beachtet werden sollen.
I 238
Bsp "Tschernobyl war nicht lustig": Ganz gleich, um welchen Diskurs es sich handelt, einige seiner Aussagen werden eine Demonstration in diesem Sinne zulassen, wenn der Diskurs nicht rein permissiv ist.
Entsprechend Wiggins’ freisprechende Erklärung (nichts anderes denkbar):
(i) Aus diesem oder jenem Grund( hier folgt die Demonstration) ist nichts anderes denkbar
(ii) Da die Parteien gemäß den relevanten Überzeugungen vorgehen, ist es nicht überraschend, dass sie einig sind, dass P.
Minimale Wahrheitsfähigkeit/WrightVsWiggins: unter der Bedingung, dass der Diskurs nicht rein permissiv ist, sichert mW die Erfüllung von Wiggins Bedingung.
Sie garantiert aber nicht, dass die Referenz auf "die Fakten" in der Korrespondenzplattitüde den zusätzlichen Gehalt tragen kann, den das Spiel mit der besten Erklärung sicherstellen soll.

Wri I
Cr. Wright
Wahrheit und Objektivität Frankfurt 2001
VsWright Wright, von Vs Wittgenstein, L.
 
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Stegmüller IV 83
Ethik/Kripkes Wittgenstein/WrightVsKripke: jemand könnte auf den Gedanken kommen, und Kripkes Resultate auf moralische Überlegungen zu übertragen. Gebote und Verbote hätten praktisch keinen Inhalt mehr. Jede Handlung sowie ihr Gegenteil wäre zulässig. StegmüllerVsWright: tatsächlich hätte Kripke dieses Beispiel wählen können. Es findet sich auch bei Hume!
Skeptizismus in der Ethik würde lauten: "Es gibt keine objektiven Werte", "Normen existieren nicht".
VsWright Field Vs Wright, Cr.
 
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I 23
Mathematik/Unbestimmtheit/Willkür/Crispin Wright: (1983): nach Benacerrafs Paper schafft Unbestimmtheit kein besonderes Problem für die Mathematik: Benacerraf: nichts in unserem Gebrauch von numerischen sing Term ist hinreichend um zu spezifizieren, welche, wenn überhaupt Mengen sie sind.
WrightVsBenacerraf: das gilt aber auch für die sing Term, die für die Mengen selbst stehen! Und nach Quine auch für die sing Term, die für Kaninchen stehen!
FieldVsWright: das geht an Benacerrafs Argument vorbei. Es richtet sich mehr gegen eine anti-platonistisches Argument: dass wir skeptisch gegenüber Zahlen sein sollten, denn, wenn wir annehmen, dass sie nicht existieren, dann scheint es unmöglich zu sein zu erklären, wie wir auf sie referieren oder Glaubenseinstellungen über sie haben.
Nach Benacerrafs Argument ist unsere Praxis hinreichend um sicherzustellen, dass die Entitäten, auf die wir das Wort "Zahl" anwenden, eine ω-Sequenz unterschiedener Objekte bildet, unter der Relation die wir "‹"nennen (Kleiner-Relation). Aber das ist auch alles. Vielleicht legt aber unser Gebrauch nicht einmal das fest.
Vielleicht bilden sie nur eine Sequenz, die unsere beste axiomatische Theorie erster Stufe von ω-Sequenzen erfüllt. D.h. alles was durch den Gebrauch bestimmt wird, wäre dann ein Nicht-Standardmodell einer solchen Theorie. Und das gälte dann auch für Mengen.
Wright/(s): These: unser Standardgebrauch ist nicht hinreichend für die Bestimmung der mathematischen Entitäten. (FieldVsWright).
I 24
VsWright: aber dass das auch für Kaninchen gälte, ist umstrittener. Ein schlechtes Argument dagegen wäre aber eine Kausaltheorie des Wissens (durch Wahrnehmung).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsWright Frege Vs Wright, Cr.
 
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Field I 166
Existenz/Logik/Kontextprinzip/Frege/Wright: die natürliche Sicht ist, daß einfach eine implizite Existenzannahme in (=) eingebaut ist, die Annahme, daß wenn Fx ein (endlich instantiierter) Begriff ist, es dann ein Ding gibt, so daß x:Fx. Und das ist begrifflich und nicht logisch.
I 167
FregeVsWright/Wright: dieser würde dagegen sagen, daß die Tatsache, daß es möglich ist, einen Sortal Begriff einer Zahl durch Referenz auf Begriffe einer Logik höherer Stufe zu bilden, genügt, um implizite existentielle Festlegungen in den Aussagen aufzudecken, deren Wahrheit wir als notwendig und hinreichend für Aussagen über Gleichzahligkeit festsetzen können. (?). (> Sortal). Wright: also gibt es keine Existenzannahmen! Die Existenz von x:Fx für ein gegebenes Fx ist keine Annahme, sondern eine Frage der Wahrheit von Aussagen in Logik höherer Stufe. DF Wahrheit höherer Stufe statt Existenz von Objekten.
Welche Sicht ist korrekt?
Kontextprinzip/Frege/Wright: (S. 148): wird durch x einfach Existenz eingeschmuggelt, oder deckt das Prinzip (wie Frege vorziehen würde) eine echte Festlegung auf?
Wright: weder noch!
Field: seine Zwischenposition besteht darin, daß es keine reine Logik ist, sondern Begriffserklärung, aus der die Existenz fließt.
Ontologie/Existenz/Erklärung/Logik/FieldVsWright: das ist genauso mysteriös und die Kritik dieses Ansatzes entspricht der Kritik am ontologischen Gottesbeweis: Die Existenz Gottes folgt auch nicht aus der Begriffserklärung des Wortes "Gott".

F I
G. Frege
Die Grundlagen der Arithmetik Stuttgart 1987

F II
G. Frege
Funktion, Begriff, Bedeutung Göttingen 1994

F IV
G. Frege
Logische Untersuchungen Göttingen 1993

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980
VsWright McDowell Vs Wright, Cr.
 
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I 205
Quietismus/Wittgenstein/McDowell: nicht beunruhigend, einfach die Entlastung von der Frage, wie denn die Dinge absolut und unabhängig von der gemeinschaftlichen Ratifizierung seien. McDowellVsWright: dieser geht irrtümlich davon aus, dass Wittgenstein die Fragen der Arithmetik verdrängte. In Wirklichkeit will er nur gegen das "gespenstische Gefühl" in Zusammenhang mit ihr austreiben.
Bsp Der Gedanke, dass ab einem bestimmten Punkt der Addition, die Richtigkeit nicht von der Zustimmung der Allgemeinheit abhängt, könne "geheimnisvoll aussehen".

MD I
J. McDowell
Geist und Welt Frankfurt 2001
VsWright Rorty Vs Wright, Cr.
 
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Richard Rorty
VI 40
WrightVsTarski/Rorty: es ist ihm nicht gelungen, eine Norm anzugeben. Wright: zwei Normen: berechtigte Behauptbarkeit und Wahrheit. Unterschied: das Streben nach dem einen ist notwendig auch ein Streben nach dem anderen, aber ein Erfolg beim einen ist noch nicht notwendig ein Erfolg beim anderen.
Metaphysik/Wright/Rorty: "metaphysischer Aktivismus". Will Korrespondenz und Repräsentation am Leben erhalten.
RortyVsWright: daraus, dass Überzeugungen gerechtfertigt werden können, ohne wahr zu sein (zugegeben), folgt aber nicht, dass hier zwei Normen verfolgt werden. Und auch nicht, dass wir zwei Pflichten haben.
1. Handlungen zu rechtfertigen, und
2. eine weitere Pflicht, das richtige zu tun.
Es zeigt lediglich, dass das, was vor einer Hörerschaft gerechtfertigt ist, vor einer anderen es nicht zu sein braucht.
Zitattilgung/Deflationismus/Wright: der Deflationist meint, durch das ZT Prinzip sei der Inhalt des Wahrheitsprädikats vollständig festgelegt.
Wright: es gibt eine "durch das ZT-P hergestellte und der Erklärung dienende bikonditionale Verbindung zwischen dem Anspruch, ein Satz sei wahr, und dem angemessenen Gebrauch dieses Satzes".
VI 41
"Jede wirkliche Behauptungspraxis ist genauso beschaffen, wie sie es wäre, wenn Wahrheit das bewusst gesetzte Ziel wäre". Rorty: Wright glaubt, man könne zwei Wahlentscheidungen auseinanderhalten, indem man fragt, ob sie "de facto" nicht von der einen, sondern von der anderen Erwägung "geleitet" werden.
RortyVsWright: ist es jedoch ausreichend für das faktische Vorhandensein einer solchen Leistung, wenn der Akteur glaubt, das entsprechende Faktum sei gegeben?
Bsp Ich glaube den Willen der Götter durch ein bestimmtes Verhalten zu erfüllen. Mein Kritiker - Atheist - sagt, es gebe gar keinen Willen der Götter, daher könne es auch nicht meine Norm sein.
VI 42
Ich erwidere, dass sei reduktionistisch und mein eigener Glaube, welche Norm ich erfülle, sei entscheidend. RortyVsWright: dieser sollte nicht beglückt sein über diese Verteidigungsstrategie des Atheisten. Ein phantasiebegabter Akteur wird immer mehr Leitsysteme in Funktion haben, als man auseinanderhalten kann.
VI 42/43
Wright: muss entweder einräumen, ein Ziel sei dann in deskriptiver Hinsicht normativ, wenn der Akteur dies glaubt, oder ein weiteres Kriterium angeben (Regress). Wright: die These, der Besitz der Wahrheit bestehe in der "Erfüllung einer von der Behauptungsberechtigung unterschiedenen normativen Bedingung" ist gleich der These, "Wahrheit sei eine echte Eigenschaft".
Wahrheit/Wright: These: Wahrheit eigenständige Norm. (sic, VI 42/43) WrightVsDeflationismus, Wright pro Spielart des Minimalismus mit Wahrheit als eigenständiger Norm neben einer bloßen Eigenschaft von Sätzen.
VI 45
Repräsentation/Konvergenz/RortyVsWright: aber sein Beispiel ist höchst aufschlussreich: er meint, Bsp was der "intuitiven" Verknüpfung der Repräsentationalität mit Konvergenz zugrunde liegt, sei die folgende "Binsenweisheit" über "Konvergenz/Repräsentation": "Wenn zwei Vorrichtungen für Repräsentation die gleiche Funktion erfüllen, wird bei günstigen Bedingungen ein unterschiedlicher Output erzeugt, wenn es einen unterschiedlichen Input gibt".
VI 46
Wright: muss hier zwischen verschiedenen Diskursen (z.B. über Physik oder das Komische) unterscheiden, bei denen das Kognitive angebracht oder eben nicht angebracht ist. Der Humor (die "Basis") könnte verschieden sein, ohne dass man das den Personen vorwerfen könnte. Metaphysik/Wright/Rorty: solche Fragen lassen sich nur a priori entscheiden. Nämlich: z.B. die Frage nach dem kognitiven Rang eines Diskurses!
VI 46/47
Crispin Wright/RortyVsWright: dieser definiert ein kognitives Gebot, nach dem ein Sprecher wie eine gut geölte Repräsentationsmaschine funktionieren soll. Das folgt dem Schema aller Erkenntnistheoretiker, nach denen Vorurteile und Aberglauben so etwas wie Sand im Getriebe sind. Letztlich sind für sie Menschen Maschinen!
Rorty: richtige Input/Output Funktion wird von zahllosen Funktionen auf uninteressante Weise erfüllt.
Was Wright braucht: wir sollten a priori erkennen: welches die richtigen Funktionen sind.(durch Kenntnis des Inhalts).
VI 48
PragmatismusVsWright/Rorty: der Pragmatismus bezweifelt, dass Kognitivität mehr ist als ein historisch kontingenter Konsens bezüglich der angemessenen Begründung.
VI 48/49
Inhalt/RortyVsWright: dieser glaubt, Philosophen könnten den "Inhalt" eines Diskurses betrachten und dann sagen, ob er dem kognitiven Gebot entspricht. Repräsentation/RortyVsWright: grundverschiedene Outputs können als Repräsentation ein und desselben Inputs gelten. Im Grunde kann alles beliebige Repräsentation von allem beliebigen sein., man muss sich nur vorher darauf einigen.
Kognitivität/Rorty: der Inhalt ist dann von geringfügiger Bedeutung, wenn es um die Bestimmung von Kognitivität geht. Es geht fast nur um Zustimmung zu Konventionen. Darum ist es ein historisch soziologischer Begriff.
VI 50
WrightVsWittgenstein/Rorty: (Befolgen einer Regel) "in metaphysischer Hinsicht ein Spielverderber" (Auch Evans). Einziges Zugeständnis an die "Qietisten": dass Wahrheit und Falschheit auch dort möglich sind, wo der Realismus gar nicht zur Debatte steht. (Komödie, Moral). Zwei Spielarten des Wittgensteinischen Spielverderbers: Kripke und McDowell.
McDowellVsNonkognitivismus/Rorty: der moralische Nonkognitivist wird "von einer verfehlten Deutung ethischer Fakten und ethischer Objektivität getrieben". Für ihn gilt das gleiche wie für seinen platonischen Gegner, den moralischen Realisten:
VI 51
plagt sich mit der Suche nach einem unabhängigen Standpunkt ab. Das sei unmöglich. (McDowellVsRealismus der Moral).
Wright/Rorty: Wright ist gegen diesen Versuch, "die Auseinandersetzung zwischen Realismus und Antirealismus generell zu untergraben.
Vorteil seines Begriffs des Kognitiven Gebots: beinhaltet keinen übermäßig vergegenständlichten Tatsachenbegriff" (wie er von Wittgenstein und McDowell beanstandet würde).
Wir nehmen auf das Bezug, was wir als den Bereich möglicher Ursachen dieser Meinungsverschiedenheiten begreifen!".
Repräsentation/Relevanz/Kognition/Funktion/RortyVsWright: das reicht nicht, um McDowell zu widerlegen: um zu einem Begriff vom Bereich möglicher Ursachen zu kommen, müssen wir zunächst eine Input Output Funktion angeben, sonst können wir ein reibungsloses Funktionieren einer Repräsentationsmaschine nicht von einer Fehlfunktion unterscheiden.
Wittgenstein hat gezeigt, dass der "relevante Gegenstandsbereich" nie im relevanten Sinne "da" ist. Daher Frage: ob es eine Möglichkeit gibt, den Input ohne Bezugnahme auf den "wertenden Standpunkt" zu isolieren.
Welt/Denken/Davidson/DeweyVs: wir haben nicht die Fähigkeit, den von "der Welt" geleisteten Beitrag zum Prozess der Urteilsbildung von unserem eigenen Beitrag zu trennen.
VI 52
Wahrmachen/Wright/Rorty: zweifelt nicht an der Existenz isolierbarer "Wahrmacher". (WrightVsDavidson).
VI 56
PragmatismusVsWright/Rorty: hier gibt es nur historisch soziologisch veränderliche Unterschiede zwischen Mustern von Begründungen. Diese Muster sollten nicht in den Wahrheitsbegriff eingebracht werden.

Ro I
R. Rorty
Der Spiegel der Natur Frankfurt 1997

Ro II
R. Rorty
Philosophie & die Zukunft Frankfurt 2000

Ro III
R. Rorty
Kontingenz, Ironie und Solidarität Frankfurt 1992

Ro IV
R. Rorty
Eine Kultur ohne Zentrum Stuttgart 1993

Ro V
R. Rorty
Solidarität oder Objektivität? Stuttgart 1998

Ro VI
R. Rorty
Wahrheit und Fortschritt Frankfurt 2000
VsWright Peacocke Vs Wright, Cr.
 
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I 102
Def Verifikation/Wright: (("Strict Finitism", 1982) der Begriff "ist ein Satz, der tatsächlich verifiziert werden kann": zunächst glauben wir die Wahrheit eines Satzes aufgrund gewisser Untersuchungen, später stellen wir den Glauben in Frage. Die Basis, auf der wir ihn in Frage stellen, muss die präsupponierten Bedingungen als wahr annehmen, um die anfängliche Untersuchungsprozedur beizubehalten. Peacocke: das ist ähnlich wie unsere Bedingung der epistemischen Möglichkeit.
Unterschied: Wrights Kriterium beinhaltet auch nichtbeobachtbare Teilchen. Dass das Instrument korrekt funktioniert, gehört dann zu den präsupponierten Bedingungen der Untersuchungsprozedur.
I 103
Wright: sein Ansatz beinhalten auch die Möglichkeit, das Vergangenheitssätze tatsächlich verifiziert werden können. Dabei wird präsupponiert, dass die Erinnerung korrekt funktioniert, entsprechend dem angenommenen korrekt funktionierenden Wahrnehmungsapparat. Peacocke: bei mir geht es um Begriffe, nicht um Sätze, und ich gebrauche Eigenschaften demonstrativer Wahrnehmungsurteile.
Erinnerung/PeacockeVsWright: keine Gegebenheitsweise von Gegenständen (Intension), die durch die Erinnerung verfügbar gemacht wird, scheint mit denselben strikten Beobachtungsbegriffen verbunden zu sein.
Die Fähigkeit zu Erinnerungsbildern wird von den Beobachtungsbegriffen nicht vorausgesetzt!

Pea I
Chr. R. Peacocke
Sense and Content Oxford 1983

Der gesuchte Begriff oder Autor findet sich in folgenden Thesen von Autoren des zentralen Fachgebiets.
strittiger Begriff/
Autor/Ismus
Autor
Eintrag
Literatur
mathemat. Entitäten Wright, Cr.
 
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Field I 23
Wright(s): These unser Standardgebrauch ist nicht hinreichend für die Bestimmung der mE. (FieldVsWright).
I 24
VsWright: aber daß das auch für Kaninchen gälte, ist umstrittener. Ein schlechtes Argument dagegen wäre aber eine Kausaltheorie des Wissens (durch Wahrnehmung).

Fie I
H. Field
Realism, Mathematics and Modality Oxford New York 1989

Fie II
H. Field
Truth and the Absence of Fact Oxford New York 2001

Fie III
H. Field
Science without numbers Princeton New Jersey 1980