Philosophie Lexikon der Argumente

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Variablen, Philosophie: Variablen sind Symbole in Aussagen oder logischen Formeln, an deren Stelle verschiedene nähere Bestimmungen z, B. Konstanten oder Namen von Gegenständen eingesetzt werden können. In der Logik werden freie und gebundene Variablen unterschieden. Freie Variable, die also nicht durch einen Quantor wie (Ex) oder (x) gebunden sind, bilden noch keine Aussage, sondern eine Aussagenfunktion wie z.B. „Fx“ - „Etwas ist F“. Zahlen oder Gegenstände sind nicht variabel. Die Variabilität besteht in der Einsetzbarkeit von mehr als einem möglichen Wert. Siehe auch Freie Variable, Gebundene Variable, Konstanten, Individuenkonstanten, Individuenvariablen, Einsetzen, Substitution, Substituierbarkeit, Logik, Aussagen, Aussagenfunktion, Formeln.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Gilles Deleuze über Variablen – Lexikon der Argumente

Sokal I 183
Variablen/Deleuze/Guattari/Bricmont/Sokal: (G. Deleuze, F. Guattari, Qu’est-ce que la philosophie?, Paris 1991 – Deutsch: Was ist Philosophie, Frankfurt/M. 1996. Seitenzahlen hier aus der deutschen Ausgabe):“Die jeweilige Unabhängigkeit der Variablen erscheint in der Mathematik, wenn sie eine höhere Potenz als die erste besitzt. Hegel zeigt deshalb, dass sich die Variabilität in der Funktion nicht mit Werten begnügt, die man verändern kann (2/3 und 4/6) oder unbestimmt lässt (a = 2b) sondern verlangt, dass eine der Variablen eine höhere Potenz annimmt (y²/x = P). (Deleuze/Guattari 1996, S. 141.)
SokalVsDeleuze/SokalVsGuattari/SokalVsHegel: (Anmerkung I 183 unten): dieser Satz wiederholt eine Verwechslung Hegels, der Brüche wie y²/x als etwas grundlegend anderes ansah als Brüche wie a/b. (Siehe J. Desanti, La Philosophie silencieuse, ou critique des philosophies de la science, Paris 1975. S. 43) - (G.W.F. Hegel Wissenschaft der Logik In. Sämtliche Werke Bd. 4, 4. Aufl. Stuttgart 1964, S. 354ff.)


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Deleuze I
Gilles Deleuze
Felix Guattari
Was ist Philosophie? Frankfurt/M. 2000

Hum I
G. Deleuze
David Hume , Frankfurt 1997

Sokal I
Alan Sokal
Jean Bricmont
Eleganter Unsinn. Wie die Denker der Postmoderne die Wissenschaften missbrauchen München 1999

Sokal II
Alan Sokal
Fashionable Nonsense: Postmodern Intellectuals’ Abuse of Science New York 1999

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