Philosophie Lexikon der Argumente

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Ordnung, Philosophie: Die Aufteilung eines Gegenstandsbereichs durch Unterscheidungen bzw. die Hervorhebung bestimmter Unterschiede gegenüber anderen Unterschieden. Die resultierende Ordnung kann ein- oder mehrdimensional, also linear oder räumlich beschaffen sein. Beispiele sind Stammbäume, Lexika, Listen, Alphabete, Es kann sein, dass eine Ordnung bestimmte Merkmale erst sichtbar macht, z.B. Höhenlinien. Ordnungsräume können mehr als dreidimensional sein, z.B. bei der Zuschreibung von Temperaturen an farblich bestimmte Gegenstände. Siehe auch Conceptual Space, Hierarchien, Unterscheidbarkeit, Ununterscheidbarkeit, Stratifizierung, Identifikation, Individuation, Spezifikation.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Thomas Henry Huxley über Ordnung – Lexikon der Argumente

Gould I 250
Ordnung/Th. H. Huxley/Gould: Nach Th. H. Huxley bewies ein Lebewesen ohne innere Komplexität, dass die Organisation des Lebens aus einer unbestimmten Vitalkraft entstanden ist, und nicht umgekehrt; "Organisation ist das Ergebnis des Lebens, das Leben ist nicht umgekehrt das Ergebnis von Organisation".
Gould I 248
Huxley entdeckte eine gallertartige Masse die er "Bathybius Haeckelii" nannte (heute identifiziert als abgestorbene Stützstrukturen von Algen).
Gould I 250
Die Vorhergesagte form- und strukturlose Substanz war gefunden worden. Sie dehnte sich über Zeit und Raum und bedeckte den Grund der geheimnisvollen Ozeane.
GouldVsHuxley: Doch warum sollte das Formlose mit dem Primitiven gleichgesetzt werden? (Fortschrittsorientierte Metaphorik). Nur wenige Organismen kommen an Regelmäßigkeit und Wiederkehr den Viren gleich. Einfachste Bakterien haben genau umrissene Formen.
Gould I 251
Später erkannte man Bathybius als Artefakt: Er trat immer auf, wenn Schlamm in einer Probe mit Alkohol haltbar gemacht wurde.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

HuxleyA I
Aldous Huxley
Science, Liberty and Peace London 1946

HuxleyTh I
Thomas Henry Huxley
Lectures On Evolution Whitefish, MT 2010

Gould I
Stephen Jay Gould
Der Daumen des Panda Frankfurt 2009

Gould II
Stephen Jay Gould
Wie das Zebra zu seinen Streifen kommt Frankfurt 1991

Gould III
Stephen Jay Gould
Illusion Fortschritt Frankfurt 2004

Gould IV
Stephen Jay Gould
Das Lächeln des Flamingos Basel 1989

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