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Aristoteles über Öffentliches Gut - Lexikon der Argumente

Höffe I 64
Öffentliches Gut/Aristoteles/Höffe: Aristoteles schlägt eine «gemischte Eigentumsordnung» vor, mit der er sowohl eine vollständige Verstaatlichung von Grund und Boden als auch einen rein privaten Grundbesitz ablehnt. Für die öffentlichen Aufgaben, die heute über die Steuern finanziert werden, damals für die Kulthandlungen und die gemeinsamen Mahlzeiten, soll es einen Gemeinbesitz (Staatsland) geben, der «Rest» soll Privatbesitz werden.
Dabei erhält jeder Bürger sowohl aus Gründen der Gerechtigkeit als auch, um Einmütigkeit gegen feindliche Nachbarn zu erzielen, zwei Parzellen, eine zur Landesgrenze hin und eine im Landesinneren. In den sozialen Aufgaben des Gemeineigentums finden sich Ansätze von Sozialstaatlichkeit, deren Reichweite man aber nicht zu hoch veranschlagen darf. Aristoteles lehnt beispielsweise Sitzungsgelder ab, obwohl sie allen Bürgern die Teilnahme an der Volksversammlung ermöglichen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Höffe I
Otfried Höffe
Geschichte des politischen Denkens München 2016

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> Gegenargumente gegen Aristoteles

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