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Augustinus über Krieg - Lexikon der Argumente

Höffe I 115
Krieg/Augustinus/Höffe: Bei einem ungerechten Friedenszustand ist laut Augustinus ein dagegen gerichteter Krieg berechtigt(1). Hier führt er in das christliche Denken den Topos des gerechten Krieges (iustum bellum) ein und stellt dafür, weithin Cicero folgend, drei bis heute diskussionswürdige Kriterien auf: Ein Krieg ist nur dann gerecht, wenn er von einer legitimen Autorität angeordnet, aus berechtigtem Anlass bzw. Grund (ius ad bellum) und schließlich aus der richtigen Gesinnung heraus geführt wird, worin Kriterien zum gerechten Verhalten im Krieg (ius in bello) anklingen. «Liebe zur Gewalt, rachsüchtige Grausamkeit, wilde und unversöhnliche Feindschaft» sind verboten (2); Ziel des Krieges muss stets ein (gerechter) Friede sein.


1. Augustinus, Der Gottesstaat XIX,7 und 12.
2. Contra Faustum 22, 74


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Augustinus

Höffe I
Otfried Höffe
Geschichte des politischen Denkens München 2016

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