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| Aufklärung, Philosophie: Ausdruck für die philosophiegeschichtliche Epoche zwischen ungefähr 1650 und 1800, in der rationales Denken, Naturwissenschaft, Bildung und in der Folge letztlich Bürgerrechte gestärkt wurden. Siehe auch Fortschritt, Rationalität, Rationalismus, Geschichte, Kritik, Naturrecht, Vernunft._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Alasdair MacIntyre über Aufklärung – Lexikon der Argumente
Brocker I 659 Aufklärung/Moral/Ethik/MacIntyre: Die Aufklärung stellt für MacIntyre den gescheiterten Versuch dar, mit Hilfe einer universalen Moral auf der Grundlage der Vernunft den nachmittelalterlichen Pluralismus und Eklektizismus zu überwinden.(1) >Pluralismus, >Universalismus, >Moral. Die Aufklärung habe „unzusammenhängende Bruchstücke eines einst zusammenhängenden Denk- und Handlungssystems“(2) als Grundlage nehmen wollen. Problem: Es gibt Brüche zwischen einer Entteleologisierung des Moralsystems und einer gleichzeitigen Abhängigkeit von einem teleologischen Rahmen. >Teleologie. MacIntyreVsAufklärung: Die Suche nach einem moralischen Standpunkt, der von der gesellschaftlichen Ordnung unabhängig zu sein vorgibt, stellt eine Illusion dar. An die Stelle von Gütern, Traditionen und gesellschaftlichen Verhältnissen sind Pflichten, Regeln und Gesetze getreten. >Pflicht, >Gesetze, >Regeln. MacIntyreVsKant: In Kants moralischen Schriften ist der „Gedanke, dass Moral etwas anderes als das Befolgen von Regeln ist Brocker I 660 fast, wenn nicht sogar ganz aus dem Blickfeld verschwunden“.(3) >I. Kant, >Moral/Kant, >Kategorischer Imperativ, >Prinzipien. 1. Alasdair MacIntyre, After Virtue. A Study in Moral Theory, Notre Dame, Ind. 1981. Dt: Alasdair MacIntyre, Der Verlust der Tugend. Zur moralischen Krise der Gegenwart. Erweiterte Neuausgabe, Frankfurt/M. 2006 (zuerst 1987), S. 61. 2. Ebenda S. 80 3. Ebenda S. 313f. Jürgen Goldstein, „Alasdair MacIntyre, Der Verlust der Tugend“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018_____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. "Vs" stellt inhaltliche Differenzen dar, nicht unbedingt den zeitlichen Verlauf einer Kontroverse. |
MacIntyre, Alasdair
Brocker I Manfred Brocker Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018 |
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