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Mensch: Der Mensch (Homo sapiens) ist die intelligenteste und am weitesten verbreitete Primatenart. Der Mensch zeichnet sich durch Zweibeinigkeit, große Gehirne und die Fähigkeit zu artikulierter Sprache und abstraktem Denken aus. Der Mensch ist ein soziales Lebewesen, das in komplexen Gesellschaften lebt. Siehe auch Gesellschaft, Vernunft, Denken, Gehirn, Intelligenz, Sprache._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Giorgio Agamben über Menschen – Lexikon der Argumente
Brocker I 825 Mensch/Agamben: hier der „homo sacer“: Im archaischen römischen Recht fördert die Heiligkeit einer Person nicht etwa deren Schutz, sondern autorisiert im Gegenteil deren straflose Tötung. >Leben/Agamben, Staat/Agamben. Agamben stellt dies dem Verbot der Opferung gegenüber und denkt diese zusammen: das macht gerade das Spezifische des homo sacer aus. (1) Das wirft Licht auf „eine originäre politische Struktur wirft, die sich in einer Zone befindet, die der Unterscheidung zwischen Heiligem und Profanem, Religiösem und Politischem vorausliegt«.(2) Die Figur des »homo sacer« widerspricht gerade der Übergängigkeit vom Profanen ins Heilige, insofern der Ausschluss aus der menschlichen Rechtsprechung keinen Übergang in die göttliche Sphäre eröffnet. Der »homo sacer« wird zur ursprünglichen Figur des in den souveränen Bann genommenen Lebens, das heilige Leben wird mit dem nackten Leben in eins gesetzt, und dessen Hervorbringung ist »die ursprüngliche Leistung der Souveränität«(3) >Souveränität/Agamben. Heiliges/Agamben: Die zeitgenössische Rede von der „Heiligkeit des Lebens“ meint also ursprünglich das genaue Gegenteil, nämlich die vollkommene Unterwerfung des Lebens unter die souveräne Macht zur Ausnahme.(4) >Terminologie/Agamben, Leben/Agamben, Biopolitik/Agamben. 1. Agamben, Homo sacer. Il potere sovrano e la nuda vita, Torino 1995. Dt.: Giorgio Agamben, Homo sacer – Die souveräne Macht und das nackte Leben, Frankfurt/M. 2002, S. 83. 2. Ebenda S 84. 3. Ebenda S 93. 4. Ebenda. Maria Muhle, „Giorgio Agamben, Homo sacer – Die souveräne Macht und das nackte Leben“, in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018_____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Agamben I Giorgio Agamben Homo sacer – Die souveräne Macht und das nackte Leben Frankfurt 2002 Brocker I Manfred Brocker Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018 |