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Bedeutungstheorie: eine Theorie, die die Bedeutung von Bedeutung erklären will. Ein Problem ist, dass der Begriff der Bedeutung und der der Wahrheit sich gegenseitig vorauszusetzen scheinen. Siehe auch Wahrheitstheorie.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Donald Davidson über Bedeutungstheorie – Lexikon der Argumente

II 40
Bedeutungstheorie/BT/Davidson: Statt "stellt fest" besser: "Theorie T beinhaltet..." - Das Entailment ist dann eine Relation zwischen der Theorie und einer Äußerung des Sprechers, der das Entailment behauptet. - Dann hat Theorie T als logische Konsequenz einen Satz, der synonym ist mit meiner Äußerung von ""Schnee ist weiß" ist wahr, wenn...".
Das bringt den Begriff der Synonymie herein, ist aber nicht zirkulär, denn genau das wollten wir für den Begriff der Übersetzung haben. - Die Übersetzungstheorie haben wir dem Übersetzer schon zugeschrieben.
II 41
Letztlich ist keine strikte Bedeutungstheorie möglich wegen indexikalischer Elemente. - (Das ist kein Problem für die Wahrheitstheorie).
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Glüer II 18
Bedeutung/Bedeutungstheorie: A. Wahrheitskonditionale Semantiken (Davidson) und
B. Verifikationstheorien der Bedeutung. (Dummen, Putnam, Habermas).
Alle Verifikationstheorien nehmen die Überprüfbarkeit der angenommenen Beziehung in Anspruch
a) stärkste Version: Einen Satz versteht, wer weiß, dass er wahr ist.
b) schwächer: Verstehen ist an Kenntnis der Verifikationsverfahren gebunden. (Dummett, Wiener Kreis) - oder an Akzeptabilitätsbedingungen: Putnam und Habermas.
Danach versteht einen Satz, wer weiß, wie er verifiziert bzw. wann er als wahr akzeptiert wird.
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Dummett III 137
Bedeutungstheorie/Axiome/Davidson: "Oxford" bezeichnet Oxford: nicht von der Stadt Oxford, dass der Name "Oxford" sie bezeichnet, sondern umgekehrt: von dem Namen "Oxford", dass er die Stadt Oxford bezeichnet. - Das ist mehr als bloße Kenntnis der Referenz.
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Schiffer I 3
Bedeutungstheorie/BT/Davidson: These: sie sollte die Form einer extensionalen, endlich axiomatisierten Wahrheitstheorie für die Sprache L im Tarski-Stil haben. Und zwar irgendwie auf Äußerungen relativiert - Lewis: sie muss Wahrheitsbedingungen berücksichtigen - Schiffer: daraus folgt aber nichts in Bezug auf die Form der Bedeutungstheorie. - Dummett: Bedeutungstheorie und Theorie des Verstehens sind identisch.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Davidson I
D. Davidson
Der Mythos des Subjektiven Stuttgart 1993

Davidson I (a)
Donald Davidson
"Tho Conditions of Thoughts", in: Le Cahier du Collège de Philosophie, Paris 1989, pp. 163-171
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (b)
Donald Davidson
"What is Present to the Mind?" in: J. Brandl/W. Gombocz (eds) The MInd of Donald Davidson, Amsterdam 1989, pp. 3-18
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (c)
Donald Davidson
"Meaning, Truth and Evidence", in: R. Barrett/R. Gibson (eds.) Perspectives on Quine, Cambridge/MA 1990, pp. 68-79
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (d)
Donald Davidson
"Epistemology Externalized", Ms 1989
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson I (e)
Donald Davidson
"The Myth of the Subjective", in: M. Benedikt/R. Burger (eds.) Bewußtsein, Sprache und die Kunst, Wien 1988, pp. 45-54
In
Der Mythos des Subjektiven, Stuttgart 1993

Davidson II
Donald Davidson
"Reply to Foster"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Davidson III
D. Davidson
Handlung und Ereignis Frankfurt 1990

Davidson IV
D. Davidson
Wahrheit und Interpretation Frankfurt 1990

Davidson V
Donald Davidson
"Rational Animals", in: D. Davidson, Subjective, Intersubjective, Objective, Oxford 2001, pp. 95-105
In
Der Geist der Tiere, D Perler/M. Wild Frankfurt/M. 2005

D II
K. Glüer
D. Davidson Zur Einführung Hamburg 1993

Dummett I
M. Dummett
Ursprünge der analytischen Philosophie Frankfurt 1992

Dummett II
Michael Dummett
"What ist a Theory of Meaning?" (ii)
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Dummett III
M. Dummett
Wahrheit Stuttgart 1982

Dummett III (a)
Michael Dummett
"Truth" in: Proceedings of the Aristotelian Society 59 (1959) pp.141-162
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (b)
Michael Dummett
"Frege’s Distiction between Sense and Reference", in: M. Dummett, Truth and Other Enigmas, London 1978, pp. 116-144
In
Wahrheit, Stuttgart 1982

Dummett III (c)
Michael Dummett
"What is a Theory of Meaning?" in: S. Guttenplan (ed.) Mind and Language, Oxford 1975, pp. 97-138
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (d)
Michael Dummett
"Bringing About the Past" in: Philosophical Review 73 (1964) pp.338-359
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Dummett III (e)
Michael Dummett
"Can Analytical Philosophy be Systematic, and Ought it to be?" in: Hegel-Studien, Beiheft 17 (1977) S. 305-326
In
Wahrheit, Michael Dummett Stuttgart 1982

Schi I
St. Schiffer
Remnants of Meaning Cambridge 1987

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