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Beobachtbarkeit: hier geht es um die Frage der Grenzen der Beobachtbarkeit von Objekten der Wissenschaft. Diese Grenzen sind im Lauf der Zeit immer wieder durch die Einführung neuer Instrumente verschoben worden. Daraus resultiert die Frage, ob Theorien und die Bedeutung ihrer Begriffe sich durch diese Verschiebung ändern. Siehe auch Theoretische Termini, Beobachtungssprache, Beobachtungsbegriffe, Existenz, Bedeutungswandel.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Bas van Fraassen über Beobachtbarkeit – Lexikon der Argumente

I 17
Beobachtbarkeit/Maxwell, Grover: These: es gibt nichts prinzipiell Unbeobachtbares, weil ich Elektronenaugen hätte haben können. (> Mögliche Welten). - FraassenVsMaxwell: das ist bloß ein Trick. - Verschiebung des Themas: wenn ich ein Riese wäre, hätte ich... - Physik beschreibt ultimative Beobachtungsgrenzen. - Pointe: das sind letztlich menschliche Begrenzungen. - beobachtbar/Maxwell, Grover: klassifiziert mutmaßliche Gegenstände - hat nichts mit Existenz zu tun. (>Grover MaxwellVsPositivismus).
I 57
Grenzen der Beobachtbarkeit sind empirisch, nicht philosophisch.
I 57
Beobachtbarkeit/Theorie/Fraassen: was beobachtbar ist, finden wir heraus, indem wir die Theorie selbst untersuchen. - ((s) > Hermeneutischer Zirkel). - Dennoch ist die Beobachtbarkeit nicht Theorie-relativ. - Was eine Observable (= physikalische Größe) ist, ist Theorie-unabhängig. - Es ist eine Funktion von uns als Organismen.
I 75
Beobachtbarkeit/Fraassen: Bsp Darwins missing link: war eine beobachtbare Entität. - Bsp Elementarteilchen: brachten eigene Eigenschaften mit. - So gibt es neue Informationen, die in der alten Theorie nicht enthalten waren - und zwar über die Beschaffenheit dieser unbeobachtbaren Entitäten. - Statt hier Realismus zu akzeptieren, können wir eine rein funktionale Sichtweise annehmen.
I 197
Beobachtbarkeit/Fraassen: es gibt keine logische Verbindung von Beobachtbarkeit und Existenz. - Eine Theorie, so weit empirische Adäquatheit betroffen ist, wäre genauso gut, wenn nichts existierte, was entweder unbeobachtbar oder nicht-aktual ist.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Fr I
B. van Fraassen
The Scientific Image Oxford 1980

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> Gegenargumente gegen Fraassen

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