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Existenz, Philosophie, Logik: Das Vorhandensein von etwas, dem Eigenschaften zugeschrieben werden können. Vorhandensein bedeutet hier nicht, dass etwas unmittelbar gegeben sein muss oder sinnlich wahrnehmbar ist. Siehe auch Ontologie, Eigenschaften, Prädikate, Existenzsatz, Realismus, Quantifikation, Zuschreibung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

David K. Lewis über Existenz – Lexikon der Argumente

Schwarz I 30
Def Existenz/Lewis: heißt einfach, eins von den Dingen zu sein, die es gibt. ((s) "Es gibt"/Existenz: für Lewis kein Unterschied).
Aber:
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Lewis IV 24
Aktual/Ontologie/Aktualität/Existenz/“es gibt“//Lewis: These: Es gibt viele Dinge, die nicht aktual sind – Bsp überabzählbar viele Menschen, verteilt auf viele mögliche Welten. – LewisVsCommon sense: nicht alles ist aktual. – Unterschied existieren/“es gibt“.
IV 40
Existenz/Ontologie/Mögliche Welten/Lewis: sagen wir, ein Individuum existiert vom Standpunkt einer Welt aus gesehen dann und nur dann, wenn es zum am wenigsten beschränkten Bereich, der normalerweise geeignet ist, den Wahrheitswert in der Welt zu bestimmen. (Dabei geht es nicht um modale Metaphysik).
Dieser Bereich wird alle Individuen dieser Welt umfassen, keine anderen. Und einige, aber nicht alle Mengen (z.B. Zahlen).
- - -
Schwarz I 20
Quantifikation/Bereich/Schwarz: unbeschränkte Quantoren sind selten und gehören zur Metaphysik. Bsp „Es gibt keinen Gott“ bezieht sich auf das ganze Universum. Bsp „Es gibt kein Bier“: bezieht sich auf den Kühlschrank.
Existenz/Lewis/Schwarz: dann gibt es also verschiedene „Existenzweisen“. Zahlen existieren auf eine andere Weise als Tische.
Existenz/Präsentismus: seine Aussagen darüber, was es gibt, sind absolut unbeschränkt.
Vierdimensionalismus/Existenz: Aussagen darüber, was es gibt, ignorieren aus seiner Sicht Vergangenheit und Zukunft.
Schwarz I 30
Existenz/Van Inwagen: (1990b(1). Kap.19) These: Manche Dinge sind Grenzfälle von Existenz.
LewisVsvan Inwagen: (1991(2),80f,1986e(3),212f): wenn man schon „es gibt“ gesagt hat, dann ist das Spiel schon verloren: wenn man sagt, „etwas existiert in geringerem Grade“.
Def Existenz/Lewis: heißt einfach, eins von den Dingen zu sein, die es gibt.
Schwarz I 42
Def Koexistenz/Lewis: zwei Dinge befinden sich in derselben Welt, gdw. es einen raumzeitlichen Weg von einem zum anderen gibt. Konsequenz:
Mögliche Welten/Lewis: sind raumzeitlich isoliert! Es gibt also auch keine Kausalität zwischen ihnen.
Schwarz I 232
Gegenstand/Ding/Existenz/Ontologie/Lewis/Schwarz: die Frage, ob ein Ding in einer Welt existiert, ist selbst vollständig bestimmt durch die Verteilung qualitativer Eigenschaften und Relationen. Dann ist die Bedingung „welche Dinge es dort gibt“ überflüssig. Damit sind wir bei Lewis’ „a priori Reduktionismus von allem“. (1994b(4),291).
Wahrmacher/Lewis: Muster der Koinstanziation fundamentaler Eigenschaften und Relationen. (>“Verteilung“).


1. P. van Inwagen [1990b]: Material Beings. Ithaca, London: Cornell University Press
2. D. Lewis [1991]: Parts of Classes. Oxford: Blackwell
3. D. Lewis [1986e]: On the Plurality of Worlds. Malden (Mass.): Blackwell
4. D. Lewis [1994b]: “Reduction of Mind”. In Samuel Guttenplan (Hg.), A Companion to the Philosophy
of Mind, Oxford: Blackwell, 412–431.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Lewis I
David K. Lewis
Die Identität von Körper und Geist Frankfurt 1989

Lewis I (a)
David K. Lewis
An Argument for the Identity Theory, in: Journal of Philosophy 63 (1966)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (b)
David K. Lewis
Psychophysical and Theoretical Identifications, in: Australasian Journal of Philosophy 50 (1972)
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis I (c)
David K. Lewis
Mad Pain and Martian Pain, Readings in Philosophy of Psychology, Vol. 1, Ned Block (ed.) Harvard University Press, 1980
In
Die Identität von Körper und Geist, Frankfurt/M. 1989

Lewis II
David K. Lewis
"Languages and Language", in: K. Gunderson (Ed.), Minnesota Studies in the Philosophy of Science, Vol. VII, Language, Mind, and Knowledge, Minneapolis 1975, pp. 3-35
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Lewis IV
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd I New York Oxford 1983

Lewis V
David K. Lewis
Philosophical Papers Bd II New York Oxford 1986

Lewis VI
David K. Lewis
Konventionen Berlin 1975

LewisCl
Clarence Irving Lewis
Collected Papers of Clarence Irving Lewis Stanford 1970

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

LewisCl I
Clarence Irving Lewis
Mind and the World Order: Outline of a Theory of Knowledge (Dover Books on Western Philosophy) 1991

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