Philosophie Lexikon der Argumente

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Propositionen, Philosophie: Propositionen werden als die Bedeutungen von Sätzen bezeichnet, wobei ein Satz als Zeichenkette aufgefasst wird, die noch in Bezug auf eine Situation oder eine Sprecherin interpretiert werden muss. Bsp Ich bin hungrig hat aus dem Mund jedes neuen Sprechers eine andere Bedeutung. Dagegen hat der Satz I am hungry aus dem Mund des Sprechers, der zuerst den deutschen Satz geäußert hat, dieselbe Bedeutung wie der von ihm geäußerte deutsche Satz. Siehe auch Bedeutung, propositionale Einstellungen, Identitätsbedingungen, Opazität, Äußerungen, Sätze.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Robert Stalnaker über Propositionen – Lexikon der Argumente

I 35
Proposition/Struktur/mögliche Welt/MöWe/Stalnaker: Propositionen sind hoch strukturiert, mögliche Welten sind es nicht. Die Strukturen, die zwischen Propositionen bestehen, bestehen so nicht zwischen möglichen Welten - Propositionen können stärker oder schwächer sein - mögliche Welten nicht. Eine minimale Theorie von Propositionen und möglichen Welten braucht nur die Strukturen von Propositionen, nicht von möglichen Welten.
I 37
Proposition/Stalnaker: Die Proposition wird aus Individuen und Eigenschaften gebildet.
Satz/Stalnaker: Der Satz wird aus Namen und Prädikaten gebildet.
I 51
Verstehen/Stalnaker: Eine Proposition kann nicht wie ein Satz falsch verstanden werden, weil sie schon der Inhalt ist.
I 61f
Def Proposition/Stalnaker: Eine Proposition ist nicht mehr als eine Teilregion, oder Teilmenge von möglichen Welten.
Def Behauptung: Eine Proposition zu behaupten ist nichts anderes, als die wirkliche Welt in dieser Teilmenge zu lokalisieren.
Def wahr-relativ-zu-x: Zu sagen, eine Proposition ist wahr relativ zu einer Welt x heißt, dass die Welt x in der Teilmenge (von möglichen Welten) ist, die die Proposition konstituiert.
Def wahr simpliciter: "Wahr simpliciter" heißt zu sagen, das die wirkliche Welt in dieser Teilmenge (von möglichen Welten, die die Proposition konstituieren) ist. Proposition: Eine Proposition wird mit ihren Wahrheitsbedingungen identifiziert.
I 191
Sekundäre Proposition/zwei-dimensionale Semantik/Chalmers/Stalnaker: ("fx"): Sekundäre Propositionen sind auf die wirkliche Welt bezogen. Primäre Propositionen: ("fp") sind auf die jeweilige Welt bezogen, in der die Äußerung gemacht wird.
Logische Form: Def fp: logische Form: fx(y) = f(x,y) und fp(x) = f(x,x) bzw. äquivalent: fp(x) = fx(x) (> Einsetzen).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

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