Philosophie Lexikon der Argumente

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Regularität, Philosophie: Regelmäßigkeit; Der Ausdruck wird meist im Zusammenhang mit Erwägungen zur Kausalität gebraucht. Es ist die Frage, ob die Feststellung von Regelmäßigkeiten hinreichend ist für die Formulierung von Naturgesetzen. Gegner der Regularitätstheorie verlangen, dass zusätzlich zur Beobachtung positiver Fälle eine formale Festlegung auf noch nicht eingetretene Fälle eingegangen wird. Dazu wird z.B. ein kontrafaktisches Konditional aufgestellt. Bsp Wenn A der Fall wäre, wäre B der Fall, wobei angenommen wird, dass der Fall A (noch) nicht eingetreten ist. Siehe auch Kausalität, Naturgesetze, Gesetze, Kontrafaktische Konditionale, Irreale Bedingungssätze, Ursache, Wirkung, Induktion.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

David M. Armstrong über Regularität – Lexikon der Argumente

II 42 (b) ff
ArmstrongVsHume/ArmstrongVsRegularität: 1. Regularität aufgrund von Naturgesetzen (NG) ist nicht von Zufall zu unterscheiden: Bsp jede Kugel Uran ist kleiner als 1 Km, jede Kugel Gold auch, letzere aber zufällig.
2. Naturgesetze unterstützen kontrafaktische Konditionale, Regularitäten (Regelmäßigkeiten) nicht.
3. Die Regularitäts-Theorie macht aus der Induktion eine irrationale Prozedur.
4. Wahrscheinlichkeit: Problem: jede Verbindung von F"s und G"s kann auch aufgrund eines bloß wahrscheinlichen Gesetzes bestehen: obwohl die Verteilung eine Manifestation des Naturgesetzes ist, ist sie nicht mit ihm identisch.
Lösung: Naturgesetz: Verbindung von Typen von Zuständen.
Lösung: ad 1: Eigenschaften statt Regularität: die Eigenschaften des Goldes/Urans.
ad 2: Universalien machen die Zahl der Instanziierungen irrelevant (ungleich Regularität).
ad 3: durch Universalien wird Induktion zur Abduktion (Schluss auf die Beste Erklärung).
ad 4. Verbindungen zwischen Eigenschaften (Universalien) können in unterschiedlicher Stärke auftreten, dann sind deterministische Naturgesetze ein Grenzfall.
II (b) 45
Regularität/Tooley: eine Regularität ist eine molekulare Tatsache: Konjunktion: dieses F ist ein G und dieses...und...
Dagegen: Naturgesetze als Verbindung zwischen Eigenschaften (Universalien): das führt zu atomaren Tatsachen: die Zahl der Instanzen ist irrelevant. > Armstrong: das ist die Lösung für nicht-aktuale Situationen als Wahrmacher von kontrafaktischen Konditionalen. >Wahrmacher, >Kontrafaktische Konditionale, >Regularitätstheorie, >Naturgesetze, >Tatsachen.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Armstrong I
David M. Armstrong
Meaning and Communication, The Philosophical Review 80, 1971, pp. 427-447
In
Handlung, Kommunikation, Bedeutung, Georg Meggle Frankfurt/M. 1979

Armstrong II (a)
David M. Armstrong
Dispositions as Categorical States
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (b)
David M. Armstrong
Place’ s and Armstrong’ s Views Compared and Contrasted
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (c)
David M. Armstrong
Reply to Martin
In
Dispositions, Tim Crane London New York 1996

Armstrong II (d)
David M. Armstrong
Second Reply to Martin London New York 1996

Armstrong III
D. Armstrong
What is a Law of Nature? Cambridge 1983

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