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Immanuel Kant über Probleme – Lexikon der Argumente

Gadamer I 382
Problem/Kant/Gadamer: Gadamer: Probleme sind (...) keine wirklichen Fragen, die sich stellen und damit die Vorzeichnung ihrer Beantwortung aus ihrer Sinngenese empfangen, sondern sind Alternativen des Meinens, die man nur stehenlassen kann und die daher nur eine dialektische Behandlung finden können. >Problem/Aristoteles, >Problem/Gadamer.
Dieser dialektische Sinn von „Problem“ hat nicht eigentlich in der Philosophie, sondern in der Rhetorik seinen Ort. Es gehört zu seinem Begriff, dass es eine eindeutige Entscheidung aus Gründen nicht gestattet.
Kant: Aus diesem Grund beschränkt sich für Kant der Gebrauch des Problembegriffs auf die Dialektik der reinen Vernunft. Probleme sind »Aufgaben, die ganz aus ihrem Schoß entspringen«, also gleichsam Produkte der Vernunft selber, auf deren vollendete Auflösung sie schlechterdings nicht hoffen kann.(1)
Gadamer: Es ist bezeichnend, dass im 19. Jahrhundert, mit dem Zusammenbruch der unmittelbaren Tradition des philosophischen Fragens und dem Aufkommen des Historismus, der Problembegriff zu universaler Geltung aufsteigt - ein Zeichen dafür, dass das unmittelbare Verhältnis zu den Sachfragen der Philosophie nicht mehr besteht. Vgl. >Problemgeschichte/Neukantianismus.


1.Kant, Kr. d. r. V, A 321ff.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
I. Kant
I Günter Schulte Kant Einführung (Campus) Frankfurt 1994
Externe Quellen. ZEIT-Artikel 11/02 (Ludger Heidbrink über Rawls)
Volker Gerhard "Die Frucht der Freiheit" Plädoyer für die Stammzellforschung ZEIT 27.11.03

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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> Gegenargumente gegen Kant

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