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Semantik: Das Gebiet der Sprachwissenschaft, das sich mit der Bedeutung von Ausdrücken, Wörtern, Wortteilen, Sätzen oder Zeichen beschäftigt. Hilfsmittel zur Feststellung der Bedeutung sind Untersuchungen des Gebrauchs und die Bestimmung des Wahrheitswerts (wahr oder falsch) der Aussagen, die aus den sprachlichen oder handlungsmäßigen Äußerungen ermittelt werden können. Semantische Fragen sind daher letztlich Wahrheitsfragen. Siehe auch Wahrheit, Referenz, Bedeutung, Sinn, Semiologie, Zeichen, Symbole, Syntax, Pragmatik, Linguistik.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Robert Stalnaker über Semantik – Lexikon der Argumente

I 17
Metasemantik/Stalnaker: metasemantische Tatsachen: Eine metasemantische Tatsache ist Bsp welche Sprache in einer möglichen Welt gesprochen wird bzw. ob wir die Sprache mit unserer Sprache aus der wirklichen Welt, oder der dortigen interpretieren bzw. ob wir "aktual" die Sprache der wirklichen Welt oder die dortige Sprache der möglichen Welt (MöWe) aus Sicht der möglichen Welt selbst nennen. Diese Tatsachen machen, dass unsere Zeichen die repräsentationalen Eigenschaften haben, die sie haben - von diesen Tatsachen hängt ab, was gesagt oder gedacht wird.
I 82
Semantik/Syntax/sprachunabhängig/Stalnaker: Der Schritt von der Syntax zur Semantik befreit die Theorie von der Sprachabhängigkeit.
I 149
Modale Semantik/Stalnaker: Modale Semantik sollte jeder möglichen Welt einen eigenen Bereich zuweisen. ((s) Dann kann man aber mögliche Welten nicht mehr als "Weisen, wie die Dinge sein könnten" nennen.)
I 191
Semantik/Stalnaker/(s): Die Semantik ist die Bedeutung aus der wirklichen Welt (WiWe). Metasemantik: Die Metasemantik ist die Bedeutung aus der jeweiligen Welt, weil die Metasemantik fragt, durch welche Tatsachen der semantische Wert zustande kommt. Außerdem müssen die Tatsachen aus der jeweiligen möglichen Welt stammen.
I 192
Semantik: Die Semantik sagt, welche semantischen Werte die Ausdrücke einer Sprache haben. Metasemantik: Die Metasemantik sagt, welche Tatsachen die semantischen Werte bestimmen.
Prä-Semantik/Kaplan: Die Prä-Semantik betrifft jene die glauben, ein Name bedeute etwas, das am anderen Ende einer historischen Kette liegt.
Semantik/Kaplan: Die Semantik gibt uns eher die Bedeutung als uns zu sagen, wie sie zu entdecken wäre (ähnlich Kripke).
I 196
Mögliche Welt/wirkliche Welt/Metasemantik/Stalnaker: Metasemantik: Die Metasemantik berücksichtigt die Tatsachen, die die semantischen Werte festlegen, d.h. sie berücksichtigt letztlich die Unterschiede zwischen möglichen Welten. Die Metasemantik ist daher geeignet, wenn man eine mögliche Welt als wirkliche Welt in Betracht ziehen will. Es ist die metasemantisch verstandene primäre Intension einer Äußerung, die die Information liefert, die wir übermitteln wollen.
I 199
Zweidimensionale Semantik/Stalnaker: Die Zweidimensionale Semantik sollte metasemantisch interpretiert werden - nicht semantisch. Metasemantik: Metasemantik ist tatsachen-abhängig, daher gibt es keinen Zugang zur a priori Wahrheit. Semantik: Die Semantik muss interne Zustände annehmen.
I 213/14
Semantisch/metasemantisch/Semantik/Metasemantik/Stalnaker: Bsp angenommen, wir können nur sagen, wie die Dinge möglicherweise sind, gegeben die Tatsachen, wie sie aktual sind. Dann: semantisch: "nur unter Bedingung P drückt der Satz S die Proposition Q aus". Metasemantisch: Satz S drückt nur eine konditionale Proposition aus, keine singuläre, d.h. nicht der Inhalt hängt von den Tatsachen ab, sondern er ist selbst relativ.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

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