Philosophie Lexikon der Argumente

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Starrheit, Rigidität, Philosophie: Ausdruck für die Eigenschaft von Namen, in allen möglichen Welten für denselben Gegenstand zu stehen im Gegensatz zu Kennzeichnungen, die nicht starr sind und deren Referenz wechseln kann. Bsp Es ist sinnlos zu fragen, ob Napoleon in einer möglichen Welt jemand anderes als Napoleon hätte sein können, aber nicht sinnlos zu sagen, dass es eine mögliche Welt gibt, in Napoleon nicht der Sieger von Austerlitz war. Siehe auch Kennzeichnungen, Namen, Mögliche Welten, Reichweite, Notwendigkeit, Möglichkeit, Referenz, Semantik möglicher Welten, Intensionen, Propositionen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Gareth Evans über Starrheit – Lexikon der Argumente

Stalnaker I 198
"ddieses" (sic)/"dthat"(sic): ist ein starrmachender Operator: der Gegenstand soll damit als derselbe in allen möglichen Welten festgelegt sein.
Starrheit/Evans: Bsp Julius/Reißverschluss/Evans/Stalnaker: Das Beispiel "Der Erfinder des reißverschlusses, wir nennen ihn Julius" - kann man zweifach interpretieren:
a) Als Abkürzung eines komplexen singulären Terms "ddieses [der Erfinder des Reißverschlusses]".
Dann ist "Erfinder des Reißverschlusses" Teil der Bedeutung. - Und es ist eine logische Wahrheit, dass er ihn erfand.
b) Als Festlegung: dass Julius der Name der Person sei.
Dann wäre es eine semantische ((s) nicht-logische Verbindung) zwischen Name und Person. - Dann wäre die Rolle der Kennzeichnung, die Referenz festzulegen.
Bsp Jemand schnappt den Namen auf:
a) Dann versteht er die Äußerung nicht - dann "ddieses [die Person, auf die Stalnaker bei der Gelegenheit referierte]"
b) Wenn die semantischen Eigenschaften von "Julius" Teil der historischen Kausalkette sind, braucht der kompetente Sprecher gar nichts darüber zu wissen. Vgl. >Operatoren.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

EMD II
G. Evans/J. McDowell
Truth and Meaning Oxford 1977

Evans I
Gareth Evans
"The Causal Theory of Names", in: Proceedings of the Aristotelian Society, Suppl. Vol. 47 (1973) 187-208
In
Eigennamen, Ursula Wolf Frankfurt/M. 1993

Evans II
Gareth Evans
"Semantic Structure and Logical Form"
In
Truth and Meaning, G. Evans/J. McDowell Oxford 1976

Evans III
G. Evans
The Varieties of Reference (Clarendon Paperbacks) Oxford 1989

Stalnaker I
R. Stalnaker
Ways a World may be Oxford New York 2003

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> Gegenargumente gegen Evans

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