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Avicenna über Politik - Lexikon der Argumente

Höffe I 131
Politik/Avicenna/Höffe: Im politischen Denken, das seine Summe mitbehandelt, ist Avicenna ziemlich orthodox. Er hebt zwar die Bedeutung von Partnerschaft, Recht
Höffe I 132
und Gerechtigkeit hervor, setzt sich für eine Umverteilung des Reichtums und für ein anpassungsfähiges Rechtssystem ein. In den Bestimmungen zu Ehe und Ehescheidung, zu Strafen und zu Steuern folgt er aber den religiösen Gesetzen;
Herrschaft: Der Kalif gilt als allzuständig; gegen die Feinde der rechten Lehre sind Kriege zu führen; das Vermögen der Besiegten fällt dem Sieger zu.
Sklaverei: Mit Aristoteles gibt es «Sklaven von Natur aus», unter die, erstaunlich konkret, alle «Neger und Türken» fallen.
HöffeVsBloch: Derartige Aussagen wecken Zweifel an Ernst Blochs Versuch, Avicenna zur Aristotelischen Linken zu zählen.
VsAvicenna/Höffe: Avicennas Vermittlung von Philosophie und islamischer Theologie stößt sowohl bei Philosophen als auch Theologen auf heftige Kritik. Den schärfsten Widerspruch erhebt der wohl größte Theologe des Islam, >al-Gazali (Algazel, 1058-1111).


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Avicenna

Höffe I
Otfried Höffe
Geschichte des politischen Denkens München 2016

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