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Niccolo Machiavelli über Tugenden – Lexikon der Argumente

Höffe I 197
Tugenden/Machiavelli/Höffe: Machiavelli [führt] getreu der Tradition von Cicero über Thomas
bis zu den humanistischen Zeitgenossen zahlreiche lobenswerte Eigenschaften an. In Kapitel 18 ((s) des Fürsten) bündelt er sie in fünf Charakterzügen, in «Milde, Treue, Aufrichtigkeit, Menschlichkeit und Frömmigkeit».
Dabei kommt es auf dreierlei an: 1. sind die guten Eigenschaften tatsächlich gefordert - mit schamloser Grausamkeit kann man zwar Macht, aber nicht Ruhm erlangen.
2. muss man die Tugenden nicht wirklich besitzen, der Anschein genügt; als ein Meister
der Heuchelei und Verstellung vermag der erfolgreiche Fürst die Menschen zu umgarnen und durch schauspielerische Verlogenheit sie für sich zu gewinnen.
3. Schließlich hat man auf die Gunst der Stunde zu achten, um «vom Guten so lange nicht abzulassen, wie es möglich ist, aber sich zum Bösen zu wenden, sobald es nötig ist».


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Machiavelli, Niccolo

Höffe I
Otfried Höffe
Geschichte des politischen Denkens München 2016

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