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Aristoteles über Persuasion - Lexikon der Argumente

Gaus I 313
Persuasion/Aristoteles/Keyt/Miller: (...) es ist unnatürlich, dass eine Polis, die nach Aristoteles' Ansicht ein natürliches Gebilde ist, durch Gewalt ein einheitliches Ganzes bildet. Das bedeutet, dass Zwang und rohe Gewalt einer Polis in einem natürlichen Zustand fremd sind (die Auswirkungen dieses Punktes werden in Keyt, 1996, untersucht)(1). In einem politischen Umfeld ist die Alternative zur Gewalt deren Antithese, die Persuasion, die Quelle des willigen Gehorsams (zur Opposition siehe EE II.8.1224a39). Aristoteles widmet diesem Thema eine ganze Abhandlung und geht speziell auf die Frage der politischen Persuasion ein (Rhet. I.4, 8). >Zwang/Aristoteles, >Nomos/Aristoteles.
Wahrheit/Persuasion: Eine zentrale Frage ist, ob es bei der Persuasion nach Aristoteles' Ansicht im Wesentlichen um Wahrheit geht (vgl. Rhet. I.1.1355a29-33 und I.2.1356a19-20). Gelehrte findet man auf beiden Seiten dieser Frage und auch in der Mitte. (Drei Werke, die das Spektrum umspannen, sind Oates, 1963(2); Engberg-Pederson, 1996(3); Wörner, 1990(4)). >Gerechtigkeit/Aristoteles.

EE: Aristoteles Eudemische Ethik
Rhet.: Aristoteles Rhetorik


1. Keyt, David (1996) 'Aristotle and the ancient roots of anarchism'. Topoi, 15: 129-42.
2. Oates, Whitney J. (1963) Aristotle and the Problem of Values. Princeton, NJ: Princeton University Press.
3. Engberg-Pederson, Troels (1996) 'Is there an ethical dimension to Aristotelian rhetoric?' In Amélie Oksenberg Rorty, ed., Aristotle's Rhetoric. Berkeley, CA: University of California Press.
4. Wörner, Markus H. (1990) Das Ethische in der Rhetorik des Aristoteles. Munchen: Alber.

Keyt, David and Miller, Fred D. jr. 2004. „Ancient Greek Political Thought“. In: Gaus, Gerald F. & Kukathas, Chandran 2004. Handbook of Political Theory. SAGE Publications


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Gaus I
Gerald F. Gaus
Chandran Kukathas
Handbook of Political Theory London 2004

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