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Aristoteles über Gleichheit - Lexikon der Argumente

Höffe I 61
Gleichheit/Bürgertum/Gemeinwesen/Aristoteles/Höffe: [eine Besonderheit, die für das Verständnis von Aristoteles wichtig ist] besteht in der geringen Größe der griechischen Gemeinwesen. Weiterhin herrscht in der Rechtsordnung eine weit geringere Regelungsdichte. Vor allem fehlen professionelle Richter und Juristen, was aus demokratischer Sicht durchaus positiv zu bewerten ist: Weil ein Expertenstand fehlt, ist die Bürgerschaft juristisch gesehen nicht in zwei streng geschiedene Gruppen, in Fachleute und in Laien, gespalten.
Vielmehr sind alle Bürger Laien, insofern gleich. Während Platon in der Politeia diese Gleichheit durch die Einführung von in der Philosophie und nicht etwa im Recht gebildeten Herrschern aufheben will, bleibt Aristoteles Aristoteles aufgrund seiner Ablehnung von Platons Philosophen-Königs-Satz dem demokratischen Grundzug seiner Zeit, der Gleichberechtigung der Staatsbürger, treu. Vgl. >Herrschaft/Platon, >Ungleichheit/Aristoteles.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Höffe I
Otfried Höffe
Geschichte des politischen Denkens München 2016

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> Gegenargumente gegen Aristoteles

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