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Propositionen, Philosophie: Propositionen werden als die Bedeutungen von Sätzen bezeichnet, wobei ein Satz als Zeichenkette aufgefasst wird, die noch in Bezug auf eine Situation oder eine Sprecherin interpretiert werden muss. Bsp Ich bin hungrig hat aus dem Mund jedes neuen Sprechers eine andere Bedeutung. Dagegen hat der Satz I am hungry aus dem Mund des Sprechers, der zuerst den deutschen Satz geäußert hat, dieselbe Bedeutung wie der von ihm geäußerte deutsche Satz. Siehe auch Bedeutung, propositionale Einstellungen, Identitätsbedingungen, Opazität, Äußerungen, Sätze.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Frank Jackson über Propositionen – Lexikon der Argumente

Schwarz I 207 (Anmerkung)
Def Diagonalisierung/Stalnaker/Lewis/Schwarz: die primären Wahrheitsbedingungen erhält man durch Diagonalisierung, d.h. indem man als Welt Parameter die Welt der jeweiligen Situation einsetzt (entsprechend als Zeit Parameter den Zeitpunkt der Situation usw.).
Def „diagonale Proposition“/Terminologie/Lewis: (nach Stalnaker, 1978(1)): primäre Wahrheitsbedingungen.
Def horizontale Proposition/Lewis: sekundäre Wahrheitsbedingungen. (1980a(2),38, 1994b(3),296f).
Neuere Terminologie:
Def A-Intension/primäre Intension/1-Intension/Terminologie/Schwarz: für primäre Wahrheitsbedingungen
Def C-Intension/sekundäre Intension/2-Intension/Terminologie/Schwarz: für sekundäre Wahrheitsbedingungen.
Def A-Proposition/1-Proposition/C-Proposition/2-Proposition/Terminologie/Schwarz: entsprechend. (Jackson 1998a(4),2004(5), Lewis 2002b(6), Chalmers 1996b(7), 56,65)
Def meaning1/Terminologie/Lewis/Schwarz: (1975(8),173): sekundäre Wahrheitsbedingungen
Def meaning2/Lewis/Schwarz: komplexe Funktion von Situationen und Welten auf Wahrheitswerte, „zweidimensionale Intension“.
Schwarz: Problem: damit sind ganz verschiedene Dinge gemeint:
primäre Wahrheitsbedingungen/LewisVsStalnaker: bei Lewis nicht über metasprachliche Diagonalisierung bestimmt wie Stalnakers diagonalen Propositionen. Auch nicht über A priori-Implikation wie bei Chalmers primären Propositionen.


1. Robert c. Stalnaker [1978]: “Assertion”. In P. Cole (Hg.), Syntax and Semantics, Bd. 9, New York: Academic Press, 315–332, und in [Stalnaker 1999a]
2. David Lewis [1980a]: “Index, Context, and Content”. In S. Kanger und S. ¨Ohmann (Hg.), Philosophy
and Grammar, Dordrecht: Reidel, und in [Lewis 1998a]
3. David Lewis — [1994b]: “Reduction of Mind”. In Samuel Guttenplan (Hg.), A Companion to the Philosophy of Mind, Oxford: Blackwell, 412–431, und in [Lewis 1999a]
4. Frank Jackson [1998a]: From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis. Oxford: Clarendon Press
5. Frank Jackson [2004]: “Why We Need A-Intensions”. Philosophical Studies, 118: 257–277
6. David Lewis — [2002a]: “Tensing the Copula”. Mind, 111: 1–13
7. David Chalmers 2002]: “Consciousness and its Place in Nature”. In D. Chalmers (Hg.) Philosophy of
Mind. Classical and Contemporary Readings, New York: Oxford University Press, 247–272
8. David Lewis [1975]: “Languages and Language”. In [Gunderson 1975], 3–35. Und in [Lewis 1983d]


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Jackson I
Frank C. Jackson
From Metaphysics to Ethics: A Defence of Conceptual Analysis Oxford 2000

Schw I
W. Schwarz
David Lewis Bielefeld 2005

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