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Quantifikation: Funktion innerhalb der Prädikatenlogik, bei der einem noch zu bestimmenden Gegenstand eine Eigenschaft zugeschrieben wird. a) Existenzquantifikation Bsp (Ex)(Fx) „Mindestens ein Gegenstand x ist F“. Dabei wird angenommen, dass der Gegenstand, der durch x denotiert wird, existiert. b) Allquantifikation (Schreibweise (x)…) „Für alle x gilt…“. Beide Formen der Quantifikation können negiert werden, womit die meisten alltäglichen Fälle abgedeckt sind. Zusätzlich muss noch ein Gegenstandsbereich gewählt werden, innerhalb dessen die Aussagen sinnvoll sind, die sich aus dem Einsetzen von Objekten ergeben. Siehe auch Existenz, Nichtexistenz, Existenzannahme, Existenzprädikat, Allquantifikation, Existenzquantifikation, Bereiche, Opazität, Intensionale Objekte.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten
Cresswell I 172
Quantifikation/Kamp: Es gibt Fälle, wo der Quantor vom Existenz- zum Allquantor gewechselt werden kann. Wenn er keine Variable im Konsequens bindet, haben wir als logische Äquivalenz:
I 173
(x)(Fx > P) ↔ (ExFx > P) (s) Klammer!) - Pointe/(s): der Existenzquantor erstreckt sich nur auf das Fx, d.h. beim Rückwärtslesen erstreckt er sich dann nicht auf das Konsequenz (linke Seite der Äquivalenz). Bsp (x)((Esel x u Pedro hat x) > Pedro schlägt x - Problem: hier bindet "x eine Variable im Konsequens - Lösung/Kamp: analysiert unbestimmte Phrasen (Kennzeichnungen) als Prädikate (s.o.). Und die Allquantifikation wird Teil der Bedeutung von wenn.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders.
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Kamp I
Kamp
From Discourse to Logic: Introduction to Modeltheoretic Semantics of Natural Language, Formal Logic and Discourse Representation Theory (Studies in Linguistics and Philosophy)

Cr I
M. J. Cresswell
Semantical Essays (Possible worlds and their rivals) Dordrecht Boston 1988

Cr II
M. J. Cresswell
Structured Meanings Cambridge Mass. 1984

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