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Kommunikation: Allgemein die Übertragung von Information zwischen mehreren Instanzen (Menschen, Tieren, Zellen) die in der Lage sind, diese Information zu verarbeiten. In der Kommunikation wird Information kopiert, da sie am ursprünglichen Ort nicht verloren geht. Neue Information entsteht gegebenenfalls bei den einzelnen an der Kommunikation Beteiligten. Ziel der Kommunikation ist eine Veränderung beim Empfänger von Information. Zur menschlichen Kommunikation gehört auch die Art und Weise der Übermittlung, z.B. ironische Einfärbung eines Zitats oder das Wissen über die Glaubwürdigkeit einer Quelle. Siehe auch Information, Sprache, Kommunikationstheorie, Handlungen, Verstehen, Frame-Theorien.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Charles W. Morris über Kommunikation – Lexikon der Argumente

Habermas IV 30
Kommunikation/Morris/Habermas: Morris hat mit Hilfe der behavioristischen Grundbegriffe die semiotischen Grundbegriffe Zeichen, Zeicheninterpret, Zeichenbedeutung usw. so eingeführt, dass das strukturelle Verhältnis von Intention und Bedeutung ohne Vorgriff auf das Verständnis regelgeleiteten Verhaltens, d.h. objektivistisch beschrieben werden kann. (1)
HabermasVsMorris: Morris beruft sich auf seinen Lehrer G.H. Mead, verfehlt aber dessen Pointe: Mead begreift die im tierischen Verhalten angelegte Sinnstruktur als eine Eigenschaft von Interaktionssysteme, die eine vorgängige, zunächst auf instinktiver Basis hergestellte Gemeinsamkeit zwischen den beteiligten Organismen sichert. Die Verinnerlichung ersetzt nach und nach die Instinktregulation durch die über sprachliche Kommunikation laufende kulturelle Überlieferung.
MeadVsMorris: es genügt nicht, übereinstimmende Interpretationen zuzuschreiben,
Habermas IV 31
es müssen identische Bedeutungen gefordert werden. Die Bedeutungskonstanz der Symbole muss nicht nur an sich gegeben, sondern für die Symbolbenutzer selbst erkennbar sein.


1.Ch. Morris, Foundations of the Theory of Sings, Int. Found of the Unity of Sciences, Vol 1. Chicago, 1938; Ch. Morris, Sings, Language and Behavior, N.Y: 1946; Ch. Morris, Pragmatische Semiotik und Handlungstheorie, Frankfurt 1988.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Morris, hristopher W.

Ha I
J. Habermas
Der philosophische Diskurs der Moderne Frankfurt 1988

Ha III
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. I Frankfurt/M. 1981

Ha IV
Jürgen Habermas
Theorie des kommunikativen Handelns Bd. II Frankfurt/M. 1981

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