Philosophie Lexikon der Argumente

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Platon über Gut/Das Gute - Lexikon der Argumente

Bubner I 25
Gut/Gutes/Platon/Bubner: ohne aristotelische Brille wirkt das Gute bei Platon weniger farblos: Warum hat die oberste Idee das Gute zum Inhalt?
I 32
Gut/Ideen/Staat/Platon: die Idee des Guten lässt sich nur in Gleichnissen spiegeln.
Alle Ideen geben einen bestimmten Sachgehalt in seiner Wahrheit zu erkennen. So entsteht keineswegs eine Hierarchie. Sie entsteht erst, wenn nicht Wahrheit, sondern die Idee des Guten in den Blick tritt. (Als Fluchtpunkt allen Wissens).
I 33
Damit ergibt sich aber kein Regress in Metaebenen (wo das Unthematisierte zum Thema wird) noch handelt es sich um die Aufforderung zur Selbstreflexion.
Im Staat geht es aber nicht um irgendein Seinsprinzip, sondern um den Sinn von Theorie im Ganzen. Das verlangt aber mehr als eine bloße Steigerung von Theorie auf Prinzipienerkenntnis.
I 35
Zammenfassung: die Idee des Guten muss wörtlich verstanden werden. Die gleichnishafte Einkleidung verweist nicht auf eine ontologische Geheimlehre.
Der Philosoph, der mit dieser Frage nach Sinn und Zweck der Theorie die Möglichkeiten der Theorie selber relativiert, wird zum Dialektiker. (Dialektik).
I 166
Def Eudaimonia/Platon: das "menschliche Gute", dessen Untersuchung zur Politik zählt.
Den Gipfel des Wissens erlangt nur der, dem im politischen Zusammenleben die oberste Funktion zuerkannt wird. Denn er weiß genau, was alle Handelnden anstreben, aber selbst nur vage zu erkennen vermögen.
I 167
Praxis/Platon: "das Seinige tun" heißt seine Formel für jedermanns Rolle im Staat, die vermag aber jeder nur im Zusammenhang des Ganzen zu erfüllen ohne das Ganze zu überblicken.

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Gadamer I 317
Gut/Das Gute/Platon/Gadamer: AristotelesVsPlaton: Durch seine Einschränkung des sokratisch-platonischen „Intellektualismus“ in der Frage nach dem Guten wird Aristoteles bekanntlich zum Begründer der Ethik als einer gegenüber der Metaphysik selbständigen Disziplin. Indem er die platonische Idee des Guten als eine leere Allgemeinheit kritisiert, setzt er ihr die Frage nach dem menschlich Guten, dem für das menschliche Handeln Guten, entgegen. >Allgemeines/Aristoteles.
In der Richtung dieser Kritik erweist sich die Gleichsetzung von Tugend und Wissen, von „Arete“
und „Logos“ wie sie der sokratisch-platonischen Tugendlehre zugrunde liegt, als eine Übertreibung. Aristoteles bringt sie auf das richtige Maß zurück, indem er als das tragende Element des sittlichen Wissens des Menschen die orexis, das „Streben“ und dessen Ausformung zu einer festen
Haltung (hexis) aufweist, Der Begriff der Ethik trägt schon im Namen den Bezug auf diese aristotelische Grundlegung der „Arete“ in Übung und“Ethos“.
Gadamer I 318
Ideenlehre/AristotelesVsPlaton: Aristoteles betont gegenüber der durch die platonische Ideenlehre bestimmten Lehre vom Guten, dass es sich in „praktischer Philosophie“ nicht um Genauigkeit höchsten Ranges handeln kann, wie sie der Mathematiker leistet.
>Ethik/Aristoteles, >Das Gute/Aristoteles.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Bu I
R. Bubner
Antike Themen und ihre moderne Verwandlung Frankfurt 1992

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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