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Wort: ein durch Leerräume von anderen Wörtern getrenntes Gebilde innerhalb einer Sprache. Allgemein werden Wörter durch ein oder mehrere Zeichen gebildet, die aneinandergehängt werden. Ganze Wörter können wiederum als Zeichen aufgefasst werden. In menschlichen Sprachen sind die Elemente der Wörter Buchstaben, in Computersprachen werden auch andere Symbole innerhalb von Worten verwendet. Siehe auch Begriffe, Sprache, Zeichen, Symbole, Subsententiales, Bedeutung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Augustinus über Wörter - Lexikon der Argumente

Gadamer I 424
Wort/Augustinus/Gadamer: Das äußere Wort, und damit das ganze Problem der Vielheit der Sprachen, wird schon von Augustin - der es Immerhin noch erörtert - ausdrücklich
entwertet.(1) Das äußere Wort ebenso wie das nur innerlich reproduzierte äußere Wort ist an eine bestimmte Zunge gebunden (lingua). Die Tatsache, dass das verbum in jeder Sprache anders gesagt wird, bedeutet jedoch nur, dass es sich menschlicher Zunge nicht in seinem wahren Sein zu zeigen vermag.
Augustinus sagt in ganz platonischer Abwertung der sinnlichen Erscheinung: non dicitur, sicuti est, sed sicut potest videri audirive per corpus. Das Wort, das verbum cordis, ist von solcher Erscheinung ganz unabhängig. Es ist weder prolativum noch cogitativum in similitudine soni.
So ist dieses innere Wort der Spiegel und das Bild des göttlichen Wortes.
Gadamer: Wenn Augustinus und die Scholastik das Problem des verbum behandeln, um für das Geheimnis der >Trinität die begrifflichen Mittel zu gewinnen, so ist es ausschließlich dies innere Wort, das Wort des Herzens und dessen Verhältnis zur intelligentia, das sie zum Thema machen. >Sprache/Christentum.


1. Zum folgenden vor allem Augustin, De trinitate X V, 10—15. (lnzwischen hat G. Ripanti in einer vortrefflichen Studie gezeigt, dass sich in „De doctrina christiana“ die
Grundzüge einer Hermeneutik der Bibel finden, die nicht eine Methodenlehre der Theologie ist, sondern die Erfahrungsweise des Bibel-Lesens beschreibt. Vgl. G. Ripanti, Agostino teoretico dell' interpretazione, Brescia 1980.)


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Augustinus

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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> Gegenargumente gegen Augustinus

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