Philosophie Lexikon der Argumente

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Raum, Philosophie: Verschiedene Diskussionen drehen sich u.a. darum, ob der Raum absolut ist oder ob leerer Raum möglich sei. In verschiedenen Wissenschaften werden mehrdimensionale Räume mit bestimmten Eigenschaften angewendet, um besser rechnen zu können, wie Hilberträume in der Relativitätstheorie oder mehrdimensionale Räume in der mathematischen Knotentheorie. Dabei werden keine ontologischen Annahmen gemacht. Siehe auch Substantivalismus, Relationismus, Bewegung, Absolutheit, Kompaktheit, Conceptual Space, Dimensionen, Logischer Raum, Vierdimensionalismus.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Zenon über Raum - Lexikon der Argumente

Sainsbury V 19
Raum/Teilbarkeit/Zenon: der Verfechter der unendlichen Teilbarkeit muss zeigen, dass er keine physische, sondern eine geistige Teilung im Sinn hat.
Problem: jetzt kann man zwar annehmen, dass die Teile auf Null schrumpfen, aber dann können sie überhaupt keinen Raum zusammensetzen!

Teilung/Sainsbury: das Argument vom unendlich wachsenden Raum (wenn er aus unendlich vielen Teilen zusammengesetzt ist, ist falsch: Bsp die Folge 1/2,1/4,1/8... wird nicht unendlich groß!

V 21
Die Reihe x + x² + x³...mit x = 1/2 ist mathematisch suspekt! ...

Raum/Zenon: es ist kontrovers, ob der Raum die gleichen Eigenschaften wie die Zahlen hat.

Teilbarkeit/Sainsbury: damit der Raum mit unendlich vielen Teilen unendlich groß wird, müssen die Teile eine gewisse endliche Größe überschreiten!
Fehler. zu schließen: aus:
"Jeder Teil hat eine endliche Größe"
auf:
Es gibt eine endliche Größe, die jeder Teil hat". (>Jeder/Alles, >Distribution).

Ebenso falsch: "Das letzte Paar Rechtecke am Ende der Reihe hat eine endliche Größe und die vorangehenden sind größer". Es gibt nämlich kein letztes Paar!

V 24
Raum/Sainsbury: vielleicht ist er granulär, wie die Quantentheorie für die Energie annimmt. Zenon führt uns allerdings nicht zu dieser Annahme.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Zenon

Sai I
R.M. Sainsbury
Paradoxien Stuttgart 1993

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> Gegenargumente gegen Zenon

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