Philosophie Lexikon der Argumente

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Wort: ein durch Leerräume von anderen Wörtern getrenntes Gebilde innerhalb einer Sprache. Allgemein werden Wörter durch ein oder mehrere Zeichen gebildet, die aneinandergehängt werden. Ganze Wörter können wiederum als Zeichen aufgefasst werden. In menschlichen Sprachen sind die Elemente der Wörter Buchstaben, in Computersprachen werden auch andere Symbole innerhalb von Worten verwendet. Siehe auch Begriffe, Sprache, Zeichen, Symbole, Subsententiales, Bedeutung.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Antike Philosophie über Wörter - Lexikon der Argumente

Gadamer I 409
Wort/Antike Philosophie/Gadamer: (...) die griechische Philosophie [hat] geradezu mit der Erkenntnis eingesetzt, dass das Wort nur Name ist, d. h. dass es nicht das wahre Sein vertritt.
Das ist eben der Einbruch des philosophischen Fragens in die zunächst unbestrittene Voreingenommenheit durch den Namen.
Wort-Glaube und Wort-Zweifel bezeichnen die Problemsituation, in der das Denken der griechischen Aufklärung das Verhältnis von Wort und Sache sah. Durch sie wird das Vorbild des Namens zum Gegenbild. Der Name, den man gibt, den man verändern kann, motiviert den Zweifel an der Wahrheit des Wortes. Kann man von der Richtigkeit von Namen reden? Aber muss man nicht doch von der Richtigkeit der Worte reden, d. h. die Einheit von Wort und Sache fordern? Und hat nicht der tiefsinnigste aller frühen Denker, Heraklit, den Tiefsinn des Wortspiels entdeckt? Das ist der Hintergrund, auf dem sich Platos „Kratylos“ erhebt, die Grundschrift des griechischen Denkens über Sprache, die die ganze Spannweite der Probleme enthält (...).(1) >Wort/Platon, >Namen/Platon, >Sprache/Platon.


1. Wertvoll ist noch immer deren Darstellung bei Hermann Steinthal, Die Geschichte der Sprachwissenschaft bei den Griechen und Römern mit besonderer Rücksicht auf die Logik, 1864. (lnzwischen sei hier, stellvertretend für vieles, das Buch von K. Gaiser „Name und Sache in Platons )Kratylos«. (Abhandl. der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, Philos.-histor. Klasse Abh. 3, Jg. 1974) Heidelberg 1974) genannt.)


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Antike Philosophie

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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