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Hans-Georg Gadamer über Musik – Lexikon der Argumente

I 97
Musik/Gadamer: Selbst wenn wir etwa absolute Musik hören, müssen wir sie „verstehen“. Und nur, wenn wir sie verstehen, wenn sie uns ist, ist sie für uns als künstlerisches Gebilde da. Obwohl also absolute Musik eine reine Formbewegtheit als solche, eine Art klingender Mathematik ist und es keine gegenständlich bedeutungshaften Inhalte gibt, die wir darin gewahren, behält das
Verstehen dennoch einen Bezug zum Bedeutungshaften. Die Unbestimmtheit dieses Bezuges ist es, die die spezifische Bedeutungsbeziehung solcher Musik ist.(1)
Das bloße Sehen, das bloße Hören sind dogmatische Abstraktionen, die die Phänomene künstlich reduzieren. Wahrnehmung erfasst immer Bedeutung.


1. Die neueren Untersuchungen über das Verhältnis von Vokalmusik und absoluter Musik, die wir Georgiades verdanken (Musik und Sprache, 1954), scheinen mir diesen Zusammenhang zu bestätigen. Vgl. inzwischen auch das Nachlasswerk von Georgiades „Nennen und Erklingen“ Göttingen 1985.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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