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| Theory of Mind: Die "Theory of Mind" (ToM), auf Deutsch oft als "Theorie des Geistes" übersetzt, bezieht sich auf die Fähigkeit, sich bewusst zu sein, dass andere Menschen oder auch Tiere ihre eigenen Gedanken, Überzeugungen, Absichten und Emotionen haben, die sich von den eigenen unterscheiden können. Es geht darum zu verstehen, dass die mentalen Zustände Anderer ihre Handlungen und Entscheidungen beeinflussen können. Der Begriff stammt von Daniel Dennett (Dennett, D. (1978). Beliefs about beliefs. Behavioral and Brain Sciences, 1, 568-570.). Er wurde von vielen Autoren der Psychologie weiterentwickelt, darunter Premack, Woodruff, Perner und Baron-Cohen._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Josef Perner über Theory of Mind – Lexikon der Argumente
Slater I 156 Theory of Mind/ToM/Perner: VsPerner: Der Sinn von Wimmer und Perner's (1983)(1) Studie war es, eine Aufgabe zu entwerfen, die nicht durch das bloße Lesen von Verhalten gemeistert werden konnte: Nur durch die Darstellung des Glaubens der Figur war es möglich, ihr Verhalten angemessen vorherzusagen. VsPerner: Problem: Die (...) Prämisse, dass es nicht gerechtfertigt ist, aus dem Erfolg bei der Aufgabe des falschen Glaubens auf die Fähigkeit zur Darstellung von Geisteszuständen zu schließen, ist (...) fragwürdig. Wenn ein sich normal entwickelndes Kind die Standard-Aufgabe des falschen Glaubens besteht, ist die unmittelbare Schlussfolgerung, dass es die zugrunde liegende Fähigkeit hat, mentale Zustände darzustellen. Ebenso, wenn ein Schimpanse jemals eine Aufgabe bestehen sollte, die strukturell dem Standard-FBT (False-Belief-Test) ähnlich ist, würde die wissenschaftliche Gemeinschaft dies als den ersten soliden Beweis für ToM (Theory of Mind) bei nicht-menschlichen Tieren ansehen. Die Interpretation von bestandenen FBT-Ergebnissen in ASD war im Rahmen der Gedankenblindheit radikal unterschiedlich. >Autismus/Psychologische Theorien, >False-Belief-Test/Psychologische Theorien, >Theory of Mind/Entwicklungspsychologie. Es scheint, dass, wenn eine Person mit ASD einen ToM-Test besteht, sie nie ein vollwertiges repräsentatives ToM erhält. (Rajendran und Mitchell 2007)(2). 1. Wimmer, H., & Perner, J. (1983). Beliefs about beliefs: Representation and constraining function of wrong beliefs in young children’s understanding of deception. Cognition. 13, 103—128. 2. Rajendran, G., & Mitchell, P. (2007). Cognitive Theories of Autism. Developmental Review, 27, 224-260. Coralie Chevallier, “Theory of Mind and Autism. Beyond Baron-Cohen et al’s. Sally-Anne Study”, in: Alan M. Slater and Paul C. Quinn (eds.) 2012. Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies. London: Sage Publications_____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
Perner, Josef
Slater I Alan M. Slater Paul C. Quinn Developmental Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2012 |
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