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Gruppenpsychologie über Hilfeverhalten - Lexikon der Argumente

Haslam I 212 - 13
Hilfeverhalten/Gruppenpsychologie: Das Verhalten in kollektiven Settings kann prosozial oder antisozial sein, je nachdem, welche Art von Identität hervorstechend ist und was der Inhalt dieser Identität tatsächlich ist (Postmes and Spears, 1998)(1). >Hilfeverhalten/Theorie der sozialen Identität, (vgl. Haslam 2004)(2); Taifel, 1978(3)), Tajfel and Turner 1979(4).
Mark Levine und Simon Crowther (2008)(5) führten zwei miteinander verbundene Experimente durch, die sowohl die Hervorhebung sozialer Identitäten als auch die Anzahl der Beobachter manipulierten, die einen Angriff eines Mannes auf eine Frau miterlebten. Männliche und weibliche Teilnehmer wurden für die Teilnahme an einer Studie über Geschlecht und Gewalt rekrutiert.
Insbesondere Frauen fühlen sich besser in der Lage zu intervenieren, wenn sie andere Frauen um sich haben, sind aber weniger geneigt, dies zu tun, wenn die anderen Umstehenden Männer sind.
Männer sagen am ehesten, dass sie eingreifen werden, wenn sie die Minderheit in einer Gruppe sind (...). Wenn Männer in einer Gruppe mit anderen Männern sind, sind sie nicht daran gehindert, zu intervenieren, aber wenn sie von Frauen umgeben sind, scheint die Wahrscheinlichkeit einer Intervention erhöht zu sein.
Es gab eine klare Interaktion zwischen Gruppengröße und Identität - sodass die Anwesenheit von mehr Zuschauern die Hilfe unter bestimmten Bedingungen behinderte, aber bei anderen erleichterte. Vgl. >Zuschauereffekt/Darley/Latané, >Zuschauereffekt/Psychologische Theorien.


1. Postmes, T. and Spears, R. (1998) ‘Deindividuation and anti-normative behaviour: A meta-analysis’, Psychological Bulletin, 123: 238–59.
2. Haslam, S.A. (2004) Psychology in Organizations: The Social Identity Approach, 2nd edn. Thousand Oaks, CA: Sage Publications.
3. Tajfel, H. (ed.) (1978) Differentiation Between Social Groups: Studies in the Social Psychology of Intergroup Relations. London: Academic Press.
4. Tajfel, H. and Turner, J.C. (1979) ‘An integrative theory of intergroup conflict’, in W.G. Austin and S. Worchel (eds), The Social Psychology of Intergroup Relations. Monterey, CA: Brooks/Cole. pp. 33–48.
5. Levine, M. and Crowther, S. (2008) ‘The responsive bystander: How social group membership and group size can encourage as well as inhibit bystander intervention’, Journal of Personality and Social Psychology, 95: 1429–39.


Mark Levine, „ Helping in Emergencies. Revisiting Latané and Darley’s bystander studies“, in: Joanne R. Smith and S. Alexander Haslam (eds.) 2017. Social Psychology. Revisiting the Classic studies. London: Sage Publications


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Gruppenpsychologie

Haslam I
S. Alexander Haslam
Joanne R. Smith
Social Psychology. Revisiting the Classic Studies London 2017

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