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Gerontopsychologie über Gehirnentwicklung - Lexikon der Argumente

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Gehirnentwicklung/Gerontopsychologie/Upton: Im Alter von 20 bis 90 Jahren schrumpft das Gehirn und verliert 5-10 Prozent seines Gewichts (Enzinger et al., 2005)(1).
Auch ein Volumenrückgang wurde beobachtet; in einer Studie lag das Volumen des Gehirns älterer Erwachsener um rund 15 Prozent unter dem der jüngeren Erwachsenen (Shan et al., 2005)(2).
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In einer Studie wurde festgestellt, dass das Hirnvolumen im Alter von 20 bis 65 Jahren jedes Jahr um 0,22 Prozent und im Alter von 65 bis 80 Jahren um 0,40 Prozent pro Jahr abnimmt (Fotenos et aL, 2008)(3).
Dies liegt vermutlich an einer Kombination aus Verlust von Dendriten, Schäden am Myelin und dem Tod von Gehirnzellen. Einige Bereiche des Gehirns schrumpfen mit zunehmendem Alter stärker als andere: Der präfrontale Kortex ist ein Bereich, der sich verkleinert, was mit einer Abnahme der kognitiven Funktion wie dem Arbeitsgedächtnis verbunden ist (Grady et al... 2006)(4).
Jüngste Erkenntnisse haben die Idee gestützt, dass es die strukturellen Veränderungen im Gehirn sind, die den Funktionsverlust verursachen (Fan et al... 2008)(5).
Wir wissen jedoch nicht genau, ob eine Schrumpfung des Gehirns zu einem kognitiven Rückgang führt oder umgekehrt. Es ist möglich, dass dieses Ursache-Wirkungs-Modell zu einfach ist, da es eine Reihe von Umweltfaktoren nicht berücksichtigt, die die Auswirkungen biologisch bedingter Veränderungen der Gehirnstruktur beeinflussen können.
Fotenos et al. (2008)(3) haben beispielsweise festgestellt, dass es einen komplexen Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status, strukturellen Veränderungen im Gehirn und kognitivem Rückgang gibt.
Die Studie ergab, dass bei älteren Erwachsenen ohne kognitiven Rückgang diejenigen mit höherem sozioökonomischen Status im Vergleich zu Personen mit niedrigerem sozioökonomischen Status einen größeren Verlust an Hirnvolumen aufwiesen. Dies bedeutet nicht, dass ein hoher sozioökonomischer Status mit einem größeren Verlust an Gehirnvolumen verbunden ist, sondern vielmehr, dass ältere Erwachsene aus höheren sozioökonomischen Gruppen anders auf den gleichen Verlust an Gehirnvolumen reagieren als Personen mit einem niedrigeren sozioökonomischen Hintergrund. >Sozialer Status, >Demenz.



1. Enzinger, C, Fazekas F, Matthews, PM and Ropele S et al. (2005) Risk factors for progression of brain atrophy in aging: six-year follow-up of normal subjects. Neurology, 64(10): 1704-11.
2. Shan, Z, Liu, ¡Z, Sahgal, V, Wang, B, and Yue, GH (2005) Selective atrophy of left hemisphere and frontal lobe of the brain in old men.Journal of Gerontology: Series A, biological sciences and methcal sciences, 60(2): 165-74.
3. Fotenos, AF, Mintun, MA, Synder, AZ, Morris, JC and Buckner, RL (2008) Brain volume decline in aging: evidence for a relation between socioeconomic status, preclinical Alzheimer disease, and reserve. Neurology, 6 5(1): 113-20.
4. Grady, CL, Springer, MV, Hongwanishkul, D, McIntosh, AR and Winocur, G (2006) Age-related changes in brain activity across the adult lifespan.Journal of Cognitive Neuroscience, 18:227-41.
5. Fan, Y, Batmanghelich, N, Clark, CM, Davatzikos, C and Alzheimer’s Disease Neuroimaging Initiative (2008) Spatial patterns of brain atrophy in MCI patients, identified via high-dimensional pattern classification, predict sub sequent cognitive decline. Neuro image, 39: 1731-43.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Gerontopsychologie

Upton I
Penney Upton
Developmental Psychology 2011

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