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Paul Ricoeur über Welt – Lexikon der Argumente

II 37
Welt/Universum/Literatur/Ricoeur: Wir sollten (...) unseren Weltbegriff erweitern, um nicht nur nicht-offensichtliche, aber dennoch beschreibende Bezüge zuzulassen, sondern auch nicht-offensichtliche und nicht-beschreibende Bezüge, die der poetischen Diktion. Der Begriff "Welt" hat dann die Bedeutung, die wir alle verstehen, wenn wir von einem neugeborenen Kind sagen, dass es auf die Welt gekommen ist. Für mich ist die Welt das Ensemble von Bezügen, das durch jede Art von Text, ob beschreibend oder poetisch, eröffnet wird, den ich gelesen, verstanden und geliebt habe. Und einen Text zu verstehen, bedeutet, zwischen den Prädikaten unserer Situation all jene Bedeutungen zu interpolieren, die aus unserer Umwelt ((s) dt. im Original) eine Welt ((s) dt. im Original) machen. Es ist diese Erweiterung unseres Existenzhorizonts, die es uns erlaubt, von den durch den Text eröffneten Bezügen oder von der Welt zu sprechen, die durch die referentiellen Ansprüche der meisten Texte eröffnet wird. >Literatur/Ricoeur, >Schrift/Ricoeur.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

Ricoeur I
Paul Ricoeur
Die Interpretation. Ein Versuch über Freud Frankfurt/M. 1999

Ricoeur II
Paul Ricoeur
Interpretation theory: discourse and the surplus of meaning Fort Worth 1976

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