Psychologie Lexikon der Argumente

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G. W. F. Hegel über Vermittlung – Lexikon der Argumente

Gadamer I 351
Vermittlung/Reflexion/Entfremdung/Hegel/Gadamer: (...) Hegels Philosophie des Geistes beansprucht, eine totale Vermittlung von Geschichte und Gegenwart zu leisten. In ihr handelt es sich nicht um einen Formalismus der >Reflexion (...). Hegel hat die geschichtliche Dimension, in der das Problem der Hermeneutik seine Wurzeln hat, durchreflektiert.
Gadamer I 352
Das Leben des Geistes besteht (...) darin, im Anderssein sich selbst zu erkennen. Der auf seine Selbsterkenntnis gerichtete Geist sieht sich mit dem als dem Fremden entzweit und muss lernen, sich mit ihm zu versöhnen, indem er es als das Eigene und Heimatliche erkennt. Indem er die Härte der Positivität auflöst, wird er mit sich selbst versöhnt. Sofern solche Versöhnung die geschichtliche Arbeit des Geistes ist, ist das geschichtliche Verhalten des Geistes weder Selbstbespiegelung noch auch bloße formaldialektische Aufhebung der Selbstentfremdung, die ihm widerfahren ist, sondern eine Erfahrung, die Wirklichkeit erfährt und selber wirklich ist.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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