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Hans-Georg Gadamer über Gleichzeitigkeit – Lexikon der Argumente

I 132
Gleichzeitigkeit/Kunstwerk/Darstellung/Gadamer: (...) dem Sein des Kunstwerks kommt Gleichzeitigkeit zu. Sie macht das Wesen des aus. Sie ist nicht die Simultaneität des ästhetischen Bewusstseins. Denn diese Simultaneität meint das Zugleichsein und die Gleich-Gültigkeit verschiedener ästhetischer Erlebnisgegenstände in einem Bewusstsein. dagegen will hier sagen, dass ein Einziges, das sich uns darstellt, so fernen Ursprungs es auch sei, in seiner Darstellung volle Gegenwart gewinnt. Gleichzeitigkeit ist also nicht eine Gegebenheitsweise im Bewusstsein, sondern eine Aufgabe für das Bewusstsein und eine Leistung, die von ihm verlangt wird. Sie besteht darin, sich so an die Sache zu halten, dass diese wird, d. h. aber, dass alle Vermittlung in totaler Gegenwärtigkeit aufgehoben ist. Vgl. >Gleichzeitigkeit/Kierkegaard.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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> Gegenargumente gegen Gadamer

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