Psychologie Lexikon der Argumente

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Kunstwerke: Menschliche Hervorbringungen, die nicht direkt auf die Aufrechterhaltung von Lebensfunktionen gerichtet sind sondern die Möglichkeit einer Erkenntnis eröffnen sollen, die von lebensweltlichen Zwängen und Zwecken befreit ist. Zugleich sollen Kunstwerke damit einen Blick auf diese Zwänge ermöglichen. In der Moderne entziehen sich Kunstwerke der direkten Verständlichkeit in dem Maße, in dem Verstehen selbst immer mehr zu einem Erfordernis der Alltagswelt wurde. Siehe auch Ästhetik, Kunst, Kritik, Gesellschaft, Geschichte, Aufklärung, Erkennen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor/Titel Begriff Zusammenfassung Metadaten

Hans-Georg Gadamer über Kunstwerke – Lexikon der Argumente

I 164
Kunstwerk/Gadamer: Was wir mit „Darstellung“ meinen, ist (…) ein universelles ontologisches Strukturmoment des Ästhetischen, ein Seinsvorgang und nicht etwa ein Erlebnisvorgang, der im Augenblick der künstlerischen Schöpfung geschähe und von dem aufnehmenden Gemüt jeweils nur wiederholt würde. Im Ausgang von dem universellen Sinn von
I 165
Spiel hatten wir den ontologischen Sinn von Darstellung darin gesehen, dass „Reproduktion“ die ursprüngliche Seinsweise der originalen Kunst selbst ist. >Spiel/Gadamer, >Darstellung/Gadamer. (…) auch das Bild und die statuarischen Künste insgesamt [sind] ontologisch gesehen von der gleichen Seinsart (…). Die spezifische Präsenz des Kunstwerks ist ein Zur-Darstellung-Kommen des Seins.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente

Gadamer I
Hans-Georg Gadamer
Wahrheit und Methode. Grundzüge einer philosophischen Hermeneutik 7. durchgesehene Auflage Tübingen 1960/2010

Gadamer II
H. G. Gadamer
Die Aktualität des Schönen: Kunst als Spiel, Symbol und Fest Stuttgart 1977

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> Gegenargumente gegen Gadamer

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