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Zinsen: Zinssätze stellen die Kosten für die Aufnahme von Geld oder die Rendite für investierte Mittel über einen bestimmten Zeitraum dar und werden in der Regel als Prozentsatz ausgedrückt. Sie beeinflussen Kredit- und Sparentscheidungen und wirken sich auf wirtschaftliche Aktivitäten wie Kredite, Hypotheken und Sparkonten aus. Sie werden von den Zentralbanken festgelegt oder durch Marktkräfte wie Angebot und Nachfrage beeinflusst. Siehe auch Zentralbank, Wirtschaft, Angebot, Nachfrage, Märkte.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Neoklassiker über Zinsen - Lexikon der Argumente

Rothbard III 424
Zinssatz/Neoklassische Wirtschaftstheorie/Rothbard: Zusammenfassend behauptet die neoklassische Lehre, dass der Zinssatz, womit im Wesentlichen der Markt für Produktionskredite gemeint ist, durch die Zeitpräferenz (die das Angebot an individuellen Ersparnissen bestimmt) und durch die Grenzproduktivität der Investitionen (die die Nachfrage der Unternehmer nach Ersparnissen bestimmt) mitbestimmt wird, die wiederum durch die Renditen bestimmt wird, die mit Investitionen erzielt werden können.
>Produktivität/Rothbard
, >Produktionsstruktur/Rothbard.
Aber (...) genau diese Renditen sind in Wirklichkeit die Zinsen und ihre Höhe wird durch die Zeitpräferenzen bestimmt.
>Zeitpräferenz/Rothbard.
Rothbard: Die Neoklassiker haben nur in einem Punkt teilweise Recht - dass der Zinssatz auf dem Markt für Produktionskredite von den Investitionsrenditen abhängig ist. Sie erkennen jedoch kaum das Ausmaß dieser Abhängigkeit. Es ist klar, dass diese Renditen, die zu einem einheitlichen Zinssatz egalisiert werden, den wesentlichen Zinssatz in der Produktionsstruktur darstellen.(1)

1. Für brillante Abhandlungen über verschiedene Formen der „Produktivitätstheorie“ des Zinses (die neoklassische Ansicht, dass Investitionen einen Zinsertrag abwerfen, weil Kapitalgüter wertproduktiv sind), siehe die folgenden Artikel von Frank A. Fetter: „The Roundabout Process of the Interest The Roundabout Process of the Interest Theory“, Quarterly Journal of Economics, 1902, S. 163-80, wo Böhm-Bawerks höchst unglücklicher Fehltritt in eine Produktivitätstheorie des Zinses widerlegt wird; ‚Interest Theories Old and New‘, S. 68-92, der eine ausführliche Entwicklung der Zeitpräferenztheorie zusammen mit einer Kritik an Irving Fishers Zugeständnissen an die Produktivitätslehre enthält; siehe auch „Capitalization Versus Productivity, Rejoinder“, American Economic Review, 1914, S. 856-59, und „Davenport's Competitive Economics“, Journal of Political Economy, 1914, S. 555-62. Fetters einziger Fehler in der Zinstheorie bestand darin, Fishers Behauptung zu leugnen, dass die Zeitpräferenz (oder, wie Fisher es nannte, „Ungeduld“) eine universelle und notwendige Tatsache menschlichen Handelns ist. Für eine Demonstration dieser wichtigen Wahrheit siehe Mises, Human Action, New Haven, Conn.: Yale University Press, 1949. Nachdruck Ludwig von Mises Institut, 1998. S. 480ff.

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Neoklassiker

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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