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| Zinsen: Zinssätze stellen die Kosten für die Aufnahme von Geld oder die Rendite für investierte Mittel über einen bestimmten Zeitraum dar und werden in der Regel als Prozentsatz ausgedrückt. Sie beeinflussen Kredit- und Sparentscheidungen und wirken sich auf wirtschaftliche Aktivitäten wie Kredite, Hypotheken und Sparkonten aus. Sie werden von den Zentralbanken festgelegt oder durch Marktkräfte wie Angebot und Nachfrage beeinflusst. Siehe auch Zentralbank, Wirtschaft, Angebot, Nachfrage, Märkte._____________Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente. | |||
| Autor | Begriff | Zusammenfassung/Zitate | Quellen |
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Joseph A. Schumpeter über Zinsen – Lexikon der Argumente
Rothbard III 449 Gleichmäßig rotierende Wirtschaft/Zinsen/Schumpeter/Rothbard: (...) Joseph Schumpeter war der Wegbereiter einer Zinstheorie, die besagt, dass der Zinssatz in der gleichmäßig rotierenden Wirtschaft gleich Null sein wird. >Gleichmäßig rotierende Wirtschaft (ERE)/Rothbard. RothbardVsSchumpeter: Es sollte klar sein, (...) warum der Zinssatz (der reine Zinssatz in der ERE) niemals Null sein kann. Er wird durch individuelle Zeitpräferenzen bestimmt, die alle positiv sind. Um seine Position aufrechtzuerhalten, war Schumpeter gezwungen, wie Frank Knight zu behaupten, dass sich das Kapital dauerhaft in der ERE hält. >Frank H. Knight. Wenn es kein Problem der Kapitalerhaltung gibt, dann scheint es auch keine Notwendigkeit für die Zahlung von Zinsen zu geben, um die Kapitalstruktur zu erhalten. Rothbard III 450 Diese Ansicht (...) ist offenbar aus dem statischen Zustand von J.B. Clark abgeleitet und scheint rein per Definition zu folgen, da der Wert des Kapitals per Definition in der ERE erhalten bleibt. Aber das ist natürlich überhaupt keine Antwort; die wichtige Frage ist: Wie wird diese Konstanz aufrechterhalten? Und die einzige Antwort kann sein, dass sie durch die Entscheidungen der Kapitalisten aufrechterhalten wird, die durch einen Zinsertrag induziert werden. Wäre der gezahlte Zinssatz gleich Null, würde es zu einer vollständigen Kapitalverzehrung kommen.(1) Die schlüssige Mises-Robbins-Kritik an Schumpeters Theorie des Nullzinses, die wir oben darzustellen versucht haben, wurde von zwei Schumpeter-Schülern angegriffen.(2) SchumpeterVsVs: Erstens bestreiten sie, dass die Konstanz des Kapitals in Schumpeters ERE per Definition vorausgesetzt wird; stattdessen wird sie „aus den Bedingungen des Systems abgeleitet“. Was sind diese Bedingungen? Da ist zunächst die Abwesenheit von Unsicherheit über die Zukunft. Dies scheint in der Tat die Voraussetzung für jede ERE zu sein. Aber Clemence und Doody fügen hinzu: „Es gibt auch keine Zeitpräferenz, es sei denn, wir führen sie als eine spezielle Annahme ein; in diesem Fall kann sie entweder positiv oder negativ sein, je nachdem, was wir bevorzugen, und es gibt nichts weiter zu diskutieren.“ Bei einer solchen Auffassung von Zeitpräferenz gibt es tatsächlich nichts zu diskutieren. Die gesamte Grundlage für den reinen Zins, der Zinszahlungen erfordert, ist die Zeitpräferenz, und wenn wir beiläufig annehmen, dass die Zeitpräferenz entweder nicht vorhanden ist oder keinen erkennbaren Einfluss hat, dann folgt daraus sehr leicht, dass der reine Zinssatz gleich Null ist. Der „Beweis“ der Autoren besteht einfach darin, die mächtige, universelle Tatsache der Zeitpräferenz zu ignorieren.(3) 1. Siehe Mises, Human Action,New Haven, Conn.: Yale University Press, 1949. Nachdruck Ludwig von Mises Institut, 1998. S. 527-29. Siehe auch Lionel Robbins, „On a Certain Ambiguity in the Conception of Stationary Equilibrium“ in Richard V. Clemence, ed., Readings in Economic Analysis (Cambridge: Addison-Wesley Press, 1950), I, 176 ff. 2. Richard V. Clemence und Francis S. Doody, Das Schumpetersche System (Cambridge: Addison Wesley Press, 1950), S. 28-30. 3. Wie alle Theoretiker, die versucht haben, die Zeitpräferenz zu leugnen, schieben Clemence und Doody die Kredite der Verbraucher vorschnell beiseite. Wie Frank A. Fetter schon vor Jahren feststellte, kann nur die Zeitpräferenz die Zinsen auf Verbraucher- und Erzeugerkredite in eine einzige einheitliche Erklärung einbeziehen. Verbraucherkredite stehen eindeutig in keinem Zusammenhang mit „Produktivitäts“-Erklärungen für Zinsen und sind offensichtlich auf die Zeitpräferenz zurückzuführen. Vgl. Clemence und Doody, Das Schumpetersche System, S. 29 n._____________ Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der ArgumenteDer Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente. |
EconSchum I Joseph A. Schumpeter Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung Leipzig 1912 Rothbard II Murray N. Rothbard Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995 Rothbard III Murray N. Rothbard Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009 Rothbard IV Murray N. Rothbard The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988 Rothbard V Murray N. Rothbard Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977 |
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