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Zinsen: Zinssätze stellen die Kosten für die Aufnahme von Geld oder die Rendite für investierte Mittel über einen bestimmten Zeitraum dar und werden in der Regel als Prozentsatz ausgedrückt. Sie beeinflussen Kredit- und Sparentscheidungen und wirken sich auf wirtschaftliche Aktivitäten wie Kredite, Hypotheken und Sparkonten aus. Sie werden von den Zentralbanken festgelegt oder durch Marktkräfte wie Angebot und Nachfrage beeinflusst. Siehe auch Zentralbank, Wirtschaft, Angebot, Nachfrage, Märkte.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Ludwig von Mises über Zinsen – Lexikon der Argumente

Rothbard III 556
Zins/Mises/Rothbard: „Der originäre [reine] Zins ist kein Preis, der auf dem Markt durch das Zusammenspiel von Nachfrage nach und Angebot von Kapital oder Kapitalgütern bestimmt wird. Seine Höhe hängt nicht vom Ausmaß dieser Nachfrage und dieses Angebots ab. Vielmehr bestimmt der originäre Zinssatz sowohl die Nachfrage nach als auch das Angebot an Kapital und Kapitalgütern. Er bestimmt, wie viel des verfügbaren Warenangebots für den Konsum in der unmittelbaren Zukunft und wie viel für die Vorsorge für entferntere Zeiträume in der Zukunft verwendet werden soll."(1)
>Investitionen/Rothbard
, >Produktionsstruktur/Rothbard.
Rothbard III 549
Rothbard: Da die Praxeologie niemals quantitative Gesetze aufstellt, gibt es keine Möglichkeit, irgendeine Art von quantitativem Zusammenhang zwischen Änderungen des reinen Zinssatzes und dem Betrag, um den sich das Kapital verändert, zu bestimmen.
>Praxeologie/Rothbard.
Alles, was wir behaupten können, ist die qualitative Beziehung. Es sollte beachtet werden, was wir nicht sagen. Wir behaupten nicht, dass der reine Zinssatz durch die Menge oder den Wert der verfügbaren Kapitalgüter bestimmt wird.
>Investitionsgüter/Rothbard, >Zins/Rothbard.
Wir schlussfolgern also nicht, dass ein Anstieg der Menge oder des Wertes von Investitionsgütern den reinen Zinssatz senkt, weil der Zins der „Preis des Kapitals“ ist (oder aus irgendeinem anderen Grund). Im Gegenteil, wir behaupten genau das Gegenteil, nämlich, dass ein niedrigerer reiner Zinssatz die Menge und den Wert der verfügbaren Kapitalgüter erhöht.
Zum „reinen Zinssatz“ siehe >Evenly Rotating Economy/Rothbard.
Das Verursachungsprinzip ist genau andersherum als gemeinhin angenommen. Der reine Zinssatz kann sich also jederzeit ändern und wird durch die Zeitpräferenzen bestimmt. Wird er gesenkt, steigt der Bestand an investiertem Kapital, wird er erhöht, sinkt der Bestand an investiertem Kapital.
>Zeitpräferenz/Rothbard.

1. Mises, Human Action, New Haven, Conn.: Yale University Press, 1949. Nachdruck Ludwig von Mises Institut, 1998. S. 523 - 24

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

EconMises I
Ludwig von Mises
Die Gemeinwirtschaft Jena 1922

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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