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Gleichgewichtszustand: In der Physik ist das Gleichgewicht ein Zustand, in dem die auf ein Objekt oder System wirkenden Kräfte ausgeglichen sind. Das bedeutet, dass die Nettokraft gleich Null ist und das Objekt oder System nicht beschleunigt wird. Der Begriff hilft zu verstehen, wie sich Objekte und Systeme bewegen und verhalten. Er wird auch in der Technik, Chemie und Wirtschaft verwendet.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Dennis L. Meadows über Gleichgewicht – Lexikon der Argumente

Brocker I 556
Gleichgewicht/Wachstum/Weltmodell/World3/Meadows: als Lösung für das Problem des Zusammenbruchs durch exponentielles Wachstum (siehe Modell/Meadows
) führte Meadows Team ein globales Gleichgewicht ein(1): hier wurden Wachstumsbeschränkungen in das Modell eingebaut: dabei steuerte das Computermodell auf ein weltweites Gleichgewicht zu, wenn ein geschickter Einsatz von Technologien sich so lange verbessern ließ, dass ein optimales Niveau ohne vorangegangene Schrumpfungsprozesse der Größen Bevölkerung, Industrie- und Nahrungsmittelproduktion erreicht wurde.
Problem: dies ließ sich nur mit Freiheitseinschränkungen und autoritären Maßnahmen erreichen wie z.B. einer Beschränkung der Zahl der Kinder oder des Verbrauchs von Rohstoffen.
>Utopie/Meadows.
Lösung: »Es erscheint möglich, die Wachstumstendenzen zu ändern und einen ökologischen und wirtschaftlichen Gleichgewichtszustand herbeizuführen, der auch in weiterer Zukunft aufrechterhalten werden kann. Er könnte so erreicht werden, dass die materiellen Lebensgrundlagen für jeden Menschen auf der Erde
Brocker I 557
sichergestellt sind und noch immer Spielraum bleibt, individuelle menschliche Fähigkeiten zu nutzen und persönliche Ziele zu erreichen« (2).

1. Donella H. Meadows/Dennis L. Meadows/Jørgen Randers/William W. Behrens III, The Limits to Growth. A Report for the Club of Rome’s Project on the Predicament of Mankind, New York 1972. Dt.: Dennis Meadows/Donella Meadows/Erich Zahn/Peter Milling, Die Grenzen des Wachstums. Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit, Stuttgart 1972, Kap 5, S. 141-164)
2.Ebenda S. 17

Patrick Kupper, „Dennis Meadows u. a., Die Grenzen des Wachstums“ in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

PolMeado I
Dennis L. Meadows
Dynamics of Growth in a Finite World Cambridge 1973

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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