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Zentralbank: Eine Zentralbank ist eine von der Regierung ernannte unabhängige Institution, die für die Überwachung des Geldsystems und der finanziellen Stabilität eines Landes zuständig ist. Sie verwaltet das Währungsangebot, reguliert die Geschäftsbanken und legt die Zinssätze fest, um wirtschaftliche Ziele wie Preisstabilität und Vollbeschäftigung zu erreichen.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Jeremy Bentham über Zentralbank – Lexikon der Argumente

Rothbard II 52
Zentralbank/Bentham/Rothbard: (…) in einem unveröffentlichten „Vorschlag für die Zirkulation einer [neuen] Art von Papiergeld“ (1796)(1) verband Bentham seinen „projektiven“ und konstruktivistischen Geist mit seinem neu entdeckten Inflationismus. Anstatt Anleihen auszugeben und Zinsen darauf zu zahlen, schlug er vor, die Regierung solle einfach die Ausgabe aller Papiergeldscheine im Königreich monopolisieren.
Rothbard II 53
Sie könnte dann die Scheine, vorzugsweise unverzinsliche, nach Belieben ausgeben und sich die Zinsen sparen. Bentham war kaum in Bestform, als er die Frage beantwortete, welche Grenze es für diese Ausgabe von Papiergeld durch die Regierung geben könnte. Die Grenze, antwortete er, wäre offensichtlich „die Menge an Papiergeld im Land“.(1)
In seinen späteren Schriften zu diesem Thema suchte Bentham nach Grenzen für die Papierausgabe, wenn auch erfolglos. Aber sein Engagement für einen weitgehend inflationären Kurs vertiefte sich weiter. In seinem unvollendeten Werk „Circulating Annuities“ (1800)(2) entwickelte er sein staatliches Papiergeldsystem weiter und pries die Nützlichkeit der Inflation in Kriegszeiten.
BenthamVsSmith, Adam: Tatsächlich greift Bentham die Erkenntnisse von Turgot, Smith und Say aufs Schärfste an und erklärt tatsächlich, dass der Arbeitseinsatz direkt proportional zur Geldmenge sei: „Die Arbeitsmenge an einem Ort wird nie erhöht, außer durch eine Erhöhung der Geldmenge an diesem Ort ... Aus dieser Sichtweise scheint Geld die Ursache und die unabdingbare Voraussetzung für Arbeit und allgemeinen Wohlstand zu sein.“ Die Geldmenge ist alles; so viel zur Smithschen Doktrin!

1. Bentham, J. 1796. Proposal for the Circulation of a [New] Species of Paper Currency.
2. Bentham, J. 1800. Circulating Annuities.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.

Benth I
J. Bentham
An Introduction to the Principles of Morals and Legislation Mineola, NY 2007

Rothbard II
Murray N. Rothbard
Classical Economics. An Austrian Perspective on the History of Economic Thought. Cheltenham, UK: Edward Elgar Publishing. Cheltenham 1995

Rothbard III
Murray N. Rothbard
Man, Economy and State with Power and Market. Study Edition Auburn, Alabama 1962, 1970, 2009

Rothbard IV
Murray N. Rothbard
The Essential von Mises Auburn, Alabama 1988

Rothbard V
Murray N. Rothbard
Power and Market: Government and the Economy Kansas City 1977

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