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Utopie: Die imaginäre Ausgestaltung eines nicht existierenden gesellschaftlichen Zustands in der Literatur oder politischen Diskussion. Während die Utopie eine positive Alternative zur Gegenwart skizziert, schildert die Dystopie ein negatives Schreckbild. Charakteristisch für Utopien ist die Betonung ihrer fast unmöglichen Realisierbarkeit. Siehe auch Politik, Gesellschaft, Geschichte.

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Anmerkung: Die obigen Begriffscharakterisierungen verstehen sich weder als Definitionen noch als erschöpfende Problemdarstellungen. Sie sollen lediglich den Zugang zu den unten angefügten Quellen erleichtern. - Lexikon der Argumente.

 
Autor Begriff Zusammenfassung/Zitate Quellen

Achille Mbembe über Utopie – Lexikon der Argumente

Brocker I 915
Utopie/Mbembe/Herb: Zwar erkennt Mbembe im »Unglück« der Gegenwart auch Afrikas »Möglichkeiten« (Mbembe 2016(1), 304). Aufs Ganze gesehen muss die »afrikanische Suche nach Selbstbestimmung« jedoch scheitern. Aller Ambivalenz zum Trotz beherrscht Resignation den Abschluss der Untersuchung. »Über Afrika dürfte daher eigentlich nur als Schimäre gesprochen werden, an der wir uns in völliger Blindheit abarbeiten; als Alptraum […]«.
Herb: Die politische Entzauberung führt zur skeptischen Wahrnehmung des eigenen Projekts. Mbembe schließt mit den Worten, dass es »Afrika als solches gar nicht gibt« (304) und diskursiv letztendlich nicht erschlossen werden kann. Das Bekannte erweist sich damit am Ende als das Unerkannte.
>Subjektivität/Mbembe
, >Nihilismus/Mbembe.

1. Achille Mbembe, De la postcolonie. Essai sur l’imagination politique dans l’Afrique contemporaine, Paris 2000. Dt.: Achille Mbembe, Postkolonie. Zur politischen Vorstellungskraft im Afrika der Gegenwart, Wien/Berlin 2016

Karlfriedrich Herb, „Achille Mbembe, Postkolonie (2000)“. in: Manfred Brocker (Hg.) Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert. Frankfurt/M. 2018

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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Mbembe, Achille

Brocker I
Manfred Brocker
Geschichte des politischen Denkens. Das 20. Jahrhundert Frankfurt/M. 2018

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