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Ibn Chaldun über Politik - Lexikon der Argumente

Höffe I 134
Politik/Ibn Chaldun/Höffe: Ibn Khaldun hält ausdrücklich mit Aristoteles den Menschen für ein auf Politik und Herrschaft angelegtes Wesen. Er sieht den Anfang in ländlichen, von Stammessolidarität geprägten und bescheiden lebenden Gemeinschaften.
Städte: Im Kontrast dazu stehen die städtischen Gesellschaften, deren kultureller Reichtum einen Fortschritt bedeutet. Deren Gewöhnung an wachsenden Wohlstand führt aber zu einem Streben nach Luxus, das den Keim der Dekadenz und des Zerfalls in sich trägt.
Gemeinschaft: Dieser Weg von einem bescheidenen zu dem kulturell hochstehenden, jedoch vom Wohlleben beherrschten Gemeinwesen erinnert an Platons Politeia, an deren Übergang von der gesunden zur üppigen Polis.
Religion: Hinsichtlich der Religion erklärt Ibn Khaldun die zwei Antriebskräfte, politische Energie und religiösen Eifer, zu rivalisierenden Mächten.
Politik: Dass im Verlauf der Geschichte die politische Seite das Übergewicht erringt, lässt sich als Desakralisierung und Säkularisierung der Gemeinwesen interpretieren.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Ibn Chaldun

Höffe I
Otfried Höffe
Geschichte des politischen Denkens München 2016

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