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Erasmus von Rotterdam über Staat - Lexikon der Argumente

Höffe I 205
Staat/Erasmus/Höffe: Politisch plädiert Erasmus für eine Monarchie, die er im Sinne der seit
Höffe I 206
der Antike favorisierten gemischten Verfassung mit aristokratischen und demokratischen Elementen verbindet:
Herrschaft: Der König soll die Zustimmung des freien, weil von Christus erlösten Volkes suchen. In einer originellen Verbindung antiker Moral und Staatsphilosophie mit christlichem Gedankengut plädiert Erasmus für eine Erziehung des Fürsten, auf dass dieser, durch Bildung humanisiert, seine Aufgaben im Gemeinwesen gewissenhaft erfülle.
Weltbürgertum/Kosmopolitismus: Zukunftweisend sind auch sein Entwurf eines Völkerbundes, die Ächtung des (durch das Vordringen der Volkssprachen begünstigten) Nationalismus und des Krieges, das Ideal des Weltbürgers, dem in der antiken Stoa noch jede Rechtsgestalt fehlt - nach Erasmus' Argument ist die Welt «in Tat und Wahrheit unser aller gemeinsames Vaterland» - und die Forderung nach einem internationalen Gerichtshof für internationale Streitfälle.


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Zeichenerklärung: Römische Ziffern geben die Quelle an, arabische Ziffern die Seitenzahl. Die entsprechenden Titel sind rechts unter Metadaten angegeben. ((s)…): Kommentar des Einsenders. Übersetzungen: Lexikon der Argumente
Der Hinweis [Begriff/Autor], [Autor1]Vs[Autor2] bzw. [Autor]Vs[Begriff] bzw. "Problem:"/"Lösung", "alt:"/"neu:" und "These:" ist eine Hinzufügung des Lexikons der Argumente.
Erasmus von Rotterdam

Höffe I
Otfried Höffe
Geschichte des politischen Denkens München 2016

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